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Start > > -> Wie mit Jobangebot umgehen, das "sich nicht rechnet"??

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Alt 11.03.2011, 10:26   #1
Oh Mann
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Registriert seit: 24.03.2010
Beiträge: 171
Oh Mann Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Wie mit Jobangebot umgehen, das "sich nicht rechnet"??

Aloha zusammen!
Welches Vorgehen sollte nach eurer Meinung gewählt werden, wenn ein Jobangebot vorliegt, man die Stelle also angeboten bekommt, sich die Stelle aber finanziell nicht rechnet?

Als Arbeitsamtbetreuter (ALG1) kann ich ja schlecht sagen "will ich nicht" - bekommt das Arbeitsamt was davon mit, zündem die einen dann ja wohl den ***** an, oder?

Vielleicht noch zur Erklärung: Das "nicht rechnen" setzt sich aus 2 Komponenten zusammen.
a) Das Geld reicht schlichtweg nicht aus
b) Das angebotene Gehalt empfinde ich durchaus als Unverschämtheit. Nach 5+ Jahren Ausbildung plus ca. 14 Jahren Berufserfahrung, ein Gehalt über das sich vielleicht ein Berufseinsteiger freut, der sein Möbel noch vom Sperrmüll holt und/oder noch bei den Eltern im Haus wohnt - oder eine Frau, die das Gehalt als Ergänzung zum Gehalt "Ihres Mannes" ansieht.

Habe in den letzten Jahren immer nur aus der Distanz von den Lohnabsenkungen in den Sozial- und Gesundheitsberufen gehört...:
Realität "Frauenberuf"...

Grüße
OM
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Alt 11.03.2011, 10:44   #2
gurkenaugust
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Wie mit Jobangebot umgehen, das "sich nicht rechnet"??

Erstmal prüfen, ob das Angebot als unzumutbar im Sinne von § 121 SGB III gilt. Wenn es in diesem Sinne finanziell unzumutbar ist -- das hängt von vorherigem Verdienst und Dauer der Arbeitslosigkeit ab -- kann es sofort ohne nachteilige Konsequenzen abgelehnt werden.

Ansonsten muß ein verbindlicher Vermittlungsvorschlag samt Rechtsfolgenbelehrung der Arbeitsagentur vorliegen, damit überhaupt eine Sperrzeit droht. Alles andere ist unverbindlich.

Falls der Vorschlag verbindlich ist und auch noch als zumutbar gilt, aber nicht attraktiv ist, würde ich halt nur eine kurze Pflichtbewerbung mit den nötigsten Angaben schicken, die allerdings nicht als offensichtliche(!) Negativbewerbung abgefaßt sein darf.

Allerdings solltest du auch überlegen, welche Alternativen du hast, also ob in absehbarer Zeit attraktivere Stellenangebote wahrscheinlich sind.
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Alt 11.03.2011, 10:59   #3
Oh Mann
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Registriert seit: 24.03.2010
Beiträge: 171
Oh Mann Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie mit Jobangebot umgehen, das "sich nicht rechnet"??

Hi August!
Die Lage ist etwas anders: Es ist kein Vermittlungsvorschlag vom Amt gewesen, es ist eine (oder mehrere) eigenständige Bewerbungsbemühung gewesen. Vorstellungsgespräch hat stattgefunden, in dem dann auch die Verdienstmöglichkeit besprochen wurde.
Letztlich ist es an mir, die Stelle anzunehmen oder nicht.

Eine Möglichkeit des Umgangs wäre, die Stelle ggf. mit dem Hinweis darauf anzunehmen, dass ich keine Stelle ablehnen darf; aber auch explizit darauf zu verweisen, dass ich wärend der Anstellung von der Möglichkeit gebrauch mache, mir eine Stelle zu suchen, die das Geld zahlt, das ich benötige.

Diese Situation wäre für den Arbeitgeber sehr unattraktiv, da er zwar geringes Gehalt bezahlt, aber dennoch personelle Konstanz bzw. keine Fluktuation einfordert.

Dass die Stellen finanziell unterhalb des moralisch vertetbaren/zumutbaren liegen, bezweifele ich - dennoch: Jeder hat seine Moral woanders.
Und mich triffts halt am Stolz - gut, wer wenig zahlt, bekommt halt die Angestellten die er verdient.
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Alt 11.03.2011, 11:32   #4
gurkenaugust
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Wie mit Jobangebot umgehen, das "sich nicht rechnet"??

Wenn das ein von dir selbst gefundenes Stellenangebot war, geht die Sache die Arbeitsagentur überhaupt nichts an. Du kannst damit so umgehen, wie du es für richtig befindest. Irgendwelche Begründungen für die Ablehnung eines Stellenangebots brauchst du der Firma auch nicht zu geben.

Letztlich aber hilft es auch einer (seriösen) Firma kaum, wenn vom ersten Tag an klar ist, daß der Beschäftigte weiterhin auf der Suche nach einer besseren Stelle ist und bei nächstbester Gelegenheit gehen wird. Das ist aber letztlich deine Entscheidung.

Du brauchst der Arbeitsagentur noch nicht einmal von deiner Bewerbung dort zu erzählen, und ich würde es an deiner Stelle auch nicht tun, sofern du eine sinnvolle Zahl von Bewerbungsbemühungen auch ohne diese Bewerbung zusammenbekommst. Natürlich gibst du der Firma auch keine Informationen über Einzelheiten deiner Arbeitslosigkeit (z.B. wo du mit welcher Kundennummer arbeitslos gemeldet bist), damit diese dich nicht hinter deinem Rücken bei der Arbeitsagentur "anschwärzen" kann.
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Alt 11.03.2011, 13:32   #5
gast_
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gast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/in
Standard AW: Wie mit Jobangebot umgehen, das "sich nicht rechnet"??

Stimme Gurkenaugust zu. Gebe aber auch zu bedenken, daß es Sinn machen könnte, so eine Stelle anzunehmen, um sich dann woanders zu bewerben. Aus Arbeit heraus hat man bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
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Alt 11.03.2011, 13:44   #6
Oh Mann
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Registriert seit: 24.03.2010
Beiträge: 171
Oh Mann Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie mit Jobangebot umgehen, das "sich nicht rechnet"??

Hi!
Na ja, eigentlich führen fast alle meine Bewerbungsschreiben zu Vorstellungsgesprächen, die kann ich gar nicht alle verschweigen... - allerdings alle Stellen selbst gesucht (in der Datenbank vom Arbeitsamt).

Ist irgendwie NOCH komplizierter: Stelle A könnte ich bereis jetzt ein Zusage geben (finanziell aber nicht machbar), Stelle B möchte dass ich erst 1-2 Wochen Probe-Arbeite/Hospitiere und macht seine Stellenzusage von diesen praktischen Erfahrungen abhängig. Es ist also nicht gesagt, dass Stelle B mich auch nimmt...

Uiuiui

OM
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Alt 11.03.2011, 13:51   #7
1957er
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1957er Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie mit Jobangebot umgehen, das "sich nicht rechnet"??

Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Stimme Gurkenaugust zu. Gebe aber auch zu bedenken, daß es Sinn machen könnte, so eine Stelle anzunehmen, um sich dann woanders zu bewerben. Aus Arbeit heraus hat man bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Nach meiner Meinung sind die Zeiten schon lange vorbei, wo ich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt habe, wenn ich aus einer Arbeitsstelle mich bewerbe.

Ich kenne auch die Zeiten wo das ging. Den Chefe mal eben sagen, ich will mehr Lohn sonst gehe ich.

Heute gilt nur: Je günstiger oder am Besten noch umsonst ich die Leute bekomme umso besser. Alles andere ist leider nur noch Illusion. Warum schreiben manche hunderte von Bewerbungen und es sind die meisten mit jahrelange Berufserfahrung und teilweise mehrere Ausbildungen incl. Weiterbildung.

Kommentar der AG´s und SB´s: Sie sind ein schwerer Fall oder haben zu wenig Praxis in der letzten Zeit gesammelt.
1957er ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2011, 13:57   #8
gurkenaugust
Gast
 
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Standard AW: Wie mit Jobangebot umgehen, das "sich nicht rechnet"??

Zitat:
Stelle B möchte dass ich erst 1-2 Wochen Probe-Arbeite/Hospitiere und macht seine Stellenzusage von diesen praktischen Erfahrungen abhängig.
Vorsicht!

Zahlt dir Firma B für die "Probearbeit" eine angemessene Vergütung? Beschränkt sich das "Hospitieren" auf ein unverbindliches "Sich-Umschauen" in der Firma, ohne daß du konkret dort arbeitest und eine Leistung für die Firma erbringst? Ich vermute aufgrund der heutzutage auf diesem Gebiet leider eingerissenen Zustände, daß beide Fragen mit "nein" zu beantworten sind.

Für die Erprobung dient üblicherweise die bezahlte Probezeit am Beginn eines Arbeitsverhältnisses. Alternativ könnte dir Firma B auch erstmal einen kurz befristeten Arbeitsvertrag für diese 1-2 Wochen geben.

Mal ganz abgesehen von diesen finanziellen Aspekten: für eine eventuelle "Probearbeit" solltest du unbedingt die vorherige Genehmigung der Arbeitsagentur einholen. Ansonsten stehst du nämlich der Arbeitsvermittlung für diese Zeit nicht zur Verfügung, mit den entsprechenden Folgen. Ebenso interessant ist, was eigentlich passiert, wenn du während dieser "Probearbeit" einen Arbeits- oder Wegeunfall haben solltest.
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Alt 11.03.2011, 14:20   #9
Oh Mann
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Oh Mann Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie mit Jobangebot umgehen, das "sich nicht rechnet"??

Yo - ich war schon beim Amt und habe nach der Möglichkeit und dem Vorgehen wegen des Hospitierens/Probearbeitens gefragt.

Es ist halt so, dass ich in dem speziellen Tätigkeitsfeld keine Berufserfahrung habe, es ist daher für beide Seiten interessant sich das alles mal in der Praxis anzuschauen!

Meine Frage galt aber eher dem logischen Paradoxon: Arbeit A (ist der Spatz in der Hand) annehmen - oder Arbeit B (die Taube auf dem Dach) probeweise ausführen (besser bezahlt) aber ggf. nicht genommen werden... - und dann ist es für Arbeit A schon zu spät.

Es gibt übrigens auch noch Arbeit C und Arbeit D...

Edit:
Ich persönlich halte nicht viel davon eine Arbeit zu beginnen und nach rel. kurzer Zeit unvermittelt wieder zu wechseln. Ich verrichte keine Sacharbeit sondern es geht in erster Linie um Beziehungsarbeit, da wäre ein solches Handeln recht verantwortungslos.
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