Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) QR-Code des ELO-Forum
Mach mit. klick mich....
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > -> Fragen zum Kindergeldzuschlag

Allgemeine Fragen Nur Fragen zu Themen die nicht in bereits vorhandene Hilfeforen passen.


Danke Danke:  0
Thema geschlossen

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 08.01.2007, 22:34   #1
BlueMK1
Elo-User/in
 
Registriert seit: 10.03.2006
Ort: Lübeck
Beiträge: 127
BlueMK1
Standard Fragen zum Kindergeldzuschlag

Hallo,

ich habe folgende Fragen zum Kinderzuschlag:

1. Kann ich den Kindergeldzuschlag schon beantragen, obwohl ich noch nicht weiss, wieviel ALG I ich bekommen werde ??

2. Mein mann ist selbstständig - Wie wird bei Ihm das Einkommen angerechnet ?

- Nach Prognose für das wirtschaftsjahr ?
- Oder nach Steuerbescheid vom letzten jahr ?
- Was passiert, wenn die Prognose höher oder tiefer ausfällt ?

3. Unter welchen Einkommsgrenzen wird Kinderzuschlag gewährt ?

4. Wir sind 2 Erwachsene, 2 Kinder. Ein gemeinsames Kind, ein Kind stammt aus erster Partnerschaft meines Mannes.

- Muss ich für unser gemeinsames Kind einen Antrag stellen und mein Mann für seine Tochter aus erster Partnerschaft einen eigenen ?

- Oder kann/muss ich für beide Kinder Kinderzuschlag beantragen ?

5. Eine Frage abweichend von diesem Thema:

- Um Wohngeld zu beantragen, welche Mindest bzw. Höchsteinkommengrenzen müssen vorliegen ?


6. Wer ist denn eigentlich anspruchsberechtigt ?

- Derjenige, der Einkommen erzielt oder geht auch der Partner, der nur ALG I empfängt ???

ich hoffe, dass mir jemand mit meinen Fragen weiter helfen kann :)

Danke im voraus !

LG BlueMK1
BlueMK1 ist offline  
Alt 09.01.2007, 07:54   #2
Ludwigsburg
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Fragen zum Kindergeldzuschlag

Zitat von BlueMK1
Hallo,

ich habe folgende Fragen zum Kinderzuschlag:

1. Kann ich den Kindergeldzuschlag schon beantragen, obwohl ich noch nicht weiss, wieviel ALG I ich bekommen werde ??

Ja, aber er wird erst bearbeitet, wenn der ALG I Bescheid vorliegt, die Höhe des Einkommens ist ja wichtig für die Berechnung

2. Mein mann ist selbstständig - Wie wird bei Ihm das Einkommen angerechnet ?

Ja

- Nach Prognose für das wirtschaftsjahr ?
- Oder nach Steuerbescheid vom letzten jahr ?
- Was passiert, wenn die Prognose höher oder tiefer ausfällt ?

Denke nach Prognose, und daß der Steuerbescheid nachgereicht werden muß - so ist es auch beim Wohngeld

3. Unter welchen Einkommsgrenzen wird Kinderzuschlag gewährt ?

4. Wir sind 2 Erwachsene, 2 Kinder. Ein gemeinsames Kind, ein Kind stammt aus erster Partnerschaft meines Mannes.

- Muss ich für unser gemeinsames Kind einen Antrag stellen und mein Mann für seine Tochter aus erster Partnerschaft einen eigenen ?

- Oder kann/muss ich für beide Kinder Kinderzuschlag beantragen ?

Da ihr eine Familie seid, müßte ein Antrag reichen. Es geht ja ums Familieneinkommen...


5. Eine Frage abweichend von diesem Thema:

- Um Wohngeld zu beantragen, welche Mindest bzw. Höchsteinkommengrenzen müssen vorliegen ?

Etwa ALG II Bedarf, 311 E pro Erwachsenem, 207 bzw 276 E je nach Alter des Kindes... + Miete


6. Wer ist denn eigentlich anspruchsberechtigt ?
- Derjenige, der Einkommen erzielt oder geht auch der Partner, der nur ALG I empfängt ???

Die Familie...bzw jeder, dessen Einkommen für sich reicht, nicht aber für seine Kinder

LG BlueMK1
habe noch folgende Infos:

Kindergeldzuschlag
Allgemeines
Ab Januar 2005 haben Eltern Anspruch auf Kinderzuschlag für ein in ihrem Haushalt lebendes minderjähriges Kind, wenn für dieses Kind Kindergeld oder eine das Kindergeld ausschließende Leistung (vgl. Nr. 7 des Merkblattes über Kindergeld) bezogen wird und sich das Einkommen bzw. Vermögen der Eltern in einem gesetzlich umschriebenen Bereich zwischen einer Mindest- und einer Höchsteinkommensgrenze bewegt. Innerhalb dieses Bereiches wird der Kinderzuschlag noch durch eigenes Einkommen und Vermögen des Kindes selbst gemindert. Der höchstmögliche (ungeminderte) Kinderzuschlag beträgt für jedes im gemeinsamen Haushalt lebende minderjährige Kind 140 Euro monatlich. Steht für mehrere minderjährige Kinder ein Kinderzuschlagsbetrag zu, wird hieraus ein auszuzahlender Gesamtkinderzuschlagsbetrag gebildet.
++++++++++++++++++++++++
Kinderzuschlag
Vermeidung von Hilfebedürftigkeit im Sinne der Vorschriften über das Arbeitslosengeld II

Durch den Kinderzuschlag muss Hilfebedürftigkeit im Sinne der Vorschriften über das Arbeitslosengeld II vermieden werden. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Kinderzuschlag zusammen mit anderem Einkommen und Vermögen ausreicht, den Bedarf der gesamten Familie im Sinne der Regelungen zum Arbeitslosengeld II abzudecken. Ist dies ausnahmsweise nicht der Fall, besteht kein Zugang zum Kinderzuschlag. Die Familie kann dann nur Arbeitslosengeld II, aber keinen Kinderzuschlag erhalten.



Beispiel 1:

Ein Ehepaar mit 2 Kindern im Alter von 11 und 16 Jahren hat einen monatlichen Bedarf im Sinne der Regelungen zum Arbeitslosengeld II in Hohe von 2.005 Euro (= jeweils 311 Euro für die Eltern, 276 Euro für das 16-jahrige Kind, 207 Euro für das 11-jahrige Kind, 900 Euro angemessene Kosten der Unterkunft und Heizung). Die Eltern verfugen über ein monatliches Einkommen von insgesamt 1.500 Euro. Außerdem erhalten sie monatlich 308 Euro Kindergeld für die beiden Kinder. Das monatliche Einkommen der Familie beläuft sich somit auf 1.808 Euro. Im Sinne der Vorschriften über das Arbeitslosengeld II gilt dabei das Kindergeld als Einkommen der Kinder.



Zusammen mit dem höchstmöglichen Anspruch auf Kinderzuschlag in Hohe von 280 Euro wurde das monatliche Einkommen der Familie 2.088 Euro betragen und damit den Bedarf der Gesamtfamilie im Sinne der Regelungen zum Arbeitslosengeld II abdecken. Ohne den Kinderzuschlag wurde das Einkommen den Bedarf dagegen nicht abdecken. Durch die Zahlung von Kinderzuschlag wurde somit die Hilfebedürftigkeit der Familie im Sinne der Vorschriften über das Arbeitslosengeld II vermieden. Bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen erhalten die Eltern somit Kinderzuschlag. Arbeitslosengeld II kann hingegen nicht gezahlt werden.



Beispiel 2:

Wie Beispiel 1, das monatliche Einkommen der Eltern betragt jedoch nur 1.300 Euro. Zusammen mit dem Kindergeld verfügt die Familie somit nur über ein monatliches Einkommen von 1.608 Euro. Selbst bei Zahlung des Kinderzuschlages wurde das Gesamteinkommen nicht ausreichen, um den Bedarf der Gesamtfamilie im Sinne der Regelungen zum Arbeitslosengeld II abzudecken (Gesamtbedarf 2.005 Euro, Gesamteinkommen einschließlich Kinderzuschlag 1.888 Euro). Durch den Kinderzuschlag konnte somit Hilfebedürftigkeit im Sinne der Vorschriften über das Arbeitslosengeld II nicht vermieden werden.



Den Eltern steht somit kein Kinderzuschlag zu; vielmehr sind sie auf das Arbeitslosengeld II angewiesen. Personen mit Anspruch auf Leistungen der Sozialhilfe steht der Kinderzuschlag nicht zu, weil sie nicht hilfebedürftig im Sinne der Vorschriften über das Arbeitslosengeld II sind.



Die Auswirkungen von Einkommen und Vermögen auf den Kinderzuschlag



Hat ein Kind eigenes Einkommen und Vermögen, wird in einem ersten Schritt dieses Einkommen und Vermögen vom höchstmöglichen Kinderzuschlagsbetrag (140 Euro) abgezogen. Bei mehreren minderjährigen Kindern wird nicht erst die Summe des höchstmöglichen Gesamtkinderzuschlagsbetrages für sämtliche Kinder gebildet und dann hiervon deren Gesamteinkommen und –vermögen abgezogen. Vielmehr wird von dem für jedes einzelne Kind zustehenden höchstmöglichen Kinderzuschlagsbetrag das jeweilige Einkommen und Vermögen dieses Kindes abgezogen und dann werden die individuellen geminderten Kinderzuschlagsbeträge zum Gesamtkinderzuschlagsbetrag zusammengerechnet.



Beispiel:

Eine allein erziehende Mutter erhalt Kindergeld für zwei Kinder im Alter von 4 und 7 Jahren. Die beiden Kinder haben eigenes Einkommen in Hohe von monatlich 120 Euro bzw. 150 Euro (z.B. Halbwaisenrente, Unterhaltsleistung). Das Kindeseinkommen ist wie folgt auf die einzelnen Kinderzuschläge für die beiden Kinder anzurechnen:



für das 4-jahrige Kind: höchstmöglicher Kinderzuschlagsbetrag 140 Euro

abzüglich Einkommen 120 Euro

zustehender Kinderzuschlagsbetrag: 20 Euro



für das 7-jahrige Kind: höchstmöglicher Kinderzuschlagsbetrag 140 Euro

abzüglich Einkommen 150 Euro

zustehender Kinderzuschlagsbetrag: 0 Euro



Der monatliche Gesamtkinderzuschlag beträgt somit 20 Euro. Würde man von dem höchstmöglichen Gesamtkinderzuschlag von 280 Euro das Gesamteinkommen beider Kinder abziehen, ergäbe sich nur ein monatlicher Zahlbetrag von 10 Euro (140 Euro x 2 = 280 Euro abzüglich 270 Euro Gesamteinkommen beider Kinder). Durch die Einzelberechnung wird die Familie günstiger gestellt.





Einkommen und Vermögen der Eltern



Verbleiben nach individuellem Abzug von Einkommen und Vermögen jedes der minderjährigen Kinder vom jeweiligen Kinderzuschlag einzelne zusammenzurechnende Kinderzuschlagsbeträge, wird dieser restliche Gesamtkinderzuschlag in einem zweiten Schritt noch durch das die Mindesteinkommensgrenze übersteigende Einkommen und Vermögen der Eltern vermindert. Zu den Eltern im Sinne der Anrechnungsvorschriften gehören

allein erziehende Mutter oder Vater,
nicht dauernd getrennt lebende Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner sowie
in einer eheähnlichen Gemeinschaft zusammen lebende Paare.



Besteht das Einkommen der Eltern ganz oder teilweise aus Einkünften aufgrund einer selbständigen oder nicht selbständigen Erwerbstätigkeit, werden diese nicht in vollem Umfang, sondern nur teilweise vom Gesamtkinderzuschlag abgezogen. Je volle 10 Euro an Erwerbseinkünften oberhalb der Mindesteinkommensgrenze mindern den Gesamtkinderzuschlag stufenweise um je 7 Euro. Andersartige Einkünfte und auch Vermögen müssen hingegen in vollem Umfang abgezogen werden.



Beispiel 1:

Ein Ehepaar lebt mit 3 minderjährigen Kindern in den alten Bundesländern in einem gemeinsamen Haushalt. Die angemessene monatliche Miete beträgt 900 Euro. Der Vater erzielt Arbeitsentgelt in Hohe von 1.185 Euro. Anspruch auf Kinderzuschlag bestunde, wenn das monatliche Einkommen der Eltern deren Bedarf im Sinne der Regelungen zum Arbeitslosengeld II entspräche (Mindesteinkommensgrenze) und gleichzeitig nicht hoher wäre als die Summe aus ihrem Bedarf zuzüglich des Gesamtkinderzuschlages (Hochsteinkommensgrenze).



Rechengang:



a) Grundbedarf

Kindergeldberechtigter (90 % der Regelleistung für die alten Bundesländer) 311 Euro
Ehegatte (90 % der Regelleistung für die alten Bundesländer) 311 Euro



b) Wohnbedarf der Eltern (62 % der angemessenen Kosten für Unterkunft/Heizung) 558 Euro



c) Gesamtbedarf aus Summe a) und b) = Mindesteinkommensgrenze: 1.180 Euro



d) Gesamtbedarf der Eltern 1.180 Euro



e) zuzüglich Gesamtkinderzuschlag (3 x 140 Euro) 420 Euro



f) Summe aus d) und e) = Hochsteinkommensgrenze: 1.600 Euro



Gegenüber zu stellendes Elterneinkommen: Arbeitsentgelt des Ehemannes 1.185 Euro. Das zu berücksichtigende elterliche Einkommen übersteigt deren Bedarf im Sinne der Regelungen zum Arbeitslosengeld II (Mindesteinkommensgrenze) um weniger als 1 Minderungsstufe (5 Euro), überschreitet aber nicht die Hochsteinkommensgrenze. Kinderzuschlag wird deshalb für die drei Kinder in ungeminderter Hohe gezahlt (140 Euro x 3 = 420 Euro Gesamtkinderzuschlag).



Beispiel 2:

Wie Beispiel 1; die Ehefrau übt jedoch ebenfalls eine Beschäftigung mit einem monatlichen Arbeitsentgelt von 404 Euro aus.

Rechengang:



a) Grundbedarf

Kindergeldberechtigter (90 % der Regelleistung für die alten Bundesländer) 311 Euro Ehegatte (90 % der Regelleistung für die alten Bundesländer) 311 Euro



b) Wohnbedarf der Eltern (62 % der angemessenen Kosten für Unterkunft/Heizung) 558 Euro

c) Gesamtbedarf aus Summe a) und b) = Mindesteinkommensgrenze: 1.180 Euro



d) Gesamtbedarf der Eltern 1.180 Euro



e) zuzüglich Gesamtkinderzuschlag (3 x 140 Euro) 420 Euro



f) Summe aus d) und e) = Hochsteinkommensgrenze: 1.600 Euro



Gegenüber zu stellendes Elterneinkommen



g) Arbeitsentgelt des Ehemannes 1.185 Euro



h) Arbeitsentgelt der Ehefrau 404 Euro



i) Gesamteinkommen aus g) und h): 1.589 Euro



Das zu berücksichtigende Einkommen der Eltern (Arbeitsentgelt) übersteigt den eigenen Bedarf im Sinne der Regelungen zum Arbeitslosengeld II (Mindesteinkommensgrenze, 1.180 Euro), überschreitet aber nicht die Hochsteinkommensgrenze (1.600 Euro). Es besteht daher grundsätzlich Anspruch auf Kinderzuschlag. Weil das Einkommen der Eltern aber hoher ist als deren Eigenbedarf



(Mindesteinkommensgrenze), mindert der übersteigende Betrag von 409 Euro (= 1.589 Euro abzüglich 1.180 Euro) den Gesamtkinderzuschlag für die drei Kinder. Für je 10 volle Euro des übersteigenden Betrages werden dabei aber nur jeweils 7 Euro angerechnet, weil das Einkommen aus Erwerbseinkünften besteht.



Ermittlung des insgesamt zustehenden Kinderzuschlages:



Ungeminderter Gesamtkinderzuschlag (140 Euro x 3) 420 Euro
abzüglich anzurechnendes Elterneinkommen (409 Euro : 10 = 40 volle Minderungsstufen x 7 =) 280 Euro
verbleibender Gesamtkinderzuschlagsbetrag: 140 Euro



Was ist beim Kinderzuschlag als Einkommen und Vermögen zu berücksichtigen?



Einkommen sind grundsätzlich alle Einnahmen in Geld oder Geldeswert. Es kommt nicht darauf an, welcher Art und Herkunft die Einnahmen sind, ob sie zur Deckung des Lebensunterhaltes bestimmt oder steuerpflichtig sind oder ob sie einmalig oder wiederholt anfallen. Zum Einkommen gehören beispielsweise



Einnahmen aus einer nicht selbständigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit,
Unterhaltsleistungen oder Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz (Einkommen des Kindes),
Entgeltersatzleistungen wie Arbeitslosengeld oder Krankengeld,
Renten aus der Sozialversicherung,
Kapital- und Zinsertrage,
Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.



Folgende Einnahmen sind zum Beispiel nach ausdrücklicher gesetzlicher Bestimmung oder wegen ihrer Zweckbestimmung beim Kinderzuschlag nicht als Einkommen zu berücksichtigen:



Kindergeld,
Wohngeld,
Erziehungsgeld und vergleichbare Leistungen der Länder sowie Mutterschaftsgeld und vergleichbare Leistungen, soweit sie auf das Erziehungsgeld angerechnet werden,
Leistungen der Pflegeversicherung,
Grundrenten nach dem Bundesversorgungsgesetz oder vergleichbaren gesetzlichen Regelungen.



Von den zu berücksichtigenden Bruttoeinnahmen werden abgezogen:



die darauf entfallenden Steuern (z. B. Lohn-/Einkommensteuer einschließlich Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer),
Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung (Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung sowie Arbeitsforderung),
Beiträge zu sonstigen Versicherungen, soweit diese Beitrage gesetzlich vorgeschrieben oder angemessen sind (z. B. Beiträge für eine freiwillige oder private Kranken- und Pflegeversicherung, zur Altersvorsorge für nicht Rentenversicherungspflichtige, zu einer privaten Haftpflicht-, Hausrat- oder
Gebäudeversicherung),
nach dem Einkommensteuergesetz geforderte Altersvorsorgebeiträge (für die „Riester-Rente“),
Werbungskosten (z. B. Fahrtkosten zur Arbeitsstätte, Beiträge zu Berufsverbänden und Gewerkschaften),
ein pauschalierter Freibetrag für Erwerbstätige, abhängig vom Einkommen bis zu 237 Euro monatlich.



Als Vermögen sind alle verwertbaren Vermögensgegenstande zu berücksichtigen. Dazu gehören insbesondere Bargeld, (Spar-)Guthaben wie z. B. Wertpapiere, Bausparguthaben sowie Haus- und Grundeigentum. Das Vermögen ist verwertbar, wenn es für den Lebensunterhalt verwendet oder sein Geldwert z. B. durch Verkauf oder Vermietung bzw. Verpachtung nutzbar gemacht werden kann. Beim Kinderzuschlag nicht als Vermögen zu berücksichtigen sind beispielsweise:



angemessener Hausrat (alle Gegenstande, die zur Haushaltsführung notwendig oder üblich sind),
zur Altersvorsorge bestimmtes Vermögen von nicht Rentenversicherungspflichtigen,
eine angemessene selbst bewohnte Immobilie (Immobilien mit einer Wohnflache bis zu 130 qm bzw. Grundstucke mit einer Flache bis zu 500 qm im städtischen und bis zu 800 qm im ländlichen Bereich).
Von dem zu berücksichtigenden verwertbaren Vermögen werden abgezogen: ein Freibetrag von 200 Euro je vollendetem Lebensjahr, mindestens 4.100 Euro und höchstens 13.000 Euro je Elternteil im gemeinsamen Haushalt und ein Grundfreibetrag von 4.100 Euro vom Vermögen eines im Haushalt lebenden minderjährigen Kindes,
staatlich gefördertes Altersvorsorgevermögen einschließlich der Erträge und der geforderten Beiträge,
sonstige Betrage, die der Altersvorsorge dienen (z. B. Lebensversicherungsvertrage), bis zu einem Wert von 200 Euro je vollendetem Lebensjahr, höchstens aber 13.000 Euro (gilt nicht für Kinder unter 15 Jahren),
ein Freibetrag für notwendige Anschaffungen von 750 Euro je Elternteil im gemeinsamen Haushalt,
ein Freibetrag für notwendige Anschaffungen von 750 Euro vom Vermögen eines im Haushalt lebenden minderjährigen Kindes.



An wen und wie lange wird der Kinderzuschlag gezahlt?



Für ein und dasselbe minderjährige Kind kann immer nur eine Person den Kinderzuschlag erhalten. In aller Regel wird der Kinderzuschlag an denjenigen Elternteil gezahlt, der auch das Kindergeld beantragt hat oder bezieht. Der Kinderzuschlag wird zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt. Ist der Kindergeldanspruch ausgeschlossen, z. B. weil eine andere Leistung für Kinder im Sinne der Nr. 7 des Merkblattes über Kindergeld zusteht, und sind die Kinder außer beim Antragsteller auch bei dem im gemeinsamen Haushalt lebenden anderen Elternteil zu berücksichtigen, können diese untereinander bestimmen, wer den Kinderzuschlag erhalten soll. Kann eine solche Bestimmung nicht einverständlich erreicht werden, legt das Vormundschaftsgericht auf Antrag fest, an wen der Kinderzuschlag gezahlt wird.



Der (Gesamt-)Kinderzuschlag wird für insgesamt längstens 36 Kalendermonate gezahlt. Sind die Anspruchsvoraussetzungen nicht ununterbrochen erfüllt, schiebt sich der Endmonat der Zahlung um diejenigen Kalendermonate hinaus, in denen kein Kinderzuschlag zusteht. Beispiel: Ein Ehepaar bezieht zunächst ab März 2005 Kinderzuschlag für ein minderjähriges Kind. Von September 2005 bis März 2006 übt die Ehefrau eine befristete Beschäftigung aus. Während dieser Zeit überschreitet das Elterneinkommen die Hochsteinkommensgrenze, so dass der Kinderzuschlag ausgeschlossen ist. Bei ununterbrochenem Bezug wurde Kinderzuschlag von März 2005 bis längstens Februar 2008 zustehen (= für 36 Kalendermonate).



Da jedoch die Anspruchsvoraussetzungen von September 2005 bis März 2006 (= für 7 Kalendermonate) nicht erfüllt sind, schiebt sich der Endmonat des Anspruchs (Februar 2008) um diese 7 Kalendermonate auf September 2008 hinaus. Wahrend der Monate September 2005 bis März 2006 wird kein Kinderzuschlag gezahlt. Ist wahrend des Bezuges von Kinderzuschlag ein weiteres minderjähriges Kind neu zu berücksichtigen, verlängert sich der Anspruchszeitraum nicht. Der Gesamtkinderzuschlag wird ausgehend vom ersten Anspruchsmonat auch beim Hinzutreten weiterer Kinder für längstens 36 Kalendermonate gezahlt.



Beispiel:

Ein Ehepaar bezieht für ein im März 2005 geborenes Kind von diesem Monat an Kinderzuschlag. Im Mai 2006 wird ein weiteres Kind geboren. Kinderzuschlag steht ab März 2005 für längstens 36 Kalendermonate, also bis Februar 2008 zu. Die Geburt des zweiten Kindes verlängert den Anspruchszeitraum nicht, so dass die Zahlung des Gesamtkinderzuschlages für beide Kinder mit Februar 2008 endet.



Was muss man tun, um den Kinderzuschlag zu bekommen?



Der Kinderzuschlag muss gesondert schriftlich beantragt werden; Antragsformulare gibt es bei jeder Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit oder zum Herunterladen im Internet unter www.familienkasse.de bzw. www.kinderzuschlag.de. Der Antrag ist bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit einzureichen, in deren Bezirk der Antragsteller wohnt bzw. seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Dies gilt auch, wenn ein Elternteil im öffentlichen Dienst beschäftigt ist. Einkommen und Vermögen ist grundsätzlich durch entsprechende Nachweise zu belegen.



Welche Nachweise im Einzelnen erforderlich sind, ergibt sich aus dem Antrag auf Kinderzuschlag. Wurde bei einer Agentur für Arbeit Arbeitslosengeld II beantragt, braucht dort bereits nachgewiesenes Einkommen und Vermögen nicht nochmals belegt zu werden. Die Familienkasse holt die erforderlichen Angaben zum Einkommen und Vermögen dann unmittelbar dort ein.



Was müssen Sie als Antragsteller oder Bezieher der Familienkasse mitteilen?

Wenn Sie Kinderzuschlag beantragt haben oder beziehen, müssen Sie der Familienkasse unverzüglich alle Änderungen in den Verhältnissen mitteilen, die sich auf die Leistung auswirken können. Dies gilt auch für solche Veränderungen, die Ihnen erst nach Beendigung des Bezuges bekannt werden, wenn sie sich rückwirkend auf den Anspruch auswirken können. Änderungsmitteilungen an andere Behörden oder die für das Arbeitslosengeld II und/oder Sozialgeld zuständige Stelle genügen hier nicht. Außer den Änderungen, die in Nummer 17 des Merkblattes über Kindergeld aufgezahlt sind, müssen Sie insbesondere mitteilen, wenn

ein minderjähriges Kind erstmals Einkommen oder Vermögen erzielt oder wenn sich dessen Einkommens- und Vermögensverhältnisse andern,
sich Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse ändern (Erhöhung oder Verringerung des Einkommens und Vermögens),
sich die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des mit Ihnen in einem gemeinsamen Haushalt lebenden Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartners, des Partners in einer eheähnlichen Gemeinschaft oder des anderen Elternteils des minderjährigen Kindes andern (Erhöhung oder Verringerung),
sich die Zahl der Haushaltsmitglieder ändert.

Wenn Sie Veränderungen verspätet oder gar nicht mitteilen, müssen Sie nicht nur den zu Unrecht gezahlten Kinderzuschlag zurückzahlen. Sie müssen außerdem mit einer Geldbuße oder gar mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen. Falls Sie nicht genau wissen, ob sich eine Veränderung auf den Kinderzuschlag auswirkt, fragen Sie bitte bei Ihrer Familienkasse nach.



Aktuelle Informationen über die Dienste und Leistungen der Familienkasse finden Sie auch im Internet unter www.familienkasse.de bzw. www.Kinderzuschlag.de
 
Alt 12.04.2011, 21:10   #3
Muttivon5->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 12.04.2011
Beiträge: 3
Muttivon5
Info AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

Ich versuche hier gerade iwie nen fred zu öffnen wo ich mein Problem darlegen kann -.-

Naja dann eben hier !

Wir haben uns irgendwann dazu durch gerungen Kinderzuschlag und Wohngeld zu beantragen. Wohngeld ist toll da fahr ich hin geb der SB meinen Kram die berechnet 2 Wochen später Bescheid da . (ich könnt sie knutschen )

Und dann gibt es noch die Kinder zuschlagstelle
Jedesmal wieder das selbe udn die SB ist weder telefonisch noch im Amt zu erreichen

Aber genug bla bla zum Problem .
ich habe heute 4 Std Gesetzestexte gewälzt udn tatsächlich gefunden das der Geldzufluss das entscheidende Kriterium für berechnung ist . Allerdings ( Meine Meinung) Finde ich steht das völlig im gegensatz zu "Mit dem Kinderzuschlag MUSS Hilfebedürftigkeit im Sinne des SGB II vermi9eden werden".
Denn da das A Amt das Alogeld für Dez erst am 4.1. Überwiesen hat zählt das Alogeld als Einkommen für Janur udn somit habe ich zu wenig für Dez und muss den Zuschlag zurückzahlen. Mhh Doof nur das ich ja dann im Januar die Rechnungen dei aus DEz liegen geblieben sidn nun nachzahlen musste. Beim Wohngeld hallten die keine Zickereien das wird jeweils auf den Monat gerechnet wo es bewilligt wurde auch wenn es für 3 Monate nachgezahlt wurde ( ich nehme an die Wohngeldstelle formuliert es für den verbraucher passender da sie kein Auszahlungsdatum dazuschreiben)

Nun meine Frage ich möchte gerne nun gerichtlich dagegen vorgehn udn eine evtl Neuregelung bewirken (hoffe das ich einen angagierten Anwalt finde oder andere Wege) Denn diese Bemessensgrundlage ist ja wohl mal voll der Hohn.
Letztendlich fehlt mir wieder Geld weil für Januar bekomme ich nichts habe aber auch kein "MEHRGELD" weil ich ja die Rechnungen eben nachzträglich noch bezahlen musste

Kommt das nur mir so behämmert vor??
vllt kann mir wer helfen danke
Muttivon5 ist offline  
Alt 10.04.2012, 12:26   #4
Panikaxel
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Panikaxel
 
Registriert seit: 20.02.2010
Ort: Sachsen, zu Hause
Beiträge: 206
Panikaxel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

hallo,
ist dieser bescheid so richtig?

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Ablehnung.pdf (685,4 KB, 93x aufgerufen)
Panikaxel ist offline  
Alt 10.04.2012, 13:54   #5
biddy
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von biddy
 
Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 13.371
biddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/in
Standard AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

Wenn ihr wirklich nur ca. 608 € zu berücksichtigendes Einkommen habt, dann ist die Ablehnung von Kinderzuschlag m. E. richtig. Das kann bei 1.240 € brutto und geschätzten 990 € netto (kenne die Steuerklasse und das Netto nicht) hinkommen.

Gesamtfreibetrag bei 1.240 € wären mindestens 304 €.
990 -304= 686 € zu berücksichtigendes Einkommen.
Sind die Aufwendungen recht hoch (z.B. Fahrtkosten), dann kann auch der Freibetrag höher liegen, also bei beispielsweise insg. 382 €.
990 netto - 382 Gesamtfreibetrag = 608 € zu berücksichtigendes Einkommen.

Die 608 € decken nicht mal den Bedarf der Eltern. Selbst wenn 280 € Kinderzuschlag dazukommen würden, wären es nur 888 €, mit Kindergeld 1256 €, da blieben nach Bedarfsdeckung (4 x Regelsatz für 2 Erwachsene und 2 Kinder) nur ein paar Zehner für die Kosten der Unterkunft übrig. Wohngeld bekommt ihr nicht, oder?

Ich meine, das Einkommen ist zu gering (alle Daten liegen ja hier nicht vor), so dass ihr es mit Kinderzuschlag nicht schafft, nicht mehr hilfebedürftig nach dem SGB II zu sein - deshalb wäre die Ablehnung ok.
__


biddy ist offline  
Alt 10.04.2012, 14:03   #6
Panikaxel
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Panikaxel
 
Registriert seit: 20.02.2010
Ort: Sachsen, zu Hause
Beiträge: 206
Panikaxel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

soweit stimmen die Zahlen, nur kommen in etwa noch 280 € wohngeld hinzu. wieso das nicht aufgeführt, obwohl beim antrag angegeben weiß ich auch nicht. wie sieht die rechnung mit wohngeld in etwa aus?
Panikaxel ist offline  
Alt 10.04.2012, 14:16   #7
biddy
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von biddy
 
Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 13.371
biddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/in
Standard AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

Wieviel ALG II habt ihr zuletzt bekommen? Davon ziehst Du die 2 x 140 € Kinderzuschlag ab und das mögliche Wohngeld. Bleibt etwas übrig? Wenn ja, dann "kann Hilfebedürftigkeit nach dem SGB II nicht vermieden werden" ... meiner Meinung nach.
__


biddy ist offline  
Alt 10.04.2012, 14:39   #8
Panikaxel
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Panikaxel
 
Registriert seit: 20.02.2010
Ort: Sachsen, zu Hause
Beiträge: 206
Panikaxel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

biddy, gar kein alg 2 nur lohn und wohngeld+ zweimal kindergeld
Panikaxel ist offline  
Alt 10.04.2012, 14:58   #9
biddy
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von biddy
 
Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 13.371
biddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/in
Standard AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

Dann müsste man mal eine komplette Bedarfs- und Einkommensberechnung der gesamten Bedarfsgemeinschaft machen. Ich hab' dazu gerad' keine Zeit, weil ich jetzt weg muss - vielleicht kann hier jemand anderer mal ausrechnen; dazu fehlen aber noch Angaben.
Wenn ihr ein Ehepaar mit 2 Kinder mit Unterkunfts- und Heizkosten für 4 Personen seid, sieht's in meine Augen bei ca. 608 € zu berücksichtigendem Erwerbseinkommen aber m. E. schlecht aus wie gesagt. Da wundere ich mich etwas, dass ihr Wohngeld bekommen hattet. Aber das war wohl so nicht gemeint; ihr hattet also vorher ALG II bezogen, ja?
__


biddy ist offline  
Alt 10.04.2012, 15:03   #10
Panikaxel
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Panikaxel
 
Registriert seit: 20.02.2010
Ort: Sachsen, zu Hause
Beiträge: 206
Panikaxel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

nein noch nie alg2, zweimal lohn.
mann 890 €, frau 410 €, kinder 12 und 8 jahre alt.
miete ca. 400, wohngeld ca.280 €. kindergeldzuschlag abgelehnt.
Panikaxel ist offline  
Alt 10.04.2012, 20:48   #11
biddy
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von biddy
 
Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 13.371
biddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/in
Standard AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

Ich mach' jetzt mal eine Einkommens- und Bedarfsberechnung, um zu sehen, ob ihr MIT den max. 280 € Kinderzuschlag und den bisherigen 280 € Wohngeld euren Bedarf nach dem SGB II decken könnt. Wenn nicht, steht euch kein Kinderzuschlag zu.

Zitat:
mann 890 €, frau 410 €
Ach so, Deine Frau arbeitet auch. Die Familienkasse schreibt: "1.240 € Bruttoeinkommen"; kann ja dann nicht stimmen. Oder die 890+410 sind Brutto und sie haben einen Durchschnitt genommen, weil's manchmal weniger ist?

Weil ich das nicht weiß, bräuchte ich mal:

Dein Brutto und Netto.
Das Brutto und Netto Deiner Frau.

Hat jemand von euch beiden höhere Fahrtkosten? Wenn ja, dann bitte, falls ihr mit dem Kfz fahrt, die einfache KM-Strecke angeben (nicht hin und zurück), Kfz-Haftpflichtversicherungsbeitrag monatlich oder alternativ Ticket für ÖPNV.

Zitat:
miete ca. 400
Sind die Heizkosten da mit drin? Wenn nein, bitte angeben.

Wie bereitet ihr euer Warmwasser auf - mit über das Heizsystem (zentral) oder separat über Strom, also Boiler o. ä. (dezentral)?
__


biddy ist offline  
Alt 10.04.2012, 21:06   #12
biddy
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von biddy
 
Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 13.371
biddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/in
Standard AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

Zitat von Panikaxel Beitrag anzeigen
soweit stimmen die Zahlen, nur kommen in etwa noch 280 € wohngeld hinzu. wieso das nicht aufgeführt, obwohl beim antrag angegeben weiß ich auch nicht. wie sieht die rechnung mit wohngeld in etwa aus?
Doch, sie haben es berücksichtigt, wenn auch nicht aufgeführt.

Sie schreiben, ihr hättet nach Abzug von Kindergeld als Einkommen noch einen Bedarf von 1339 €*, davon ziehen sie eurer zu berücksichtigendes Erwerbseinkommen ab (-608,11 €) und so kommt man - auch wenn sie sie nicht aufgelistet haben - auf 730,89 € restlicher Bedarf, der nicht gedeckt ist. Würdet ihr Kinderzuschlag bekommen von 280 €, wären immer noch 450,89 € ungedeckt. Ziehst Du davon das Wohngeld ab (280 € bisher), würden euch noch 170,89 € zur Bedarfsdeckung fehlen.

* 1339 € plus 2 x 184 € wären also ein Gesamtbedarf nach dem SGB II von 1707 €, darauf komme ich nicht bei euch 4en, sondern auf

337 € Regelbedarf nach dem SGB II Du
337 € Regelbedarf Deine Frau
251 € Sozialgeld Kind 1
251 € Sozialgeld Kind 2
400 € Miete
--------------
= 1.576 € Gesamtbedarf. Also kommen dann wohl noch die Heizkosten dazu; evt. auch Mehrbedarf für Warmwasseraufbereitung (dezentral).
__


biddy ist offline  
Alt 11.04.2012, 09:08   #13
Panikaxel
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Panikaxel
 
Registriert seit: 20.02.2010
Ort: Sachsen, zu Hause
Beiträge: 206
Panikaxel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

also währe da ein antrag auf aufstockende Leistungen angebracht?
Panikaxel ist offline  
Alt 11.04.2012, 14:22   #14
biddy
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von biddy
 
Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 13.371
biddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/in
Standard AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

Ich hab' Dir gestern im Posting #11 (20:48 Uhr) Fragen gestellt und Du antwortest mit einer Frage *biddy-verdutzt-guck*
Ich würde dann mal eine Berechnung nach dem SGB II machen. Damit Du sehen kannst, wieviel eures Bedarfes ggf. ungedeckt ist.

Ich würde mir an eurer Stelle auf jeden Fall die genaue Berechnung der Familienkasse besorgen, damit man sehen kann, welche Beträge sie dort genau angesetzt haben bei der Bedarfs- und Einkommensberechnung - dann könnt ihr ja unter Umständen erkennen, ob sich evtl. falsche Zahlen eingeschlichen haben. Nur so, also mit der Berechnung der Familienkasse, könnt ihr den Bescheid überprüfen - er muss ja verständlich, nachvollziehbar für euch sein (u. a. § 35 SGB X).
__


biddy ist offline  
Alt 11.04.2012, 15:38   #15
Panikaxel
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Panikaxel
 
Registriert seit: 20.02.2010
Ort: Sachsen, zu Hause
Beiträge: 206
Panikaxel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

als erstes biddy sorry, ist meine schwester und ihr mann + kinder.
frau 450 brutto ca. 390 netto
mann 790 brutto ca. 624 netto
wohngeld 236 € + 2x kindergeld,
miete warm mit nebenkosten 531 €
keine Fahrtkosten oder sonstigen kosten

biddy hat etwas gedauert ich weiß

fehlt noch was?
Panikaxel ist offline  
Alt 11.04.2012, 15:58   #16
biddy
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von biddy
 
Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 13.371
biddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/in
Standard AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

Nö, reicht soweit
Danke.

Zitat:
biddy hat etwas gedauert ich weiß
Das ist doch egal - jeder dann, wenn's zeitlich hinhaut :)


Gesamtbedarf:
337 € Regelbedarf Vater
337 € Regelbedarf Mutter
251 € Regelbedarf Kind1 (12 Jahre)
251 € Regelbedarf Kind2 (8 Jahre)
531 € KdU
------------------
= 1.707 €

Würde mit dem Betrag von der Familienkassen übereinstimmen, denn sie gehen von 1707€ -368 € Kindergeldanrechnung = 1339 € Bedarf aus, die noch zu decken sind.



Einkommen der BG:

Vater:
790 € brutto --> 238 € Freibetrag
624 € netto - 238 € nicht anrechenbar = 386 € zu berücksichtigendes Erwerbseinkommen

Mutter:
450 € brutto --> 170 € Freibetrag
390 € netto - 170 € nicht anrechenbar = 220 € zu berücksichtigendes Erwerbseinkommen

(386 € + 220 € anrechenbares Einkommen Vater und Mutter = 606 € zusammen, die Familienkasse geht von 608,11 €, also stimmt's auch so ungefähr, denn die Angaben von Dir waren evtl. nur gerundetet Circaangaben, was aber egal ist)


1.707 € Gesamtbedarf der Familie
- 386 € Erwerbseinkommen Vater
- 220 € Erwerbseinkommen Mutter
- 368 € Gesamtkindergeld
-------------
= 733 € des Bedarfes sind noch nicht gedeckt (diesen Betrag gäbe es als aufstockendes Algl II)

733 €
- 280 € höchstmöglicher Kinderzuschlag
---------
= 453 € noch nicht gedeckt

... auch wenn noch 236 € Wohngeld dazukommen würden, würden noch 217 € zur vollständigen Bedarfsdeckung nach dem SGB II fehlen. Also war die Ablehnung korrekt und Deine Schwester und Dein Schwagen können jetzt mal nachvollziehen, warum. Der Familie steht ca. 733 € aufstockendes ALG II zu (siehe oben).
__


biddy ist offline  
Alt 11.04.2012, 16:01   #17
Panikaxel
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Panikaxel
 
Registriert seit: 20.02.2010
Ort: Sachsen, zu Hause
Beiträge: 206
Panikaxel Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

na dann bedank ich mich mal schön brav
Panikaxel ist offline  
Alt 11.04.2012, 16:05   #18
biddy
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von biddy
 
Registriert seit: 06.05.2007
Beiträge: 13.371
biddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/in
Standard AW: Fragen zum Kindergeldzuschlag

__


biddy ist offline  
Thema geschlossen

Stichwortsuche
fragen, kindergeldzuschlag

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
kindergeldzuschlag wer ja, wer nicht ? klaus99x Allgemeine Fragen 17 05.06.2008 20:01
Neuer ALGII, über 25 und nach Rückkehr vorübergehend bei den Eltern - Fragen, Fragen Ulkus Anträge 2 02.02.2008 14:47
Alg2 - und Fragen über Fragen Leistungsbezug/Fallmanager/Maßnahmen schmetterling123 Anträge 1 10.09.2007 17:50
Einkommen, Kindergeldzuschlag, Wohngeld und Co. KiSSFan ALG II 2 13.04.2007 13:08
Kindergeldzuschlag nun bis zur Vollendung 25. Lebensjahr vagabund Bedarfs- / Haushalts- u. Wohngemeinschaften / Familie 0 05.04.2006 19:05


Es ist jetzt 09:59 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland