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Start > > -> MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

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Alt 22.02.2011, 14:29   #1
mibo
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mibo Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

Hallo,

auch ich kenn mich nicht so richtig aus.
Ich bin seit dem 19.7. Juli auf grund psychischer Krankheit arbeitsunfähig. Anfang Februar habe ich dann von meiner KK den Bescheid bekommen, dass der MDK mich wiedeer gesund schreibbt. Auszug." wir haben dem MDK Ihre ärztlichen Unterlagen zur Beurteilung vorgelt. Dieser teilte uns nun mit, dass Sie laut diesen Unterlagen die Arbeit ab 5.02.11 wieder aufnehmen können."
Ich war dann bei meinem arzt (HA) und er hat mich weiterhin krank geschrieben (missglückter arbeitsversuch). jetzt meldet sich ein sachbearbeiter der kk, und sagt, sie würden definitiv nicht zahlen, auch wenn der Arzt mich weiter au schreibt. Ich soll einen aufhebungsvertrag unterschreiben und dann aufs arbeitsamt.
sorry, für die blöden fragen, war noch nie solange au. Wie muss ich jetzt weiter vorgehen? der mdk hat mich ja noch nie gesehen, wie kann er mich gesund schreiben? soll ich einen widerspruch einlegen, hab schon nachgeforscht und das rundschreiben vom bundesversicherungsamt?
aufhebungsvertrag unterschreiben (geh nicht wieder in den laden) oder doch erst mal abwarten?? Vielen dank für eure hilfe!!
mibo ist offline  
Alt 22.02.2011, 15:05   #2
WillyV
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Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

Widersprechen, auch der behandelnde Arzt.

LSG Hessen, Urt. v. 18.10.2007 - L 8 KR 228/06 - rechtskräftig

Krankengeld darf von einer Krankenkasse nicht nach bloßer Aktenlage verweigert werden. Krankenkassen müssen vor einer Verweigerung der Krankengeldzahlung den medizinischen Sachverhalt vielmehr genau ermitteln. Sind Krankenkassen der Auffassung, dass Versicherte trotz einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des behandelnden Arztes keinen Anspruch auf Krankengeld haben, so sind sie von Amts wegen zu eigenen medizinischen Ermittlungen verpflichtet. Dazu gehören, wie jetzt das Hessische Landessozialgericht entschied, in der Regel die Befragung der behandelnden Ärzte und eine Untersuchung des Patienten.
 
Alt 22.02.2011, 15:17   #3
mibo
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mibo Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

vielen dank. muss der arzt extra widersprechen oder zusammen?
reicht es so zu schreiben:
Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich Widerspruch gegen Ihren Bescheid vom .... ein.


Gleichzeitig verweise ich auf das beigefügte Schreiben vom BVA vom ..., das u.a. beinhaltet, dass ein Widerspruch aufschiebende Wirkung hat.


Ich gehe davon aus, dass Sie die Krankengeldzahlung wieder aufnehmen und bei Einreichen des nächsten Auszahlungsscheins umgehend Zahlung leisten.
und dazu noch der rundbrief vom bundesversicherungsamt??
nochmals vielen dank!
mibo ist offline  
Alt 22.02.2011, 15:37   #4
WillyV
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Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

Der behandelnde Arzt muss förmlichen Widerspruch dagegen einlegen.

BSG, Urt. v. 08.11.2005 - B 1 KR 18/04 R
 
Alt 22.02.2011, 15:58   #5
mibo
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mibo Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

ok, vielen dank, dann werd ich einen termin beim arzt machen.
wie ist es mit dem schreiben? ist das auch ok so?? bitte antworten,
bin so langsam ganz verzweifelt. danke.
mibo ist offline  
Alt 22.02.2011, 18:14   #6
Machts Sinn
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Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn
Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

Hallo Mibo,

nachstehend eine Zusammenfassung für solche und ähnliche Fälle - und auf keinen Fall das Arbeitsverhältnis lösen, denn das verschlechtert die Position enorm - selbst Arbeitslosengeld kann man trotz bestehendem Arbeitsverhältnis beziehen (wenn dieses wegen Unmöglichkeit der vereinbarten Arbeit ruht).

Gruß!
Machts Sinn

Zitat:
Häufig beginnen enorme Probleme damit, dass die Krankenkasse die Krankengeldzahlung unter Hinweis auf ein Aktenlagegutachten des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) einstellt. Da die Feststellung von Arbeitsunfähigkeit nach § 4 Abs. 1 Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien (AU-RL) nur auf Grund ärztlicher Untersuchungen erfolgen darf und die Befragung des Versicherten zu Tätigkeit, Anforderungen und Belastungen voraussetzt, ist nur schwer vorstellbar, dass die Arbeitsfähigkeit dagegen von irgendeinem MDK-Arzt ohne entsprechende Erkenntnisse aus der Ferne festgestellt werden kann. Deswegen fehlt den inzwischen verbreiteten Aktenlagegutachten oft die erforderliche medizinische Basis. Nach Auffassung des Hessischen Landessozialgerichtes bewegt sich diese Praxis wohl eher an der Grenze der Willkür und ist damit jedenfalls nicht immer akzeptabel L 8 KR 228/06 · LSG HES · Urteil vom 18.10.2007 · rechtskräftig nsitive=

In diesen aber auch in anderen Fällen einer womöglich unberechtigten Einstellung der Krankengeldzahlung ist das Allerwichtigste, dass der behandelnde Arzt weiterhin ununterbrochen arbeitsunfähig schreibt und die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AUB) jeweils rechtzeitig bei der Krankenkasse eingereicht werden. Außerdem ist der sofortige – eigene – Widerspruch wichtig.

Die Begründung kann nachgereicht werden. Dafür empfiehlt sich, zumindest vorher das MDK-Gutachten in Kopie zu verlangen - und die Unterlagen, die dem MDK von der Kasse vorgelegt wurden. Auf die Herausgabe besteht Anspruch (Akteneinsichtsrecht, § 25 SGB X, zu Kopien siehe Abs. 5 : SGB X - Einzelnorm Und wenn man die Unterlagen dann vorliegen hat, empfiehlt sich, diese mit der Auflistung im MDK-Gutachten zu vergleichen.

Die Krankenkassen haben aktuelle Weisung ihrer Rechtsaufsicht, wonach im Falle des Widerspruchs bei weiter nachgewiesener Arbeitsunfähigkeit aufschiebende Wirkung gilt:
http://www.bundesversicherungsamt.de...chreiben49.pdf

Dementsprechend wäre der Kasse für die (Zusage der) Weiterzahlung eine 3-Tages-Frist zu setzen und bei Nichtbeachtung ein Antrag an das Sozialgericht auf Feststellung der aufschiebenden Wirkung die erste Wahl (und hilfsweise Antrag auf einstweilige Anordnung). Zudem erscheint dann wegen ausdrücklicher Abweichung von der für die Krankenversicherung intern gültigen Rechtsauslegung die Beteiligung der Rechtsaufsicht unbedingt erforderlich:
Bundesversicherungsamt - Bundesversicherungsamt

Manche Krankenkassen sind zwar der Rechtsaufsicht der Länder unterstellt, weswegen sich empfiehlt, ggf. um Weitergabe zu bitten.

Für den Antrag beim Sozialgericht und für die Beschwerde beim Bundesversicherungsamt braucht man nicht unbedingt einen Anwalt und hat dann auch kein Kostenrisiko. Also bevor man das aus solchen Gründen lässt, macht man es besser selbst so gut man das eben kann. Das Sozialgericht ist quasi Anwalt des Klägers, denn es gilt die Offizialmaxime.

Außerdem sollte der Arzt unverzüglich nach § 7 Abs. 2 der AU-RL verfahren: http://www.g-ba.de/downloads/62-492-...2006-09-19.pdf , denn sonst ist das Gutachten des Medizinischen Dienstes grundsätzlich verbindlich. Bestehen zwischen dem Vertragsarzt und dem Medizinischen Dienst Meinungsverschiedenheiten, kann der Vertragsarzt unter schriftlicher Darlegung seiner Gründe bei der Krankenkasse eine erneute Entscheidung auf der Basis eines Zweitgutachtens beantragen.


Der Beurteilungs- bzw. Bewertungsmaßstab für die Beurteilung der AU ist § 2 Abs. 1, 3 und 4 der genannten AU-RL zu entnehmen. Einzelheiten hängen davon ab, ob man aus dem Arbeitsverhältnis heraus – a – oder aus der Arbeitslosigkeit heraus – b – arbeitsunfähig wird.


- a – aus dem Arbeitsverhältnis
Arbeitsunfähigkeit ist nach der ständigen Rechtsprechung des BSG gegeben, wenn der Versicherte seine zuletzt vor Eintritt des Versicherungsfalls konkret ausgeübte Arbeit wegen Krankheit nicht (weiter) verrichten kann. Daß er möglicherweise eine andere Tätigkeit trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung noch ausüben könnte, ist unerheblich. Gibt er nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit die zuletzt innegehabte Arbeitsstelle auf, ändert sich allerdings der rechtliche Maßstab insofern, als für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht mehr die konkreten Verhältnisse an diesem Arbeitsplatz maßgebend sind, sondern nunmehr abstrakt auf die Art der zuletzt ausgeübten Beschäftigung abzustellen ist. Der Versicherte darf dann auf gleich oder ähnlich geartete Tätigkeiten "verwiesen" werden, wobei aber der Kreis möglicher Verweisungstätigkeiten entsprechend der Funktion des Krankengelds eng zu ziehen ist. Handelt es sich bei der zuletzt ausgeübten Tätigkeit um einen anerkannten Ausbildungsberuf, so scheidet eine Verweisung auf eine außerhalb dieses Berufs liegende Beschäftigung aus. Auch eine Verweisungstätigkeit innerhalb des Ausbildungsberufs muß, was die Art der Verrichtung, die körperlichen und geistigen Anforderungen, die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten sowie die Höhe der Entlohnung angeht, mit der bisher verrichteten Arbeit im wesentlichen übereinstimmen, so daß der Versicherte sie ohne größere Umstellung und Einarbeitung ausführen kann. Dieselben Bedingungen gelten bei ungelernten Arbeiten, nur daß hier das Spektrum der zumutbaren Tätigkeiten deshalb größer ist, weil die Verweisung nicht durch die engen Grenzen eines Ausbildungsberufs eingeschränkt ist. Für die Beurteilung ist unerheblich, ob der Versicherte sich arbeitslos meldet und sein Einverständnis mit einer Vermittlung in einen anderen Beruf erklärt (zum Ganzen zuletzt Senatsurteil vom 8. Februar 2000 - B 1 KR 11/99 R - BSGE 85, 271, 273 f = SozR 3-2500 § 49 Nr 4 S 12 f mwN).
Diese Argumentation hinsichtlich des Bewertungs- / Beurteilungsmaßstabes der Arbeitsunfähigkeit enthält das BSG-Urteil vom 14.02.2001, B 1 KR 30/00 R, : B 1 KR 30/00 R · BSG · Urteil vom 14.02.2001 ·=

Wer noch während des Arbeitsverhältnisses arbeitsunfähig und dann arbeitslos wurde, findet ein gutes Beispiel im Urteil des BSG vom 08.02.2000, B 1 KR 11/99 R: B 1 KR 11/99 R · BSG · Urteil vom 08.02.2000 · sitive= Ein Auszug ergibt das Wesentliche in wenigen Sätzen:

Nach dieser Rechtsprechung … kann die Klägerin nicht … auf ihren ursprünglich erlernten Beruf als Fotolaborantin verwiesen werden, da es sich um eine völlig andere Tätigkeit handelt, die mit der zuletzt ausgeübten Beschäftigung als Altenpflegerin keine Berührungspunkte aufweist. Auch andere geeignete "Verweisungstätigkeiten" sind nicht ersichtlich. Daran ändert nichts, daß sich die Klägerin nach dem Ausscheiden aus ihrem Arbeitsverhältnis beim Deutschen Roten Kreuz arbeitslos gemeldet und der Arbeitsvermittlung zur Verfügung gestellt hat. Die Arbeitsunfähigkeit entfällt nämlich, wie das BSG ebenfalls bereits entschieden hat, nicht dadurch, daß sich der Versicherte in Anbetracht seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung für eine berufliche Neuorientierung öffnet und zu erkennen gibt, daß er zu einem Berufswechsel bereit ist (Urteil vom 24. Mai 1978 - BSGE 46, 190 = SozR 2200 § 182 Nr 34; Urteil vom 2. Februar 1983 - 3 RK 43/81 - USK 8309; Urteil vom 2. Februar 1984 - SozR 4100 § 158 Nr 6 S 6; Urteil vom 15. November 1984 - BSGE 57, 227, 229 f = SozR 2200 § 182 Nr 96 S 199). Das Krankengeld ist dazu bestimmt, den krankheitsbedingten Ausfall des bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit bezogenen Arbeitsentgelts oder sonstigen Erwerbseinkommens auszugleichen; es behält seine Funktion, solange die Unfähigkeit zur Verrichtung der zuletzt ausgeübten oder einer vergleichbaren Erwerbstätigkeit andauert. Allein die Bereitschaft, eine dem verbliebenen Leistungsvermögen entsprechende Arbeit anzunehmen, beseitigt deshalb nicht den für den Krankengeldanspruch maßgebenden Bezug zu der früheren Beschäftigung. Erst mit der tatsächlichen Aufnahme einer neuen beruflichen Tätigkeit endet dieser Bezug und wird die neue Tätigkeit zur Grundlage für die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit (BSGE 57, 227, 229 f = SozR 2200 § 182 Nr 96 S 199).


- b – aus der Arbeitslosigkeit
Bei Arbeitsunfähigkeit aus der Arbeitslosigkeit heraus ist der Bewertungsmaßstab für die Arbeitsunfähigkeit in § 2 Abs. 3 der Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien (AU-RL) definiert. Danach sind Arbeitslose arbeitsunfähig, wenn sie krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage sind, leichte Arbeiten in einem zeitlichen Umfang zu verrichten, für den sie sich bei der Agentur für Arbeit zur Verfügung gestellt haben. Dabei ist es unerheblich, welcher Tätigkeit der Versicherte vor der Arbeitslosigkeit nachging. http://www.g-ba.de/downloads/62-492-...2006-09-19.pdf

Somit haben Arbeitslose zwar keinen Berufsschutz. Die berufliche Qualifikation fließt aber insoweit in die Beurteilung der Zumutbarkeit einer Beschäftigung ein, als sie sich in dem Entgelt widerspiegelt, das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zu Grunde liegt (Entgeltschutz). Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes können Arbeitslose somit nicht auf jede Tätigkeit des Arbeitsmarktes verwiesen werden. Maßstab für die Arbeitsunfähigkeit sind vielmehr nur Arbeiten, auf die sie nach dem Recht der Arbeitsförderung verwiesen werden können (zumutbare Beschäftigung). BSG, Urteil vom 4. 4. 2006 - B 1 KR 21/ 05 R und vorausgehende Urteile.

Die Grenzen der Verweisbarkeit werden - wie im Bereich des Arbeitslosengeldes I – durch § 121 Abs. 3 SGB III bestimmt, also über Entgeltabstufungen. Damit ist die Verweisung auch krankenversicherungsrechtlich immer unzumutbar, wenn das aus den möglichen Beschäftigungen erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld (wäre). SGB 3 - Einzelnorm Während der ersten drei bzw. sechs Monate der Arbeitslosigkeit liegt die Grenze noch wesentlich höher.


Trotzdem weiß man nie, was letztlich nach einem Widerspruch oder gar nach einer Klage rauskommt; deswegen ist unbedingt und schnellstens die vorsorgliche persönliche Arbeitslosmeldung und Antragstellung auf Arbeitslosengeld erforderlich – auch wenn das weitere Procedere hierzu zunächst nicht vordringlich erscheint. Arbeitslosengeld - www.arbeitsagentur.de

Dabei ist besonders wichtig, dass die Frage "Bei einer ärztlichen Begutachtung bin ich bereit, mich im Rahmen des festgestellten Leistungsvermögens für die Vermittlung zur Verfügung zu stellen" mit "ja" beantwortet wird und die übrigen Aussagen und das Verhalten ebenfalls so ausgerichtet sind.

Arbeitslosengeld kann auch bekommen wer arbeitsunfähig ist, denn AU heißt aus dem Arbeitsverhältnis heraus ja nur, dass die letzte oder ähnliche Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist. Für das Arbeitslosengeld muss Verfügbarkeit vorliegen, und dem steht nicht entgegen, wenn beispielsweise für die letzte Tätigkeit als Dachdecker Arbeitsunfähigkeit festgestellt ist aber eine leichte Tätigkeit im Warmen (z. B. als Pförtner) in Betracht käme SGB 3 - Einzelnorm Mann muss also eine versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende zumutbare Beschäftigung unter den üblichen Bedingungen des in Betracht kommenden Arbeitsmarktes ausüben können und dürfen.

Außerdem gibt es die Nahtlosigkeitsregelung für Leute, die wegen einer mehr als sechsmonatigen Minderung der Leistungsfähigkeit versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigungen nicht unter den Bedingungen ausüben können, wenn der Rententräger verminderte Erwerbsfähigkeit noch nicht festgestellt hat SGB 3 - Einzelnorm
Entweder steht also Krankengeld oder Arbeitslosengeld zu. Das muss die Krankenkasse mit der Arbeitsagentur bzw. die Arbeitsagentur mit der Krankenkasse klären, denn die sind zur engen Zusammenarbeit verpflichtet SGB X - Einzelnorm Bei Verzögerungen könnte der Vorschrift des § 43 SGB I Bedeutung beikommen: Besteht ein Anspruch auf Sozialleistungen – Krankengeld oder Arbeitslosengeld – und ist zwischen den beiden Leistungsträgern streitig, wer zur Leistung verpflichtet ist, kann der unter ihnen zuerst angegangene Leistungsträger vorläufig Leistungen erbringen. Er hat Leistungen zu erbringen, wenn der Berechtigte es beantragt; die vorläufigen Leistungen beginnen spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags. SGB 1 - Einzelnorm Deswegen empfiehlt sich, diese Vorschrift von Anfang an zu benennen und vorsorglich sofort einen entsprechenden Antrag zu stellen. Ob es hilft? Wer weiß, aber schaden kann es nicht.

Arbeitslosengeld ist auch durch einen bestehenden Arbeitsvertrag nicht ausgeschlossen, wenn das Arbeitsverhältnis ruht, weil die vereinbarte Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann.
Mit dem Arbeitslosengeldbezug wäre dann auch die weitere Krankenversicherung gegeben, bis dahin muss diese selbst sichergestellt werden.

Wenn die Krankenkasse ihre Entscheidung später dann korrigiert wird aus der Krankengeldnachzahlung bisher geflossenes Arbeitslosengeld erstattet.

Im Übrigen sind sowohl die Krankenkassen wie auch die Arbeitsagenturen zur Aufklärung, Beratung und Auskunft verpflichtet: SGB 1 - Sozialgesetzbuch (SGB) Erstes Buch (I) - Allgemeiner Teil - (Artikel I des Gesetzes vom 11. Dezember 1975, BGBl. I S. 3015)
Machts Sinn ist offline  
Alt 22.02.2011, 20:29   #7
nordlicht22->Emailproblem
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Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

ganz wichtig!

Niemals irgendwelche Auflösungsverträge oder Verzichtserklärungen unterschreiben! NIE!

unterschreibe am Besten nichts sofort. Nimm die Unterlagen mit und schlaf einige Nächte drüber - beraten lassen wäre auch eine gute Idee.
nordlicht22 ist offline  
Alt 22.02.2011, 21:24   #8
mibo
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Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

vielen dank für die tips, berichte etc.
ohne wäre ich aufgeschmissen. man hat mir dringend nahegelgt zu kündigen-
und ich wusste nicht mehr ein noch aus.
darum nochmals danke
mibo ist offline  
Alt 22.02.2011, 21:44   #9
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Sufenta Sufenta
Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

wirst du von einem Facharzt krank geschrieben oder nur vom HA?
Sufenta ist offline  
Alt 22.02.2011, 22:22   #10
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Zitat von mibo Beitrag anzeigen
vielen dank für die tips, berichte etc.
ohne wäre ich aufgeschmissen. man hat mir dringend nahegelgt zu kündigen-
und ich wusste nicht mehr ein noch aus.
darum nochmals danke
Klar - die wollen Dich möglichst schnell los werden, weil Du Geld kostest. Dir steht dieses Geld aber zu wenn Du krank bist.

Ein kleiner Rat noch - informiere Dich sehr umfassend und hinterfrage alles. Ich war sehr blauäugig und dachte die würden mir helfen wollen. Bisher habe ich das nur bei der DRV erfahren können. KK, AFA und Sozialamt wollten nur eines - Geld sparen um jeden Preis.

Stelle lieber eine Frage zu viel. Hier ist eigentlich immer einer da, der Dir gute Tipss geben kann.
nordlicht22 ist offline  
Alt 22.02.2011, 22:32   #11
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lupin
Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

Ich kann zwar zum eigentlichen Problem nichts beitragen, aber ich würde in deinem Fall da es ja wirklich komplex ist auf alle Fälle versuchen einen geeigneten Fachanwalt mit einzubeziehen.

Mit einem Beratungsschein kostet dich das auch maximal 10 Euro. Viele Anwälte verziochten aber auf diese "Bearbeitungsgebühr". Ein Anwalt hat eben dan Vorteil das er über dieses Verfahren einfach mehr weiß und dir auch sagen kann was du unterschreiben sollst und was nicht :)

Aber auf alle Fälle alles gute und gute Besserung

Grüße
lupin ist offline  
Alt 22.02.2011, 22:38   #12
mibo
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@nordlicht22: ja, das Gefühl habe ich auch, die wollen mich einfach nur loswerden - habe jetzt einen Widerspruch aufgesetzt und geh morgen zu meinem Arzt. Ich wäre auch schon fast blauäugig gewesen und hätte gestern schier einen Aufhebungsvertrag unterschreiben (sei das Beste für mich) - doch kamen mir erhebliche Zweifel, da ich immer wieder gehört habe, man soll nie kündigen (bin schon 11 Jahre im Betrieb). Bin jetzt froh, dieses Forum gefunden zu haben. Als Normalsterblicher kennt man sich ja nicht aus - war auch noch nie in der Situation.
@sufenta: mein HA schreibt krank - erstens kennt er mich seit ner Ewigkeit und somit wohl am Besten und zweitens hat noch nie jemand was anderes verlangt.(facharzt) Ich mach jetzt eine Psychtotherapie (lange Wartenzeiten incl.) und der Antrag auf eine Reha ist abgegeben.
mibo ist offline  
Alt 22.02.2011, 22:47   #13
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Habe da noch was interessantes für Dich gefunden

http://http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/MDK-Gutachten-bei-Arbeitsunfaehigkeit-1037.html

Da steht u.a. drin

Zitat:
Sind der Patient und seine behandelnde Ärztin nicht mit der Stellungnahme des MDK einverstanden, so kann unter ausführlicher Darlegung der Gründe bei der Krankenkasse Widerspruch eingelegt und ein Zweitgutachten beantragt werden.
Dieses Zweitgutachten soll von einem Facharzt der betreffenden Erkrankung, in diesem Fall einem Orthopäden, erstellt werden. Die Kosten für dieses weitere Gutachten muss die Krankenkasse tragen.
Das wusste ich bisher auch nicht, dass das Zweitgutachten beantragt werden muss. Frau lernt nie aus

Ziemlich hinterlistig nach 11 Jahren
Lass Dich da nur nicht einschüchtern. Die Firma kann Dir nichts, ebenso wenig die KK. Wenn nun sogar ein Rehaantrag läuft - was wollen die? Geld sparen und Dich in die Sozialhilfe abschieben.

Hoffe Dein Arzt steht hinter Dir. Wenn die KK weiterhin Ärger machen sollte, kann ich den sozialpsychiatrischen Dienst empfehlen. Die können meist sehr kurzfristig helfen und erstellen manchmal auch Gutachten.
nordlicht22 ist offline  
Alt 22.02.2011, 23:10   #14
mibo
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interessant - den sozialpsychiatrischen Dienst kannte ich noch nicht -
ich frag mich sowieso wo man Hilfe herkriegt, wenn man sie benötigt. Anwalt ist zu teuer. Ich denke, viele sind auch zu krank, um sich wehren zu können. Wer hilft diesen personen?

Ja, ich hoffe auch, das mein Arzt weiter hinter mir steht. Kürzlich hat er es
mal noch gesagt - kann die Kk ihn einschüchtern?? Hab ich mich mal so gefragt?!?

Vielen dank für die netten Antworten. :-)
mibo ist offline  
Alt 22.02.2011, 23:30   #15
nordlicht22->Emailproblem
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Zitat von mibo Beitrag anzeigen
interessant - den sozialpsychiatrischen Dienst kannte ich noch nicht -

Die Meinungen zu diesem Dienst gehen weit auseinander. Ich habe nur die allerbesten Erfahrungen mit denen gemacht. Besonders weil mir zunächst die Gutachten fehlten. Ohne Gutachten kommt man nicht sehr weit. Alles muss belegt werden. Das Problem dabei sind die langen Wartezeiten auf einen passenden Therapieplatz.

Ein Anruf bei diesem Dienst schadet nichts. Meist bemerkt man sehr schnell ob das passt oder nicht.


ich frag mich sowieso wo man Hilfe herkriegt, wenn man sie benötigt.
Gute Frage und schwer zu beantworten.

Anwalt ist zu teuer.
Beratungsschein beim Amtsgericht besorgen. Da benötigst Du Kontoauszug, Verdienstbescheinigung und manchmal muss man einen Zettel ausfüllen mit Miete usw. Die Grenzen sind recht niedrig, so dass Du durchaus einen bekommen kannst. Es sei denn Du verdienst sehr gut, aber dann würdest Du sicher nicht auf das Geld achten.

Ich denke, viele sind auch zu krank, um sich wehren zu können. Wer hilft diesen personen?
Denke das ist sehr unterschiedlich. Manche können sich Hilfe organisieren oder haben Familie, Freunde, Nachbarn. Wer alleine ist hat da schon schlechtere Karten.

Hast Du Dich mal nach Selbsthilfegruppen umgeschaut?

Ja, ich hoffe auch, das mein Arzt weiter hinter mir steht. Kürzlich hat er es
mal noch gesagt - kann die Kk ihn einschüchtern?? Hab ich mich mal so gefragt?!?
Eigentlich sollte Dein Arzt nichts zu befürchten haben, wenn er überzeugt von Deiner Erkrankung ist. Da er Dich bereits weiter AU geschrieben hat, ist er es wohl. Achtet auf eine durchgehende AU. Sobald da nur ein Tag fehlt könnte das Folgen haben.
Es soll Ärzte geben die diesen möglichen Gegenwind und zusätzliche Arbeit nicht wollen. Die lassen ihren Patienten dann alleine. Zum Glück bin ich bisher nicht auf so einen Arzt gestoßen.


Vielen dank für die netten Antworten. :-)
Immer gerne
Wird schon werden
nordlicht22 ist offline  
Alt 22.02.2011, 23:49   #16
Machts Sinn
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Zitat von mibo Beitrag anzeigen
Wer hilft diesen personen?
Hallo Mibo,

obwohl ich mich wiederhole - der obige Beitrag ist ja sehr umfangreich - empfehle ich nochmals, zweigleisig zu fahren. Das macht zwar mehr Aufwand, ist aber gleichzeitig um so beruhigender, zumal man zumindest "theoretisch" die Arbeitsagentur auf der eigenen Seite und als Verbündete gegen die Krankenkasse hat. Also entweder ist man gesund und bekommt Arbeitslosengeld oder man ist arbeitsunfähig und bekommt Krankengeld - das ist doch eher ein Klärungs-Problem der beiden möglichen Leistungsträger und die eigene Rolle besteht darin, das nicht zum eigenen Problem zu machen, sondern möglichst die beiden aufeinander los zu lassen und sich selbst zu schonen.

Gruß und gute Besserung!
Machts Sinn
Machts Sinn ist offline  
Alt 22.02.2011, 23:53   #17
mibo
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@machts sinn: so hab ich's noch nicht gesehen. aber im prinzip hast du recht, sollen die das untereinander regeln. vielen dank für deine mühe!
mibo ist offline  
Alt 23.02.2011, 03:07   #18
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Ausrufezeichen AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

Hallo mibo,

hast schon viele sehr nützliche Tipps bekommen, vor ALLEM auch, dass du auf gar keinen Fall dein Arbeitsverhältnis lösen solltest.

Bei der AfA hast du aktuell allerdings noch nichts verloren, du bist NICHT OHNE Job, du bist krank (mit Anspruch auf Krankengeld) und Ausgesteuert bist du auch noch (lange) nicht.

@Machts Sinn meint es gut, aber ich glaube die AfA sollte man mit den Querelen der Krankenkassen, auch nicht immer früher "belasten", die AfA ist aktuell einfach nicht zuständig und wird @mibo wegschicken.

Es besteht aktuell rechtlich gesehen keinerlei Zweifel an den Zuständigkeiten, wenn die KK der "Meinung ist", dass @mibo "gesund ist", dann muss sie arbeiten gehen, oder mit ihrem Arzt zusammen (und ALLEN sonst möglichen Mitteln, notfalls SG) um ihr Krankengeld kämpfen.

Es ist eine Unverschämtheit von der KK das überhaupt von dir zu fordern, dazu haben die keinerlei Recht, welchen Sinn soll das machen, dass du 3 Monate bei der AfA gesperrt wirst, oder WAS

Inzwischen ist eine sehr hilfreiche Stelle wieder aktiv, die sich ganz speziell mit solchen KK-Problemen befasst

Bitte wende dich an den UPD (Unabhängige Patientenberatung), die kennen so langsam ALLE (bösen) Tricks der KK beim Krankengeld "sparen" und helfen bundesweit kostenlos!!!

Tel.: 0800-011 77 22 / Mo-Fr 10-18 Uhr

Viel Erfolg!

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline  
Alt 23.02.2011, 09:15   #19
nordlicht22->Emailproblem
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nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen

Bitte wende dich an den UPD (Unabhängige Patientenberatung), die kennen so langsam ALLE (bösen) Tricks der KK beim Krankengeld "sparen" und helfen bundesweit kostenlos!!!

Tel.: 0800-011 77 22 / Mo-Fr 10-18 Uhr

Viel Erfolg!

MfG Doppeloma
Die hatte ich noch nicht wieder auf dem Plan
Wirklich gut das die weiter machen können - gute Beratung dort.

@ Machts Sinn
wo ich Deine Antwort gelesen habe, kam mir der Gedanke - wer soll da denn durch steigen?

Nicht bös gemeint - aber ich bezweifele stark, dass Jemand, der noch nicht viel mit §§ und dem ganzen Mist zu tun hatte, nicht wirklich verstehen kann was Du da alles geschrieben hast.

Ich schreibe oft zu viel unwichtige Dinge rein - weiß ich... Frau eben
nordlicht22 ist offline  
Alt 23.02.2011, 09:39   #20
Machts Sinn
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Beiträge: 1.427
Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn
Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
@Machts Sinn meint es gut, aber ich glaube die AfA sollte man mit den Querelen der Krankenkassen, auch nicht immer früher "belasten", die AfA ist aktuell einfach nicht zuständig und wird @mibo wegschicken.
Hallo Doppeloma,

ja, wir meinen es alle gut. Das bedeutet für mich aber auch, sich nicht auf halber Strecke abwimmeln zu lassen, sondern die Ansprüche präzise geltend zu machen und das wiederum hängt sehr von den Details ab.

Also nochmals zum Kern der Sache: Der MDK sagt „wieder arbeitsfähig“ und meint damit speziell, dass „die Tätigkeit auf dem letzten Arbeitsplatz wieder möglich ist“. Mibo sieht das anders und sagt „ich geh nicht wieder in den Laden“, denn er nimmt für sich in Anspruch, dass seine Tätigkeit dort zur Verschlimmerung der Erkrankung führen kann, zumal Arbeitsunfähigkeit auch vorliegt, wenn absehbar ist, dass aus der Ausübung der Tätigkeit für die Gesundheit oder die Gesundung abträgliche Folgen erwachsen, die Arbeitsunfähigkeit unmittelbar hervorrufen, § 2 Abs. 1 AU-RL http://www.g-ba.de/downloads/62-492-56/RL_Arbeitsunfaehigkeit-2006-09-19.pdf Und sein Arzt sieht das ebenso, denn er schreibt ja weiterhin arbeitsunfähig.

Das Problem daraus: Zunächst sticht der Ober den Unter, § 7 Abs. 2 AU-RL, und der Ober ist bisher der MDK, auch wenn er nur ein Aktenlage-Gutachten hat. Und bis das geklärt ist, können Monate oder Jahre vergehen. Aber was ist dann, wenn der Ober recht hatte? Dann hat Mibo für die gesamte Zeit kein Geld!

Deswegen „zweigleisig“! Es ist nämlich bisher zumindest von keiner Seite streitig, dass Mibo seine oder eine vergleichbare Tätigkeit woanders unter günstigeren Bedingungen (ohne Mobbing?) ausüben könnte. Vielmehr sind sich Mibo und der MDK da sogar wohl einig und die Krankenkasse sieht das ebenso, weshalb sie zur Lösung des bisherigen Arbeitsverhältnisses geraten hat. Also scheidet entsprechende Leistungsfähigkeit nicht von vornherein aus.

Verfügbarkeit als Anspruchsvoraussetzung für Arbeitslosengeld kann also zumindest behauptet werden. Und das Gegenteil wäre allenfalls durch eine arbeitsagentur-ärztliche Begutachtung festzustellen. Und die dürfte kaum notwendig sein, denn der MDK hat Arbeitsfähigkeit ja bejaht. Jedenfalls müsste die AA zunächst zahlen – wenn die Krankenkasse nicht zahlt.

Dabei ist auch unerheblich, dass das Arbeitsverhältnis noch besteht. Für die Arbeitslosigkeit kommt es nämlich nur auf das Beschäftigungsverhältnis im leistungsrechtlichen Sinne an. Und dieses endet nicht nur durch Kündigung, sondern auch, wenn der Arbeitnehmer nicht dienstbereit ist, weil er die Verfügungsgewalt des Arbeitgebers nicht anerkennt, was bei Mibo ja ganz eindeutig ist; dies dokumentiert sich im Regelfall durch die Arbeitslosmeldung und Antragstellung. Falls du einen Beweis für diese These willst: Seite 22 der internen Weisungen der Arbeitsagentur: http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A07-Geldleistung/A071-Arbeitslosigkeit/Publikation/pdf/da-alg-p119.pdf

So – und weil das alles zumindest meist auch die Behörden nicht immer begreifen wollen, ist es – wie oben dargestellt – erforderlich, von Anfang an auch nach § 43 SGB I zu verfahren. Da ein Anspruch entweder auf Krankengeld oder aber auf Arbeitslosengeld eindeutig besteht, hat Mibo bei jetzigem entsprechendem Antrag spätestens in einem Monat mit einem Antrag an das SG die allerbesten Karten, falls die Krankenkasse nicht bereits jetzt im Rahmen der aufschiebenden Wirkung zahlt, zumal wenn er auch noch das Rundschreiben des Bundesversicherungsamtes vom 12.11.2010 in den Ring wirft.

Was meinst du - ist deine obige Aussage unter diesen Gesichtspunkten zu korrigieren?

Zitat von nordlicht22 Beitrag anzeigen
wer soll da denn durchsteigen? ... ich bezweifele stark, dass Jemand, der noch nicht viel mit §§ und dem ganzen Mist zu tun hatte, nicht wirklich verstehen kann was Du da alles geschrieben hast.
Hallo Nordlicht,

da hast du wohl recht - und ich habe mich deswegen nochmals bemüht. Es sind ja alles nur Denkanstöße für diejenigen, die damit umgehen können oder wollen - zum Vorteil, nicht zum Nachteil.

Also wer kann, der mache das Beste daraus.

Gruß!
Machts Sinn
Machts Sinn ist offline  
Alt 24.02.2011, 01:23   #21
mibo
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mibo Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

@doppeloma: vielen Dank für den Tip mit dem UPD, habe ich gestern angerufen und sie haben mir geholfen ein Widerspruchs-Schreiben aufzusetzen. damit war ich heute bei der aok und habs gleich abgegeben.

@machts sinn: auch dir herzlichen Dank - bin im moment aber tatsächlich nicht arbeitsfähig - mdk hin, mdk her :-)
mibo ist offline  
Alt 14.06.2012, 18:59   #22
greeny38->Emailproblem
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Registriert seit: 14.06.2012
Beiträge: 32
greeny38
Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

Hallo zusammen, habe nun auch dieses Problem bekam heute Post von der Krankenkasse

dort heisst es
zur Sicherung Ihres Heilerfolges haben wir Ihre Unterlagen den beratenden Ärzten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung vorgelegt.

Das Ergebnis der sozialmedizinischen Begutachtung liegt uns nun vor. Nach Angaben des MDK endet Ihre Arbeitsunfähigkeit zum 20.06.12

Wir zahlen Ihnen somit längstens bis zum 20.06 Krankengeld. Bitte lassen Sie sich auf dem Krankengeldzahlschein das Ende der Arbeitsunfähigkeit bescheinigen und reichen ihn uns im Original ein.

Wir empfehlen Ihnen, sich umgehend bei der Arbeitsagentur vorzustellen, damit Sie dort direkt im Anschluss Leistungen erhalten.

Mfg

Mehr steht da nicht, bin aber noch krank und nicht gesund, was mache ich da am besten, stehen keine Paragraphen drin oder was man tun soll, ausser man solle sich gesund schreiben lassen... Ist doch Hohn, wenn man krank ist und unter Angst u Panikattacken leidet...

Hoffe auf Rat.

Danke
greeny38 ist offline  
Alt 29.08.2012, 19:11   #23
derdonpetro->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 29.07.2012
Beiträge: 8
derdonpetro
Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

Also ich stehe sehr wahrscheinlich auch bald vor diesem Problem mit dem MDK. Was ist denn bei Dir daraus geworden. Musstest Du wieder arbeiten gehen oder wurdest Du doch länger krank geschrieben. Oder musstest Du zum Arbeitsamt?
derdonpetro ist offline  
Alt 30.08.2012, 06:11   #24
hass4
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Registriert seit: 10.08.2012
Beiträge: 1.693
hass4 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

das problem hatte ich vor jahren auch schon, der behandelnde arzt ein orthopäde hat dagegen gleich widerspruch eingelegt.

schließlich wird ja seine entscheidung in frage gestellt, das lassen die nicht so einfach auf sich sitzen.

einfach mit dem schreiben von der KK zum arzt, der wird das dann entscheiden ob er sich belehren lässt oder sein urteil untermauert und weiter AU schreibt.

mich hatte er weiter AU geschrieben!!!
hass4 ist offline  
Alt 09.10.2015, 17:40   #25
Meer->Emailproblem
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Registriert seit: 09.10.2015
Beiträge: 1
Meer
Standard AW: MDK schreibt mich gesund - was tun? vielen dank

Zitat von greeny38 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen, habe nun auch dieses Problem bekam heute Post von der Krankenkasse

dort heisst es
zur Sicherung Ihres Heilerfolges haben wir Ihre Unterlagen den beratenden Ärzten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung vorgelegt.

Das Ergebnis der sozialmedizinischen Begutachtung liegt uns nun vor. Nach Angaben des MDK endet Ihre Arbeitsunfähigkeit zum 20.06.12

Wir zahlen Ihnen somit längstens bis zum 20.06 Krankengeld. Bitte lassen Sie sich auf dem Krankengeldzahlschein das Ende der Arbeitsunfähigkeit bescheinigen und reichen ihn uns im Original ein.

Wir empfehlen Ihnen, sich umgehend bei der Arbeitsagentur vorzustellen, damit Sie dort direkt im Anschluss Leistungen erhalten.

Mfg

Mehr steht da nicht, bin aber noch krank und nicht gesund, was mache ich da am besten, stehen keine Paragraphen drin oder was man tun soll, ausser man solle sich gesund schreiben lassen... Ist doch Hohn, wenn man krank ist und unter Angst u Panikattacken leidet...

Hoffe auf Rat.

Danke
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