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Start > > -> 10 Euro; Wann sind sie wirklich zu bezahlen?

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Alt 01.02.2011, 08:08   #1
Stephan42
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard 10 Euro; Wann sind sie wirklich zu bezahlen?

Zwei Beispiele aus eigener Erfahrung:

1. Ich ging zum Zahnarzt. Ein Termin war vereinbart. Pünktlich zum vereinbarten Termin stand ich in der Anmeldung und es wurden meine Versichertenkarte und 10 Euro Praxisgebühr verlangt.
Der Zahnarzt warf einen Blick auf den Zustand meiner Zähne, erklärte mir die bevorstehenden Behandlungen und bat um eine erneute Vorsprache im nächsten Quartal.
Im Begriff die Praxis zu verlassen sprach der Arzt mich an: "Sie bekommen noch die Praxisgebühr erstattet, denn ich habe ja keine Behandlung durchführen müssen."
Ich erhielt mein Geld zurück und verlies die Praxis.

2. Mit einem Berechtigungsschein für Beratungshilfe durch einen Anwalt im Gepäck suchte ich einen Fachanwalt für Arbeitsrecht auf. Dieser sah sich meinen Arbeitsvertrag an und sagte mir lediglich das dieser Vertrag, wie es der Regel entspricht, für den Arbeitgeber und auch den Arbeitnehmer bindend sei. Weitere Auskünfte könnte er mir auf meine Fragen nicht geben!
Auf meine Frage, ob er die 10 Euro direkt erhält oder ob ich den Eigenanteil in der Anmeldung bezahlen soll, antwortete er: "Ich konnte doch im Prinzip nur sagen, das der Arbeitsvertrag korrekt und gültig ist. Den Beratungshilfeschein behalten Sie bitte für eventuelle Rückfragen. Ich habe da eigentlich nichts über die Landeskasse abzurechnen und verlange da auch keine 10 Euro von Ihnen."
Ohne einen Eigenanteil entrichten zu müssen durfte ich die Kanzlei verlassen und brauchte noch nicht einmal meinen Berechtigungsschein für Beratungshilfe abgeben.

Bei meinem Rechtsanwalt tippe ich auf Kulanz. Meinem Zahnarzt unterstelle ich eine lobenswerte Ehrlichkeit.

Das eigentliche Thema, die nervigen 10 Euro für Ärzte oder auch für Anwälte, war an diesem Wochenende ein Streitpunkt zwischen mir und meiner Freundin.
Wir wurden uns schlicht gesagt nicht darüber einig, wann denn wirklich Eigenanteile zu entrichten sind.

Je Quartal 10 Euro für die "Allgemein"-Mediziner, wenn regelmässige Arztbesuche anstehen.
10 Euro je Quartal,wenn nötig, für (insbesondere) Zahnbehandlungen.
"Gelegentlich" 10 Euro für Eigenanteile für einen Rechtsanwalt.

Ich habe leider keine eindeutigen, mir auch wirklich einleuchtenden Regelungen finden können, die eine -Zuzahlung- simpel begründen.
Lediglich der Begriff "Tätigkeit" scheint eine Pflicht zur Beteiligung zu rechtfertigen!

Ehrlich gesagt komme ich mir bei meiner Rechnerei etwas albern vor.
Aber wenn ich, vorausgesetzt ich muss Ärzte oder auch Anwälte regelmässig aufsuchen, 40, 60, 80 oder auch noch mehr Euro pro Kalenderjahr aufbringen muss, dann bereue ich jeden Cent, wenn ich wörtlich gesagt "NIX" davon habe.

Schon oft habe ich mitbekommen: "Ich war beim Arzt. 10 Euro konnte ich bezahlen. Sonst war nichts"!

Wann bitte sind also Eigenanteile wirklich zu bezahlen?
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Alt 01.02.2011, 08:18   #2
gurkenaugust
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: 10 Euro; Wann sind sie wirklich zu bezahlen?

Das sind zwar beides "Eigenanteile", und zufällig auch in derselben Höhe. Die gesetzlichen Grundlagen dafür sind aber völlig verschieden. Genauso die Vorschriften, wann die Eigenanteile erhoben werden.

Bei der Krankenversicherung ist es nach meiner Kenntnis so, daß für Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen keine Eigenbeteiligung fällig ist. Beim Zahnarzt ist auch die jährliche Kontrolluntersuchung ohne Eigenbeteiligung möglich. Genaueres wird dir die Krankenkasse sagen können.

Beim Anwalt wird es Kulanz gewesen sein. Im Grunde ist das, was er dir gesagt hat, bereits eine Beratung gewesen. Ein bestimmter zeitlicher Mindestumfang ist dafür nicht vorgesehen.
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Alt 01.02.2011, 10:05   #3
GlobalPlayer
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 15.10.2007
Beiträge: 1.040
GlobalPlayer
Standard AW: 10 Euro; Wann sind sie wirklich zu bezahlen?

Die 10 Euro Gebühr Anwalt richtet sich nach dem RVG (2500 VV RVG)
"Beratungshilfegebühr
Neben der Gebühr werden keine Auslagen erhoben. Die Gebühr kann erlassen werden."

Das heisst der Anwalt kann, aber muss nicht diese Gebühr erheben.Ich war schon bei Anwälten, die haben sich einen Dreck dadrum geschert, ein anderer wollte mich sogar darum verklagen.
Also wenn er sagt er erhebt die Gebühr, dann bist du auch verpflichtet sie zu zahlen.

Beim Arzt ist es so, dass du pro Quartal verpflichtet bist, je 10 Euro zu zahlen,sonst kann er die Behandlung verweigern.
Praxisgebühr
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Alt 01.02.2011, 15:12   #4
gast_
Elo-User/in
 
Registriert seit: 12.10.2008
Beiträge: 22.613
gast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/in
Standard AW: 10 Euro; Wann sind sie wirklich zu bezahlen?

Zitat von gurkenaugust Beitrag anzeigen
Das sind zwar beides "Eigenanteile", und zufällig auch in derselben Höhe. Die gesetzlichen Grundlagen dafür sind aber völlig verschieden. Genauso die Vorschriften, wann die Eigenanteile erhoben werden.

Bei der Krankenversicherung ist es nach meiner Kenntnis so, daß für Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen keine Eigenbeteiligung fällig ist. Beim Zahnarzt ist auch die jährliche Kontrolluntersuchung ohne Eigenbeteiligung möglich. Genaueres wird dir die Krankenkasse sagen können.

Beim Anwalt wird es Kulanz gewesen sein. Im Grunde ist das, was er dir gesagt hat, bereits eine Beratung gewesen. Ein bestimmter zeitlicher Mindestumfang ist dafür nicht vorgesehen.
So ist es.
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