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Alt 09.05.2010, 01:02   #1
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crimplene
Standard Pflicht zur Meldung als Arbeitslos? Oder geht das auch nach einem Jahr?

Hallo,

ich hoffe, ich habe mir den richtigen Bereich des Forums ausgesucht.

Erstmal kurz zur Info:

Ich (m, 44, alleine wohnend) arbeite bislang für unter 8 Euro pro Stunde als Fahrer. Monatlich verdiene ich netto rund 600 Euro, würde also kein ALG kriegen das über dem Mindestsatz liegt.

Da mir meine Lebensgefährtin aus einer Abfindung für ein Jahr den nötigen Unterhalt schenken will, wenn wir zusammen öfter mal verreisen und uns um den gemeinsamen Garten kümmern, ohne uns um den Gelderwerb kümmern zu müssen, werde ich demnächst kündigen (Fristen muss ich nicht einhalten, wird sich mittels Auflösungsvertrag machen lassen).

Ich habe bislang vor, mich in diesem freien Jahr nicht arbeitslos oder arbeitssuchend zu melden, und mich bei meiner Krankenkasse freiwillig zu versichern.

Nach Ablauf eines Jahres beabsichtige ich dann, mich arbeitslos und -suchend zu melden, um zumindest den ALG2-Regelsatz plus Wohngeld zu kriegen, bis ich einen neuen Job gefunden habe.

Nun meine Frage: Gibt es eine Verpflichtung, sich arbeitslos zu melden, auch wenn man auf die Sicherung des Jahres für die Rente keinen Wert legt?
Oder anders gefragt: können mir Probleme erwachsen, wenn ich erst kurz vor Ablauf des Jahres zur Arbeitsagentur oder ARGE (??) gehe, um mich arbeitslos zu melden? Sperrfristen? Oder so?

Vielleicht ist das etwas naiv gefragt, aber ich möchte ganz einfach ein Jahr lang meine Ruhe haben. Mit der Arbeitslosmeldung im nächsten Jahr möchte ich mich dann streng regelkonform verhalten um entweder einen Job zu finden oder Geld vom Staat zu kriegen.

Zwei Sachen sind klar: 1. Ich achte auf meine Krankenversicherung. 2. Rente ist mir wurscht, da ich eh nie über den Sozialhilfesatz kommen werde.

Was muss ich noch beachten? Wo liegen Fallstricke?

Für Antworten wäre ich sehr dankbar,

Crimplene
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Alt 09.05.2010, 02:59   #2
gast_
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Standard AW: Pflicht zur Meldung als Arbeitslos? Oder geht das auch nach einem Jahr?

Zitat von crimplene Beitrag anzeigen

Ich (m, 44, alleine wohnend) arbeite bislang für unter 8 Euro pro Stunde als Fahrer. Monatlich verdiene ich netto rund 600 Euro, würde also kein ALG kriegen das über dem Mindestsatz liegt.

Falsch!
Du hättest ALG II Anspruch gehabt, denn du hast ja einen Freibetrag, der von deinem Lohn abgezogen werden muß...


Da mir meine Lebensgefährtin aus einer Abfindung für ein Jahr den nötigen Unterhalt schenken will, wenn wir zusammen öfter mal verreisen und uns um den gemeinsamen Garten kümmern, ohne uns um den Gelderwerb kümmern zu müssen, werde ich demnächst kündigen (Fristen muss ich nicht einhalten, wird sich mittels Auflösungsvertrag machen lassen).

Das hat eine Sperre (Alg I) zur Folge, bzw eine Sanktion, (ALG II) - auch wenn du erst in einem Jahr beantragst.

Ich habe bislang vor, mich in diesem freien Jahr nicht arbeitslos oder arbeitssuchend zu melden, und mich bei meiner Krankenkasse freiwillig zu versichern.

Wünsch dir ne schöne Zeit,

aber mal ne Zwischenbemerkung: Besser wäre, sich kündigen zu lassen!


Nach Ablauf eines Jahres beabsichtige ich dann, mich arbeitslos und -suchend zu melden, um zumindest den ALG2-Regelsatz plus Wohngeld zu kriegen, bis ich einen neuen Job gefunden habe.

Meinst du, du hast keinen ALG I Anspruch?


Nun meine Frage: Gibt es eine Verpflichtung, sich arbeitslos zu melden,

nein

auch wenn man auf die Sicherung des Jahres für die Rente keinen Wert legt?
Oder anders gefragt: können mir Probleme erwachsen, wenn ich erst kurz vor Ablauf des Jahres zur Arbeitsagentur oder ARGE (??) gehe, um mich arbeitslos zu melden? Sperrfristen? Oder so?
Siehe oben - die sind garantiert

Vielleicht ist das etwas naiv gefragt, aber ich möchte ganz einfach ein Jahr lang meine Ruhe haben.

Dann rechne eine Sanktion ein...

Mit der Arbeitslosmeldung im nächsten Jahr möchte ich mich dann streng regelkonform verhalten um entweder einen Job zu finden oder Geld vom Staat zu kriegen.

Da macht mehr Sinn, sich selbst frühzeitig was zu suchen...und keinen Antrag zu stellen.

Zwei Sachen sind klar: 1. Ich achte auf meine Krankenversicherung. 2. Rente ist mir wurscht, da ich eh nie über den Sozialhilfesatz kommen werde.

Wo liegen Fallstricke?
Sonst gibts keine... wichtig ist nur daß du in der gesetzlichen Krankenversicherung bleibst.
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Alt 09.05.2010, 03:20   #3
ShankyTMW
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Standard AW: Pflicht zur Meldung als Arbeitslos? Oder geht das auch nach einem Jahr?

Zitat von crimplene Beitrag anzeigen
Erstmal kurz zur Info:

Ich (m, 44, alleine wohnend) arbeite bislang für unter 8 Euro pro Stunde als Fahrer. Monatlich verdiene ich netto rund 600 Euro, würde also kein ALG kriegen das über dem Mindestsatz liegt.
Ja das schon, aber du kannst auch ALG1 plus Aufstockend ALG2 bekommen. Wobei bei Abfindungen etc. gerade bei ALG2 dann eine Weile kein Anspruch entstehen könnte.

Zitat:
... werde ich demnächst kündigen (Fristen muss ich nicht einhalten, wird sich mittels Auflösungsvertrag machen lassen).
Selbstkündigen, Aufhebeungsverträge - alles wobei du zustimmst bringt Dir gleich 3 Monate Sperre beim ALG1 ein. Bei ALG2 sinds 3 Monate 30% kürzung vom Regelsatz (derezit 359 EUR).

Zitat:
Ich habe bislang vor, mich in diesem freien Jahr nicht arbeitslos oder arbeitssuchend zu melden, und mich bei meiner Krankenkasse freiwillig zu versichern.
Ich sags mal so: eine gesetzliche Verpflichtung sich zwingend bei der BA oder ARGE/JobCenter (oder wie es sich bei dir in der Gegend sonstwie schimpfen mag) Erwerbslos und arbeitssuchend zu melden gibt es nicht. Nur die Gesetzliche Verpflichtung sich innerhalb bestimmter Fristen zu melden wenn Du Leistungen beziehen willst wenn Du Sperrzeiten, bzw. Kürzungen vermeiden willst. Dazu dann auch die Rentenlaufzeiten und KK ohne Selbstversicherung.

Zitat:
Nach Ablauf eines Jahres beabsichtige ich dann, mich arbeitslos und -suchend zu melden, um zumindest den ALG2-Regelsatz plus Wohngeld zu kriegen, bis ich einen neuen Job gefunden habe.
Rechne mal einfach damit, das Du Probleme bekommen wirst bei der ARGE wie auch der BA (Restanspruch auf ALG1 hast du ja dann immer noch). Und Du mußt dann sicher auch genau offenlegen warum Du erst nach einem Jahr kommst und ggf. neben den ohnehin schon geforderten offenlegungen Deines dann noch vorhandenen Vermögens Deine Kontobewegungen für die letzten 12 Monate verlangt werden inkl. sämtlicher Rechnungen die du als Nachweise besser aufheben solltest, um den Verbleib des Geldes zu erklären. Und auch die Sache mit der Abfindung selbst muß ggf. belegt und erklärt werden. (Ein mögliches Szenario).

Was da in einem Jahr alles noch auf Dich dann zu rollen wird wage ich lieber gar nicht abzuschätzen. Dafür fluktuiert das alles viel zu oft und niemand weiß was da noch in 12 Monaten alles sein wird.

Das mal so auf die schnelle so spät in der Nacht, bzw. am frühen Morgen.
__

LG aus Regensburg
Klaus

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Alt 09.05.2010, 05:37   #4
gast_
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Standard AW: Pflicht zur Meldung als Arbeitslos? Oder geht das auch nach einem Jahr?

Zitat von ShankyTMW Beitrag anzeigen
Ja das schon, aber du kannst auch ALG1 plus Aufstockend ALG2 bekommen. Wobei bei Abfindungen etc. gerade bei ALG2 dann eine Weile kein Anspruch entstehen könnte.
Zitat:
Da mir meine Lebensgefährtin aus einer Abfindung
... das heißt, die spielt bei seinem Einkommen keine Rolle!

Was eine Rolle spielt: Dadurch wird man wahrscheinlich versuchen aus beiden eine BG zu machen, wenn er sich bei der ARGE meldet.
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Alt 09.05.2010, 13:08   #5
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crimplene
Standard AW: Pflicht zur Meldung als Arbeitslos? Oder geht das auch nach einem Jahr?

Erstmal vielen Dank für die Antworten!

Ich versuche mal aus allen Antworten die sich für mich ergebenden Unklarheiten zusammen zu fassen.


Punkt 1

Zuerstmal sehe ich das so, dass ich bei meinem derzeitigen Lohn wohl ALG I plus Aufstockung bekommen würde.

Das ist doch korrekt, oder? Und es ist doch so, dass ich mich, um den ALG 1-Anspruch zu wahren, vor Ablauf eines Jahres melden muss??


Punkt 2:

Kiwi meinte, es sei besser, mich kündigen zu lassen. Ich habe da zwei Bedenken:

1. Wird mir die hiesige "Agentur für Arbeit" nicht raten gegen eine Entlassung zu klagen?
2. Wenn ich Grund zu fristloser Kündigung gäbe (evtl. Verlust des Führerscheins oder so), hätte ich dann nicht genau so eine Sperre/Sanktion zu erwarten?

Was wäre der Vorteil, gekündigt zu werden und nicht selbst zu kündigen oder den Veretrag einverständlich zu lösen?


Punkt 3

Was wäre die zu erwartende Sperre/Sanktion, wenn ich mich erst nach knapp 12 Monaten arbeitslos melden würde? Jetzt abgesehen von der Sperre wegen Eigenkündigung.


Punkt 4

Meint ihr, 16.000 Euro in einem Jahr auszugeben (incl. Miete etc.) ist so viel, dass mir wegen übertriebener Verschwendungssucht irgendwas gekürzt oder gesperrt wird? Müsste ich meinen neuen Kühlschrank oder Fotoapparat wieder verkaufen?


Punkt 5

Kann eine Bedarfsgemeinschaft auch angenommen werden, wenn wir getrennte Wohungen haben?

Langsam fange ich ja an, mir Sorgen zu machen.
Ich fasse nochmal zusammen, wie ich das jetzt verstehe:

Wenn ich selbst kündige oder einen Aufhebungsvertrag unterschreibe, bringen mir 3 Monate Sperre beim ALG 1 und 30 % Kürzung beim ALG II für 3 Monate. Egal, ob ich mich sofort oder in knapp 12 Monaten melde. Ob die späte Meldung noch weitere Kürzungen/Sperrungen bringen kann, ist mir noch unklar.
Ich werde vermutlich nachweisen müssen, wovon ich in dem abgelaufenen Jahr gelebt habe und warum jetzt kein Geld mehr da ist. Meine wahrheitsgemäße Erklärung (samt Kontoauszügen) wird dann sein, dass ich ein Geldgeschenk bekommen habe und davon bescheiden ein Jahr leben konnte. Inwieweit mir daraus ein Strick gedreht werden kann, ist mir noch nicht ganz klar.

Allerdings ist mir völlig klar, dass ich besser selbst einen Job finden sollte :-)
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Alt 09.05.2010, 13:41   #6
gelibeh
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Standard AW: Pflicht zur Meldung als Arbeitslos? Oder geht das auch nach einem Jahr?

Zitat:
Kann eine Bedarfsgemeinschaft auch angenommen werden, wenn wir getrennte Wohungen haben?
Nein

Und auch den Kühlschrank musst Du nicht verkaufen und den Fotoapparat wohl auch nicht, denn Du hast ja ein Schonvermögen, welches Du haben darfst.

Edit:
Zitat:
Meine wahrheitsgemäße Erklärung (samt Kontoauszügen) wird dann sein, dass ich ein Geldgeschenk bekommen habe und davon bescheiden ein Jahr leben konnte. Inwieweit mir daraus ein Strick gedreht werden kann, ist mir noch nicht ganz klar.
Meine meinung. Wenn man im ALGII-Bezug ein Geldgeschenk bekommen würde, dann müsste man das auch erst aufbrauchen, bevor man wieder Anspruch hat. Kann mir also nicht vorstellen, dass das Ärger gibt. Natürlich darf man das Geld nicht gerade mit vollen Händen zum Fenster rausschmeißen.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 09.05.2010, 14:40   #7
ShankyTMW
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Standard AW: Pflicht zur Meldung als Arbeitslos? Oder geht das auch nach einem Jahr?

Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
... das heißt, die spielt bei seinem Einkommen keine Rolle!

Was eine Rolle spielt: Dadurch wird man wahrscheinlich versuchen aus beiden eine BG zu machen, wenn er sich bei der ARGE meldet.
Das war es was ich gemeint hatte Kiwi - hatte mich da unklar ausgedrückt. Wobei, wenn die Zahlung Monatlich erfolgt wird es ggf. bei der ARGE nach Zufluss berechnet. Da wir aber beide nichts über Art und Natur der "Abfindung" wissen/wussten (Schenkung, Unterhalt oder was weiß ich) ist es hier eh erstmal nur Spekulation - der Rest ist daher auch nur mögliche Szenarien.

Zitat:
Falsch!
Du hättest ALG II Anspruch gehabt, denn du hast ja einen Freibetrag, der von deinem Lohn abgezogen werden muß...
Nein, seine Aussage bezog sich ausschließlich auf das nach der Kündigung. Also nicht falsch in dem Sinn.
Aber recht hast schon: crimplene hätte schon die ganze Zeit den ALG2 Anspruch gehabt bei dem Lohn. Aber das Kind ist jetzt in den Brunenn gefallen und damit nicht mehr relevant weil er eh vorhat da "gekündigt" zu werden.

Ist aber auch gut so, denn sonst wär ein Großteil der Schenkung (erwähnt er ja erst am Ende des letzten Posts) jetzt außer dem Freibetrag weg und davon Leben in den nächstn 12 Monaten wäre ihm dann auch nicht mehr möglich ohne staatliche Stütze. Darum ging es ihm ja letztendlich und den Aufwand bei der ARGE wegen sowas entgehn - ich kanns verstehn.

Zitat von crimplene Beitrag anzeigen
Punkt 1

Zuerstmal sehe ich das so, dass ich bei meinem derzeitigen Lohn wohl ALG I plus Aufstockung bekommen würde.

Das ist doch korrekt, oder?
Ja

Zitat:
Und es ist doch so, dass ich mich, um den ALG 1-Anspruch zu wahren, vor Ablauf eines Jahres melden muss??
Nein - die Sperrzeiten sind Dir allerdings sicher. Und da du innerhalb 2 Jahre mindestens 12 Monate gearbeitet haben mußt um einen ALG1 Anspruch zu haben gelten diese Zeiten auch als Nachlaufende Anspruchsfristen. Quasi 9 Monate ALG1 dann bei 12 Moantiger Abstinenz.

Zitat:
Punkt 2:

Kiwi meinte, es sei besser, mich kündigen zu lassen. Ich habe da zwei Bedenken:

1. Wird mir die hiesige "Agentur für Arbeit" nicht raten gegen eine Entlassung zu klagen?
Nein - udn ja wenn der Kündigungsgrund wirklich eien Klage wert wär. Aber niemand kann dich dazu zwingen das zu tun. Immerhin wäre, selbst bei Gewonnener Klage kein vertrauensverhältnis zm AG mehr da, mögliches Mobbing wären die Folge etc. pp. - die BA Sachbearbeiter berücksichtigen das normalerweise auch.

Zitat:
2. Wenn ich Grund zu fristloser Kündigung gäbe (evtl. Verlust des Führerscheins oder so), hätte ich dann nicht genau so eine Sperre/Sanktion zu erwarten?

Was wäre der Vorteil, gekündigt zu werden und nicht selbst zu kündigen oder den Veretrag einverständlich zu lösen?
nicht nur Kiwi meinte, ich auch. Siehe in meinem Post:

Zitat:
Selbstkündigen, Aufhebeungsverträge - alles wobei du zustimmst (Ergänzung: mit dem Verlust Deines Jobs inkl. Eigenverschulden bei Fristlosen Kündigungen) bringt Dir gleich 3 Monate Sperre beim ALG1 ein. Bei ALG2 sinds 3 Monate 30% kürzung vom Regelsatz (derezit 359 EUR).
Da steht alles was Du darüber wissen mußt. Gekündigt werden heißt keine Sperre/Kürzungen - DAS ist der Unterschied. Einverständlich bringt dir also auch Sperren/Kürzungen. Und da gibt es keinen anderen Weg dran vorbei zu kommen, als sich so kündigen zu lassen das es nicht durch Eigenverschulden kommt, sondern von der Firma aus (inkl. aller Einhaltungen der Kündigungsfristen).

Zitat:
Punkt 3

Was wäre die zu erwartende Sperre/Sanktion, wenn ich mich erst nach knapp 12 Monaten arbeitslos melden würde? Jetzt abgesehen von der Sperre wegen Eigenkündigung.
Siehe Punkt 2 - damit mußt du halt leben dann nach 12 Moanten. Heißt du mußt 15 Monate mit ohne ALG1 ab dem Kündigungsdatum schonmal einplanen. Dafür die letzten 3 Moante ALG2 mit 30% minderung im Regelsatz und voller KDU bis ALG1 wieder einsetzt und ALG2 aufstocken berechnet wird - verwirrend ich weiß.

Zitat:
Punkt 4 & 5...[snip]...
Nein - siehe gelibehs Antwort

Zitat:
Langsam fange ich ja an, mir Sorgen zu machen.
Ich fasse nochmal zusammen, wie ich das jetzt verstehe:

...[Snip - da oben schonmal beantwortet]...
Ich werde vermutlich nachweisen müssen, wovon ich in dem abgelaufenen Jahr gelebt habe und warum jetzt kein Geld mehr da ist. Meine wahrheitsgemäße Erklärung (samt Kontoauszügen) wird dann sein, dass ich ein Geldgeschenk bekommen habe und davon bescheiden ein Jahr leben konnte. Inwieweit mir daraus ein Strick gedreht werden kann, ist mir noch nicht ganz klar.
Schwierig zu sagen .. eines ist sicher, das Geld sollte, da Schenkung, Außerhalb des ALG2 Leistungsbezugs stattfinden. Was dann über bleibt geht dann evt. in Deinen Freibetrag auf (150 EUR x Lebensjahr darfst Du angesparrt haben und dafür bist du allein für den verbleib höchstens rechenschaft schuldig - nur als Tip für Dinge die man der ARGE mitteilt. Möglichst nie mehr als nötig).

So, hoffe jetzt alles endgültig durcheinander gebracht zu haben ;)
(und da werden noch andere was zu schreiben, die noch ein paar Dinge mehr darüber wissen).

Zitat von gelibeh
Meine meinung. Wenn man im ALGII-Bezug ein Geldgeschenk bekommen würde, dann müsste man das auch erst aufbrauchen, bevor man wieder Anspruch hat. Kann mir also nicht vorstellen, dass das Ärger gibt. Natürlich darf man das Geld nicht gerade mit vollen Händen zum Fenster rausschmeißen.
Genau das. Nur außerhalb des Bezugs kommen die Gelder verrechnet in den Freibetrag, ansonsten wird auch das zum Zufluss (da man ja nur 50 EUR im Jahr geschenkt bekommen darf bei ALG2). Da liegt hier mit ein Knackpunkt. Kleine Chance auf evt. etwas gesparrtes für später.
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Alt 09.05.2010, 22:42   #8
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crimplene
Beitrag AW: Pflicht zur Meldung als Arbeitslos? Oder geht das auch nach einem Jahr?

Sehr interessant! Vielen Dank noch einmal!

Mir war übrigens im Prinzip klar, dass ich bislang schon Anspruch auf ALG II zusätzlich zum Lohn hatte. Allerdings bekomme ich bislang fast 180,- Wohngeld. Das kommt nach meiner Einschätzung ungefähr aufs Selbe raus und ist viel unkomplizierter zu kriegen.

Ich werde mal sehen, ob ich meine Chefin überreden kann, mich fristgerecht (und sei es rückdatiert....) zu kündigen, da das für mich günstiger wäre.

Sehr wichtig natürlich die Sache mit der Schenkung nur außerhalb des ALG II-Bezuges! Vermögen, dass ich vor Bezug bekommen habe fällt unter diese 150 Euro pro Jahr, aber alles, was ich während des Bezuges kriege nicht. Das war mir bislang nicht klar und wird natürlich in meine Finanzplanung einfliessen.

Die Form des Zuschusses durch meine Freundin ist jedenfalls als einmalige Schenkung geplant und nicht als monatliche Zahlung, die nur zu leicht als dauerhafter Unterhalt ausgelegt werden könnte (sie selbst bekommt eine irrsinnig hohe Abfindung von fast hundert Brutto-Monatsgehältern; wir konnten es erst gar nicht glauben, aber manche Firmen scheinen ihr Personal sehr dringend austauschen zu wollen).
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Alt 10.05.2010, 00:58   #9
ShankyTMW
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Standard AW: Pflicht zur Meldung als Arbeitslos? Oder geht das auch nach einem Jahr?

Zitat von crimplene Beitrag anzeigen
Sehr interessant! Vielen Dank noch einmal!
Gern geschehn.

Zitat:
Mir war übrigens im Prinzip klar, dass ich bislang schon Anspruch auf ALG II zusätzlich zum Lohn hatte. Allerdings bekomme ich bislang fast 180,- Wohngeld. Das kommt nach meiner Einschätzung ungefähr aufs Selbe raus und ist viel unkomplizierter zu kriegen.
Nicht nur das mit dem unkomplizerten, das negiert Deinen Anspruch auf ALG2. Die ARGE hätte Deinen Antrag wegen dem bestehndem Wohngeldanspruch in der höhe dann wohl ohnehin abgelehnt.

Zitat:
Sehr wichtig natürlich die Sache mit der Schenkung nur außerhalb des ALG II-Bezuges! Vermögen, dass ich vor Bezug bekommen habe fällt unter diese 150 Euro pro Jahr, aber alles, was ich während des Bezuges kriege nicht. Das war mir bislang nicht klar und wird natürlich in meine Finanzplanung einfliessen.
Tu das. Das gilt im übrigen auch für die Auszahlung von Steuerrückzahlungen beim Finanzamt. Stell den Antrag rechtzeitig genug das die Auszahlung möglich außerhalb von ALG2 stattfindet - ansonsten auch da: Zufluss statt verrechnung mit Freibetrag.

Achja, etwas was ich vergessen hatte und grad eben seh:
zum Vermögens-Freibetrag gehört noch ein +750 EUR Betrag für Erstanschaffungen.

Zitat:
...(sie selbst bekommt eine irrsinnig hohe Abfindung von fast hundert Brutto-Monatsgehältern; wir konnten es erst gar nicht glauben, aber manche Firmen scheinen ihr Personal sehr dringend austauschen zu wollen).
und das bei einer recht langen Firmenzugehörigkeit ... unglaublich
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Alt 10.05.2010, 01:43   #10
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Standard AW: Pflicht zur Meldung als Arbeitslos? Oder geht das auch nach einem Jahr?

Zitat:
Kann eine Einstehensgemeinschaft auch bei getrennten Wohnungen angenommen werden?
Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Nein
Ich denke, schon, kommt auf jeden Fall bei Ehepartnern, die nicht getrennt leben, aber füreinander einzustehen haben, vor.

Da hier die eine für den anderen einsteht und ihn 1 Jahr unterhält, wird man vielleicht drauf kommen eine BG draus zu machen, weil eine Einstehensgemeinschaft ja schon besteht.

Ob das vor Gericht Bestand hätte weiß ich nicht - ich finde aber man sollte das bedenken.
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Alt 10.05.2010, 01:48   #11
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Standard AW: Pflicht zur Meldung als Arbeitslos? Oder geht das auch nach einem Jahr?

Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Wenn man im ALGII-Bezug ein Geldgeschenk bekommen würde, dann müsste man das auch erst aufbrauchen, bevor man wieder Anspruch hat. .
Wenn man im ALG II Bezug ein Geldgeschenk bekommt hast du recht...
aber was man vor ALG II Bezug geschenkt bekommt gehört erstmal ins Vermögen...nur was über dem Freibetrag liegt müßte verbraucht werden, wenn auch die Altersabsicherung schon ausgeschöpft ist.
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Alt 10.05.2010, 02:08   #12
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Zitat von crimplene Beitrag anzeigen


Punkt 1

Zuerstmal sehe ich das so, dass ich bei meinem derzeitigen Lohn wohl ALG I plus Aufstockung bekommen würde.

Ja.

ALGII Anspruch hättest du aber schon jetzt, während du noch arbeitest, gehabt- wenn du einen Untermietvertrag abgeschlossen hättest.




Punkt 2:

Kiwi meinte, es sei besser, mich kündigen zu lassen.

Ja, weil sonst definitiv die Sperre/Sanktion erfolgt.

Ich habe da zwei Bedenken:

1. Wird mir die hiesige "Agentur für Arbeit" nicht raten gegen eine Entlassung zu klagen?
Ja.
Deshalb muß man genau wissen, welcher Kündigungsgrund unschädlich ist.

2. Wenn ich Grund zu fristloser Kündigung gäbe (evtl. Verlust des Führerscheins oder so), hätte ich dann nicht genau so eine Sperre/Sanktion zu erwarten? Ja
Es gibt aber Gründe, daß man kündigen kann, ohne eine Sperre erwarten zu müssen - aber das sind wenige und mir fällt gerade keiner ein, den du anführen könntest.
Was wäre der Vorteil, gekündigt zu werden und nicht selbst zu kündigen? Keine Sperre


Punkt 4

Meint ihr, 16.000 Euro in einem Jahr auszugeben (incl. Miete etc.) ist so viel, dass mir wegen übertriebener Verschwendungssucht irgendwas gekürzt oder gesperrt wird?
Nein
Müsste ich meinen neuen Kühlschrank oder Fotoapparat wieder verkaufen? Nein


Punkt 5

Kann eine Bedarfsgemeinschaft auch angenommen werden, wenn wir getrennte Wohungen haben? Ich meine: Ja. Denn es heißt Einstandsgemeinschaft - und die ist nicht an eine gemeinsame Wohnung gebunden

Langsam fange ich ja an, mir Sorgen zu machen.

Solltest auf jeden Fall schauen, daß du alle Eventualitäten einrechnest

I

Wenn ich selbst kündige oder einen Aufhebungsvertrag unterschreibe, bringen mir 3 Monate Sperre beim ALG 1 und 30 % Kürzung beim ALG II für 3 Monate.

Ja, und ob ein Widerspruch dagegen erfolgreichsein könnte: Das schaffen nur ganz wenige, da es nur wenige Gründe gibt, die anerkannt werden.

Egal, ob ich mich sofort oder in knapp 12 Monaten melde.
Meines Wissens: Ja.
Ob die späte Meldung noch weitere Kürzungen/Sperrungen bringen kann, ist mir noch unklar.
Meines Wissens: Nein.
Schreib doch einfach mal ans Amt und fordere sie auf dir schriftlich Auskunft zu geben...

Ich werde vermutlich nachweisen müssen, wovon ich in dem abgelaufenen Jahr gelebt habe
ALG I: Da reicht: Vom Ersparten - mehr geht die nichts an
ALG II: Da kann es sein, daß mehr gefragt wird und du Auskunfgeben mußt, um Leistungen zu bekommen


Betreut wirst du dann von der ARGE, nicht von der Agentur für Arbeit. Da gibst nur deinem ALG I Antrag ab.

und warum jetzt kein Geld mehr da ist.

Die Antwort ist einfach: verbraucht - du mußt aber damit rechnen, nicht nur für 3 Monate, sondern fürs ganze Jahr die Kontoauszüge vorlegen zu müssen. Du wirst erklären müssen, wo der große btrag herkommt am Jahresanfang.

Meine wahrheitsgemäße Erklärung (samt Kontoauszügen) wird dann sein, dass ich ein Geldgeschenk bekommen habe und davon bescheiden ein Jahr leben konnte. Inwieweit mir daraus ein Strick gedreht werden kann, ist mir noch nicht ganz klar.

Hab ich gerade noch einmal erklärt, wegen Füreinander einstehens, wenn sie dich kostenlos wohnen läßt und dir ein Lebensjahr finanziert. Da wird man Betrug vermuten, wenn du dann ALG II beantragst. Das kann zu einer Anzeige führen.

Sie kann dann zwar bestätigen, daß dem nicht so ist...aber wie wollt ihr beweisen, daß es nicht so ist?


Allerdings ist mir völlig klar, dass ich besser selbst einen Job finden sollte :-)
Tja, nur bei der derzeitigen Situation auf dem Arbeitsmarkt...
hätte ich soviel Geld wrd ich drüber nachdenken mich beruflich selbstständig machen
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2010, 02:19   #13
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Standard AW: Pflicht zur Meldung als Arbeitslos? Oder geht das auch nach einem Jahr?

Zitat von crimplene Beitrag anzeigen

Mir war übrigens im Prinzip klar, dass ich bislang schon Anspruch auf ALG II zusätzlich zum Lohn hatte. Allerdings bekomme ich bislang fast 180,- Wohngeld. Das kommt nach meiner Einschätzung ungefähr aufs Selbe raus und ist viel unkomplizierter zu kriegen.

Ja, ich rate auch meist zum Wohngeldantrag, ... eben weil man dann Ruhe vorm Fallmanager hat...ist nervenschonender, gerade für junge Leute

Ich werde mal sehen, ob ich meine Chefin überreden kann, mich fristgerecht (und sei es rückdatiert....) zu kündigen, da das für mich günstiger wäre. Aber bitte auch mit einem Grund, den das Amt akzeptiert...sonst macht es keinen Sinn

Sehr wichtig natürlich die Sache mit der Schenkung nur außerhalb des ALG II-Bezuges! Vermögen, dass ich vor Bezug bekommen habe fällt unter diese 150 Euro pro Jahr, aber alles, was ich während des Bezuges kriege nicht. Das war mir bislang nicht klar
Das ist leider vielen nicht klar, daß alles, was im AGII Bezug zufließt, angerechnet wird und es kaum Freibeträge gibt.

Die Form des Zuschusses durch meine Freundin

schon das Wort "Freundin" und eine Wohnung, in der ihr beide lebt, heißt für die meisten Sachbearbeiter, sie hat für dich aufzukommen...lies mal über Einstandsgemeinschaft nach!

ist jedenfalls als einmalige Schenkung geplant und nicht als monatliche Zahlung, die nur zu leicht als dauerhafter Unterhalt ausgelegt werden könnte (sie selbst bekommt eine irrsinnig hohe Abfindung von fast hundert Brutto-Monatsgehältern; wir konnten es erst gar nicht glauben, aber manche Firmen scheinen ihr Personal sehr dringend austauschen zu wollen).
Da hat sie aber wirklich Glück, in einer so kulanten Firma gearbeitet zu haben.

Aber: wie lange kann sie sich davon finanzieren?

Müßte sie irgendwann in den nächsten 10 Jahren ALG II beantragen, müßte sie die Schenkung angeben...

besteht da die Möglichkeit?
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Alt 10.05.2010, 07:04   #14
gelibeh
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Standard AW: Pflicht zur Meldung als Arbeitslos? Oder geht das auch nach einem Jahr?

@Kiwi, hier wird nach zwei getrennten Wohnungen gefragt. Dann ist das eindeutig nein
und die beiden sind nicht verheiratet, sich also nicht zu Unterhalt verpflichtet.
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§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 10.05.2010, 08:15   #15
ShankyTMW
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Standard AW: Pflicht zur Meldung als Arbeitslos? Oder geht das auch nach einem Jahr?

Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
@Kiwi, hier wird nach zwei getrennten Wohnungen gefragt. Dann ist das eindeutig nein
und die beiden sind nicht verheiratet, sich also nicht zu Unterhalt verpflichtet.
Richtig - und:

Zitat von Kiwi
Schreib doch einfach mal ans Amt und fordere sie auf dir schriftlich Auskunft zu geben...
Und damit jetzt schlafende Hunde wecken? Auch noch schriftlich und damit dann in 12 Monaten nachweisbar für jede Art von Unterstellung bis hin zum Betrugsverdacht?

Besser nicht in dem Fall Eher telefonisch mit unterdrückter Rufnummer ohne richtige Namensnennung erfragen wäre da sinnvoller, bevor er sich damit unnötig schon jetzt in die Nesseln setzt.

@crimplene
Wie lange bist du eigentlich schon dort beschäftigt? Mußt nicht beantworten, halt nur wegen:

In der Probezeit sind keine Angaben von Kündigungsgründen nötig. Betriebsbedingtes nach ein paar Jahren wegen "zu wenig Arbeit" (um es mal salopp zu sagen) ist auch kein Problem. Stellenstreichung ohne mögliche Ersatzstelle (vor allem Krankheitsbedingt) ebenfalls nicht bei den Kündigungsgründen.

Ein paar spontane Dinge die mir dazu grad durch den Kopf gingen.
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LG aus Regensburg
Klaus

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Alt 10.05.2010, 17:05   #16
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crimplene
Standard AW: Pflicht zur Meldung als Arbeitslos? Oder geht das auch nach einem Jahr?

Hi,

dass wir nicht zusammen wohnen hatte ich evtl. nicht erwähnt. Sonst wäre das natürlich eine BG, da wäre nix zu deuteln. In unserem Falle wohnen wir getrennt (beide in einer bezuschussten Wohnung) und sind auch nicht verheiratet und haben keine Kinder.

Bezügl. der Kündigung habe ich mit meiner Chefin eine Lösung gefunden, die evtl. sogar eine Sperre verhindern würde. Da ich schon seit 15 Jahren in dem Betrieb arbeite, sind die regulären Fristen sehr lang. Als Limousinen-Chauffeur muss ich aber regelmäßig meine gesundheitl. Tauglichkeit nachweisen. "Glücklicherweise" bin ich aber stark fehlsichtig und schiele. Warum mir jemals ein Führerschein zur Fahrgastbeförderung ausgestellt wurde, weiss ich nicht (Ärzte bekommen das Gutachten bar bezahlt, da sind sie wohl etwas nachsichtig....), das kommt aber in diesem Falle ganz recht. Wer schielt, darf keine Personen befördern. Mein Personenbeförderungsschein läuft gerade aus, und dass ich ihn nicht verlängert bekommen kann, lässt sich ärztlich attestieren. Da aber der Führerschein Voraussetzung des Arbeitsverhältnisses ist, kann mein Betrieb mir ohne Frist kündigen. Ob das ALG I nun ohne Sperre kommen kann, wird sich zeigen, evtl. muss ich da etwas kämpfen. Mal sehen.

Ein Freund hatte die Idee, dass ich mich nicht erst in einem Jahr melden soll, sondern sofort, sofern ich mit einer Sperre rechne. Dann wäre eine Sperre eh nicht dramatisch, weil ich ja derzeit Geld habe und außerdem könnte ich zumindest die 3 Monate während der Sperre das Geld für die Krankenkasse sparen. Nach Ablauf der Sperre (falls ich die nicht verhindern kann) melde ich mich als Arbeitssuchender ab und bin dann arbeitslos ohne Bezüge und muss mich wohl nur alle drei Monate schriftlich beim Amt melden. Im nächsten Jahr, wenn mein Vermögen unterm Freibetrag ist, werde ich dann ALG I beantragen, falls ich nicht selbst was finde. Kriegt man eigentlich zum ALG I Wohngeld (wenn man das beim Wohnungsamt beantragt) oder wird man dann zur Beantragung von ALG II-Aufstockung genötigt? Evtl. käme ich mit meinem bescheidenen ALG I plus Wohngeld für 12 oder (bei vorheriger Sperre) 9 Monate finanziell grad so über die Runden....

Habe ich einen Haken übersehen?

Und noch eine Frage im Interesse meiner Freundin:

Natürlich kann sie so bald nicht ALG II beantragen, dazu muss sie erstmal die Abfindung aufbrauchen. Aber wenn sie z.B: in drei oder vier Jahren ALG II beantragt, welche Probleme können ihr aus der Schenkung an mich erwachsen?

Wer hätte gedacht, wie viele Fragen sich ergeben..... Aber ich habe den Eindruck, dass man auch Antworten bekommt, wenn man fragt, und das ist sehr beruhigend.


Crimplene
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Alt 11.05.2010, 10:41   #17
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Zitat von crimplene Beitrag anzeigen
dass wir nicht zusammen wohnen hatte ich evtl. nicht erwähnt. Sonst wäre das natürlich eine BG, da wäre nix zu deuteln. In unserem Falle wohnen wir getrennt (beide in einer bezuschussten Wohnung) und sind auch nicht verheiratet und haben keine Kinder.
Doch hattest du gleich im ersten Beitrag. Nur ob ihr im selben Haus wohnt, ob das Haus nicht ihr gehört etc... halt nicht. Daraus kontruieren so manche ARGEn dann ebenfalls BGs und Einstandsgemeinschaften, wogergen man sich erstmal rechtfertigen und beweisen darf. Aber das sind Dinge die man erst bei Schriftstücken mit Vorwürfen von denen erst angehen kann.

Zitat:
Bezügl. der Kündigung habe ich mit meiner Chefin eine Lösung gefunden, die evtl. sogar eine Sperre verhindern würde. Da ich schon seit 15 Jahren in dem Betrieb arbeite, sind die regulären Fristen sehr lang.
Oha, 15 Jahre - OK, diesen Stolperstein hattest du bisher nicht erwähnt.

Zitat:
Als Limousinen-Chauffeur muss ich aber regelmäßig meine gesundheitl. Tauglichkeit nachweisen. "Glücklicherweise" bin ich aber stark fehlsichtig und schiele....
...Wer schielt, darf keine Personen befördern. Mein Personenbeförderungsschein läuft gerade aus, und dass ich ihn nicht verlängert bekommen kann, lässt sich ärztlich attestieren. Da aber der Führerschein Voraussetzung des Arbeitsverhältnisses ist, kann mein Betrieb mir ohne Frist kündigen.
Genial, das passt doch schon fast - es muß nur noch geregeltz sein, das ein evt. Ersatzjob in der Firma auch nicht möglich ist, es eien solche Stelle für dich zum Beispiel in der Fahrzeugaufbereitung nicht gegeben ist. Dann brauchst auch ncith groß kämpfen.

Zitat:
...Ein Freund hatte die Idee, dass ich mich nicht erst in einem Jahr melden soll, sondern sofort, sofern ich mit einer Sperre rechne. Dann wäre eine Sperre eh nicht dramatisch, weil ich ja derzeit Geld habe und außerdem könnte ich zumindest die 3 Monate während der Sperre das Geld für die Krankenkasse sparen. Nach Ablauf der Sperre (falls ich die nicht verhindern kann) melde ich mich als Arbeitssuchender ab und bin dann arbeitslos ohne Bezüge und muss mich wohl nur alle drei Monate schriftlich beim Amt melden.
Ah, ja das wäre eine möglichkeit. Und die Schenkung interesseirt die BA insofern auch nicht, da Versicherungsleistung. Das geht erst mit der ARGEn eigenen "Verfolgungs- und Überwachungsbetreuung" los.

Ich denk aber, unter den voraussetzungen hast auch die Sperre nicht zu befürchten. In erster Linie beziehst Du ALG1 für 12 monate und hast nur die BA Verpflichtungen am Hals.

ABER, um auf Deinen Eingangspost nochmal einzugehen:

Bewerbungsbemühungen mußt du nachweisen
Postalisch erreichbar mußt du auch sein
Jederzeit mal mehrere Tage irgendwohin fahren ohne dich abzumelden geht da auch nicht
Es kann Dir auch da passieren das Du in Maßnahmen gesteckt wirst.
Du bleibst Krankenversichert und die Rentennachlaufzeiten werden angerechnet.

Zitat:
Im nächsten Jahr, wenn mein Vermögen unterm Freibetrag ist, werde ich dann ALG I beantragen,...
Du meinst ALG2 bei der ARGE
ALG1 ist das bei der BA

Zitat:
...falls ich nicht selbst was finde. Kriegt man eigentlich zum ALG I Wohngeld (wenn man das beim Wohnungsamt beantragt) oder wird man dann zur Beantragung von ALG II-Aufstockung genötigt? Evtl. käme ich mit meinem bescheidenen ALG I plus Wohngeld für 12 oder (bei vorheriger Sperre) 9 Monate finanziell grad so über die Runden....
Bei Deinen Lohnverhältnissen eher NEIN. Rechne es Dir selbst aus: du hast uns was von 600 EUR NEtto an bisherigem Lohn geschrieben. Davon 60% sind Dein zukünftiges ALG1. Pi mal Dauemn gesagt: wenn Dein Einkommen die Miete komplett decken oder ein wenig mehr wäre, würde es gehen und du bekämst Wohngeld. Kannst es aber trotzdem versuchen es dann zu beantragen.

Spielt für Dich aber auch keine so große Rolle, du hast ALG1 plus die große Schenkung. Und die Schenkung wäre Dir auch bei ALG2 im Weg um das beziehen zu können.

Zitat:
Und noch eine Frage im Interesse meiner Freundin:

Natürlich kann sie so bald nicht ALG II beantragen, dazu muss sie erstmal die Abfindung aufbrauchen. Aber wenn sie z.B: in drei oder vier Jahren ALG II beantragt, welche Probleme können ihr aus der Schenkung an mich erwachsen?
Schwierig vorher zu sagen. Die Abfindung, davon muß sie lebenudn die BA rechnet sowas ja an. Das sie aktuell kein Geld dann mehr zur Verfügung hat ist das nächste was sie berechtigt. aktuell hat sie noch keinen Antrag bei der ARGE gestellt und diese Abfindung in Ihren Einkommensverhältnissen drin? Dazu dann entsprechend keinen Ablehnungsbescheid? Dann dürfte das erstmal unerheblich sein ob da 4 Jahre vorher auch eine Schenkung von Ihrem Vermögen ab gegangen ist. Ansonsten wäre es auf jedem Fall ein Problem, da dieses Geld Vermögen wäre von dem sie hätte leben müssen.

Soweit der aktuelle Stand .. was sich in 4 oder 5 Jahren bei ALG2 noch tun und verändern wird kann hier keiner von uns aus der Glaskugel zaubern (da ändert sich laufend immer so einiges).

Zitat:
Wer hätte gedacht, wie viele Fragen sich ergeben..... Aber ich habe den Eindruck, dass man auch Antworten bekommt, wenn man fragt, und das ist sehr beruhigend.
Ja von uns, den meisten (auch ich) als Betroffenen. vom amt in vielen Dingen eher weniger (ist jetzt meine schlechte Erfahrung mit der Behörde (BA) oder der Pseudo Behörde (ARGE))
__

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Klaus

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