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Start > > -> Wer arbeitet, der soll auch mehr Geld haben?

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Alt 21.09.2006, 09:40   #1
Catweazle
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Wer arbeitet, der soll auch mehr Geld haben?

Mitnichten.

Meine Schwägerin ist alleinerziehend. Sie bezieht vom Staat einen minimalen Betrag an Sozialgeld.

Sie verdient sich in der Altenpflege (6x Nachtdienst im Monat) zum Sozialgeld etwas hinzu. Sie ist von der GEZ befreit und bezahlt keine Müllgebühren.

Damit der geringe Betrag von Sozialgeld wegfällt wird sie von der Sozialbehörde nun angehalten 8 Nächte im Monat zu arbeiten. Damit wäre sie gezwungen wieder die GEZ und die Müllgebühren aus eigener Tasche zu bezahlen. Wer die beiden Kleinkinder (5 und 7 Jahre) versorgen kann oder will ist bis dato noch nicht geklärt. Die Kostenübernahme sowieso nicht.

Schlußendlich wird es sich so verhalten: Meine Schwägerin wird zwei Schichten im Monat mehr übernehmen. Aber das Geld, was sie und die Kinder im Monat dann zur Verfügung haben, wird weniger sein als vorher.

Aha, wer arbeitet, der hat mehr Geld zum Leben? Weit gefehlt!
 
Alt 21.09.2006, 14:25   #2
Arco
Elo-User/in
 
Registriert seit: 11.02.2006
Ort: Kassel / Hessen
Beiträge: 4.272
Arco
Standard Re: Wer arbeitet, der soll auch mehr Geld haben?

Zitat von Catweazle
Mitnichten.

Meine Schwägerin ist alleinerziehend. Sie bezieht vom Staat einen minimalen Betrag an Sozialgeld.

Sie verdient sich in der Altenpflege (6x Nachtdienst im Monat) zum Sozialgeld etwas hinzu. Sie ist von der GEZ befreit und bezahlt keine Müllgebühren.

Damit der geringe Betrag von Sozialgeld wegfällt wird sie von der Sozialbehörde nun angehalten 8 Nächte im Monat zu arbeiten. Damit wäre sie gezwungen wieder die GEZ und die Müllgebühren aus eigener Tasche zu bezahlen. Wer die beiden Kleinkinder (5 und 7 Jahre) versorgen kann oder will ist bis dato noch nicht geklärt. Die Kostenübernahme sowieso nicht.
Schlußendlich wird es sich so verhalten: Meine Schwägerin wird zwei Schichten im Monat mehr übernehmen. Aber das Geld, was sie und die Kinder im Monat dann zur Verfügung haben, wird weniger sein als vorher.

Aha, wer arbeitet, der hat mehr Geld zum Leben? Weit gefehlt!
.... wegen der Kinderbetreuung der Kinder über 3 Jahre steht folgende Regelung im SGB II § 10
Zitat:
§ 10 1 Zumutbarkeit
(1) 1 Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass
1. er zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,
2. die Ausübung der Arbeit ihm die künftige Ausübung seiner bisherigen überwiegenden Arbeit wesentlich erschweren würde, weil die bisherige Tätigkeit be-sondere körperliche Anforderungen stellt,
3. die Ausübung der Arbeit die Erziehung seines Kin-des oder des Kindes seines Partners gefährden würde; die Erziehung eines Kindes, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, ist in der Regel nicht ge-fährdet, soweit seine Betreuung in einer Tagesein-richtung oder in Tagespflege im Sinne der Vor-schriften des Achten Buches oder auf sonstige Weise sichergestellt ist; die zuständigen kommuna-len Träger sollen darauf hinwirken, dass erwerbs-fähigen Erziehenden vorrangig ein Platz zur Ta-gesbetreuung des Kindes angeboten wird.........t.
.... also ist die Unterbringung der Kinder sichergestellt, wobei die Arge hier helfend eingreifen muß, dann ist eine Arbeit oder die Erweiterung anzunehmen. Ansonsten nach meiner Meinung nicht.
Arco ist offline  
Alt 21.09.2006, 18:19   #3
strümpfchen->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 16.05.2006
Ort: Köln
Beiträge: 574
strümpfchen strümpfchen
Standard Re: Wer arbeitet, der soll auch mehr Geld haben?

Zitat von Catweazle
Mitnichten.

Sie verdient sich in der Altenpflege (6x Nachtdienst im Monat) zum Sozialgeld etwas hinzu. Sie ist von der GEZ befreit und bezahlt keine Müllgebühren.
@arco
und welche KiTa hat Nachts geöffnet????

ein ähnliches Problem hatte ich vor ein paar Jahren. Trotz eines Kindes von noch nicht 3 Jahren wurde mir vom AA eine Stelle im Nachdienst angeboten. :|
strümpfchen ist offline  
Alt 21.09.2006, 22:29   #4
Arco
Elo-User/in
 
Registriert seit: 11.02.2006
Ort: Kassel / Hessen
Beiträge: 4.272
Arco
Standard Re: Wer arbeitet, der soll auch mehr Geld haben?

Zitat von strümpfchen
Zitat von Catweazle
Mitnichten.

Sie verdient sich in der Altenpflege (6x Nachtdienst im Monat) zum Sozialgeld etwas hinzu. Sie ist von der GEZ befreit und bezahlt keine Müllgebühren.
@arco
und welche KiTa hat Nachts geöffnet????

ein ähnliches Problem hatte ich vor ein paar Jahren. Trotz eines Kindes von noch nicht 3 Jahren wurde mir vom AA eine Stelle im Nachdienst angeboten. :|
... :pfeiff: Strümpfchen ;)

upsssss - da habe ich doch wirklich mal nicht richtig gelesen (war trotz meiner Hundejahre mal zu schnell) ENTSCHULDIGUNG :hug: :hug:

Wobei das dann das Problem der Arge wäre wenn die für die Zeit keine Betreuung anbieten kann :pfeiff: :pfeiff: (ich weiß eigentlich Ironie)
Arco ist offline  
Alt 22.09.2006, 05:04   #5
hartzhasser
Elo-User/in
 
Benutzerbild von hartzhasser
 
Registriert seit: 04.06.2006
Ort: deutschland
Beiträge: 649
hartzhasser
Standard

die haben doch echt einen an der Klatsche bei den Ämtern, ich hätte die beiden Kinder genommen hätte Sie beim Amt auf den Schreibtisch gesetzt und gesagt so dann sehen Sie mal zu das meine Kinder versorgt werden wärend ich nachts meine schicht fahre.

lg hartzhasser
__

ich bin Rentner
und das ist gut so
hartzhasser ist offline  
Alt 25.09.2006, 18:49   #6
ally311973
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

hi
also ich bekomme 620 Gehalt bin alleinerziehend und bekomme ergänzend vom Amt. Ich habe einen Mehrbedarf von fast 200 Euro. Ich denke es kommt ganz darauf an wieviel man verdient.
Hartz 4 ist vielleicht keine tolle Erfindung und ich bin sicher kein Fan, aber andersrum gesehen sollte man versuchen es positiv zu sehen. Ich denke mir nicht: oh son dreck die ziehen mir was ab, sondern super die zahlen was dazu.
Liebe Grüße und Kopf hoch
 
Alt 26.09.2006, 18:14   #7
Luna
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Re: Wer arbeitet, der soll auch mehr Geld haben?

Zitat von Catweazle
Aha, wer arbeitet, der hat mehr Geld zum Leben? Weit gefehlt!
Ja, Cat. Genau deshalb soll doch der ALG-II-Regelsatz gekürzt werden. Damit dann die Leute, die arbeiten, mehr haben, als die Hartz-Drückeberger. ;)

Gruß, Luna
 
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