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Start > > -> Bewerbungstourismus, Vorstellungstourismus

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Alt 17.02.2010, 20:12   #1
snafu
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Standard Bewerbungstourismus, Vorstellungstourismus

Hallo ihr Lieben,


Sachverhalt:


Nichtleistungsbezieher, Eingliederungsvereinbarung durch VA Klage vor dem SG laeuft, hier Fahrtkosten zu einem einzigen Bewerbungsgespraech Klage vor dem SG laeuft


Suche die genaue Begriffsdefinition von:


Bewerbungstourismus
Vorstellungstourismus


Duden und Pons sowie Metasuchmaschinen (Google, Yahoo, Mamma, etc.) waren keine Hilfe. Suche nach Bewerbungstourismus oder Vorstellungstourismus.


In einem Schriftsatz von der Agentur zum SG steht folgender Absatz:


Bei nur eingeschraenkt zur Verfuegung stehenden Haushaltsmitteln und unter Beruecksichtigung der Haushaltsgrundsaetze und Wirtschaftlichkeit kann der Klaeger nicht erwarten, dass die Beklagte seinen nicht kontrollierbaren und durchgehend erfolglosen 'Bewerbungs- und Vorstellungstourismus' uneingeschraenkt finanziert. (Emphasis added)



Ich glaube und ich denke die wollen nicht zahlen, aber kontrollieren. Aber glauben tut man in der Kirche, und denken kann man das der Mond aus Weichkaese besteht.


What the heck ist Bewerbungstourismus und was ist Vorstellungstourismus bei Definition. Bitte mit mgl. Quellennachweis.



snafu
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Alt 17.02.2010, 23:34   #2
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
Standard AW: Bewerbungstourismus, Vorstellungstourismus

Zitat:
Sollte ein gutes Angebot dabei sein, kann man sich ja immer noch überlegen, ob man dieses annimmt. Solche Menschen betreiben in Extremfällen eine Art Vorstellungstourismus. Für sie sind Vorstellungstermine reine Routine. Von Aufgeregtheit keine Spur
Rahmenbedingungen eines Vorstellungsgesprächs | wissen.de

Neue Wrter vom 19.7.2004

Bewerbungstrourismus

Aber ich denke mal Du kannst Dir die Begriffe auch selber erklären
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
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Alt 18.02.2010, 00:13   #3
Rapid Eye Movement
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Standard AW: Bewerbungstourismus, Vorstellungstourismus

Zitat von Arania Beitrag anzeigen
Aber ich denke mal Du kannst Dir die Begriffe auch selber erklären
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX


@snafu: Ich sehe das lediglich als Polemik der Behörde. Ich würde gar nicht darauf eingehen. "Bewerbungstourismus" und "Vorstellungstourismus" sind weder rechtlich genormte, noch amtlich ausdefinierte Begriffe. Darum findest Du halt auch keine "Definition".

Genau auf diese Tatsache würde ich später im Verfahren, also bei der mündlichen Verhandlung hinweisen. Dann ist das Amt in der Verlegenheit, die Verwendung dieser Begriffe zu begründen und den Sinn zu erläutern.
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Alt 18.02.2010, 00:34   #4
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Standard AW: Bewerbungstourismus, Vorstellungstourismus

Habe ich vielleicht keine Links zur Definition mitgepostet? Aber hauptsache mal wieder gelästert ohne Substanz
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
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Alt 18.02.2010, 00:45   #5
Rapid Eye Movement
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Standard AW: Bewerbungstourismus, Vorstellungstourismus

Zitat von Arania Beitrag anzeigen
Habe ich vielleicht keine Links zur Definition mitgepostet?
Es ging nicht um das Verstehen dieser Begriffe, es ging in snafus Post um eine "sichere" Definition zwecks fundierter Reaktion auf die argen Auswürfe.
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Alt 18.02.2010, 00:47   #6
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
Standard AW: Bewerbungstourismus, Vorstellungstourismus

Er/sie wollte eine Definition mit Quellennachweis, die habe ich geliefert

Wenn Du es besser weisst hättest Du es posten können , aber darum ging es Dir ja nicht
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
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Alt 18.02.2010, 00:53   #7
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highlight
Standard AW: Bewerbungstourismus, Vorstellungstourismus

Bei einem einzelnen Vorstellungsgespräch kann man ja kaum von
Bewerbunsgtourismus oder ähnlichen sprechen. Immerhin muss man ja davon ausgehen, es besteht Interesse seitens des Arbeitgebers, sonst würde es kein Vorstellungsgespräch geben, und zweitens, muss man sich ja unter Umständen bundesweit bewerben.

Defintionen für diese Situation gibt es nicht.

Ich habe mich auch deutschlandweit beworben, meistens da, wo auch Verwandte und Bekannte in der Nähe wohnen. Wurde auch paar mal eingeladen ( dafür kann ich ja nix ) und habe dabei Verwandte besucht. Bei der Frage, warum ich mich in der jeweiligen Region beworben habe, kam die ehrliche Antwort meinerseits, ich hab Verwandschaft und könnte die ersten 6 Monate dort unterkommen. Fast immer kam dann eine Antwort, wir haben uns für einen regionalen Bewerber entschieden.
highlight ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2010, 10:06   #8
druide65
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druide65 druide65 druide65 druide65 druide65
Standard AW: Bewerbungstourismus, Vorstellungstourismus

Tourismus hat ja mit Ferien zu tun und ein Vorstellungsgespräch ist ja nun mal kein Tag auf dem Ponyhof.
Interessant mit welchen Wortfindungen die ARGEn immer kommen.Ich kenne auch eins:Weiterbildungsjunkie

Die ARGE hat nun mal die Kosten zu tragen anderseits würde sie eine eventuelle Arbeitsaufnahme verhindern.
In diesem Falle würde ich bei weiteren Vorstellungsterminen auf Barauszahlung vor dem Termin bestehen.

Zitat:
Ich habe mich auch deutschlandweit beworben, meistens da, wo auch Verwandte und Bekannte in der Nähe wohnen. Wurde auch paar mal eingeladen ( dafür kann ich ja nix ) und habe dabei Verwandte besucht. Bei der Frage, warum ich mich in der jeweiligen Region beworben habe, kam die ehrliche Antwort meinerseits, ich hab Verwandschaft und könnte die ersten 6 Monate dort unterkommen. Fast immer kam dann eine Antwort, wir haben uns für einen regionalen Bewerber entschieden.

So siehts aus.Regionale Bewerber haben nun mal Heimvorteil.
Die ARGE gehts es aber im Grunde genommen nichts an wo und warum man sich bewirbt.
Vor allem wenn man sich eh Bundesweit bewerben muss.Du erfüllst ja nur deine Pflichten die dir auferlegt sind.

Vor zwei Jahren meinte mein damaliger Falli auch mal ,ich hätte ja jetzt schon einige Vorstellungsgespräche und keins hätte geklappt.
Nun...wenn der AG 20 Leute einlädt und nur eine Stelle frei ist fallen halt 19 durch das Raster.
So einfach ist das.....
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
druide65 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2010, 13:23   #9
snafu
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Standard AW: Bewerbungstourismus, Vorstellungstourismus

Vielen Dank an alle fuer Eure Antworten, Kommentare, Vorschlaege, Hinweise etc. Mahalo nui loa


Zitat von druide65 Beitrag anzeigen
Tourismus hat ja mit Ferien zu tun und ein Vorstellungsgespräch ist ja nun mal kein Tag auf dem Ponyhof.
Interessant mit welchen Wortfindungen die ARGEn immer kommen.Ich kenne auch eins:Weiterbildungsjunkie

Die ARGE hat nun mal die Kosten zu tragen anderseits würde sie eine eventuelle Arbeitsaufnahme verhindern.
In diesem Falle würde ich bei weiteren Vorstellungsterminen auf Barauszahlung vor dem Termin bestehen.




So siehts aus.Regionale Bewerber haben nun mal Heimvorteil.
Die ARGE gehts es aber im Grunde genommen nichts an wo und warum man sich bewirbt.
Vor allem wenn man sich eh Bundesweit bewerben muss.Du erfüllst ja nur deine Pflichten die dir auferlegt sind.

Vor zwei Jahren meinte mein damaliger Falli auch mal ,ich hätte ja jetzt schon einige Vorstellungsgespräche und keins hätte geklappt.
Nun...wenn der AG 20 Leute einlädt und nur eine Stelle frei ist fallen halt 19 durch das Raster.
So einfach ist das.....
@DRUIDE65 maximal 10 Bewerber werden zu einem Vorstellungsgespraech fuer 1 freie Stelle eingeladen. Die Realitaet ist eher weniger (5). Der Rest (welche Nummer auch immer) faellt durch das (Einstellungsvertrag) Raster; und kommt ggf. auf eine Vormerkliste und wird vielleicht Monate spaeter nochmals angeschrieben. Ja das gibt es tatsaechlich, und ist mir kuerzlich passiert. Ja das ist der einfache Teil.

Die Idee mit der Barauszahlung geht leider nicht, da es sich um Eigenbemuehung(en) handelt. Die Idee ist jedoch gut.

Leider habe ich einen Fehler gemacht, ich hatte der Agentur mitgeteilt dass ich keinerlei Einschraenkung im Bezug auf die Mobilitaet habe (globale Mobilitaet). Daraufhin kam eine EGV im VA mit folgenden Konditionen (inhaltliche ,zeitliche und oertliche Einschraenkung):

Sie haben 6 Wochen, finden Sie ein Dutzend karierte Maigloeckchen (aber nur mit gelben und roten Karos) im Umkreis von 50 km ihres Wohnortes wovon mindestens 5 von verschiedenen kommerziellen Anbietern kommen muessen und als Draufgabe haben Sie die Maigloeckchen im August und September zu finden.

Ich will nicht behaupten es gaebe keine karierte Maigloeckchen, nur ist man mit der Aberkennung/Ingnoranz des Rechts der Freizuegigkeit der Arbeitsnehmer nach EG Vertrag Artikel 39 den beruehmten Schritt zu weit gegangen und hat das Fass zum ueberlaufen gebracht. Klage laeuft ebenfalls vor dem SG.

Als Nichtleistungbezieher kannste von der Agentur wirklich nichts erwarten und wenn du Eigeninitiative zeigst, dann wirst du auch noch von denen ausgebremst.



s ituation
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snafu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2010, 19:20   #10
Patenbrigade
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Standard AW: Bewerbungstourismus, Vorstellungstourismus

Ich spiele jetzt mal den Richter. Für mich zählen Gesetze, hier das SGB II:
Zitat:
§ 2 Grundsatz des Forderns

(1) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen.
Wenn die ARGE meinetwegen den Begriff Bewerbungstourismus nutzt, dann fällt auch das unter diese gesetzliche Forderung. Im Umkehrschluss könnte man den Bedürftigen bei Ablehnung der Vorstellung zur Bewerbung sogar sanktionieren.
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Alt 18.02.2010, 19:42   #11
Feind=Bild
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Standard AW: Bewerbungstourismus, Vorstellungstourismus

Achtung Zynismus!

Letztlich ist doch Hartz4, neben der Möglichkeit, die Arbeitslosenzahl auf dem Papier zu senken, eine Maßnahme um schlecht bezahlte Stellen unter Zwang zu besetzen - nur daß viele H4ler da nicht so mitmachen, wie es die H4-Erfinder geplant hatten.
Insofern könnte man die eingangs erwähnte Arge sogar verstehen, daß es denen stinkt, für Vorstellungs-Gespräch-Reisen zu zahlen.
Schließlich könnte man ja auch vor Ort irgendeinen Job annehmen, irgendwas wird sich da schon finden.
Verständnis dafür, daß man schon gerne Spaß an einem Job haben würde und auch in Sachen Bezahlung gewisse Vorstellungen hat, sollte man von den Argen nun nicht erwarten, das ist im H4-Konzept offenbar nicht vorgesehen gewesen.
Wie soll den Vollbeschäftigung erreicht werden, wenn die H4ler so wählerisch sind?
__

Klassen-Feinde 1982: Ost - West
Klassen-Feinde 2012: Arm - Reich
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Alt 19.02.2010, 11:31   #12
snafu
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snafu Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bewerbungstourismus, Vorstellungstourismus

Ich spiele jetzt mal den Richter. Für mich zählen Gesetze, hier das SGB II:
Zitat:
§ 2 Grundsatz des Forderns

(1) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen.
Wenn die ARGE meinetwegen den Begriff Bewerbungstourismus nutzt, dann fällt auch das unter diese gesetzliche Forderung. Im Umkehrschluss könnte man den Bedürftigen bei Ablehnung der Vorstellung zur Bewerbung sogar sanktionieren.

@Patenbrigade
Ich bin auch ein law-abiding citizen nur bleibt die Frage offen welches Gesetz? Ironie an Das Gesetz des money stuffed envelopes? Stichwort: monetary decissionmaking material Ironie aus.
Ich bin 'Nichtleistungsbezieher' d.h. nicht hilfebeduerftig nach SGB II (kein ALG 2) und beziehe auch keine Leistungen zur wirtschaftlichen Sicherung nach SGB III (kein ALG 1) der s.g. Bewerbungtourist oder Vorstellungstourist will nur 'Hilfe zur Erlangung und Erhaltung eines angemessenen Arbeitsplatzes' nach SGB 1 Paragraph 3 Abs.2 Nr.3 Nach meinem Verstaendnis soll ich wohl aus der Arbeitsluegenstatistik gedrueckt werden und dazu scheint jedes Mittel recht. Es ist leider nicht genau definiert was ein angemessener Arbeitsplatz ist, da bleibt etwas Raum fuer wischi waschi.


@Feind=Bild Achtung Zynismus!
Zitat: "Insofern könnte man die eingangs erwähnte Arge sogar verstehen, daß es denen stinkt, für Vorstellungs-Gespräch-Reisen zu zahlen. Schließlich könnte man ja auch vor Ort irgendeinen Job annehmen, irgendwas wird sich da schon finden." (Emphasis added)


Genau das hat das Amt vor und ich habe fuer solche Machenschaften nicht das geringste Verstaendnis.

Zynismus an Am 18.2.2010 waren bei der BA 3.942.162 Bewerberprofile, 405.122 offene Stellen und 183.131 Ausbildungsstellen gespeichert. Nach Abzug der offenen Stellen darf dann der rechnerisch verbliebene Rest was tun? 3 Komma irgendwas erwerbsfaehige Hilfsbeduerftige auf der Jagd nach etwas welches nicht zu finden ist oder jagen die dann die Sachbearbeiter der ARGE/Agentur? Der Prager Fenstersturz laesst gruessen. Zynismus aus. Ich glaube ich habe den Zynismus an in die richtige Zeile/Stelle gesetzt.

Ich denke ferner das wenn die Leistungsverweigerer in den Amtsstuben lieber Leistungen einsparen als ihrer pflichtgemaessen Ausuebung des Ermessens nachkommen, dann darf man sich ueber die vielen Klagen vor den Sozialgerichten nicht wundern.

Nochmals vielen Dank an alle fuer Eure Antworten, Kommentare, Vorschlaege, Hinweise, kleine Bosheiten etc.

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Alt 19.02.2010, 12:44   #13
druide65
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Standard AW: Bewerbungstourismus, Vorstellungstourismus

Zitat von Patenbrigade Beitrag anzeigen
Ich spiele jetzt mal den Richter. Für mich zählen Gesetze, hier das SGB II:

Wenn die ARGE meinetwegen den Begriff Bewerbungstourismus nutzt, dann fällt auch das unter diese gesetzliche Forderung. Im Umkehrschluss könnte man den Bedürftigen bei Ablehnung der Vorstellung zur Bewerbung sogar sanktionieren.
Bewerbungskosten und Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch sind nicht im RS enthalten.

Daher hat man schon alle Möglichkeiten ausgeschöpft.
Eine Sanktion wäre demnach Rechtswidrig.
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Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
druide65 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.02.2010, 13:50   #14
snafu
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Standard AW: Bewerbungstourismus, Vorstellungstourismus

Zitat von druide65 Beitrag anzeigen
Bewerbungskosten und Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch sind nicht im RS enthalten.

Daher hat man schon alle Möglichkeiten ausgeschöpft.
Eine Sanktion wäre demnach Rechtswidrig.
Zustimmung, ja Reisekosten sind Sozialleistungen nach SGB I Par. 11.
Das BSG hat sich hier sehr deutlich dazu geaeussert:
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Eingliederungsleistung - Reisekostenerstattung für die Wahrnehmung eines Beratungstermins bzw Beratungsangebotes - Ermessensleistung
BSG, Urteil vom 6. 12. 2007 - B 14/ 7b AS 50/ 06 R (Lexetius.com/2007,4407)

Nur fuer 'discussion purpose' und 'off topic' wie wuerde/koennte eine Sanktion (rechtswidrig oder nicht sei hier dahingestellt) eines Nichtleistungsbeziehers eurer Meinung nach Aussehen? Die Drohung keine Meldung zur Rentenversicherung zieht nicht, da auf Grund einer Luecke im Rentenversicherungsrecht 'freiwillig Beitraege zur Rentenversicherung geleisted werden muessen' um die Invaliditaetsversicherung nicht zu verlieren.
@druide65 Thanks a lot, hast es tatsaechlich geschafft das ich mir den eigenen threat klaue.
snafu ist offline   Mit Zitat antworten

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