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Allgemeine Fragen

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Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Allgemeine Fragen

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Alt 20.01.2010, 19:59   #1
Madman
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Madman Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Hallo
Ich habe folgendes Anliegen und weiß nicht weiter ...
Momentan bin ich mit meinem Anwalt in kontakt.Es geht um Prozesskostenhilfe und Beratungsschein. Ich stehe nun kurz VOR einer Klage.Auf diverse Fristen und Briefe hat die gegenseite nicht geantwortet.

Nun bekam ich einen brief vom Anwalt der mich ALS Hartz 4 er fast zum verzweifeln bringt. Jedem Bürger ob Arm oder reich soll doch die möglich keit gegeben werden zu seinen Recht zu kommen .
Ich stelle den Brief mal als Zitat rein -----

"
Sehr geehrter Herr ,

bitte vereinbaren Sie zur Klagevorbereitung einen Besprechungstermin in der Kanzlei. Bitte bringen Sie dazu auch sämtliche Unterlagen für die Beantragung der Prozesskostenhilfe, wie Einkommensbeläge und Beläge zu monatlichen Ausgaben (Mietvertrag etc.), mit.
Darüber hinaus müssen wir auf einen (kulanten) Unkostenbeitrag für die außergerichtliche Tätigkeit in Höhe von 100,- € sowie auf einen Kostenvorschuss für die Klage in Höhe von 300,- € bestehen. Letzteres nur für den Fall, dass die Prozesskostenhilfe abgelehnt wird.
Mit freundlichen Grüßen"


400 euro als Hartzer wo soll ich die her nehmen ... Was kann ich tun, ich möchte ja auch irgendwie zu meinen recht kommen .....
Madman ist offline  
Alt 20.01.2010, 20:10   #2
strümpfchen
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strümpfchen strümpfchen
Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Zitat:
Letzteres nur für den Fall, dass die Prozesskostenhilfe abgelehnt wird
bleib mal ruhig, selbstverständlich will der Anwalt, falls PKH nicht bewilligt wird, nicht auf seinen Kosten sitzen bleiben. Jedoch machen die Kanzleien, die ich kenne, auch in solchen Fällen auch Ratenzahlungsvereinbarungen, die eben im Fall der PKH-Bewilligung eingestellt werden. Je nach Gericht kann dies unter Umständen schon vor der 1. Ratenzahlung bzw. nach 2-3 Raten der Fall sein.

Also beim Termin oder gegebenenfalls vorher unbedingt nach einer Teilzahlungsvereinbarung fragen....die Ratenhöhe sollte angemessen (d.h. unter 50 € monatlich) festgesetzt werden.
strümpfchen ist offline  
Alt 20.01.2010, 20:25   #3
die sonne geht wieder auf
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Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Zitat von Madman Beitrag anzeigen
Hallo
Ich habe folgendes Anliegen und weiß nicht weiter ...
Momentan bin ich mit meinem Anwalt in kontakt.Es geht um Prozesskostenhilfe und Beratungsschein. Ich stehe nun kurz VOR einer Klage.Auf diverse Fristen und Briefe hat die gegenseite nicht geantwortet.

Nun bekam ich einen brief vom Anwalt der mich ALS Hartz 4 er fast zum verzweifeln bringt. Jedem Bürger ob Arm oder reich soll doch die möglich keit gegeben werden zu seinen Recht zu kommen .
Ich stelle den Brief mal als Zitat rein -----

"
Sehr geehrter Herr ,

bitte vereinbaren Sie zur Klagevorbereitung einen Besprechungstermin in der Kanzlei. Bitte bringen Sie dazu auch sämtliche Unterlagen für die Beantragung der Prozesskostenhilfe, wie Einkommensbeläge und Beläge zu monatlichen Ausgaben (Mietvertrag etc.), mit.
Darüber hinaus müssen wir auf einen (kulanten) Unkostenbeitrag für die außergerichtliche Tätigkeit in Höhe von 100,- € sowie auf einen Kostenvorschuss für die Klage in Höhe von 300,- € bestehen. Letzteres nur für den Fall, dass die Prozesskostenhilfe abgelehnt wird.
Mit freundlichen Grüßen"


400 euro als Hartzer wo soll ich die her nehmen ... Was kann ich tun, ich möchte ja auch irgendwie zu meinen recht kommen .....
Also wenn du Hartz 4 beziehst steht dir der Beratungsschein zu,
sofern du nicht in Hamburg oder Bremen wohnst.
Antrag auf Prozesskosten stellt dein Anwalt.
Letzten Bewilligungsbescheid deiner Bezüge und ab zu deinem
zuständigen AG.
Beratungshilfeschein mitnehmen.
Aus meiner Sicht versucht dich der Anwalt abzukochen,
würde sofort wechseln und Fachanwalt für Sozialrecht aufsuchen.

Wenn dir der Beratungshilfeschein erteilt wird,
darf dein Anwalt nur max 10 € zusätzlich berechnen.

Aus dem Brief geht eindeutig hervor dass er seinen eigenen Fähigkeiten nicht traut.
Denn sonst würde er die 300 € und die 100 € nicht von dir fordern.

Anwälte gibt es genug, so einen brauchst du bestimmt nicht

F G MM
 
Alt 20.01.2010, 20:38   #4
Mario Nette
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Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Was'n das für eine Klage? Eine simple Untätigkeitsklage?

Dem Anwalt würde ich auch nicht über den Weg trauen. Der weiß ganz genau, dass bei dir nix zu holen ist und hätte dich auf den Beratungshilfeschein hinweisen müssen. Aber vielleicht kann er über BRAGO keine 400 € einstreichen ...

Mario Nette
__

Im Süden, im Osten, im Norden, im Westen, es sind überall dieselben, die uns verpesten.

Ca' canny!

Ich bin durch Kaufhof gegangen - und das war für mich wie ein Museumsbesuch. (Frank Schwalm)
Fehlende Tagesstruktur? Quatsch! Ich lebe in Gleitzeit.

Bescheiß das Elend!
Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.
Mario Nette ist offline  
Alt 20.01.2010, 20:41   #5
Calexico
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Calexico
Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Genau, Anwälte gibt's wie Sand am Meer, so daß man zum Glück auf so einen Halsabschneider nicht angewiesen ist.
Calexico ist offline  
Alt 20.01.2010, 21:51   #6
Madman
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Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Was'n das für eine Klage? Eine simple Untätigkeitsklage?

Dem Anwalt würde ich auch nicht über den Weg trauen. Der weiß ganz genau, dass bei dir nix zu holen ist und hätte dich auf den Beratungshilfeschein hinweisen müssen. Aber vielleicht kann er über BRAGO keine 400 € einstreichen ...

Mario Nette
So neben bei ..Es geht um Ansprüche aus der Gesetzlichen Gewährleistung.....
Den Beratungshilfeschein habe ich mir geholt bevor ich zum anwalt bin..
Was ist BRAGO ????
Madman ist offline  
Alt 20.01.2010, 21:56   #7
Arania
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Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Es geht um 100 Euro die der Anwalt haben möchte, die 300 kommen nur bei Ablehnung der PKH zum tragen, allerdings kann man dann auf die Klage auch noch verzichten
__

[FONT=Verdana]Man trifft sich im Leben immer zweimal
[/FONT]
Arania ist offline  
Alt 20.01.2010, 21:57   #8
Atlantis
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Atlantis Atlantis Atlantis
Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

11,90 Euro darf er dir Berechnen.
10 Euro Eigenanteil
Plus 19% Mehrwertsteuer. 1,90Euro
für die anwaltlichen Tätigkeiten enstandenen Kosten rechnet er mit der
Staatskasse ab.
Atlantis ist offline  
Alt 20.01.2010, 21:58   #9
Madman
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Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Zitat von Arania Beitrag anzeigen
Es geht um 100 Euro die der Anwalt haben möchte, die 300 kommen nur bei Ablehnung der PKH zum tragen, allerdings kann man dann auf die Klage auch noch verzichten
Warum kann man auf die klage verzichten ??????
Madman ist offline  
Alt 20.01.2010, 22:00   #10
Arania
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Wenn Dir das Risiko zu gross ist, würde ich verzichten

Die Prozesskostenhilfe im Familienrecht Familienrecht Ratgeber 123recht.net
__

[FONT=Verdana]Man trifft sich im Leben immer zweimal
[/FONT]
Arania ist offline  
Alt 20.01.2010, 22:06   #11
Atlantis
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Atlantis Atlantis Atlantis
Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

dazu ist der beratungsschein ja da damit der anwalt dich beraten kann ob aussicht auf erfolg besteht.
und man kann dann immer noch entscheiden ob man aufgeben möchte.
Atlantis ist offline  
Alt 20.01.2010, 22:09   #12
strümpfchen
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strümpfchen strümpfchen
Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Zitat von Atlantis Beitrag anzeigen
11,90 Euro darf er dir Berechnen.
10 Euro Eigenanteil
Plus 19% Mehrwertsteuer. 1,90Euro
für die anwaltlichen Tätigkeiten enstandenen Kosten rechnet er mit der
Staatskasse ab.
Stimmt nicht die 10 € sind incl. Mehrwertsteuer, zumindest bei Beratungshilfe. Andernfalls stimmt die Software des Anwalts nicht
strümpfchen ist offline  
Alt 20.01.2010, 22:20   #13
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Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Zitat von Madman Beitrag anzeigen
So neben bei ..Es geht um Ansprüche aus der Gesetzlichen Gewährleistung.....
Den Beratungshilfeschein habe ich mir geholt bevor ich zum anwalt bin..
Was ist BRAGO ????
BRAGO war die Vergütungsordnung der Rechtsanwälte vor dem 01.07.2006 (maybe auch 2007) Derzeit berechnet sich die Vergütung nach RVG. Egal nach beiden Fällen kann der Anwalt für eine unbedingte Klage 1,3 Gebühren als Vorschuss verlangen, für eine unter PKH-Bedingung gestellte Klage jedoch maximal 1.0 Gebühren. Für beide Gebührenfälle kann er Ratenzahlung vereinbaren. Sofern er dies nicht will, würde ich Abstand vom Anwalt und die Suche eines anderen explizit für das Klagerverfahren wählen.
Was die Prüfung der Erfolgsaussichten (auf Beratungshilfeschein) betrifft, evtl. liegt dir ja durchschriftlich die Korrespondenz mit der Beratungshilfestelle vor. Auch hier würde ich zum entsprechenden Aktenzeichen eine Kopie des Schreibens, in dem der Anwalt die 100 € Gebühren fordert, übermitteln. Damit verstösst er gegen die ihm obliegende Pflicht zur Beratung/Prüfung zum Beratungshilfesatz, was ihm zumindest ein Verfahren vor der Rechtsanwaltskammer kosten könnte....
strümpfchen ist offline  
Alt 21.01.2010, 00:01   #14
Madman
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Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Zitat von strümpfchen Beitrag anzeigen
BRAGO war die Vergütungsordnung der Rechtsanwälte vor dem 01.07.2006 (maybe auch 2007) Derzeit berechnet sich die Vergütung nach RVG. Egal nach beiden Fällen kann der Anwalt für eine unbedingte Klage 1,3 Gebühren als Vorschuss verlangen, für eine unter PKH-Bedingung gestellte Klage jedoch maximal 1.0 Gebühren. Für beide Gebührenfälle kann er Ratenzahlung vereinbaren. Sofern er dies nicht will, würde ich Abstand vom Anwalt und die Suche eines anderen explizit für das Klagerverfahren wählen.
Was die Prüfung der Erfolgsaussichten (auf Beratungshilfeschein) betrifft, evtl. liegt dir ja durchschriftlich die Korrespondenz mit der Beratungshilfestelle vor. Auch hier würde ich zum entsprechenden Aktenzeichen eine Kopie des Schreibens, in dem der Anwalt die 100 € Gebühren fordert, übermitteln. Damit verstösst er gegen die ihm obliegende Pflicht zur Beratung/Prüfung zum Beratungshilfesatz, was ihm zumindest ein Verfahren vor der Rechtsanwaltskammer kosten könnte....
Ich habe leider keine Korrespondenz vom Anwalt bekommen.....
ich werde Montag zum Termin gehen und sehen was bei rum kommt .....Wie könnte ich denn den Anwalt wechseln, wenn er sich nicht auf Ratenzahlung einigt....Wer zahlt eigentlich den Gutachter ?????
Madman ist offline  
Alt 21.01.2010, 11:47   #15
Atlantis
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Atlantis Atlantis Atlantis
Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Zitat von strümpfchen Beitrag anzeigen
Stimmt nicht die 10 € sind incl. Mehrwertsteuer, zumindest bei Beratungshilfe. Andernfalls stimmt die Software des Anwalts nicht
also wenn ich dort persöhnlich auftauche muss ich nur 10 Euro bezahlen.
das die nach RVG berechnen stimmt.
mal sehen was die dazu sagen.
schau mal unter dem link.
http://www.elo-forum.org/off-topic/4...tml#post534127
Atlantis ist offline  
Alt 21.01.2010, 12:07   #16
Kerstin_K
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Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Mal ne ganz andere Frage: Steht in dem Schreiben wirklich Beläge?

irgendwie passt das ins Bild, sehr merkwürdiger Anwalt.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline  
Alt 21.01.2010, 12:47   #17
Mitch Miro
 
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Mitch Miro Mitch Miro
Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Der Anwalt traut sich selber nicht.
Beratung gibt es auf Beratungshilfeschein. Wenn er dann der Meinung ist das lohnt sich, dann kann auch noch ein Antrag auf Prozeßkostenhilfe gestellt werden. Somit dürfte sich die zu verauslagenden Vorkosten bei 10€ einpendeln.

Ich würde diesem Anwalt nicht vertrauen.
Mitch Miro ist offline  
Alt 21.01.2010, 13:07   #18
Die Antwort
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Die Antwort Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

Zitat:
Für arme Men­schen hat der Ge­setz­geber die Mög­lich­keit ge­schaffen Be­ra­tungs­hilfe und Pro­zess­kos­ten­hilfe zu be­an­tragen. So sollte ver­mieden werden, dass arme Men­schen über den Tisch ge­zogen werden, weil sie selbst sich keinen An­walt oder Pro­zess leisten könnten. Ein guter Vor­satz.

Leider hat der Ge­setz­geber die Ver­gü­tung für An­wälte für diesen Fall sehr niedrig an­ge­setzt. Man ging wohl davon aus, dass die an­sonsten er­folgte An­he­bung der BRAGO (Ver­zeichnis der An­walts­ge­büh­ren­sätze) der Branche so viel Geld in die Kassen spülen würde, dass man sich ge­gen­über Armen so­li­da­risch zeigen könne und eher für eine sym­bo­li­sche Be­zah­lung tätig sein könnte. Doch mit der So­li­da­rität man­cher An­wälte ist es nicht weit her.


Wenn der eigene Anwalt zum Abzocker wird
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Alt 21.01.2010, 16:07   #19
Madman
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Standard AW: Beratungsschein / Anwalt / Vorschuss

wenn ich das nun richtig verstanden habe, darf der Anwalt diese 100 euro gar nicht in rechnung stellen. Dann werde ich ihn am Montag darauf hinweisen das seine Komplette Tätigkeit vom Beratungsschein gedeckt wird. Habt ihr noch tips für mich ... .
Madman ist offline  
Alt 21.01.2010, 16:46   #20
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Zitat von Madman Beitrag anzeigen
Habt ihr noch tips für mich ... .
rein vorsorglich mal die Anschrift der zuständigen Rechtsanwaltskammer ermitteln.
strümpfchen ist offline  
Alt 21.01.2010, 16:48   #21
Madman
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Zitat von strümpfchen Beitrag anzeigen
rein vorsorglich mal die Anschrift der zuständigen Rechtsanwaltskammer ermitteln.
Dann liege ich wohl mit meiner vermutung richtig.Das die kosten vom Beratungsschein gedeckt sind .....
Madman ist offline  
Alt 21.01.2010, 16:53   #22
Atlantis
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Zitat von strümpfchen Beitrag anzeigen
BRAGO war die Vergütungsordnung der Rechtsanwälte vor dem 01.07.2006 (maybe auch 2007) Derzeit berechnet sich die Vergütung nach RVG. Egal nach beiden Fällen kann der Anwalt für eine unbedingte Klage 1,3 Gebühren als Vorschuss verlangen, für eine unter PKH-Bedingung gestellte Klage jedoch maximal 1.0 Gebühren. Für beide Gebührenfälle kann er Ratenzahlung vereinbaren. Sofern er dies nicht will, würde ich Abstand vom Anwalt und die Suche eines anderen explizit für das Klagerverfahren wählen.
Was die Prüfung der Erfolgsaussichten (auf Beratungshilfeschein) betrifft, evtl. liegt dir ja durchschriftlich die Korrespondenz mit der Beratungshilfestelle vor. Auch hier würde ich zum entsprechenden Aktenzeichen eine Kopie des Schreibens, in dem der Anwalt die 100 € Gebühren fordert, übermitteln. Damit verstösst er gegen die ihm obliegende Pflicht zur Beratung/Prüfung zum Beratungshilfesatz, was ihm zumindest ein Verfahren vor der Rechtsanwaltskammer kosten könnte....


Zitat:
Sollte eine außergerichtliche Vertretung gegenüber der gegnerischen Partei oder einer Behörde nötig sein, wird auch das durch den Beratungshilfeschein abgedeckt.
gennau damit ist mein anwalt tätig geworden.
wenn der rechtsanwalt nun damit erfolg hat bei meinem gegener er hat eine frist gesetz bis wann die rechtswidrige sache erledigt sein soll. kann ich dann meine unkosten fahrten von ca. 120 km und schreiben porto und die 10 Euro eigenanteil beim gegner einfordern.
das gericht spricht von 0.25 cent pro km als entschädigung.
im finanzrecht sind es 0,30 cent.
Atlantis ist offline  
Alt 21.01.2010, 16:54   #23
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Zitat von Madman Beitrag anzeigen
Dann liege ich wohl mit meiner vermutung richtig.Das die kosten vom Beratungsschein gedeckt sind .....
sofern du einen beim Anwalt angegeben hast und abgesehen von den 10,00 € Eigenanteil, JA.
strümpfchen ist offline  
Alt 21.01.2010, 17:04   #24
Madman
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Zitat von strümpfchen Beitrag anzeigen
sofern du einen beim Anwalt angegeben hast und abgesehen von den 10,00 € Eigenanteil, JA.
sofern du einen beim Anwalt angegeben hast ????? Verstehe ich net so ganz ??????
Madman ist offline  
Alt 21.01.2010, 17:05   #25
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Zitat von Atlantis Beitrag anzeigen
wenn der rechtsanwalt nun damit erfolg hat bei meinem gegener er eine frist gesetz bis wann die rechtswidrige sache erledigt sein soll. kann ich dann meine unkosten fahrten von ca. 120 km und schreiben porto und die 10 Euro eigenanteil beim gegner einfordern.
das gericht spricht von 0.25 cent pro km als entschädigung.
im finanzrecht sind es 0,30 cent.
Er ist sogar verpflichtet im Fall des Obsiegens die Regelgebühren von der unterlegenen Partei zu fordern, damit bekäme er auch mehr. In der Abrechnung gegenüber der Staatskasse muss er versichern, dass die Gegenseite nicht zur Erstattung der Kosten verpflichtet ist.

Den Eigenanteil müsste er dann zurückerstatten. Deine Kosten müsstest du entsprechend auflisten und dem Anwalt zur Geltendmachung geben. JVEG gilt für Zeugen und andere Dritte, Du wärst jedoch Anspruchsteller bzw. Kläger, damit könnten auch die 30 Cent/km abgerechnet werden.
strümpfchen ist offline  
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