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Alt 19.11.2009, 16:23   #1
papageno
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Registriert seit: 19.11.2009
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papageno
Standard Wie/Wo staatl. Förderung für Erzieherinnenausbildung?

Ich möchte meine gute Bekannte (33J) unterstützen und benötige Rat zu folgenden Fragen. Bin für jeden Hinweis dankbar:


Frage:
Hat jemand in einem ähnlich gelagerten Fall bereits Erfahrungen gesammelt und kann Ratschläge erteilen, wie das Problem der Finanzierung am besten gelöst werden kann.

Meine Bekannte ist mit ihrem Latein am Ende. Die Ausbildung hat gut angefangen. Die bislang erbrachten Leistungsnachweise stimmen sie hoffnungsfroh, allerdings schwebt über ihrem Haupt das Damoklesschwert der unsicheren Finanzierung. Ihre Familie kann sie nur einem begrenzten Rahmen unterstützen.

Was könnt ihr meiner Bekannten raten? Habt ihre Ideen? Ist es ratsam einen Fachanwalt für Sozialrecht aufzusuchen, da der Sozialverband nicht das hält, was er ihr versprochen hat? Was mag ein Anwalt wohl kosten? Kann sie Prozesskostenhilfe beantragen, damit die Anwaltskosten für das Widerspuchsverfahren und den möglichen Klageweg von der Staatskasse getragen werden?

Wie hoch könnte die Förderung durch die DRV ausfallen? Diese Frage konnte ihr bislang auch von niemanden zuverlässig beantwortet werden. Woran orientiert sich die Höhe der Förderung durch den DRV?

Welche andere Institution könnte ihr evtl. mit fachkundiger Beratung zur Seite stehen?


Problem:
Meine Bekannte besucht seit Ende August 2009 eine weiterführende Schule (Fachschule), um in drei Jahren als Erzieherin abzuschließen. Die Finanzierung ist jedoch nicht gesichert. Bislang kann sie noch improvisieren. Es jedoch schon absehbar, dass das „Ende der Fahnenstange“ bald erreicht sein wird. Gesucht wird jedoch nach einer öffentlichen Förderquelle die ihr die optimale Förderung gewährt (BaföG, Meister-Bafög, Leistungen zu Teilhabe durch DRV, …).

Bislang hat sie schon viele Auskünfte eingeholt, wurde jedoch von einer Stelle an die nächste verwiesen. Zuletzt hat sie einen Antrag auf berufliche Reha bei der örtlich zuständigen Agentur für Arbeit eingereicht. Dieser wurde aus Zuständigkeitsgründen an die DRV weitergeleitet. Die Mindestversicherungsdauer war bei näherer Prüfung, anders als zum Zeitpunkt der Antragsstellung von der Arbeitsagentur angenommen, doch gegeben. Die DRV hat ihren Antrag nun nach mehrmonatiger Prüfung abgelehnt, weil sie in ihrem gelernten Beruf bzw. als Sachbearbeiterin weiterhin tätig sein könne. Ein von der Arbeitsagentur bei Antragsstellung angefordertes an den DRV weitergeleitetes amtsärztliche Gutachten wurde m.E. von der DRV fehlinterpretiert. Hierin heißt es, dass meine Bekannte weder als Call-Centeragent noch als Steuerfachangestellte tätig sein könne, da sie der Belastung nicht standhalten könne.


Sachverhalt:
Meine Bekannte ist 32 J alt und hat eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten absolviert. Nach der Ausbildung hat sie mehrere Jahre im wesentlichen als Callcenter-Agent und Sachbearbeiterin gearbeitet. 2003 hat sie ihren Arbeitsplatz aufgrund eines Nervenzusammenbruchs verloren. Es schlossen sich mehrere stationäre Aufenthalte an. Sie ist seit dem arbeitsunfähig gewesen. Ihr Zustand hat sich nun in der letzten Zeit wesentlich gebessert. Am Ende des vergangenen Jahres hat sie zwei mehrmonatige Praktika in pädagogischen Einrichtungen erfolgreich absolviert. Sie hat für sich eine Perspektive entwickelt und den richtigen Beruf gefunden.

Seit Ende August 2009 besucht sie deshalb eine Fachschule für Erziehungswissenschaften. In drei Jahren wird sie als Erzieherin abschließen.

Sie ist verheiratet und wohnt noch mit ihrem Mann zusammen. Sie steht jedoch im Begriff sich von ihrem Mann zu trennen. Die wesentliche Einkommensquelle stellt Hartz IV ihres Mannes dar. Sie selbst kann gem. Auskunft der örtlich zuständigen Behörde kein Hartz IV beantragen, da ein Schulbesuch sie davon ausschlösse bzw. umgekehrt sie ihre begonnene Ausbildung beenden müsse, um dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen zu können (sic!).

Auch das örtlich zuständige Amt schloss eine Förderung nach dem BAföG aus, da sie ja das Höchstalter von 30J überschritten habe. M.E. besteht hier jedoch ein „Einfallstor“, da das Gesetz die Möglichkeit einräumt eine Förderung zu bekommen, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen nicht vorher in der Lage gewesen war eine entsprechende Ausbildung zu beginnen. Ich bin zuversichtlich, dass sie den Nachweis durch medizinische Gutachten bzw. Stellnungnahmen der sie behandelnden Mediziner erbringen kann. Vermutlich geht es auch hier nicht ohne ein Widerspruchs- u./o. Klageverfahren.

Die Förderung durch Meister-BAföG hängt von der Entscheidung der DRV ab. Wie erwähnt hat der DRV ihren Antrag Mitte Oktober 2009 abgelehnt. Sie hat ihren Fall mit einer Mitarbeiterin des örtlich zuständigen Sozialverbandes Anfang September 2009 diskutiert. Es wurde ihr zugesichert, dass man sich ihres Falles annehmen würde und die o.g. Fragen nach dem für sie optimalen Förderweg nachgehen werde. Eine Antwort steht bis heute aus. Die Mitarbeiterin ist nicht erreichbar. Auf schriftliche Fragen wird nicht eingegangen. Stattdessen werden Standard-Kurzbriefe versandt.

Zuletzt erhielt sie 2 Briefe. Zum einen die Mitteilung, dass der DRV ihren Antrag abgelehnt habe, verbunden mit der Frage, ob der Sozialverband in ihrem Namen Widerspruch einlegen solle. Daraufhin hat sie dem Sozialverband mitgeteilt, dass sie dies wünsche und auf die noch ausstehenden Antworten des Gesprächs vom September hingewiesen. Vor Versand des Widerspruchs hat sie den Sozialverband um Kontaktaufnahme gebeten, um zum einen ihre Fragen zu diskutieren und auch eine Antwort auf die Erfolgsaussichten des Widerspruchs zu erhalten. Statt eine Antwort/einen Anruf zu erhalten, die auf ihre Fragen eingeht, erreichte sie ein weiterer Kurzbrief mdB um Unterzeichnung einer Vollmacht und Erteilung einer Einzugsermächtigung, damit die anteiligen Verwaltungskosten, die auf sie entfielen, abgebucht werden könnten.

papageno ist offline  
Alt 19.11.2009, 17:28   #2
2Sam
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Registriert seit: 10.09.2009
Beiträge: 232
2Sam 2Sam
Standard AW: Wie/Wo staatl. Förderung für Erzieherinnenausbildung?

Zitat:
Ein von der Arbeitsagentur bei Antragsstellung angefordertes an den DRV weitergeleitetes amtsärztliche Gutachten wurde m.E. von der DRV fehlinterpretiert. Hierin heißt es, dass meine Bekannte weder als Call-Centeragent noch als Steuerfachangestellte tätig sein könne, da sie der Belastung nicht standhalten könne.

Zitat:
Sachverhalt:
Meine Bekannte ist 32 J alt und hat eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten absolviert. Nach der Ausbildung hat sie mehrere Jahre im wesentlichen als Callcenter-Agent und Sachbearbeiterin gearbeitet. 2003 hat sie ihren Arbeitsplatz aufgrund eines Nervenzusammenbruchs verloren. Es schlossen sich mehrere stationäre Aufenthalte an. Sie ist seit dem arbeitsunfähig gewesen. Ihr Zustand hat sich nun in der letzten Zeit wesentlich gebessert.
Ohne hier eine Wertung abgeben zu wollen, aber das widerspricht sich.
Für den Beruf einer Erzieherin braucht man ein stabiles Nervenkostüm.
Wenn sie soweit wiederhergestellt ist, dass sie das packt, greift das Gutachten nicht mehr - dann kann sie auch als Sachbearbeiterin arbeiten.
(Ich nenne hier absichtlich nicht "Call-Center", denn hier kann es zu einer ganz anders gelagerten Belastung kommen.)

Wie gesagt, nicht als meine Wertung, sondern als Advocatus diaboli - so wird von Ämtern gewertet werden.
2Sam ist offline  
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