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Bitte um Hilfe: Mitwirkungspflicht Arztberichte

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Alt 02.08.2009, 17:47   #1
Cornelie
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Registriert seit: 02.08.2009
Beiträge: 3
Cornelie Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Bitte um Hilfe: Mitwirkungspflicht Arztberichte

Hallo,

bin zum ersten Mal hier und ziemlich unversiert; kann mir hier jemand helfen ?

Meine Frage:
Wie hoch ist meine Mitwirkungspflicht, wenn in einem Antragsverfahren für med. Reha die Rentenversicherung mir Formulare für ärztl. Befundberichte übersendet, die ich an meine Ärzte weiterleiten soll mit der Bitte um Erledigung innerhalb 2 Wochen ?

Hintergrund:
Bin 47, seit 10 J. chronisch krank (Tendomyopathie der Unterarme und Hände, somatoforme Schmerzstörung, Tennisellbogen), zum 31.12.08 gekündigt worden und seit 01.01.09 krankgeschrieben. Bin also arbeitslos, beziehe aber Krankengeld. Behinderungsgrad von 30 ist festgestellt,

Auf Aufforderung der KK (Krankenkasse) habe ich eine Reha bei der Rentenversicherung (RV) beantragen müssen; Ende Mai habe ich das Schreiben der RV mit Befund-Formularen bekommen; habe diese schriflich an Ärzte weitergeleitet (allerdings reingeschrieben, dass sie sich etwas Zeit lassen können, weil ich auf der Warteliste einer psychotherapeutischen Klinik stehe und diese Behandlung wichtiger ist; hatte gehofft, dass ich den Aufnahmetermin für die Klinik bekomme, bevor die Reha bewilligt ist, wollte also nur versuchen, zeitlich ein bisschen zu koordinieren, dass ich erst in die Klinik und anschließend die Reha machen kann, ohne dass jeder der Sozialträger über mich herfällt).
Habe Ende Juni Erinnerung der Rentenversicherung erhalten; dann habe ich mich natürlich hingesetzt, an 2 Ärzte geschrieben, sie möchten die Befundberichte jetzt bitte erledigen, sonst bekäme ich wg. mangelnder Mitwirkungspflicht kein Krankengeld mehr; dem 3. Arzt habe ich dies nur telefonisch ausrichten lassen. Ca. 1 Woche später habe ich bei allen 3 Ärzten telefonisch nachgefragt, ob es erledigt ist. 1. Antwort war, ist bereits erledigt und abgeschickt (habe sogar von dieser Ärztin noch ein schriftl. Bestätigungsschreiben bekommen), 2. Antwort war, ist erledigt und wird an RV direkt geschickt, 3. war, wird in den nächsten Tagen erledigt. Ich dachte, ja wunderbar, damit war für mich meine "Mitwirkungspflicht" erledigt.

Letzten Donnerstag rufte mich eine Dame von der RV an: Sie hätten mich aufgefordert, Arztberichte innerhalb 2 Wochen vorzulegen, ob ich kein Interesse mehr an der Umschulung hätte (Umschulungsverfahren hab' ich auch laufen). Für mich kam der Anruf aus heiterem Himmel, mein Kopf ratterte erst mal, ich dachte, was is los, im Umschulungsverfahren bin ich doch gar nicht aufgefordert worden; habe gestottert, ja wie, ich habe doch alles erledigt. Sagt sie (ohne irgendeine sachliche Info was los ist), ich hätte ja eine Mitwirkungspflicht, und man hätte mich schon erinnert, dann würde man den Antrag jetzt ablehnen. Da ist mir der Gaul durchgegangen und ich habe gesagt, dass das einfach unverschämt sei. Sie sagte, das sei überhaupt nicht unverschämt, und nochmal was von Mitwirkungspflicht, und als ich gerade beim Nachfragen war, worum es eigentlich geht (meine Gedanken waren dann wieder soweit geordnet), hat sie "Auf Wiederhören" gesagt und den Hörer aufgelegt.

Ich habe dann noch eine e-mail an die RV geschrieben und um sachliche Auskunft gebeten, um welches Verfahren es eigentlich geht und welche Arztberichte fehlen sollen (dass es daran hängt, schließe ich nur aus den pauschalen Anschuldigungen der Dame, tatsächlich habe ich keine einzige sachliche Info gekriegt, worum's geht).

Ich werde jetzt also eine Ablehnung der Reha wg. mangelnder Mitwirkungspflicht bekommen und die Krankenkasse kann mir dann das Krankengeld streichen und die Rückzahlung von den letzten Monaten verlangen. Das wäre für mich das Ende. Dann müsste ich mich sofort arbeitslos melden, mir einen Job zu suchen, auch wenn ich arbeitsunfähig geschrieben bin, könnte keine weiteren Behandlungen machen, wovon soll ich denn leben ?

Und ach ja, ich habe eine Akuteinweisung für eine Rheumaklinik in Oberammergau, Aufnahmetermin 20.08.09 schon fest ausgemacht. Wenn mir das Krankengeld gestrichen wird, kann ich mir das ja gar nicht leisten. Andererseits: Wenn ich jetzt im August eine Akutbehandlung in einer Klinik brauche, würde das ja auch bestätigen, dass eine Reha gar nicht sinnvoll ist, vielleicht könnte die Krankenkasse die Ablehnung dann trotzdem nicht mir anlasten, oder ?

Hat hier villeicht irgendjemand Erfahrung, wie hoch die Messlatte bei der Mitwirkungspflicht ist ? Muss ich meine Ärzte prügeln und die Berichte persönlich bei ihnen abholen und persönlich an die RV schicken ? Das kann's doch nicht sein. Wenn ich das tue, stehe ich bald ganz ohne Arzt da, ich finde eh schon keinen neuen Hausarzt mehr, weil ich mit 10jähriger Krankheitsgeschichte und Bürokratiekruscht für alle zu zeitaufwendig bin (ein neuer Arzt hat mich deswegen schon abgelehnt); mein einer Rheumatologe hat pro Quartal 5 Min. Sprechzeit für mich, der zweite pro Halbjahr einen Termin von 15 - 30 Min.; da kann ich nicht viel abklären; und wenn ich noch mehr Druck mache, lässt mich jeder hängen ...

Bin froh über jede Info/Erfahrung.

Cornelie
Cornelie ist offline  
Alt 02.08.2009, 20:32   #2
gelibeh
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Standard AW: Bitte um Hilfe: Mitwirkungspflicht Arztberichte

Ich sag erstmal willkommen hier. Etwas Geduld, wird sich hoffentlich noch jemand melden, der Dir weiterhelfen kann.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline  
Alt 02.08.2009, 20:50   #3
Cornelie
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Cornelie Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bitte um Hilfe: Mitwirkungspflicht Arztberichte

Danke für das Willkommen. Bin tatsächlich auch das erste Mal in einem Forum und dachte, hätte was falsch gemacht.
Cornelie ist offline  
Alt 02.08.2009, 21:29   #4
Martin Behrsing
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bitte um Hilfe: Mitwirkungspflicht Arztberichte

Jetzt wartest Du erstmal ab, ob ein schrfitlicher Bescheid kommt. Dann kannst du Widerspruch einlegen. Ganz bestimmt gehen Deine Mitwirkungspflichten nicht so weit. Die Rentenversicherung kann auch die Ärzte selbst anschreiben, wenn Du denen eine entbindung ihrer ärztlichen Schweigepflicht gibst. Die Ärtze sind dann zur Mitwirkung verpflichtet, bekommen allerdings auch ein honorar für ihre tätigkeit (Bericht schreiben).

Ich glaube, dass diese Dame von RV dir da ziemlichen Mist erzeählt hat.

Bitte schicke in zukunft nichts mehr per E-mail an Behörden (auch RV), sondern nur nachweislich schriftlich oder per Telefax. nur so etwas hat eine Beweiskraft.

ich denke mal, dass Du noch mehr Antworten bekommen wirst.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Martin Behrsing ist offline  
Alt 02.08.2009, 21:54   #5
Cornelie
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Beiträge: 3
Cornelie Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Bitte um Hilfe: Mitwirkungspflicht Arztberichte

danke, bin schon etwas erleichtert. Mir geht's tatsächlich nur darum, ob die RV mich mit einer Verletzung der Mitwirkungspflicht drankriegen kann. Falls nein, kann ich ja ruhig am 20.08. in die Rheumaklinik gehen und das Widerspruchsverfahren abwarten.

Der Rheumatologe, der vermutlich seinen Bericht zu spät erledigt hat, ist ab kommenden Donnerstag in Urlaub, dann ich mit ihm eben nichts mehr abklären. Große Ahnung hat er auch nicht, hat mich im April schon gefragt, ob ich einen Rentenantrag gestellt hätte, dabei sagen mir andere Ärzte und VdK, dass ich keine Chancen hätte.

Habe mir schon überlegt, diesen Arzt um eine schriftliche Bestätigung zu bitten, dass die Erledigung bei ihm untergegangen ist trotz meiner Nachfragen; aber ich fürchte, dass kein Arzt sowas macht.
Cornelie ist offline  
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