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Start > > -> Freistellung von der Arbeit/Kündigung zum 30 Juni

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Alt 17.06.2006, 23:37   #1
Michael123
Elo-User/in
 
Registriert seit: 17.06.2006
Beiträge: 2
Michael123 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Freistellung von der Arbeit/Kündigung zum 30 Juni

Hallo
Ich habe seit dem 01.03.2006 eine neue Vollzeitbeschäftigung. Vertrag mit Probezeit von einem halben Jahr mit Kündigungsfrist von zwei Wochen.
Ich hatte vor drei Wochen einen leichten Schlaganfall und bin noch krank geschrieben. Jetzt hat mir meine Firma zum 30.06 gekündigt. Gegen dié Kündigung kann ich wohl nichts unternehmen, aber ich wurde gleichzeitig von der Arbeit freigestellt, mit dem Hinweis, dass damit alle Urlaubs - und Mehrarbeitsstunden in natura abgegolten sind.
Da ich noch bis zum 25.06 krank geschrieben bin, zweifel ich die Rechtmässigkeit dieser Freístellung an. Darf mein Arbeitgeber Überstunden und Urlaub als abgegolten erklären, wenn ich krank bin???

Schon mal Danke für hilfreiche Antworten

Gruss Michael123
Michael123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2006, 23:52   #2
muensterland1
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Darf er nicht.Entweder Überstunden abfeiern oder auszahlen.
Aber vorsicht bei den Urlaubstagen.Läßt Du sie Dir auszahlen,kann das Arbeitsamt die Zahlung für die Dauer der Urlaubstage verweigern.
So etwas war mir passiert und das gibt es nur in "Du bist Deutschland"!
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Alt 18.06.2006, 00:09   #3
Quirie->Emailproblem
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Registriert seit: 23.03.2006
Ort: an der Elbe
Beiträge: 627
Quirie
Standard

Das ist wohl ein bißchen komplizierter:

Zitat:
Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten. Immer wieder wird von Arbeitgebern bei einer Freistellung von Arbeitnehmern nach einer Kündigung der Fehler begangen, dass die Freistellung nicht ausdrücklich unter Abgeltung restlicher Urlaubsansprüche des Arbeitnehmers erfolgt. Die Freistellung von der Arbeit bedeutet nicht automatisch die Gewährung von Urlaub! Daraus resultiert dann, dass der Arbeitnehmer trotz Freistellung während der Kündigungsfrist bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses und bestehendem Resturlaubsanspruch noch einen Abgeltungsanspruch gegen den bisherigen Arbeitgeber hat. Stellt ein Arbeitgeber den Arbeitnehmer jedoch mit Kündigungsschreiben unter Anrechnung noch offener Urlaubsansprüche bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses von der Erbringung der Arbeitsleistung frei, erfüllt der Arbeitgeber damit den Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers. Bei einer solchen Verfahrensweise des Arbeitgebers können Arbeitnehmer nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses keine Urlaubsabgeltung für nicht erteilten Urlaub verlangen. Das Bundesarbeitsgericht begründet dies entgegen früherer Rechtsprechung damit, dass der einmal erteilte Urlaub für den Arbeitgeber grundsätzlich unwiderruflich ist. Darauf müsse der Arbeitgeber bei der Urlaubserteilung nicht gesondert hinweisen. Eine Erfüllung des Urlaubsanspruches scheidet demnach nur dann aus, wenn der Arbeitgeber sich ausdrücklich den Widerruf des erteilten Urlaubs vorbehält (vgl. BAG, Urteil vom 14. März 2006 – 9 AZR 11/05 -).
http://www.info-arbeitsrecht.de/Urlaub/urlaub.html
__

Die Dummheit drängt sich vor, um gesehen zu werden; die Klugheit steht zurück, um zu sehen.
(Verf.unbekannt, Realitätsgehalt 100 %)

- Keine Rechtsberatung, die ist Sache der Rechtsanwälte-
Quirie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2006, 10:22   #4
kalle
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von kalle
 
Registriert seit: 05.07.2005
Ort: Selmsdorf
Beiträge: 1.496
kalle
Standard

@ Quirie: Der Hinweis ist richtig, aber wie sieht das denn in dem Fall wie oben aus, wo der Gekündigte noch bis kurz vorher krankgeschrieben ist.?
Krankheit hebt doch Urlaub auf, oder?
__

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen
entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen
keinerlei Rechtsberatung dar. Sollte ein h fehlen, liege ich am Notebook und da funzt es nicht. http://www.teudt.de/rolligrafik513.jpg
Mit Dank an Pixelfool
kalle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2006, 10:42   #5
Arco
Elo-User/in
 
Registriert seit: 11.02.2006
Ort: Kassel / Hessen
Beiträge: 4.272
Arco
Standard

hi kalle (und auch die Anderen)

... ich schließe mich da den Ausführungen von Quirie an.

Außerdem sollte Michael nicht weiter krankgeschrieben werden ( je nach Schwere des Schlaganfalles) hat er dann ja noch 5 Tage bis zur Beendigung der Arbeitsstelle ..... die er dann weiter von der Arbeit freigestellt ist.
Arco ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2006, 21:35   #6
Quirie->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 23.03.2006
Ort: an der Elbe
Beiträge: 627
Quirie
Standard

Genau wie Arco sagt, Kalle. Es geht um diese fünf Tage.

Und sein Urlaubsanspruch ist bisher minimal
__

Die Dummheit drängt sich vor, um gesehen zu werden; die Klugheit steht zurück, um zu sehen.
(Verf.unbekannt, Realitätsgehalt 100 %)

- Keine Rechtsberatung, die ist Sache der Rechtsanwälte-
Quirie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.06.2006, 08:53   #7
Michael123
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 17.06.2006
Beiträge: 2
Michael123 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

Danke zunächst für die Antworten, aber wie ist das, wenn ich über den 25.6. hinaus weiter krank geschrieben bin?
Kann man eigentlich während einer Krankheit gekündigt werden?

Danke nochmal und Gruß

Michael123
Michael123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.06.2006, 09:03   #8
wahlvieh->Emailproblem
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Registriert seit: 02.06.2006
Beiträge: 35
wahlvieh
Standard

Zitat von Michael123
Danke zunächst für die Antworten, aber wie ist das, wenn ich über den 25.6. hinaus weiter krank geschrieben bin?
Kann man eigentlich während einer Krankheit gekündigt werden?

Danke nochmal und Gruß

Michael123
Während der Probezeit kann ein Arbeitgeber in der Regel kündigen ohne Angabe von Gründen. So steht es in den meisten Arbeitsverträgen.
Außerdem kann natürlich auch während einer Krankheit gekündigt werden, wenn Du nicht nachweisen kannst, daß die Kündigung in ursächlichem Zusammenhang mit der Kündigung steht. Das kannst Du wahrscheinlich nicht, denn so blöd wird kein Arbeitgeber sein, das zuzugeben. Inwieweit ein Anspruch auf Auszahlung des nicht in Anspruch genommenen Urlaubes besteht, weiß ich nicht, aber Urlaubsgeld steht Dir ggf. je nach Vereinbarung im Arbeitsvertrag auf jeden Fall zu.
wahlvieh ist offline   Mit Zitat antworten
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