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Start > > -> Frage zu evtl. Sanktionen

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Alt 24.05.2006, 16:54   #1
mirina->Emailproblem
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Registriert seit: 29.03.2006
Beiträge: 80
mirina
Standard Frage zu evtl. Sanktionen

Hallo zusammen!

Ich beziehe derzeit AlgII und habe folgendes Problem:

Nach einer Jobzusage und der Zusendung eines Angebots (Gehalt, Urlaub usw.), das ich unterschreiben sollte, habe ich es gewagt, den potentiellen Arbeitgeber bezüglich der Gehaltsentwicklung nach der Probezeit zu befragen, da dieser Punkt sehr vage formuliert war. Ich habe auch - sehr höflich und vorsichtig- die Enttäuschung über das sehr niedrige Gehalts-Angebot zum Ausdruck gebracht. Als er dann meinte, dass die Löhne im übrigen europäischen Ausland viel niedriger wären und erst in China....! habe ich mir dann erlaubt anzumerken, dass er meine Zwangslage - nämlich, dass ich jeden Job annehmen muß - für sich nutzen würde.

Ich erhielt etwas später einen Anruf von meiner Betreuerin bei der Arge, die mir sehr vorwurfsvoll mitteilte, dass das Jobangebot zurückgezogen wurde. Nun bin ich für nächsten Montag "vorgeladen" und es soll besprochen werden, wie es weitergehen soll. Das klang wie eine Drohung.

Ich fürchte nun den Vorwurf, dass ich durch eigenes Verschulden den Job nicht bekommen habe und damit verbundene Sanktionen.

Kann mir dazu jemand von Euch etwas sagen? Wie soll ich mich bei dem "Verhör" bei der Arge verhalten?

Danke im Voraus

Mirina
mirina ist offline  
Alt 24.05.2006, 18:53   #2
Barney
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Du glaubst, dass die SB weiß, warum das Angebot zurückgezogen wurde?
Oder war es nur dein Gefühl, dass es sehr vorwurfsvoll klang. Manchmal glaubt man ja etwas herauszuhören, weil man selber die Gründe kennt, obwohl es gar nicht so ist. Das nennt man dann Einbildung. :P

Also laß das Gespräch erst mal auf dich zukommen. Stell den Teil der Gehaltsverhandlung, die zu einem Bewerbungsgespräch nun einmal dazugehört, nicht sonderlich heraus.

Das ist nun einmal so, dass nicht jeder Bewerber genommen wird. Es gab ganz gewiß auch weitere Bewerbungen auf diese Stelle. Nein, Sanktionen sollten deswegen nicht möglich sein.
 
Alt 24.05.2006, 18:56   #3
Quirie->Emailproblem
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Registriert seit: 23.03.2006
Ort: an der Elbe
Beiträge: 627
Quirie
Standard

Es ist nicht unbedingt ein "Verhaltenskatalog" für Dein Gespräch mit der Arge, aber vielleicht eine kleine Hilfe.

Ich beziehe regelmäßig einen Newsletter mit vielen Tips für Vereine, aber auch vor allem für Arbeitgeber, da fand ich heute das:

Zitat:
RuFuS 113 - Bei diesen Fragen des Bewerbers sollten Sie genau hinhören
............
natürlich stellen Sie zum größten Teil die Fragen während eines Bewerbungsgesprächs. Doch auch die Fragen, die der Bewerber an Sie richtet, sind für Ihre Bewertung von großer Bedeutung:

* Konkrete Fragen zu betrieblichen Strukturen, Vermarktung und Unternehmenszielen: Positiv zu beurteilen, weil er vermutlich seine Vorstellungen mit Ihren betrieblichen Gegebenheiten abstimmt.
* Fragen zu Fortbildungsmöglichkeiten, Überstunden, Urlaub, Gehalt: Überwiegen solche Fragen, sollten Sie vorsichtig sein. Denn möglicherweise sind ihm dann soziale Leistungen wichtiger als persönliches Engagement und gemeinsamer Erfolg.
* Intensive Fragen zum Betriebsklima: Der Bewerber könnte ein Mobber oder ein Gemobbter sein, der vielleicht Unruhe in Ihren Betrieb bringt.


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Quirie ist offline  
Alt 25.05.2006, 12:47   #4
mirina->Emailproblem
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Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 29.03.2006
Beiträge: 80
mirina
Standard

Danke für Eure Reaktionen.

Der Arbeitgeber hat die SB angerufen und ihr von unserem Gespräch erzählt. Er wird ihr auch noch eine schriftliche Stellungnahme schicken.

LG Mirina
mirina ist offline  
Alt 25.05.2006, 14:00   #5
Barney
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Nun, dann sage ich mal, die SB hat die Auffassung des Arbeitsplatzanbieters und möchte nun noch deine, um sich ein Urteil über dieses Bewerbungsgespräch zu bilden.

Ist es dein Fallmanager? Dann möchte er natürlich, dass du eine Arbeitsstelle findest und wird etwas tun, damit du zukünftig deine Schwerpunkte in Bewerbungsgesprächen richtig setzen wirst.

Wenn du also noch keine EingV hast, wird ganz gewiß eine mit dir vereinbart und es müßte mit dem Teufel zugehen, wenn da kein Bewerbungstraining reinkommt. Der SB/FM wird es als Schwäche auslegen, dass du wegen der Frage nach dem Gehalt abgelehnt wurdest.

Aber eine Kürzung deiner Alg-2-Gelder darf er deswegen nicht machen. Dabei bleibe ich.
 
Alt 25.05.2006, 17:23   #6
mirina->Emailproblem
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Registriert seit: 29.03.2006
Beiträge: 80
mirina
Standard

Danke, Barney,

jetzt gehe ich doch ein wenig beruhigter in dieses Gespräch am Montag.
Aber was bedeutet "EingV" genau und muß man sich darauf einlassen?

Möchte an dieser Stelle auch nochmal fragen, ob man als AlgII-Empfänger einen Urlaubsanspruch hat oder ähnliches. Ihr habt das Thema hier im Forum zwar schon behandelt, aber ich habe es nicht kapiert, weil da scheinbar ein Unterschied zw. AlgI und AlgII besteht.

LG Mirina
mirina ist offline  
Alt 25.05.2006, 18:03   #7
Barney
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Die Eingliederungsvereinbarung (EingV) sollte dazu dienen, den Arbeitslosen, der Defizite inbezug auf die Vermittlung in Arbeit hat, zu befähigen, diese abzubauen. Dazu sollte ein Vertrag nach einer Erhebung der Fähigkeiten des Arbeitslosen geschlossen werden, der die Verpflichtungen der Vertragspartner fixiert.

Leider wird von den meisten Ämtern die Macht, die sie haben, mißbraucht und diese EingV dazu benutzt, den Lanzeitarbeitslosen meist auch noch ohne Profiling in eine Tätigkeit mit Mehraufwandsentschädigung zu pressen. Dagegen sollten sich die Mißbrauchten wehren.

Bei der EingV solltest du darauf achten, dass das Amt Verpflichtungen übernimmt und nicht Absichtserklärungen reinschreibt. Damit meine ich z.B., das Bewerbungskosten übernommen werden und nicht darin steht "nach Beantragung können übernommen werden", Fahrkostenerstattung zu Schulungen o.ä. werden in Höhe von ... übernommen - und nicht: nach Beantragung können ...
Das wird nämlich gerne mal gemacht.

Auch welche Weiterbildungs-, Einarbeitungs- oder Umschulungsmaßnahmen das Amt nachweist und bezahlt, gehört in die EingV rein. Die Tätigkeit mit Mehraufwandsentschädigung - salopp Ein-Euro-Job - ist erst die allerletzte Möglichkeit, einen Arbeitslosen in Arbeit zu vermitteln. So steht es im Gesetz.

Da die Bedingungen für die Zahlung von Alg 2 lediglich das Alter und die Bedürftigkeit sind, wird in die EingV gleichfalls aufgenommen, dass du dich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung halten mußt. Meist sieht das so aus, dass dann ein Passus enthalten ist, in dem steht, dass du dich nur mit Genehmigung des FM aus dem ortsnahen Bereich entfernen darfst und du im Jahr 21 Tage Ortsabwesenheit genehmigt bekommst. Holst du dann keine "Ulaubsgenehmigung" ein, gibt es Abzug vom Geld.

Hast du keine EingV kannst du also so langen du willst, ortsabwesend sein. Allerdings nicht im Ausland auf Dauer.

Bei Arbeitslosengeld 1 mußt du dich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung halten. Die Regelungen sind also ähnlich denen der EingV. Die Sanktionen sind andere.

Wenn du bei dem Gespräch eine EingV vorgelegt bekommst, darfst du sie mit nach Hause nehmen und solltest es auf jeden Fall auch tun. Verlangt der/die SB sofortige Unterschriftsleistung ist dies Nötigung. Darüber wurde hier schon viel geschrieben.

Eine EingV ist ein zweiseitiger Vertrag. Sagt das Amt. Ob es tatsächlich so ist, wird noch diskutiert. Wenn du den Vertrag mit deiner Unterschrift geschlossen hast, kannst du nur noch gegen Ungesetzlichkeiten, z.B. Tätigkeiten mit MAE, die nicht den Vorschriften entsprechen, vorgehen.
Das ist Vertragsrecht.

Weigerst du dich, den Vertrag zu unterschreiben, wird dir Geld abgezogen und du bekommst den Vertrag als Verwaltungsakt ohne deine Unterschrift übergeholfen. Dann kannst du dagegen Widerspruch einlegen.

Allerdings hast auch du vor Unterschriftsleistung ein Vorschlagsrecht für Inhalte. So ist es dir z.B. möglich, einen eigenen Vertrag, bereits unterschrieben, deinem SB/FM zur Unterschrift vorzulegen.

Du siehst, eine EingV kann durchaus entwas Sinnvolles sein. Leider ist sie es zu oft nicht.
 
Alt 01.06.2006, 17:11   #8
desolator->Emailproblem
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Beiträge: 2
desolator
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ich bin dabei zu erben und befinde mich zurzeit in einerm alkoholentzug die von der kasse bezahlt wird, ich habe pro forma eine wohnung angemietet gehe allerdings ins betreute wohnen(die wohnung wird von der arge bezahlt)soll ich die wohnung kündigen damit sie mir nix wegnehmen?
gruß desolator
desolator ist offline  
Alt 01.06.2006, 23:13   #9
Arania->Emailproblem
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Beiträge: 17.182
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Pro Forma eine Wohnung angemietet?? Dazu sage ich lieber nichts :| :|

Warte mal auf die Außendienstmitarbeiter der ARGE wenn sie Deine Wohnverhältnisse überprüfen
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 01.06.2006, 23:24   #10
Barney
Gast
 
Beiträge: n/a
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Also das mit dem betreuten Wohnen und der angemieteten Wohnung, die die Arge bezahlt, solltest du schon noch einmal erläutern.

Die Arge weiß doch, dass du im Betreuten Wohnen wohnst, oder wie?
Du bist verpflichtet, alle Veränderungen sofort der Arge zu melden, sonst werden die Leistungen sowieso bis zur Klärung des Sachverhaltes ausgesetzt.
 
Alt 01.06.2006, 23:28   #11
Arania->Emailproblem
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Beiträge: 17.182
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Ich habe das pro forma so verstanden das die ARGE eine Wohnung bezahlt die leer steht und sie das auch nicht wissen und das wäre dann nicht so toll
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 01.06.2006, 23:52   #12
Barney
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Arania, warten wir doch erstmal die Antwort ab. Manch einer kann sich nicht so ausdrücken.
 
Alt 01.06.2006, 23:59   #13
Arania->Emailproblem
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Registriert seit: 05.09.2005
Beiträge: 17.182
Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Okay, hast recht :daumen:
__

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Arania ist offline  
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