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Start > > -> Test der Arbeitsbereitschaft - Zwang zum Erntehelfer?...

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Alt 11.05.2006, 19:43   #1
Shelty->Emailproblem
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Shelty
Standard Test der Arbeitsbereitschaft - Zwang zum Erntehelfer?...

Hallo,

wollte eigentlich als Neuling nicht gleich mit meinem ersten Beitrag ein neues Thema eröffnen aber ich habe über die Suchfunktion nichts gefunden.

Und zwar wollte ich nur fragen, ob die Vermittler einen zwingen können, wenn auch indirekt, eine Stelle als Erntehelfer anzunehmen?

Bin noch ALGI-Empfänger, habe aber kürzlich meinen ALGII-Antrag gestellt...und genauso kürzlich kam nach ca. 6 Monaten ohne Stellenangebot der Arbeitagentur ein Anruf zwecks Stellenangebot als Erntehelfer....sehr aufällig! :icon_kinn:
Nachdem dieses aufgrund 30 km Entfernung zum Arbeitsort und mangels PKW sich gleich wieder erledigt hatte, wurde mir von der netten Dame gleich eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch bezügl. `Stellenangebot als Erntehelfer` angekündigt, worauf heute gleich die entsprechende schriftliche Einladung kam.
Also so ein Engagement hätte ich mir die letzten 6 Monate gewünscht.

Aber das sind wohl die Vorboten des neuen HartzIV-Gesetzes zum Test der Arbeitswilligkeit von ALGII-Empfängern. Aber es hieß in der Informationsveranstaltung zum Einsatz im Erntebereich noch, das wäre alles freiwillig usw...

Ist das jetzt immer noch so (wegen Optimierungsgesetz), oder könnte sich die Ablehnung einer solchen Stelle für mich negativ auswirken bezüglich ALGII, weil mangelnde Arbeitsbereitschaft?

Ganz grundlos wäre meine Ablehnung ja nicht...denn eineinhalb Stunden Fahrtweg für eine 2monatige Stelle als Erntehelfer, ohne Aussicht auf Weiterbeschäftigung oder sonstige Integrierung in den Arbeitsmarkt... eine Stelle, die die Arbeitsagentur bei uns(Potsdam/Brandenburg) mit 25€/Tag bezuschusst, nur damit der Landwirt ja weiter seine Polenlöhne (3,80€ bei uns) zahlen kann um im Prinzip ein "Luxusprodukt", nämlich Spargel, weiter preiswert anbieten zu können...tut mir leid, aber das seh ich nicht ein. :hmm:
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Alt 11.05.2006, 21:15   #2
Arania->Emailproblem
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Ich fürchte das gehört wirklich schon zum Opti-Gesetz und das würde Sanktionen für Dich bedeuten wenn Du es ablehnst, das Gesetz soll ja zum 01.08. in Kraft treten
__

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Alt 11.05.2006, 21:54   #3
Catweazle
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Guten Abend Shelty,

lies mal hier nach:

http://www.elo-forum.org/forum/ftopic8127.html
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Alt 11.05.2006, 22:02   #4
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Vergiß aber nicht, da ändert sich jetzt etwas durch das neue Gesetz
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Alt 11.05.2006, 22:06   #5
Catweazle
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Zitat von Arania
Vergiß aber nicht, da ändert sich jetzt etwas durch das neue Gesetz
Aber erst zum 01.08.2006 - vorher nicht. Das gilt auch für das Problem von Shelty.
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Alt 11.05.2006, 22:07   #6
Arania->Emailproblem
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Shelty ist noch ALG I Empfänger, ich weiß ja nicht ob er erst zum 01.08 in ALG II kommt?
__

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Alt 11.05.2006, 22:24   #7
RobertKS->Emailproblem
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RobertKS
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Hallo zusammen,

also die Geschichte mit dem Erntehelfer gibts bei uns auch und soweit ich weiss, ist das Angebot freiwillig, denn es kann ja niemand gezwungen werden das zu machen, der es - aus gesundheitlichen Gründen - nicht kann.Ich meine aber gelesen zu haben, das das jungen Arbeitslosen bis 25 Jahren angeboten wird??

Gruß Robert ;)
__

"Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum"

Alle von mir gemachten Aussagen sind ausschließlich meine persönliche Meinung
und stellen keine Rechtsberatung dar.
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Alt 11.05.2006, 22:30   #8
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Das kann nicht stimmen, soviel ich weiß ist Catweazle auch schon etwas älter!

Natürlich kann man es nicht machen wenn man körperlich nicht dazu in der Lage ist, aber wenn man gesund ist wird es wohl schwieriger sein abzulehnen
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
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Alt 11.05.2006, 22:33   #9
Catweazle
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Zitat von Arania
Das kann nicht stimmen, soviel ich weiß ist Catweazle auch schon etwas älter!
Guten Abend Arania,

ich bin 46 Jahre jung. :mrgreen:
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Alt 11.05.2006, 22:38   #10
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RobertKS
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Hallo Arania,

Zitat von Arania
Das kann nicht stimmen, soviel ich weiß ist Catweazle auch schon etwas älter!

Natürlich kann man es nicht machen wenn man körperlich nicht dazu in der Lage ist, aber wenn man gesund ist wird es wohl schwieriger sein abzulehnen
ich sagte auch nur "ich meine", weil ich mir nicht sicher war, da man mir das kaum anbieten wird, auf Grund meines Wirbelsäulenleidens.

Gruß Robert ;)
__

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Alt 11.05.2006, 23:59   #11
Vera....ter->Emailproblem
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Vera....ter
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Hallo, ich habe auch ein Wirbelsäulenleiden und kann manchmal kaum laufen und wurde zur Erdbeerernte geschickt !

Natürlich auch nicht freiwillig !
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Alt 12.05.2006, 10:39   #12
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Shelty
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Vielen Dank für die vielen raschen Antworten... :daumen:

Also ich komme ab Anfang Juni in ALGII.
Ich denke aber, dass das nicht so eine bedeutende Rolle spielt, ob das Optimierungsgesetz erst ab 01.08. kommt, die Einführungsphase dafür hat doch schon begonnen. Oder werden nur ALGI-Empfängern solche Ernte-Stellen angeboten?

Es steht natürlich nichts über Erntehelfer in dem Gesetz, nur "Sofortangebote" für Antragssteller von ALGII.
Aber die Frage ist doch, hat die Arbeitsagentur wirklich das Recht, mir sagen wir mal, das ALGII-Geld nicht zu bewilligen bei Ablehnung einer solchen "freiwilligen" Stelle. Ich konnte jedenfalls dazu nichts finden.

Ich meine, bei einer regulären Stelle wäre das selbstverständlich, aber das ist es ja nunmal nicht. Und im Endeffekt würde bei mir die Agentur sogar draufzahlen mit dem Lohnzuschuss von 500€/Monat, da ich keine Unterkunftskosten o.ä. beantragt habe, sondern nur ALGII-Geld(345€).
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Alt 12.05.2006, 18:56   #13
Arania->Emailproblem
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Ob die ARGE das Recht dazu hat wird im Zweifelsfall wohl wieder mal ein Gericht entscheiden müssen, möglich das sie es tut ist es auf jeden Fall
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
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Alt 15.05.2006, 13:03   #14
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Shelty
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So...um das Thema dann zu beenden, heute war ich zu meiner Einladung der Arbeitsagentur bezüglich "Stellenangebote im Erntebereich".
Hat ca. 2 min gedauert, war dieselbe nette Dame wie bei der Informationsveranstaltung und sie hat mir nur 2 neue Stellenangebote, diesmal für Erdbeeren oder Kirschen, vorgelegt.
Im Prinzip gings nur darum, vorher nur nochmal persönlich abzuklären, welche Angebote sie mir zuschicken soll und ob wohl überhaupt. Hab mir 2 rausgesucht, die nicht ganz soweit entfernt liegen wie die mit dem Spargel damals, und das wars schon. Ist ja nicht so, dass ich nicht arbeiten will.

Also ist für mich jedenfalls damit eindeutig klar, dass noch kein Zwang zur Arbeit auf dem Felde besteht...und warscheinlich auch nie wird.
Was sollen die Landwirte auch mit unmotivierten, permanent krankgeschriebenen und ständig verschlafenen Zwangsarbeitern. :mued:
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Alt 15.05.2006, 13:12   #15
Barney
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Zitat:
Was sollen die Landwirte auch mit unmotivierten, permanent krankgeschriebenen und ständig verschlafenen Zwangsarbeitern.
Sie sollten sie motivieren! Und das läuft bei lohnabhängig Beschäftigten immer noch über eben diesen. Nur für ein Entgelt, das zum Leben nicht reicht, dürfte dies nicht möglich sein.

Und bitte, komm mir nicht mit, dann kann man die Kirschen/Erdbeeren nicht mehr bezahlen. Wie kann dann ein Spargelbauer bei 2 fehlenden Arbeitskräften von 2000,- € Verlust pro Tag sprechen? Ich nehme an, bei den Kirschen/Erdbeeren dürfte es sich um ähnliche Verlustquoten handeln.
Aber lieber läßt mann die Früchte am Baum vergammelnn, als dass echte Löhne gezahlt werden. :dampf:
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Alt 15.05.2006, 13:18   #16
Left of Life
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Zitat von Barney
Aber lieber läßt mann die Früchte am Baum vergammelnn, als dass echte Löhne gezahlt werden. :dampf:
Ich dachte gerade daran, wie ich als 16 jähriger in den Ferien bei der Obsternte geholfen hatte. Das ist jetzt 30 Jahre her. Damals bekam ich für die 6 Wochen 900,- DM, was wirklich nicht wenig war.
Aber man soll ja nicht der Vergangenheit nachtrauern.
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Alt 15.05.2006, 13:22   #17
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Shelty
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Genauso siehts aus...der beste Motivator ist immer noch das Geld...außerdem machen diese "Spargelkonzerne", bei uns Beelitz, ja die kleinen Bauern eh kaputt. Für die lohnt sich der Anbau doch garnicht mehr bei ´nem Kilopreis von 3-4 €...beim meinem Großvater wars genauso.
Ich versteh nicht, das die so subventioniert werden...das sind private Unternehmer!
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Alt 20.05.2006, 11:08   #18
eisbaer
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eisbaer Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Re: Test der Arbeitsbereitschaft - Zwang zum Erntehelfer?...

Zitat von Shelty
Bin noch ALGI-Empfänger, habe aber kürzlich meinen ALGII-Antrag gestellt...und genauso kürzlich kam nach ca. 6 Monaten ohne Stellenangebot der Arbeitagentur ein Anruf zwecks Stellenangebot als Erntehelfer....sehr aufällig! :icon_kinn:
Nicht auffällig, sondern bewusst gewolltes System. Je mehr ALG-2-Empfänger auf der Strasse stehen, desto erpressbarer ist der, der noch in Arbeit ist. Da aber der, der noch in Arbeit ist, sich als der bessere Mensch fühlt, begreifen die meisten Menschen diesen Zusammenhang nicht, denn der noch in Arbeit Befindliche müsste in seinem eigenen Interesse sich auf die Seite der Arbeitslosen stellen und mit dafür kämpfen, dass deren Zahl sich verringert.
Mit der steigenden Zahl der Arbeitslosen sinkt nämlich dessen Wert seiner Ware Arbeitskraft.

Zitat von Shelty
Also so ein Engagement hätte ich mir die letzten 6 Monate gewünscht.
ja aber die Politik wünscht das nicht. du sollst jetzt nur noch 12 Monate abgeparkt und dann zur Erpressung benutzt werden. Das ist der Zusammenhang und deshalb hast Du in den zurückliegenden Monaten keine Angebote gesehen.
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Alt 29.05.2006, 18:57   #19
Shelty->Emailproblem
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Registriert seit: 24.02.2006
Ort: Potsdam/Brandenburg
Beiträge: 11
Shelty
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Habe zu diesem Thema noch ein perfekt passendes Zitat aus einem Bericht eines anderen Themas gefunden (Titel: Die unendliche Story von der Spargelernte verfasst am: 15.05.2006 12:49 )
...

Zitat von Martin Behrsing
Zitat:
"Es ist sinnlos, unmotivierte Helfer zu schicken, die mit verschränkten Armen durch die Beete laufen", sagt Jürgen Knauff, Leiter des Arbeitsamtes Wedel. Gezwungen werde zum Spargelstechen niemand. Nur wer einen Job angenommen hat, ihn aber nicht antritt, muss mit Leistungskürzungen rechnen. Ein Großteil lehne sofort ab - aus "gesundheitlichen Gründen".

Die Spargelfelder in Wedel zeigen: Die Gastarbeiterquote, ein Vorstoß von Vizekanzler Franz Müntefering (SPD), geht hier an der Realität vorbei. Ein Tariflohn von 5,72 Euro je Stunde ist offenbar nur für Arbeiter attraktiv, in deren Heimatländern geringere Löhne gezahlt werden. Ein Monat Spargelstechen, werktags sechseinhalb Stunden, bringt rund 900 Euro netto. Ein Hartz-IV-Empfänger bekommt hingegen 345 Euro im Monat. Und zusätzlich, je nach Familienverhältnissen, bis zu 511 Euro für die Miete.

Shelty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.05.2006, 08:46   #20
terri->Emailproblem
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terri
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Um nicht zu vergessen.
Wie viele wohnen denn schon in der Nähe eines Spargelbauern?
Kfz-Besitz wird ja nicht gerade gefördert.
Pendlerpauschale wird herab gesetzt.
Das gehört ja auch zur Verdienst-Kalkulation dazu.
Wenn einer dann noch beim Spargelbauern wohnen muss dann zahlt er für die Unterkunft noch den Geldwerten Vorteil.
terri
terri ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2006, 19:55   #21
eisbaer
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Ort: im Erzgebirge
Beiträge: 275
eisbaer Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard

Zitat von Barney
Zitat:
Was sollen die Landwirte auch mit unmotivierten, permanent krankgeschriebenen und ständig verschlafenen Zwangsarbeitern.
Sie sollten sie motivieren!
ich könnte ja wiedermal ein Beispiel bringen, aber ich lasse es stecken. Will ja keiner wissen.
"Motivierung" von besitzlosen Tagelöhner, die Geschichte kennt noch andere Beispiele als das schnöde Geld. Vielleicht sind wir nicht mehr soweit davon entfernt
eisbaer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2006, 07:42   #22
Luna
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Standard Re: Test der Arbeitsbereitschaft - Zwang zum Erntehelfer?...

Zitat von eisbaer
Je mehr ALG-2-Empfänger auf der Strasse stehen, desto erpressbarer ist der, der noch in Arbeit ist.
Genau so ist es. Melde mich mal nach zweimonatiger Abwesenheit hier wieder zurück. Den Job habe ich noch, bin noch ein paar Monate in der Probezeit, die - wie im Vertrag vermerkt - auch verlängert werden kann... Was Eisbär sagt, dem kann ich nur zustimmen. Wenn Ihr wüsstet, was in der Firma in der ich arbeite, los ist ... Die beißen sich vor Existenzangst gegenseitig die Köpfe ab. Wie die Ratten, die auf zu engem Raum eingesperrt werden, überleben das einigermaßen gesund nur die, die sich einen absolut dicken Panzer zugelegt haben. Von "oben" kommen immer neue Zahlen, wie viel Umsatz gemacht werden muss, und der Druck, der nach unten weiter gegeben wird, ist entsetzlich. Die Leute flippen reihenweise aus. Was noch schlimmer ist, es gibt keinen Betriebsrat, und wenn das Thema Arbeitslosigkeit angesprochen wird, sagt niemand etwas dazu, weil das Thema einfach vor lauter Angst verdrängt oder verschwiegen wird (tue mein Bestes um aufzuklären) - und auch, weil niemand weiß, wo er vertrauenswürdige Informationen her kriegen kann (tue auch hier mein Bestes).

Nach zweijähriger Arbeitslosigkeit bin ich geschockt, wie es mittlerweile in den Unternehmen zu geht. Es gilt das Gesetz des Stärkeren, die Leute sind bis aufs Blut erpressbar, weil die Mainstream-Medien ja so schön deutlich vor Augen halten, was passiert, wenn wir nicht fügsam sind ... Wenn man dann nach einem 11-Stunden-Tag müde und ausgepowert auf die Couch fällt und sowas sieht und hört, geht es einem gleich noch besser.

Dennoch werde ich im Unternehmen bleiben, weil ich zu ALG II auf keinen Fall zurück will. Mal sehen, wie lange ich das durchhalte.

Übrigens, über Solidarität mit den Arbeitslosen wird bei den Arbeitenden nicht aus Bösartigkeit nicht nachgedacht. Es ist einfach so, dass nach einem solchen Tag absolut null Energie mehr verfügbar ist, sich vernünftige Informationen über Misstände und deren Ursachen zu beschaffen, geschweige denn sich zu überlegen, was man dagegen tun könnte.

Und da wird auch ganz klar, warum alle Ein-Euro-Jobs und Eingliederungsvereinbarungen nur noch bis zum 1.8.2006 gelten: wer durch ´Job Plus´ vor (Zwangs-) Arbeit nicht aus den Augen gucken kann, wird nicht rebellisch.

Grüße von
Luna
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Alt 05.06.2006, 08:19   #23
gelibeh
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Huhu, Luna, schön, Dich zu lesen.
Das was Du schreibst, deckt sich mit dem was ich so mitkriege.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 05.06.2006, 08:54   #24
Bruno1st->Emailproblem
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Registriert seit: 21.12.2005
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Beiträge: 3.736
Bruno1st
Standard Re: Test der Arbeitsbereitschaft - Zwang zum Erntehelfer?...

Zitat von Luna
Den Job habe ich noch, bin noch ein paar Monate in der Probezeit, die - wie im Vertrag vermerkt - auch verlängert werden kann...
Gratuliere zum Job - aber bei der "Probezeit" gingen meine Warnlichter an. SO einen Vertrag hatte ich 1990 auch mal. Der stellte sich hinterher vor dem Arbeitsgericht als befristeter Arbeitsvertrag heraus.
"Die Probezeit wird durch ausdrückiche Erklärung des Arbeitgebers beendet, sonst verlängert sie sich um 6 Monate" oder so ähnlich.
Dürfte dir aber egal sein und wäre es mir auch - Hauptsache Job und Kohlen.
__

viele grüße bruno (human being uLtd.)
Politik/Bürokratie : Wir machen alles, außer ehrlich!
über € 25.000 Schaden an ALG-II durch meine ARGE und über € 12.000 durch die FM - Großer showdown auf meiner Webseite - Typisch Politiker/Beamter... - ÜBERFÜHRT ! Mal sehen, wie es mit diesem eher christlichen Politiker und Beamten nun weitergeht * Bitte Webseite weitergeben - danke
* "Politik lügt, ARGE betrügt, Bürokratie mordet" * Die Würde des Menschen war unantastbar! vor HartzIV *
Bruno1st ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2006, 12:12   #25
Luna
Gast
 
Beiträge: n/a
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Hallo Geli,

ja, ist schön, mal wieder hier zu sein. Schön, dass Du auch noch hier bist (übrigens wieder ein klasse Bild von Dir). Da jetzt auch mein Internetanschluss wieder geht (Umstellung auf DSL hat tatsächlich volle 2 Monate gedauert :dampf: ), werde ich am Wochenende oder morgens ganz früh immer mal wieder hier reinschauen.

Bruno, wg. der Probezeit mache ich mir keine Sorgen. Ist kein befristeter Vertrag, und die Probezeit endet stillschweigend, wenn sie nicht ausdrücklich verlängert wird - was aber schon vorkommen kann, wenn jemand sich zu aufklärerisch verhält.

Und Du hast Recht, die Kohle und der Job sind schon wichtig. Aber wenn die Arbeitsbedingungen immer unmenschlicher werden und die Leute reihenweise Amok laufen - darüber gibt es in den Mainstream-Medien noch weniger ungefärbte Info als über die Hartz-IV.

Grüße von
Luna
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