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Alt 22.01.2009, 14:04   #1
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Registriert seit: 21.01.2009
Beiträge: 22
mucky
Standard Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Hallo an alle hier im Forum,

bin neu hier und vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen!?
Ich (weiblich 40) bin Langzeitarbeitslos ohne Leistungsbezug.
Das Arbeitsamt übt bei mir ständig einen erheblichen Druck aus. Ich würde mal auch sagen, dass das Ganze von dem Arbeitsamt reine Schikane ist, um mich einfach aus der Statistik los zu werden. Denn bis heute, habe ich von dem ehrlich gesagt noch keine richtigen Stellenangebote bekommen – außer nur lauter Papierkram, Paragrafen, Sinnlose Bewerbungsmaßnahmen und Zeitarbeitsfirmen zum Damping – Lohn, womit ich mich außernander setzen sollte bzw. musste. Eigentlich habe ich immer gedacht, dass das Arbeitsamt für Stellenangebot zuständig ist, und dass sie daran interessiert sind, dass die Menschen wieder Arbeit bekommen, - aber anscheinend hier weit gefehlt. Wenn ich Arbeit meine, dann natürlich solche, wovon der Mensch auch seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Und nicht, für ein paar Kröten – Hungerlohn gezwungen wird, sich versklaven zu lassen. Oder die Arbeitslosen werden in Sinnlose Maßnahmen abgeschoben, hauptsche, sie sind nicht mehr in der Statistik und die Arbeitslosenquoten stimmen wieder, - vor Wahlbeginn.

Leider kann ich auch nicht jede Arbeit mehr annehmen, da bei mir auch gesundheitliche Einschränkungen wie z.B. HWS Bandscheibenvorfall, Metallallergien, Migräne, U. Schilddrüsenerkrankung vorliegen. Natürlich habe ich auch starke Depressionen, dass ich auch mittlerweile keine Arbeit mehr finde, und der ganze Stress mit dem Arbeitsamt macht mich völlig - fertig! Für mich ist es auf dem Arbeitsmarkt fast unmöglich ein Job zu finden. Neben meiner Erkrankung habe ich auch leider keine Ausbildung. Schwere körperliche Arbeiten kann ich nicht mehr verrichten. Obwohl dem Arbeitsamt auch ein medizinisches Gutachten von mir vorliegt, übt das Amt bei mir ständig Druck aus. Es geht mittlerweile schon soweit, dass die SB ab und zu bei mir zu Hause anruft und mir am Telefon mit eine Abmeldung der Arbeitslosigkeit dort. Mittlerweile hat die SB dies bei mir auch umgesetzt und mich einfach bei der Rentenversicherung LVA Abgemeldet - ohne mich hierüber zu informieren. Nur weil ich, ihr Einladungstermin wegen Arzttermin nicht wahrnehmen konnte. Dies habe ich ihr rechtzeitig per Telfax mitgeteilt. Jetzt heißt es auf einmal, dass die SB es angeblich dem Faxschreiben von mir nicht erhalten hat. Ich sollte in Zukunft nur noch telefonisch absagen, wenn ich einen Termin beim Arbeitsamt nicht wahrnehmen kann?! Wie bitte, nur telefonisch?

Ich kann nicht einmal ein Widerspruch über die Abmeldung einlegen. Die Abmeldung wird mir auch nicht mehr schriftlich zugesandt. Ich erfahre dies jedes Mal nur, wenn ich mich alle drei Monate telefonisch beim Arbeitsamt melde. Bei evtl. Abmeldung durch das Arbeitsamt muss ich mich wieder dort persönlich vorsprechen und mich neu anmelden, nur Schikane! Des Weiteren habe ich noch erfahren dürfen, dass ich gegenüber das Arbeitsamt (Arbeitslos ohne Leistungsbezug) nur „Pflichten“ habe, - aber keinerlei Rechte?!

Nun, soll ich bei der DEKRA wieder einmal an einer Bewerbungsmaßnahme für 6 Monate teilnehmen und einschließlich eines notwendigen Betriebspraktikums absolvieren. Natürlich ohne jegliche Entgelt oder sonstige Leistung, wohlgemerkt. Da ich auch Arbeitslos- ohne Leistungsbezug bin, würde ich nur – außer dem monatlichen Fahrgeld und evtl. Kinderbetreuungskosten erstatten bekommen. Sollte ich die Maßnahme bei der DEKRA nicht antreten, so würde mich das Arbeitsamt bei der LVA wieder mal einfach abmelden. Dies kann ich mir wiederum nicht leisten, dass das Arbeitsamt mich ständig bei der LVA abmeldet. Da ich ansonsten den Versicherungsschutz auf Erwerbsminderungsrente ganz verlieren würde. Oder ich müsste bei der LVA monatlich z. Zt. EUR 79, 60 freiwillig einzahlen. Ich habe aber auch gelesen, wenn man nur ein einzigen unbelegten Monat bei der Rentenversicherung nicht nachweisen kann, kann bereits dazuführen, dass ein freiwillig Versicherter seine Ansprüche auf eine Rente wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit verliert. Kann das so stimmen?

Leider sehe ich in dieser Maßnahme nicht wirklich einen Sinn um michin Arbeit zu bringen. Außerdem habe ich in der Vergangenheit schon mal an einer Maßnahme (8 Monate) bei der DEKRA inkl. 4 - Monate Praktikum teilgenommen. Alles ohne jeglichen Erfolg! Von der Sinnlosigkeit und Schikane mal ganz abgesehen kostet ja jeder Kursteilnehmer eine erhebliche Summe Steuergelder!

Eine EGV habe ich auch dummerweise unterschrieben, die von mir oben genannten Maßnahme (6 Monate inkl. Praktikum) bei der DEKRA beinhaltet. Des Weiteren soll ich mindestens 8 Bewerbungen pro Monat schreiben – nur ich weiß nicht auf welchem Stellenangebote ich mich bewerben soll, wenn ich keine passenden Stellenangebote für mich finde?

Mit der EGV bin ich überhaupt nicht mit einverstanden. Denn die SB hat mir ja den EGV regelrecht untergeschoben. Es wäre ja nur, dass sie mir den Bildungsgutschein ausgehändigt hat. Ich sollte es bitte in zweifacher Ausführung unterschreiben. Dabei hat sie mir noch viele andere Unterlagen noch zugeschoben und mitgegeben. Ehrlich gesagt, ich hatte in dem Moment keine Lust gehabt, dass ganze Sch**** zu lesen. Anscheinend war dies ein Fehler von mir, dass ich der SB blind vertraut habe. Dies habe ich nur zu Hause gemerkt, was ich da nur eigentlich unterschrieben habe. Normalerweis, hätte ich den EGV so bestimmt nicht unterschrieben!
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Alt 22.01.2009, 14:43   #2
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Mario Nette Mario Nette Mario Nette Mario Nette Mario Nette Mario Nette Mario Nette
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Telefonisch wird nichs gemacht, denn es ist nicht nachweisbar. Du solltest ein Schreiben aufsetzen, in dem du forderst, dass die BA deine Telefonnummer aus ihren Akten herausnimmt. Das ist möglich, teilweise muss man das sehr nachdrücklich fordern.

Fax ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, aus der Ferne der Behörde Informationen zukommen zu lassen. Denn beim Fax gibt es ein Sendeprotokoll, was man unbedingt aufheben sollte.

Die unterschriebene EGV ist ein Problem. Möglicherweise enthält sie Unzulässigkeiten und wäre damit angreifbar. Meist ist das natürlich mit erhöhtem Aufwand verbunden, gegen abgeschlossene EGVen anzugehen.

Mario Nette
Mario Nette ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2009, 21:22   #3
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Muzel Muzel Muzel Muzel
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Hallo Mucki!
Ich finde es toll, dass du dich in unserem Forum als Nichtleistungsbezieherin gemeldet hast. ich bin eine Leidensgenossin und ich finde es wichtig, das über unsere Probleme auch gesprochen wird.
Du hast eine EGV unterschrieben und damit eine vertragsähnliche Vereinbarung unterzeichnet. Vertrag ist Vertag, mangelnde Geschäftsfähigkeit, Irrtum, arglistige Täuschung liegen nicht vor. Die Verbraucherschutzvorschriften greifen nicht. Da kann nur Doc Holliday mit seinem gelben Schein helfen.
Die einzige Motivation dieses Praktikum anzutreten wäre für mich dann gegeben, wenn ein super Praktikumszeugnis winkt. Das kann auch sehr hilfreich für die nächsten Bewerbungen sein.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2009, 20:35   #4
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Beiträge: 22
mucky
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Erstmal herzlichen Dank für die Antworten.
Entschuldigung, dass ich mich jetzt erst wieder melde.
Natürlich weiß ich das, dass der EGV vom Arbeitsamt nicht rechtsmäßig ist. Denn die verlangte Anzahl an (8) Bewerbungen muss finanziell pro Monat zumutbar sein. Die Zumutbarkeit von Eigenbemühungen hängt u. a. von der finanziellen Leistungsfähigkeit ab. Da ich aber auch kein eigenes Einkommen habe, dürfte dies in meinem fall ehr unzulässig sein bzw. rechtswidrig. Des Weiteren orientieren sich die geforderten 8 Bewerbungen pro Monat nicht am Förderungsbetrag von € 260,-. Jahr bzw. 4-5 Bewerbungen im Monat.

Die Maßnahme für 6 Monate inkl. Praktikum dürfte auch unzulässig sein, denn ich bekommen hier für vom Arbeitsamt auch keine Leistung oder sonstige Entgelt. Nebenbei sind diese Maßnahmen auch nicht zertifiziert und dienen nicht zur Weiterbildung oder Qualifizierung. Eigentlich habe ich geglaubt, dass man die Zwangsarbeit (1 Euro Job, Praktikum u. Sinnlose Maßnahmen) längst abgeschafft hat!? Aber anscheinend liege ich hier falsch!

Ich weiß, dass ich Recht habe, und könnte den rechtswidrigen EGV auf Rechtsmäßigkeit anschließend im Rahmen einer Feststellungsklage vor Gericht überprüfen lassen. Aber im Moment fehlt mir hierzu die nötige Kraft!

In Zukunft wird ein Arbeitsloser weniger in der Statistik sein, denn ich gebe lieber auf, anstatt dass ich mich vom Arbeitsamt ständig schikanieren lasse. Durch die ständige Abmeldung (der Arbeitslosigkeit) vom Arbeitsamt, würde ich meinen Rentenschutz auf Erwerbsminderung gefährden bzw. ganz verlieren. Deshalb werde ich brav den freiwilligen Rentenbeitrag (monatlich von € 79,60) in die Rentenversicherung einzahlen. Damit die Rentenkasse auch nicht ganz leer ausgeht! Ich glaube, dass war eigentlich das Ziel vom Arbeitsamt und von der gesetzlichen Rentenversicherung.
mucky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2009, 21:15   #5
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Beiträge: 10,881
Muzel Muzel Muzel Muzel
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Bevor ich mich bei der Arge abmelden würde, würde ich mich zunächst bei einem Fachanwalt für Sozialrecht beraten lassen und zwar von einem guten. Mich hat die Arge sogar zu einer Veranstaltung von der DRV geschickt, damit ich mich aus der Arbeitslosenstatistik streichen lassen soll. Ich bin im Nachhinein froh, dass ich nicht dort war, denn man hätte mich bestimmt über den Tisch gezogen. Die Arge hat mich dann zwar auch mit einer Abmeldung von der DRV bestraft. Aber das ist besser als eine übereilte Unterschrift.
Kopf hoch und lass mich nicht im Stich!
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2009, 21:50   #6
gurkenaugust
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Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Zitat von mucky Beitrag anzeigen
Durch die ständige Abmeldung (der Arbeitslosigkeit) vom Arbeitsamt, würde ich meinen Rentenschutz auf Erwerbsminderung gefährden bzw. ganz verlieren. Deshalb werde ich brav den freiwilligen Rentenbeitrag (monatlich von € 79,60) in die Rentenversicherung einzahlen.
Das wird Dir dabei leider nicht helfen, denn für den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente kommt es auf gezahlte Pflichtbeiträge für eine Beschäftigung an. Freiwillige Beiträge führen zwar zu einer höheren Rente und einer Anrechnung dieser Zeiten auf die Wartezeit, bewirken aber keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente.

Laß Dich, bevor Du bezahlst, bei der Rentenversicherung in dieser Hinsicht genau beraten.

§ 43 SGB VI Rente wegen Erwerbsminderung
(1) Versicherte haben bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres Anspruch auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung, wenn sie
1. teilweise erwerbsgemindert sind,
2. in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben und
3. vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit erfüllt haben.
[...]

(4) Der Zeitraum von fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung verlängert sich um folgende Zeiten, die nicht mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit belegt sind:
1. Anrechnungszeiten und Zeiten des Bezugs einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit,
2. Berücksichtigungszeiten,
3. Zeiten, die nur deshalb keine Anrechnungszeiten sind, weil durch sie eine versicherte Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit nicht unterbrochen ist, wenn in den letzten sechs Kalendermonaten vor Beginn dieser Zeiten wenigstens ein Pflichtbeitrag für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit oder eine Zeit nach Nummer 1 oder 2 liegt,
4. Zeiten einer schulischen Ausbildung nach Vollendung des 17. Lebensjahres bis zu sieben Jahren, gemindert um Anrechnungszeiten wegen schulischer Ausbildung.
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Alt 27.01.2009, 10:07   #7
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Registriert seit: 11.12.2007
Beiträge: 353
Rwasser
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Hallo ans Forum,
hallo an Gurkenaugust.

Das mit den Pflichtbeiträgen (oder nicht) ist nämlich der Knackpunkt.
Ich verstehe das vom §§-Text her genauso wie gurkenaugust.

Gleichwohl gibt es eine Online-Unterhaltung mit der DRV, die als Anlage zu lesen ist.
Darin sind die Einträge 3 und 6 der Beraterin zu beachten.
Vielleicht auch wichtig, dass die Beraterin in Eintrag 5 geschrieben hat, dass ein Antrag gestellt werden muss. Ich - Nichtjurist - schließe daraus, dass es wohl eine Kannbestimmung ist.

Wenn ich mich nicht sehr irre, hat ein weitläufiger Bekannter genau so gehandelt, und zahlt nun diesen Mindestbeitrag freiwillig ein, behält dadurch die Anwartschaft auf Erwerbsminderungsrente bei.
Aber ich habe nichts Schriftliches gesehen, das ist alles vom Hörensagen.

Ein etwas verwirrter
Rüdiger

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf DRV.pdf (4.64 MB, 521x aufgerufen)
Rwasser ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2009, 15:13   #8
gurkenaugust
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Beiträge: n/a
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Hallo RWasser,

interessantes Protokoll der DRV-Auskunft, danke. Ich kann aber nicht nachvollziehen, daß das so stimmt.

Für die Anwartschaft auf EM-Rente sind laut Gesetz (§ 43 SGB VI) nur Pflichtbeitragszeiten aufgrund einer Beschäftigung maßgebend. Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug ist über die Hintertür in Abs. 4 Nr. 1 bedeutsam, weil dies eine Anrechnungszeit ist und über diese Anrechnungszeit der Rahmenzeitraum von normalerweise 5 Jahren, innerhalb dessen die 3 Jahre mit Pflichtbeiträgen liegen müssen, verlängert wird.

Bei der angesprochenen Sonderregelung für vor dem Jahre 1961 Geborene habe ich den Verdacht, daß die Beraterin hier etwas mit dem Anspruch auf Rente wegen Berufsunfähigkeit, der nur noch für diese Jahrgänge existiert, verwechselt (§ 240 SGB VI).

Es gibt dann noch in § 241 SGB VI eine weitere Ausnahmeregelung für EM-Renten, wo unter ganz bestimmten Voraussetzungen auch sämtliche Beitragszeiten angerechnet werden können. Aber da ist für mich auch die Frage, auf wen das überhaupt zutreffen wird.

Genauso weiß ich nicht, was für ein "Antrag" da gestellt werden soll bzw. auf welcher rechtlichen Grundlage.

Kurz und gut: ich glaube die Aussage der DRV-Beraterin zumindest in dieser Allgemeinheit nicht bzw. kann sie nicht aus dem Gesetzestext reproduzieren. Ich würde, bevor ich auch nur einen Euro aus diesem Grunde freiwillig zahle, mir dies auf jeden Fall verbindlich schriftlich bestätigen lassen.
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Alt 27.01.2009, 15:49   #9
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Rwasser
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

@gurkenaugust

Na klar muss man sich das vorher von der DRV schriftlich bestätigen lassen. Ich bin ja selbst etwas im Zweifel, was dieses Protokoll angeht.

Ich versuche mal, diesen entfernten Bekannten zu befragen. Das kann aber was dauern.

@mucky

mir ist nicht deutlich geworden, ob Du vielleicht von der DRV eine Bestätigung hinsichtlich der Erwerbslosenrente bekommen hast, oder ob Deine Bemerkung, dann würdest Du eben die 79.60 Euro bezahlen eher ein Absicht ist/war, ohne dass die DRV schon was dazu ausgesagt hast

Der Rüdiger
Rwasser ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2009, 19:40   #10
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mucky
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Hallo Ihr Lieben!
Ich habe morgen einen Termin bei der DRV und werde mich deshalb noch mal richtig Beraten lassen. Ob durch freiwillige Beiträge den Schutz der Erwerbsminderung aufrechterhalten kann. Natürlich müsste die DRV mir dies vorher schriftlich bestätigen, bevor ich in die Rentenversicherung überhaupt was einzahle. Aber ich werde hierüber noch weiter berichten, - da das Thema (freiwillige Versicherung zum Schutz vor Erwerbsminderung) auch sehr komplex ist. Die Berichte von euch sind auch sehr interessant und informativ. Ich habe aus eueren Berichten einpaar Punkte mir noch aufgeschrieben und werde morgen dies bei der DRV noch mal ansprechen und nachfragen. Nochmals Danke!

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.

Bis bald Mucky
mucky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.01.2009, 13:59   #11
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Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Ich war auch an 2 Beratungsstellen von der DRV und bin leider von beiden falsch beraten worden. Ich kann eigentlich nur raten, in komplizierteren Fällen einen Fachanwalt für Sozialrecht darüberschauen zu lassen.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.01.2009, 09:53   #12
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mucky
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Ich habe mich gestern bei der DRV noch mal erkundigt, ob ich den Versicherungsschutz der Erwerbsminderungs- Rente durch freiwillige Beträge (monatlich €79,60) aufrechterhalten kann. Leider NICHT!
Wie schon von qurkenaugust richtig dargestellt, - man kann den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente nur mit Pflichtbeiträge aufrechterhalten. Freiwillige Beiträge führen zwar zu einer höheren Rente und einer Anrechnung dieser Zeit auf die Wartezeit, bewirkt aber keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. Es gibt jedoch Sonder-Reglung (siehe unten), die für mich leider nicht in Betracht kommt, weil ich vor 1984 noch nicht gearbeitet habe.

Als Anhang habe ich die Erwerbsminderungs-Renten nach dem SGB VI in vereinfachte Darstellung von der DRV beigefügt.

Den Versicherungsschutz könnte ich nur aufrechterhalten in dem ich
  • Pflichtbeiträge (z.B. geringfügige Beschäftigung /-Minijob) leiste.
Oder
  • Ich müsste mich weiterhin – „lückenlos“ bei der Agentur für Arbeit (Arbeitslos ohne Leistungsbezug) melden. (dürfte in meinem Fall eher schwierig sein, bei der Schikane)
Oder
  • Pflege eines Pflegebedürftigen Menschen. Die Pflichtbeiträge zahlt die Pflegeversicherung in die Rentenkasse.

Des Weiteren gibt es noch Sonder- Reglung anstelle der Voraussetzung
„in den letzten 5 Jahren vor EM/BU- Eintritt mind. 3 Jahre Pflichtbeiträge“

§ 241 Abs. 2 SGB VI
Erfüllung der 5jährigen Wartezeit vor 1984
Ab 01.01.1984 lückenlose Belegung mit Anwartschafts-Erhaltungszeiten
Nur dann Zahlung von freiwilligen Beträgen möglich!


Zum Schluss möchte ich noch kurz anmerken, sollte ich den Versicherungsschutz auf Erwerbsminderungsrente aus welchem Grund auch immer (z.B. wegen lückenhaften Ab/Meldung bei der Agentur für Arbeit) verlieren, müsste ich mindestens wieder 3 Jahre Pflichtbeiträge leisten, um wieder Anspruch auf Erwerbsminderungs- Rente zu erhalten. Die regelmäßige (alle drei Monate) Meldung bei der Agentur für Arbeit müssen lückenlos für den Versicherungsschutz auf EM-Rente verlaufen.

Ich hoffe, dass ich mit meinem Bericht auch einige hier im Forum weiterhelfen konnte.

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Alt 05.05.2009, 12:41   #13
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Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Also wie schon gesagt um eine Erwerbsminderungsrente zu bekommen mußt du 3 Jahre vorher gerarbeitet haben wo auch Beiträge abgeführt worden sind.Bzw. zählt es um eine langjährige Altersrente zu bekommen wenn noch Monate fehlen.Z.B um nicht erst mit 67 sondern mit 63 oder so (mit Abschlägen) in Rente gehen zu können.
Ich bin selber ohne Leistungsbezug und Pflege auch noch meinen Vater Pf. Stufe 1.Somit bin ich eh nur bis 30 Std/Woche arbeitsfähig.Dafür gibt es sogar Rentenzahlungen für ein fiktives Gehalt von 6xx Euro im Monat.Jeden Monat steigt meine Rente um 7-8 Euro oder so.Warum ich trotzdem weiter dem Murks mit der Meldung beim Amt mache ist:Was sich in 22 Jahren ändert kann keiner wissen.Evtl. sind diese Leistungslosen Meldungen doch irgendwann mal für mehr gut.Was ich habe,habe ich.Krankmeldung ist deine einzige und wirkungsvolle Waffe.Ich hatte schon anfragen von Arbeitgebern mit denen ich im Streit bin (früher mal Arbeitsgericht usw).Ein Vorteil:Das Arbeitsamt will keine AU bei Krankmeldung sehen (zumindest nicht von mir).Die muß ich,wenn schon an den RV Träger schicken.Da mir die kleinen Lücken ab und zu eh nicht weh tun da eine Erwerbsminderungs Rente bestenfalls die vorgezogene Rente infrage kommen könnte,ich eh Beiträge aus der Pflege bekomme,kann ich also in Notfällen einfach Krank sein.Kommt eine Anfrage von einem EX Arbeitgeber (die kennen mein Profil auch schon und können somit geziehlt nachfragen.Z.B um mir im Praktikum zu unterstellen ich hätte geklaut oder was änliches.das musste dann erstmal wiederlegen wenn alle da gegen dich sind).Einfach ans Telef. und Krank melden.Wer krank ist kann nicht zu Vorstellungsgesprächen,hast also nicht verweigert.Manchmal steht in der Vereinbarung umgehend bewerben,bei mir nur bewerben.Somit kann ich nochmal 7 Tage warten bis ich mich dann so 1 Woche oder etwas mehr Krank melde.Verzichte also dann auf die 7-10 Tage Meldung an den RV Träger.Ist aber besser als das du ab 2009 jetzt auch 3 Monate Vermittlungssperre kassieren kannst.Da sind dann 2 Bewerbungen/Woche vorgeschrieben und lückenlos schriftlich nachzuweisen.Jetzt kann ich noch Pers. oder per Telef. mich melden.Auf ein Praktikum will der Vermittler bis jetzt verzichten sagte er.Ich habe Ihm auch angedeutet das ich dann,da ich ja Unkosten habe und Mehraufwand,ich für die Zeit dann ALG2 beantragen würde.Anspruch hätte ich.DAs wirkt,denn dann gehe ich zur Stelle (bei uns getrennt,ALG2 macht nur der Kreis).Die hassen sich eh wi die Pest.Als sie mir die Vermittlung mal streichen wollten (meine Krankenkassenbeiträge sind in der Höhe etwas abhängig ob ich Arbeitssuchend bin).Ging ich rüber und sagte dem ALG2 Onkel das ich hier bin weil ich nicht mehr Arbeitssuchend gemeldet werden soll bzw die das nicht wollen und ich dann ALG2 beantragen muß um meine Krankenkasse bezahlen zu können.Ruckzug hat die da angerufen und ich war wieder arbeitssuchend ohne Bezug.Wenn ich also ein Praktikum machen soll bin ich wieder da und ich denke dann gibts wieder ein Telef. Gespräch mit der Agentur.Zudem muß ich mal schauen,normal ist beim Praktikum auch ein Gehalt vergleichbar bei einem AZUBI 1 Lehrjahr üblich.Besonders wenn du nicht übernommen wirst also keine Stelle sich daraus ergibt.
Ganz wichtig:Biste schon in der Gewerkschaft?Bezahle da 2.50 Euro/Monat bekomme sogar Freikarten für Gewerbe und Industrie Messen und bekomme Beratung+ kostenlosen Rechtsbeistand vor allen Arbeits+Sozialgerichten.Mein Vater ist 84 und wurde von denen sogar noch vertreten.Mitglied ist Mitglied,egal wie Alt du bist.Also hin zur Gewrkschaft (und bitte nicht die Christliche).Ich habe schon so 6 Arbeitgeber verklagen müssen,deswegen auch Probleme wie oben beschrieben.
Sonst schreib mir mal,ich kenne Möglichkeiten wie man Beamte,Behörden und Arbeitgeber ärgern kann.Z.B Diskriminierung zieht da gut.Ich habe seit meienr Jugend ne Lese Rechtschreib Schwäche (steht im Grundschul Zeugniss).Also neige ich zu Flüchtigkeitsfehlern und bin froh nach alter Norm schreiben zu können.Beschwert man sich bei mir ich solle mal erst fehlerfreihe Bewerbungen abgeben,dann halte ich denen mein altes Zeugniss unter die Nase und frage ob Sie mich diskriminieren wollen.Sonst schreibe ich mal wieder nach Berlin,da ist eine passende Stelle.Bringt zwar nix,aber kommt das öfter beim selben Arbeitgeber vor,hat das zuweilen hinderliche Gründe bei öffentlichen Aufträgen.
Mein Tipp:Geh in die Gewerkschaft und lass dich beraten.Ansonsten kannst du mal schön mit dem Arbeitsamt Blinde Kuh spielen.Die Anrechnung wegen der Renten bring eh nicht viel,zumindest die Erwerbsminderungsrente bekommt man ja nur wenn man vorher auch gearbeitet hat.Ist das Kind im Brunnen weil Lücken,viel Spaß beim sinnlosen Papierkrieg mit dem Amt.2001 gabs noch Unterhaltsgeld bei Praktikum,da hatte mal der neue Boss vom Bezirk der Agentur in der Zeitung geschrieben:Wir brauchen dringen hochqualifizierte Kräfte (bin Dipl.Ing. 2 Bildungsweg,ohne Berufserfahrung ohne betriebliche Ausbildung,kann nur Nachhilfe geben usw).Hab ich Ihm geschrieben.Hallo ich bin einer der arbeitslosen und hochqualifizierten Kräfte die bei Ihnen arbeitslos gemeldet sind.Ruckzug Termin bei meinem Vermittler und beim Amtsleiter hier vor Ort (ich hatte an den überregionalen Bezirksleiter geschrieben).1 jahr Management Fortbildung+Praktikum+Unterhaltsgeld aus dem EU Sozialtopf.Die haben sogar die Krankenkasse beschissen weil Sie mir die Beiträge direkt aufs Konto haben überweisen lassen.Ich habe einen kleineren Beitrag zu leisten als wenn die das direkt hätten tun müssen.Sagte ich dann der Krankenkasse da ich jährlich unterschreiben muß was ich mache und ob ich andere Leistungen bekomme.Auch gut ich soll mich bitte alle 3 Monate pers. melden.Am Telef. vom Callcenter der Agentur dann die Auskunft...nein es reicht telef. Meldung alle 3 Monate.Ich dann an den örtlichen Leiter geschriben was ich denn jetzt tun soll,man weigere sich mir einen pers. Termin bei meinem Vermittler geben zu wollen bzw nur auch Nachdruck....Jetzt bekomme ich unaufgefordert vom Amt Einladungen alle 3 Monate,kann ich jetzt nicht vergessen,muß ich mich nicht mehr drumm kümmern.
Im Falle von einem Praktikum lade ich mir/werde ich immer die passenden Arbeitssicherheitsvorschriften aus dem NET runter.Finde ich im Betrieb dann Mängel gibts ne Beschwerde.Hat die weder beim zuständigen im Betrieb oder der Genossenschaft Erfolg ein Tipp:Folgekosten bleiben all zu oft an den Krankenkassen hängen weil oft schwer zu beweisen da der Schaden an deiner Gesundheit von der Arbeit kommt.Somit einfach mal da bescheid geben das z.B keine Absauger an Löt oder Schweißplätzen sind oder dein Stuhl dir Rückenschmerzen macht weil alt und somit nicht den Vorschriften entsprechend.Feuerlöscher abgelaufen,keine Augendusche beim umgang mit ätzenden Stoffen usw.Meldung an die Kasse.Keine Trittleiter um oben ans Regal zu kommen sondern Sprudelkiste:Aua ich bin umgeknickt mein Bein mein Bein ich muß zum Unfalldoc.
Zieh das durch,vorher auch bei der Kasse sagen da du keine richtige Leiter hast....dann ist sicher eine da.Du gibts zu Protokoll da du vor dem Unfall das immer bemängelt hast usw.
gucky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2009, 14:52   #14
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Beiträge: 2
gucky Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

In der heutigen Zeit musste dich zur Wehr setzen.Wenn man nicht fair und link zu dir ist,dann kannst du auch mal so sein.Das einzige was ich von denen will ist Fortbildung und zwar eine die mir Fachlich weiterhelfen kann,nicht irgendwelche sinnlosen 08/15 PC Kurse sondern geziehlt auf meine Bedürfnisse Anwendersoftware oder praktisch fachliche Kurse.Nur die kosten schon mal 5000 Euro/Woche mit Unterbringung im Schulungszentrum.Oder evtl. nen Job um anderen zu helfen wenns Sorgen in der Schule gibt.Wissen habe ich bis der Schädel raucht,nur praktisch kann ich nix damit anfangen außer anderen zu helfen die das auch in der Ausbildung/Schule brauchen.
Mein Vater und mein Onkel sind noch in den 80 gern als Bergleute auf die Straße gegangen.Fast 50000 Kumpel oder so auf der Straße,nichtmal 15000 Bullen.Autos gingen in Flammen auf,Scheiben gingen zu Bruch....die Grün Weißen haben nix gemacht.Anweisung von oben,lass die sich mal austoben wir sind eh zu wenig Polizei am Ort.Schade,am 1.5 hättest du direkt einfach Kontakt zur Gewerkschaft finden können,da gibts DEMOS und Umzüge in jedem Kreis.Da haste alle Leute am Info Stand,gibt was Warmes zu trinken und Kuchen und du kannst gleich Mitglied werden.So hat mich mein Alter auch in der Truppe eingeführt.Zettel hingehalten...hier unterschreib mal bitte,da gibts Hilfe umsonst für dich.Jetzt bin ich Ende 30 und bin froh es gemacht zu haben.Ansonsten gibts da noch die politische Richtung.Für den Anfang Die Linke und wenn du auf Hard Core stehst dann versuchs mal bei der DKP.
Ach so,ne kleine kostenlose Unfallversicherung im privaten Bereich ist auch noch mit dabei.Für Mitglieder
Klaus,Raum Bochum
gucky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2009, 17:58   #15
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Beiträge: 10,881
Muzel Muzel Muzel Muzel
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Ach Mucki! Mach dich nicht fertig. Lass den Kopf da, wo er hin gehört. Ich bin langzeit arbeitslos und Nichtleistungsempfängerin. Meinst du, ich hätte in all den Jahren nicht auch einmal irgendeinen Termin vergessen? Ich wurde dann zwar abgemeldet. Dann habe ich mich aber wieder angemeldet. In meinem auszug der DRV stand darüber nichts drin und das zählt.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2009, 11:32   #16
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Speedys Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Ich beziehe auch schon seit Jahren keine Leistungen vom Arbeitsamt und bin am überlegen mich vom Arbeitsamt abzumelden, aber hat es Nachteile? Ob es nun stimmt weiß ich nicht, aber ich meine mich zu entsinnen, das wenn man sich einmal beim Arbeitsamt abmeldet sich nie wieder arbeitssuchend anmelden kann.
Speedys ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2009, 14:49   #17
gurkenaugust
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Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Zitat von Speedys Beitrag anzeigen
Ich beziehe auch schon seit Jahren keine Leistungen vom Arbeitsamt und bin am überlegen mich vom Arbeitsamt abzumelden, aber hat es Nachteile?
Über die Nachteile ist hier schon einiges geschrieben worden. Es gibt diese, die Auswirkungen halten sich aber in Grenzen - es kommt auf die individuellen Umstände an. Vorteile einer Arbeitslosmeldung ohne Leistungen sind: (1) Fortbestehen der Frist für eine Erwerbsunfähigkeitsrente, wie weiter oben geschildert, (2) Anrechnungszeiten in der Rentenversicherung, die aber praktisch nur für die 35jährige Wartezeit für eine vorgezogene Rente verwendbar sind und nicht zu einer höheren Rente führen, und (3) ggf. Bezug von Kindergeld.

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Ob es nun stimmt weiß ich nicht, aber ich meine mich zu entsinnen, das wenn man sich einmal beim Arbeitsamt abmeldet sich nie wieder arbeitssuchend anmelden kann.
Das stimmt nicht. Du kannst dich sofort wieder arbeitssuchend oder arbeitslos melden, wenn du dich selbst abgemeldet hast. Im Falle der neuen "Vermittlungssperre" geht das nach 12 Wochen Wartezeit ebenfalls.
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Alt 15.06.2011, 22:39   #18
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kernel79 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Arbeitslos ohne Leistungsbezug - aktuelle Situation

Hallo in's Forum!

Nachdem ich gesehen habe wieviele Leidgenossen, Gott sei Dank mit mehr Erfahrung als ich, es hier gibt, habe ich mich gleich angemeldet.

Meine/ unsere Situation ist die folgende:

Meine Frau ist russische Staatsbürgerin und hat in Russland ein Studium erfolgreich absolviert. Das Studium meiner Frau wird hier nicht anerkannt.
Nachdem wir geheiratet haben ist sie zu mir gezogen; wir haben einen gemeinsamen 3-jährigen Sohn, der seit gut einem Jahr für 45 Stunden/ Woche in die KiTa geht.

Da meine Frau nun arbeiten gehen möchte, hat sie sich bei der ARGE arbeitslos gemeldet. Da ich aber ausreichend viel für uns Drei verdiene, ist sie arbeitslos ohne Leistungsbezug.

Bei der ARGE hatten wir zuerst eine Sachbearbeiterin, die uns bei der Suche nach einer geförderten Umschulung wirklich zur Seite stand. Nach langem Hin und Her hätten wir auch einen Bildungsgutschein für eine Vollzeitumschulung bekommen können.

Da wir aber auf einem Dorf leben, in dem auch die KiTa ist, sprengt der tägliche Fahrweg zur und von der Ausbildungsstätte nebst Lehrstunden beim Bildungsträger die 45-Stundenbetreuung der KiTa (Verwandte haben wir hier nicht, die wir in dem Bezug einbinden könnten. Ich schaffe das Abholen mit meiner Ü45-Stunden-Arbeitswoche nicht.).

Seitdem die Thematik Umschulung nun vorerst "gestorben" ist, hat innerhalb von nur drei Terminen bereits zwei Mal der Sachbearbeiter gewechselt. Und die werden von Mal zu Mal dreister.

Daher meine Fragen:

1) Welche wirklichen Vorteile hat die Beibehaltung des Status "Arbeitsuchend ohne Leistungsbezug"? (Weiter oben sind ja bereits drei Punkte genannt.)

2) Welchen Einfluss hat es für eine spätere Umschulung, so sie denn durch die Arge gefördert werden soll, wenn meine Frau sich jetzt abmeldet? Wenn ich richtig informiert bin, ist es ohnehin eine Einzelentscheidung des Sachbearbeiters, ob meine Frau eine geförderte Umschulung bekommt oder nicht...

3) Meiner Frau werden immer wieder diverse Eingliederungsvereinbarungen (EGV) vorgelegt, die sie unterschreiben soll. Ich vermute, dass deren Inhalt überall der immer gleiche ist (Arge macht wenig, der Arbeitslose alles auf Eigeniniative.). Auch werden darin Ziele durch den Sachbearbeiter (SB) formuliert, die nicht unsere sind (Wir wollen eine Umschulung; der SB will eine Tätigkeit als Küchenhilfe.). Muss meine Frau die EGV unterschreiben oder nicht? Grundsätzlich braucht sie ja nichts zu unterschreiben, was so nicht stimmt (Ziele und Möglichkeiten sind ja ganz offensichtlich zwei verschiedene Dinge.), oder?

4) Ist es (noch) so, dass meine Frau zu den Einladungen nicht erscheinen muss? Reicht (nach wie vor) eine (per Fax gesandte) Erneuerung der Anmeldung im dreimonatigen Rhytmus, um den Status aufrecht zu erhalten?

Ich vermute, dass das hier ziemlich viele Informationen und Fragen sind, hoffe aber inständig auf Eure Hilfe.

Liebe Grüße!
kernel79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2011, 03:51   #19
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Ausrufezeichen AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Hallo kernel79,

hättest besser ein NEUES Thema eröffnet, dieses hier ist schon 2 Jahre alt!

Zitat:
1) Welche wirklichen Vorteile hat die Beibehaltung des Status "Arbeitsuchend ohne Leistungsbezug"? (Weiter oben sind ja bereits drei Punkte genannt.)
Aus meiner Sicht KEINEN, denn Ansprüche an die DRV (Deutsche Rentenversicherung) sind für deine Frau vermutlich NICHT vorhanden, können dadurch also auch NICHT erhalten oder aufgestockt werden.

Darf ich fragen wie alt deine Frau ist?

Zitat:
2) Welchen Einfluss hat es für eine spätere Umschulung, so sie denn durch die Arge gefördert werden soll, wenn meine Frau sich jetzt abmeldet? Wenn ich richtig informiert bin, ist es ohnehin eine Einzelentscheidung des Sachbearbeiters, ob meine Frau eine geförderte Umschulung bekommt oder nicht...
Deine Frau ist bei der Agentur für Arbeit (AfA) gemeldet (früher Arbeitsamt!) das hat mit der ARGE NIX zu tun, die Arge /Jobcenter ist NUR für H4-Empfänger zuständig.

Du schreibst ja, dass ihr darauf keinen Anspruch habt.

Ganz ehrlich KANN ich mir NICHT vorstellen, dass deine Frau von der Arbeitsagentur jemals eine Umschulung bezahlt bekommt, das ist schon für Leistungs-Empfänger von ALGI mehr als schwierig, sowas kostet ja ne Menge Geld und deine Frau hat bei der AfA (aus einem Arbeitsverhältnis) noch nie was eingezahlt

Nicht falsch verstehen, ich finde das so nicht in Ordnung, aber so wird man es machen, man wird sie NUR hinhalten, bis sie sich freiwillig abmeldet vom Amt!

Zitat:
Auch werden darin Ziele durch den Sachbearbeiter (SB) formuliert, die nicht unsere sind (Wir wollen eine Umschulung; der SB will eine Tätigkeit als Küchenhilfe.). Muss meine Frau die EGV unterschreiben oder nicht?
Deine Frau MUSS GAR NICHTS unterschreiben, womit soll man sie "bestrafen", wenn sie es NICHT tut, Geld vom Amt bekommt sie ja nicht und Renten-Ansprüche OHNE Beitragszahlungen erwirbt sie auch nicht.

Mit der Umschulung wird es aber NIX werden, sie KANN sich NUR einen Job suchen, den sie OHNE Umschulung ausüben kann, eventuell mal bei Integrations /Migrations-Stellen nachfragen welche Möglichkeiten es gäbe, für einen neuen anerkannten Abschluß, ich kenne mich damit NICHT so aus.

Aber die AfA will /soll sie in Arbeit vermitteln und da fällt ihr nicht viel Gescheites bei ein, einen ungelernten Job kann sich deine Frau auch selbstständig suchen, dazu braucht sie das Arbeitsamt nicht.

Zitat:
Grundsätzlich braucht sie ja nichts zu unterschreiben, was so nicht stimmt (Ziele und Möglichkeiten sind ja ganz offensichtlich zwei verschiedene Dinge.), oder?
Vergiss die EGV, das ist nur Beschäftigungstherapie, irgendwas "ganz Wichtiges" muss der Sachbearbeiter doch mit deiner Frau machen, wenn er sie ins Amt bestellt.

Zitat:
4) Ist es (noch) so, dass meine Frau zu den Einladungen nicht erscheinen muss? Reicht (nach wie vor) eine (per Fax gesandte) Erneuerung der Anmeldung im dreimonatigen Rhytmus, um den Status aufrecht zu erhalten?
Zu Einladungen sollte man schon erscheinen, wenn man unbedingt beim Amt gemeldet bleiben will, was ich aber im Falle deiner Frau (aus den bereits genannten Gründen) für ziemlich überflüssig halte!

Nein, diese "Erneuerung" alle 3 Monate gibt es NICHT mehr, das wurde geändert, wenn sie gemeldet bleiben WILL, MUSS sie nach der "Pfeife" des Sachbearbeiters "tanzen" Nichtleistungsbezieher sind KEINE beliebten "Kunden" bei der Afa, die machen NUR Arbeit und meist kommt NIX bei raus, schon gar nicht für die "Kunden"

Angeblich haben sie zwar die gleichen Rechte auf "Förderung" wie die Leistungsbezieher und KÖNNEN auch ALLES beantragen, was so im SGB III geboten wird, das heißt ja NICHT, dass es vom Amt auch bewilligt werden muss und überall wird gespart, AUCH bei der AfA

Rate mal bei WEM zuerst

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2011, 18:33   #20
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Muzel Muzel Muzel Muzel
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug

Hallo Kernel! Was muss denn deine Frau machen, um ihre Ausbildung doch noch anerkannt zu bekommen?
Ich war jahrelang Nichtleistungsbezieherin. Ich jahrelang um meine Anerkennung meiner Prüfung gekämpft und dann auf privater Basis eine neue Ausbildung begonnen.
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arbeitslos, arbeitslos ohne leistungsbezug, leistungsbezug

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