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Alt 03.09.2008, 12:39   #1
allapow->Emailproblem
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Registriert seit: 03.09.2008
Beiträge: 1
allapow
Standard grob fahrlässige Handlung wegen kurzfristiger Jobaufnahme

hallo Forum,

ich habe mehrmals bei unserer Stadt als Aushilfe gearbeitet. Vielleicht kennt das hier jemand. Man ist in einem sogenannten Aushilfs-Pool eingetragen und wird angerufen wenn z.B. ein Hausmeister einer Schule oder Turnhalle sich krank gemeldet hat.
Teilweise soll man noch am selben Tag des Anrufs die Arbeit aufnehmen. So weit kein Problem.
Jetzt wirft mir die ARGE vor ich hätte vorsätzlich, grob fahrlässig oder habe unvollständige Angaben gemacht. Es wird auf § 43 SGB II hingewiesen, nachdem mir bis zu 30 % des ALG II in solchen Fällen abgezogen werden kann.
Man hat mir mein ALG II nicht gekürzt, warum ich die Willkür der Beamten dann auch mal positiv sehe. Jedoch steht nun in meinen Akten, dass ich mehrmals gegen einen Paragraphen verstoßen habe. Ich denke so etwas kann sich wieder negativ auf mein zukünftiges Verhältnis mit der ARGE auswirken, z.B. wenn ich gerne eine vernünftige Weiterbildung beantragen möchte.
Nun habe ich einen Brief geschrieben den ich gerne der ARGE schicken möchte damit die sich den Sachverhalt angucken und ich wieder gut da stehe. ich weiss nur nicht ob ich damit die Damen und Herren der Willkür in die falsche Richtung anstoße. Vielleicht habe ich nach so einem Brief noch schlechtere Karten als vorher. Was meint ihr dazu?

hier der Brief (die € Summe ist geändert, es handelt sich um 4 Überzahlungen):
Zitat:
Sehr geehrte Frau ARGE,

ich möchte darauf hinweisen, dass die Forderung von 2000 € in keiner Weise von mir vorsätzlich verschuldet wurde. Auch eine grob fahrlässige Handlung von mir liegt nicht vor und auch nicht unvollständige Angaben.

Ich habe mehrere male eine Aushilfsstelle bei der Stadt XYZ angenommen, die jeweils ungefähr in der Mitte eines Monats begann und nur kurzfristig vereinbart werden konnte. Das Zustandekommen dieser Arbeitsverhältnisse war teilweise am selben Tag der Arbeitsaufnahme. Der Grund hierfür ist, dass diese Aushilfsstellen von Leuten wie mir nur dann angenommen werden wenn z.B. ein Hausmeister einer Schule plötzlich krank wird. Wenn sich jemand an einem Tag krank meldet und auf die Aushilfen im Pool der Aushilfen zurück gegriffen werden muss, muss die gefundene Aushilfe noch am selben Tag die Arbeit beginnen. Teilweise geschieht das innerhalb weniger Stunden. Somit ist es unmöglich, dass ich Ihnen noch vor Arbeitsbeginn hätte Bescheid geben können.

Da ich wieder im Pool der Aushilfen für die Stadt XYZ eingetragen bin, weiß ich jetzt nicht was ich machen soll falls ich wieder eine Aushilfsstelle kurzfristig besetzen soll.
Ich möchte nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig handeln, sodass es möglich ist 30 % meiner Existenzgrundlage zu verlieren.
Weiterhin sehe ich es als außerordentlich negativ wenn in meinen Akten steht, dass ich mehrere male vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt habe.

Ich bitte Sie hiermit um Stellungnahme und um Vorschläge wie dieses Problem in Zukunft beseitigt werden kann.
allapow ist offline  
Alt 03.09.2008, 14:04   #2
Mario Nette
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Standard AW: grob fahrlässige Handlung wegen kurzfristiger Jobaufnahme

Das sieht nach einer Anhörung aus, die Sanktionn kann noch kommen. Für mich bleibt fraglich, ob du deine Einkünfte aus dieser Abruftätigkeit dem Amt nicht angezeigt hast. Hilfreich wäre, wenn du das Schreiben, welches du bekommen hast, hier anonymisiert reinstelltest.

Mario Nette
__

Im Süden, im Osten, im Norden, im Westen, es sind überall dieselben, die uns verpesten.

Ca' canny!

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Mario Nette ist offline  
Alt 03.09.2008, 18:42   #3
Cha
Elo-User/in
 
Registriert seit: 27.06.2006
Beiträge: 777
Cha Cha Cha Cha Cha
Standard AW: grob fahrlässige Handlung wegen kurzfristiger Jobaufnahme

Die Feststellung von "grober Fahrlässigkeit" wird u.a. benötigt, um die Aufrechnungsmöglichkeiten nach § 43 SGB II überprüfen zu können.

Den Antwortbrief finde ich gar nicht so schlecht.
Er erklärt schlüssig, warum die Arbeitsaufnahmen nicht vorzeitig mitgeteilt werden konnten.
Nur muss der entscheidende Sachverhalt noch mit rein:
"Die einzelnen Arbeitsaufnahmen vom .... habe ich Ihnen unverzüglich am ... telefonisch/schriftlich mitgeteilt, die dazugehörigen Lohnbescheinigungen habe ich am ... erhalten und Ihnen unverzüglich am ... vorgelegt/zugesandt."

Wenn man vergessen hat, die Sache mitzuteilen oder das einem erst zwei Monate später eingefallen ist, kann man sich eine Antwort sparen.

Viele Grüsse

Cha
Cha ist offline  
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fahrlässige, grob, handlung, jobaufnahme, kurzfristiger

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