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Start > > -> Der Lohn der Langzeitarbeitslosigkeit zu Hause ist Unverstän

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Alt 03.03.2006, 16:29   #1
Chefkenner aus Sachsen
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Beiträge: 28
Chefkenner aus Sachsen
Standard Der Lohn der Langzeitarbeitslosigkeit zu Hause ist Unverstän

Was ernten Sie alle als Arbeitslose in Ihrer Umgebung und Ihrem privaten Umfeld sowi Ihrer Familie? Verständnis oder Unverständnis?


Bei mir ist das so: Meine seit 23 Jahren im öffentlichen Dienst tätige Frau musste sich nie mit dem Thema Arbeitslosigkeit im bezug auf sich selbst befassen. Tarifeinkommen, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld waren und sind immer wie auch der schon überhöhte Urlaubsanspruch lt. Tarifvertrag sicher. Zudem ist sie unkündbar.
Und ich Heini, ich Rindvieh, musste in der regionalen Privatwirtschaft mein Einkommen suchen, weil nichts anderes da ist und da war. Sie, meine Frau, war nie arbeitslos, arbeitete in und unter gesitteten Arbeitsbedingungen, die ich in der Privatwirtschaft mir wünschte, aber nie fand. Und weil ichs nie fand, bin ich zum fünften Mal arbeitslos, bekomme von ihr kein Verständnis, weil ich eine Arbeit suche, für die ich nicht drauf bezahlen muss, denn dann gäbs Ärger zu Hause, das weis ich heut schon.
Auf dem Geflügelschlachthof für 6 Euro die Stunde soll ich in Schichten arbeiten gehen, dies als Hilfsarbeiter, dabei bin ich tatsächlich 10 jahre in die Schule gegangen, habe einen Beruf gelernt, mich stetts auf Schulungen begeben und auch privat mich weitergebildet. Doch keine Jobs sind da, soll ich nun Hilfarbeiter werden oder nicht. Durchgerechnet hab ichs schon mal. So ein hilfsarbeiterjob im Geflügelschlachthof incl z.B. Anfahrtskosten kostet mich am Monatsende ca. 200 Euro. Ich verdiene alos nicht, sondern lege drauf. Das sind die Jobaussichten im Osten Deutschlands! Siehts im Westen Deutschlands genauso beschissen aus?
Chefkenner aus Sachsen ist offline  
Alt 03.03.2006, 16:47   #2
Silvia V
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Standard

Zitat:
Siehts im Westen Deutschlands genauso beschissen aus?
Zumindestens hier im tiefsten Westen(NRW) scheinen sich die
Stundenlöhne auf "Ostniveau" einzupendeln.
Und eine existenzsichernde Arbeit ist auch nur noch selten zu finden.
Für Menschen ab 50 und auch drunter käme dies einem 6er im Lotto gleich.


Gruß

Silvia
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"Die Ausschaltung der Schwachen ist der Tod der Gemeinschaft. "

Dietrich Bonhoeffer(1906-1945)
Silvia V ist offline  
Alt 03.03.2006, 16:56   #3
wolliohne
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Ort: Bonndeshauptstadt
Beiträge: 14.823
wolliohne Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Jo,genau so !

Mein Guitster,
bloß keine falsche Bescheidenheit !

Auch ich war 25 jahre im öffentl. Dienst,wie Du siehst schützt das auch nicht mehr vor AL !
Außerdem, den inzw. mind. 10 Mill. AL stehen 450.000 offene Stellen gegenüber,also wie soll das Funktionieren ?

Die Wahrheit ist, Uns geht die Arbeit aus, bloß sagen es die Verantwortlichen nicht öffentlich !
Nein Wir werden weiter belogen und betrogen um Unsere VS Leistungen,
und somit Entrechtet und i. d. Obdachlosigkeit geschickt.
Ich wiederhole mich gerne,aber es ist 1 Min. vor 12.
Hier wird "grob Fahrlässig mit dem Soz. Frieden gezündelt"!
NRW Min. Rüttgers wurde bereits zum verlasen des Landes aufgefordert,ich setzte noch einen drauf und sage,die komplette Regierung sollte gehen und zwar schnellstens !

Ein Rock muss durch Deutschland gehen!
__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
wolliohne ist offline  
Alt 04.03.2006, 07:53   #4
Chefkenner aus Sachsen
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Chefkenner aus Sachsen
Standard So mancher Wessi hat meine Bewunderung

Viele kaufen regelmäßig ein, aber schaffen sich nie wirklich etwas Ortsbindendes an, des Arbeitsmarktes wegen.

Ich, zu DDR-Zeiten in einer Großfamilie aufgewachsen, bekam fürs Leben von ihr kaum was mit. Erst durch meine Schwiegereltern wurde mir in jungen Jahren beigebracht, dass man sich im Leben was schaffen muss und dass man dafür arbeitet. So schaffte ich mir mit meiner Frau Werte an, auch ein Haus und Grundstück, ein Garten und zwei Söhne. Fürs Auto reichte es nicht, gab eh kaum welche zu DDR-Zeiten, aber Bahn und Bus funktionierten, nicht wie heute.
Dann kam die Wende 1990, plötzlich gabs viel mehr, nicht nur Autos.
Alles sprach positiv wegen der neuen Möglichkeiten, doch übrig geblieben sind bis heute nur "oft billige" Geschäftemacher, denen die Interessen der Kunden, außer es geht ums Geschäft, am ***** vorbei gehen.
Ortsgebunden durch die Anschaffungen des Lebens, um am Ende nicht alles zu verlieren, bin ich auf den regionalen, aber toten Arbeitsmarkt angewiesen.
Mein Onkel aus dem Westen, seit den fünfziger Jahren da, hat sich immer geleistet, immer konsumiert, aber nie feste und ortsbindende Anschaffungen getätigt. Beruflich mal im Norden, mal im Süden arbeitend, konnte er sich solche Bindungen aus der Notwendigkeit des Jobs nicht leisten.
Ich denke, der Westen ist um das Florieren des Arbeitsmarktes nicht daran interessiert, dass Menschen normaler Ausbildung sesshaft werden.
Zu DDR-Zeiten sagte mir mal meine meinen Eigenheimbau finanzierende Bänkerin, dass sie sich freue, wenn die Leute sich ein Dach übern Kopf bauen, dass sie mit dem Bus vorbeifahrend immer schaut, wie der Baufortschritt auf den Eigenheimbaustellen, die sie finanziert, ist. Nach der Wende bakam sie einen Dienstwagen gehobener Klasse, brauchte also nicht mehr mit dem Bus fahren. Ein kalter Wind wehte plötlich in den banken, so sagte sie mir, man warte nur darauf, dass jemand seine Raten nicht mehrbezahlen kann, denn dann macht die Bank erst richtig Geschäfte, zum Nachteil des Bankkunden. Irgendwie wartet alles nur darauf, so meine erfahrungen, einem die geschaffenen verkäuflichen Werte wieder wegzunehmen.
Bundesrepublik ist für mich Exkrement, eine scheiß Ausbeutergesellschaft ohne Moral und soziales Mitgefühl und dementsprechendes Denken. Aus allem wird ein Geschäft gemacht. Der Mensch gehört sich am Ende nicht mal mehr selbst, denn durch die Abhängigkeit vom Job muss er ein williges Spielzeug für andere sein, oder er ist arbeitlos, dann hat er wenigstens vor seiner Ausbeutung Ruhe, und das gefällt vielen Geschäftemachern hier nicht.
Chefkenner aus Sachsen ist offline  
Alt 04.03.2006, 15:16   #5
Barney
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Standard

Meinst du wirklich, das, was du schreibst, gilt nur im Osten? Ist nicht dein Ernst, nicht wahr? Dein Onkel ist doch nicht die ganze Bevölkerung. Auch in den westlichen Bundesländern gibt es Menschen, die sich Werte geschaffen haben, die ein Haus gebaut haben.

Ich habe eine Weile in einem Ort in BaWü gelebt, dort war bei meinem Hinzug die Wende noch nicht angekommen. Soll heißen, alle hatten Arbeit und lachten über die, die nur tariflich bezahlt wurden. Alle zwei Jahre wurde ein neues Auto gekauft, das Zweit- und Drittauto gehörte zum Standard, Urlaubsreisen gingen in die weite Ferne. Man dachte über das Ferienhaus in Frankreich oder der Toscana nach. Der Altersruhesitz sollte auf Mallorca sein. Die Nachbarin war schon dort.

Zwei Jahre hat es nur gedauert. Da hatten die Ehefrauen, die immer nur einen Minijob hatten, diesen verloren. Ja, einige der von den großen Firmen abhängigen KMUs mußten entlassen. Der Nachbar mußte sich einschränken, seine drei Kinder merkten bereits, das Papa arbeitslos war.

Die großen Unternehmen drohten, Werksteile ins Ausland zu verlegen.

In dem Ort machte sich die steigende Arbeitslosigkeit bemerkbar. Allerdings konnten die Menschen sie innerlich noch verdrängen.

Ich frage mich wie lange noch?
 
Alt 05.03.2006, 10:59   #6
Chefkenner aus Sachsen
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Beiträge: 28
Chefkenner aus Sachsen
Standard Deine Worte sind nicht situationserlösend,

aber sie tun gut. Ich kenne die Marktwirtschaft unmittelbar nur seit der Wende 1990. Es ist schon gut, wenn auch Du schreibts, was Du schon vorher erkanntest. Viele stellen sich bei uns, vielleicht auch bei euch, heute immer noch blind und gehörlos, manchmal sogar in der eigenen Familie, denn da ist der meiste Frust über die erfolglosen Bemühungen vorhanden, wenn der eine Partner nämlich weiterhin abgesichert eine gut bezahlten Tätigkeit nachgeht.
Tja, heute bin ich seit Anfang 2005 das fünfte Mal arbeitslos. Mir wurden von meiner Familie, besonders von meiner Frau immer Vorwürfe gemacht, sie allein suchte stets meine persönliche Schuld an meiner Arbeitslosigkeit. Deshalb genoss ich 2003 nach mehrfachen Selbstmordversuchen wegen der Arbeitslosigkeit einen 6-wöchigen Aufenthalt in einer geschlossenen Psychiatrie in meiner Umgebung wie einen Urlaub nur weg von der Familie. Zuhause wurde ich unter Druck gesetzt, nirgendwo anders, und das von meiner eigenen Frau,die auch weiterhin kein Veständnis für meine Chancen und meine Situation mich erkennen lässt. Fast in den Tod getrieben, aber zumindest in die Klappsmühle gebracht, ein ungestraftes Werk der eigenen Familie, nach 23 Jahren Ehe. Nun bekomm ich nirgendwo mehr Geld her, denn ALG II wurde abgelehnt, eine Job hab ich trotz Bewerbungen auch nicht, muss auf die Tasche meiner Frau leben, deshalb ging sie zum Scheidungsanwalt. Was wir uns in der langjährigen Ehe gemeinsam geschaffen hatten, zählt nichts mehr, denn durch mich kommt derzeitig kein Geld mehr in Haus und somit bin ich weiterhin dran.
Um sowas kümmert sich unsere Bundesfamilienmisnisterin nicht, nein, bei ihr werden die Frauen noch hochgehoben, unwissen darüber, was die eigentlich zu hause veranstalten.
Chefkenner aus Sachsen ist offline  
Alt 05.03.2006, 13:33   #7
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silly
Standard Re: So mancher Wessi hat meine Bewunderung

Zitat von Chefkenner aus Sachsen
Viele kaufen regelmäßig ein, aber schaffen sich nie wirklich etwas Ortsbindendes an, des Arbeitsmarktes wegen.

Ich, zu DDR-Zeiten in einer Großfamilie aufgewachsen, bekam fürs Leben von ihr kaum was mit. Erst durch meine Schwiegereltern wurde mir in jungen Jahren beigebracht, dass man sich im Leben was schaffen muss und dass man dafür arbeitet. So schaffte ich mir mit meiner Frau Werte an, auch ein Haus und Grundstück, ein Garten und zwei Söhne. Fürs Auto reichte es nicht, gab eh kaum welche zu DDR-Zeiten, aber Bahn und Bus funktionierten, nicht wie heute.
Dann kam die Wende 1990, plötzlich gabs viel mehr, nicht nur Autos.
Alles sprach positiv wegen der neuen Möglichkeiten, doch übrig geblieben sind bis heute nur "oft billige" Geschäftemacher, denen die Interessen der Kunden, außer es geht ums Geschäft, am ***** vorbei gehen.
Ortsgebunden durch die Anschaffungen des Lebens, um am Ende nicht alles zu verlieren, bin ich auf den regionalen, aber toten Arbeitsmarkt angewiesen.
Mein Onkel aus dem Westen, seit den fünfziger Jahren da, hat sich immer geleistet, immer konsumiert, aber nie feste und ortsbindende Anschaffungen getätigt. Beruflich mal im Norden, mal im Süden arbeitend, konnte er sich solche Bindungen aus der Notwendigkeit des Jobs nicht leisten.
Ich denke, der Westen ist um das Florieren des Arbeitsmarktes nicht daran interessiert, dass Menschen normaler Ausbildung sesshaft werden.
Zu DDR-Zeiten sagte mir mal meine meinen Eigenheimbau finanzierende Bänkerin, dass sie sich freue, wenn die Leute sich ein Dach übern Kopf bauen, dass sie mit dem Bus vorbeifahrend immer schaut, wie der Baufortschritt auf den Eigenheimbaustellen, die sie finanziert, ist. Nach der Wende bakam sie einen Dienstwagen gehobener Klasse, brauchte also nicht mehr mit dem Bus fahren. Ein kalter Wind wehte plötlich in den banken, so sagte sie mir, man warte nur darauf, dass jemand seine Raten nicht mehrbezahlen kann, denn dann macht die Bank erst richtig Geschäfte, zum Nachteil des Bankkunden. Irgendwie wartet alles nur darauf, so meine erfahrungen, einem die geschaffenen verkäuflichen Werte wieder wegzunehmen.
Bundesrepublik ist für mich Exkrement, eine scheiß Ausbeutergesellschaft ohne Moral und soziales Mitgefühl und dementsprechendes Denken. Aus allem wird ein Geschäft gemacht. Der Mensch gehört sich am Ende nicht mal mehr selbst, denn durch die Abhängigkeit vom Job muss er ein williges Spielzeug für andere sein, oder er ist arbeitlos, dann hat er wenigstens vor seiner Ausbeutung Ruhe, und das gefällt vielen Geschäftemachern hier nicht.
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Alt 05.03.2006, 13:44   #8
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Standard an chefkenner

sorry, ich hab hier wohl eine falscheingabe gemacht
silly
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Alt 05.03.2006, 16:04   #9
Barney
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http://www.elo-forum.org/forum/viewt...?p=38991#38991

Solche Dramen, wie in deiner Familie spielen sich leider z.Z. vielerorts ab, sowohl in den östlichen wie auch den westlichen Bundesländern. Überall dort, wo Massenentlassungen des einzigen Arbeitgebers in der Region anstehen, hat es Langzeitarbeitslosigkeit zur Folge.

Du kannst dir sicher vorstellen, dass auch dort nicht jede Ehe diese Belastung verkraftet.

Dir wünsche ich, dass du deine persönliche Krise meisterst. Selbstmordversuche sind, dass weißt auch du, keine Lösung sondern ein Hilferuf. Trotzdem belastet das zusätzlich auch die Angehörigen. Manch einer sieht dann nur noch die Lösung in der Flucht, wie offensichtlich deine Frau. Sie ist diesen Belastungen einfach nicht mehr gewachsen. Damit will ich sie nun nicht in Schutz nehmen. Sicherlich bemühst du dich nach ganzen Kräften, wieder eine Arbeitsstelle zu finden. Aber wo nichts ist, kann nichts gefunden werden.

Und ganz gewiss machst du dich in Haus und Garten nützlich. Oder kommt deine Frau nach der Arbeit nach Hause und muß dir das Essen kochen und das Bier an den Fernseher stellen?

Ich kann dir nur raten, nimm dein Leben wieder in beide Hände. Sollte eine Scheidung nun gar nicht zu verhindern sein, dann kämpfe um die Rechte, die du nach 23jähriger Ehe hast. Auch gutverdienende Ehefrauen müssen ihren geschiedenen arbeitslosen Exehemännern Unterhalt zahlen.

Wenn es irgend geht, vermeide einen Rosenkrieg, bei dem alle (außer der Anwalt) die Verlierer sind. Das Trennungsjahr, in dem dir Trennungsunterhalt zusteht, schafft, geschickt genutzt, Abstand von den alltäglichen Nicklichkeiten.

Hast du schon mal was von Mediation (Konfliktbewältigung) gehört? Mit Hilfe eines guten Mediators kann viel Ärger vermieden und viel Geld gespart werden.
 
Alt 06.03.2006, 11:42   #10
Chefkenner aus Sachsen
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Chefkenner aus Sachsen
Standard Offenheit muss schon sein, sonst erkennt man die Probleme ni

Ich denke, es ist schon richtig, wenn man auch malüber die privaten Auswirkungen der Arbeitslosigkeit schreibt, aber es wird leider viel zu selten gemacht, wohl aus Scham. Wie sollen die Oberen denn mitbekommen, was sich da sich oft für Dramen hinter geschlossenen Wohnungstüren abspielen.
Bei mir im Hause herrscht der Frust und die Wut meiner Frau wegen meiner Arbeitslosigkeit
Chefkenner aus Sachsen ist offline  
Alt 06.03.2006, 16:58   #11
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lotteliese
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Moin,
auch ich habe da meine Erfahrungen wegen meiner Arbeitslosigkeit gemacht. Von meinem Vater bin ich enterbt worden.
Meine Schwester hat von ihm ein neues Auto geschenkt bekommen, ich als Arbeitslose! darf ja kein neues Auto besitzen. Meine Schwester hält mich für asozial.
Meine Tante schenkte mir aufgrund meiner Armut eine Tüte mit alten Klamotten,
eine rostige Küchenwaage,
einen alten kaputten Plattenspieler,
eine Packung Kekse (9 Monate abgelaufen)
eine Tüte Chips (5 Jahre abgelaufen)
Meine Nachbarn grüssen nicht mehr, sie tratschen über mich und warten ,das ich endlich wegziehe ,weil ich nicht dazu passe.
Ich wohne in einer gutbürgerlichen Wohngegend, komme aus einer finanziel bessergestellten Familie.Und wenn es dunkel wird, ziehe ich los und wühle in Mülltonnen nach Essbarem und Keidung. Meine Möbel sind vom Sperrmüll.
Das war eine Zusammenfassung meines Lebens als Erwerbslose inmitten dieser scheinbar normalen Gesellschaft, und weiss nicht, wie ich mich fühle!
Gruss
Lieselotte
lotteliese ist offline  
Alt 07.03.2006, 01:18   #12
Barney
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Ich habe schon desöfteren gehört, dass jemand sein Kind enterbt hat.

Andererseits habe ich eine Bekannte, die hat geerbt. Nun bekommt sie kein Alg 2 und ihr Mann auch nicht. Sie sagt, so sparsam gelebt, wie jetzt, habe sie noch nie.

Und ich kann dir verraten, dass die noch nie mit Geld um sich geschmissen haben. Ich kann mich nicht erinnern, dass die jemals in Urlaub gefahren sind. Jetzt zu ihren beiden Kindern mal, Enkel hüten.
Vorher zum Vater, wenn der Hilfe brauchte.
Schlimm ist auch, wenn man sein Erbe für den alltäglichen Unterhalt einsetzen muß, ohne dass man Vorsorge für sein Alter treffen kann. Denn das können sie nicht auch noch davon bezahlen, sagte mir meine Bekannte.

Und in der Gegend, in der sie wohnt, gibt es auch keine Arbeit. Der einzige Betrieb wurde von der Treuhand abgewickelt. Und nun ist da zappenduster. Weg von dort können sie auch nicht, sie haben sich die Wohnung, in der sie wohnen gleich nach der Wende gekauft. Damals dachten sie wirklich noch, die blühenden Landschaften brauchen nur etwas länger.

Aber so wie bei dir, dass muß schon schlimm sein, wenn die eigenen Eltern nicht zu einem stehen.

Hast du deiner Tante auch schon mal was geschenkt?
 
Alt 07.03.2006, 07:43   #13
smt1972
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...
 
Alt 07.03.2006, 12:21   #14
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lotteliese
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Moin,
Meine Tante und ich haben nie eine engere Beziehung gehabt, demnach nie gegenseitige Geschenke. Sie wollte mir nur etwas Gutes tun,indem sie mir diese Dinge schenkte. sonst hat sie mit ihren Gaben die armen Äusländer!!! beglückt.
Auch mein Érbe ist mir so ziemlich egal, ich hätte keine Probleme damit, das Geld zu verleben. Besser als sich für die paar Kröten beim Sozialamt zu prostituieren. Es ist nur grauenvoll,wie sich in dieser Gesellschaft alles um Status und Geld dreht. Als Arbeitsloser hat man Dieses nicht und wird dementsprechend behandelt. Das betrübt mich am meisten!
Gruss Lieselotte
:kotz: :cry: :kotz: :cry: :motz:
lotteliese ist offline  
Alt 07.03.2006, 12:34   #15
Chefkenner aus Sachsen
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Chefkenner aus Sachsen
Standard Viel kann ich Dir nicht schenken,

Zitat von lotteliese
Moin,
auch ich habe da meine Erfahrungen wegen meiner Arbeitslosigkeit gemacht. Von meinem Vater bin ich enterbt worden.
Meine Schwester hat von ihm ein neues Auto geschenkt bekommen, ich als Arbeitslose! darf ja kein neues Auto besitzen. Meine Schwester hält mich für asozial.
Meine Tante schenkte mir aufgrund meiner Armut eine Tüte mit alten Klamotten,
eine rostige Küchenwaage,
einen alten kaputten Plattenspieler,
eine Packung Kekse (9 Monate abgelaufen)
eine Tüte Chips (5 Jahre abgelaufen)
Meine Nachbarn grüssen nicht mehr, sie tratschen über mich und warten ,das ich endlich wegziehe ,weil ich nicht dazu passe.
Ich wohne in einer gutbürgerlichen Wohngegend, komme aus einer finanziel bessergestellten Familie.Und wenn es dunkel wird, ziehe ich los und wühle in Mülltonnen nach Essbarem und Keidung. Meine Möbel sind vom Sperrmüll.
Das war eine Zusammenfassung meines Lebens als Erwerbslose inmitten dieser scheinbar normalen Gesellschaft, und weiss nicht, wie ich mich fühle!
Gruss
Lieselotte
Aber von mir erhälst Du Verständnis und Zuneigung, weil du hier wie leider nur wenige ehrlich auch über Dein durch Dich Erlebtes schreibst.
Sei hier iommer ehrlich, die Tür zum Verständnis steht Dir dann offen.
MFG
Chefkenner aus Sachsen ist offline  
Alt 07.03.2006, 12:40   #16
Chefkenner aus Sachsen
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Chefkenner aus Sachsen
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Zitat von smt1972
@Chefkenner: Du stehst nicht allein da mit Deiner Geschichte...

Schau zum Beispiel mal hier:

http://www.elo-forum.org/forum/viewt...?p=37715#37715

...dort ist ein kleiner Überblick über meine eigene Situation nachzulesen!

Selbstmord ist in der Tat keine Lösung, auch wenn alles schief läuft, was nur schief laufen kann...

Erschreckend ist für mich allerdings die Statistik in dem o. g. Umfrage-Thread!!! (das Ergebnis ist erst nach eigener Stimmabgabe ersichtlich)

Schade auch, dass dieser im Prinzip sehr wichtige Thread mittlerweile "eingeschlafen" ist, denn mich hätten auch andere Erfahrungsberichte interessiert - schließlich (be)trifft es uns alle in Sachen Hartz IV...

Weist Du, wo andere uns Arbeitslose in den ***** treten, müssen wir zusammen halten. Die4s geht aber nur, wenn wir zueinander ehrlich sind, denn unsere Arschtreter sind verlogen, das sollte alle längst wissen.
MFG
Chefkenner aus Sachsen ist offline  
Alt 10.03.2006, 14:11   #17
algoria
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Hallo allerseits!
Bei mir ist es auch so, daß scheinbar jeder genau beobachtet, was ich so tue, wofür ich Geld ausgebe usw. und wehe, da ist etwas Vermeintlich überflüssiges dabei. Das wird sofort unter die Nase gerieben. Ach eine Flasche Wein steht in der Küche? ODer ich habe doch wieder geraucht, obwohl ich es aufgeben wollte oder ich habe mir erlaubt, für Gäste etwas Schönes zu kochen pder war sogar in einer Musikkneipe.

Das darf ja alles nicht sein. Man soll zu Hause sitzen und sich täglich das Elend der anderen Leute im Fernsehen anschauen damit man nicht auf den Gedanken kommt, daß es einem selbst schlechtgeht.
Ich kann es nicht mehr hören!!! :motz:
 
Alt 10.03.2006, 18:04   #18
Chefkenner aus Sachsen
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Chefkenner aus Sachsen
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Red mit uns, da gehts Dir besser. Der einzige Ausweg aus der Arbeitslosigkeit heisst Job, und da bekommst Du oft weniger als während der Arbeitslosigkeit. Wirb und bewirb Dich mit Deinen fraulichen Reizen, dass sag ich Dir als Mann. Unternehmer sind primitiv und Stellenanbieter sind triebgesteuert. Spiel mit diesem Pack, bevor diese Pack mit Dir spielt.
MFG
Chefkenner aus Sachsen ist offline  
Alt 10.03.2006, 18:15   #19
Barney
Gast
 
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Standard

hallo algoria und herzlich willkommen,

schön, wenn du noch andere Dinge machst, als nur an die besch... Arbeitslosigkeit zu denken. Und auch schön, dass du noch Freunde hast, die du bewirten kannst oder Verwandte. Das solltest du auch hübsch weiter machen und dich nicht von missgünstigen Neidern davon abhalten lassen.

Nicht umsonst hat ein Gericht das Urteil gefällt, dass Nachbarn nicht mehr befragt werden dürfen. Diese elenden Neiddiskussionen!!! Die helfen niemandem weiter und machen einem nur das Leben schwer.

Andererseits ist es aber auch oft so, dass der Betroffene selber glaubt, dass der andere komisch guckt, obwohl der das gar nicht tut. Das beste ist dann, offensiv und freundlich auf den anderen zuzugehen und fragen. Solange man miteinander spricht, ist alles halb so schlimm.

Mit wem hast du denn ganz speziell deine schlechten Erfahrungen gemacht? Ich meine, nicht jeder kommt doch in deine Küche und sieht da die Flasche Wein? Oder schnuppern die am Schlüsselloch? :mrgreen:
 
Alt 10.03.2006, 18:25   #20
Anselm Querolant
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Keine Resignation!

Hallo Zusammen,

wenn ich mir den Thread hier so durchlese bekomme ich das kalte Grausen! :shock:

Nein!

Nicht weil es euch so schlecht geht und ihr dies auch offen mitteilt, sondern weil diese Resignation ansteckt. :motz::cry:

Das ist genau der Zustand, der von uns Arbeitslosen erwartet wird, um uns bestens unter Kontrolle zu halten! Resignation, Unterwürfigkeit und entsprechende Anpassung an sein "Looserschicksal" :|

@Chefkenner:
Ich weiß dass außenstehende Folgendes leicht sagen können, habe die Erfahrung aber selbst durchgemacht und nehme mir deshalb das Recht dir diese Erfahrung weiterzugeben.

Deine Frau, wenn sie dich so behandelt wie du dies schilderst, hat dich nie wirklich geliebt und ist es nicht Wert dass du bei ihr bleibst. Andere Mütter haben auch schöne Töchter, wobei aber darauf zu achten ist dass diese den Partner nehmen wie er ist, nicht wegen dem was er hat! :idee:

Der sinnvollere, wenn auch schwere Weg, ist es sich zu trennen und mit erhobenen Haupt einen Neuanfang zu starten - auch wenn dieser Weg zuerst leidvoll sein wird, ist er doch am Ende der bessere Weg für dich und alle in deiner Situation.

Mit einer Trennung steht dir auch ALGII und eine Wohnung zu, wobei ich glaube dass du hierbei ersteinmal Gegenwind von deinr Arge bekommen wirst. Dennoch ist es allemal besser, Ärger - mit grösster Aussicht auf Erfolg - für ein sinnvolleres, neues Leben in Kauf zu nehmen, als langsam zu verotten!

Mehr möchte ich dazu ersteinmal nicht sagen, denn auch Ratschläge können Schäge sein. ;)

Nun etwas zu meiner Person.
Ich bin um die 40, lebe in BaWü in einer 4 Zimmer Wohnung/90qm, bin in der IT, dort seit über 10 Jahren Allrounder in Sachen Programmierung, Netzwerke (Lan, San, Wan, SW+HW), Sicherheit, [...] "Selbstständig" und dennoch in HartzIV.
Bei Bewerbungen bin ich "überqualifiziert" und - das sagt aber niemand offen - zu alt, in der Selbstständigkeit jedoch allzuoft nicht skrupellos genug.

Zur Zeit lag ich mit meiner Arge im Clinch um mir meine hart erarbeitete Wohnung zu erhalten (Miete 490.- kalt + 60€ Nebenkosten und rund 170€ Strom, Nachtspeicher etc. zahlt die Arge!)

Ich habe mich bereits soweit durchgeboxt dass nun die 80€, die meine viel zugroße Wohnung (>90qm) über den "angemessenen" KDU kostet, als Kosten für das Arbeitszimmer - das ich brauche - übernommen werden!

Eigentlich hatte ich angestrebt, den Gerichten, bis hin zum Verfassungsgericht Arbeit zu bereiten, denn ich habe viele stichhaltige Argumente gegen Zwangsumzüge für Menschen in Situationen, die meiner ähneln. Da ich im seit langem im Mieterschutz bin hat dieser auch die Kosten für die Klage übernommen, die jedoch nicht weit durchgeführt werden konnte, da sich Arge und Richter auf den obigen Kompromiss verständigten.

Ihr seht also, wenn man den Kopf nicht hängen lässt und sich nicht einreden lässt man sei Mensch 2ter Klasse, kann man(n) mit zielstrebigem Einsatz etwas erreichen, auch wenn der Weg beileibe kein Honigschlecken ist. Allerdings muss man dabei immer mit Respekt und Augenmaß vorgehen, denn wer Keift und/oder Beleidigt oder gar unverhohlen droht,hat schneller verloren als einem lieb sein kann. ;)

Soweit, sogut.

Nun wo ich wieder etwas "Basissicherheit" habe möchte ich mich - und ich hoffe alle/viele/immer mehr hier im Forum helfen dabei - wieder etwas mehr um unser aller Situation kümmern.

Ein Gedanke dabei ist dass wir auf die Starße müssen, [ :laber: ] aber nicht um gegen HartzIV[1] zu demonstrieren, sondern für sozialversicherungspflichtige Arbeit die von HatzIV unabhängig macht.
Damit sind die Demos nicht so einfach in den Medien "niederzuschreiben" etc.! :hug:

Nun, das Ganze hat natürlich nur einen Sinn, wenn wir alle ein Netzwerk bilden/aufbauen, das heisst, treffen im Forum, Absprachen von Aktionen[2] und vorallem Information[en] und Motivation für ALGII-Betroffene die sich in ihr Schneckenhaus zurückgezogen haben und dort vor sich hin darben. :klatsch:


[1]
Demos gegen HartzIV, seien wir doch ehrlich, werden in den Medien abgehandelt wie: "Die wollen nur immer mehr Geld für's nichtstun...", ebenso wie beim Normalvolk noch über das "bequeme ALGII" und die "Parasiten" gedacht wird.
HartzIV muss über die Gerichte zurechtgestutzt werden, anders wird das sonst nichts.


[2]
Diese Aktionen sind einfach für die, die eine Computer und einen Drucker ihr eigen nennen.

Erstellen und Verteilen von Handzetteln vor den Argen, Arbeits- und Sozialämtern. Diese Handzettel müssen Internetadressen "unserer" Foren enthalten, ebenso für die, die keinen Computer haben, Tipps wie man auch ohne eigenen Computer ins Internet kommt (Internetkaffes, Kaufhäuser, Bekannte) und was wir erreichen wollen und können!

Mehr dazu bitte auf Anfrage, ich kann und will hier und jetzt nur Anregungen und Ideen aufzeigen, genauere Ausarbeitung erst bei echtem Interesse eurerseits und naturlich der Redaktion etc.

Ich wäre u. U. auch in der Lage, einen schnellen, gut ausgerüsteten und gesicherten Internetserver zur Verfügung zu stellen, natürlich müsste man für die monatlichen Kosten (ca. 50€ inkl. 50GB Traffik) zusammenlegen. Meine Arbeit ist selbstverständlich kostenlos!

Ach ja!
Lasst euch von meinem Nick nicht gleich ins Bockshorn jagen, als ich mich hier anmeldete meinte ich den "Querolant" nicht im eigentlichen Sinne des Wortes (Blind gegen Alles, ohne Rücksicht auf Verluste...), sondern wollte damit eine gewisse Kampfbereitschaft und Motivation für unser aller Anliegen aufzeigen. Ich sollte das Denken manchmal besser lassen oder? :pfeiff: ;)

Grüsse und so,
'Anselm'
 
Alt 10.03.2006, 18:36   #21
Chefkenner aus Sachsen
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Chefkenner aus Sachsen
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Odysseus kämpfte am Ende der Sage vorbildhaft um sein zuhause, adbei schwankte sien Frau auch hin und her. Und ich bin auch ein Mann, dem Odysseus ein Vorbild für sich selbst on der Arbeitslosigkeit und Jobsuche ist. Denn oft locken uns "die Sirenen" mit komischen Jobangeboten an, während die arbeitgebenden "Zyklopen" sich einen nach dem anderen suchen, um ihn auszuquetschen. Da gibts schon viele bildhafte Vergleiche, Arbeitssuche ist für mich wie die Odyssee des Odysseus.
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Alt 10.03.2006, 20:00   #22
andine
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Zitat von Chefkenner aus Sachsen
Wirb und bewirb Dich mit Deinen fraulichen Reizen, dass sag ich Dir als Mann. Unternehmer sind primitiv und Stellenanbieter sind triebgesteuert. Spiel mit diesem Pack, bevor diese Pack mit Dir spielt.
MFG
Ich bin auf der Suche nach Arbeit. Alles, was ich angeboten bekomme ist Arbeit als Prostituierte :shock: ... soviel zu den weiblichen Reizen, die ich allerdings nicht ausspiele. Mir reicht es schon so ... :kratz:

Oder Arbeit im 400-Euro Job, der erst nach 3 Monaten bezahlt wird.
Wenn es so weiter geht in Deutschland, kann man auch gleich nach Thailand gehen ...
 
Alt 10.03.2006, 21:39   #23
Barney
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@ Querolant,

übersetzen wir deinen Nick mal mit "Querdenker" ;)

Deine Meinung zu "Weg mit Hartz IV" ist ja schön und gut, nur leider gibt es nicht genug Arbeitsplätze für alle z.Z. Da können wir reden und reden. Wir kriegen das nicht weggeredet. Also muß für die, die auf die Hilfe der Allgemeinheit angewiesen sind, eine menschenwürdige Lösung gefunden werden. Und die ist nicht Hartz IV!

Natürlich sollte man die Forderung weg mit Hartz IV verbinden mit der Forderung, dass die Arbeit, die vorhanden ist, auch so verteilt wird, dass möglichst viele Menschen davon auch leben können und nicht weiter auf Almosen, denn mehr ist dieses Hartz IV nicht, angewiesen sind.

Hier im Forum wollen wir alle die unterstützen, denen von unfähigen Sachbearbeitern auf den Ämter das bißchen, was ihnen lt. Hartz IV zugebilligt wird, noch vorenthalten werden soll.

Und wenn wirklich mal jemand den Kopf hängen läßt, findet er hier Zuspruch und auch Trost. Das muß einfach auch mal sein.

Ich habe mir deine Beiträge (soviel sind es ja noch nicht. :) ) durchgelesen. Du hilfst dabei ja auch, so gut du kannst, nicht wahr?

Demos gegen HartzIV, seien wir doch ehrlich, werden in den Medien abgehandelt wie: "Die wollen nur immer mehr Geld für's nichtstun...", ebenso wie beim Normalvolk noch über das "bequeme ALGII" und die "Parasiten" gedacht wird.
HartzIV muss über die Gerichte zurechtgestutzt werden, anders wird das sonst nichts.

Demos alleine richten nichts aus. Da gebe ich dir recht. Mit Gerichtsprozessen und Widersprüchen popelst du ein bißchen an den Mißständen. Diejenigen, die nicht in der Lage sind, einen Widerspruch zu machen oder einen Gerichtsprozeß zu führen, bleiben auf der Strecke. Wo wohnst du? Gibt es bei euch keine Gestrandeten? Keine Bettler, verkaufen bei euch nicht immer mehr irgendeine Obdachlosenzeitung? Nein, Hartz IV gehört grundsätzlich geändert und die Protestdemos gehören dazu.

Klar helfen Handzettel. Am besten, zu setzt dich mal mit Edy oder Martin direkt in Verbindung über PN.
 
Alt 11.03.2006, 11:54   #24
algoria
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Hallo Barney

Mit wem hast du denn ganz speziell deine schlechten Erfahrungen gemacht? Ich meine, nicht jeder kommt doch in deine Küche und sieht da die Flasche Wein? Oder schnuppern die am Schlüsselloch? :mrgreen:[/quote]

Danke für deine Aufmunterung.
Das mit dem Wein war eine Nachbarin, mit der ich mich eigentlich gut verstehe. Mittlerweile bin ich immer irgendwie auf der Hut und fühle mich beobachtet, beeile mich auch nachzuweisen, daß ich mich um Arbeit bemühe. Ich bin ausgebildete Kosmetikerin (Fußpflege, Maniküre, Nagelmodellage usw.) aber das sind viele andere auch. Zum Selbständig machen fehlt mir das Geld.

Da nutzen auch die weiblichen Reize nichts. Die Salons werden von Frauen geführt. Die Bedingungen sind unter aller Kanone. Manchmal denke ich, ich soll noch Geld mitbringen, damit man mich gnädig einstellt.


Seid gegrüßt
 
Alt 11.03.2006, 16:11   #25
Chefkenner aus Sachsen
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Beiträge: 28
Chefkenner aus Sachsen
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Du musst männliche Chefs ansprechen, Frauen sehen in Dir, weil Du scheinbar gut aussiehst, sag ich als Mann, Konkurrenten. Doch wie kommst Du an diese männlichen Chefs? Übers regionale Branchenbuch. xxxxxxxxxxxxxxx

zensiert wg. Aufforderung zu krimineller Handlung!
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