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Start > > -> Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Allgemeine Fragen Nur Fragen zu Themen die nicht in bereits vorhandene Hilfeforen passen.


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Alt 14.09.2017, 09:42   #1
Wurtzbichler
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Wurtzbichler
Standard Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Guten Morgen,

hatte am Dienstag einen Termin zu oben genannten Thema.
SB bot mir einen Job bei der Tafel an, gefördert bis Ende 2018
zum Mindestlohn.

SB ist der erste der mir sofort sagte das das Programm
"Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt" freiwillig ist..

Soll dem SB telefonisch mitteilen ob ich am Programm teilnehmen will, oder nicht.

Aber nicht telefonisch, oder? Habe doch erst vor kurzem meine
Telefonnummer und Email Adresse löschen lassen.

Oder Abwarten was passiert wenn ich mich nicht melde?


Gruß
Wurtzbichler
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Alt 14.09.2017, 09:48   #2
RobbiRob
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RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Wenn Du das nicht möchtest und das freiwillig ist, dann sage doch mit unterdrückter Rufnummer telefonisch ab.
RobbiRob ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.09.2017, 23:46   #3
Holler2008
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Holler2008 Holler2008 Holler2008 Holler2008 Holler2008 Holler2008
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Ich wär jetzt mehr der Abwarter.


Was kam jetzt neulich beider Diskussion zur unterdrückten Rufnummer raus? Können die die Trotzdem sehen oder doch nur Polizei und Feuerwehr?


In so einem Fall wo ich aber nur 2 Euro/Stunde bekommen hätte war mein Argument, dass sich die Tafel gegenüber Supermärkten bei dem Lohn einen unfairen Vorteil gegenüber Supermärkten verschafft.
Weil ein Hilfsbedürftiger ja auch mit Essensmarken in den normalen Supermarkt kann.
__

Meine Posts beruhen auf meiner eigenen Erfahrung und sind keine Rechtsberatung.
Holler2008 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2017, 07:35   #4
Matt45
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Matt45
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Wenn zumindest der Mindestlohn bezahlt würde, würde ich lieber bei der Tafel arbeiten als bei irgendwelcher Zeitarbeitsfirma.

So kannst du wirklich etwas gutes tun und hast bis 2018 erstmal "Ruhe". Ob der Lohn ausreicht für dich, kann ich nicht beantworten.
Matt45 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2017, 07:58   #5
vidar
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vidar vidar vidar vidar
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Die Frage kannst du dir ggf. auch selbst beantworten. Je länger du nämlich bereits Arbeitslos bist, umso wichtiger bzw. förderlicher könnte es für dich sein, zumindest einen befristeten Job mit dem gesetzlich verankerten Mindestlohn von 8,84/Std. wieder nachgehen zu können. Interessant zu wissen wäre es jedoch, ob es sich hier bei der angebotenen Beschäftigung um eine Ganztags- oder Teilzeitstelle handelt. Positiv könnte es für dich auch sein, wenn du durch das dort erzielte monatliche Einkommen dich ggf. vom H4 Bezug verabschieden könntest.

Was mich aber irritiert ist, wieso die Annahme des Jobangebot auf freiwilliger Basis geschehen darf/soll. Normalerweise wird man mehr oder weniger hart dazu gezwungen, diesen Job auch anzunehmen, sofern keine wichtigen persönlichen oder gesetzlichen Gründe dem im Wege stehen.

Sollte es sich bei dem Jobangebot und einen 1,00 € oder 2,00 € Stundenjob handeln, würde ich diesen ablehnen.
__

(Dies ist meine persönliche Meinung und stellt keine Rechtsberatung dar)
vidar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2017, 11:57   #6
Pixelschieberin
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Pixelschieberin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Ist das eine sozialversicherungspflichtige Arbeit oder eine Maßnahme?

Beim "Job" schreibst einfach deine Bewerbung und gut iss.

Gehaltsvorstellung:
Ortsübliche Bezahlung für genau diese weisungsgebundene Tätigkeit.
So viel wie die Regal-Einräumer in den Supermärkten ringsum durchschnittlich bekommen.

Halte dir stets die Option offen, den ortsüblichen Lohn beim Arbeitsgericht zu erstreiten.
Stichwort: Wertersatzklage.

Keine Sorge - die trifft immer den Richtigen.
__

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Alt 15.09.2017, 13:33   #7
Wurtzbichler
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Wurtzbichler
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Hallo,

klingt für mich wie eine bezahlte Maßnahme.

es handelt sich um eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit, mit 30 Stunden pro Woche.

Entweder als Fahrer oder Lagerhelfer.

Bei mir ist keine Fahrpraxis vorhanden, also bleibt noch Lagerhelfer.

Soll mich "wenn ich möchte" vorstellen und Probearbeiten.


Gruß
Wurtzbichler
Wurtzbichler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2017, 14:35   #8
Gaestin
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Gaestin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

30 Stunden pro Woche 8.84
Mindestlohn, wieviel Urlaub etc. etc. würde ich erst mal klären,
KV und Rentenbeiträge etc.
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Alt 15.09.2017, 14:47   #9
Wurtzbichler
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Wurtzbichler
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Ehrlich gesagt möchte ich den Job gar nicht machen wollen,
habe bereits gesehen was für Leute da auflaufen, irgendwie wäre mir dieser Job unangenehm.

Stundenlohn 8,84.


Laut Internet Recherche soll man 1360,- brutto verdienen.
Aber rechnerisch komme ich nicht auf diesen Betrag,
was ist mit der Differenz?
Wurtzbichler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2017, 14:53   #10
Gaestin
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Gaestin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

1060 brutto, was wäre das netto?
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Alt 15.09.2017, 14:55   #11
Gaestin
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Gaestin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

120 mal 8,84 sind 1060, wie kommen die auf mehr?
Gaestin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2017, 15:04   #12
obi68->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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obi68 Enagagiertobi68 Enagagiertobi68 Enagagiertobi68 Enagagiertobi68 Enagagiertobi68 Enagagiertobi68 Enagagiertobi68 Enagagiertobi68 Enagagiertobi68 Enagagiertobi68 Enagagiert
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Zitat von Gaestin Beitrag anzeigen
120 mal 8,84 sind 1060, wie kommen die auf mehr?
Die meisten Monate haben etwas mehr als 4 Wochen a 30 Arbeitsstunden..

Ausgehend von einer 5-Tageswoche mit 6 Arbeitsstunden täglich, wären es beispielsweise im August 2017 23 Arbeitstage und somit 138 Stunden gewesen, was ein brutto von 1.219,92 ergeben hätte.
obi68 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2017, 15:16   #13
Gewerkschafter
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Gewerkschafter Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Der Job scheint gar nicht so schlecht zu sein, vielleicht lassen sich dort auch noch vernünftige Lebensmittel abstauben. Was mir bei diesen Jobs Kopfschmerzen bereitet, ist die Tatsache das nicht in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt wird. Man bleibt danach im ALG 2 Bezug. Aber da würde ich mich noch mal beim Träger erkundigen. Vielleicht läuft es ja in diesem Falle anders!!!!!
Gewerkschafter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2017, 18:36   #14
Pixelschieberin
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Benutzerbild von Pixelschieberin
 
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Pixelschieberin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Zitat von Gewerkschafter Beitrag anzeigen
[...] Vielleicht läuft es ja in diesem Falle anders!!!!!
Hast du schon mal erlebt, daß ein Träger ne Schippe drauf gelegt hat wenn ihm die real sheeps für lau zugetrieben werden?
__

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Pixelschieberin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2017, 19:25   #15
Claus.
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Claus. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

"Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt" ist so etwas ähnliches wie das LZA.

Meines Wissens nach freiwillig weil auch wieder eine "Begleitung" daherkommt.
Und natürlich -auch hier- ohne Beitragszahlungen zur Arbeitslosenversicherung (RV glaube ich auch nicht) ... diese Zahlungen würden ja die Lohnkosten der ach so wohltätigen Wohltäter in die Höhe treiben.
Selbstverständlichst fallen die auch unter die Nutznießer der Ausnahmen vom MiLo.

Eine leichte Arbeit ist die Mitarbeit in einer Tafel m.M.n. wohl sicher nicht - zumindest nicht wenn man nicht dazupasst. Nicht unbedingt wegen den Kunden. Sondern eher wegen der an extremste Rechtsradikalität und heftigste Fremdenfeindlichkeit erinnernde Hochnäsigkeit der Hausmütterchen die dort "helfen" weil es ihre soziale Stellung doch nicht zulässt einer niederen geregelten Arbeit nachzugehen. Zudem könnte es einem wöchentlich in den Fingern jucken, eine Meldung an die Lebensmittelüberwachung und Finanzamt zu schreiben.
Die Tafeln sind keine Konkurenz zu den Supermärkten, die entsorgen -gegen Spendenbescheinigung- die Waren die die Supermärkte nicht mehr verkaufen können, verkaufen wollen (schon mal aufgefallen - preisreduzierte Ware wg. nahendem MHD gibt es fast nirgendwo mehr), oder verkaufen dürfen.

Lesestoff noch
BMAS - Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&...8L391xhb3fHZEQ
Claus. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.2017, 20:11   #16
ckl1969
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ckl1969
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Zitat von Claus. Beitrag anzeigen
Eine leichte Arbeit ist die Mitarbeit in einer Tafel m.M.n. wohl sicher nicht - zumindest nicht wenn man nicht dazupasst. Nicht unbedingt wegen den Kunden. Sondern eher wegen der an extremste Rechtsradikalität und heftigste Fremdenfeindlichkeit erinnernde Hochnäsigkeit der Hausmütterchen die dort "helfen" weil es ihre soziale Stellung doch nicht zulässt einer niederen geregelten Arbeit nachzugehen. Zudem könnte es einem wöchentlich in den Fingern jucken, eine Meldung an die Lebensmittelüberwachung und Finanzamt zu schreiben.
Die Tafeln sind keine Konkurenz zu den Supermärkten, die entsorgen -gegen Spendenbescheinigung- die Waren die die Supermärkte nicht mehr verkaufen können, verkaufen wollen (schon mal aufgefallen - preisreduzierte Ware wg. nahendem MHD gibt es fast nirgendwo mehr), oder verkaufen dürfen.
Mei, unsere Gesellschaft wird doch von Tag zu Tag ein Stückerl kaputter.

Jetzt müssen sich schon Menschen die sich ehrenamtlich, teilweise bei Wind und Wetter hinstellen um Lebensmittel zu verteilen, beschimpfen lassen und unterstellen lassen, "das ihre soziale Stellung nicht zulässt einer geregelten Stellung nach zu gehen." Interessant, dass man mittlerweile sogar durch sein soziales Engagement offensichtlich für den einen oder anderen zum Freiwild werden kann das es zu beschimpfen gilt.

Die Tafeln dürfen im übrigen auch keine Lebensmittel verteilen, die Lebensmittelgeschäfte nicht mehr verkaufen dürfen. Sie dürfen nämlich, da sie lebensmittelrechtlich als Händler gelten, auch nur das verteilen, was auch in Geschäften verkauft werden dürfte.

Und ich weiss ganz sicher, dass in einer grossen deutschen Stadt pro Jahr, aus Spenden finanziert, Grundnahrungsmittel für ca. 750.000 EURO durch die örtliche Tafel zugekauft werden, um sie dann zu verteilen.

Man man man, mir fehlen bei sowas echt die Worte!
ckl1969 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2017, 11:15   #17
Pixelschieberin
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Pixelschieberin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Zitat von ckl1969 Beitrag anzeigen
[...] Und ich weiss ganz sicher, dass in einer grossen deutschen Stadt pro Jahr, aus Spenden finanziert, Grundnahrungsmittel für ca. 750.000 EURO durch die örtliche Tafel zugekauft werden, um sie dann zu verteilen. [...]
Manch finanziell klammen Mitbürger wäre es lieber, er könnte selbstbestimmt über derartige Gelder verfügen.
WER mag sich in stigmatisierendem Umfeld aufhalten, um in deren Genuß zu kommen?

Ziehen Ehrenamtliche ihre Befriedigung aus der Umverteilung dessen was für Gewerbetreibende nicht mehr verkäuflich ist?
Seis drum.

Sie stützen das System.
Wahrscheinlich ohne es zu wollen.
Das ist eine Beobachtung - keine Beleidigung.

Erinnert das nicht an die, die den Steigbügel gerne und dienend halten, sobald ihnen von den tatsächlichen Nutznießern der Misere ein anerkennender Schulterklopfer in Aussicht gestellt wird?
Von den Kirchen, dem Roten Kreuz, you name it - kann abgeschaut werden, wie das geht, andere für den eigenen Profit einzuspannen.
Freiwillige Zuarbeiter wollen sich wahrscheinlich gebraucht oder wahrgenommen fühlen.
Wie die Blutspender beim Roten Kreuz... machen sie sich nicht bewußt, wie deren Hilfsbereitschaft schamlos ausgenutzt wird und die Spendengelder in der Verwaltung versickern.

Mir will eine Reportage nicht aus dem Kopf, in der Hintergründe der Tafel-Deals beleuchtet wurden.
Getreu dem Motto:
Folge der Spur des Geldes.

Wirtschaftliche Aspekte wurden ans Licht befördert.
Unter Anderem auch der mit der Müllentsorgung und vorheriger Sortierung.
Einem nicht unerheblichen Kostenfaktor, von dem sich Lebensmittel-in-Umlauf-Bringer mit Hilfe der Tafeln entledigen.
Daß der von Tafel-Aktivisten aussortierte Müll den Händlern beim nächsten Besuch wieder zurück gebracht wird - davon war keine Rede.
Werden bei der Tafel wirklich keine Spendengelder für die kostenpflichtige Müllentsorgung umgerubelt?

Wie das mit der im Gegenzug rüber geschnippten Spendenquittung gewinnmindernd verrechnet wird, muß gewieften Koofmichs nicht erklärt werden.

Wie auch immer sich der gut meinende Ehrenamtliche dabei fühlt:
Sich bei der Tafel einzudecken, finden viele Mitbürger derart entwürdigend, daß sie lieber den Kitt aus dem Fenster knabbern, als sich dort - gut sichtbar für Jedermann - in eine Schlange einzureihen.
Vor die Wahl gestellt, ich ginge lieber im Dunkeln containern als zur Tafel.

Btw, ich verstehe nicht, weshalb körperlich fitte Leute überhaupt zur Tafel gehen.
In der Zeit, wo dort Beine in den Bauch gestanden werden, ist die "eßbare Stadt" abgeleuchtet.
Mutter Naturs verkehrsberuhigte-Zonen-Angebote empfinden sogar sensible Bienen als brauchbar.
Alles BIO.
Ungespritzt.

Für die, die nicht bei der kriegsgebeutelten Großmutter oder bei Jamie O.s "Arme-Leute-Küche" mit preiswertem Zeug legger kochen gelernt haben:
Kochkurse - wie diese in den 70ern beim Strom-Monopolisten - ZWANGLOS angeboten - wären die nicht "nachhaltiger" als Beutel mit angeditschtem Zeugs zu füllen, das derjenige nicht aus freien Stücken gewählt hätte?

So wie bei dem Gleichnis, in dem gefragt wird, was besser sei: Die Angel zu verschenken oder ein paar Fische?
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Pixelschieberin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 10:24   #18
Hexe45
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Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Thnx @ pixelschieberin und claus für eure Einschätzung, der ich eher zustimme als der von ckl69.

Die unseligen Tafeln gab es ja schon 2006, als ich auch mal 7 Mon lang Harz4 kosten durfte, weil infolge meines Reha Studiums alle Ansprüche auf ALG1 verfallen waren.

Ich hätte eher Pfandflaschen gesammelt und die Mülltonnen durchsucht als zur Tafel zu gehen.
Mir war klar, setzen sich die Suppenküchen durch, wird es die Spaltung der Bevölkerung massiv beschleunigen.

Und wehe du bist als Hartz4 Empfänger gegen die Tafeln, da kannste dir echt was anhören.
Ne, ne die Tafeln sind nichts gutes, wenn ich dann nur an die ganze Beweihräucherung zur Weihnachtszeit denke, wie toll doch die Tafeln sind.

Und hier kann ich´s nachlesen, es hat sich nichts geändert.
Sieht einer die Tafeln kritische, melden sich sofort die Tafelfreunde und dies meist agressiv.

In einem stimme ich ckl69 zu, die Welt wird jeden Tag ein bischen kaputter....
Allerdings habe die Tafeln auch zu einem Teil dazu beigetragen..

Von daher ein Danke an claus und pixelschieberin, ihr habt mich sehr gut auf den neuesten Stand gebracht.
Hexe45 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 21:00   #19
AnonNemo
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AnonNemo Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

@Matt45:
Auch wenn bei der Tafel der Mindestlohn bezahlt werden würde ... ich würde es ablehnen!

Durch die Tafeln wird H4 zementiert und der Staat hat eine (weitere) Gelegenheit sich aus seiner gesetzlich vorgegebenen Verantwortung zu stehlen ~> Ich (der Staat) brauche mich nicht darum kümmern, weil es Ehrenamtliche machen.

Es ist sogar zu befürchten, dass der Staat den Regelsatz kürzt, weil Vollsanktionierte über die Tafeln aufgefangen werden

& @vidar:
In so einem Fall würde ich sogar lieber bei einer ZAF arbeiten, weil ich dort die Chance habe - aufgrund meines Berufsabschlusses - höher als E1 eingestuft zu werden,
und
weil ich dort in meinem Ausbildungsberuf arbeiten würde!

-----------

Ich finde es beängstigend, dass Arbeitnehmer inzwischen bereit sind sich zum Mindestlohn zu verkaufen, nur damit sie wieder beschäftigt sind.

Zitat von Claus.
Die Tafeln sind keine Konkurenz zu den Supermärkten, die entsorgen -gegen Spendenbescheinigung- die Waren die die Supermärkte nicht mehr verkaufen können, verkaufen wollen
Auch wenn die Supermärkte die Tafeln als billige Müllentsorger missbrauchen (finanzielle Entlastung), würde ich nicht hergehen und die Tafeln als keine Konkurrenz hinstellen.

Würden die Supermärkte ihren Müll sachgerecht entsorgen, könnten sie mehr frische Ware verkaufen ... Ja, ich weiß; genießbares Essen wegwerfen hat einen sehr bitteren Beigeschmack, wenn man sich vor Augen hält, dass in der Dritten Welt (hundert-)tausende davon leben könnten.
In dem Fall frage ich mich; warum verschicken die deutschen Supermärkte diese Lebensmittel nicht in diese Hungerregionen, sondern entsorgen sie bei den eigenen Ärmsten? ~> Ist einfach billiger.

Nur mal als Beispiel:
In einem Supermarkt aus meiner Region ist regelmäßig die Verpackung von Katzenstreu beschädigt gewesen (20kg von der Palette in das Regal, Kunde wuchtet diese vom Regalboden in den Einkaufswagen ... ratsch ... Packung zurück in das Regal).
Warum hat der Supermarkt diese eingerissenen Packungen nicht dem Tierheim gespendet, sondern im Müll entsorgt?
~> Der Müll kann als Verlust verbucht werden, wird teilweise von einer Versicherung erstattet und das Tierheim hat die Packungen zum regulären Preis zu kaufen!

Zitat von ckl1969
Jetzt müssen sich schon Menschen die sich [...], teilweise bei Wind und Wetter hinstellen um Lebensmittel zu verteilen,
Verzeihung, ich wusste nicht, dass du in so einer ärmlichen Region lebst, in der die Tafel keine geschlossenen Räumen zur Verfügung hat um die Nahrungsmittel zu sortieren und zu verteilen.
Wie das wohl mit der Hygiene dort aussieht ... alles passiert auf dem Hof, ggf. sogar im Matsch?
AnonNemo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 21:56   #20
ckl1969
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ckl1969
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
Verzeihung, ich wusste nicht, dass du in so einer ärmlichen Region lebst, in der die Tafel keine geschlossenen Räumen zur Verfügung hat um die Nahrungsmittel zu sortieren und zu verteilen.
Wie das wohl mit der Hygiene dort aussieht ... alles passiert auf dem Hof, ggf. sogar im Matsch?
Ich wohne in einer Stadt, in der die Tafel mehrere Ausgabestellen hat. Da gibt es nicht an jeder Ausgabestelle geschlossene Räume.

Wochenmärkte finden aber auch, zumindest hier, nicht in geschlossenen Räumen statt. Dennoch stehen dort weder die Händler noch die Waren im Matsch und die Hygiene dort ist auch ganz ok.

Von daher, an den Ständen die die Tafelhelfer dort jeweils aufbauen, zieht es im Winter dann schon das eine oder andere mal.

Spannend find ich auch, dass hier offensichtlich die Meinung herscht, die Lebensmittel kämen alle aus Supermärkten. Ein nicht unerheblicher Teil kommt von Bäckern, Metzgern, (Gross-)Markthändlern, kleineren Einzelhändlern etc. Also nicht von "den grosskapitalistischen Ketten die nur ihre Entsorgungskosten drücken wollen".

Geändert von ckl1969 (17.09.2017 um 22:16 Uhr)
ckl1969 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 23:00   #21
goodwill
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goodwill goodwill goodwill goodwill goodwill
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Zitat:
Gefördert werden Arbeitsverhältnisse, die zusätzlich und wettbewerbsneutral sind und im öffentlichen Interesse liegen. Die Förderung ist als Festbetragsfinanzierung ausgestaltet und beträgt bei 30 Stunden 1.320 Euro. Auch ein Einstieg in die geförderte Beschäftigung mit stufenweise erhöhter Anzahl der Wochenstunden ist möglich.

Seit dem 1. Januar 2017 sind die Förderbeträge an den seit dem geltenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro brutto je Zeitstunde angepasst. Die Förderung je Arbeitsplatz beträgt bis zu 1.370 Euro pro Monate bei 30 Wochenstunden. Die förderfähigen Obergrenzen bei 15, 20 bzw. 25 Wochenstunden betragen 690, 915 bzw. 1.140 Euro.
Weteres hierzu unter diesem Link
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Alt 18.09.2017, 11:09   #22
OpfersNam
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Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Hier bei mir um die Ecke gibt es auch eine Tafel und da scheint es eher hygienisch und nicht zu stressig zu laufen.
Vor Jahren bin ich mal bei einer anderen Tafel vorbeigekommen, da wurde allerdings vom Leiter ein regelrechter Militärton angeschlagen.
Vermutlich kann da ein Idiot in der Leitung die Sache versauen, denn viel zu melden hat man dort als ehemaliger Alg2 Empfänger und Hilfskraft nicht.

Eine Frage ist, ob man durch diese Tätigkeit nicht auf den Handlanger festgelegt wird und ob nach Auslauf dieser geförderten Beschäftigung dann nicht verlangt wird, dass man ähnliche Tätigkeiten bei Aldi, Lidl und Konsorten ausübst, wo es dann nicht mehr so geruhsam zugeht. Deine Belastbarkeit und dass du für diese Art von Tätigkeit taugst, hast du dann ja gezeigt.
Das wäre möglicherweise das Erwachen.

Dieses geförderte Angebot soll doch vermutlich auf eine anschliessende Tätigkeit vorbereiten oder steht das ausserhalb einem längerfristigen Integrationskonzept?

Geändert von OpfersNam (18.09.2017 um 11:34 Uhr)
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Alt 18.09.2017, 11:23   #23
Wurtzbichler
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Wurtzbichler
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Hallo,

interessant, da teilen sich aber die Meinungen zum Thema Tafeln.

wie ich so lese zahlen die nicht mal für meine Rente oder Arbeitslosenversicherung, so werde ich nicht bei der Tafel tätig werden,
da freiwillig erwartet mich keine Sanktion so der SB.

Sicher kann man, wenn man dort arbeitet, die ein oder anderen
Lebensmittel ergattern, brauche ich allerdings "noch nicht".

Werde die Sache abwarten und mich nicht telefonisch beim SB dazu melden, mal sehen was als nächstes kommt.

Danke für die rege Teilnahme
Wurtzbichler
Wurtzbichler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2017, 13:32   #24
Matt45
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Matt45
Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Hallo zusammen.

Natürlich kann jeder denken über die Tafeln wie er möchte, aber:

ICH würde lieber bei der Tafel arbeiten(Dienst an den Menschen), als im Callcenter oder bei irgendwelcher Leiharbeitsfirma. Sollte sich der "Starter" hier auch noch einmal überlegen. Ist aber nicht böse gemeint von mir. Wenn dein SB "nächste" Woche eine Stelle(Schichtdienst, schwere Arbeit.....) bei der Zeitarbeit für dich hat.......Hast du durch dein Warten wirklich viel erreicht?

Das Argument mit der "Zahlung" in die Rentenversicherung(AV) halte ich für nicht so wichtig. Selbst wenn gezahlt wird, wird die spätere Rente(oder AV) nicht ausreichen.
Wir "reden" hier nur vom Mindestlohn!

Du kannst ja auch bei der Tafel arbeiten und trotzdem nach etwas anderen schauen.

Ich halte die Tafeln für wichtig in Deutschland, daher vielleicht nicht jedermanns Antwort.
Matt45 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2017, 14:12   #25
Wurtzbichler
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Standard AW: Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt, Job bei der Tafel, was ist davon zu halten?

Zitat von Matt45 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen.

Natürlich kann jeder denken über die Tafeln wie er möchte, aber:

ICH würde lieber bei der Tafel arbeiten(Dienst an den Menschen), als im Callcenter oder bei irgendwelcher Leiharbeitsfirma. Sollte sich der "Starter" hier auch noch einmal überlegen. Ist aber nicht böse gemeint von mir. Wenn dein SB "nächste" Woche eine Stelle(Schichtdienst, schwere Arbeit.....) bei der Zeitarbeit für dich hat.......Hast du durch dein Warten wirklich viel erreicht?
Wird hoffentlich nicht passieren, aber wenn.
Weiß ich mittlerweile wie man sich bei Zeitarbeitsfirmen bewirbt, um den Job auch wirklich zu bekommen.

Geändert von Wurtzbichler (18.09.2017 um 14:28 Uhr)
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