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Alt 30.08.2017, 21:23   #1
MrBigHelz
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Registriert seit: 18.01.2016
Beiträge: 18
MrBigHelz
Standard Würdet ihr da überhaupt noch Probearbeiten gehen ?

Guten Abend,

kurz zur Situation:

Ich hatte gestern ein Vorstellungsgespräch gehabt. Für eine Anstellung im Lager. Ich fasse die Fakten kurz zusammen:

-Der Stundenlohn würde wohl weniger als 11 € betragen.(Tarif:1.682 - 2.268 €, er spricht von ca 1100, 1200 €)
-Die Arbeitszeit ist sehr lang. Arbeitsbeginn 6 oder 7 Uhr, Ende 16, 17 Uhr. Eine Stunde Pause
-Natürlich erwarten sie obendrauf noch Überstundenbereitschaft( die ich natürlich habe, aber wer will den 11, 12 Stunden arbeiten ?)
-Arbeit mit schwerer Ware.
-Bei der Führung habe eine sehr "eindeutige" Stimmung unter den Lagerarbeitern bemerkt. Die sahen alle sehr "zufrieden" aus und begegneten dem Lagerleiter sehr "entgegenkommend".
-Ich müsste mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Die Anreise dauert so zwischen Einer und Anderthalb Stunden.
Wenn Bus und Bahn wieder sehr zuverlässig wie immer sind zwischen zwei und drei Stunden.

Heißt wenn es besonders viel zu tun gibt bin zwischen 12 und 14 Stunden außer Haus.

Noch weiß das Jobcenter nicht das mir Probearbeiten(die wollen natürlich 5 Tage, ich denke aber das 3 Tage reichen(Kollegen sind im Urlaub, aber wer glaubt an Zufälle) um festzustellen ob ein Bewerber zu etwas taugt)) angeboten wurde. Und was sie nicht wissen brauchen sie auch nicht unbedingt zu wissen oder ?
MrBigHelz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2017, 21:51   #2
dagobert1
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Ort: örtlich
Beiträge: 4.357
dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1 dagobert1
Standard AW: Würdet ihr da überhaupt noch Probearbeiten gehen ?

Zitat von MrBigHelz Beitrag anzeigen
Noch weiß das Jobcenter nicht das mir Probearbeiten(die wollen natürlich 5 Tage, ich denke aber das 3 Tage reichen(Kollegen sind im Urlaub, aber wer glaubt an Zufälle) um festzustellen ob ein Bewerber zu etwas taugt)) angeboten wurde.
Wie wird das bezahlt?
Unbezahlte Probearbeit ist unzulässig, da sittenwidrig.
Wird das schriftlich fixiert (als Absicherung für dich, dass dir niemand Schwarzarbeit unterstellen kann)?
Nach diesen zwei Fragen musst du möglicherweise nicht mehr absagen.
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Alt 30.08.2017, 22:00   #3
MrBigHelz
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Registriert seit: 18.01.2016
Beiträge: 18
MrBigHelz
Standard AW: Würdet ihr da überhaupt noch Probearbeiten gehen ?

Da kommen mir jetzt Fragen auf:

Ich weiß von einem Bekannten das der Betrieb und das Jobcenter miteinander kommunizieren wenn es zu einer Probearbeit kommt.Und das er damals mit dem potenziellen Arbeitgeber 2 Tage abgesprochen hat und über seinen Kopf 5 Tage daraus wurden.
Was genau sprechen die eigentlich noch alles miteinander ab ?

Kann mir da jemand nen Mail-text vorschlagen ?
Ich könnte damit anfangen das ich noch ein paar Fragen hätte.(Und Nein, kein Copy und Paste)

Ich persönlich möchte aber noch etwas klarstellen:
-Ich bin nicht "Arbeitsscheu" ich arbeite um zu leben und nicht umgekehrt.
-Ich lasse mich nicht länger verarschen. Nach Zeitarbeit und einem fragewürdigen Arbeitsverhältnis ist mein "dicker Pelz" durch. Und das freiliegende blutige Fleisch darunter schmerzt und macht mich wütend.
-Ich würde auch umsonst Probearbeiten und über das eine oder andere hinwegsehen wenn ich sehe das ich anständig behandelt und entlohnt werde.

Geändert von MrBigHelz (30.08.2017 um 22:32 Uhr)
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Alt 30.08.2017, 23:10   #4
Holler2008
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Beiträge: 1.195
Holler2008 Holler2008 Holler2008 Holler2008 Holler2008
Standard AW: Würdet ihr da überhaupt noch Probearbeiten gehen ?

Wenn du die Fragen von dagobert1 mündlich stellst, habe sie nicht weniger Wirkung und es gibt keinen Beweis aus dem man dir einen Strick drehen kann.
(normal hätte man die beim Vorstellungsgespräch stellen müssen)
__

Meine Posts beruhen auf meiner eigenen Erfahrung und sind keine Rechtsberatung.
Holler2008 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2017, 00:40   #5
Doppeloma
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Registriert seit: 30.11.2009
Beiträge: 9.212
Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Böse AW: Würdet ihr da überhaupt noch Probearbeiten gehen ?

Hallo MrBigHelz,

Zitat:
-Der Stundenlohn würde wohl weniger als 11 € betragen.(Tarif:1.682 - 2.268 €, er spricht von ca 1100, 1200 €)
Dürfte in der Branche nicht unüblich sein, so lange der Mindestlohn gezahlt wird hast du keinen Ablehnungsgrund deswegen.

Ist das ein VV (mit RFB) vom Amt gewesen oder hast du dich dort eigenständig beworben und das JC weiß noch NICHTS davon, jedenfalls nicht von dir ???

Zitat:
-Die Arbeitszeit ist sehr lang. Arbeitsbeginn 6 oder 7 Uhr, Ende 16, 17 Uhr. Eine Stunde Pause
Wenn die Pausen auch eingehalten werden ist das als Vollzeit-Arbeit (5- Tage-Woche) noch knapp "erlaubt", mit regelmäßigen Überstunden ist dann aber NIX mehr ...

Zitat:
-Natürlich erwarten sie obendrauf noch Überstundenbereitschaft( die ich natürlich habe, aber wer will den 11, 12 Stunden arbeiten ?)
Es gibt Bereiche wo das unvermeidbar ist, ob ein (dieses) Lager dazu gehört kann ich nicht beurteilen, mehr als 10 Arbeits-Stunden täglich dürfen nur in Ausnahmefällen sein, jedenfalls nicht 5 - 6 Tage hintereinander ohne frei dazwischen.

Zitat:
-Arbeit mit schwerer Ware.
Soll in der Lagerwirtschaft vorkommen, wenn das gesundheitlich für dich ein Problem ist, dann solltest du direkt die Finger davon lassen.

Zitat:
-Bei der Führung habe eine sehr "eindeutige" Stimmung unter den Lagerarbeitern bemerkt. Die sahen alle sehr "zufrieden" aus und begegneten dem Lagerleiter sehr "entgegenkommend".
Die werden schon wissen warum, aber das kann auch dein "persönlicher Eindruck" sein, weil dir das Ganze schon wenig "behagt" ...

Zitat:
-Ich müsste mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Die Anreise dauert so zwischen Einer und Anderthalb Stunden.
Wenn Bus und Bahn wieder sehr zuverlässig wie immer sind zwischen zwei und drei Stunden.
Wie man zur Arbeit kommt interessiert den AG eher selten und bis zu 2,5 Stunden Pendelzeit sind mindestens zumutbar, in ländlichen Gegenden durchaus auch mehr ... gelegentliche (auch wetterbedingte) Verkehrsstörungen kann und wird es überall mal geben.

Das nehmen Millionen täglich in Kauf, wenn sie halbwegs gerne zur Arbeit fahren ...

Zitat:
Heißt wenn es besonders viel zu tun gibt bin zwischen 12 und 14 Stunden außer Haus.
Kann wohl passieren, sollte aber besser nicht täglich der Fall sein, das muss dann im Arbeitsvertrag klar geregelt sein, wie viele Überstunden monatlich anfallen "könnten" und wie dann konkret die Vergütung dafür erfolgt ... und / oder in welchem Zeitrahmen das als Freizeit zu gewähren ist.

Zitat:
Noch weiß das Jobcenter nicht das mir Probearbeiten(die wollen natürlich 5 Tage, ich denke aber das 3 Tage reichen(Kollegen sind im Urlaub, aber wer glaubt an Zufälle) um festzustellen ob ein Bewerber zu etwas taugt)) angeboten wurde.
Dafür gibt es die gesetzliche Probezeit, ansonsten ist das aber auch zu bezahlen, also frage direkt danach wie man dir die "Probe-Arbeit" bezahlen wird, dann wird man wohl schnell auf deine Mitarbeit verzichten.

Es ist inzwischen eine verbreitete "Unsitte" geworden die Leute erst mal einige Tage unbezahlt ausprobieren zu wollen und oft genug ist der aktuelle Personal-Engpass damit dann schon erledigt und man stellt fest, dass du doch nicht so gut geeignet bist oder sonst nicht "in die Lager-Landschaft passt" (weil inzwischen alle aus dem Urlaub zurück sind ;-))) .

Wenn du dich darauf ohne Kenntnis und Genehmigung des JC einlässt, dann machst du strafbare Schwarzarbeit und das auch noch OHNE Bezahlung und Versicherung, bei dieser körperlich schweren Tätigkeit würde ich mir das aber mindestens 3 Mal überlegen.

Wenn was passiert (ohne Kenntnis des JC davon), dann sieht sich NIEMAND dafür verantwortlich, der AG wird deine "Freie"- Mitarbeit ja auch nicht irgendwo anmelden.

Zitat:
Und was sie nicht wissen brauchen sie auch nicht unbedingt zu wissen oder ?
Du bist nicht erst seit gestern hier angemeldet und dazu gibt es schon einige Themen und Beiträge, was davon generell zu halten ist und was man zu tun hat, wenn man sich darauf trotzdem einlassen will.

In der vagen Hoffnung vielleicht einen Job zu bekommen, den man ja eigentlich (bei den Arbeitsbedingungen) gar nicht haben will ...

Das JC wird das dann als "Eingliederungs-Maßnahme bei einem AG" großzügig bewilligen und "tarnen" (das kann sogar bis zu 6 Wochen gehen) und schon hat alles wieder "seine Ordnung".

Besonders für den AG ist das eine sehr lohnende Angelegenheit, warum sollte der da noch Leute fest einstellen wollen wenn das JC ihm die auch ohne Arbeitsvertrag und Bezahlung überlässt.

Er spart nicht nur deinen Lohn sondern auch die Sozial-Beiträge (für KK / AfA und Rentenkasse), die er auch für eine kurze bezahlte "Probearbeit" leisten müsste.
Soweit ich weiß bekommen die sogar noch Geld vom JC für deine Betreuung während dieser "Eingliederungs-Maßnahme" und du bekommst weiter ALGII, weil du so "brav" bist und allen eine Freude gemacht hast ...

Zitat:
Ich weiß von einem Bekannten das der Betrieb und das Jobcenter miteinander kommunizieren wenn es zu einer Probearbeit kommt.Und das er damals mit dem potenziellen Arbeitgeber 2 Tage abgesprochen hat und über seinen Kopf 5 Tage daraus wurden.
Was genau sprechen die eigentlich noch alles miteinander ab ?
Was die so miteinander "absprechen" kann dir doch völlig EGAL sein, man muss nirgends in D ohne Bezahlung arbeiten, damit verringerst du auch NICHT deinen Leistungsbedarf.

Bereinigst nur mal eine Zeit die ALO-Statistik, bist ja in einer "Maßnahme", das kann dir auch passieren, dass die dann länger gehen wird als dir lieb ist und wer eine Eingliederungsmaßnahme abbricht kann sanktioniert werden.

Irgendwelche "Absprachen" (zwischen AG und JC) wirst du dazu kaum beweisen können, aber dass es so was gibt, ist doch schon lange ein offenes Geheimnis ... sonst würde das ja nicht bundesweit schon so gut funktionieren.

Die Armuts-Industrie wächst und gedeiht dabei und immer mehr reguläre Arbeit wird über solche "Scheinmaßnahmen" erledigt, ohne Zahlungen in die Sozial-Kassen von den AG und ohne wirklich Leute auf Dauer wieder einzustellen.

Wer dort noch fest angestellt ist wird ausgepresst wie eine Zitrone ... bis er nicht mehr KANN ... die geschilderten Arbeitsbedingungen sprechen doch dazu schon ihre eigene Sprache ...

Wer noch einen Job hat der lebt in der Regel NUR noch, um zu ARBEITEN, der "allgemeine Arbeitsmarkt" wird doch schon lange mit Arbeitslosen in diversen Maßnahmen "subventioniert", mögen sie nun Probe-Arbeit oder Praktika heißen ..."Hauptsache BILLIGE Arbeitskräfte, möglichst ganz umsonst" ...

Den "NULL-Euro-Job" gibt es doch längst, der wird nur neutraler "Eingliederungs-Maßnahme bei einem AG" genannt und nach Bedarf der AG auch gerne mal verlängert ... bezahlt aus dem Vermittlungsbudget der AfA ...

Zitat:
Kann mir da jemand nen Mail-text vorschlagen ?
Ich könnte damit anfangen das ich noch ein paar Fragen hätte.(Und Nein, kein Copy und Paste
)

Mail-Text für wen genau bitte ???

Zitat:
Ich persönlich möchte aber noch etwas klarstellen:
-Ich bin nicht "Arbeitsscheu" ich arbeite um zu leben und nicht umgekehrt.
Dann halte dich daran und stelle dich nicht freiwillig für strafbare Schwarzarbeit zur Verfügung ... Arbeit ist zu bezahlen und sonst gibt es auch NIX "zur Probe" ... in der gesetzlichen Probezeit kann vertraglich geregelt sehr kurzfristig gekündigt werden, also WO ist das Problem für den AG ... man kann auch Aushilfen befristet einstellen bei Personal-Engpässen ...??????

Zitat:
-Ich lasse mich nicht länger verarschen. Nach Zeitarbeit und einem fragewürdigen Arbeitsverhältnis ist mein "dicker Pelz" durch. Und das freiliegende blutige Fleisch darunter schmerzt und macht mich wütend.
Kann ich durchaus nachvollziehen und ich persönlich bin sehr froh mit diesem inzwischen so "verkommenen" Arbeitsmarkt nichts mehr zu tun haben zu müssen ... ich habe in fast 40 Berufsjahren niemals "umsonst" irgendwo auch nur einen Tag gearbeitet und ich hatte ganz gewiss nicht nur "Traumjobs", ich hätte jedem AG "den Vogel gezeigt" der von mir so was erwartet hätte.

Zitat:
-Ich würde auch umsonst Probearbeiten und über das eine oder andere hinwegsehen wenn ich sehe das ich anständig behandelt und entlohnt werde.
Anständig behandelt und entlohnt wirst du aber von KEINEM AG, der dich schon VOR der Einstellung schamlos ausnutzen will auf Kosten der Allgemeinheit ... du arbeitest schwer und bekommst "gnädigerweise" weiter Hartz 4 ... Gehts noch ...

Ein seröser AG stellt dich ERST mit Arbeitsvertrag ein und bezahlt dich ab dem ersten Arbeitstag regulär, es lassen sich schon zu Viele auf "umsonst" ein, darum funktioniert das überhaupt nur ... und die JC "fördern" das auch noch fleißig, für echte Förderung der Arbeitslosen ist angeblich nie Geld da aber dafür reicht es immer.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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