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Start > > -> Kündigung der Privaten-Krankenversicherung, wie wechseln in die gesetzliche KV, nach Jobaufgabe?

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Alt 02.08.2017, 14:54   #1
Arbeitslosnaund?
Elo-User/in
 
Registriert seit: 01.08.2017
Beiträge: 9
Arbeitslosnaund?
Standard Kündigung der Privaten-Krankenversicherung, wie wechseln in die gesetzliche KV, nach Jobaufgabe?

Hallo alle,

mein erster Beitrag hier, und auch gleich eine Frage. Thema: Wechsel der KV nach Kündigung des Jobs (Alter: 51 J.). Bin bisher in der privaten KV, da verbeamteter Lehrer. Habe nun den Job gekündigt (bitte nicht nach Gründen fragen, das würde vom Thema wegführen). Ich weiß nicht genau, was nun KV-technisch passiert. Die Beiträge für dieses Jahr habe ich im voraus entrichtet, damit ist der (gesetzmäßig vorgeschriebene) Schutz ja gegeben.
Aber was passiert danach, wenn ich z.B. am 1.1.2018 noch keinen Job habe? Soll/Kann ich die die priv. KV kündigen und in die gesetzl. Vers. wechseln? Von mir aus wäre das o.k, da ich nicht chronisch krank bin und irgendwelche teuren Sonderkonditionen brauche.
Bisher habe ich noch keine Gespräche mit meiner eigenen Versicherung geführt (wäre das taktisch klug?).

Welche Rolle spielt bei dem Ganzen eine Arbeitslosmeldung? ALG oder „Hartz IV“ stehen außer Frage (s.o.). Ich würde sie auch nicht beantragen wollen. Die „Dame vom Arbeitsamt“ sagte bei einem Besuch, sie habe keine Ahnung von KV. Eine Arbeitslosmeldung bedeute, dass ich mich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen müsse (wir kennen ja wohl alle die „witzigen“ Job-Angebote der AA).
Bei mir würde das aber momentan nicht gehen, denn es stehen zumindest bis Dezember einige mehrtägige Weiterbildungen an. Macht es evtl. dennoch Sinn, sich arbeitslos zu melden, da damit ja wenigstens Zeiten f.d. RV ruhen?
Besonders spannend wird es, wenn ich mit diversen Varianten von Selbstängkeit über die Runden kommen muss, denn da gibt es ja genügend Geschichten völlig unmöglicher Forderungen der privaten KV, inkl. Pfändungen des Gerichtsvollziehers. Das möchte ich auf jeden Fall vermeiden.
PS Ich habe eine Schwerbehinderung.
Vielen Dank für die Informationen.

Geändert von Seepferdchen (03.08.2017 um 17:54 Uhr) Grund: Ich habe mir erlaubt, ein paar Absätze zuzufügen! Das sollte die Lesbarkeit erhöhen...von Texter
Arbeitslosnaund? ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2017, 15:25   #2
gbgb
Elo-User/in
 
Registriert seit: 14.07.2017
Beiträge: 64
gbgb
Standard AW: Kündigung bei PKV

Zitat von Arbeitslosnaund? Beitrag anzeigen
Habe nun den Job gekündigt
du meinst: Antrag auf Entlassung aus dem Dienst?

Zitat von Arbeitslosnaund? Beitrag anzeigen
Ich weiß nicht genau, was nun KV-technisch passiert. Die Beiträge für dieses Jahr habe ich im voraus entrichtet, damit ist der (gesetzmäßig vorgeschriebene) Schutz ja gegeben.
Bisher war das ja sicher ein PKV-Tarif unter Berücksichtigung der Beihilfe, also bspw. nur 50% Restversicherung. Ohne die Beihilfe, die ja jetzt weggefallen ist, "passt" der PKV-Tarif ja nicht mehr. Entweder fehlen zumindest 50% Leistung oder es ist sogar so, dass der Tarif voraussetzt, dass man beihilfefähig ist und wenn man das nicht ist, muss man verpflichtend den Tarif wechseln. Entsprechend würden sich dann ca. die Beiträge verdoppeln, wenn man in einen normalen PKV-Tarif umstellen muss.

Zitat von Arbeitslosnaund? Beitrag anzeigen
Aber was passiert danach, wenn ich z.B. am 1.1.2018 noch keinen Job habe? Soll/Kann ich die die priv. KV kündigen und in die gesetzl. Vers. wechseln?
In die gesetztliche kann man nur wechseln, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen. Ohne Einkommen wäre bspw. eine Möglichkeit über die Familienversicherung, wenn der Ehepartner gesetzlich versichert ist. Oder eben einen sozialversicherungspflichtigen Job.

Bei ALG II bleibt man in der PKV, wenn man zuvor in der PKV war.
gbgb ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2017, 20:57   #3
Arbeitslosnaund?
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 01.08.2017
Beiträge: 9
Arbeitslosnaund?
Standard AW: Kündigung bei PKV

Danke für die schnellen Antworten.
1. ja, ich meine „Entlassung aus d. Dienst“.

2. ja, das ist solch ein Beihilfe-Tarif, aber auweia: doppelte Beiträge, ohne dass ich eigene Einkünfte habe? Das ist für mich momentan gar nicht machbar. Kommt dann der Gerichtsvollzieher?

3. Familienversicherung gibt es nicht, da Ehepartner nicht vorhanden :-)
Was ist denn eigentlich, wenn ich morgen einen total fachfremden (aber immerhin die KV-Kosten deckenden) 40-Std., z.B. als Hilfsarbeiter annehmeß? Dann müsste ich doch auch automatisch in die GKV zurückkommen, wg. der Einkommensgrenze, oder? Kann man mit solchen Fragen eigentlich zur AOK gehen?
Danke nochmal.
Arbeitslosnaund? ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.2017, 21:40   #4
gbgb
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Registriert seit: 14.07.2017
Beiträge: 64
gbgb
Standard AW: Kündigung bei PKV

Zitat von Arbeitslosnaund? Beitrag anzeigen
2. ja, das ist solch ein Beihilfe-Tarif, aber auweia: doppelte Beiträge, ohne dass ich eigene Einkünfte habe? Das ist für mich momentan gar nicht machbar. Kommt dann der Gerichtsvollzieher?
Wäre denn für den GV was zu holen?

Wenn man in der PKV die Beiträge nicht zahlt, kommt man nach einem gesetzlich vorgegebenem Verfahren in den sog. Notlagentarif und der eigentliche Vertrag/Tarif ruht in der Zeit. s.a. § 193 Abs. 6 VVG. Da steht allerdings auch, dass das Ruhen des Vertrages nicht eintritt, wenn man "hilfebedürftig" ist und das nachweist.

Nach § 9 SGB II ist hilfebedürftig, "wer seinen Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend aus dem zu berücksichtigenden Einkommen oder Vermögen sichern kann und die erforderliche Hilfe nicht von anderen, insbesondere von Angehörigen oder von Trägern anderer Sozialleistungen, erhält".

Wenn ich das richtig sehe, ist damit etwas anderes gemeint, als bspw. "Hilfe zum Lebensunterhalt erhält" gemeint. D.h. "hilfsbedürftig" kann man auch dann sein, wenn man nicht alle Möglichkeiten nutzt, um seine Hilfsbedürftigkeit zu beenden. Aber da bin ich nicht sicher.


Zitat von Arbeitslosnaund? Beitrag anzeigen
Was ist denn eigentlich, wenn ich morgen einen total fachfremden (aber immerhin die KV-Kosten deckenden) 40-Std., z.B. als Hilfsarbeiter annehmeß? Dann müsste ich doch auch automatisch in die GKV zurückkommen, wg. der Einkommensgrenze, oder? Kann man mit solchen Fragen eigentlich zur AOK gehen?
Danke nochmal.
Die Grenze für die Sozialversicherungspflicht liegt vereinfacht bei 450 EUR/Monat. Es reichen also 451 EUR/Monat. Selbst mit Mindestlohn würden dafür ca. 12h/Woche reichen. Dann ist man gesetzlich pflichtversichert und kann die private kündigen oder in eine Anwartschaftversicherung umstellen lassen, damit man später wieder ohne Gesundheitsprüfung zurück könnte.

Die AOK bzw. andere gesetzliche KK werden dir nur zu der gesetzlichen KV Auskunft geben können.

Geändert von gbgb (02.08.2017 um 21:47 Uhr) Grund: ergänzt
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Alt 02.08.2017, 23:38   #5
noillusions
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noillusions Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Kündigung bei PKV

Zitat von gbgb Beitrag anzeigen
Dann ist man gesetzlich pflichtversichert und kann die private kündigen [...]
Die PKV wird dafür den Nachweis wollen, dass du bei der GKV untergekommen bist.

Normalerweise zeigt man der PKV Statusänderungen an wie Wehrdienst, Studium, Arbeitslosigkeit, Verbeamtung. Dann kommen die auch mit Angeboten von Tarifen um die Ecke. Tut man das nicht, riskiert man seinen Versicherungsschutz, vielleicht nicht 100%ig, meine aber dass diese Vertragswidrigkeit im Leistungsfall Folgen hätte.

Manche sind zwar kulant bei sowas, aber am besten du sagst denen dass du ohne Job grad bist und fragst ob du was ändern mußt (wirst du müssen).
Wahrscheinlich hast du nur deinen Teil des Beitrages vorausbezahlt. Das heißt die werden ja eh bald merken, dass du nicht mehr im Dienst bist.
noillusions ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2017, 08:23   #6
gbgb
Elo-User/in
 
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Beiträge: 64
gbgb
Standard AW: Kündigung bei PKV

Zitat von noillusions Beitrag anzeigen
Die PKV wird dafür den Nachweis wollen, dass du bei der GKV untergekommen bist.
Auf jeden Fall. Und zwar aus 2 Gründen: zum einen, weil die PKV dann ggf. rückwirkend zum Beginn der GKV-Pflichtversicherung endet. Und zum anderen, weil man ja seit ein paar Jahren eine KV haben muss und sowohl die GKV als auch die PKV sicherstellen, dass die Kündigung nur wirksam wird, wenn man eine neue Versicherung nachweist. siehe § 205 VVG.

Zitat von noillusions Beitrag anzeigen
Tut man das nicht, riskiert man seinen Versicherungsschutz, vielleicht nicht 100%ig, meine aber dass diese Vertragswidrigkeit im Leistungsfall Folgen hätte.
Man hat bspw. dadurch Nachteile, weil der Versicherungsschutz nur innerhalb bestimmter Fristen ohne erneute Gesundheitsprüfung angepasst wird (bspw. 6 Monate). D.h. wenn man die Änderung später mitteilt, dann kann die Änderung von einer Gesundheitsprüfung abhängig gemacht werden, so dass dann ggf. Zuschläge oder Ausschlüsse möglich sein könnten.

Zitat von noillusions Beitrag anzeigen
Manche sind zwar kulant bei sowas, aber am besten du sagst denen dass du ohne Job grad bist und fragst ob du was ändern mußt (wirst du müssen).
Würde ich auch auf jeden Fall empfehlen.

Zitat von noillusions Beitrag anzeigen
Wahrscheinlich hast du nur deinen Teil des Beitrages vorausbezahlt. Das heißt die werden ja eh bald merken, dass du nicht mehr im Dienst bist.
Bei Beamten beteiligt sich der Dienstherr nicht an den Kosten der KV. Er beteiligt sich nur an den Krankheitskosten. Insofern merkt die Versicherung durch die Beitragszahlung nichts. Aber sie würde es natürlich merken, wenn man Arztrechnungen einreicht, die man vorher nicht der Beihilfe zur Vorab-Erstattung eingereicht hat, wie man das vermutlich normalerweise macht. Ob es Tarife gibt, in denen man das zwingend machen muss, weiß ich nicht. Es gibt wohl aber auf jeden Fall Tarife, in denen man das nicht machen muss und auch in einem Beihilfetarif bleiben kann, wenn man nicht mehr beihilfeberechtigt ist (mit entsprechender Schutzlücke).
gbgb ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2017, 17:41   #7
noillusions
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noillusions Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Kündigung bei PKV

Zitat von gbgb Beitrag anzeigen
Aber sie würde es natürlich merken, wenn man Arztrechnungen einreicht, die man vorher nicht der Beihilfe zur Vorab-Erstattung eingereicht hat, wie man das vermutlich normalerweise macht.
Soweit ich weiß akzeptiert die Beihilfe diese Zweitschriften der Arztrechnungen. Dann würde die PKV es womöglich gar nicht merken.
noillusions ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2017, 18:14   #8
Anna B.
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Standard AW: Kündigung der Privaten-Krankenversicherung, wie wechseln in die gesetzliche KV, nach Jobaufgabe?

Wenn du einen sozialversicherungspflichtigen Job annimmst und das 55 Lebensjahr noch nicht vollendet hast, dann mußt du dich bei der gesetzlichen KK versichern....
du kannst selbstverständlich mit genau dieser Frage auch die KK aufsuchen...
wenn KK A dich nicht nehmen will, dann geh zu KK B oder D oder oder oder...
beraten, auch umfangreich, werden sie dich alle..
__

Gruß
Anna

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Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2017, 18:39   #9
Arbeitslosnaund?
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Arbeitslosnaund?
Standard AW: Kündigung der Privaten-Krankenversicherung, wie wechseln in die gesetzliche KV, nach Jobaufgabe?

Herzlichen Dank an alle. Dann kann die Jobsuche ja losgehen ;-)
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