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Alt 19.07.2017, 15:36   #1
Thusnelda
Elo-User/in
 
Registriert seit: 18.07.2017
Beiträge: 5
Thusnelda
Standard Krankenkasse fordert 900 Euro Nachzahlung für unklare Zeitspanne nach Kündigung

Hallo zusammen,

ich bin zum 23.02.2016 von meinem letzten Arbeitgeber wegen internen Umstrukturierungen o.ä. gekündigt worden. War keine große Sache habe vorübergehend in Halle (Saale) gelebt und dort seit September 2015 als Reinigungskraft gearbeitet. Dummerweise habe ich mich verplappert, daß ich im Frühjahr 2016 wegziehen wollte/will. Ich mutmaße, daß die Kündigung deswegen erfolgte, weil der Arbeitgeber mich ja nicht mehr einplanen konnte längerfristig. Egal. Nur, falls Fragen zum Hintergrund bestehen. Hat aber nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun.

Es geht um eine Nachzahlungsforderung der Krankenkasse.
Ich war wie erwähnt bis zum 22.02.2016 durch meinen Arbeitgeber versichert. Bis zum 31.03.2016 bin ich noch in Halle gewesen/geblieben und lebte von dem letzten Gehalt. Ich bin nicht zum Jobcenter gegangen, weil ich ja weg wollte.
Dann bin ich nach Nürnberg gegangen und habe mich dort beim Jobcenter arbeitssuchend gemeldet.Ich erhielt auch ohne Umstände ab dem 01.03.2016 Leistungen.

Nun bekam ich vor einigen Tagen ein Schreiben von der Krankenkasse mit folgendem Inhalt:

Da ich nicht auf Anfragen zum Versicherungsschutz im o.g. Zeitraum (also seit der Kündigung bzw. vom 23.02.2016 bis zum 31.03.2016) reagiert hätte setzt sich meine Versicherung als freiwillige Mitgliedschaft im besagten Zeitraum fort. Da auch aktuelle Infos über meine Einkünfte fehlen wäre die KK verpflichtet meine Kranken-und Pflegeversicherungsbeiträge auf Grundlage der Beitragsbemessungsgrenze zu berechnen. Daraus ergibt sich ein monatlicher Beitrag von 627,15 zur Kranken- und 110,18 zur Pflegeversicherung. Monatlicher Gesamtbetrag = 737,33 EUR. Vom 23.02.2016 bis zum 31.03.2016 müssen demnach Beiträge in Höhe von 909,38 EUR berechnet werden.

1.) Ich habe keine Anfragen zum Versicherungsschutz erhalten und konnte gar nicht reagieren und die KK hat schon mindestens 3 x Kopien der Bewilligungsbescheide wegen einer anderen Sache bekommen von daher können aktuelle Infos über Einkünfte eigentlich nicht fehlen.

2.) Ich weiß aus Internetrecherchen, daß die Versicherung nach einer Kündigung noch einen Monat weiterläuft. Dies sagte ich auch dem Mitarbeiter am Telefon. Dieser erwiderte, daß die fragliche Zeit mehr als einen Monat umfasst (eine Woche drüber) und somit die vollen Beiträge fällig sind.

MEINE FRAGEN DAZU:
--------------------

1.)Ist das alles so korrekt?

2.) Kann man einfach eine freiwillige Versicherung weiterlaufen lassen und dann die Beiträge berechnen?

3.) Warum wird die Versicherung für die Zeit vom 23.02.2016 bis zum 23.03.2016 nicht normal als die Versicherung angerechnet die sowieso ein Monat nach der Kündigung weiterläuft und nur die restliche Woche bis zum 31.03. berechnet/in Frage gestellt?

4.) Ich hatte schon immer mal ab und zu den Fall, daß da ein bißchen Zeit von einer zur anderen Stelle offen war. Ich hatte aber noch NIE so eine Forderung oder so ein Schreiben der KK erhalten. Der Versicherungsschutz endet mit dem Arbeitsverhältnis und wenn man eine neue Stelle hat fängt diese eben wieder an. Was in der Zwischenzeit ist ist das nicht meine Sache?

Das war es erst mal. Danke im voraus.

Gruss Susanne
Thusnelda ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2017, 16:26   #2
erwerbsuchend
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Registriert seit: 18.06.2017
Beiträge: 907
erwerbsuchend Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Krankenkasse fordert 900 Euro Nachzahlung für unklare Zeitspanne nach Kündigung

Zitat von Thusnelda Beitrag anzeigen
1.)Ist das alles so korrekt?
Dies ist soweit korrekt, denn seit einigen Jahren gilt eine generelle KV-Pflicht, auch wenn man keine Einkünfte oder Sozialleistungen bezieht.

Der Beitrag für KV und PV beträgt ca. 170,00 EUR/Monat im Basistarif, wenn man nachweisen kann, dass man in jenem Zeitraum keine Einkünfte hat.

Zitat von Thusnelda Beitrag anzeigen
2.) Kann man einfach eine freiwillige Versicherung weiterlaufen lassen und dann die Beiträge berechnen?
Ja, siehe 1)

Zitat von Thusnelda Beitrag anzeigen
3.) Warum wird die Versicherung für die Zeit vom 23.02.2016 bis zum 23.03.2016 nicht normal als die Versicherung angerechnet die sowieso ein Monat nach der Kündigung weiterläuft und nur die restliche Woche bis zum 31.03. berechnet/in Frage gestellt?
Das ist mir selbst auch mal passiert und die Antwort seitens der KV war, dass es leider so ist. Man ist für 1 Monat nachversichert, wird dieser Zeitraum überschritten, dann wird der gesamte Zeitraum berechnet.
erwerbsuchend ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2017, 17:35   #3
doppelhexe
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 23.07.2011
Beiträge: 2.991
doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe
Standard AW: Krankenkasse fordert 900 Euro Nachzahlung für unklare Zeitspanne nach Kündigung

wenn du ab 1.3. leistungen vom jobcenter nürnberg bekommen hast, dann MUSS auch für diesen zeitraum die KK vom jobcenter bezahlt worden sein... wie kommt man also bei der KK auf einen zeitraum vom 23.2. bis 31.3.16?
da stimmt doch was nicht...
doppelhexe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2017, 00:46   #4
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 30.11.2009
Beiträge: 9.212
Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Ausrufezeichen AW: Krankenkasse fordert 900 Euro Nachzahlung für unklare Zeitspanne nach Kündigung

Hallo Thusnelda,

Zitat:
Ich war wie erwähnt bis zum 22.02.2016 durch meinen Arbeitgeber versichert. Bis zum 31.03.2016 bin ich noch in Halle gewesen/geblieben und lebte von dem letzten Gehalt. Ich bin nicht zum Jobcenter gegangen, weil ich ja weg wollte.
Vermutlich hast du aber sonst Niemandem groß mitgeteilt wo du nun hin willst und es gab wohl auch keinen "Nachsende-Antrag" für deine Post ???

So wundert es mich nicht besonders, dass du die Anfragen nicht bekommen hast ... frage doch mal nach bei der KK, wo man das hingeschickt hatte

Zitat:
Dann bin ich nach Nürnberg gegangen und habe mich dort beim Jobcenter arbeitssuchend gemeldet.Ich erhielt auch ohne Umstände ab dem 01.03.2016 Leistungen.
Schon erstaunlich wenn die KK sich jetzt erst deswegen meldet (und sich noch im Datum vertut) aber das wird zunächst mal nichts daran ändern, dass du für diese Tage deiner "Auszeit" 23.02.2016 bis zum Beginn der neuen ALGII-Leistungen am 01.03.2016 die Beiträge wirst nachzahlen müssen.

Das sind genau 7 Kalendertage, weil es 2016 (Schaltjahr) 29 Tage im Februar gegeben hat, der Betrag dürfte also deutlich geringer sein, als man dir bisher mitgeteilt hat.

Den ALG II-Leistungsbezug ab dem 01.03.2016 kannst du ja problemlos nachweisen mit dem Bescheid vom JC und für diese 7 Tage wirst du nun "freundlich zu Kreuze kriechen müssen" und darum bitten das neu zu berechnen, da du in dieser Zeit kein Einkommen hattest und von deinem "Restvermögen" (letzter Arbeitslohn) gelebt hast.

Bisher hat man das nach irgendwelchen Durchschnitts-Beiträgen "geschätzt", weil man ja von dir ja (auf die Anfragen) keine anderen Angaben bekommen hat.

Suche besser das "persönliche Gespräch" (in der Geschäftsstelle deiner KK) und zeige ein wenig "Reue" ob deiner Versäumnisse, dann sind die froh wenn sie das Geld für diese paar Tage ohne weiteres Theater bekommen werden.
Ich denke mal die gegenseitigen "Irrtümer" werden sich klären lassen und der Betrag für diese 7 Tage (ca. 40 €) sollte dann für dich machbar sein ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 20.07.2017, 10:01   #5
Anna B.
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 05.07.2011
Beiträge: 7.728
Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Krankenkasse fordert 900 Euro Nachzahlung für unklare Zeitspanne nach Kündigung

Als Versicherter bei einer Versicherung..sei es Krankenkasse, Rentenversicherung, Haftpflichtversicherung usw. usw., ist man verpflichtet, alle VEränderungen, die eben die Versicherungssparte betreffen könnten, dort zu melden.

Woher soll die KK also wissen, dass du a) arbeitslos geworden bist und b) nach "Nürnberg gegangen bist".
Das JC Nprnberg wird dich bei der KK vor Ort angemeldet haben.

Die bisherigen KK (du schreibst leider nicht welche KK, da gbit es gewaltige Unterschiede im VErwaltungsverfahren...ob landesweite KK oder bundesweite KK) hat dich vermutlich an deinem bisherigen Wohnort nicht erreicht..und somit hast du dich nicht gemeldet.

Der bisherige AG hat 6 Wochen Zeit, eine EDV-mäßige Abmeldung nach der Datenübermittlungsverordnung an die KK zu senden.

Und somit kam es zu den Überschneidungen.

Melde dich heute kurz bei deiner bisherigen KK und schildere die Situation...
also kein Einkommen..somit Mindeseinstufung und ALG II - Bezug ab Datum XX
Dann ist die große Forderung vom Tisch.

Hast du evtl. Ansprüche auf Mitversicherung? (je nach Alter z.B. Eltern?) oder Ehepartner?
dann mußt du für die Zeit keine Beiträge entrichten.

Bitte immer dran denken, die KK-Mitarbeiter können nicht ahnen, dass jemand die Arbeitsstelle aufgibt, der AG hat, wie gesagt, 6 Wochen Zeit, die Abmeldung durchzuführen.
Da das auf EDV-Weg geht, bekommt der Mitarbeiter der KK diese Info oft genug erst 8 oder 10 Wochen später in seiner täglichen Eingangspost zu sehen.

Von daher, bei Änderungen, immer bei der KK melden.

Wenn man Leistungen beantragen möchte, meldet man sich dort ja auch ohne Aufforderung.
__

Gruß
Anna

Meine Beiträge sind keine Rechtsberatung
Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
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