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Alt 03.04.2017, 17:20   #1
SonnenscheinB
Elo-User/in
 
Registriert seit: 03.04.2017
Beiträge: 1
SonnenscheinB
Standard Arbeitgeber verlangt Jahresbescheinigung vom alten Arbeitgeber

Hallo ihr Lieben, vielleicht könnt ihr mir helfen, denn ich weiß gerade nicht wo mir der Kopf steht.

Ich bin seit vier Monaten arbeitslos bzw war.

Anfang März habe ich mich bei meinem neuen Arbeitgeber vorgestellt und dieser hat sein Interesse an mir bekundet. Bereits im Vorstellungsgespräch hat e, nachdem er mir eine weitere Ausbildung schmackhaft machen wollte nach meinem letzten Gehalt gefragt. Dieses habe ich ihm genannt, allerdings auf. Vollzeit. Dieses habe ich blöderweise nicht explizit gesagt. Nach einer halben Woche rief er mich an und sagte, dass er mich gerne haben wollte und sprach mein Gehalt an und fragte, ob es das auf Teilzeit sei. Da ich zu dieser Zeit noch einige andere gute Angebote hatte, habe ich das bejaht, um Ärger mit dem Arbeitsamt zu vermeiden, da die Stelle direkt von diesen vermittelt wurde und ich viel lieber eine andere Stelle antreten wollte. So dachte ich, ich entgehe dem Angebot. Sehr naiv, ich weiß. Abends rief er mich an und meinte er sei mit allem einverstanden. Nun gut, von meiner Traumstelle hatte ich nichts weiter gehört und arbeiten wollte ich gerne. Ee sagte mir zu mir den Arbeitsvertrag zu übersenden.

Nunja heute habe ich den ersten Tag gehabt, immer noch ohne Arbeitsvertrag. Nachgefragt habe ich mehrfach und wurde immer wieder vertröstet. Kurz vor Feierabend bestellte er mich ins Büro und teilte mir mit, dass er den Vertrag fertig habe, aber vorher noch meine Jahresbescheinigung vom alten Arbeitgeber haben würde, da ich mehr als alle anderen verdienen würde. Und fragte, ob ich mich nicht auch mit weniger zufrieden geben würde.

Ich weiß teilweise selbst gemachtes Leid.

Aber die Frage ist, darf er das überhaupt jetzt noch verlangen? Und wie verhalte ich mich richtig, wenn er mir nur weniger zahlen möchte. Selber kündigen kann ich mir nicht erlauben, da dann wohl eine Sperrzeit eintritt. Und damit auch die Krankenversicherung ausfällt. Gerade mit Kind nicht schön.

Natürlich weiß ich selber, dass Ehrlichkeit am längsten währt. Anderseits hat er sich mit dem Gehalt einverstanden gezeigt und auch erst heute, am ersten Tag gesagt, er möchte die Bescheinigung sehen. Das ist natürlich ein super Start. Möchte natürlich auch das Verhältnis nicht gleich völlig zerstören, falls es jetzt noch nicht zu spät ist.

Ich danke euch
SonnenscheinB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2017, 17:33   #2
Katzenstube
Elo-User/in
 
Registriert seit: 09.02.2017
Beiträge: 405
Katzenstube Katzenstube Katzenstube
Standard AW: Arbeitgeber verlangt Jahresbescheinigung vom alten Arbeitgeber

Hey SonnenscheinB,
ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Arbeitgeber das Recht auf Einkommensdarlegung hat. Tja, da bist Du nun echt in der Problematik drin, denn entweder Du sagst ihm dass Du etwas verwechselt hast oder flunkerst weiter....

Ich glaube, ich würde versuchen zu sagen, dass ich in Sachen Lohn/Gehalt komisch bin und darüber niemandem Einsicht gebe - weder Kollegen noch anderen Personen. Blumentopf gewinnst Du damit keinen, aber ich wüsste nicht, wie Du sonst aus der Affaire ohne Betrug rauskommst.

Wobei ich das vom Arbeitgeber auch nicht o.k. finde oder sagen wir "seltsam". Ich kenne nur Arbeitgeber, die das eigene Limit kennen und nicht weiter gehen. Sollten sie doch weiter gehen, dann weil sie einen Mitarbeiter gewinnen wollen, aber da käme niemand auf die Idee eines Nachweises.... Komisch, interessiert mich, was aus der Geschichte wird.

Gruß von Katzenstube
Katzenstube ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2017, 18:34   #3
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Arbeitgeber verlangt Jahresbescheinigung vom alten Arbeitgeber

Hallo SonnenscheinB,

Zitat:
Anfang März habe ich mich bei meinem neuen Arbeitgeber vorgestellt und dieser hat sein Interesse an mir bekundet. Bereits im Vorstellungsgespräch hat e, nachdem er mir eine weitere Ausbildung schmackhaft machen wollte nach meinem letzten Gehalt gefragt.
Warum macht er dir eine neue "Ausbildung" schmackhaft, wenn du (mit deinen aktuellen Kenntnissen) doch offenbar schon interessant genug für ihn bist ???

Man bewirbt sich ja um einen Arbeitsplatz (in der Regel) nicht wenn man eine Ausbildung machen will ... also hier fehlt mir ein wenig die Logik.
Auszubildende bekommen natürlich in der Regel auch weniger Geld, dann schließt man aber einen Ausbildungs-Vertrag und keinen Arbeitsvertrag ???

Zitat:
Dieses habe ich ihm genannt, allerdings auf. Vollzeit. Dieses habe ich blöderweise nicht explizit gesagt.
Das geht den doch schon einen "feuchten Kehricht" an, was genau du zuvor verdient hast und in welchem Zeitrahmen, ob er dich Vollzeit oder Teilzeit beschäftigen wird hängt doch von der geplanten Tätigkeit (bei DIESEM AG) ab und nicht von deinem letzten Einkommen ...

Zitat:
Nach einer halben Woche rief er mich an und sagte, dass er mich gerne haben wollte und sprach mein Gehalt an und fragte, ob es das auf Teilzeit sei.
Telefonate sind NICHTS wert, für dich nicht und für den AG auch nicht, gerade diese Einzelheiten bespricht man doch im Vorstellungsgespräch, WAS ist zu tun, in welcher Arbeitszeit ist das zu tun und wie wird dafür gezahlt ...

Nach dem Gespräch sollte doch Klarheit dazu herrschen, ob es nun um eine Vollzeit - oder Teilzeitstelle geht und welcher Stundenlohn dafür vom AG gezahlt werden wird, dafür ist doch völlig "schnuppe" was du vorher mal in welcher Zeit verdient haben könntest.

Zitat:
So dachte ich, ich entgehe dem Angebot. Sehr naiv, ich weiß. Abends rief er mich an und meinte er sei mit allem einverstanden. Nun gut, von meiner Traumstelle hatte ich nichts weiter gehört und arbeiten wollte ich gerne. Ee sagte mir zu mir den Arbeitsvertrag zu übersenden.
Das klingt echt alles mehr als naiv, die Eckdaten eines Arbeitsvertrages gehören in das Vorstellungsgespräch, besonders wenn es praktisch mit einer Einstellungszusage endet.

Zitat:
Nunja heute habe ich den ersten Tag gehabt, immer noch ohne Arbeitsvertrag.
Das ist nicht ganz richtig, wenn du die Arbeit (wie mündlich vereinbart) angetreten hast, dann besteht bereits ein rechtlich verbindlicher Arbeitsvertrag.
Wie viel Stunden hast du denn nun heute gearbeitet, wird das nun Vollzeit oder Teilzeit werden, das sollte natürlich unbedingt auch schriftlich niedergelegt werden und ganz sicher auch die konkrete Bezahlung, unabhängig davon was du vorher mal (bei einem anderen AG) verdient hast.

Das war ein Vertrag zwischen dir und dem früheren AG und der hat den neuen AG überhaupt nicht zu interessieren, um seine eigenen Entscheidungen davon Abhängig zu machen.

Zitat:
Nachgefragt habe ich mehrfach und wurde immer wieder vertröstet. Kurz vor Feierabend bestellte er mich ins Büro und teilte mir mit, dass er den Vertrag fertig habe, aber vorher noch meine Jahresbescheinigung vom alten Arbeitgeber haben würde, da ich mehr als alle anderen verdienen würde.
Das ist doch nicht dein Problem wenn du nun mehr als andere verdienen würdest, die Jahres-Bescheinigung von einem früheren AG hat den gar nicht zu interessieren, da solltest du mal nach der Rechtsgrundlage fragen, wo das im Arbeitsrecht geschrieben steht.

Du warst bereits tätig für ihn und hast Anspruch auf das was vereinbart wurde, auch mündliche Arbeitsverträge sind verbindlich FÜR BEIDE SEITEN.

Zitat:
Und fragte, ob ich mich nicht auch mit weniger zufrieden geben würde.
Der soll dir erst mal den "fertigen" schriftlichen Arbeitsvertrag zur Prüfung geben, damit du das mal von "deinem Anwalt" prüfen lassen kannst, ob alles Wichtige korrekt erfasst wurde darin und NEIN, du bist NICHT mit weniger zufrieden, als im Vorstellungsgespräch abgemacht wurde ... DU weißt was du wert bist mit deiner Arbeitskraft.

Lass dich doch nicht von einem AG so verarsc*en, hast du das nötig ...

Das wird vermutlich sowieso nicht lange gut gehen mit euch, der hat Jemanden gesucht um ihn ausnutzen zu können und war nicht konsequent genug dabei .. nun kriech du ihm doch nicht noch "hinten rein" und gib dich mit "weniger" zufrieden", als dir zugesagt wurde.

Auf die verlangten Unterlagen hat er überhaupt keinen Anspruch zu erheben, dem kann es letztlich völlig egal sein wo du vorher gearbeitet hast, wie viele Stunden und zu welchem Lohn ... bei ihm wurden diese "Karten jetzt neu gemischt" ... und an seine Zusagen hat er sich jetzt zu halten, wenn ihm das nicht passt muss er dich ganz reglär kündigen aber bitte fristgerecht ... dann gibt es auch keinen Ärger mit dem Amt.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.04.2017, 18:50   #4
arbeitsloskr
 
Registriert seit: 01.01.2017
Beiträge: 1.676
arbeitsloskr Enagagiertarbeitsloskr Enagagiertarbeitsloskr Enagagiertarbeitsloskr Enagagiertarbeitsloskr Enagagiertarbeitsloskr Enagagiertarbeitsloskr Enagagiertarbeitsloskr Enagagiert
Standard AW: Arbeitgeber verlangt Jahresbescheinigung vom alten Arbeitgeber

Hallo SonnenscheinB,

du hast also den ersten Tag gearbeitet ohne vorher den AV unterschrieben zu haben? Das war leider sehr fahrlässig von dir, denn damit hast du indirekt einen mündlichen Arbeitsvertrag mit AG abgeschlossen.

Grundsätzlich gilt die Vergütung als vereinbart, die im AV festgelegt ist. Das Problem in deinem Fall besteht darin, dass du den AV durch deine Arbeitsaufnahmen bereits angenommen hast, ohne, dass sämtliche Bedingungen belegbar fixiert waren.
Im Normalfall könnte man den AV solange verhandeln bis dieser für beide Seiten annehmbare Regelungen enthält oder eine Seite zurückzieht. Da der Rückzug für dich eher nicht in Frage kommt, musst du es über die Verhandlungsschiene versuchen, das Entgelt auszuhandeln, dass ihr beide im VG vereinbart habt.

Was passiert, wenn ihr euch nicht einigen könnt?

Wenn du ALG 1 erhälst, könntest du ggfs. über die Zumutbarkeitsregeln bzgl. der Vergütung diesen Job sperrzeitfrei ablehnen können.

Wenn du ALG 2 erhälst, dann kannst du diesen Job nicht wegen zu "niedriger" Bezahlung sanktionsfrei ablehnen, solange die Bezahlung den Regelungen des MiLoG folgt und du damit deine Hilfsbedürftigkeit reduzierst. Die einzigen Zumutbarkeitskriterien, die in ALG 2 gelten sind das Vorhandensein bzw. "leichte" Erlernbarkeit der benötigten Kenntnisse, gesundheitliche Einschränkungen und die Pendelzeit.

Allgemein (und nicht nur auf deinen Fall gesprochen) hat ein AG kein Recht auf Einsicht in deine Vergütungsabrechnungen bei deinen vorherigen AG, denn diese fallen unter "Betriebsgeheimnisse" und "Datenschutz".
Die einzige Übersicht, auf die AG ein Anrecht hat, ist die "Urlaubsbescheinigung", die aussagt, wieviel Urlaub du in einem Kalenderjahr bei deinem vorherigen AG bereits genommen hast (sofern du innerhalb eines Jahres von einem AG zum nächsten wechselst).

Ob das Vertrauen in diesen AG erschüttert ist oder nicht, musst du für dich selbst feststellen. Bei mir wäre es das, wobei ich auch nicht vor Unterschrift eines schriftlichen AV anfangen würde zu arbeiten.

Nachtrag: Da ist mir während des Schreibens meines Beitrages Doppeloma zuvor gekommen ;)

Geändert von arbeitsloskr (03.04.2017 um 18:53 Uhr) Grund: Nachtrag eingefügt
arbeitsloskr ist offline   Mit Zitat antworten
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