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Alt 02.04.2017, 08:51   #1
Jackey
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Jackey
Standard Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Guten Morgen,

ich habe einige Fragen zur Steuererklärung, für den Fall, dass man in einem Jahr nicht nur als Angestellter gearbeitet hat, sondern z.B. auch Arbeitslosengeld, Krankengeld, etc. bekommen hat.
Ich hab auch schon im Internet geguckt, aber irgendwie sind doch noch Fragen übrig.

-Wenn man zu Fuß zur Arbeit gegangen ist, einen knappen Km, aber auch sonst, jeden Monat ein Ticket brauchte (Monatskarte), um sich in der Stadt zu bewegen, auch wenn man nicht mehr gearbeitet hat, sondern ALG, KG, etc. bezogen hat,...kann man dann wirklich nur den Fußweg zur Arbeit bei der Steuererklärung absetzen? Denn der ist ja kostenlos, während ich sonst trotzdem Monat für Monat mein Ticket gezahlt habe, auch wenn ich weniger Geld hatte, als zu Arbeitszeiten.

- Kann man Werbungskosten nur für den Zeitraum der Arbeit absetzen? Man kann sich ja auch im ALG-Bezug bewerben, Unterlagen, Material,...kaufen...und z.T. auch bei anderen Bezügen, wie z.B. das KG, wenn man davon ausgeht, dass man nicht dauerhaft erwerbsunfähig ist.

Es soll zwar auch eine Pauschale geben, die das FA auch ohne Belege an Werbungskosten anerkennt, aber das sollen, glaube ich, 1000€ sein. ...Machen die das auch, wenn man drunter bleibt (eben weil man nicht arbeiten konnte, o.Ä.)?

- Soweit ich gelesen habe, gehören "Einkünfte" wie ALG und KG zum Progressionsvorbehalt. D.h. man muss sie nicht versteuern, aber dennoch angeben, weil sie das zu versteuernde Einkommen erhöhen können. Wenn ich das richtig verstehe, kann es dadurch passieren, dass man am Ende weniger Geld vom Finanzamt zurück bekommt, als wenn man das ganze Jahr über gearbeitet hat, weil diese Leistungen zwar auf das versteuernde Einkommen als Arbeitnehmer angerechnet werden und damit der Steuersatz steigt, aber man dadurch, dass man nicht gearbeitet hat, gar nicht soviele Möglichkeiten hatte, Dinge von der Steuer abzusetzen (Fahrtkosten, Bewerbungen, Arbeitsmaterial, Fortbildungen, Seminare,...). D.h. also auch, man hat weniger Geld, weil man nicht arbeiten konnte, muss aber u.U. mehr Steuern am Ende zahlen bzw. kann weniger absetzen?

Ich habe im Netz Rechner zur Einkommenssteuer gefunden, wo man auch die Summe für den Progressionsvorbehalt eingeben konnte. Unklar dabei war mir aber, ob von der Summe schon der Freibetrag abzugezogen wurde. Von daher habe ich grade nur eine ungefähre Ahnung davon, was am Ende rauskommen könnte.

Wenn jemand Ahnung vom Steuerrecht und ein paar hilfreiche Tipps hat, wäre ich dankbar.

Grüße, Jackey.
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Alt 02.04.2017, 12:51   #2
bla47
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Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Fahrkosten sind nur für tatsächliche Arbeitstage absetzbar. Lohnersatzleistungen aller Art werden dem Finanzamt gemeldet. Mogeln daher zwecklos.
Natürlich sind Bewerbungskosten absetzbar. Bei unbefristeten Arbeitsvertrag oder Arbeitslosigkeit würde ich aber Beweise mitschicken. Z.B. Ablehnungsbescheid Kostenerstattung Arbeitsamt ( wegen zu spät eingereicht ). Was schon erstattet wurde, kannst du nicht mehr absetzen.
Die 1000 € Grundfreibetrag hast du immer.Mindestens. Auch ohne Beweise.
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Alt 02.04.2017, 13:24   #3
franky0815
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Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Zitat von Jackey Beitrag anzeigen

Wenn ich das richtig verstehe, kann es dadurch passieren, dass man am Ende weniger Geld vom Finanzamt zurück bekommt, als wenn man das ganze Jahr über gearbeitet hat, weil diese Leistungen zwar auf das versteuernde Einkommen als Arbeitnehmer
Es kommt sogar nicht selten vor das man kraftig nachzahlen muss.

Ich hatte es hier https://www.elo-forum.org/alg/143036...ml#post1813490 schonmal erklärt, dein persönliches zu verstuernedes einkommen plus das was du an alg1 erhalten hast, daraus wird der steuersatz ermittelt, versteuert wird aber nur dein zu versteuerndes einkommen.
__

"Man traue nie einem erhabenen Motiv für eine Handlung, wenn sich auch ein niedriges finden läßt"
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Alt 02.04.2017, 15:11   #4
mucel
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mucel mucel
Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Zitat von Jackey Beitrag anzeigen
-Wenn man zu Fuß zur Arbeit gegangen ist, einen knappen Km, aber auch sonst, jeden Monat ein Ticket brauchte (Monatskarte), um sich in der Stadt zu bewegen, auch wenn man nicht mehr gearbeitet hat, sondern ALG, KG, etc. bezogen hat,...kann man dann wirklich nur den Fußweg zur Arbeit bei der Steuererklärung absetzen? Denn der ist ja kostenlos, während ich sonst trotzdem Monat für Monat mein Ticket gezahlt habe, auch wenn ich weniger Geld hatte, als zu Arbeitszeiten.
Das Ticket kannst du, da du es ganz offensichtlich wie du ja schreibst, nur privat nutzt, NIE als Werbungskosten ansetzen. Werbungskosten können nur die Aufwendungen sein, die dir im Zusammenhang mit deinem Einkommen entstehen.

Zitat von Jackey Beitrag anzeigen
- Kann man Werbungskosten nur für den Zeitraum der Arbeit absetzen? Man kann sich ja auch im ALG-Bezug bewerben, Unterlagen, Material,...kaufen...und z.T. auch bei anderen Bezügen, wie z.B. das KG, wenn man davon ausgeht, dass man nicht dauerhaft erwerbsunfähig ist.
Werbungskosten kann man für das gesamte Veranlagungsjahr ansetzen, so es denn tatsächlich Werbungskosten sind. Wenn du z.B. im vergangenen Jahr nur 4 Monate gearbeitet hättest aber jeden Monat Bewerbungen geschrieben hättest und dir dafür pro Monat 100,00 Euro Kosten entstanden wären, könntest du die tatsächlich entstandenen Kosten in Höhe von 1.200,00 Euro ansetzen.

Theoretisch könnte dadurch im Veranlagungsjahr sogar Verlust und somit ein Verlustvortrag für die Folgejahre entstehen. Das näher zu erläutern würde hier aber zu weit führen.

Zitat von Jackey Beitrag anzeigen
Es soll zwar auch eine Pauschale geben, die das FA auch ohne Belege an Werbungskosten anerkennt, aber das sollen, glaube ich, 1000€ sein. ...Machen die das auch, wenn man drunter bleibt (eben weil man nicht arbeiten konnte, o.Ä.)?
.
Die 1.000,00 Euro hat man immer, mindestens.


Zitat von Jackey Beitrag anzeigen
- Soweit ich gelesen habe, gehören "Einkünfte" wie ALG und KG zum Progressionsvorbehalt. D.h. man muss sie nicht versteuern, aber dennoch angeben, weil sie das zu versteuernde Einkommen erhöhen können.
Das Thema Progression ist jetzt schon etwas komplizierter. Ich will mal versuchen, es dir etwas vereinfacht darzustellen.

Nehmen wir an, du hast ein zu versteuerndes Einkommen von 10.000,00 Euro ohne Lohnersatzleistungen. Nehmen wir dann an, darauf wären 10% Einkommenssteuer fällig. Dann müßtest du 1.000,00 Euro Einkommenssteuer zahlen.

Jetzt nehmen wir an, du hättest ein zu versteuerndes Einkommen von 10.000,00 Euro und Lohnersatzleistungen von 5.000,00 Euro. Das würde zusammen 15.000,00 Euro ergeben. Auf die 15.000,00 Euro würde das Finanzamt 15% Einkommenssteuer nehmen.

Diese 15% nimmt das Finanzamt dann her und rechnet dieses aus deinen 10.000,00 Euro heraus. Du müßtest dann also 1.500,00 Euro Einkommenssteuer zahlen.

Wie gesagt, die %Zahlen sind Beispielzahlen, die % haben mit der Realität nichts zu tun (sind halt schöne "gerade" Zahlen"), der Rechenweg zur Steuerlastermittlung ist aber schon real.

Wenn du Pech hast, und dein Arbeitgeber tatsächlich nur die 1.000,00 Euro abgeführt hat, müsstest du dann 500,00 Euro nachzahlen.

Geändert von mucel (02.04.2017 um 16:04 Uhr)
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Alt 02.04.2017, 18:15   #5
arbeitsloskr
 
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Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Hallo Jackey,

wenn es dir um die Erstellung deiner Steuererklärung geht, würde ich dir bei komplizierteren Fällen empfehlen, eine Steuersoftware zu nutzen, die dir auch die entsprechenden Punkte erklärt. Das soll jetzt keine Schleichwerbung werden, aber als ich noch erwerbstätig war, habe ich mit der Software "Tax 20XX" (XX steht für das jeweilige Jahr) aus dem Hause Buhl Data gute Erfahrungen gemacht. Du kannst damit auch nur rein proforma eine Steuererklärung erstellen und dir die möglichen Ergebnisse ansehen. Zudem gibt es passende Erklärhilfen, auch wie du ggfs. gegen einen Steuerbescheid vorgehen kannst.
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Alt 03.04.2017, 07:59   #6
Jackey
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Jackey
Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Hallo,

und danke Euch. Die Antwort hat mir schon mal gut geholfen!!!

Bla47:
Okay. Wenn ich immer 1000€ Werbungskostenpauschale habe, muss ich mir scheinbar keine Sorge haben, wenn es weniger sind. Gut.

Franky0815:
Den Link werde ich mir gleich noch ansehen!

Mucel:
Dann macht es wohl wenig Sinn, wenn ich bei den Angaben für den Weg zur Arbeit 100 mal 1 km mit dem Fahrrad angebe. Kosten kann ich dadurch ja nicht aufweisen. Ansonsten müsste ich denen schreibe, dass ich ein Monatsticket von rund 70€ habe,...aber....das sind zwar Kosten, aber nicht speziell für die Arbeit aufgewendet.

Bei den Werbungskosten ging es mir auch um Seminare, die ich während des KG- und ALG-Bezugs bezahlt habe (der Gedanke daran, dauerhaft nicht mehr zu arbeiten, war und ist nicht da) und Fachliteratur, die ich während des KG- und ALG-Bezugs gekauft habe. Wenn ich das richtige verstehe, kann ich die auch angeben, obwohl sie nicht zu Zeiten eines Jobs entstanden sind.

Danke Dir auch für die anschauliche Kurz-Erklärung zur Progression. Ich hab gelesen, dass das KG und ALG nach einem anderen Prozentsatz (Steuersatz?) berechnet wird, als die Angaben zu den Einkommen, als Arbeitnehmers.

Arbeitsloskr:
Danke für den Tipp mit dem Programm!


Ich hab eben mal bei der Krankenkasse angerufen, weil ich rausfinden wollte, in wie weit ich nachträglich für 2016 von der Zuzahlung befreit werden kann. Denn so wie ich es verstanden habe, kann man Krankheitskosten auch von der Steuer absetzen, aber wohl nur, wenn es über der Grenze von den KK liegt. Das wären 2% des Einkommens. Nun habe ich bei der KK angerufen und die meinten, dass dazu alles gehört, also Gehalt vom Arbeitgeber, KG, ALG.
Ich hatte im letzten Jahr etwa 200€ Kosten an Zuzahlungen. Ich glaube nicht, dass ich damit bei der KK befreit werde und es bei der Steuererklärung gewinnbringend anbringen kann.

Bezüglich des Finanzamtes habe ich gelesen, dass man dann auch noch eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung für diese Kosten vorlegen muss. Jetzt frag ich mich, wer so gerne dem Finanzamt sagt, was er für Medikamente genommen hat, welche Krankheiten, Therapien, etc. er gemacht hat... . ...und das dürfte in Ansätzen ja ersichtlich werden, je nachdem, von welchem Arzt so eine Bescheinigung kommt, welche Medikamente man bestellt hat, etc. .

Eigentlich wäre die Steuererklärung schnell fertig. Man muss nur wissen, wo was hin kommt, was man eintragen kann und was zwar an Kosten da war, es sich aber nicht lohnt anzugeben, weil man davon ausgehen kann, eh nichts zurück zu bekommen.
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Alt 03.04.2017, 17:16   #7
Jackey
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Jackey
Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Nachgedanken: Eigentlich ist das mit diesem Progressionsvorbehalt ja doof. Es scheint, als würde man letztlich doch etwas versteuern, wo erst gesagt wurde, es müsste nicht versteuert werden.
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Alt 03.04.2017, 17:23   #8
Katzenstube
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Katzenstube Katzenstube Katzenstube
Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Hallo Jackey,
bereits seit einigen Jahren setze ich Schmerztabletten, Stärkungsmittel ect. von der Steuer ab. Eine Bescheinigung habe ich erst (aber nicht wegen der Steuer) im letzten Jahr erhalten und diese natürlich beigefügt. Diese Kosten wurden immer anerkannt.

Die Erklärung habe ich auch mit einem Programm getätigt, welches von Buhl ist - jedoch bei den Supermärkten für ein paar Euro ab Herbst/Winter zu kaufen war. Ich bin damit immer gut gefahren (ich habe zusätzlich noch ein Nebengewerbe, was in Sachen USt. auch darüber problemlos abgewickelt werden kann).

Gruß von Katzenstube
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Alt 05.04.2017, 08:31   #9
Jackey
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Jackey
Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Danke schön. Ich hab halt gehört, dass diese Kosten für Medikamente, Heilmittel, etc. erst abgesetzt werden können, wenn sie einen bestimmten Betrag überschritten haben.

Die eine Seite meinte, das wäre alles über dem Betrag, den die KK ansetzt, also ab wo es eine Zuzahlungsbefreiung gibt. Eine andere Seite verwies an diesen Paragrafen EStG - Einzelnorm . Da dürfte der Betrag, den man selber zahlen muss, bevor man es absetzen kann, deutlich höher sein, als bei der 2%-Regelung der KK.
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Alt 05.04.2017, 10:45   #10
Kerstin_K
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Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Die Medis usw. Kannst Du als aussergewöhnliche Belastung absetzen. Davon abgezogen wird die zumutbare Belastung. Mit der Zuzahlungsgrenze bei der KK hat das nichts zu tun, ausser, dass Du natuerlich dass, was die KK dir erstattet hat, nicht absetzen kannst.
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Alt 06.04.2017, 08:52   #11
Jackey
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Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Ja, aber 5-6% vom Jahreseinkommen,...sind schon viel. Ich dürfte so um die 200€ ausgegeben haben, an freiverkäuflichen Medikamenten, homöopathischen Mitteln, Arztrechnungen und Heilmitteln. Ich vermute mal, dass ich da nichts von absetzen kann, weil der Betrag zu gering ist.
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Alt 06.04.2017, 09:46   #12
Wolle58
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Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Moin Jackey,

mal einfach...zum Formular Steuererklärung gibt es dazu eine Hilfe wo Punkt für Punkt erklärt

wird dann einfach eintragen.
Bei persönlicher Abgabe kannst du das eine oder

andere was Dir noch unklar ist fragen.und es wird Dir auch geholfen.

Du bist ohne Auto/Bus zur Arbeit, hast normal gearbeitet und ledig?ohne Kind?

und nicht länger wie 6 Monate im Jahr Arbeitslos gewesen,nicht zur Einkommenssteuerpflichtig dann

kann es sein das du sogar etwas nachzahlen musst zurück gibt es eher nchts

LG
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Alt 06.04.2017, 15:34   #13
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Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

ich hab gestern meine steuererklärung abgegeben und den Beamten direkt mal gefragt was an medizin absetzbar ist wenn es die kasse nicht zahlt, leider sind das laut seiner info nur die sachen die der arzt verordnet, also das medizinisch notwendige, bei kassenpatienten zahlt das in der regel sowieso die kk.
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Alt 07.04.2017, 17:36   #14
Jackey
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Jackey
Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Mal sehen, ob ich die paar Sachen angebe. Ich habe eine Heilmittelverordnung. Da musste ich Zuzahlungen leisten. Ich komme aber, mit allem zusammen, nicht auf mehr als 200€.
...und ja, ich bin ledig ohne Kinder und habe rund 5 Monate gearbeitet und zu Fuß und mit dem Rad dorthin. Der Rest war ALG und KG.
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Alt 09.04.2017, 15:09   #15
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Hallo franky0815,

Zitat:
ich hab gestern meine steuererklärung abgegeben und den Beamten direkt mal gefragt was an medizin absetzbar ist wenn es die kasse nicht zahlt, leider sind das laut seiner info nur die sachen die der arzt verordnet, also das medizinisch notwendige, bei kassenpatienten zahlt das in der regel sowieso die kk.
Da hast du den Falschen gefragt, mal davon abgesehen, dass die auch nicht alle "Beamte" sind und auch Beamte nicht unbedingt immer über alles richtig Bescheid wissen, zumindest sind die nicht verpflichtet dich dahingehend zu beraten, dass du möglichst wenig Steuern zahlen wirst.

Schon in den (sehr ausführlichen) Erklärungen zu den diversen Steuerprogrammen (ich mache das auch seit Jahren selber mit einer Steuer-CD, die es jedes Jahr für knapp 5 € zu kaufen gibt) wird darauf hingewiesen, dass es beim FA Niemanden zu interessieren hat warum man bestimmte Heilmittel / Medikamente / Behandlungen privat gekauft und bezahlt hat.

Wichtig ist nur, dass man es auch mit entsprechenden Quittungen (auf denen dein Name mit aufgedruckt stehen MUSS) belegen kann ... das beginnt ja gerade bei den rezeptfreien Mitteln für Erkältungen schon, die bezahlt ja die KK gar nicht mehr ...

Wir haben dafür unsere "Stamm-Apotheke", wo man sich das dann ausdrucken lassen kann, fein säuberlich sortiert nach Rezept-Pflichtig (= Rezeptgebühr bei der KK) und frei verkäuflich ( = absetzbar beim FA), davon hat man allerdings immer NUR was, wenn man auch mal Steuern zahlen musste aus Erwerbseinkommen z.B.

Du darfst also auch zur (medizinischen) Massage gehen oder privat zur Akupunktur und besonders umfangreiche Zahnbehandlungen (mit vielen Privat-Leistungen) können da schnell in die Tausende gehen und genau das KANN man dann beim FA mit angeben, sofern man auch Steuern in (wenigstens der gleichen Höhe) gezahlt hatte im betreffenden Jahr.

Wer keine Steuern zahlt muss auch damit sehen wo er bleibt, der kann natürlich auch NICHTS irgendwo "absetzen" ... und solche Extras, die von der KK nicht übernommen werden, können dann eben nicht gemacht werden, weil man sie einfach nicht bezahlen kann.

Beim FA geht es eben genau um das was medizinisch NICHT unbedingt als Notwendig anzusehen wäre aber z.B. bei einer vorliegenden Behinderung sehr wohltuend sein kann, sofern man sich das leisten kann das selber zu bezahlen, kann man auch die Rechnungen dann bei der Steuer mit einreichen.

Falls man die (finanzrechtliche) "Belastungsfgrenze" dafür überschreitet wird das berücksichtigt, die hat aber mit der Zuzahlungs-Grenze bei der KK wieder NICHTS zu tun.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 09.04.2017, 17:47   #16
Doppeloma
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Hallo Jackey,

Zitat:
Mal sehen, ob ich die paar Sachen angebe. Ich habe eine Heilmittelverordnung. Da musste ich Zuzahlungen leisten. Ich komme aber, mit allem zusammen, nicht auf mehr als 200€.
Das interessiert das FA in der Steuererklärung überhaupt nicht, solche Zuzahlungen haben NUR mit der KK was zu tun und wenn dort deine "Belastungsgrenze" (nach Krankenkassenrecht = 2 % vom Jahreseinkommen normal und 1% bei Chroniker-Bescheinigung vom Arzt oder ab GdB 60) erreicht ist, dann bekommst du (auf Antrag an die KK) einen "Befreiungs-Ausweis" für den Rest des Jahres.

Du bezahlst ja nicht die (rezeptpflichtigen) Medikamente / Verordnungen komplett "aus der eigenen Tasche" ...

Zitat:
...und ja, ich bin ledig ohne Kinder und habe rund 5 Monate gearbeitet und zu Fuß und mit dem Rad dorthin. Der Rest war ALG und KG.
Dann solltest du also haben die "Jahres-Abrechnung" (Steuerbescheinigung) für 2016 von deiner Firma (wir bekamen dazu zuletzt so einen PC-Ausdruck, die Steuerkarten gibt es ja inzwischen nicht mehr), da steht auch drauf wie viele Steuern in den 5 Monaten von deinem AG für dich an das FA abgeführt wurden.

Als Single hast du IMMER Steuerklasse I und die wird auch bei der Berechnung von Krankengeld und ALGI bereits mit einbezogen.
Daraus ergibt sich in der Regel eher eine Erstattung als eine Nachzahlung ... ich hatte auch Zeiten mit KG und/ oder ALGI-Bezug "gemischt" und musste noch nie was nachzahlen ...

Für diese 5 Monate könntest du auch nur "Werbungskosten" für den täglichen Arbeitsweg ansetzen / eintragen dürfte aber (mit Fahrrad) schon von der Entfernung her kaum die gesetzliche 1000 € (Pauschale) erreichen, die JEDER anerkannt bekommt, der auch nur einen Tag berufstätig war im vergangenen Steuerjahr.

Deine private Monatskarte hast du ja nicht für den Arbeitsweg gekauft, dürfte aber schon von der Summe her (für 5 Monate) weit UNTER den 1000€ liegen die dafür schon berücksichtigt werden beim FA ...

Zu deinen Lohnersatzleistungen (Krankengeld / ALGI) solltest du inzwischen auch die kompletten Abrechnungen (steht sogar drauf "für das Finanzamt") erhalten haben, darin sind die Beträge zusammengefasst die für 2016 in die Steuer-Erklärung zu übernehmen sind ... so wurde das auch von KK und AfA an das FA gemeldet ...

Das ist der Steuererklärung beizufügen (ich habe immer nur Kopien eingereicht und die Originale weg geheftet) ... die PC-Steuerprogramme rechnen selbsständig aus, ob sich daraus eine Forderung ergeben kann oder ob du mit einer Steuer-Erstattung rechnen darfst, wenn du alles richtig eingetragen hast.

Weitere Belege machen nur Sinn wenn du damit eine Steuer-Nach-Forderung "drücken" könntest oder der Erstattungs-Betrag noch höher werden könnte (wird dir vom PC-Programm auch vorgeschlagen, was da noch helfen könnte).

Wenn deine Steuer-Pflicht auf "NULL" ist bei den Berechnungen brauchst du KEINE weiteren Belege mehr hinzufügen, das ändert dann auch NIX mehr ...

Ansonsten gibt es durchaus noch mehr Möglichkeiten als nur Krankheits-Kosten dort wirksam machen zu wollen, es gibt auch den "Vorsorge-Bereich", wo man Versicherungen (Kfz-Haftpflicht KANN Vorsorge sein ODER auch "Werbungskosten") eintragen kann, die man (freiwillig / privat) bezahlt, wie Hausrat / Privathaftpflicht / Unfall-Versicherungen usw.

In diesem Bereich gibt es auch keine persönliche "Belastungsgrenze", die erst überschritten sein muss ...

Zitat:
Ich hab eben mal bei der Krankenkasse angerufen, weil ich rausfinden wollte, in wie weit ich nachträglich für 2016 von der Zuzahlung befreit werden kann.
Man wird dir hoffendlich den Antrag dafür zusenden auch wenn das mit den Steuern gar nichts zu tun hat, wie dir nun erklärt wurde, es geht nur darum, dass du eventuell sogar von der KK (für 2016) noch eine Erstattung bekommst und für dieses Jahr vielleicht die Grenze der Zuzahlungen schon fast erreicht wäre.

Dann bekommst du den Befreiungsausweis für 2017 bis zum 31.12. und hast keine Rezeptgebühren mehr zu zahlen in der Apotheke, frei verkäufliche Medikamente musst du trotzdem weiter selbst bezahlen ...

Zitat:
Denn so wie ich es verstanden habe, kann man Krankheitskosten auch von der Steuer absetzen, aber wohl nur, wenn es über der Grenze von den KK liegt. Das wären 2% des Einkommens. Nun habe ich bei der KK angerufen und die meinten, dass dazu alles gehört, also Gehalt vom Arbeitgeber, KG, ALG.
Die KK-Grenze interessiert das FA aber überhaupt NICHT, die haben ihre eigenen Gesetze und Grenzen dafür, das mit den 2% oder auch 1 % gilt NUR bei der KK für die normalen Zuzahlungen ( Rezepte/ Verordnungen Heilmittel oder Therapien/ Krankenhaus usw.)

Zitat:
Ich hatte im letzten Jahr etwa 200€ Kosten an Zuzahlungen. Ich glaube nicht, dass ich damit bei der KK befreit werde und es bei der Steuererklärung gewinnbringend anbringen kann.
In der Kombination bestimmt nicht, ansonsten kannst du das schon grob "überschlagen" (gesamtes Jahreseinkommen BRUTTO und davon 2 oder 1 %) sofern du deine Zuzahlungen auch nachweisen kannst, ohne Nachweise macht die KK da schon mal gar nichts.

Seit wir beide EM-Rentner sind berechnet die KK das schon jeweils zum Jahresende für das kommende Jahr und wenn wir das möchten kann der Betrag bereits entrichtet werden (sind bei uns rund 150 € / 1 % wegen Chronischen Krankheiten), dann bekommen wir den neuen Befreiungs-Ausweis schon für das ganze Folgejahr ausgestellt.

Da wir viele verschreibungspflichtige Medikamente benötigen ist dieser Betrag schnell erreicht und für uns ist das auch beruhigend wenn mal einer ins Krankenhaus müsste gleich Anfang des Jahres, um die 10 € pro Tag Zuzahlung müssen wir uns dann auch keine Gedanken mehr machen.

Zitat:
Bezüglich des Finanzamtes habe ich gelesen, dass man dann auch noch eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung für diese Kosten vorlegen muss. Jetzt frag ich mich, wer so gerne dem Finanzamt sagt, was er für Medikamente genommen hat, welche Krankheiten, Therapien, etc. er gemacht hat... . ...und das dürfte in Ansätzen ja ersichtlich werden, je nachdem, von welchem Arzt so eine Bescheinigung kommt, welche Medikamente man bestellt hat, etc. .
Ich weiß nicht wo du so was gelesen hast, ich habe mal meine Rechnungen vom Zahnarzt eingereicht und das war es auch schon (das FA will allerdings die Original-Rechnungen haben), ob das in der Form alles auch "notwendig" war hat die gar nicht interessiert und die Anteile von der KK waren da gar nicht dabei, die wurden ja von der KK bezahlt, das bekommt man natürlich nicht vom FA dann zurück.

Vom Arzt brauchst du eine Bescheinigung wenn du bei der KK die Befreiung wegen chronischer Krankheiten (1 % - Chroniker-Regelung) haben möchtest, dieses Formular wird die KK sowieso mitschicken wenn du den Befreiungs-Antrag stellst.
Bei einer Schwerbehinderung von mindestens GdB 60 hast du generell schon Anspruch darauf, dann genügt es den Ausweis zu kopieren und mitzuschicken, ohne Antrag passiert da aber auch NIX.

Beim FA - Amt kann sich das auch lohnen, weil es ab GdB 30 (meist) einen "Behinderten-Pauschbetrag" gibt, dafür liegt dem Bescheid vom Versorgungs-Amt dann auch bereits eine entsprechende Bescheinigung (zur Vorlage beim Finanzamt) bei, Erhöhungen des GdB sollte man in der Steuer-Erklärung also auch nicht vergessen anzugeben.

Zitat:
Eigentlich wäre die Steuererklärung schnell fertig. Man muss nur wissen, wo was hin kommt, was man eintragen kann und was zwar an Kosten da war, es sich aber nicht lohnt anzugeben, weil man davon ausgehen kann, eh nichts zurück zu bekommen.
Man sollte aber auch wissen welche Kosten darin gar nichts zu suchen haben, deine privaten Ausgaben für Monatskarten oder Zuzahlungen bei der KK interessieren das FA überhaupt nicht und wer keine Steuern gezahlt hat (im abgelaufenen Kalenderjahr) kann auch keine zurück bekommen ...

Trotzdem ist man oft verpflichtet eine Steuererklärung zu machen, besonders wenn es verschiedene Einkommensarten gab wie bei dir (Erwerbseinkommen und Lohnersatzleistungen), mit Steuerklasse 1 ist die Gefahr aber recht gering, dass du Steuern nachzahlen müsstest.

Es kann durchaus sein, dass du gerade deswegen ein paar € zurück bekommst, aus den Steuern die von deinem AG gezahlt wurden.
Die Berechnungen aus dem PC-Steuerprogramm waren immer sehr genau und zuverlässig, obwohl ich von allen Einzelheiten der Steuerberechnungen auch nicht wirklich viel Ahnung habe.

Muss auch die Tage wieder ran, weil wir als Rentner auch verpflichtet sind eine Steuererklärung zu machen, obwohl wir gar keine Steuern zahlen mussten bisher auf unsere Renten, das FA möchte das immer wieder gerne selber feststellen dürfen ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2017, 18:21   #17
Kerstin_K
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Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K
Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Eine neue Brille kann man bei den aussergewoehnlichen Belastungen absetzen, Bewerbungskosten sind Werbungskosten.

Die Befreiung bei der KK kann man 4 Jahre rueckwirkend beantragen.
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Alt 14.04.2017, 10:41   #18
Jackey
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Jackey
Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Danke Euch für die Antworten. War viel. Deshalb brauchte ich ein wenig Zeit, auch um das für mich zu sortieren. Ich hab vor, die Steuererklärung bis Ende nächster Woche fertig zu bekommen. Vielleicht setze ich dann einfach die ca. 200€ Zuzahlungskosten mit auf die Steuererklärung drauf. Dann weiß halt das FA, dass ich ne neue Füllung beim Zahnarzt bekommen habe und ein paar Einlagen für die Schuhe und welches Naturmedikament ich für meinen Husten genommen habe!
Wie das wohl wäre, wenn man ne Psychotherapie etc. da absetzen will? Wenn man sie selber bezahlt hat?...oder wenn man Medikamente für Krankheiten genommen hat, bei denen man nicht gerne möchte, dass außer dem Arzt, der KK und vielleicht der Familie etwas davon weiß?

Ich glaub, ich hab die Quittungen für die Zuzahlungen der letzten 4 Jahre gar nicht mehr. Vielleicht rufe ich bei der KK einfach nochmal an. Ich weiß auch gar nicht, wonach die die Grenze berechnen wollen, denn wenn ich letztes Jahr Gehalt, ALG I und KK bekommen habe, ist ja nicht davon auszugehen, dass ich dieses Jahr genau die gleiche Konstellation zu gleichen Beträgen haben werde.

Ich habe auf meinen vergangenen Steuerbescheiden gar nicht gesehen, dass die von sich aus ne Werbungskostenpauschale von 1000€ angesetzt haben. Ich werde am Wochenende mal zusammen rechnen, auf welchen Betrag ich komme und ob ich z.B. die paar Meter Fuß- bzw. Radweg zur Arbeit überhaupt angebe.

Was ist denn, wenn ich ein Monatsticket habe, dass ich immer benutze und dann noch Zusatztickets habe, die über den Geltungsbereich des Monatstickets hinaus gehen, um z.B. zu Seminaren zu kommen? Dann würde ich ja nur diese Zusatztickets angeben, denn wie soll man denn sonst das Monatsticket splitten?

...und ja, ich hab alles da: Bescheid über Einkommen des Arbeitgebers im letzten Jahr, sowie über die Höhen der Zahlungen von AfA und KK. Ich muss also nur noch entscheiden, was ich unter Werbungskosten und Zuzahlungen bezüglich der Heilmittel drauf schreibe. ...und wo ich die Auslandsreisekrankenversicherung absetzen kann, aber das sind auch "nur" knapp 11€ im Jahr.
Eine Hausratsversicherung, für den privaten Bereich, kann ich wohl nicht absetzen, wurde mir gesagt.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
zu den diversen Steuerprogrammen (ich mache das auch seit Jahren selber mit einer Steuer-CD, die es jedes Jahr für knapp 5 € zu kaufen gibt)
Magst Du auch nochmal einen Tipp nennen, für so ein Steuerprogramm? Ich weiß ja nicht, ob das, was schon genannt worden ist, hier auch bekomme.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Zuzahlungen bei der KK interessieren das FA überhaupt nicht und wer keine Steuern gezahlt hat (im abgelaufenen Kalenderjahr) kann auch keine zurück bekommen
Moment,...aber es hieß doch, man kann Kosten für Krankheitsbehandlung, etc. von der Steuer absetzen?

Rente und Steuer,….da frag ich mich eh, was da am Ende dann noch übrig bleiben soll. Letztlich landen viele dann wohl doch in Sozialgeldnähe, es sei denn, man hat wirklich gut verdient bzw. ist anderweitig abgesichert.

Schöne Ostern, wünsche ich schon mal.
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Alt 14.04.2017, 15:54   #19
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Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Zitat von Jackey Beitrag anzeigen
Magst Du auch nochmal einen Tipp nennen, für so ein Steuerprogramm? Ich weiß ja nicht, ob das, was schon genannt worden ist, hier auch bekomme.
Also Elster Formular ist von den Finanzbehörden selbst und kostet garnix, da gibt es auch einen Interview Modus, im Prinzip wie die Kostenpflichtigen wird auch Regelmässig geupdatet, du siehst auch wenn du fertig bist was du bekommst oder zahlen musst.

Beim ersten mal ist die bedienung etwas gewöhnungsbedürftig, aber wie bei allem wenn man es mal kann geht es wie von selbst.
__

"Man traue nie einem erhabenen Motiv für eine Handlung, wenn sich auch ein niedriges finden läßt"
franky0815 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2017, 19:45   #20
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Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Zitat von Jackey Beitrag anzeigen
Was ist denn, wenn ich ein Monatsticket habe, dass ich immer benutze und dann noch Zusatztickets habe, die über den Geltungsbereich des Monatstickets hinaus gehen, um z.B. zu Seminaren zu kommen? Dann würde ich ja nur diese Zusatztickets angeben, denn wie soll man denn sonst das Monatsticket splitten?
Hallo Jackey,

das ist bereits in den 1000,00 EUR inkl. Eine weitere Berücksichtigung dieser Kosten wird nur dann erfolgen, wenn du diesen Pauschbetrag überschreitest.

Zitat von Jackey Beitrag anzeigen
Magst Du auch nochmal einen Tipp nennen, für so ein Steuerprogramm? Ich weiß ja nicht, ob das, was schon genannt worden ist, hier auch bekomme.
In jedem Elektroconsumermarkt, wie Mediamarkt, Saturn, Medimax und Co, bzw. auch in Buchhandlungen kann man entsprechende Softwareangebote finden.

Alternativ kann man eigentlich jede Software auch direkt beim Hersteller bestellen, bspw. Tax20XX bei BuhlData.
arbeitsloskr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.04.2017, 09:09   #21
Jackey
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Jackey
Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

So, ich hab nun alles eingetragen. Ich hab nur die Kosten für die Arbeitsmittel und die Seminare, die ich schon während meiner AU bezahlt habe, draußen gelassen. Ich meine, klar, ich konnte da ja nicht wissen, wie lange die AU geht und ein Arbeitsmaterial kann man auch nach der AU noch brauchen.

Was ich mich grade frage: Wenn ALG I und KG doch am Ende mit auf das Arbeitsgehalt drauf gerechnet werden, auch wenn man davon erstmal keine Steuern gezahlt hat,...zahlt man zum Einen im Nachhinein ja dann doch Steuern, wenn es "drauf gerechnet" wird und zum Anderen müsste man dann doch auch Ausgaben absetzen können, wie z.B. mein Arbeitsmittel und das Seminar, dass ich während der AU bezahlt habe. Oder nicht?

Für nächstes Jahr werde ich mir wohl so ne Steuer-CD besorgen.
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Alt 15.04.2017, 09:27   #22
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Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Du kannst die Sachen waehrend der AU ruhig mit absetzen.

Auf Krankengeld und ALG zahlst Du keine Steuern. Das wird nur draufgerechnet. Um den Prozentsatz fuer die Steuer zu ermittelt. Der Steuerbetrag wird dann nur vom Arbeitseinkommen berechnet.
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2017, 09:12   #23
Jackey
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Jackey
Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Achso. Hm. Okay. Hab jetzt schon alles eingetragen, weil ich dachte, man könnte nur die Sachen absetzen, für den Zeitraum, für den man auch Steuern gezahlt hat...und das hab ich ja dann während der AU nicht.
Okay. Also entweder alles wieder durchstreichen und neu oben drüber schreiben, neues Formular holen oder alles so lassen.
Bei Elster muss man sich erstmal registrieren, habe ich gesehen.
Jackey ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2017, 10:01   #24
mucel
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Standard AW: Steuererklärung, bei nicht durchgängiger Arbeitszeit (auf das Jahr betrachtet)

Zitat von Jackey Beitrag anzeigen
Achso. Hm. Okay. Hab jetzt schon alles eingetragen, weil ich dachte, man könnte nur die Sachen absetzen, für den Zeitraum, für den man auch Steuern gezahlt hat...und das hab ich ja dann während der AU nicht.
Komisch, in #4 hab ich dir doch recht ausführlich erklärt, wie das mit dem Veranlagungsjahr funktioniert. Ich frag mich warum? Wenn doch offensichtlich die Antworten hier nichts daran ändern, dass du deine Auffassung der Dinge dann auch änderst.

Zitat von Jackey:2192462
Okay. Also entweder alles wieder durchstreichen und neu oben drüber schreiben, neues Formular holen oder alles so lassen
Die Formulare kann man sich im Internet jederzeit runterladen, die musst du weder irgendwo holen noch sie dir schicken lassen.


Jetzt mal so interessehalber von mir. Du schreibst in #14, du hast 5 Monate in 2016 gearbeitet. Da musst du aber sehr ordentlich verdient haben in den 5 Monaten, bei dem Aufwand den du hier für deine Steuervermeidungsstrategie an den Tag legst?
mucel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2017, 14:12   #25
franky0815
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Zitat von Jackey Beitrag anzeigen
Bei Elster muss man sich erstmal registrieren, habe ich gesehen.
Du kannst das Programm für Privatanwender hier https://www.elster.de/elfo_down2.php?who=20111201 runterladen, eine registrierung ist nur notwendig wenn man sich den gang zum fa sparen will, du kannst aber auch ohne registrierung deine steuererklärung senden, ausdrucken und dann persönich abgeben.
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franky0815 ist offline   Mit Zitat antworten
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