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Start > > -> Schriftliche Gesprächsprotokollierung ohne Beistände möglich?


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Alt 09.01.2017, 12:29   #1
Herz5
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Registriert seit: 01.10.2016
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Herz5
Standard Schriftliche Gesprächsprotokollierung ohne Beistände möglich?

Der Beistand hat ja reichlich Zeit alles schriftlich zu protokollieren.

Aber ist eine schriftliche Gesprächs-Protokollierung auch alleine möglich? Gibt es irgend einen Paragraphen, der dies ausschliesst?

Warum ich das frage? Ich will auf die Schrottung des Meldetermins hinaus. Der Vorgeladene müsste ja sprechen und dies sofort protokollieren, dann die Antwort des Vorladenden protokollieren, um sich sogleich wieder eine Antwort auf die Einlassung des Vorladenden zu überlegen, formulieren und auszusprechen. Aber natürlich streng seriell. Nix multitasking. Und das Ganze quasi in Endlosschleife.

Das brächte bereits reichlich Stockung und Stauung im Gesprächsfluss. Wenn das Protokoll zusätzlich auch noch in Schönschrift verfasst würde, damit die Protokollierende in Nachhinein nicht Gefahr läuft, ihr eigenes Gekritzel nicht mehr entziffern zu können, wird die Geduld des Vorladenden damit gut ausgetestet und spätestens beim Bürotüre-öffnen des nächsten Vorgeladenen seines Folgetermins beendet.

Zumindest theoretisch. Oder?
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Alt 09.01.2017, 12:53   #2
Sorata
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Sorata Sorata Sorata Sorata Sorata Sorata Sorata Sorata Sorata Sorata Sorata
Standard AW: Schriftliche Gesprächsprotokollierung ohne Beistände möglich?

Die Protokollierung von Gesprächen ist nicht gesetzlich geregelt. Entsprechend gibt es keine Vorschrift, einen Beistand dafür zu haben noch ist es verboten, so etwas ohne Beistand anzufertigen.

Nachtrag:
Das würde natürlich den Gesprächsfluss verlangsamen. Ist bei mir auch immer so. Ich habe zwar einen Beistand dabei, aber das Schreiben übernehme ich. Es ist außerdem auch sehr angenehm, wenn man seinen unangenehmen Gesprächspartner so aus gutem Grund nicht immer anschauen kann.
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Alt 12.01.2017, 23:13   #3
Herz5
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Beiträge: 15
Herz5
Standard AW: Schriftliche Gesprächsprotokollierung ohne Beistände möglich?

Zitat von Sorata Beitrag anzeigen
Ich habe zwar einen Beistand dabei, aber das Schreiben übernehme ich.
Brilliant! So kann der Beistand sein Augenfeuer voll auf den pAp konzentrieren. Einfach brilliant!
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Alt 13.01.2017, 18:51   #4
Doppeloma
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Beiträge: 9.214
Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Cool AW: Schriftliche Gesprächsprotokollierung ohne Beistände möglich?

Hallo Herz5,

du kannst auch zu jedem Termin die "Gesprächsnotiz" verlangen, die ein SB dafür schreiben muss ... irgendwo habe ich (bei der AfA) mal gelesen, dass die SB sich darin immer sachlich äußern sollen zu den Inhalten der Meldtermine.

Weil der "Kunde" Anspruch auf eine Kopie hat, spätestens wenn mal eine Akteneinsicht gefordert wird (nach § 25 SGB X) weil es Probleme gibt.

Männe hatte mal bei der AfA seine Zweifel (schon im Gespräch) geäußert an den merkwürdigen Aussagen der SB und diese Notiz dann (nach längerem Zögern) ausgedruckt bekommen ... fand die SB auch nicht wirklich "lustig" ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 13.01.2017, 19:10   #5
DoppelPleite
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DoppelPleite DoppelPleite DoppelPleite DoppelPleite DoppelPleite DoppelPleite DoppelPleite DoppelPleite
Frage AW: Schriftliche Gesprächsprotokollierung ohne Beistände möglich?

Hat SB eigentlich ein Recht darauf, die Notizen des Beistandes oder Notizen des eingeladenen zu sehen?
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-bin auch nur Besitzer einer OK - keine Rechtsberatung - auf eigene Verantwortung-

Viele Grüße,
DoppelPleite
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Alt 15.01.2017, 10:21   #6
Herz5
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Beiträge: 15
Herz5
Standard AW: Schriftliche Gesprächsprotokollierung ohne Beistände möglich?

Mal was aus eigener Erfahrung:

Einladung vom JC: "Ich möchte mit Ihnen über Ihre berufliche Situation sprechen..." Terminwahrnehmung ohne Begleitung.

Dort sitzt der pAp mit Teamleiterin. Ich beginne das Gespräch, darüber erfreut zu sein, endlich mal den Beistand des pAp kennenzulernen und setzt beide darüber in Kenntnis, dass ich jetzt ein schriftliches Gesprächsprotokoll führen werde, womit ich sofort beginne. Der pAp reklamiert die Protokollführung, die TL stellt ihn ruhig.

Es folgt eine harte Auseinandersetzung, die TL unterbricht das Gespräch, will eine "Pause", wir einigen uns darauf, nach 20 Minuten das Gespräch fortzusetzten.

Nach Wiederaufnahme des Gespräches, weiteren Verhandlungen und schliesslich zum Abschluss schlägt die TL vor, eine Kopie meiner Aufzeichnungen gegen eine Kopie der Gesprächsnotiz vom JC zu tauschen, "der Fairness halber". Ich hatte damit bereits von Anfang an gerechnet, das Protokoll entsprechend "gestaltet", und lasse mich aus anderen strategischen Gründen darauf ein.

16 Tage später trudelt die "Gesprächsnotiz" der beiden tatsächlich bei mir ein. Das Ding war inhaltlich wirklich ein Witz, wir haben uns hier schräg gelacht, natürlich sofort reklamiert und auf die Diskrepanzen schriftlich und nachweislich hingewiesen.

Gefühlt kann ich mir nicht vorstellen, dass man verpflichtet ist, diese eigenen Notizen herauszugeben, aber die Spezialisten sagen dazu bestimmt noch was.

Vergessen man man aber hinsichtlich korrektem und tatsächlichem Ablauf getrost die Gesprächsnotizen der pAp's. Sie sollten sowieso regelmässig durch Akteneinsicht kontrolliert und nötigenfalls reklamiert werden, jedenfalls mach ich's so.
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Alt 15.01.2017, 11:16   #7
Kerstin_K
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Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K
Standard AW: Schriftliche Gesprächsprotokollierung ohne Beistände möglich?

Eine Freundin von mir ist blind. Ihr Beistand, ebenfalls blind, protokollierte in Punktschrift. SB verlangte am Ende des Gespräches eine sofortige Kopie der Notizen. Die beiden haben angeboten, die Notizen vorzulesen, damit SB selber eine Abschriftt anfertigen koenne. Das lehnte SB aus zeitgruenden ab. Auch an der nachtraeglichen Uebersendung einer Abschrift in Sehschrift war er nicht interessiert. Fortan wollte SB das Protokollieren in Punktschrift verbieten. Als meine Freundin eine Klage wegen Diskriminierung androhte, zog SB den Schwanz ein.

Stress gab es auch bei einer anderen Freundin, deren Beistand in Steno mitschrieb.
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Alt 15.01.2017, 14:19   #8
Sonne11
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Sonne11 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Schriftliche Gesprächsprotokollierung ohne Beistände möglich?

Zitat von DoppelPleite Beitrag anzeigen
Hat SB eigentlich ein Recht darauf, die Notizen des Beistandes oder Notizen des eingeladenen zu sehen?
Haha! Recht? Nein! Man könnte sogar SB auffordern das Gesagte, Wort für Wort in das System als Gesprchsprotokoll (Vermerk) einzutragen, wenn man sich falsch behandelt fühlt.

Detailliertes Gesprächsprotokoll wurde das genannt, glaube ich.

Ich muss in meine gaaanz alten Beiträge gucken, da waren Begründungen von User "Neudenkender" den ich herzlich grüße.

Seine eigenen Notizen gehen niemanden etwas an! Man muss es immer als Notizen bezeichnen. Eine Privatperson muss keinen Eigentum, also NICHTS aushändigen. Und es ist nichts anderes!

Die JC-Gang hat wirklich Ängste, wenn das ******** sieht, dass man mitnotiert! Nach einer "drohenden" Aussage meines SB, sagte ich sofort "warten Sie ich notiere mir das eben, und sprach das Gesprochene nach" -da kam sofort der Rückzug "das habe ich so nicht gesagt, nicht gemeint"

Sollte jeder machen!
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Alt 15.01.2017, 14:31   #9
Kerstin_K
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Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K
Standard AW: Schriftliche Gesprächsprotokollierung ohne Beistände möglich?

Ich weiss echt nicht, wasm bei denen zum Teil in den Köpfen vorgeht.

Meine blinde Freundin bekam bei einem Termin mal einen VV in die Hand gedrückt. Normal kein Problem für sie, das wird dann zu Hause eingescannt und dann kann sie es über eine Braillezeile lesen. Jetzt war aber bei ihr irgendwas defekt und sie bat den SB, ihr doch grad die Kerndaten kurz vorzulesen, also um welche Stelle es geht, Name des Arbeitgebers, Anschrift....einfach damit es schneller geht mit der Bewerbung. Als sie das Diktiergerät, das sie für solche Zwecke immer dabei hat, aus der Tasche zog, ist der fast ausgetickt und sie konnte gerade noch verhinden, dass sie vom Sicherheitsdienst rausgeführt wurde.

Ich nenne sowas Überreaktion. Und bei manchen SBS nimmt das aus meiner Sicht schon behandlungsbedürftige Ausmasse an.
__

Viele Grüße aus Hannover
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