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Alt 30.09.2007, 16:15   #1
corello->Emailproblem
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Registriert seit: 30.09.2007
Beiträge: 20
corello
Standard Will umziehen, darf ich?

Hallo zusammen,

ich bekomme momentan ALG I und das noch bis Ende November 2007. Danach käme HartzIV. Kurz nach Beginn der Arbeitslosigkeit bin ich Anfang diesen Jahres von Süd- nach Norddeutschland gezogen aus familären Gründen. Mir war bewußt, dass die Stellensuche in Norddeutschland (nahe dänische Grenze) schwierig ist, habe es aber wegen Familie in Kauf genommen.

Nach 150 Bewerbungen, darunter auch die Zeitarbeitsfirmen, mache ich mir keine Hoffnungen mehr, hier jemals normal arbeiten zu können. Von der Familie ist auch nichts mehr da. Auch die finanziellen Rücklagen sind komplett aufgebraucht.

Daher würde ich lieber wieder Heute als Morgen zurück in den Süden; die Chancen sind einfach erheblich größer und meine Fachkenntnisse sind dort auch gefragt. Von hier aus dort bewerben ist leider weniger erfolgreich, da ich ja doch etwas länger Vorlauf bräuchte, um eine Stelle dort anzutreten.
Besser wäre eben, ich wäre bereits vor Ort und könnte dann auch kurzfristig zur Verfügung stehen.

Ich bin grad heftig am überleben, ob ich jetzt schnellstmöglich die Wohnung kündigen sollte, damit ich spätestens Ende Dezember hier raus kann.

Der Zeitpunkt des Umzuges würde dann aber bereits in die Zeit des HartIV-Bezuges fallen, der ja am 1.12.07 beginnen würde, sofern es bis dahin kein Stellenangebot mehr gibt.

Müsste ich dann quasi schon im Voraus einen Antrag stellen, dass ich umziehen darf?

Ich hatte bei der Arbeitsagentur schon mal gefragt, ob die auch Zuschüsse zu Umzugskosten zahlen, wenn man dadurch nur die Chancen auf eine Vermittlung erhöht ohne bereits eine Stelle zu haben. Das geht natürlich nicht, was ich auch nachvollziehen kann. Aber mal angenommen, ich würde mit Genehmigung, aber ohne Zuschuss erstmal umziehen und finde dann anschliessend einen Arbeitsplatz, könnte ich dann einen Zuschuss zu den Umzugskosten nachträglich beantragen?

Aktuell bin ich leider völlig verzweifelt. Einen weiteren Langstrecken-Umzug kann ich mir eigentlich nicht mehr leisten, aber ich weiss auch, wenn ich noch länger hier bleibe, werde ich Langzeitarbeitslos. Obwohl ich mich auch permanent "unter Wert" verkaufe und auch für Sachen bewerbe, für die ich überqualifiziert bin, kommt einfach nix ran. Oder es sind Teilzeitstellen aus der Zeitarbeit für 5-6 EUR die Stunde. Da das in etwa dem Hartz-IV-Satz entspricht, fehlt da leider der Anreiz.

Pendeln in die nächstgrößere Stadt (100 km) kommt leider auch nicht in Frage. Mein Auto schafft keine 1000 KM in der Woche mehr und die Stellen dort sind auch nur Zeitarbeit. Und von 1200 EUR Brutto oder weniger lässt sich das nicht finanzieren. Nahverkehr gibts hier nur stark eingeschränkt. Und gemessen an der recht hohen Zahl arbeitsloser Nachbarn wird sich die Situation hier in der Gegend sicher nicht kurzfristig zum positiven wenden. Es ist ein Elend.


Wie auch immer, wäre sehr nett, wenn mir jemand bei der Frage helfen kann, ob ich umziehen darf, wenn der Umzugstermin in die HartzIV-Zeit fällt, ich aber noch kein Hartz-IV bekomme. Vielen Dank.
Grüße, Martin
corello ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.09.2007, 17:04   #2
RobertKS->Emailproblem
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Ort: Kassel
Beiträge: 381
RobertKS
Standard

Hallo Corello,

also zunächst - bevor du überhaupt umziehen kannst, müsstest Du Dir die Genehmigung der Arge holen, d.h. zu deiner jetzigen Arge wo Du wohnst, dort die Gründe für einen Umzug vortragen, und wenn der Arge - Mitarbeiter zustimmt (bitte schriftlich), Antrag auf Umzugskosten stellen, denn ein Umzug ist nur nach vorheriger Genehmigung der Arge möglich, da auch nur dann die Kosten übernommen werden.

Am Ort der neuen Wohnung, nachfragen ob Mietkosten für neue Wohnung übernommen werden, so sie angemessen sind.(auch schriftlich geben lassen), und wenn das in trockenen Tüchern ist, dann erst umziehen, um nicht Gefahr zu laufen, das man umzieht, und die Mietkosten am neuen Wohnort nicht übernommen werden.

Gruß Robert ;)
__

"Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum"

Alle von mir gemachten Aussagen sind ausschließlich meine persönliche Meinung
und stellen keine Rechtsberatung dar.
RobertKS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.09.2007, 17:19   #3
burki
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burki
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Hi,
auch als ALGI bzw. AGLII-Empfänger hat man das Recht auf freie Ortswahl seines Lebensmittelpunktes.
Ich würde das Ganze aber dennoch etwas anders angehen, da:
(i) es in süddeutschen Ballungsräumen (wie München oder Stuttgart) noch schwieriger ist, eine für die ARGE "angemessene" Wohnung zu finden.
(ii) auch dort kein ortsnaher Job garantiert ist
(iii) ein Umzug aus "persönlichen Gründen" in den allerseltesten Fällen vom Staat übernommen wird...

Eine Bewerbung aus den hohen Norden halte ich da für deutlichst sinnvoller, vorallem wenn Du glaubhaft "nachwiesen kannst", dass Du eh wieder in den Süden ziehen magst.
Zudem ist die Chance, dass ein Umzug aus beruflichen Gründen zumindest teilweise finanziell übernommen wird nicht gerade schlecht und auch bei der Wohnungssuche tut man sich m.E. deutlichst einfacher.
Gruss
burki
burki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.10.2007, 07:53   #4
corello->Emailproblem
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corello
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Vielen Dank für die Antworten und Hinweise. Diese Vorgehensweise, von hier für Jobs in Süddeutschland zu bewerben, mache ich ja schon seit geraumer Zeit. Es scheitert eben meist daran, dass ich eben nicht sofort zur Verfügung stehen kann und nicht wenige Arbeitgeber generell keine Bewerber von außerhalb berücksichtigen. Egal, ob das nun 900 km weiter weg sind oder nur 100.

Ich hab in der kommenden Woche ohnehin ein Gespräch mit der Arbeitsagentur. Da werd ich das Problem nochmal vortragen; vielleicht kommen da noch ein paar Tipps, wie ich der Zwickmühle entkommen kann.

Vielen Dank für die Infos.
corello ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.10.2007, 11:13   #5
Arania->Emailproblem
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Arania Arania Arania Arania Arania Arania
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Kleiner Scherz am Rande, frag mal unseren Wirtschaftsminister Glos, der kann dieses Problem gar nicht nachvollziehen

Ansonsten viel Glück
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.10.2007, 17:44   #6
burki
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burki
Standard

Hi,
Zitat:
Es scheitert eben meist daran, dass ich eben nicht sofort zur Verfügung stehen kann und nicht wenige Arbeitgeber generell keine Bewerber von außerhalb berücksichtigen. Egal, ob das nun 900 km weiter weg sind oder nur 100.
steht das in den Absagen so?
Meine Erfahrung ist/war da eine deutlich andere bzw. wenn das Thema momentaner Wohnort (bei 900 km Entfernung bleibt ja i.d.R. eh nur der Umzug) eine Rolle spielte, dann war es zumeist nicht der wirkliche Absagegrund.

Aber nochmals: Wenn ein Arbeitnehmer unbedingt möchte, dass du am nächsten Tag anfangen sollst, dann ist die Chance gross, dass Du übermorgen wieder auf der Strasse stehen tust...
Gruss
burki
burki ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.10.2007, 19:44   #7
corello->Emailproblem
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corello
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Servus,

ja die Gründe ... die meisten sagen ja nichts mehr dazu. Die einen, weil sie nicht verpflichtet sind oder aus grundsätzlichen Erwägungen, die anderen, weil sie Angst vor Klagen wegen Gleichstellung etc. haben.

Es gibt einige Unternehmen, die direkt gesagt haben, dass sie die Bewerbung aufgrund der Entfernung nicht berücksichtigen konnten. Heute war allerdings auch wieder eine Absage dabei, wo es hiess, sie würden nun nur noch Berufsanfänger einstellen und meine langjährige Berufserfahrung hätte nun den Ausschlag gegen mich gegeben. Diese inoffiziellen Gründe jenseits der schriftlichen kriegt man aber leider auch nur mündlich. Im Brief steht dann immer wischiwaschi. Unverbindlich eben. Ob es jetzt immer an der Entfernung scheitert, kann ich nicht mit Gewißheit sagen. Hier zumindest gibt es eben leider nur sehr wenige Stellenangebot, die halbwegs zu meinem Profil passen. Daher sind das hier meist Kompromiss-Bewerbungen. Die allermeisten Anforderungen erfülle ich zwar, aber all das, was darüber hinausschiesst und was der künftige AG letztlich nicht braucht, spricht dann wieder gegen mich. Das mit der Überqualifizierung habe ich nun schon zu oft gehört. Ich muß also dringend die Notbremse ziehen. Ich hab' einfach Angst, dass ich sonst als dauerhafter Hartz-IV-Empfänger ende, wie so viele hier in der Gegend.
Hab' vorhin mal Statistik fürs Amt gemacht: in den letzten 7 Monaten 136 Bewerbungen, davon 45 bei Zeitarbeitfirmen. Result: 5 Gespräche. Wir melden uns dann, wenn wir mal was haben oder eben die üblichen Erklärungen wegen Über- bzw. falsch qualifiziert. Diese Situation wird sich ja nun auch nicht schlagartig ändern.
Ich werde morgen mal in der Agentur vorsprechen und mich beraten lassen. Vielleicht gibts ja ein Schlupfloch oder sonstige Möglichkeiten, die man im Einzelfall nutzen könnte.
corello ist offline   Mit Zitat antworten
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