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Start > > -> Top Bewerbungsunterlagen und keine Reaktion.

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Alt 23.08.2007, 08:31   #1
Seehase
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Registriert seit: 06.06.2007
Beiträge: 110
Seehase
Böse Top Bewerbungsunterlagen und keine Reaktion.

Hallo hier im Forum,

ich bin in meinem Berufsleben mit 56 Lebensjahren das erste mal so richtig Arbeitslos!

Daher waren mir die möglicherweise damit verbundenen Problematiken dieser Situation auch nicht so bekannt, weil sie mich bislang einfach nicht persönlich berührten.

Das dem Stellensuchenden die Unterstützungsmaßnahmen der AA in einem Lernprozeß der Handhabung nähergebracht werden, ist mir allerdings aus Gesprächen mit Arbeitssuchenden hin und wieder mitgeteilt worden. Wobei ich aus meiner jetzigen eigenen Erfahrung gelernt habe (Erfahrung ist die Ansammlung seiner gemachten Fehler), das die Sachbearbeiter der AA lediglich nur diese Themen angehen, nachdem sie ausdrücklich durch den Klienten befragt werden.

Anders sieht es bei den Stellenausschreibenden möglicherweise potentiellen Arbeitgebern aus. Hier werden in den Anzeigen Bewerbereigenschaften ausgewiesen die dem Bewerber im Vorwege als Selbsteinschätzung auf eine mögliche Chance für diese Stelle geben sollen, bzw. was man von ihm erwartet.

Meine persönliche Erfahrungen seit März/April 2007 sind bei meinen Bewerbungen allerdings folgende.
  • Meine Bewerbungsmappen sind optisch ansprechend und von hoher Qualität.
  • Meine Bewerbungsunterlagen sind mit professioneller Begleitung textmäßig verfasst und aufgebaut worden
  • Fotos werden ausschließlich als Papierbild in Studioqualität beigefügt
  • Ich bewerbe mich ausschließlich auf Offerten, von denen ich glaube, deren Anforderungen mit über 90% zu erfüllen
  • Die Bewerbungsunterlagen werden ausreichend frankiert mit der Post zugestellt. Für onlinebewerbungen habe ich eine eigene Bewerberhomepage einrichten lassen.
Also ich bin im Glauben optimale Anforderungen an einen Bewerbungs-vorgang erfüllt zu haben.
Trotzdem muß ich feststellen, das ca. 50 % der von mir getätigten Bewerbungen nicht mal eine Eingangsbestätigung erhalten.

Nach einer Frist von ca. 4 Wochen ich ein Erinnerungsschreiben auf den Weg gebe und nach dem Stand des Auswahlverfahrens frage, da in vielen von mir angeschriebenen Stellenofferten "Arbeitsantritt möglichst sofort oder möglichst bald" ausgewiesen war.

Stellen, auf denen ich mich beworben habe und keine Antwort erhielt erneut mit gleichem Text ausgeschrieben, ohne das vorliegende Bewerbungen beantwortet werden.

Ich bin Ratlos und kann den vernachlässigenden Umgang mit Bewerbungen nicht verstehen oder nachvollziehen.
Sind solche Verhaltensweisen nur bei meinen Bewerbungen zu sehen, oder haben andere Arbeitssuchende ähnliche Erfahrungen gemacht?

Liegt es vielleicht an meinem Lebensalter, das Bewerber mit 56 J, zwei erlernten Berufen in einem gemeins. Berufsumfeld, einen davon mit Meistertitel, nachweislich beruflich weitergebildet, EDV-Anwenderkenntnisse, bescheinigte Führungsqualitäten, bundesweite Umzugsbereitschaft, flexibel auf allen beruflichen Gebieten, nicht mehr so ganz ernst mit seinen Bewerbungsabsichten genommen wird?

Ich freue mich über lebhafte Beiträge zu diesem Posting.

Viele Grüße vom Seehasen
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Alt 23.08.2007, 08:41   #2
Hexe45
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Hexe45 Hexe45 Hexe45 Hexe45 Hexe45 Hexe45 Hexe45
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Hallo Seehase
Erst mal willkommen im Forum.
Ja das mit den Bewerbungen ist ein leidiges Thema, ich habe von über der Hälfte meiner bewerbungen nie wieder etwas gehört.
Und *seufz* ja dein Alter ist leider ein ko Kriterium, das habe ich selber leidvoll spüren müssen, bei mir gehts es mit Mitte 40 schon los, shit was auf Erfahrung oder Qualifikation, wenn du net mehr 30 bist fällste bei vielen schon durchs Raster.
Ich wünsche dir nur du HartzIV nicht in all seinen üblen Facetten erleben mußt.
Bei mir wars ähnlich 24 Berufsjahre, dann krank, dann Reha Studium und danach ohne ALGI nahtlos ins ALGII.
Ich habe 9 Mon gebraucht um jetzt im Sept einen JOb zu finden, wünsche dir aus ganzem Herzen daß du schnell nen neuen Job findest.
LG
Hexe
Hexe45 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2007, 10:30   #3
TommyHedger
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Beiträge: 74
TommyHedger
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Zitat von Seehase Beitrag anzeigen
Nach einer Frist von ca. 4 Wochen ich ein Erinnerungsschreiben auf den Weg gebe und nach dem Stand des Auswahlverfahrens frage, da in vielen von mir angeschriebenen Stellenofferten "Arbeitsantritt möglichst sofort oder möglichst bald" ausgewiesen war.
Moin Seehase,

vier Wochen sind da meiner Meinung nach zuviel, normal wären aus meiner Sicht eine Woche oder zehn Tage. Es soll auch kein schlechter Stil (mehr) sein, sich nach dieser Frist telefonisch nach dem Eingang der Bewerbung zu erkundigen.

Schlechten Stil zeigen hingegen die Betriebe, die auf Bewerbungen nicht reagieren und/oder die Anlagen im Falle einer Ablehnung nicht zurückschicken. Dies gilt unabhängig davon, wie geeignet ihnen der Bewerber erscheint.

Alter = 56 ist natürlich nicht die beste Ausgangsposition. Aber davon soll es Ausnahmen geben. Viel Erfolg!
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Alt 23.08.2007, 10:39   #4
ofra->Emailproblem
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ofra
Blinzeln

lieber seehase,
absagen oder keine antworten auf bewerbungen sollte man sich grundsätzlich nicht zu herzen nehmen und allzu lange darüber nachgrübeln, insbesondere dann, wenn man überzeugt ist, dass man alles richtig gemacht hat.
bei mir ist es so, dass ich seit anfang diesen jahres vermehrt bemerke, dass eine gewisse nachlässigkeit bei den arbeitgebern besteht, bezüglich beantwortung oder rücksendung von bewerbungsunterlagen.
möglicherweise ist das eine gewisse "ermüdungserscheinung" seitens der arbeitgeber, da die anzahl der bewerber, die sich auf jede ausgeschriebene stelle melden, immer noch ziemlich hoch ist, was natürlich mit einer belastung für den arbeitgeber verbunden ist. und dieser zustand besteht ja mittlerweile seit mehreren jahren. besserung kaum in sicht. -
auf manche stellen bewerben sich immer noch mehr als 100 kandidaten. entsprechend lang dauern die bearbeitungszeiten. man muss auch damit rechnen, dass bewerbungsmappen erst nach 6, 12 oder gar 24 monaten zurück gesandt werden. das sind zwar extremfälle, kommt aber doch vor.
natürlich gibt es auch arbeitgeber, die gar keine beantwortungen mehr versenden sondern wo die mappe gleich im müll landet.
daher würde ich von allzu hochwertigen aussstattungen der mappe abraten. kostet nur unnötig geld und ist meist verloren. eine etwas schlichtere form tut´s auch.
lg
ofra
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Ich hätt gern Tee statt Kaffee
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Alt 23.08.2007, 11:14   #5
ThomasF
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Hallo Seehase,

Zitat von Seehase Beitrag anzeigen
[...]56 Lebensjahren das erste mal so richtig Arbeitslos!
... nun: willkommen im Club!
Du machst dir Sorgen weil du 56 bist und nur Meistertitel und Zweitberuf und Zusatzqualifikationen und Pipapo und Todundteufel mitbringst und deswegen keine Stelle bekommst?
Tja, ich bin Dipl.-Ing. (Physik, FH) und Programmierer Anfang 40, also genau das, was die Industrie in allen Zeitungen 'händeringend' sucht. Dennoch bekomme ich allerhöchstens Absagen, falls ich nicht auch monatelang totgeschwiegen werde, wohl weil das was unsere schizophrenen Industriebosse mit händeringend suchen verwechseln im Sprachgebrauch der sonstigen Deutschen ein händefuchtelndes wegscheuchen ist.

Also gräme dich nicht allzusehr. Ja, du bist zu alt. Aber nur weil bereits 40-jährige zu alt sind.
Ansonsten empfehle ich dir hier im Forum nach meinem Vergleich des Stellenmarktes mit einem Kindergeburtstag zu suchen.


Zitat von Seehase Beitrag anzeigen
Anders sieht es bei den Stellenausschreibenden möglicherweise potentiellen Arbeitgebern aus. Hier werden [...] Trotzdem muß ich feststellen, das ca. 50 % der von mir getätigten Bewerbungen nicht mal eine Eingangsbestätigung erhalten.
Nach einer Frist von ca. 4 Wochen ich ein Erinnerungsschreiben auf den Weg gebe und nach dem Stand des Auswahlverfahrens frage, da in vielen von mir angeschriebenen Stellenofferten "Arbeitsantritt möglichst sofort oder möglichst bald" ausgewiesen war.
Stellen, auf denen ich mich beworben habe und keine Antwort erhielt erneut mit gleichem Text ausgeschrieben, ohne das vorliegende Bewerbungen beantwortet werden.
... und wie du erlebst lohnt sich die Mühe nicht.
Saubere Unterlgen, gute Anschreiben, hübsche Bilder sollten schon sein.
Aber nachfragen halte ich für eine Vergeudung von Zeit und Geld. Doppelt bewerben halte ich für eine Vergeudung von Zeit und Geld. Und wenn ich (was oft geschieht) kurz nach der Absage bzw. Totschweigerei dieselbe Firma dieselbe Position ausschreiben sehe, dann lasse ich sie links liegen.
Oft steht hinter der Stellenausschreibung auch gar keine Stelle. Die Firma sucht niemanden, sondern nutzt den Werbeeffekt ohne eine teure Werbung zu bezahlen. Oder die Stelle ist längst intern vergeben und nur aufgrund eines Ausschreibungszwangs publik geworden.



Zitat von Seehase Beitrag anzeigen
Ich bin Ratlos und kann den vernachlässigenden Umgang mit Bewerbungen nicht verstehen oder nachvollziehen.
Sind solche Verhaltensweisen nur bei meinen Bewerbungen zu sehen, oder haben andere Arbeitssuchende ähnliche Erfahrungen gemacht?

... deine Erfahrungen sind üblich. Etwa die Hälfte aller Bewerbungsmappen verschwindet auf Nimmerwiedersehen.
Vielleicht ein Viertel aller Firmen gibt Eingangsbestätigungen.
Vielleicht ein Viertel aller Firmen antwortet innerhalb eines Monats. Die Mehrheit der Firmen läßt sich bis zu 4 Monaten Zeit. Manche melden sich noch später. Viele gar nicht.

Nach meinem Studium ('98) war dieses Verhältnis schon ähnlich.
Damals machte ich noch die Erfahrung, daß etwa jede 10te Bewerbung ein Vorstellungsgespräch nach sich zieht. In den ersten zwei Jahren meiner Arbeitslosigkeit hat sich das noch bestätigt. Aber mittlerweile fallen Vorstellungen ganz aus. Meine Quote ist auf 1:15 gestiegen!


Zitat von Seehase Beitrag anzeigen
Liegt es vielleicht an meinem Lebensalter, das Bewerber mit 56 J, zwei erlernten Berufen in einem gemeins. Berufsumfeld, einen davon mit Meistertitel, nachweislich beruflich weitergebildet, EDV-Anwenderkenntnisse, bescheinigte Führungsqualitäten, bundesweite Umzugsbereitschaft, flexibel auf allen beruflichen Gebieten, nicht mehr so ganz ernst mit seinen Bewerbungsabsichten genommen wird?
Ich freue mich über lebhafte Beiträge zu diesem Posting.
Viele Grüße vom Seehasen
... hör auf die Schuld bei dir selbst zu suchen! Das Sprüchlein "wer Arbeit will, der findet auch welche" das galt schon zu Kohls Zeiten nicht mehr. Und es gilt noch weniger wenn die Arbeit genug Verdienst für ein normales Leben einbringen soll.
Suche das Problem eher darin, daß es zwanzig mal mehr Arbeitslose als ausgeschriebene Stellen gibt.
Und darin, daß unsere gewählten Vertreter der Politik und unsere vorgesetzten Führer der Industrie vaterlandslose Gesellen sind. Zum Wohle des Profits verraten sie uns an Ausländer, drücken den Preis für gute Arbeit in den Keller und verlangen überteuerte Preise für Murks.
Vielleicht mußtest du wirklich erst 56 Jahre alt werden, um zu erkennen, daß es keinen Unterschied zwischen CDU, CSU, SPD, FDP und G/AL gibt. Aber jetzt dürftst du es kapiert haben.
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Alt 23.08.2007, 12:16   #6
Musterfrau->Emailproblem
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Daß sich manche Arbeitgeber überhaupt nicht melden, ist doch inzwischen beinahe an der Tagesordnung. Habe auch daher irgendwann angefangen, das Foto wegzulassen, zumal es ausweislich des Antidiskriminierungsgesetzes gar nicht mehr erforderlich ist.

Was ich in meinem Fall erstaunlich finde: Alle Bewerbungen, die ich nach Düsseldorf gesandt habe, kamen zu 80 % ziemlich fix zurück; anders als solche in Nachbarstädte. Merkwürdig, nicht?

Habe mir in einer Trainingsmaßnahme zusätzlich zum nun umgekehrt chronologisch gestalteten Lebenslauf ein Bewerberprofil erstellen lassen, in dem ich meine ganzen Vorzüge darlege.

Das habe ich allerdings nur ganze zwei Mal per Mail versandt, weil: Traumjob inzwischen gefunden! Hatte den Spieß irgendwann umgedreht und ein Stellengesuch mit etwas pfiffigerem Text als üblich (weil: bin ja pfiffig ) in der örtlichen Tageszeitung geschaltet. Auf diese Weise kommt der Arbeitgeber auf einen zu, wenn er Interesse hat.
Dabei waren übrigens auch AG, die selbst weder auf den Internet-Seiten des Arbeitsamtes noch in der Zeitung inseriert hatten. Berücksichtigen würde ich hierbei allerdings nur Zuschriften mit seriöser Aufmachung (Briefkopf, Stellenbeschreibung, evtl. kurze Vorstellung des Betriebes).
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Alt 23.08.2007, 13:57   #7
Seehase
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Seehase
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Hallo ThomasF

wie fas allen Schreibern hier im Forum und zu diesem Thema kann ich auch Deinen Ausführungen folgen und spiegeln sich in meinen Erfahrungen wieder.

Ich will mich aber nicht damit Abfinden die Zeit von ca. 10 Jahren bis zur Rente mein Leben mit einem Einkommen nach Harz IV zu verbringen. Bis jetzt war ich ein strikter Gegner von Schwarzarbeit, weil ich diese auch nicht brauchte, da mein Einkommen für unser Auskommen reichte!

Sollte ich aber keinen Job bis März 08 bekommen verfalle ich in diesen Status Harz IV hinein. Bin somit nicht mehr für meine laufenden Verpflichtungen zahlungsfähig. Sehe mich aufgrund der dann auf mich zukommenden offenen Rechnungen welche ich aus langenjährigen Verträgen nicht mehr bedienen kann die Privatinsolvenz als letzten Ausweg um mich vor möglichen Forderungen zu retten.

Dieses kann aber doch nicht im Sinne der Gesellschaft/Volkswirtschaft oder wie man es immer auch nennen will sein?

Ich will Arbeiten, habe meine Qualifikationen in meinen Berufen. Bin
völlig gesund und ohne Einschränkungen Einsatzfähig. Ich gehe bei jedem Job, in dem ich mein gutes Geld verdiene voll auf, weil ich mich immer mit meinem Job und der entsprechenden Produktivität persönlich identifiziere.

Sollte es denn wirklich sein, dass ich den Blick für die Realitäten des Arbeitsmarktes absolut verloren habe?

Habe gestern ein Vorstellungsgespräch in Mecklenburg Vorpommern gehabt. Dort suchte man in einer Einrichtung einen verantwortlichen Abteilungsleiter im Gesundheitswesen/Seniorenbereich mit entsprechender beruflichen Qualifikation, Verantwortungsübernahme, Neugestaltung bisheriger Strukturen gemessen an wirtschaftlichen Zahlen usw. usw.

Das Gehaltsangebot belief sich auf 1700,00 € brutto bei einem befristetem Arbeitsvertrag von 12 Monaten mit der Option eine Anschlußberistung von 12 Monaten mit Lohnsteigerung bis 1800,00 € brutto zu erzielen.

Dieses Lohnangebot ist unter Tarifniveau. Nach Aussagen der Personalmanager (geschätztes Alter 24-28 J) es liegen genügend Bewerbungen vor die dieses Lohnangebot aktzeptieren. Der Markt gibt also dieses Lohnangebot her.

Ich betrachte solche Angebote als unseriös, da hiervon keiner mit seiner Arbeitsleistung ein Familienauskommen bestreiten kann. Und wenn in seinem Job mal was schiefgehen sollte (was ich keinem wünsche, aber doch passieren kann), dieser dann auch noch fachlich seinen Kopf hinhalten muss und für ewig verbrannt sein kann.

Geht die Reise wirklich dahin einfach einen Job anzunehmen um nich zu Hause nur dumpfbackenmäßig den Tag zu verplämpern, weil er nicht mehr gewollt ist und zum Lebensunterhalt zusätzlich staatl. Unterstützung in anspruch nehmen zu müssen damit er Frau und Kinder satt bekommt?
Seehase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2007, 14:06   #8
Heiko1961
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Siehe auch LINK
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Alt 23.08.2007, 14:36   #9
catwoman666666
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catwoman666666 catwoman666666 catwoman666666 catwoman666666
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Willkommen in der Realität.

Warum sollten Arbeitgeber 10 € bezahlen, wenn sie Arbeitskräfte für 5 € haben können.

Das ist von unserer Regierung so gewollt. Ich habe heute einen Artikel in meiner örtlichen Tageszeitung gelesen.

Zitat:

"Reformen scheinen zu greifen:
Etliche Indizien deuten darauf hin, dass die heftig umstrittenen Hartz-Reformen Wirkung zeigen. .... Daneben dürfte die intensive Betreuung von Arbeitslosen sowie die systematische Überprüfung des Arbeitslosenstatus von Einfluss gewesen sein......Die Schwelle, ab der ein Betrieb neue Vollzeit-Beschäftigte einstellt dürfte heute niedriger sein als früher - möglicherweise, weil Stellen einfacher zu besetzen sind, da Arbeitslose sich intensiver um einen Job bemühen, und weil das Lohnniveau kein so grosses Hemmnis für die Beschäftigung mehr darstellt wie früher.

Das aber waren genau die Punkte, die mit den Reformen angepeilt waren: Arbeitslose durch Druck und Anreize ("Fördern und Fordern") schneller auf offene Stellen zu bringen."

Zitat Ende


Arbeitslosigkeit sinkt, weil die Arbeitgeber, egal wie wenig sie zahlen immer Klientel von den ARGEn bekommen, die in solche Jobs gepresst werden.

Gestern hab ich in meiner Tageszeitung gelesen, dass sich die Aufstocker explosionsartig vermehren.

Ich könnte kot...wenn ich anfange darüber nachzudenken.

Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber:

Wenn der Lohn nicht ausreicht, dann stocken wir das auf auf ein vernünftiges Einkommen ... könnt schon wieder

Warum sollten also Arbeitgeber existenzsichernder Löhne zahlen, der Staat springt doch ein...


Fachkräftemangel???? Kann ich gut nachvollziehen, wenn sich ein exzellent ausgebildeter Arbeitnehmer nicht zu Dumpingpreisen verheizen lässt.

Gute Arbeit, Fachwissen und Engangement im Beruf wollen auch gut bezahlt werden.

Guter Lohn: gute und egagierte Arbeitnehmer

schlechter Lohn: Arbeitnehmer light

viel Glück
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Alt 23.08.2007, 22:51   #10
kleindieter
 
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kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
Standard SB Kritik

Ein SB unterrichtet die angehenden ALG II Kunden unaufgefordert und umfassend über seine Rechte und Pflichten in einer Form, die der Kunde auch versteht.
Das behauptet der Nuschelheinz aus NRW.
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Alt 24.08.2007, 00:46   #11
ThomasF
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Hallo Seehase,

Zitat von Seehase Beitrag anzeigen
[...] Ich will mich aber nicht damit Abfinden die Zeit von ca. 10 Jahren bis zur Rente mein Leben mit einem Einkommen nach Harz IV zu verbringen. Bis jetzt war ich ein strikter Gegner von Schwarzarbeit, weil ich diese auch nicht brauchte, da mein Einkommen für unser Auskommen reichte!
Sollte ich aber keinen Job bis März 08 bekommen verfalle ich in diesen Status Harz IV hinein. Bin somit nicht mehr für meine laufenden Verpflichtungen zahlungsfähig. Sehe mich aufgrund der dann auf mich zukommenden offenen Rechnungen welche ich aus langenjährigen Verträgen nicht mehr bedienen kann die Privatinsolvenz als letzten Ausweg um mich vor möglichen Forderungen zu retten.
... ein Nebeneinkommen duch ungemeldete Arbeit ist natürlich eine Lösung. Man darf es nur nicht an die große Glocke hängen. Aber du kannst dich damit trösten, daß viele diesen Weg beschreiten. Allerdings mußt du zwischen Schwarzarbeit und Schwarzarbeit unterscheiden. Sobald du für ein Unternehmen tätig bist, schadest du dir durch Lohndumping. Aber bezahlte Nachbarschaftshilfe ist schwer nachzuweisen und schadet eher den Dumpingunternehmen.



Zitat von Seehase Beitrag anzeigen
Dieses kann aber doch nicht im Sinne der Gesellschaft/Volkswirtschaft oder wie man es immer auch nennen will sein?
... die aktuelle Situation ist sogar extrem schädlich für die Gesellschaft *und* für die Volkswirtschaft. Sie nutzt einzig wenigen Betriebswirtschaften. Und diese fressen wie alle Parasiten die Gesellschaft auf.
Entweder du hast ein Millioneneinkommen, und dann darfst du dir jährlich nochmals 30% aufschlagen, oder du hast nichts zu besitzen und nichts zu fordern.
Am besten ist es noch die Linkspartei zu wählen. Alle andern haben das Volk verraten und werden es weiterhin verraten.



Zitat von Seehase Beitrag anzeigen
Sollte es denn wirklich sein, dass ich den Blick für die Realitäten des Arbeitsmarktes absolut verloren habe?
... suchst du immer noch die Fehler bei dir? Erst einmal kann man den Arbeitsmarkt nicht vom Produktionsmarkt und vom Absatzmarkt trennen. Denn alles was produziert werden soll, benötigt Leute die es produzieren und Leute die es konsumieren. Hier zeigen aber unsere angeblichen Wirtschaftsgenien ihre Unfähigkeit: sie wollen zu Löhnen wie in China produzieren, aber zu Preisen wie in Deutschland verkaufen. Doch das geht nicht weil Produzent und Konsument dieselben Personen sind!


Zitat von Seehase Beitrag anzeigen
Habe gestern ein Vorstellungsgespräch in Mecklenburg Vorpommern gehabt. Dort suchte man in einer Einrichtung einen verantwortlichen Abteilungsleiter im Gesundheitswesen/Seniorenbereich mit entsprechender beruflichen Qualifikation, Verantwortungsübernahme, Neugestaltung bisheriger Strukturen gemessen an wirtschaftlichen Zahlen usw. usw.
Das Gehaltsangebot belief sich auf 1700,00 € brutto bei einem befristetem Arbeitsvertrag von 12 Monaten mit der Option eine Anschlußberistung von 12 Monaten mit Lohnsteigerung bis 1800,00 € brutto zu erzielen.
Dieses Lohnangebot ist unter Tarifniveau. Nach Aussagen der Personalmanager (geschätztes Alter 24-28 J) es liegen genügend Bewerbungen vor die dieses Lohnangebot aktzeptieren. Der Markt gibt also dieses Lohnangebot her.
... noch kannst du dir die Absage leisten ohne nennenswert sanktioniert zu werden. Und bei solchen unlauteren Angeboten sind Absagen notwendig. Falls das dem Jüngling nicht passt, dann er die Arbeit zu diesem Preis doch selbst machen!



Zitat von Seehase Beitrag anzeigen
Geht die Reise wirklich dahin einfach einen Job anzunehmen um nich zu Hause nur dumpfbackenmäßig den Tag zu verplämpern, weil er nicht mehr gewollt ist und zum Lebensunterhalt zusätzlich staatl. Unterstützung in anspruch nehmen zu müssen damit er Frau und Kinder satt bekommt?
... die Reise geht sogar noch weiter. Und zwar soll man jeden Job, bei einer 150 Stundenwoche, machen und dennoch kein Geld haben um Frau und Kinder zu versorgen.
Wenn es nach unseren Politikern der CDUCSUSPDFDPGAL-Einheitsmischmaschpartei geht, dann gibt es zu viele Deutsche. Und dagegen hilft nur ein aushungern und anschließendes ersetzen durch Ausländer. Öhm, sagte ich schon, daß du PDS wählen solltest?
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Alt 24.08.2007, 05:31   #12
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ofra
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hast du schon ans auswandern gedacht?
wenn ich in deiner situation wäre, würde ich das erwägen.
hoch qualifiziert, noch 10 jahre zu überbrücken, kinder vielleicht schon aus dem haus.
hier in deutschland müsstest du sehr viel glück haben, dass du nochmal eine adäquate stelle kriegst. im ausland werden solche leute besser bezahlt. und in manchen ländern sind auch ältere arbeitnehmer gerne gesehen.
wenn du gut englisch kannst, hast du eigentlich schon gewonnen.
da stehen dir schweden, dänemark, niederlande, kanada offen.
bevor du hier langsam auf das bittere ende wartest und dem staat auch noch deine letzten ersparnisse in den rachen wirfst, würde ich das geld statt dessen für einen neubeginn nutzen.
und so ein kleines schwarzes neben-jobbchen kann dich auf dauer hier auch nicht ernähren. zumal man auch darauf angewiesen ist, dass die leute stillschweigen bewahren. und der neid und die denunzierungslust unter nachbarn ist heute größer als früher. und das wird sich noch steigern.
eine alternative wäre noch, sich selbstständig zu machen, wenn das mit deinem beruf möglich ist. ist jedoch ein heikles unterfangen, bei der schieflage unserer wirtschaft. wo die leute kein geld haben, gibts auch wenig aufträge.
vielleicht kennst du jemand aus einem ähnlichen berufsfeld, der in einer ähnlichen situation ist wie du, gemeinsam was zu wagen ist oft leichter als alleine sich in ein abenteuer reinzustürzen.
statt bewerbungen schreiben könntest du auch ein ausführliches inserat in die zeitung setzen. hab das in unserer tageszeitung mal gesehen. war sogar mit farbfoto. sehr übersichtlich und prägnant formuliert. die frau war fremdsprachensekretärin mit diversen zusatzqualifikationen. mit so einem inserat erreichst du mehr arbeitgeber als mit bewerbungen. und es werden vielleicht firmen auf dich aufmerksam, an die du noch gar nicht gedacht hast.
und wenn du merkst, dass auf dein inserat in der regionalzeitung keine antworten kommen, dann würde ich im nächstliegenden kreis inserieren oder in einer übergeordneten zeitung.
möglicherweise musst du längere fahrzeiten in kauf nehmen um einen job zu bekommen, der dir entspricht. also den radius von vornherein etwas weiter stecken.
oder hast du irgendwelche interessen und hobbys, mit denen du dich seit jahren befasst? sowas kann man unter umständen auch ausbauen zu einem job.
als arbeitsloser musst du ohnehin jeden job annehmen der zumutbar ist. sowas kann auch eine chance sein, ein richtungswechsel mit neuen perspektiven. mal was ganz anderes machen. das, was man vielleicht immer schon wollte.
wie wäre es mit einem befristeten auslandseinsatz? es gibt viele organisationen, die weltwelt qualifiziere mitarbeiter suchen für diverse projekte. auskünfte gibt es bestimmt bei den diversen handelskammern der einzelnen länder oder bei den zuständigen ministerien. oder direkt auf den webseiten solcher organisationen kucken, oder bei großen firmen initiativ bewerben, aber erst mal anrufen, bevor man schreibt.
__

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ofra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2007, 07:15   #13
Seehase
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Seehase
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@ ofra,

auch Dir ein Danke für deine Tips. Alle deine Vorschläge sind bei mir bereits praktiziert bzw. in die Tat umgesetzt worden.
  • Anzeigen hier im regionalem Raum fruchten auf Grund der schwachen, ländlichen, und wirtschaftlichen dünn besiedelten Lage nichts.
  • für Anzeigen in überregionalen Zeitungen, der einschlägigen Fachpresse usw. sind schon fast an 1000,00 € erfolglos ausgegeben.
    Teilweise waren die Angebote schon von vorneherein im Tätigkeitsfeld unseriös, oder das Gehaltsangebot in keinerweise ausreichend.
  • Der Weg in die Selbstständigkeit ist durch nicht ausreichende Eigenkapitaldecke nicht möglich.
  • Eine vorübergehende Auswanderung zur Jobaufnahme habe auch schon in erwägung gezogen. Scandinavien, und Canada scheitern an der Altersgrenze und an den nicht ausreichenden Sprachkenntnissen u. a. auch in Englisch.
  • Österreich wird von mir z. Zt. noch als Alternative geprüft. Hier sind verbindungen geknüpft aber noch keine Reaktion aus diesem Land.
Im Grunde difiniert ThomasF die Situation wirklich so wie sich die Realität für mich auch darstellt. At auch sein Vergleich mit dem Kirndergeburtstag hat was anschauliches.

Trotzdem werde ich nicht still rumsitzen und warten bis ich den den Hartz IV Status erreiche, denn dann weiß ich für mich nicht, ob ich psychisch noch die Kraft um eine Arbeitsstelle zu Kämpfen aufbringe oder mich meine Depressionen seelisch komplett gerafft haben.

Also gild es weiter kämpfen, kämpfen und bis zuletzt hoffen. Wobei die Gefahr darüber zu zerbrechen sehr hoch liegt.

In diesem Sinne Grüße an das Forum vom Seehasen
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Alt 24.08.2007, 09:11   #14
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Beiträge: 1.924
ofra
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ja, österreich hatte ich vergessen in meiner liste, ebenso schweiz.
für österreich gibt es das arbeitsmarktservice. www.ams.at
für die schweiz gibts infos über die botschaft, alles im internet. oder unter google stichwort arbeiten in der schweiz.http://www.bern.diplo.de/Vertretung/..._Arbeiten.html
als deutscher kriegst du überall aufenthaltserlaubnis.

http://ec.europa.eu/eures/main.jsp?c...cro=lw&lang=de

voraussetzung ist aber ein wohnsitz im land sowie eine konkrete aussicht auf einen arbeitsplatz. ich weiss, dass das nicht einfach ist. hab das selber auch alles schon durch.
also erst abchecken wegen wohnung und arbeit. dann aufenthaltserlaubnis beantragen. in österreich wird die lage auch immer mehr wie hier in deutschland, nur etwas zeitverzögert. das lohnniveau ist auch nicht besonders hoch, kommt auf den beruf an und man muss halt glück haben.
in der schweiz sind die löhne ca. 2/3 höher, aber auch das leben ist etwas teurer als hier.
also mein tipp: erst mal informationen sammeln, dann sich mal das land vor ort ansehen, erste persönliche kontakte knüpfen. am besten wären auch private freundschaften.
man muss damit rechnen, dass man in dem fremden land nicht mit offenen armen empfangen wird. überall gibt es ressentiments. man ist dort schließlich "ausländer". da macht jeder so seine persönlichen erfahrungen. man darf sich auch nicht zuviel erwarten.
wenn du noch weiter weg willst, sind auch dubai, kuwait oder die V.A.E. ein mögliches ziel. aber da muss man englisch können. dort ist englisch amtssprache. dort gibt es auch deutsche firmen. aufenthaltserlaubnis bekommt man dort nur, wenn man schon eine feste stellenzusage hat von einem arbeitgeber vor ort.
weitere ideen von mir:
wie sieht es aus mit immobilien? hast du ein haus, welches du z. t. vermieten könntest? oder verkaufen? da kann man auch einiges herausholen, wenn man es klug macht.
als letzte lösung könntest du dir noch einen landwirtschaftlichen betrieb pachten, wo du als selbstversorger bis zum tode deine eigenen kartoffeln frisst ... aber das liegt nicht jedem. und da muss man auch körperlich fit sein.
wie ist es mit gemeinschaftsprojekten? du bist bestimmt nicht der einzige arbeitslose in deiner gegend. gibt es da vereine, initiativen, anlaufstellen, projekte, geförderte jobs etc.?
vielleicht würde auch der umzug in ein anderes bundesland schon ausreichen, wenn du sagst, du wohnst in einem strukturschwachen umfeld.
zu empfehlen sind hier baden-württemberg und bayern sowie hessen.
so jetzt fällt mir nix mehr ein ...
__

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Alt 24.08.2007, 09:39   #15
ThomasF
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Standard die Fortsetzung des Kindergeburtstages...

Zitat von Seehase Beitrag anzeigen
auch sein Vergleich mit dem Kirndergeburtstag hat was anschauliches.
... mittlerweile gibt es noch eine Fortsetzung:
Die Gastgeber entscheiden, daß die 3 Kuchen an Nachbarskinder verteilt werden. Keines der 50 geladenen Kinder bekommt ein Stück. Dennoch sind die kinder verpflichtet zur Unterhaltung der Gastgeber blutige Kämpfe auszutragen um keines der Kuchenstücke zu ergattern.
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Alt 24.08.2007, 09:53   #16
Seehase
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@ orfa,

ich danke dir nochmals für Deine gut gemeinten Vorschläge. Aber es ist leider kein Weg dabei, den ich nicht schon beschritten hätte.

Unser Haus wird verkauft. Notartermin ist anberaumt. Ich habe mich bundesweit beworben, eine Mobiltätsbereitschaft ist also samt Ehefrau gegeben.

Es ist schon richtig, die meisen Stellenofferten in meinem Berufsumfeld kommen aus Hessen, Bayern, Baden-Würtemberg.

Zur Zeit habe ich noch 13 offene Bewerbungen laufen und warte täglich auf Rückmeldungen.

Es ist ja auch nicht der Fall, daß ich überhaubt kein Jobangebot bekommen würde, aber ich kann nicht für 1.700,00 € bis 1.800,00 € brutto arbeiten.

Wenn ich arbeiten sage meine ich mich damit voll und ganz für den Job einsetzen, Verantwortung übernehmen für sich und die unterstellten Mitarbeiter und nicht wie hier in einem Posting von catwoman666666 beschrieben Arbeitnehmer light.

Für gute Arbeit erwarte ich eben noch einen fairen Lohn und ich glaube das ist legitim.

Nochmals danke für Deine lieben Vorschläge. Vielleicht ist ja auch schon heute etwas positives im Briefkasten.

Gruß vom Seehasen
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Alt 24.08.2007, 09:56   #17
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ofra
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ja dann alles gute und viel erfolg. dennoch wirst du wohl mit finanziellen abstrichen rechnen müssen.
was macht denn deine frau beruflich? vielleicht hätte die eher eine chance auf eine stelle als du?

es werden manchmal auch hausmeister-ehepaare gesucht. wo man eine günstige wohnmöglichkeit bekommt und wo man sich halt n´bissel um garten und reparaturen kümmert.
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Ich hätt gern Tee statt Kaffee
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Alt 24.08.2007, 21:51   #18
ethos07
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Hi Seehaase,
ich denke fast, du hast noch ein wenig Glück im Unglück

- und schön, dass du schon so frühzeitig hier nach 'moralischer' Unterstützung schaust -

es bleibt dir jetzt noch eine Zeit, dir zu überlegen, wie du (ihr) das Beste aus der schlechten Situation machst.
Bevor dann ev. trotz aller aktuellen Aktivitäten ALG-II auf dich zukommt...

Ich würde nun diese verbleibenden Monate nur zu einem sehr viel geringeren Anteil für die Bewerberei nutzen - und keineswegs soviel Hoffnung da hinein setzen, wie es sich bei dir noch anhört.
Die Tipps mit der Suche im Ausland halte ich noch für die realistischsten , aber auch da - in unserem Alter...

Du blockierst dir mit der Konzentration auf das Bewerben m.E. den offenen Blick und die Möglichkeiten, dich wirklich ohne psychischen Gesamtabsturz nach und nach auf die neue, vermutlich halt sehr viel knäpplichere Lebensetappe einzustellen und für diese Situation dir das Beste zusammenzusuchen.
Gerade unsere Generation wird kaum mehr ein vernünftiges Bein in den offiziellen Arbeitsmarkt bekommen und wenn man nicht die ArGe-Beschäfitgungen light übergestülpt haben will, wird uns gar nichts anderes übrig bleiben, als nochmals stark auf Do-It-Yourself, auf politischen Druck für ein Grundeinkommen für alle, auf Selbstverwaltung etc. zurück zu kommen...

Im Thema mit dem "Kindergarten-Vergleich" habe ich dem vermutlich viel Jüngeren User dort, der nach Entscheidungshilfen für die Frage ob Umschulung oder nicht suchte, die Fragen aufgelistet, die ich mir an solchen Bruchstellen in der heutigen Arbeitswelt stelle bzw. stellen würde.
Ev. kannst du ja diese Fragen dort auch mal noch durchsehen, ob etwas für dich Nützliches dabei ist.

(Ich persönlich hatte 'das Glück' den "beruftlichen Abstieg mit zahlreichen Hoffnungszwischenillusionen" über vielleicht 10 Jahre 'sanft gestreckt' zu erhalten... ;-) )

Hier http://http://www.elo-forum.org/selb...58-t13577.htmlgab es bereits einmal einen Handwerksmeister, der in einer entfernt ähnlichen Situation steckt wie du - ev. kannst du ihn ja mal per PM kontaktieren.

Gruß!
ethos07


Zitat:
Zur Zeit habe ich noch 13 offene Bewerbungen laufen und warte täglich auf Rückmeldungen.

Es ist ja auch nicht der Fall, daß ich überhaubt kein Jobangebot bekommen würde, aber ich kann nicht für 1.700,00 € bis 1.800,00 € brutto arbeiten.

Wenn ich arbeiten sage meine ich mich damit voll und ganz für den Job einsetzen, Verantwortung übernehmen für sich und die unterstellten Mitarbeiter und nicht wie hier in einem Posting von catwoman666666 beschrieben Arbeitnehmer light.

Für gute Arbeit erwarte ich eben noch einen fairen Lohn und ich glaube das ist legitim.
ethos07 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2007, 07:50   #19
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Zitat von Seehase Beitrag anzeigen

Stellen, auf denen ich mich beworben habe und keine Antwort erhielt erneut mit gleichem Text ausgeschrieben, ohne das vorliegende Bewerbungen beantwortet werden.

Man hört ja gerüchteweise daß Betriebe Suchannoncen schalten nicht um einen Mitarbeiter zu finden sondern um Werbung für das Unternehmen zu machen...

Was natürlich eine Sauerei ist wenn es stimmt..
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Alt 25.08.2007, 11:52   #20
Seehase
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@ münchnerkindl

Sicherlich habe ich auch schon von solchen Praktiken gehört, nachvollziehen kann ich dieses aber nicht, denn welchen Werbeeffekt bringt es denn?
  • + Eine Stellenausschreibung im Internet ist kostengünstig!
  • - Diese Stellenausschreibung erreicht einen relativ kl. Leserkreis
  • - Eine vermarktungssteigerung der angebotenen Leistungen/Pro- dukte ist nicht gegeben
  • - Arbeitskräfte durch Annahme, Sichtung, und im Idealfall bei Be- antwortung werden gebunden.
  • - Es entstehen nur Reibungsverluste
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Alt 25.08.2007, 13:27   #21
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vielleicht könntest du als freiberuflicher berater oder dozent arbeiten, und deine fachkenntnisse an jüngere weiter geben, wenn du selber sonst schon keine chance mehr hast?
manche weiterbildungsinstitute suchen dozenten für alle möglichen fachgebiete.
nur was die zahlen, weiss ich nicht. ist bestimmt auch nicht üppig.
bei dir ist echt das alter schon ein problem.
als angestellter wirst du da kaum noch genommen werden. ich sehe in der selbstständigkeit die einzig reale chance, die dir noch bleibt.
vielleicht gibt es nischen, spezialbereiche, wo du tätig werden könntest. kommt auf dein berufsbild an. da hast du ja selbst den besten überblick.
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Alt 25.08.2007, 14:05   #22
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http://ftd.de/karriere_management/ma...st/242946.html

vielleicht ein paar brauchbare anregungen für dich dabei ...
__

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Alt 25.08.2007, 15:01   #23
Seehase
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Hallo Ofra,

ich bewundere Dein engagement in meiner Angelegenheit und danke Dir gleichzeitig dafür.

Sicherlich gibt es die Möglichkeit eine Stelle als Fachlehrer bei privaten Instiuten zu bekommen. doch leider werfen diese Jobs eben nicht das ab um den Lebensunterhalt in würdiger Weise bestreiten zu können.

Zur Zeit übe ich in einer Firma einmal in der Woche einen Aushilfsjob
-Vertetung der Geschäftsleitung- aus. (Alles legal und auch dem AA gemeldet.)
Hier wundert es mich, mit welch mangelnder Motivation junge Menschen ihren Beruf ausüben. Mal nachgefragt warum sie bei soviel gezeigter Lustlosigkeit für den Job überhaupt zur Arbeit gehen, bekommt man lapidar zu Antwort: na wegen der Kohle, was sonst!

Ich kann und will es einfach nicht begreifen wie wenig sich in hoher Anzahl, junge Arbeitnehmer mit ihrem Job identifizieren und diesen lediglich als Mittel zum Zweck benutzen.
Diese Erscheinung ist bei älteren Arbeitnehmern wesentlich weniger festzustellen, obwohl ich auch hier manchmal diese Einstellung erkennen konnte allerdings in erheblich geringerem Ausmaß.

Vielleicht bin ich auch zu verkniffen und stelle zu hohe Anforderungen an die Leistungsbereitschaft, auch an meine eigene.

Vielleicht kommt man mit einer Arbeitnehmer light Einstellung mit der konsequenz auch in der Lohngruppierung in light eingestuft zu werden besser zurecht. Aber noch bin ich nicht so weit und kann noch nicht über diesen, meinen eigenen Schatten springen.

Selbstständig machen in meiner Situation geht überhaupt nicht, da die fehlende ausreichende Eigenkapitaldecke nicht zur Verfügung steht. Sollte diese Selbständigkeit dann auch noch in die "Hose" gehen, bleibt in meiner Restlaufzeit des Lebens nicht mal genügend Zeit um die dann noch anstehenden möglichen Verpflichtungen zu regeln.

Hier steht das Sicherheitsdenken -was sich mit zunehmendem Lebensalter immer stärker ausprägt- doch zu hoch.
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Alt 25.08.2007, 15:52   #24
burki
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burki
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Hi,
kurze Anmerkungen von mir:
- Du bist "gerade" 4 Monate auf Stellensuche --> für die Suche nach der Stecknadel im Heu ist das i.d.R. nicht lang genug, um abschliessend zu sagen, dass Du keine Chance hast.
- Du erwartest (zu Recht!) eine vernünftige Entlohnung, doch die Einstiegsgehälter sind fast durchwegs in den Keller gegangen (verdiene - schon vom brutto her - heute in einer neuen Stelle weniger, als vor über 10 Jahren, wobei ich dafür mehr Arbeitszeit und weniger Urlaub habe).
- für einen Einstieg z.B. in Dänemark (dort werden in der Tat ältere Arbeitnehmer mit Handkuss genommen; in AU und CH dagegen eher nicht), siehst Du mangelnde Sprachkenntnisse als Hinderungsgrund an --> kann Dir raten (habe jetzt auch innerhalb von 2 Monaten meine Fremdsprachenkenntnisse reaktivieren müssen, da bei uns nur knapp etwa 50% Deutsch gesprochen wird und das klappt eigentlich ganz gut, wenn man einmal die Scheu abgelegt hat) hier zu investieren, d.h. einerseits die Sprache lernen und Dich andererseits (im grenznahen Gebieten kommt man durchaus auch mit Deutsch noch temporär weiter) trotz diesem "Makel" dort zu bewerben.

Primär gings mir aber um den ersten Punkt: Ich habe über 2 Jahre intensivst nach einer Stelle gesucht (nach über 10 Jahre Selbstständigkeit bin ich natürlich sofort in Hartz IV reingerutscht) und vor 4 Monaten endlich eine vernünftige Stelle gefunden.
Meine Qualifizierung (bin Dipl.-Phys. mit besten Zeugnissen, habe 20 Jahre Berufserfahrung und bin Mitte 40) ist sicher nicht schlecher als Deine, doch auch bei mir spielt schon das Alter eine ernorme Rolle ("bei uns liegt die Altersgerenze bei 30 Jahren..."), aber mit etwas Flexibilität, Ausdauervermögen und natürlich eine gehörige Portion Glück kann sich durchaus etwas finden lassen.

Noch eins: Im Vergleich zu z.B. vor 20 Jahren hat sich die Mentalität der Arbeitgeber massiv geändert. Früher kam man mit einer sauberen Bewerbung und einem mehr oder weniger angenehmen Vorstellungsgespräch schon ziemlich weit.
Heute wird seitens der Arbeitgeber deutlichst mehr abgewägt (ist das wirklich der richtige Mann für uns?). Hatte schon Vorstellungsgespräche, die sich über mehrere Tage hinzogen. Probearbeiten (am liebsten für lau), immer umfangreichere Fragekataloge... werden immer öfters eingesetzt und auch die Dauer zwischen Bewerbung und Vorstellungsgespräch kann schon einmal ein halbes Jahr betragen.
Zudem werden auch bei "anspruchsvolleren" Jobs gerne Arbeitsvermittler (das muss keineswegs eine ZA sein) zwischengeschaltet. In diesem Bereich gibts übrigens nicht nur schwarze Schafe (wie man z.B. beim Lesen dieses Forums meinen könnte), so dass sich durchaus auch dieser Weg anbieten könnte.
Viel Glück
burki
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Alt 25.08.2007, 15:56   #25
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ofra
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menschliche würde hat nicht nur mit geld zu tun. dass man auch in großer armut seine würde bewahren kann, sowas lernt man durch hartz IV ...
schlaf mal eine nacht drüber ...

auch ich habe schon zahlreiche unmotivierte leute kennen gelernt, die eine job haben. das sind meist ganz junge leute, die einfach deswegen eingestellt werden, weil sie billige arbeitskräfte sind. motivation, fachkenntnisse und ähnliches zählen da wenig.

ich hab vor ca. 1 jahr ein praktikum gemacht. das wär mein traumjob gewesen. ich hab in dem bereich auch eine ausbildung, bin also qualifiziert, habe umfangreiche fachkenntnisse, habe sehr gute kundenberatung gemacht etc.
gleichzeitig mit mir fing ein azubi an, 18 jahre, hatte überhaupt keinen bock auf die arbeit, sie interessierte ihn auch inhaltlich nicht, was er offen zugab. er hatte auch keine lust, sich fachkenntnisse anzueignen, wobei ich versucht hatte, ihn dabei zu unterstützen.

nach ende meines praktikums wurde der azubi übernommen, ich jedoch nicht. einziger grund: ich bin fast 20 jahre älter als er, daher als arbeitskraft zu teuer.

tagtäglich beobachte ich menschen, die stockdoof sind, keine ahnung von ihrer arbeit haben, extrem langsam sind, nicht in der lage sind, kunden zu beraten, von den einfachsten grundlagen keine ahnung haben ... es ist haarsträubend. aber sie haben alle arbeit, weil sie jung und billig sind. das sind alles leute bis maximal 25 jahre.
das bedeutet: die arbeitgeber nehmen manche unzulässigkeit und fehler der mitarbeiter in kauf, hauptsache der mensch ist eine billige arbeitskraft.

kompetenz, qualifikation, fähigkeiten, begeisterung, persönlicher einsatz, das zählt heute alles nicht mehr!!
vielleicht verstehst du jetzt, warum ich mich so bemühe, dir zu helfen. das kommt durch meinen persönlichen erfahrungshintergrund. weil ich nicht einsehe, dass all diese kompetenzen auf dem arbeitsmarkt nichts mehr wert sind. und wenn ich einem weiterhelfen kann, der es wirklich verdient hat, dann ist das für mich eine persönliche genugtuung. recht muss recht bleiben!
__

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