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Start > > -> Antwort einer Dienstaufsichtsbeschwerde

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Alt 06.12.2005, 08:41   #1
jasmina->Emailproblem
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Registriert seit: 22.09.2005
Ort: Berlin
Beiträge: 44
jasmina
Standard Antwort einer Dienstaufsichtsbeschwerde

Guten Morgen liebe Forumsteilnehemer!
Im Oktober diesen Jahres legte ich in meinem Jobcenter eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein. Diese betraf 4 Sachbearbeiter, die ihre Arbeit schlampig und ohne Hintergrundinformation verrichteten und mir somit eine absolute Sperre meiner Leistungen bescherten. Außerdem wurde ich wissentlich belogen und als Mensch 2. Klasse behandelt(dann jehn'se doch inne Suppenküche, wenn se keen Jeld und Hunga haben). :uebel:
Nun bekam ich Antwort. Ich hab ja mit allem gerechnet, aber mit so einer Frechheit nicht. Die Sachbearbeiter wurden angeblich befragt und der Sachverhalt stellte sich in allen Fällen anders da, als ich ihn geschildert hatte :| :| :| und es bestehe keine Veranlassung, an den Darstellungen der Mitarbeiter zu zweifeln(Orginaler Schriftauszug)
Mich würde interessieren, wer von euch noch solch niederschmetternden Antworten bekommen hat und wie ihr dazu vorgegangen seid??? Mich kostet es enorm viel Kraft mich ständig mit dieser irren, verlogenen Behörde rumzuschlagen und ich habe echt Atemnot bekommen. Dennoch finde ich es richtig mich zu wehren und mir nicht alles gefallen zu lassen, aber es ist wirklich zermürbend.
Habt einen schönen Nikolaustag und ich freue mich auf eure Antworten.
LG
Jasmina
jasmina ist offline  
Alt 06.12.2005, 08:57   #2
Barney
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Beiträge: n/a
Standard

Hallo Jasmina,

Es gibt immer zwei Möglichkeiten. Die eine in diesem Fall: Du machst keine Dienstaufsichtsbeschwerden. Du überhörst solche blöden, auf den dürftigen Geist schließenden "Suppenküchenbemerkungen" und hältst dich einfach an die sachlichen Fakten, die du schriftlich in den Händen hältst.

Die andere Möglichkeit ist, du nimmst dir einen Zeugen zu jedem Gespräch mit. Eine Person deines Vertrauens muß zugelassen werden.
Geh mal über die Suchfunktion, darüber wurde hier schon geschrieben.
 
Alt 06.12.2005, 09:02   #3
bschlimme
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Habe auch schon zwei Dienstaufsichtsbeschwerden geschrieben. Die erste wurde ignoriert. Bei der zweite habe ich dazugelernt. Nachdem einige Wochen vergangen waren, ohne das ich eine Antwort erhalten habe, schickte ich die Kopie meiner Beschwerden an das Ministerium für Soziales. Diese versprach sich der Sache anzunehmen und siehe da mein Anliegen wurde bearbeitet. Wenn auch nicht zu meiner Zufriedenheit, aber es tat sich was.

Die oftmals einzige Möglichkeit, die Klärung eines Sachverhaltes zuerreichen, besteht darin, eine Dienstaufsichtsbeschwerde einzulegen. Damit ist fast immer ein Verwaltungsverfahren zur Überprüfung eingeleitet.

Auch wenn die Dienstaufsichtsbeschwerde im Endergebnis in den meisten Fällen nichts bringt, da davon ausgegangen werden muss, dass die Behörden das Schreiben ignorieren, nervt es die betroffenen Beamten.
 
Alt 06.12.2005, 10:08   #4
Lillybelle
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Standard

In meinem Fall hat man den Fall gerade der betroffenen und gemeldeten Behörde zur Beantwortung zugeleitet. Bock zum Gärtner gemacht. Ein zweites mal, sah man keine "konkreten" Verfehlungen der zust. ARGE.
Dabei war alles anhand von Papieren belegbar.
Inwieweit trotzdem Jemand einen Dämpfer bekommt, wissen wir als Betroffene nicht.
Nach aussen geben die sich keine Blösse und eine Krähe hackt der anderen auch kein Auge aus.
Da eine ganze Reihe von zweifelhaften Methoden sogar von "oben" inoffiziell vorgeschrieben sein soll, muss man sich darüber auch nicht wundern angesichts der unmissverständlichen Vorgaben Kosten einzusparen.
 
Alt 06.12.2005, 12:12   #5
Gabi->Emailproblem
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Registriert seit: 18.06.2005
Ort: Gelsenkirchen
Beiträge: 126
Gabi
Standard

Zitat von bschlimme
Damit ist fast immer ein Verwaltungsverfahren zur Überprüfung eingeleitet.
Und genau das ist der Punkt, der für eine Beschwerde spricht! Ich erwarte nie, dass man sich bei mir entschuldigt; ich erwarte immer, dass der Behördenleiter sich hinter seine Angestellten stellt. Aber ich weiß, dass ich mit einer Beschwerde immer ordentlich in der Sch**** rühre, Unannehmlichkeiten verursache und den üblichen Behördentrott extrem störe (ich weiß, wovon ich rede; ich war Beamtin ) ;) . Damit ist meistens auch verbunden, dass man das nächste Mal vorsichtiger mit mir umgeht.
Gabi ist offline  
Alt 06.12.2005, 12:24   #6
jasmina->Emailproblem
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Registriert seit: 22.09.2005
Ort: Berlin
Beiträge: 44
jasmina
Standard

Trotzdem ich gerade das Urteil über heise-online von Martin gelesen habe, lasse ich mir meinen Beitrag und meine Antwort auf die Dienstaufsichtsbeschwerde nicht nehmen.
Danke für den Tipp mit dem Minesterium für Soziales :)
Ich erwarte auch keine Entschuldigung, aber ein wenig mehr Respekt ist doch wohl nicht zuviel verlangt, oder :kratz:
Hier mein bescheidener Beitrag:

Ihre Antwort meiner Dienstaufsichtsbeschwerde vom 01.11.2005

Sehr geehrte Frau XXX, sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

beim Lesen Ihrer Zeilen musste ich schmunzeln und mir fiel der Spruch ein „eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“.
Ich werde Ihr Antwortschreiben so nicht im Raum stehen lassen und es an das Ministerium für Soziales weiterleiten. Außerdem werde ich die kommunalen Politiker und die Medien über diese unehrliche Vorgehensweise unterrichten.

Begründung:
Bei meinem Besuch am 22.09.2005 bei Frau XXX, teilte sie mir mit, von einem Brief nichts zu wissen(trotz Einschreiben/Rückschein). Sie teilen mir nun mit, dass Frau XXX den Brief weiter geleitet hätte.
Um einen Brief weiter zu leiten, muss ich auch seinen Inhalt kennen. Mir war schon bei meinem Besuch klar, dass Frau XXX mich anlog. Nun bestätigen Sie mir das Schwarz auf Weiß.
Danke!!!
Ich möchte Sie auch noch darauf Hinweisen, dass ich meine Besuche in Ihrem JobCenter ausschließlich mit Zeugen tätige und mein Zeuge die Richtigkeit meiner Angaben bestätigen kann.
Die Dienstaufsichtbeschwerde des Herrn XXX ist für mich nicht erledigt und ich werde auch diese an eine höhere dafür zuständige Stelle weiter leiten.
Ich weiß, dass Sie teilweise dazu angehalten werden ihren Dienst nach Grundsatzbuch verstoßenen Maßnahmen abzuhalten. Auch ich bin von höherer Stelle dazu aufgefordert, mich gegen soziale Ungerechtigkeiten zu wehren. Dieses tue ich mit diesem Schreiben und allen Weiteren die noch folgen werden.

Was die Arbeitsbelastung von Ihnen und Ihrer Mitarbeiter anbelangt, so würde ich persönlich vorschlagen, mich an das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft zu wenden und Ihren Mangel an qualifiziertem Fachpersonal schnellstmöglich vorzutragen um Abhilfe zu schaffen. Denn wer Diäten erhöhen kann, der hat auch sicherlich ein paar Kröten um Ihnen mehr Mitarbeiter zu gönnen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitarbeitern vor allem eins: eine besinnliche Weihnachtszeit!
Jasmina
jasmina ist offline  
Alt 06.12.2005, 12:37   #7
jasmina->Emailproblem
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jasmina
Standard

Sag mal Gabi,
auch wenn ich solch eine niederschmetternde Antwort erhalten habe, glaubst du wirklich das mit den Mitarbeitern etwas passiert? Ich hab eher das Gefühl, dass die solche Dienstaufsichtsbeschwerden unter den Tisch fallen lassen. So wie sich meine Antwort anhört sind doch die Mitarbeiter die Guten und ich hab völlig übertrieben und Paranoia geschoben. Ich meine, dass ist mir egal was die denken-ich weiß wie es wirklich war :mrgreen: Aber es ist schon alles so ungerecht und menschenunfreundlich-da muss es doch auch irgendwo'ne ausgleichende Gerechtigkeit geben...???? :kratz: :kratz: :kratz:
LG
Jasmina
jasmina ist offline  
Alt 06.12.2005, 12:53   #8
Gabi->Emailproblem
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Beiträge: 126
Gabi
Standard

Wenn eine Dienstaufsichtsbeschwerde an den Chef der Behörde geschickt wird (und da gehört sie hin), schreibt er - oder sie - mit roter Tinte ein bR = bitte Rücksprache darauf. Das heißt, dass alle Untergebenen sich mit diesem Fall beschäftigen müssen, denn der Chef will wissen, was Sache ist. So läuft es im Normalfall. Natürlich könnte es Ausnahmen geben; daher finde ich Deine Reaktion an die übergeordnete Behörde sehr gut .... beim nächsten Mal sollte dann der Chef reagieren, wie im Normalfall, weil er es nicht mehr ungemütlich haben will :mrgreen: .
Gabi ist offline  
Alt 06.12.2005, 13:28   #9
Catweazle
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Beiträge: n/a
Standard

Ich habe selbst jahrelang in der Öffentlichen Verwaltung gearbeitet. Ich habe mich damals mit Arbeitskollegen stets über die (angeblichen) Konsequenzen einer Dienstaufsichtsbeschwerde lustig gemacht.

Die sog. "Drei F's" sind mir aus meiner Verwaltungsausbildung noch heute in Erinnerung geblieben:

1. Fristlos
2. Formlos
3. Fruchtlos

Deswegen ist eine Dienstaufsichtsbeschwerde eher ein bescheidenes Mittel für den "Delinquenten" gegen einen Sachbearbeiter einer Behörde vorzugehen.
 
Alt 06.12.2005, 14:55   #10
Lillybelle
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Beiträge: n/a
Standard

Jungs und Mädels, die nächsthöhere Stelle einer ARGE, Optionskommune oder wie sich solche Armutsverwalter jetzt nennen, ist unter dem SGB II die zuständige Regionaldirektion der Bundesanstalt für Arbeit.. Dahin sollte man zunächst schreiben, wenn Obiges nichts fruchtet und dann evtl. nicht nur eine DIENSTAUFSICHTSverletzung/ beschwerde melden, sondern eine AMTSAUFSICHTSverletzung. Dann kriegt die gesamte Behörde eine Meldung und die dortige Leitung ist schon mal zumindest aufgefallen.
 
Alt 06.12.2005, 20:46   #11
jasmina->Emailproblem
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jasmina
Standard

Hallo Lillybelle!
Genau diesen Weg bin ich gegangen und meine Dienstaufsichtsbeschwerde wurde von der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg an mein zuständiges JobCenter weiter geleitet :cry:
Doch die Idee mit der Amtsbeschwerde gefällt mir gut und ich werde mir das durch den Kopf gehen lassen.
Ich kann nur allen hier im Forum und Anderswo raten sich zu wehren wo es nur geht.
jasmina
jasmina ist offline  
Alt 07.12.2005, 04:28   #12
Berthold->Emailproblem
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Beiträge: 3
Berthold
Standard Dienstaufsichtsbeschwerde

Hallo Jasmina.
Die eigentlichen Inhalte worüber oder warum Du Dich beschwert fühlst kenne ich net.
Wenn mich da jemand dumm anblubbert dann lächle ich stehe auf und verlasse den Raum.
Was willst mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde erwirken, die verpufft in der unteren ebene sowieso peng aus.
Beschwerden über Fehlverhalten der Personen kannste nur an den Pranger stellen wenn de dafür Zeugen dabei hast.
Also kann man machen dann aber direkt über Anwalt haste kein Geld mit Anwalt reden PKH beantragen und ab sofort zum Gericht.
Was aber wenn de Bescheide bekommst wie Ablehnungen usw von diesen Personen die Dic vorher dumm behandelt haben.
Wichtig schaue konkregt z.B. bei einer Ablehlung Kürzung usw von ALG was in der Unterschrift des Bescheides steht.
Die sind schlau geworden in der ARGE der Sachbearbeiter unterschreibt so wie ich es kennen lernen durfte nur noch wie folgt ließ mal::
I.A a- Meier I.A heißt im Auftrage in welchem Auftrage hat SAchbearbeiter den Du net magst unterschrieben he im Auftrage der Arge usw.
Somit ist Sachbearbeiter voll aus dem Schneider da kommste mit Dienstaufsichtsbeschwerde kein Millermeter weiter denn dann mußt Du deine Beschwerde direkt gegen die ARGE oder auch Arbeitsamt einlegen gegen die Institution direkt, die Menschen die dort uns verwalten sind durch Ihr Unterschrift---I.A. voll abgesichert ist juristisch nix gegen zu machen ist leider so[/quote]
__

Sunwings mein Nickname
Berthold ist offline  
Alt 07.12.2005, 14:04   #13
Irisanna->Emailproblem
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Ort: Münster
Beiträge: 252
Irisanna
Standard

Ich habe im Mai eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt. Im Oktober kam dann eine Reaktion, die so wirklich nett war. Es gab Erklärungen zu diesem und jenem und tatsächlich auch eine Entschuldigung.
Den Brief konnte ich dann prima zum Trocknen von Schuhen verwenden, denn an dem Grund der Beschwerde hat sich bislang nix geändert.

Ich würde gerne wissen, an wen ihr ide Dienstaufsichtsbeschwerden geschickt habt. Ihr wusste nichts besseres, als mich an die Amtsleiterin zu wenden...
Irisanna ist offline  
Alt 07.12.2005, 21:04   #14
___________->Emailproblem
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Registriert seit: 18.06.2005
Beiträge: 221
___________
Standard

Hallo Irisanna,
ich habe beim Regierungspräsidium nachgefragt, dort gibt ein ein Dezernat für Kommunale Aufsicht. Dürfte bundesweit so sein. Dorthin kann und soll man eine Kopie der Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen. Bislang habe ich mich gescheut, aber ich mach das jetzt auch. Mal sehen, ob was dabei herauskommt. grosse hoffnung habe ich nicht.
sadness
___________ ist offline  
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