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Alt 16.09.2014, 22:23   #1
bürgerstimme->Emailproblem
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bürgerstimme
Standard Arbeitszeiten

Hi zusammen,
mal eben in die Runde gefragt ist es zulässig nach 10 std Nachtschicht
(um 4Uhr aus der Schicht gekommen) am Morgen um 10 Uhr zur Mittelschicht von 10 std antreten zu müssen?
Falls nein hätte ich gerne gewußt wo entsprechende Texte dazu zu finden sind.
Dieser Betrieb ist nicht in der Gewerkschaft und stellt Lebensmittel her.
Es wird die Auskunft verweigert zu welcher Berufsgenossenschaft der Betrieb gehört und Arbeitssicherheit ist dort ein Fremdwort. Die Firma fährt alles auf verschleiß Menschen und Material.
__

Gg §1 Abs.1 gilt nicht mehr bei ALG2
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Alt 16.09.2014, 23:15   #2
dagobert1
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Beiträge: 4.526
dagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiertdagobert1 Enagagiert
Standard AW: Arbeitszeiten

Zitat von bürgerstimme Beitrag anzeigen
mal eben in die Runde gefragt ist es zulässig nach 10 std Nachtschicht
(um 4Uhr aus der Schicht gekommen) am Morgen um 10 Uhr zur Mittelschicht von 10 std antreten zu müssen?
Nein. Wenn du um 4 Uhr Feierabend hast, darfst du frühestens um 15 Uhr wieder anfangen (Arbeitszeitgesetz § 5).
Wenn die Firma tarifgebunden ist kann es evtl. Ausnahmen/Abweichungen geben, sieh mal in § 7 nach.
http://www.gesetze-im-internet.de/bu...bzg/gesamt.pdf
Zitat:
Dieser Betrieb ist nicht in der Gewerkschaft und stellt Lebensmittel her.
Es wird die Auskunft verweigert zu welcher Berufsgenossenschaft der Betrieb gehört und Arbeitssicherheit ist dort ein Fremdwort.
Das dürfte die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe sein.
Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe
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Alt 16.09.2014, 23:20   #3
pinguin
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pinguin pinguin pinguin pinguin pinguin
Standard AW: Arbeitszeiten

Edit: Text gelöscht, da war schon jemand schneller.
__

Wer mich zum Sparen auffordert, wird selbst der Erste sein, den ich mir einspare; sage er hinterher nicht, er hätte es so nicht gemeint.
Es ist respektlos, Dinge zu predigen, die man nicht selber lebt.
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Alt 17.09.2014, 11:16   #4
Anna B.
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Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Arbeitszeiten

..außerdem ist die Firma verpflichtet, einen öffentlichen Aushang zu haben....

und dort kann man den Ersthelfer, den Namen der BG usw. usw. erfahren.. Mutterschutzgesetz, Unfallverhütungsvorschriften, Arbeitzeitgesetz usw. usw. müssen !! öffentlich zugänglich sein und müssen sogar öffentlich bekannt gegeben werden....

http://www.ihk-berlin.de/linkableblo...setze-data.pdf

Aushangpflichtige Gesetze - Handelskammer Hamburg
__

Gruß
Anna

Meine Beiträge sind keine Rechtsberatung
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Alt 17.09.2014, 11:35   #5
AnonNemo
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AnonNemo Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Arbeitszeiten

Hallo bürgerstimme,
Zitat von bürgerstimme Beitrag anzeigen
[...] nach 10 std Nachtschicht ... zur Mittelschicht von 10 std antreten [...]
auf was Du zusätzlich achten solltest:
Zitat:
§ 3 Arbeitszeit der Arbeitnehmer
Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.
Quelle: § 3 ArbZG Arbeitszeit der Arbeitnehmer Arbeitszeitgesetz
AnonNemo
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Alt 17.09.2014, 18:25   #6
pinguin
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pinguin pinguin pinguin pinguin pinguin
Standard AW: Arbeitszeiten

Wir hatten das im Forum schon.

Beachtet aber bitte auch das für uns ebenso gültige EU-Recht, nachdem bei maximal 48 Stunden Wochenarbeitszeit inklusive aller Überstunden Schluß mit lustig ist. D.h. auch, daß die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit nicht bei 48 Stunden liegt, schon gar nicht als Durchschnitt, sondern erheblich niedriger sein muß.

Die 7-Tage-Arbeitswoche ist im Normalfall unzulässig;
zudem 15 Sonntage je Jahr zwingend arbeitsfrei bleiben müssen;
(was tun die hier eigentlich gesetzeskonform bei der Zustellung von Sonntagszeitungen? Da müsste ja für 15 Sonntage im Jahr ein anderer Zusteller 'ran?);

Nach 6 Stunden ist übrigens zwingend eine Arbeitspause vorgesehen.
__

Wer mich zum Sparen auffordert, wird selbst der Erste sein, den ich mir einspare; sage er hinterher nicht, er hätte es so nicht gemeint.
Es ist respektlos, Dinge zu predigen, die man nicht selber lebt.
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Alt 17.09.2014, 20:08   #7
AnonNemo
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Standard AW: Arbeitszeiten

In Deutschland ist die 6-(Werk)Tage-Woche normal, meistens von Mo. bis Sa.
In einigen Bereichen, z. B. Handwerk und Industrie, ist die 5-(Arbeits)Tage-Woche üblich.

Im deutschen Gesetz ist von der werktäglichen Arbeitszeit (6-Werktage-Woche) die Rede,
d. h. 8h x 6 Werktage = 48h-Woche oder;
jeder Arbeitnehmer kann problemlos an 6 Werktagen in der Woche 8 Stunden arbeiten und zwar das ganze Jahr über.


Ich werde mich jetzt auf den 24-Wochen-Durchschnitt beziehen und die 6 Kalendermonate in meinem Beispiel ignorieren.

6 Werktage x 24 Wochen = 144 Werktage.
8h x 144 Werktage = 1.152h

Es kann auf 10h pro Tag verlängert werden d. h. eine 60h-Woche!
(10h an 115 Werktagen) plus (2h an 1 Werktag) plus (0h an 28 Werktagen) = 1.152h an 144 Werktagen.
Als Alternative zu den "0h an 28 Werktagen":
... plus (Urlaub an 14 Werktagen und Überstunden an 14 Werktagen) = ...

Daraus den Durchschnitt: 1.152h geteilt durch 144 Werktage = 8,00h am Werktag.
In diesem Beispiel wird das deutsche Arbeitszeitgesetz nicht gebrochen.
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Alt 17.09.2014, 20:37   #8
Hainbuche
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Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche Hainbuche
Standard AW: Arbeitszeiten

Da TE anscheinend in Wechsel(nacht)schicht tätig ist, könnte man noch einen Blick auf § 6 ArbZG werfen, laut welchem sich der 24-Wochen-Zeitraum dann auf 4 Wochen verkürzt.
Hainbuche ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2014, 23:05   #9
pinguin
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pinguin pinguin pinguin pinguin pinguin
Standard AW: Arbeitszeiten

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, daß gemäß EU-Recht die regelmäßige 48 Stunden Arbeitswoche unzulässig ist:

Zitat:
Artikel 6
Wöchentliche Hoechstarbeitszeit
Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen Maßnahmen, damit nach Maßgabe der Erfordernisse der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer:
a) die wöchentliche Arbeitszeit durch innerstaatliche Rechts- und Verwaltungsvorschriften oder in Tarifverträgen oder Vereinbarungen zwischen den Sozialpartnern festgelegt wird;
b) die durchschnittliche Arbeitszeit pro Siebentageszeitraum 48 Stunden einschließlich der Überstunden nicht überschreitet.
EUR-Lex - 32003L0088 - EN - EUR-Lex

Wenn das auch für D gültige EU-Arbeitsrecht festschreibt, daß in den genannten 48 h alle Überstunden enthalten sind, kann dieses nur heißen, daß die zulässige regelmäßige Arbeitszeit je Siebentageszeitraum keine 48 h betragen, sondern weniger, denn das regelmäßige Ableisten von Überstunden dürfte unzulässig sein.
__

Wer mich zum Sparen auffordert, wird selbst der Erste sein, den ich mir einspare; sage er hinterher nicht, er hätte es so nicht gemeint.
Es ist respektlos, Dinge zu predigen, die man nicht selber lebt.
pinguin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2014, 07:00   #10
Strolchenmann->Emailproblem
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Strolchenmann Strolchenmann Strolchenmann
Standard AW: Arbeitszeiten

Der TE wird sich mit den Gegebenheiten abfinden müssen oder riskieren gekündigt zu werden sobald was offizielles angezettelt wird

Hatte auch schon Einzelfälle wo ich Morgens um 3 (Arbeitsbeginn war am Vortag um 7:30 Uhr) nach Hause bin, nach 70km einfach um halb 5 Zuhause ankam und um halb 10 wieder antreten durfte und es ging dann bis 18 Uhr

Entweder man macht mit oder man ging so wie ich irgendwann als mir der Wahnsinn zuviel wurde
Strolchenmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2014, 13:05   #11
AnonNemo
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AnonNemo Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Arbeitszeiten

Hallo pinguin,

versteife Dich bitte nicht auf die 48h-Woche einschließlich der Überstunden!

Denn es ist doch (meiner Meinung nach) vollkommen egal ob der Arbeitnehmer (pro Woche) ...
... einen 48h-Vertrag hat und keine Überstunden macht (machen darf) oder
... einen 20h-Vertrag hat und (bis zu) 28 Überstunden macht (machen darf)!
Weil; geleistete Überstunden sind Arbeitszeit.

Es geht darum, dass der Arbeitnehmer die durchschnittliche Arbeitszeit pro Woche, egal ob mit oder ohne Überstunden, von 48h nicht überschreitet!

Deshalb kann ich Deine Schlussfolgerung nicht nachvollziehen (siehe auch das Beispiel in meinem Beitrag #7) warum durch mögliche Überstunden die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit niedriger als die 48h sein müssen.

Was aber zusätzlich zu beachten ist:
Das deutsche Arbeitszeitgesetz lässt eine Ausnahme zu. Ob diese deutsche Ausnahme durch EU-Recht ausgehebelt wird ...
kann ich nicht beurteilen weil mir die Grundlagen fehlen!!

AnonNemo

Kann es sein, dass wir beide, ein ... *hmmm* ... Kommunikations- / Auslegungs- o. ä. "Problem" haben? => Wir meinen das Selbe aber formulieren und deuten es unterschiedlich?
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Alt 18.09.2014, 13:34   #12
gelibeh
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Standard AW: Arbeitszeiten

Zitat:
Die Firma fährt alles auf verschleiß Menschen und Material.
Na klar, weil die Leute es mit sich machen lassen.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 18.09.2014, 17:59   #13
pinguin
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Standard AW: Arbeitszeiten

Hallo AnonNemo,

wie so oft liegt doch sicher auch hier der "Teufel im Detail"?

Wenn der EU-Gesetzgeber nicht meinen würde, daß die regelmäßig zu erbringende Arbeitszeit weniger als 48 Wochenstunden beträgt, hätte dieser doch nicht formuliert, daß in den 48 Wochenstunden maximal zulässiger Arbeitszeit alle Überstunden enthalten sind, denn auch der EU-Gesetzgeber weiß, daß Überstunden zur Arbeitszeit zählen?

Es wird nichts ohne Absicht genannt.

Diese 48 h sind ein Durchschnittswert, der nicht überschritten werden darf. Dem Wesen des Durchschnittes wohnt aber inne, daß es sich üblicherweise aus höheren wie niedrigeren Werten zusammensetzt?

Eine Überstunde ist Mehrarbeitszeit, die dem Wesen nach grundsätzlich nicht regelmäßig zu erbringen ist, denn sonst wäre es Regelarbeitszeit.

Regelmäßig erbrachte Mehrarbeit, (=Überstunden), geht per betrieblicher Übung(?) in Regelarbeitszeit über. So wird also bei ausreichender Regelmäßigkeit trotz fehlender vertraglicher Fixierung aus einem Teilzeit- ein Vollzeitjob.

Kein wirtschaftlich denkender bzw. vernünftiger Arbeitgeber wird eine Wochenarbeitszeit als Regelarbeitszeit vertraglich fixieren, wenn er für seine Mitarbeiter erstens nicht über die Zeit füllende, also ausreichende, Arbeit verfügt, bzw. diese Zeit gar nicht bezahlen kann. (Zur Erinnerung: jeder Mitarbeiter hat für die vereinbarte Regelarbeitszeit einen Beschäftigungsanspruch).

Die EU-Rechtsprechung geht doch inzwischen in die Richtung, daß auch nicht erbrachte, vertraglich vereinbarte Arbeitszeiten eu-weit abzugsfrei zu bezahlen sind, wenn der Arbeitgeber die Nichterbringung bspw. infolge Arbeitsmangels zu vertreten hat? Siehe Bereitschaftszeit bei den Ärzten, die per Rechtsprechung als volle Arbeitszeit zu behandeln ist. Letztlich gilt dieses sinngemäß aber für alle Branchen. -> Ruhezeit ist Ruhezeit zur absolut freien Verfügung des Arbeitnehmers und weder Arbeits- noch Bereitschaftszeit.

Freilich steht es jedem Arbeitgeber frei, seine Mitarbeiter für's "Nichtstun" zu bezahlen; war so, -> ist so, -> bleibt so, -> wenn er sich das leisten kann oder leisten will.

In manchen Verträgen ist wohl noch fixiert, daß eine bestimmte Anzahl von Überstunden mit dem Arbeitsentgelt pauschal abgegolten ist und nicht weiter bezahlt wird; spätestens mit Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes sind solche Formulierungen unzulässig bzw. ungültig, würde doch damit jeder Mindestlohn unterlaufen werden. Der Mindeststundensatz gilt spätestens dann auch ab der ersten Minute, die die vertraglich fixierte Regelarbeitszeit überschreitet.

Was evtl. noch der Präzisierung bedarf, ist die Festsetzung der Zuschläge für Schicht-, Nacht-, Sonntags- bzw. Feiertagsarbeit. Der im Gesetz zu lesende Begriff "angemessen" ist hier zu unbestimmt, da sollte sich der Gesetzgeber schon aufraffen, einen prozentuale Mindestzuschlag je Zuschlagsart zu benennen. Gerade auch um jene Firmen zu bewegen, vernünftige Zuschläge zu zahlen, die nicht tarifgebunden sind.

Übrigens für alle, die es nicht wissen:
Sämtliche Lohnzuschläge für Nacht-, Sonntags- bzw. Feiertagsarbeit sind bis zu einem Brutto von 25 Euro je Arbeitsstunde echte Zuschläge und dürfen nicht zu jenem Brutto dazugezählt werden, auf dessen Basis sie berechnet werden.

ciao
pinguin
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Alt 18.09.2014, 19:59   #14
AnonNemo
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Hallo pinguin,
Zitat von pinguin Beitrag anzeigen
[...]
ich will und ich kann es nicht nur beim :danke:-Button belassen.

Deshalb, ich lag mit meiner Vermutung richtig; Wir haben das Selbe gemeint aber wegen der unterschiedlichen Formulierung diskutiert.

AnonNemo
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Alt 21.09.2014, 23:21   #15
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bürgerstimme
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Zitat von Anna B. Beitrag anzeigen
..außerdem ist die Firma verpflichtet, einen öffentlichen Aushang zu haben....

und dort kann man den Ersthelfer, den Namen der BG usw. usw. erfahren.. Mutterschutzgesetz, Unfallverhütungsvorschriften, Arbeitzeitgesetz usw. usw. müssen !! öffentlich zugänglich sein und müssen sogar öffentlich bekannt gegeben werden....

http://www.ihk-berlin.de/linkableblo...setze-data.pdf

Aushangpflichtige Gesetze - Handelskammer Hamburg
dieser Aushang fehlt wie auch so manche schutzabdeckung der Maschinen Anna B.
In 3 Wochen bekommst Du dort ganz schnell 60 Überstunden zusammen bei einer dauerhaften 6 Tagewoche. wohlgemerkt es gibt dort auch keine Schichtzulage, Nachtzuschläge oder sonstiges Mittagspausen können nur selten gemacht werden und das ist die einzige pause .

Das heißt also es ist schon Pflicht den Laden zu melden und abzuschreiben.
__

Gg §1 Abs.1 gilt nicht mehr bei ALG2
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