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Alt 25.06.2014, 09:50   #1
schweizer
 
Registriert seit: 25.10.2012
Beiträge: 833
schweizer schweizer schweizer
Standard Zukünftige Bedarfsgemeinschaften in der Schweiz

Während hier in Deutschland viel mit den Aemtern über Bedarfsgemeinschaften gestritten wird ob man füreinander einsteht oder nicht, sind die Schweizer in diesem Punkt weiter.
Wer drei Jahre in einer Paarbeziehung lebt, befindet sich in einer «Lebensgemeinschaft» mit Rechten und Pflichtenauch wenn er dies gar nicht will. So schlägt es ein Gutachten für ein neues Familienrecht vor.

Neues Familienrecht: Bindung auch ohne Trauschein - Schweiz Nachrichten - NZZ.ch
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Alt 25.06.2014, 10:11   #2
Snickers
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Registriert seit: 19.02.2013
Beiträge: 2.549
Snickers Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zukünftige Bedarfsgemeinschaften in der Schweiz

Da haben die Schweizer mal wieder Glück. Hier ist man meistens nach 1. Jahr glücklich verheiratet ohne Heiratsurkunde, Famiienkrankenkasse und Lohnsteuer vorteilen.

Wie hoch ist der Satz der Sozialhilfe in der Schweiz und gibt es da auch Hausbesuche, weil die JB sich sorgen machen um ihre Schutzbefohlenen?
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Alt 25.06.2014, 10:20   #3
schweizer
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Registriert seit: 25.10.2012
Beiträge: 833
schweizer schweizer schweizer
Standard AW: Zukünftige Bedarfsgemeinschaften in der Schweiz

Zitat von Snickers Beitrag anzeigen
Da haben die Schweizer mal wieder Glück. Hier ist man meistens nach 1. Jahr glücklich verheiratet ohne Heiratsurkunde, Famiienkrankenkasse und Lohnsteuer vorteilen.

Wie hoch ist der Satz der Sozialhilfe in der Schweiz und gibt es da auch Hausbesuche, weil die JB sich sorgen machen um ihre Schutzbefohlenen?

Ja aber in Deutschland ist es ja noch so das man ja selbst entscheiden kann ob man den Partner unterschützt oder nicht.In den allermeisten Fällen beenden SG diese Unterstellung der Jobcenter,Sozialämter.
In der Schweiz will man das aber nach 3 Jahren zur PFLICHT machen das die Partner in einer BG unterhaltspflichtig sind.Und da kannst du 100 mal sagen du stehst für den Partner nicht ein.
Ist natürlich ein Frage ob das Gesetz so durch kommt.

Sozialhilfe: Mietübernahme im Rahmen,Krankenkassenbeitrag.Sowie alleinstehende Person 1200 CHF= 1000 EUR
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Alt 25.06.2014, 10:24   #4
Snickers
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Beiträge: 2.549
Snickers Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zukünftige Bedarfsgemeinschaften in der Schweiz

Zitat:
In der Schweiz will man das aber nach 3 Jahren zur PFLICHT machen das die Partner in einer BG unterhaltspflichtig sind.Und da kannst du 100 mal sagen du stehst für den Partner nicht ein.
Dann schickt man ihn eben arbeiten.............Scherzchen..

Und wie sieht es dann mit der Krankenkasse aus? Oder in welchem Rang stehen Unterhaltsberechtigte Kinder?

PS 1000,- Euro sind doch aber OK oder findest du nicht?
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Alt 25.06.2014, 10:36   #5
schweizer
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Beiträge: 833
schweizer schweizer schweizer
Standard AW: Zukünftige Bedarfsgemeinschaften in der Schweiz

Zitat von Snickers Beitrag anzeigen
Dann schickt man ihn eben arbeiten.............Scherzchen..

Und wie sieht es dann mit der Krankenkasse aus? Oder in welchem Rang stehen Unterhaltsberechtigte Kinder?

PS 1000,- Euro sind doch aber OK oder findest du nicht?
Also hier bekommt man ja max 400 Tage (die unter 50 Jahre sind) Arbeitslosentaggeld.Sind wohl 1,5 Jahre.Da die Arbeitslosenquote ja gering ist finden viele auch sehr schnell wieder arbeit.
Bei den ungelernten Einwanderen sieht es dann vielfach blöde aus , die landen danach in der Sozialhilfe.
Die Krankenkassenbeiträge werden zu 100% übernommen.ALlerdings keine Zusatzversicherungen was die Zähne anbelangt.

Also hier kommen Familien mit einem Kind gut über die Runden.

1200 CHF da kann man gut Leben.Ich gebe im Monat für Lebensmittel,Hygiene,Katzenfutter,Zeitungen 700CHF aus.Wenn ich Sozialhilfe beziehen würde,würde ich sehr gut den Monat überstehen
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Alt 25.06.2014, 22:07   #6
P123
Gast
 
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Standard AW: Zukünftige Bedarfsgemeinschaften in der Schweiz

Zitat von schweizer Beitrag anzeigen
Ja aber in Deutschland ist es ja noch so das man ja selbst entscheiden kann, ob man den Partner unterstützt oder nicht.
Meinst Du?
SGB 2 - Einzelnorm

Zitat:
§ 7 Leistungsberechtigte
...

(2) Leistungen erhalten auch Personen, die mit erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in einer Bedarfsgemeinschaft leben.
...

(3) Zur Bedarfsgemeinschaft gehören
...
3.
als Partnerin oder Partner der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
...
b)
die nicht dauernd getrennt lebende Lebenspartnerin oder der nicht dauernd getrennt lebende Lebenspartner,
c)
eine Person, die mit der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person in einem gemeinsamen Haushalt so zusammenlebt, dass nach verständiger Würdigung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen.
...

(3a) Ein wechselseitiger Wille, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen, wird vermutet, wenn Partner

1.
länger als ein Jahr zusammenleben,
...
Zitat von schweizer Beitrag anzeigen
In den allermeisten Fällen beenden SG diese Unterstellung der Jobcenter, Sozialämter.
Ja, so etwas ist auch mal vorgekommen. Allerdings hatte in dem einen Fall, an den ich mich erinnere, die Wohnungsinhaberin den Untermieter ob dessen Mietschulden zum Gerichtstermin bereits rausgeworfen. Das sah der Richter als Beweis dafür an, daß sie nicht bereit gewesen sei, für den Untermieter einzustehen. Die Jobcenter argumentieren in solchen Fällen, daß die Bereitschaft zum Einstehen sehr wohl exakt bis zur Minute des Rauswurfes bestanden habe und weigern sich mit dieser Begründung, dem LE das bis dahin vorenthaltene Geld nachzuzahlen.

Wohngemeinschaften zwischen Männlein und Weiblein, bei denen nur einer der beiden im Leistungsbezug ist, scheitern in Deutschland auf Dauer am sturen Widerstand der Behörden. Die fordern von den Leuten, die entgegen dem oben zitierten Gesetzestext eben tatsächlich keine Leistungen beziehen, Vermögens- und Verdienstnachweise an. Und da diese Leute in der Regel mit gutem Recht nicht einsehen zu liefern, sperrt man früher oder später dem Leistungsempfänger sämtliche Bezüge, inklusive derer für die Wohnung.

Zitat von schweizer Beitrag anzeigen
In der Schweiz will man das aber nach 3 Jahren zur PFLICHT machen das die Partner in einer BG unterhaltspflichtig sind. Und da kannst du 100 mal sagen du stehst für den Partner nicht ein.
In einer BG (Bedarfsgemeinschaft) sind sie das per Definition. In einer Wohngemeinschaft (WG), wie sie bspw. oft von Studenten, aber in Ballungsräumen mit hartem Vermietermarkt auch von älteren gebildet wird, um überhaupt eine Wohnung zu bekommen, natürlich nicht. Zürich dürfte dafür genauso prädestiniert sein, wie München oder Hamburg.

Unter die bei Euch diskutierte Regelung würden mithin auch Studenten fallen, die länger als sechs Semester studieren und die WG während der Studienzeit nicht auflösen. Was sagt der Gesetzentwurf dazu?
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Alt 25.06.2014, 22:15   #7
schweizer
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Beiträge: 833
schweizer schweizer schweizer
Standard AW: Zukünftige Bedarfsgemeinschaften in der Schweiz

Unter die bei Euch diskutierte Regelung würden mithin auch Studenten fallen, die länger als sechs Semester studieren und die WG während der Studienzeit nicht auflösen. Was sagt der Gesetzentwurf dazu?

Der Gesetzentwurf wird wohl erst Ende des Jahres stehen.Was jetzt raus gekommen ist wurde von einer deutschen Professorin erstellt.
Naja aber das ganze muss eh das Volk abstimmen.
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