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Alt 27.05.2014, 23:16   #1
GlobalPlayer
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GlobalPlayer
Standard armutsgrenze und höhe der regelsätze

ich hab nur mal ne frage zur höhe der zahlungen.
wenn in D die armutsgrenze bei 980 euro liegt, wie kann es sein dass man als alg 2 empf.(ich hab dann ca. 300€ unter der armutsgrenze)
so weit unter der armutsgrenze lebt?
gibt es da irgendwelche rechtlichen erkenntnisse zu?
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Alt 28.05.2014, 00:00   #2
Hartzeola
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Standard AW: armutsgrenze und höhe der regelsätze

Zitat:
wenn in D die armutsgrenze bei 980 euro liegt, wie kann es sein dass man als alg 2 empf.(ich hab dann ca. 300€ unter der armutsgrenze)
Diese Armutsgrenze heißt richtig relative Armutsgrenze.

Zitat:
Absolute Armut im Vergleich zur Relativen Armut

Man unterscheidet einen absoluten und einen relativen Armutsbegriff. Der erste wird heute noch im entwicklungspolitischen Kontext verwendet und misst die tatsächliche Unterausstattung von Haushalten oder Individuen mit Einkommen (z. B. die Ein-Dollar-pro Tag-Grenze der Weltbank). Der zweite Begriff sagt hingegen über den tatsächlichen materiellen Lebensstandard der Menschen nichts aus, sondern misst lediglich den Abstand ihrer Ausstattung mit Einkommen zum gesellschaftlichen Durchschnitt.
Relative Armut ? Wikipedia
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Alt 28.05.2014, 00:01   #3
Don Vittorio
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Standard AW: armutsgrenze und höhe der regelsätze

Zitat von GlobalPlayer Beitrag anzeigen
ich hab nur mal ne frage zur höhe der zahlungen.
wenn in D die armutsgrenze bei 980 euro liegt, wie kann es sein dass man als alg 2 empf.(ich hab dann ca. 300€ unter der armutsgrenze)
so weit unter der armutsgrenze lebt?
gibt es da irgendwelche rechtlichen erkenntnisse zu?
Armutsgrenze ist nicht gleich Existenzminimum.

Der Staat fühlt sich nur für das Existenzminimum verantwortlich.
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Alt 28.05.2014, 00:31   #4
Paolo_Pinkel
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Standard AW: armutsgrenze und höhe der regelsätze

In D gibt es wertmäßige Paralleluniversen
Zitat:
Schuldrechtliches Existenzminimum

Das pfändungsfreie Existenzminimum gemäß § 850c ZPO liegt seit dem 1. Juli 2013 bei einer alleinstehenden Person bei 1.045,04 € netto pro Monat[8].
Nachdem der Bundesgesetzgeber den Grundfreibetrag in Höhe von 8.130 EUR (Bezugspunkt für die Pfändungstabelle 2013) mit Wirkung vom 1. Januar 2014 weiter auf 8.354 EUR erhöhen wird, steht schon jetzt (Stand: Juli 2013) fest, dass die Pfändungstabelle bereits zum 1. Juli 2015 erneut angepasst werden wird. Die Freibeträge steigen dann um weitere 2,72 Prozent, was ab dem 1. Juli 2015 zu einer Pfändungsfreigrenze von 1.073,85 EUR führen wird.[9]
In der europäischen Sozialcharta ist das angemessene (Mindest-)Entgelt mit 68 % des nationalen Durchschnittsstundenlohns taxiert, der in Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes aus 2013 bei 15,89 € brutto liegt und somit zu einem angemessenen Entgelt von 10,80 € brutto pro Stunde führt.
Zitat:
Steuerrechtliches Existenzminimum

Das einkommensteuerliche Existenzminimum darf nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts nicht geringer sein als das sozialhilferechtlich definierte sogenannte „sächliche Existenzminimum“, das für alle Steuerpflichtigen in voller Höhe von der Einkommensteuer freizustellen ist (Grundfreibetrag).[11][12][13][14][15]

Für das Berichtsjahr 2008 beispielsweise prognostizierte die Bundesregierung in ihrem „Sechsten Existenzminimumbericht“[10] einen sozialhilferechtlichen Mindestbedarf eines Alleinstehenden von 7.140 Euro (siehe nebenstehende Tabelle), für Ehepaare 12.276 Euro, für ein Kind[16][17] 3.648 Euro. Das einkommensteuerliche Existenzminimum dagegen belief sich für Alleinstehende auf 7.664 Euro und für Ehepaare auf 15.328 Euro. Der Kinderfreibetrag betrug 3648 Euro - zuzüglich des Freibetrags für den Betreuungs- und Erziehungsbedarf von 2160 Euro summierten sich die steuerlichen Freibeträge damit pro Kind auf 5.808 Euro.
Die Steuerfreiheit des Existenzminimums des Steuerpflichtigen und seiner unterhaltsberechtigten Familie ist im Rahmen des subjektiven Nettoprinzips ein Verfassungsgebot. Neben dem Grundfreibetrag gibt es noch Steuerabzüge, welche die Steuerfreiheit des Existenzminimums gewährleisten sollen.
...
==> Existenzminimum ? Wikipedia

Je nach sozialem Status dann das Up- oder Downgrade
__

"Hartz-IV ist die arbeitsmarktpolitische Endlösung der Erwerbslosenfrage." - Ich -
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Alt 28.05.2014, 12:35   #5
qwertz123
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qwertz123 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: armutsgrenze und höhe der regelsätze

Das ist doch alles relativ, es kommt doch immer auf die Ausgaben an. Ich habe zwar wesentlich weniger Geld als manche arbeitende Freunde von mir aber durch geringere Miete, alleinstehend etc... bleibt mir am Monatsende trotzdem mehr zum sparen bzw. persönliche Vergnügungen.
qwertz123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2014, 12:41   #6
50GdB23
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50GdB23 50GdB23 50GdB23 50GdB23
Standard AW: armutsgrenze und höhe der regelsätze

Zitat:
Der Staat fühlt sich nur für das Existenzminimum verantwortlich.
Nö, gar nicht verantwortlich. Wenn es nach dem Staat ginge, würde es noch weniger geben. Oder vielleicht gar nichts.

Auch eine Regelsatzerhöhung gebe es sowieso nicht. Warum auch?? Es reicht doch wenn wir uns täglich von Brühe ernähren.
50GdB23 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2014, 13:31   #7
qwertz123
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Registriert seit: 19.03.2014
Beiträge: 1.036
qwertz123 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: armutsgrenze und höhe der regelsätze

Zitat von 50GdB23 Beitrag anzeigen
Nö, gar nicht verantwortlich. Wenn es nach dem Staat ginge, würde es noch weniger geben. Oder vielleicht gar nichts.
Und dann gäbe es Bürgerkrieg aber nen gewaltigen, niemand würde sich mehr sicher fühlen, dann hätten wir Amerikanische Verhältnisse wo jeder mit der Schusswaffe rumläuft aus Angst. Darum geht es den Staat, eben sowas zu verhindern, Mitgefühl hat sicher keiner.
qwertz123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2014, 13:32   #8
pinguin
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pinguin pinguin pinguin pinguin pinguin
Standard AW: armutsgrenze und höhe der regelsätze

Zitat:
In der europäischen Sozialcharta ist das angemessene (Mindest-)Entgelt mit 68 % des nationalen Durchschnittsstundenlohns taxiert, der in Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes aus 2013 bei 15,89 € brutto liegt und somit zu einem angemessenen Entgelt von 10,80 € brutto pro Stunde führt.
Und damit hätte es EU-weit schon lange, lange eine auch für D verbindliche Lohnuntergrenze. ?

Gell?
__

Wer mich zum Sparen auffordert, wird selbst der Erste sein, den ich mir einspare; sage er hinterher nicht, er hätte es so nicht gemeint.
Es ist respektlos, Dinge zu predigen, die man nicht selber lebt.
pinguin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.2014, 13:35   #9
Paolo_Pinkel
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Zitat von qwertz123 Beitrag anzeigen
Das ist doch alles relativ, es kommt doch immer auf die Ausgaben an.
Zu deinen Ansichten, Armut sei relativ, stimme ich den Ausführungen von Herrn Schmickler zu!
==> Wilfried Schmickler über neoliberale (Sozial-)Rassisten - YouTube
Zitat:
Ich habe zwar wesentlich weniger Geld als manche arbeitende Freunde von mir aber durch geringere Miete, alleinstehend etc... bleibt mir am Monatsende trotzdem mehr zum sparen bzw. persönliche Vergnügungen.
Da bist Du ein Einzelfall, der nicht zur Pauschalisierung taugt. 1. ist die Mietsituation generell in D angespannt, was dazu führt, dass nicht jeder so eine Traummiete hat wie du. 2. ist der Familienstand kein Garant dafür, dass man weniger Ausgaben hat. Deine Muster-Elo-Theorie findet sein jähes Ende, sobald man alleinstehend ist, jedoch kein Schonvermögen und ggf. noch Schulden hat. Viel Spaß beim sparen
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