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Start > > -> Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Allgemeine Fragen Nur Fragen zu Themen die nicht in bereits vorhandene Hilfeforen passen.


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Alt 11.05.2014, 01:57   #1
Reenolution->Emailproblem
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Beiträge: 20
Reenolution
Standard Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Hallo Leser

Ich fasse mich kurz, bin aber gern bereit, nützliche Informationen bei Bedarf, mitzuteilen.
Heute erreichte mich eine Sanktionsankündigung per Post.

Das Jobcenter wirft mir vor, ich hätte durch mein Verhalten, vorsätzlich, ein Zustandekommen einer Tätigkeit verhindert.

Auf ein ZwangsJobAngebot der ARGE habe ich mich fristgemäß mit dem potentiellen Arbeitgeber, per email, in Kontakt gesetzt.
In meiner Mail teile ich dem p.Ag. mehrfach und wörtlich mit , das ich eine Arbeitsstelle suche und mich über Information zu einer, meiner Qualifikation entsprechenden Tätigkeit freuen würde.

Ich erwähne aber auch deutlich, das ich mich, konkret auf dieses JOBANGEBOT bewerbe, weil ich mich durch das Jobcenter unter Sanktionsandrohungen dazu gezwungen sehe.

Der potentielle Arbeitgeber hat mir nicht geantwortet und stattdessen dann der ARGE wohl mitgeteil, meine Mail hätte den Eindruck erweckt, ich hätte kein Interesse an einer Arbeitsstelle.

Daraufhin kam es dann zu einer Sanktionsanhörung. Ich habe mich umgehend ausführlich erklärt. Dem SB habe ich erklärt dem p.Ag. gegenüber offen und ehrlich meine Situation dargelegt zu haben.

Meiner Meinung nach hätte der potentielle Arbeitgeber mir antworten können, um dann in einem persönlichen Gespräch eine tatsächliche Eignung und Motivation festzustellen. Der p.Ag. hat aber die freie Wahl und auch die Möglichkeit seinen Daumen, auch in Form einer Meldung an die Arge einfach mal rasch nach unten zeigen zu lassen.
Und die Arge freut es dann und es wird mal eben rasch sanktioniert.

So ist es dann heute geschehen. Die Sanktion hat mich erreicht.

Nun muß natürlich erstmal ein Widerspuch gestellt werden. Davon verspreche ich mir aber nicht viel, denn ich glaube auf der Quotenopferliste der zuständigen SB ziemlich weit oben zu stehen.

Die Mail an den p.Ag. werde ich als Anhang hochstellen.
Ich würde mich freuen wenn die jemand sachlich, und vielleicht sogar kompetent analysieren mag.

Angehängte Dateien
Dateityp: txt Post.txt (2,8 KB, 240x aufgerufen)
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Alt 11.05.2014, 06:30   #2
schlaraffenland
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Beiträge: 6.721
schlaraffenland Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Sanktion wegen vorsätzlichem Zustandekommen einer Tätigkeit

Auf diese Weise (habe Deine angehängte Datei gelesen) darfst Du Dich einfach nicht ausdrücken in einem Bewerbungsschreiben. Nur ein Beispiel, Du schriebst:

Zitat:
Gerade weil mich die Themen, auch politisch sehr interessieren, stehe ich Zeitarbeit, Leiharbeit und personal leasing mehr als skeptisch gegenüber.
Ich gehe davon aus, dass die Firma, die einen Mitarbeiter in Form des Vermittlungsvorschlags gesucht hat, eine Zeitarbeitsfirma oder ein PAV (persönlicher Arbeitsvermittler) ist. Bei so einem Satz, wie Du ihn geschrieben hast, denken die sofort, dass man keinen Bock hat auf eine Anstellung.

Noch ein Beispiel:

Zitat:
Mein Status ist zur zeit arbeitssuchend. Daher suche ich also einen Job und wenn es sich ergeben sollte am liebsten auch eine Wohnung in Hamburg.
Wenn der ausgeschriebene Job nicht in Hamburg angesiedelt gewesen ist, dann ist Dein Verweis auf den Lieblingsstandort Hamburg auch zu werten im Sinne einer Negativbewerbung.

Und so etwas darf man einfach nicht in eine Bewerbung reinschreiben:

Zitat:
Der Eintritt einer Sanktion würde eine Kürzung von, in erster Stufe, 30% der Grundversorgung, die ich erhalte, bedeuten. Die , wie der Name schon deutlich sagt, nur dafür reicht, finanziell grundsätzliche Bedürfnisse abzudecken.
Es ist ganz klar und unvermeindlich das eine 30%ige oder auch höhere Sanktion zu Extremen wie z.B. Hunger oder Stromsperre führen würden. Diese Informationen sollen nur eines verdeutlichen: Ich habe nicht die Wahl. Um eine katastrophale Situation abzuwenden bleibt mir also nur, der Zwangsaufforderung der Arge, nachzukommen.
Ich wüsste nicht, wie man Dir helfen könnte.
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
schlaraffenland ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2014, 07:54   #3
insolaner
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insolaner Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Hallo sei gegrüßt,
Das traurige an der Sache ist , du hast sowas von recht
Aber wie so oft im Leben ist es manchmal klüger alles diplomatisch zu verpacken und auf das ein oder andere zu verzichten.
Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen.
Halt die Ohren steif !

LG aus Berlin
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Alt 11.05.2014, 09:07   #4
Charlot
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Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Besser wäre es vielleicht gewesen, Du hättest eine Kopie des VV beigetan, woraus ersichtlich ist das Du zu dieser Bewerbung verpflichtet bist.

Zur Not ist diese "versehentlich" mit in den Brief gelangt.
Da kann man Dir keine Absicht unterstellen.

Ist zwar alles richtig was Du schreibst, diese Worte hättest Du aber auch im Vorstellungsgespräch sagen können. (diplomatisch)
Charlot ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2014, 12:16   #5
qwertz123
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qwertz123 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Hast du das allen ernstes so abgeschickt?
Viel zu ehrlich, du weißt vorallem als Arbeitsloser ist Ehrlichkeit eine Todsünde die sofort sanktioniert werden kann.In dem Forum gibt es einen Thread mit Anti ZA Bewerbungen wo sie sich zu 99% nie mehr melden und du absolut sanktionsfrei raus bist. Da Sklavenbuden wissen sowieso dass du dich da bewerben MUSST da sie einen Rückmeldungswisch der Arge dazubekommen, wenn du dich per VV da bewerben musst.
Das oberste Gebot eines Arbeitslosen in Deutschland ist, Lügen, Heucheln, Lächeln. Mit Ehrlichen Bewerbungen kommst du nicht weiter. Fleiß ist in Deutschland ebenfalls eine Totsünde, ein fleißiger, schneller Arbeiter bekommt kein Lob sondern noch mehr Arbeit weil er es ja schafft.
Mit der Bewerbung kann man dir hier wirklich nicht mehr helfen.
qwertz123 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2014, 13:42   #6
Vader
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Vader EnagagiertVader EnagagiertVader EnagagiertVader EnagagiertVader EnagagiertVader EnagagiertVader EnagagiertVader EnagagiertVader EnagagiertVader Enagagiert
Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Zitat von Reenolution Beitrag anzeigen
So ist es dann heute geschehen. Die Sanktion hat mich erreicht.
Bitte prüfen, ob neben dem Sanktionsbescheid auch ein Aufhebungsbescheid gem. § 48 SGB X vorliegt. Ist das nicht der Fall, dürfte die Sanktion formell unrichtig und somit rechtswidrig sein.

Unbedingt Widerspruch und eA einreichen bei diesem Szenario. Andernfalls sehe ich, unter Betrachtung des reinen Inhalts der Bewerbung, wenig Chancen. Aber man weiß ja nie.
__

Liebe Grüße
Vader

- - -
Erstaunlich, wie verwirrt manche Menschen plötzlich sind, wenn ein Satz anders endet als man es Kartoffel.
Vader ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2014, 14:19   #7
n2ame22->Emailproblem
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n2ame22 n2ame22 n2ame22
Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Man muss alles unterlassen, was einem als sogenannte Negativbewerbung ausgelegt werden kann: z. B.
- die arge zwingt mich
- ich will die Stelle nicht
- ich will was ganz anderes
- auch nicht in dieser Stadt
- ich will den doppelten lohn
- ich will arbeiten aber nicht bei ihnen
etc.

Es ist nachvollziehbar das du dort nicht arbeiten willst, sowas muss man aber geschickter formulieren.

Bewerbungsunterlagen sollten enthalten: Anschreiben, tabellarischer Lebenslauf und Zeugniskopien

Bei dir ist alles im Anschreiben drin, dass solltest du ändern, falls du dich um eine ordentliche Stelle bewirbst, sonst landen solche Unterlagen sowieso im Müll. Gib in google doch einfach mal "Bewerbungsunterlagen" ein, dann siehst du wie sowas aussehen soll.
__

n2ame22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2014, 14:42   #8
Rotwolf
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Rotwolf Rotwolf Rotwolf Rotwolf Rotwolf Rotwolf
Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Willkommen im Forum !

Als Arbeitssuchender muss man lügen, heucheln ect.. Ich schließe mich da voll an.

Was anderes.
Du hast diese Stelle vom Jobcenter per Vermittlungsvorschlag bekommen.
Der Vermittlungsvorschlag (VV) ist das Stellenangebot vom Jobcenter.

Und jetzt die wichtige Frage:

Hat dieser VV (Vermittlungsvorschlag) eine Rechtsfolgenbelehrung ?
Die Rechtsfolgenbelehrung weisst darauf hin, dass du bei einem Fehlverhalten oder bei Nichtbewerben um 30 % sanktioniert wirst.

Fehlt diese Rechtsfolgenbelerung im VV (Vermittlungsvorschlag), so sieht es gut für dich aus. Da kann ich helfen.
__

Lebe als Herrscher des Lebens und nicht als Sklave !
Rotwolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2014, 15:08   #9
berlinole->Emailproblem
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berlinole
Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Auf ein ZwangsJobAngebot der ARGE habe ich mich fristgemäß mit dem potentiellen Arbeitgeber, per email, in Kontakt gesetzt.
In meiner Mail teile ich dem p.Ag. mehrfach und wörtlich mit , das ich eine Arbeitsstelle suche und mich über Information zu einer, meiner Qualifikation entsprechenden Tätigkeit freuen würde.

Hi,
oh, man man man. Unglaublich. Also ich finde du hast alles richtig gemacht, dies ist meine persönliche Meinung. Ich schreibe Bewerbungen für Zeitarbeitsfirmen und anderen Merkwürdigkeiten die es in diesem Land gibt nur offen und ehrlich, dass heißt ich sage stets, dass ich mich bewerben muss!!
Dies ist nun mal Fakt und wenn es so nirgends steht so ist es doch deine Meinung zu dem Thema, die dir nun mal niemand absprechen kann.
Freie Meinungsäußerung ist ein Grundrecht, du verhinderst damit auch kein Zustandekommen eines eventuellen Arbeitsvertrags. Nur weil sich jemand auf die Füße getreten fühlt, in diesem Fall die Zeitarbeitsfirma und zwar aufgrund dessen weil du eine Meinung hast, kann man dich nicht sanktionieren.

Im Grunde ist es ganz einfach, hier gibt es ein Grundgesetz an das sich in keinster Weise gehalten wird. Es ist richtig und wichtig zu sagen, für welche Werte man einsteht, sonst wird sich nämlich nichts ändern.

Ich mach es auch stets so, dass ich sage, dass ich ein Stellenangebot vom Sachbearbeiter bekommen habe und ich mich bewerben muss, das reicht eigentlich schon. Zweiten schreibe ich noch meine Gehaltvorstellungen, die sich natürlich in keinster Weise mit Zeitarbeitslöhnen decken.

Dies mach ich aus Überzeugung, da ich glaube, das Zeitarbeitsfirmen und ganz viele andere Strukturen nichts dazu beitragen sich aus den Abhängigkeiten zu befreien. Vielmehr tragen sie dazu bei Abhängigkeiten zu verstärken.
Wenn man dies erkennt und wie du, seine Meinung sagt, wird man sanktioniert, dies allein zeigt schon wie diese Strukturen funktionieren, sie wollen dir den Mund verbieten. Lass dir dies nicht gefallen.

Eine Kürzung ist nicht schön und vielleicht sollte man so ein schreiben beim nächsten mal etwas subtiler gestalten. Aber im Grunde hast du alles richtig gemacht. Und nur wenn wir anfangen die Dinge nicht hinzunehmen, also uns gegen die Strukturen wehren, werden diese sich vielleicht mal irgendwann ändern. Dies ist aber Kampf und bedeutet die Dinge nicht so hinzunehemen wie sie gerade sind, sondern die Dinge durch seine Meinung zu ändern.
Also, lass dir den Mund nicht verbieten, sondern trete für deine Rechte ein.

Wahrscheinlich gibt es sogar ganz viele Leute die es wie du und ich machen.
Und es wäre umso besser je mehr Leute es machen, denn nur dann können wir etwas bewirken und ändern.
Weg mit dem Mist der zu Unfreiheit und Abhängigkeit führt.

Dies ist meine persönliche Meinung, man kann das natürlich auch alles anders machen. Die Frage ist halt immer nur, ob man sich dann besser fühlt.
Also ich fühle mich immer dann gut, wenn ich mir nicht alle Dinge gefallen lasse, wenn ich meine Meinung sagen kann, und wenn ich nicht denke, dass sich irgendein Ausbeuter an meiner Arbeit bereichert.
Solidarische Grüße
Oliver
berlinole ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2014, 15:22   #10
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Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Ja, man muss einfach so tun, als ob man wirklich für jeden Arbeitgeber gerne arbeiten möchte - obwohl jeder, der mit gesundem Menschenverstand ausgestattet ist, wissen muß, daß das niemals so sein kann.

Die ZAFs können doch auch nicht ernsthaft glauben, daß es Menschen gibt, die gerne für sie knechten. Aber äußern darf man es halt nicht.

Ziemlich krank, eigentlich sogar komplett wahnsinnig, ist dieser Arbeitsmarkt.
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Alt 11.05.2014, 15:24   #11
Vader
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Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Bevor der VV auseinandergenommen wird bis ins Detail, bitte Post 6 beachten. Sollte dieser Bescheid fehlen, ist jegliche weitere Arbeit umsonst, da unnötig.
__

Liebe Grüße
Vader

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Alt 11.05.2014, 15:32   #12
Rotwolf
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Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Sicher kann man seine Meinung sagen. Da kann man aber als Einzelkämpfer schlecht was ändern. Es sei denn man macht was als Initiative wie hier >Ralph Boes: Grundrechte Brandbrief - Aktion zum aktiven Verfassungsschutz, zur Wiedereinsetzung der Grundrechte in Deutschland.

Ja und ich finde es auch blöd, dass der TE hier vom JC angeprangert wird, da er denn wahren Grund für sein Bewerbungsinteresse angibt - nämlich den Sanktionsdruck vom JC. Mit der Meinungsunterdrückung ist es so wie in der DDR, dort konnte man gewisse Dinge auch nicht sagen.

Vom Grunde ist es ja so, dass man sich wegen dem Sanktionsdruck bewirbt.
Mich würde es mal interessieren, wie dann sowas beim Gericht gewertet wird, wenn man vorgibt auch wegen ! Sanktionsandrohungen habe sich man um diese Stelle beworben.

Von der Hand weisen lässt sich ja diese Wahrheit nicht. Die Sanktionen wurden ja offiziell dafür erschaffen um eine (vom Staat) gewünschtes Verhalten zu steuern.
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Alt 11.05.2014, 15:46   #13
Rotwolf
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Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Zitat von Vader Beitrag anzeigen
Bitte prüfen, ob neben dem Sanktionsbescheid auch ein Aufhebungsbescheid gem. § 48 SGB X vorliegt. Ist das nicht der Fall, dürfte die Sanktion formell unrichtig und somit rechtswidrig sein.

Unbedingt Widerspruch und eA einreichen bei diesem Szenario. Andernfalls sehe ich, unter Betrachtung des reinen Inhalts der Bewerbung, wenig Chancen. Aber man weiß ja nie.
Auch sehr gut.
Gemeint ist dass hier >Keine Sanktion ohne Aufhebungsbescheid. Bewilligungsbescheid muss nach § 48 SGB X geändert werden.

Auch meinen Tipp aus #8 beachten.
__

Lebe als Herrscher des Lebens und nicht als Sklave !
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Alt 11.05.2014, 16:12   #14
qwertz123
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Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Im Prinzip ist eine Bewerbung wie ein Zeugniscode. Ein Arbeitszeugnis hört sich immer positiv an selbst wenn man ein grottenschlechter Arbeiter war und die Firma in den Ruin getrieben hat, Personaler kennen diesen Code aber. Eine Bewerbung ist nichts anderes, wenn man es geschickt anstellt, weiß der Personalchef ganz genau ob der Bewerber dort arbeiten will oder sich nur aus Zwang bewirbt, er wird einen im Regelfall bei letzteren nicht einstellen und dass alles sanktionsfrei.
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Alt 11.05.2014, 16:37   #15
Passant
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Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Zitat von qwertz123 Beitrag anzeigen
Im Prinzip ist eine Bewerbung wie ein Zeugniscode. Ein Arbeitszeugnis hört sich immer positiv an selbst wenn man ein grottenschlechter Arbeiter war und die Firma in den Ruin getrieben hat, Personaler kennen diesen Code aber. Eine Bewerbung ist nichts anderes, wenn man es geschickt anstellt, weiß der Personalchef ganz genau ob der Bewerber dort arbeiten will oder sich nur aus Zwang bewirbt, er wird einen im Regelfall bei letzteren nicht einstellen und dass alles sanktionsfrei.
Es gibt hierbei allerdings eine Besonderheit: Jobcenter und Leiharbeitsfirmen dürften (teilweise) eng miteinander zusammenarbeiten. Das kann dazu führen, daß man auch dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, wenn jeder normale und seriöse Arbeitgeber bereits dankend abwinken würde.
__

Wenn Du das Hartz-IV-System als falsch erkannt hast, dann warte um Gottes Willen nicht nur darauf, dass andere eine Verbesserung bewirken. Tue im Rahmen Deiner individuellen Möglichkeiten selbst etwas dafür! Jeder Einzelne zählt und jeder noch so kleine Schritt ist ein Schritt in die richtige Richtung.
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Alt 11.05.2014, 17:20   #16
qwertz123
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Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Zitat von Passant Beitrag anzeigen
Es gibt hierbei allerdings eine Besonderheit: Jobcenter und Leiharbeitsfirmen dürften (teilweise) eng miteinander zusammenarbeiten. Das kann dazu führen, daß man auch dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, wenn jeder normale und seriöse Arbeitgeber bereits dankend abwinken würde.
Naja aber auch da gibt es bestimmte Anti Einstellungsregeln, es ist eben einfach etwas komplizierter mit diesen Sklavenfirmen.
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Alt 11.05.2014, 17:24   #17
Domino
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Zitat von qwertz123 Beitrag anzeigen
Naja aber auch da gibt es bestimmte Anti Einstellungsregeln, es ist eben einfach etwas komplizierter mit diesen Sklavenfirmen.
Eben, wenn Du nicht so willst wie die wollen, dann bekommst Du einen Anschiss beim JC.
Aber das ist nicht kompliziert, dass ist Nötigung.
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Alt 11.05.2014, 17:56   #18
götzb
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Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Letztlich sieht man auch an diesen Punkt die Beklopptheit des Systems; wenn ich Leistungen beantrage muss ich ehrlich sein
(Vermögen, Verdienst), sonst werde ich bestraft, wenn man einen Zwangsvermittlungsvorschlag wahrnehmen muss, muss ich ggf
lügen, bzw. darf u.U. nicht ehrlich sein, sonst wird man sanktioniert.

__

Hatz 4 - hau wech den Shit.
Kafka im Jobcenter, dank Zwangssystem, nein Danke!
Nur eine echte Grundsicherung wäre eine Gang in Richtung gesündere Gesellschaft.
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Alt 11.05.2014, 19:20   #19
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Guten abend

Erstmal vielen Dank an alle die mir eine Antwort getippt haben.

Das man so eine Mail subtiler gestallten kann ist klar. In dem Moment, als ich diese Mail verfasst habe hat es mich einfach mal geritten.
Unbedingt wollte ich mitteilen, das der erste und nicht schönzuredene Grund für diese Kontaktaufnahme mit Arbeitgeber XY, mal wieder die Sanktionsandrohung der Sklavenvermittlung ARGE ist.

Mir erschien es sehr wichtig, das der Arbeitgeber sich darüber im Klaren ist was es für einen Arbeitssuchenden bedeutet einen VV zu bekommen der einem dann keine Wahl mehr läßt.
Der potentielle Arbeitgeber hat nun ja jedoch die Wahl zusagen: „ Ok , dieser Mensch spricht die Fakten aus wie sie sind. Ich lade den mal ein und schaue mal ob es eventuell zusammen passt!"
Stattdessen meldet er aber der Arge, das dort offensichtlich jemand kein Interesse an einer Arbeitsstelle hat.

Also, in meiner MAil steht ja nun mehrfach , deutlich und wörtlich, das ich eine Stelle Arbeitsstelle suche und am Ende, das ich mich über Informationen zu einer passenden Stelle freuen würde.

Denn eines kommt ja noch hinzu. Dieser VV war ja keine individuelle Stelle für mich persönlich. Den VV habe wahrscheinlich zig Leute bekommen und selbst wenn ich eine leise HeuchelBewerbung getippt hätte, wäre nicht klar das ich diese Stelle bekommen hätte. Unter anderem eher unwahrscheinlich sogar, denn der Job wäre in Hamburg gewesen und da ich zur zeit in Lübeck wohne und es geradezu unschaffbar ist in HH eine Wohnung zu bekommen.

Mein Gerechtigkeitsempfinden gibt mir noch ein wenig Hoffnung, das wenn es nun zum Anwalt und zum SG geht, meine klare Aussage einen Job zu suchen, mehrfach und wörtlich, deutlich macht das es sich bei meiner MAil eben nicht um eine Ablehnung meinerseits handelt.
Ich verweigerte mich nicht, sondern habe , wahrheitsgemäß darauf hingewiesen, das ich unter Druck stehe und das auch durch einige Details erklärt.

Mir war bewusst das sowas nicht ohne Risiko geht. Was soll die ARGE auch machen ? Lässt sie mir das durchgehen bewerbe ich mich nun immer so?! Und welcher Arbeitgeber wäre dann so fair und interessiert, jemanden auf so eine Mail mal einzuladen ?
Ich kenne aber durchaus Argeitgeber die es wissen wollen wenn sich jemand genötigt fühlt sich bewerben zu müssen weil man ihm andernfalls mit dem Entzug der LEBENSGRUNDLAGE, des EXISTENZMINIMUMS, teilweise oder sogar komplett entzieht. Das muß dann ja nicht zu ablehnung seitens des Arbeitgebers führen. Es kommt eben sehr darauf an wie ein Arbeitgeber mit dieser Situation umgeht. Er könnte ja auch einfach sagen , das es leider nicht zusammenpasst wenn er sich zB keinen Revoluzer in sein Unternehmen holen will.
Nun aber , pauschal zu behaupten jemand hätte kein Interesse an einem Job, weil sich ein Bewerber , klar, deutlich und ehrlich mitteilt finde ich einfach nur perfide.

Aber ok, so läuft das Spiel zur Zeit. Ich bin vielleicht nicht die hellste Lampe auf Mutter Erde, aber ganz blöd bin ich sicher auch nicht ^^

Nun zu den Tipps:

1. Dem VV lag eine Rechtsfolgebelehrung bei, mit Hinweis auf 30% Sanktion bei, u.A. negativen Bewerbungsverhalten. Der Hebelpunkt fällt also aus.

2. interessant: einen Aufhebungsbescheid nach § 48 SGB x - Änderung des Bewilligungsbescheides habe ich nicht erhalten.
Nun sei aber daran erinnert , das ich den Sanktionsbescheid erst am Samstag im Postkasten hatte.
Dieser Aufhebungsbescheid muß doch sicher von der Leistungabteilung ertsellt und versendet werden ?
Obwohl, von der Abgabe meiner Anhörung zur Sanktion bis zu Erhalt der Sanktion sind vier Wochen vergangen. Da könnte die Leistungsabteilung da ja auch schon geschafft haben. Oder müssen Sanktionsbescheid und AUfhebungsbescheid einen gleichzeitig erreichen ?

Nochmals Vielen Dank an alle die sich für meine Angelegenheit interessieren.
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Alt 11.05.2014, 19:29   #20
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Zitat von n2ame22 Beitrag anzeigen
Man muss alles unterlassen, was einem als sogenannte Negativbewerbung ausgelegt werden kann: z. B.
1.- die arge zwingt mich
2.- ich will die Stelle nicht
3.- ich will was ganz anderes
4.- auch nicht in dieser Stadt
5.- ich will den doppelten lohn
6.- ich will arbeiten aber nicht bei ihnen
etc.

Es ist nachvollziehbar das du dort nicht arbeiten willst, sowas muss man aber geschickter formulieren.

Bewerbungsunterlagen sollten enthalten: Anschreiben, tabellarischer Lebenslauf und Zeugniskopien

Bei dir ist alles im Anschreiben drin, dass solltest du ändern, falls du dich um eine ordentliche Stelle bewirbst, sonst landen solche Unterlagen sowieso im Müll. Gib in google doch einfach mal "Bewerbungsunterlagen" ein, dann siehst du wie sowas aussehen soll.
Kurze Äusserung zu den Punkten und dem was in meiner Mail steht:

1. ich weise auf Konsequenzen hin
2. sage ich nicht
3. sage ich nicht
4. oh doch, BESONDERS in dieser Stadt, handelt es sich doch um Hamburg ♥
5. über Gehalt wird kein Wort verloren
6. ich würde gern bei Ihnen arbeite, sie sollen nur wissen das ich mich bei ihnen bewerben MUSS

so lese ich meine Mail, und so ist es auch gemeint.

Danke das Du dich interessierst.
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Alt 11.05.2014, 19:38   #21
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Zitat von qwertz123 Beitrag anzeigen
Hast du das allen ernstes so abgeschickt?
Viel zu ehrlich, du weißt vorallem als Arbeitsloser ist Ehrlichkeit eine Todsünde die sofort sanktioniert werden kann.In dem Forum gibt es einen Thread mit Anti ZA Bewerbungen wo sie sich zu 99% nie mehr melden und du absolut sanktionsfrei raus bist. Da Sklavenbuden wissen sowieso dass du dich da bewerben MUSST da sie einen Rückmeldungswisch der Arge dazubekommen, wenn du dich per VV da bewerben musst.
Das oberste Gebot eines Arbeitslosen in Deutschland ist, Lügen, Heucheln, Lächeln. Mit Ehrlichen Bewerbungen kommst du nicht weiter. Fleiß ist in Deutschland ebenfalls eine Totsünde, ein fleißiger, schneller Arbeiter bekommt kein Lob sondern noch mehr Arbeit weil er es ja schafft.
Mit der Bewerbung kann man dir hier wirklich nicht mehr helfen.
In Foren halte ich es grundsätzlich folgendermaßen:

1. Stellt jemand eine Frage auf die ich eine Antwort weiß, helfe ich gern.

2. Habe ich keine Hilfe anzubieten nehme ich einen threat zur Kenntniss, denke mir meinen Teil und kann leider nichts Konstruktives zusteuern.

Alles was Du hier tippst weiß ich schon lang. Ich wusste es , bevor ich selbst betroffen war. Wie soll mir deine Anmerkung helfen.
Ich will nun aber möglich ehrlich sein und ich will wissen, wie man, wenns soweit kommt, mit Ehrlichkeit vor Gericht darsteht. Werden sie mir die Lebensgrundlage entziehen weil ich ehrlich bin ?? Ich werde es erfahren, weil es mich brennend interessiert und weil es auf dem Weg ist.

Sorry Du kannst mir nicht helfen, denk bitte mal darüber nach.
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Alt 11.05.2014, 20:04   #22
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Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

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Bitte prüfen, ob neben dem Sanktionsbescheid auch ein Aufhebungsbescheid gem. § 48 SGB X vorliegt. Ist das nicht der Fall, dürfte die Sanktion formell unrichtig und somit rechtswidrig sein.

Unbedingt Widerspruch und eA einreichen bei diesem Szenario. Andernfalls sehe ich, unter Betrachtung des reinen Inhalts der Bewerbung, wenig Chancen. Aber man weiß ja nie.
Hello

Scheint da ein kleines Licht am Ende des Tunnels ?^^ Ein Aufhebungsbescheid - Änderung des Bewillingungsbescheides fehlt dem Sanktionsbescheid komplett.

Der Sanktionsbescheid kündigt die Sanktion an, erklärt kurz warum, hat am Ende eine Rechtshelfsbelehrung und noch 2 Seiten SGB § 31 Erläuterungen sowie Hinweise bei wiederholten PFLICHTVERLETZUNGEN.

Ich werde Widerspruch einreichen weil es der nächste Schritt ist und erledigt werden muß bevor ich mich an SG wende. Aber ich soll in dem Wiedersprucch doch wohl nicht auf den fehlenden Aufhebungsbescheid hinweisen ??

Danke im Voraus
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Alt 11.05.2014, 20:50   #23
Vader
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Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Zitat von Reenolution Beitrag anzeigen
Ich werde Widerspruch einreichen weil es der nächste Schritt ist und erledigt werden muß bevor ich mich an SG wende. Aber ich soll in dem Wiedersprucch doch wohl nicht auf den fehlenden Aufhebungsbescheid hinweisen ??
Du reichst begründungslos nachweislich Widerspruch ein. Parallel beantragst du beim SG einstweiligen Rechtsschutz, da die Sanktion wegen fehlendem Aufhebungsbescheid formell nichtig und somit rechtswidrig ist.

M. E. sollte das eine runde Sache werden. Da die Sanktion bereits eingetreten ist, kann der Aufhebungsbescheid nicht nachträglich erbracht werden.

Halt uns auf dem Laufenden.
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Liebe Grüße
Vader

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Alt 11.05.2014, 20:57   #24
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Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Hallo Reenolution,

in diesem, Deinem, Thread war bisher nichts zu lesen über den Arbeitsort aus diesem Vermittlungsvorschlag (oder ich habe es überlesen bzw. den Hinweis mit HH als Wunschwohnort nicht verstanden).
Kannst Du bitte klarstellen (falls Du möchtest) ob der potentielle Arbeitgeber eine Zeitarbeitsfirma (ZAF) ist?

Da ich keine Ahnung habe ob Du im ALG1- oder ALG2-Bezug bist oder eine Eingliederungsvereinbarung (EGV) hast hier ein paar Gedanken die Dir vielleicht weiterhelfen.
(Beitrag #1: JC -> ALG2 meine Vermutung)

In welchem Umkreis von Deinem Wohnort sind Arbeitsstellen für dich von der Agentur für Arbeit (AfA) / vom Jobcenter (JC) vorgesehen / zumutbar?
Laut Internet ist die Entfernung Stadtmitte Lübeck - HH 67km. Prüfe Deine persönliche Situation bezüglich der Pendelzeit! Möglicherweise war dieser VV aufgrund der Entfernung unzumutbar und Du hättest Dich erst gar nicht bewerben müssen?
Zumutbarkeit:
Link SGB2 =>: § 10 SGB II Zumutbarkeit - dejure.org
Pendelzeit:
Link SGB3 =>: § 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen - dejure.org (4)
Informiere Dich vorher ob diese Möglichkeit auch auf den SGB2-Bereich (ALG2) zutrifft!!

Desweiteren prüfe auch ob Kenntnisse/Fähigkeiten/u. ä. gefordert sind die Du nicht hast.
Diese möglicherweise vorhandenen Fakten wären im Antwortbogen vom VV bzw. in der Sanktionsbegründung besser aufgeführt worden, sollten aber vor dem Sozialgericht (SG) auch helfen.

Zu Beitrag #22 Widerspruch:
Hier im Forum wird oft der Rat gegeben: dem JC im Widerspruch keine Informationen zu geben warum widersprochen wird, nur die Info "Die Sanktion ist rechtswidrig" damit sich das JC nicht vorbereiten kann bzw. die Fehler still und leise nachträglich behebt.
Ich denke, es wird ein User der sich mit diesem Thema besser auskennt als ich, noch seine Meinung posten.

@schlaraffenland Beitrag #2
PAV = Privater Arbeitsvermittler

Zitat:
Wenn der ausgeschriebene Job nicht in Hamburg angesiedelt gewesen ist, dann ist Dein Verweis auf den Lieblingsstandort Hamburg auch zu werten im Sinne einer Negativbewerbung.
Über diesen Gedanken bin ich auch gestolpert. Leider hat @Reenolution erst vorhin HH als Arbeitsort bestätigt.

AnonNemo

PS:
Meine Meinung / keine Rechtsberatung
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Alt 11.05.2014, 21:02   #25
Vader
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Standard AW: Sanktion wegen Verhinderung des Zustandekommen einer Tätigkeit

Hallo AnonNemo,

Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
Diese möglicherweise vorhandenen Fakten wären im Antwortbogen vom VV bzw. in der Sanktionsbegründung besser aufgeführt worden, sollten aber vor dem Sozialgericht (SG) auch helfen.

Da die Sanktion einen Formfehler hat und rechtswidrig ist, ist das Tiefergehen in der Materie völlig sinnfrei. Schon gar nicht sollte das SG damit "belastet" werden.

Zu Beitrag #22 Widerspruch:
Hier im Forum wird oft der Rat gegeben: dem JC im Widerspruch keine Informationen zu geben warum widersprochen wird, nur die Info "Die Sanktion ist rechtswidrig" damit sich das JC nicht vorbereiten kann bzw. die Fehler still und leise nachträglich behebt.
Ich denke, es wird ein User der sich mit diesem Thema besser auskennt als ich, noch seine Meinung posten.

Widerspruch ist begründungslos einzureichen. Alles andere ist erfahrungsgemäß Zeitverschwendung.
__

Liebe Grüße
Vader

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