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Start > > -> Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

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Alt 16.09.2013, 13:06   #1
Sennet
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Sennet Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

Hallo,
ich stelle grad fest, dass ich als Arbeitsloser ohne Leistungsbezug bei der Frage nach Arbeitslosenermäßigungen überall (Bibliothek, schwimmbad, Rundfunkgebühren,...) auf taube Ohren stosse. Überall heisst es ohne den Sozialausweis (den man nur bei Leistungsbezug erhält) gibt es nichts mehr, obwohl ich nachweisen kann, dass ich monatlich weniger Geld verdiene als mir im Falle einer ALG2-Berechtigung zustünde.
Bitte keine Fragen zu den Ursachen meiner Situation. Das habe ich hier in zig ergebnislosen Diskussionsfäden schon durch.

Daher meine Frage: ist es rechtlich überhaupt zulässig, dass man in öffentlichen Einrichtungen (Bsp. Bibliothek) als Arbeitsloser ohne Leistungsbezug dermaßen diskriminiert wird?
Sennet ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2013, 13:12   #2
EMRK
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Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

Mit dieser Frage würde ich mich direkt an die Antidiskriminierungsstelle in Berlin wenden.

BMFSFJ - Antidiskriminierungs*stelle
__

Meine Beiträge stellen keinerlei Rechtsberatung dar. Ich argumentiere lediglich nach bestem Wissen und Gewissen.
EMRK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2013, 13:49   #3
Seepferdchen
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Seepferdchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

@Sennet, zusätzlich ALG II

Allgemeine Informationen zum "berlinpass" - Berlin.de

en "berlinpass" bekommen auf Antrag alle Personen, die in Berlin ihren Hauptwohnsitz haben und folgende Leistungen erhalten:

Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld (Hartz IV) nach dem SGB II
Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII
Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
sowie die Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft eines Leistungsempfängers (Familienangehörige)

Auch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes wird dich darauf hinweisen, somit kannst du dir diesen Weg sparen.

Zitat:
dass ich als Arbeitsloser ohne Leistungsbezug
Zitat:
dass ich monatlich weniger Geld verdiene als mir im Falle einer ALG2-Berechtigung zustünde.
Hier wie oben schon erwähnt, Aufstockung beim JC beantragen.

Das müßen zig andere leider auch tätigen.
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
Seepferdchen ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2013, 14:02   #4
Helga40
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Helga40 EnagagiertHelga40 EnagagiertHelga40 EnagagiertHelga40 EnagagiertHelga40 EnagagiertHelga40 EnagagiertHelga40 EnagagiertHelga40 EnagagiertHelga40 EnagagiertHelga40 EnagagiertHelga40 Enagagiert
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

Zitat:
Daher meine Frage: ist es rechtlich überhaupt zulässig, dass man in öffentlichen Einrichtungen (Bsp. Bibliothek) als Arbeitsloser ohne Leistungsbezug dermaßen diskriminiert wird?
Ja. Wenn (ggf. sogar privatrechtlich gewährte) Vergünstigungen an den Nachweis der Hilfebedürftigkeit gebunden sind, ist das doch auch korrekt.

Es könnte ja auch jemand nach Ablauf ALG 1 nur deshalb nicht ALG 2 bekommen, weil er 2 Millionen auf dem Konto hat. Wieso sollte der dann Vergünstigungen bekommen?
Helga40 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2013, 15:36   #5
Fritz Fleißig
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 08.03.2013
Beiträge: 3.326
Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

Es gibt keine allgemeine gesetzliche Verpflichtung, daß ein Betreiber von Museen, Schwimmbädern, Sportstätten, Ausstellungen, Verkehrsbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen Vergünstigungen für Arbeitslose gewähren muß. Die Preisgestaltung liegt im Ermessen des Betreibers (Vertragsfreiheit). Genauso legt allein der Betreiber fest, unter welchen Voraussetzungen und in welcher Höhe er Arbeitslosen Nachlässe gewährt.

Oftmals - aber nicht immer - ist das an den Bezug von Sozialleistungen gekoppelt, für die Bedürftigkeit vorausgesetzt wird und muß durch einen entsprechenden Bescheid nachgewiesen werden. Das heißt, daß oft nur Bezieher von ALG II Nachlässe bekommen, nicht aber solche von ALG oder ohne Leistungsbezug. Ohne Leistungsbezug und somit ohne jeden Bescheid wirst du auch schlecht nachweisen können, daß du bedürftig ("arm") bist. Ich kenne anderseits aber auch eine private Einrichtung, die generell Nachlässe für Arbeitslose gewährt und gar nicht nach Nachweisen fragt.
__

Meine Beiträge stellen nur persönliche Erfahrungen oder Meinungen dar und sind keine Rechtsberatung.
Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2013, 15:47   #6
Anna B.
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 05.07.2011
Beiträge: 7.733
Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

Hallo,

selbst für Schwerbehinderte (GDB 50) gibt es nur noch minimal Vergünstigungen..

gerade jetzt in HH 4 Euro weniger Eintritt bezahlt, bei der IGS...
der Eintritt mit 21 Euro-Normalpreis ist allerdings auch der Hammer...!!
__

Gruß
Anna

Meine Beiträge sind keine Rechtsberatung
Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2013, 11:05   #7
Na und->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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Na und
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

Hallo Sennet: Deine Feststellung unterschreibe ich Dir mit meinem Namen.

Alleine deswegen weil es Menschen gibt die aus Scham oder weis Gott nicht zum Amt gehen...

Auch 2 Millionen auf dem Konto muss man nicht haben, es reicht schon das man sein Schonvermögen bis auf 0 Euro ausschöpft um die Ämter zu meiden.

Zwei Fallbeispiele aus der Praxis kenne ich! Ein alte Frau die ein kleines Haus besitzt und die anfallenden Kosten nur durch Flaschen sammeln bezahlt.

Oder:
Eine Familie (Kind und Kegel), die Frau geht arbeiten und der Mann macht eine rein Schulische Ausbildung ohne Ausbildungsgehalt. Die Frau verdient gerade mal so, das die Miete und Essen etc. bezahlt werden kann.(Hartz4 fehlanzeigen, weil Gehalt genau an der Grenze). Mietzuschuß aufgrund des Gehaltes Fehlanzeige. Ein Auszug aus der Wohnung kommt nicht in Frage, da Auszug auch mal 5000 (Makler, Umzugsfirma etc.) Euro kosten könnte. Zudem will die Familie nicht ausziehen, weil nähe zu Kita etc.
Der Mann meidet zudem das Amt um GdB zu beantragen, nach seiner Schilderung käme er locker auf 50 GdB. Dadurch nebenbei arbeiten gehen (Fehlanzeige!).
Der Mann hat null Kohle, weil kein gemeinsames Konto mit der Frau. (erhält aber Zuwendungen).
Die Schilderung des Mannes ist, das er/sie aufgrund des Gehaltes der Frau keine möglichkeit hat Essen von der Tafel zu holen, da nicht Hartz4 oder desgleichen. Den Stadtausweis und somit die Vergünstigungen bekommen nur die Erwerbslose die beim Amt gemeldet sind, Studenten etc.
Der Mann weil schulische Ausbildung in Teilzeit hat keinerlei chancen Bafög, Bildungskredit etc auszuschöpfen. Zudem auch wegen des Alters? (Aha, hier ist schon Diskriminierung am Werk).
Dieser Mann oder diese alte Frau sind Praxisbeispiele, die kein Amt auf der Rechnung hat.

Somit stimme ich Sennet zu!

Die Idee mit der Antidiskriminierungsstelle finde ich nicht schlecht!


Viele Grüße
Na und ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2013, 11:17   #8
FetteHänne->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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FetteHänne
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

wenn man kein einkommen hat, also wirklich 0,0 dann ist man auch nicht versichert richtig?!
wer zahlt also die gesetzliche krankenversicherung?
FetteHänne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2013, 11:44   #9
en Jordi
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Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

Zitat von Sennet Beitrag anzeigen
Daher meine Frage: ist es rechtlich überhaupt zulässig, dass man in öffentlichen Einrichtungen (Bsp. Bibliothek) als Arbeitsloser ohne Leistungsbezug dermaßen diskriminiert wird?
Ja, sicher ist das zulässig. Der Nachweis wird halt über den Leistungsbezug geführt. Das kann auch Wohngeld sein, wie bei unserem Sozialticket. Üblich ist aber ALG II oder Grundsicherung etc.

Wie sollte das sonst funktionieren? Denkst du die Stadtbücherei oder das Schwimmbad wollen jedesmal eine Bedürftigkeitsprüfung machen? Dafür sind die entsprechenden Träger der Sozialleistungen zuständig und auch nur die haben die Befugnis dazu, in deinen Konten etc. rumzuschnüffeln.

p.s.: Die Idee mit der Antidiskriminierungsstelle wird nichts bringen, da es sich ja um eine eigenverantwortliche Benachteiligung handelt.
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Alt 17.09.2013, 12:01   #10
Na und->Emailproblem
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Beiträge: 32
Na und
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

wenn man nicht Verheiratet ist, zahlst Du selber Krankenversicherung. Man kann es meines achtens auch sein lassen.

Natürlich ist man für sich selber verantwortlich. Nur es gibt Gruppierungen die durch Gesetze benachteiligt werden und an die hat man nicht gedacht.

Die Gruppierungen zum Bsp. Fallbeispiele (siehe oben).

Also soll der Mann/Frau der bei der Tafel nach Essen bettelt, dann auch ohne Stadtausweis etc. bedient werden.

Ein Auszubildener der rein Schulisch ausgildet wird, soll mit Schülerausweis vergünstigungen bekommen.
In meiner Stadt ist das nicht immer der Fall, ja eigentlich nie. Der Student der Kohletechnisch bessergestellt sein dürfte oder auch nicht, bekommt in meiner Stadt bei Vorlage des Studentenausweises alle Vergünstigungen serviert. Hier wird klar diskriminiert!

Viele Grüße
Na und ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2013, 13:02   #11
Sennet
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Sennet Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

Mein Fall: Mitbesitzer einer verfluchten kleinen Immobilie. Der "Nominalwert" meines Anteils übersteigt meinen Vermögensfreibetrag. Resultat: auch reine SGBII-Darlehensleistungen komplett verweigert, obwohl ich damals nachweislich über keinen Cent mehr verfügte. Es folgte eine monatelange Auseinandersetzung über Anwalt und SG. Währenddessen keine Miete gezahlt, Krankenversicherung verloren und Haferflocken mit Wasser gemapft (kein Witz!).
Dann SG-Beschluß des SG, demzufolge ich sehr wohl darlehensberechtigt bin. Nun fordert der Jobcenter aber als Darlehenssicherung für sich eine Verpfändung meines Immobilienanteils inkl. Recht zur sofortigen Zwangsversteigerung. O-Ton unseres Immobilienmaklers:"dann verschenken Sie ihren Anteil lieber gleich. Die Unkosten, die Ihnen ihr Immobilienanteil bislang erzeugt hat kriegen Sie so nicht mehr rein. Wer, glauben Sie, wird sich denn in eine fremde Eigentümergemeinschaft einkaufen und wieviel wird jemand dafür zu zahlen bereit sein?"

Der Immobilienbesitz hatte für uns enorme Folgekosten, für meinen Anteil daran habe ich mich verschulden müssen. Ich muss also warten, bis wir einen regulären Käufer finden und wir durch den Verkaufserlös mindestens unsere Unkosten (in meinem Fall die Schulden) wieder reinkriegen. Um mich trotz Gehalt unter Existenzminimum über Wasser zu halten, habe ich meinen gesamten Sachbesitz verscherbelt und wohne in einem billigen verwohnten Miniloch. Wenigstens habe ich durch die (verlustreichen) Privatverkäufe noch ein kleines Polster, durch das ich die Ausgabenlücke zw. Gehalt und Lebenshaltungskosten überbrücken kann. Leben auf ALG2-Niveau ist aber nicht mehr drin bzw. würde dafür sorgen, dass ich meine Überbrückungsreserven schneller aufbrauche und dann bin ich erledigt.

Das ist ein sehr spezieller Fall, aber es gibt hunderttausende bzw. eher sogar Millionen von sehr speziellen Fällen, die trotz Einkünften unter dem Existenzminimum aus dem ein oder anderen Grund keinen ALG2-Anspruch haben oder keines beantragen möchten. Letzteres übrigens NICHT zwangsläufig nur, weil man sich "zu fein" ist, um das mal ganz deutlich klarzustellen!!

HARTZIV wird meist mit ALG2-Bezug gleichgestellt, Tatsache ist aber, dass durch die HARTZIV-Gesetze NICHT alle Menschen auf ALG2-Niveau versorgt sind sondern unzählige durch diverse Gesetzeslücken durch's Netz fallen. Von den Menschen, die dem Terror und den rechtswidrigen Praktiken so mancher Jobcentersachbearbeiter nicht gewachsen sind und daher den Kampf aufgeben und sich so durchschlagen ganz zu schweigen.

Zumindest unser Jobcenter versucht ganz gezielt gerade Aufstocker durch besonders intensive Schikanen zu vergraulen. Motto: wenn denen nur hundert oder zweihundert Euro zum Leben fehlen, werden sie es sich dreimal überlegen, ob sie unseren Terror dafür in Kauf nehmen oder nicht besser erst auch noch ihr Schonvermögen aufbrauchen, Sachbesitz verkaufen und den Gürtel enger schnallen. Man glaubt also (leider zu Recht) Aufstocker am leichtesten durch Terror aus dem Sozialsystem rausekeln zu können.
Währenddessen gibt es natürlich auch ALG2-Bezieher, die abgesehen von der erniedrigenden Antragsprozedur auf keinerlei weitere Probleme und Schikanen stossen, gut versorgt sind und dann groß rumposaunen, dass HARTZIV doch gar nicht so schlimm und jeder selbst Schuld sei, wenn er von weniger leben müsse, da er sich ja anscheinend nur zu fein für ALG" sei. Kenne persönlich jemanden, selbsterklärter stolzer Spezialist im lebenslangen Durchmogeln, der seit Jahren gewollt und kiffend auf der faulen Haut liegt und dann arrogante Sprüche über "jammernde Menschen" von sich gibt, die sich ja nur zu fein oder zu dumm seien ALG2 zu beantragen.
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Alt 17.09.2013, 13:08   #12
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franky0815 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

Zitat von Sennet Beitrag anzeigen

Der Immobilienbesitz hatte für uns enorme Folgekosten, für meinen Anteil daran habe ich mich verschulden müssen. Ich muss also warten, bis wir einen regulären Käufer finden und wir durch den Verkaufserlös mindestens unsere Unkosten (in meinem Fall die Schulden) wieder reinkriegen. Um mich trotz Gehalt unter Existenzminimum über Wasser zu halten, habe ich meinen gesamten Sachbesitz verscherbelt und wohne in einem billigen verwohnten Miniloch. Wenigstens habe ich durch die (verlustreichen) Privatverkäufe noch ein kleines Polster, durch das ich die Ausgabenlücke zw. Gehalt und Lebenshaltungskosten überbrücken kann. Leben auf ALG2-Niveau ist aber nicht mehr drin bzw. würde dafür sorgen, dass ich meine Überbrückungsreserven schneller aufbrauche und dann bin ich erledigt.
wer zahlt denn die schulden ab?
ich an deiner stelle würde die immobilie an die gläubigerbank abtreten und privatinso anmelden, dann bist du alles auf einmal los und kannst erfolgreich alg2 beantragen.
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Alt 17.09.2013, 13:14   #13
Lilastern
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

Zitat von FetteHänne Beitrag anzeigen
wenn man kein einkommen hat, also wirklich 0,0 dann ist man auch nicht versichert richtig?!
wer zahlt also die gesetzliche krankenversicherung?
In diesem Fall muss man sich selber freiwillig bei der Krankenkasse versichern.

Wenn man verheiratet ist, eben Familienversichern.
Lilastern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2013, 13:46   #14
franky0815
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franky0815 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

Zitat von Lilastern Beitrag anzeigen
In diesem Fall muss man sich selber freiwillig bei der Krankenkasse versichern.

Wenn man verheiratet ist, eben Familienversichern.
und wenn man die knapp 160€ nich hat? dann is man eigentlich trotzdem versichert weil die beitragsrückstände auflaufen und jederzeit von der kk eingetrieben werden können.

nur stellen die kk sich natürlich quer wenn keine beiträge gezahlt werden.
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Alt 17.09.2013, 13:48   #15
Lilastern
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

In Deutschland besteht Krankenversicherungspflicht.
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Alt 17.09.2013, 14:04   #16
Sennet
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Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

Zitat von Lilastern Beitrag anzeigen
In Deutschland besteht Krankenversicherungspflicht.
Ich erhielt einen Brief, in dem mir mitgeteilt wurde, daß meine Mitgliedschaft aufgrund mehrmonatiger Beitragsschulden in eine "ruhende" Mitgliedschaft umgewandelt wurde. Dummerweise lief zum gleichen Zeitpunkt die Gültigkeit meiner Versichertenkarte aus, was ich erst bei einem ZA-Termin merkte. Die Praxisgehilfin rief darauf bei meiner KK an, erfuhr von der Situation und erklärte mir dann ich sei wegen aufgelaufener Beitragsschulden gar nicht mehr versichert, die Krankenkasse habe mich darüber doch schon in Kenntnis gesetzt und sie könnten mich daher nicht behandeln. Ich solle die Situation mit den Beitragsschulden doch erst mal mit meiner KK klären.
Im darauffolgenden Monat konnte ich aber zumindest die laufenden Beiträge wieder zahlen und musste dann aber die abgesammelten Schulden abstottern, letzteres natürlich ungeachtet der Tatsache, dass ich in den Monaten zuvor gar keine Arzttermine hatte und der ZA-termin ja auch flachfiel. Lückenlose Nachzahlung war aber Voraussetzung dafür, in der Gesetzlichen zu bleiben.
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Alt 17.09.2013, 14:53   #17
franky0815
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Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

Zitat von Sennet Beitrag anzeigen
Im darauffolgenden Monat konnte ich aber zumindest die laufenden Beiträge wieder zahlen und musste dann aber die abgesammelten Schulden abstottern, letzteres natürlich ungeachtet der Tatsache, dass ich in den Monaten zuvor gar keine Arzttermine hatte und der ZA-termin ja auch flachfiel. Lückenlose Nachzahlung war aber Voraussetzung dafür, in der Gesetzlichen zu bleiben.
das is genau das was ich meinte die betreigsschulden werden immer mehr, aber gleichzeitig is die kv eine ruhende versicherung, ein no go, du sollst später für was zahlen das garnich zur verfügung stand.
auch hier wäre der vdk sicher hilfreich.

du hast aber meine frage noch nich beantwortet, wer zahlt für die schulden der immobilie?
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Alt 17.09.2013, 15:34   #18
Soldmann
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Standard AW: Arbeitslos ohne Leistungsbezug - keinerlei Ermäßigungen?

Vorsicht, wenn man sich bei der KK über irgendwas erkundigt. Ich hatte damals das gleiche Problem und die hat mir kackdreist ins Gesicht gelogen und behauptet, solange da Schulden sind kommt man nie mehr in den aktiven Versicherungsschutz. Stimmt aber nicht, sobald man ALG II beantragt wird der Versicherungsschutz wieder aktiv, ganz egal wieviel Schulden da noch sind. Ich glaube nicht, dass die dich rauswerfen können.

P.S.
Achja. Normal wird die Rundfunkgebühr erlassen, wenn du weniger als ALG II verdienst. Falls du sowas zahlst, Antrag stellen.
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Alt 17.09.2013, 16:37   #19
Sennet
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Zitat von franky0815 Beitrag anzeigen
wer zahlt denn die schulden ab?
ich an deiner stelle würde die immobilie an die gläubigerbank abtreten und privatinso anmelden, dann bist du alles auf einmal los und kannst erfolgreich alg2 beantragen.
Tilgung ist ja ist noch gar nicht fällig. Zinsen werden aus Privatdarlehen gezahlt, für welches aber auch wieder Zinsen anfallen (wenn auch etwas geringere als bei der Bank).
Privatinsolvenz kommt nicht in Frage. "Noch" übersteigt der Wert meines Immobilienanteils die Schuldenhöhe deutlich, auch laut Aussagen des Maklers der Bank, der mir deswegen sogar eine großzügige Stundung der Zinsen in Aussicht gestellt hat. Im Ernstfall würde auch ein Mitbesitzer einspringen. Ändert natürlich nichts an den Kosten, die ich früher o. später begleichen muss.
Problem ist, dass die Mitbesitzer nur langsam vom Verkaufspreis runtergehen und mein Einfluss als bloßer Mitbesitzer beschränkt ist. Sie stehen gut da, wollen ein Maximum raushauen und haben einen entsprechend langen Atem.

Es geht für mich nicht nur um Deckung der Schulden aus dem Verkauferlös, ich habe in mehreren Jahren mangels ALG2-Anspruch
- mein gesamtes Schonvermögen aufgebraucht,
- meine Altersvorsorge unter Verlust aufgelöst und aufgebraucht,
- zusätzlich weitere geschützte Rücklagen, vorgesehen eigentlich für eine dringende eine teure medizinische Behandlung aufgebraucht,
- meinen gesamten Sachbesitz verkauft, usw.... ich besitze außer einem alten Bürostuhl nicht mal mehr eigene Möbel.
Aus dem Verkauferlös sollen die Schulden getilgt werden und ich will daraus zusätzlich zumindest wieder ein begrenztes Schonvermögen zurückgewinnen und mir Mobiliar für eine menschenwürdige Wohnung anschaffen.
Abgesehen davon habe ich die Hoffnung noch nicht verloren wieder eine Stelle zu finden, deren Nettoverdienst über der Pfändungsgrenze liegt.

Und nachdem, was ich über einen Zeitraum von einem Jahr im Jobcenter durchstehen musste (und worüber ich hier kein Palaver anfangen möchte) nehme ich mir eher einen Strick, als dass ich dort noch mal einen Fuß reinsetze. Alg2 und Alg2 sind eben zwei grundsätzlich verschiedene Dinge. Es gibt in der Realität keine Gleichbehandlung unter HARTZ IV. Während es für den einen bestenfalls lästig ist, wird anderen im Jobcenter die schlimmste Hölle bereitet. Es gibt nicht umsonst unzählige Menschen, die scheinbar "freiwillig" unter ALG2-Niveau dahinvegetieren.
Das Problem ist, dass dies nicht in jeden Kopf reingeht (s. mein Beitrag oben und Millionärs-Kommentar v. Helga40) und deshalb sollte man es tunlichst vermeiden so etwas öffentlich zu diskutieren. Ich habe auch äußerst gemischte Gefühle zu diesem Forum, nachdem ich mich hier eine zeitlang durchgelesen habe.
Und der Weg zum Beratungsschein und zum Anwalt steht im Konfliktfall auch nicht jedem offen, denn die Gerichte greifen teils selbst auf rechtswidrige Methoden zurück, um die Vergabe von Beratungsscheinen zu verweigern. Ist mir selbst passiert, mit Segen von der Richterin persönlich und Bestätigung vom Anwalt, dass es ein Rechtsbruch war. Gab zuvor eine Anordnung von "oben" (was auch immer oben war), dass die Vergabe von Beratungshilfescheinen an SGBII-Bezieher reduziert werden solle.

Für mich gibt es außer Arbeit finden keine andere Lösung.
Sennet ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2013, 17:09   #20
franky0815
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Zitat von Sennet Beitrag anzeigen

Für mich gibt es außer Arbeit finden keine andere Lösung.
na dann wünsch ich dir viel glück, kraft, energie und was du sonst noch alles brauchst damit das mit dem job und der immo noch klappt!
franky0815 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2013, 06:29   #21
Soldmann
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Zitat von Sennet Beitrag anzeigen
Und nachdem, was ich über einen Zeitraum von einem Jahr im Jobcenter durchstehen musste (und worüber ich hier kein Palaver anfangen möchte) nehme ich mir eher einen Strick, als dass ich dort noch mal einen Fuß reinsetze. Alg2 und Alg2 sind eben zwei grundsätzlich verschiedene Dinge. Es gibt in der Realität keine Gleichbehandlung unter HARTZ IV. Während es für den einen bestenfalls lästig ist, wird anderen im Jobcenter die schlimmste Hölle bereitet. Es gibt nicht umsonst unzählige Menschen, die scheinbar "freiwillig" unter ALG2-Niveau dahinvegetieren.
Das Problem ist, dass dies nicht in jeden Kopf reingeht (s. mein Beitrag oben und Millionärs-Kommentar v. Helga40) und deshalb sollte man es tunlichst vermeiden so etwas öffentlich zu diskutieren. Ich habe auch äußerst gemischte Gefühle zu diesem Forum, nachdem ich mich hier eine zeitlang durchgelesen habe.
Also so richtig gerne gehn da glaube ich die wenigsten hin zum JC. Man ist halt so ausgeliefert. Ich hab da höllisch Respekt, wenn einer sagt, er macht das nicht mit und schafft das irgendwie ohne dem SB in den ***** zu kriechen und ohne Geld anzunehmen von der Arge. Alle Achtung!

Aber ich finde man muss auch respektieren, wenn einer das eben anders macht. Mag sein das ist leichter, die "soziale Hängematte", aber leicht ist das sicher nicht. Man hat mehr Geld und Sicherheit, dafür kann dich dein SB jederzeit ranpfeifen wie einen Hund. Wie heißt es grad auf dem neuen Schrieb hier? "Es freut uns, Ihnen folgendes Angebot für eine Maßnahme zur Eingliederung unterbreiten zu können." Das ist schlicht Hohn, da kommt gleich Lust auf die tolle Maßnahme auf.

Lässig rein, lässig raus: "Halten sie mein Geld in kleinen nichtnummerierten Scheinen bereit." Mag sein, dass es für einige so ist, aber grad hier im Forum merkt man schon, dass die meisten zu beißen haben, an der Situation.

Klar Besserwisser gibts auch, die genau wissen wie es richtig zu machen wäre, nämlich so wie sie das machen und die mit ihrer Meinung auch nicht hinterm dem Berg halten. Leider. Die sind nervig, aber die hast du überall.



Zitat von Sennet Beitrag anzeigen
Gab zuvor eine Anordnung von "oben" (was auch immer oben war), dass die Vergabe von Beratungshilfescheinen an SGBII-Bezieher reduziert werden solle.
Ja, man versucht Hartzer vom Zugang zum Rechtsweg abzudrängen, gab ja schon Versuche, das irgendwie zu erschweren.
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