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Alt 22.04.2013, 11:25   #1
Schreikrampf->Emailproblem
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Schreikrampf Schreikrampf
Standard Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Hallo zusammen,

angehängtes Schreiben lag letzten Freitag bei mir im Briefkasten.

Ich wusste nichts von einer Arbeitsaufnahme meines Sohnes. Er war zu diesem Zeitpunkt in einem berufsvorbereitendem Jahr in der Berufsschule und machte - in diesem Rahmen - auch diverse Praktika. Mein Sohn "gestand" mir erst jetzt (nach Erhalt dieses Schreibens), dass er sich nachmittags hin und wieder was dazu verdient hatte.

Um nichts zu Hause "abgeben" zu müssen bzw. damit er weiterhin sein Taschengeld erhält, erzählte er mir nichts von einer Arbeit. Er war zu diesem Zeitpunkt 17 Jahre. Von daher konnte ich nicht wissen, wann er sich tagsüber wo aufhält.

Ich erhielt diesbezüglich nie ein Schreiben vom Jobcenter. Seit 2011 wohne ich auch in einer anderen Stadt (ca. 250 km entfernt) - ein Nachsendeantrag war vorhanden.

Als ich dann dieses Schreiben in den Händen hielt, wurde mir dann doch mehr als übel

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt nichts, da es sich hier um eine "vorsätzliche Straftat" handeln würde.
Eine Arbeitsstelle habe ich mittlerweile - jedoch ist mein Mann noch arbeitslos. Aufgrund meines Verdienstes erhält er keine Leistungen mehr. Darüber hinaus haben wir noch monatlich Schulden abzuzahlen, so dass ein Gang zum Rechtsanwalt finanziell nicht zu verkraften ist

Jemand einen Tipp, wie ich mich hier am besten verhalten soll?

Danke, schon einmal.

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Alt 22.04.2013, 13:48   #2
Makale
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Makale Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Du kannst dafür nicht belangt werden, andernfalls müsste man dir nachweisen, dass du Kenntnis von der Nebentätigkeit deines Sohnes hattest.
Er war zum "Tatzeitpunkt" minderjährig, daher wollen die nun an dich ran. Womöglich wäre er selbst dafür nicht haftbar (genaueres weiß ich nicht). Einfach dermaßen lächerlich wegen 237 Euro so ein "Fass aufzureißen" ...
Schreib denen halt, dass du keine Kenntnis von dem Sachverhalt hattest
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Alt 22.04.2013, 14:20   #3
silka
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silka silka silka silka silka silka silka silka silka silka silka
Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Zitat von Schreikrampf Beitrag anzeigen
Jemand einen Tipp, wie ich mich hier am besten verhalten soll?
Danke, schon einmal.
Nur ganz vage:
es steht eigentlich drin, wie du dich verhalten kannst.
Ich würde das auch so machen.
Mich zu nichts äußern.
Nur die persönlichen Angaben machen.

Man geht an dich, weil dein Sohn in 2009 erst 17 war.
Immerhin hat man lange gebraucht, oder?
Warum aber sollst du dich selbst belasten, selbst wenn du noch formal die Erziehungsberechtigte warst?
Und was sagt dein Sohn?
Wie oft haben sie ihn angegangen? Schließlich war er doch damals Mitglied der BG und er hat mit 17 auch Alg2 bezogen. Er war ein erwerbsfähiger Leistungsberechtigter.
Also hat er zuviel Leistungen bezogen. Oder ???
Oder hatte er als Praktikant im BVJ keine Leistungen vom JC bekommen?
Dann sähe es etwas anders aus.
Aber Angaben zur Sache würde ich trotzdem nicht machen. Nur zur Person.

Mach dir nichts aus dem bösen Wort *Betrug*.
Vergiß es einfach.
Oder lies, was dort steht:
Es KANN Betrug sein---noch weiß mans nicht.
silka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2013, 15:00   #4
Schreikrampf->Emailproblem
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Schreikrampf Schreikrampf
Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Danke für die Antworten :),

mein Sohn hat im Juli 2011 (einen Monat, nachdem ich weggezogen bin) einen Aufhebungs- und Erstattungsbescheid im Höhe von 49,03 € erhalten. Grund ist erzieltes Einkommen für Oktober und November , wobei im Anhörungsbogen der Zeitraum vom 13.10. bis 31.12. erwähnt wird.

Hier ging es um die Kosten für Unterkunft und Heizung. Adressiert war das Ganze noch an unsere alte, "gemeinsame" Adresse und kam dann als Zweitschrift an seine neue Adresse (adressiert an ihn).

Wie sich jetzt heraustellte, hat er das stillschweigend gezahlt und mir nichts davon erzählt.

Mein Sohn hat - neben den Wohnkosten - keinerlei Hartz IV-Leistungen erhalten, da sein Grundbedarf von Unterhalt und Kindergeld abgedeckt war.

Die hätten wohl sein Arbeitsentgelt von MEINEN Leistungen abgezogen, da aufgrund der Bedarfsgemeinschaft Einkommen erzielt wurde, welches mir wohl angerechnet worden wäre.

Von daher soll ich jetzt wohl der Buhmann sein.

Was ich auch nicht verstehe: Warum gleich das Zollamt? Ich habe seitens des Amtes keinerlei Anhörung dazu erhalten....
__

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Alt 22.04.2013, 15:00   #5
MacWombel1957->Emailproblem
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MacWombel1957
Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Ruhig Blut !!!

Lass die Herrschaften doch ermitteln!

Auch gilt hier die Unschuldsvermutung und zwar solange bis Nachweis geführt worden ist dass DU einen Gesetzesverstoß begangen hast.

Angaben zur Person und fertig !
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Alt 22.04.2013, 15:25   #6
Teelicht
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Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Ich bin mir nicht sicher ...aber wie ist den ein Arbeitsvertrag zustande gekommen ?
Muss nicht der Erziehungsberechtigter auch unterschreiben ?
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Alt 22.04.2013, 15:34   #7
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Schreikrampf Schreikrampf
Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Zitat von Teelicht Beitrag anzeigen
Ich bin mir nicht sicher ...aber wie ist den ein Arbeitsvertrag zustande gekommen ?
Muss nicht der Erziehungsberechtigter auch unterschreiben ?
Mein Sohn hat das per Barauszahlung erhalten - der Arbeitgeber hat ihn wohl ordungsgemäß angemeldet (Minijob) und dann nach kurzer Zeit wieder abgemeldet. Das lässt sich für mich nicht mehr nachvollziehen, da ich diesen Arbeitgeber auch nicht kenne.

Mein Mann hatte kürzlich auch einen Minijob ohne Arbeitsvertrag. Ist scheinbar in manchen Branchen (z.B. Saisonarbeit, Baugewerbe) so üblich.

Ganz ehrlich? Ich habe zu diesem Zeitpunkt einige Unterlagen meines Sohnes unterschrieben bezügl. Praktika, Berufsvorbereitung usw...Ein Arbeitsvertrag (von dem ich dann ja auch eine Abschrift hätte) war jedoch nicht dabei.
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Alt 22.04.2013, 15:38   #8
silka
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silka silka silka silka silka silka silka silka silka silka silka
Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Zitat von Schreikrampf Beitrag anzeigen
Von daher soll ich jetzt wohl der Buhmann sein.
Was ich auch nicht verstehe: Warum gleich das Zollamt? Ich habe seitens des Amtes keinerlei Anhörung dazu erhalten....
Du KÖNNTEST der Buhmann werden, steht aber in den Sternen.
Sie wollen einen greifen.
WOLLEN.

Der Zoll wird immer dann beauftragt, wenn die Ämter irgendwas mit Schwarzarbeit vermuten, wissen oder Kenntnis haben.
Man vermutet und unterstellt jetzt halt schon mal, es handle sich um Schwarzarbeit.

Hier wird dir ein Kundiger sicher noch erklären, wie das mit dem § 63 SGB II nun in deinem Falle ist.SGB 2 - Einzelnorm
silka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2013, 17:58   #9
Muzel
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Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel
Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Dein Sohn ist ohne die Zustimmung als Minderjähriger einen unwirksamen Vertrag eingegangen. Kondizieren kann man bei dir auch nichts, da dein Sohn sicher das ganze Geld schon wieder ausgegeben hat. Dass du Unterhaltsleistungen gespart hast, ist auch nicht nachweisbar, denn dazu hättest du wissen müssen, dass er einen Zusatzverdienst hat.
Mit dem Betrugsvorwurf hat sich die Behörde ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt. Da heißt es, Füße still halten und abwarten und Tee trinken.
Muzel ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2013, 18:20   #10
Piccolo->Emailproblem
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Piccolo Piccolo Piccolo Piccolo Piccolo Piccolo Piccolo Piccolo Piccolo Piccolo
Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

in meinem bekanntenkreis gab es vor 4 jahren genau so einen fall: sohn, 17, geht nachmittags heimlich jobben.
die eltern des jungen bekommen eine anzeige wegen betrug bzw erschleichung von sozialgeldern. er und seine frau müssen zur polizeilichen vernehmung, der sohn auch.
aussage der eltern: sie hätten von dem nebenjob nichts gewusst, weil sie nicht kontrolliert haben wo der sohn nachmittags hingeht (lt. polizei ist das auch in dem alter nicht üblich, daher keine verletzung der aufsichtspflicht). sohn sagt aus, er habe das geld mit freunden zusammen ausgegeben (kino, mac d. ect) und den eltern nichts davon gegeben.
im übrigen hätte er selbst überhaupt keine ahnung von den rechtlichen dingen beim bezug von sozialgeldern.

das ende vom lied: die anzeige wegen betrug wird für alle fallengelassen aber die verdiente geldsumme muss - nach abzug der gesetzlichen freibeträge - dem amt zurück erstattet werden.
__

ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von herrn ralph boes, seinem ansinnen, seinem auftreten und seinem verhalten in den öffentlichen medien und foren.


"das grass wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. "
(afrikanisches sprichwort)

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Alt 22.04.2013, 18:27   #11
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Schreikrampf Schreikrampf
Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Zitat von Piccolo Beitrag anzeigen
in meinem bekanntenkreis gab es vor 4 jahren genau so einen fall: sohn, 17, geht nachmittags heimlich jobben.
die eltern des jungen bekommen eine anzeige wegen betrug bzw erschleichung von sozialgeldern. er und seine frau müssen zur polizeilichen vernehmung, der sohn auch.
aussage der eltern: sie hätten von dem nebenjob nichts gewusst, weil sie nicht kontrolliert haben wo der sohn nachmittags hingeht (lt. polizei ist das auch in dem alter nicht üblich, daher keine verletzung der aufsichtspflicht). sohn sagt aus, er habe das geld mit freunden zusammen ausgegeben (kino, mac d. ect) und den eltern nichts davon gegeben.
im übrigen hätte er selbst überhaupt keine ahnung von den rechtlichen dingen beim bezug von sozialgeldern.

das ende vom lied: die anzeige wegen betrug wird für alle fallengelassen aber die verdiente geldsumme muss - nach abzug der gesetzlichen freibeträge - dem amt zurück erstattet werden.
Genau so ist es hier.
Ich konnte auch gar nicht kontrollieren, wo er hingeht, da ich in diesem Zeitraum nachweislich in einer Sinnlos-Maßnahme war (ganztätig).
War - von daher - erst um ca. 17 Uhr zu Hause.
Mein Sohn (mittlerweile hat er eine relativ gut bezahlte Lehrstelle) hat sich sofort bereit erklärt die Geldsumme zurück zu zahlen.
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Alt 22.04.2013, 19:30   #12
Neudenkender
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Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Wenn du dir einen Anwalt nicht leisten kannst, nimm wenigstens die (kostenlosen) Rechtsberatungen der Parteien/Sozialverbände in Anspruch. Hier werden nicht nur das Strafrecht, sondern auch das Zivilrecht, das Arbeitsrecht und das Sozialrecht usw. tangiert.

Die gGenannten Institutionen werden dich schon beraten. Antworte nicht ohne kompetente Rechtsberatung! Du solltest auch deinen Sohn nicht belasten.

Aus der Nummer kommst du, meiner nicht-rechtsberatenden Meinung nach, relativ einfach raus. Aber nutze die genannten Möglichkeiten!
Neudenkender ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.04.2013, 23:17   #13
Werkler
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Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Moooment mal.., Dein Sohn hat also seinen KDU-Anteil ans JC zurückgezahlt. Dann ist alles ok. Durch Kindergeld + Einkommen war er nicht hilfebedürftig, seine "erhaltene Hilfe" ist abgegolten.
Du als Mutter hast damit nun mal gar nichts zu tun damit - seit (ich glaube spätestens 2008) ist das Kindergeld Barunterhalt des Kindes und nicht der Eltern. Kinder sind den Eltern gegenüber nicht unterhaltspflichtig, andersrum schon. Wird vom Amt nach wie vor gerne und immer übersehen. Dein Sohn ist damals durch seinen Dazuverdienst aus der BG herausgefallen und das wars schon auch alles.
Dazu gab es im Forum einen Thread oder war es von H.Thomé, ich weiß es nicht mehr, kann ja mal nachsehen wenn du möchtest.
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Alt 23.04.2013, 06:20   #14
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Schreikrampf Schreikrampf
Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Zitat von Werkler Beitrag anzeigen
Moooment mal.., Dein Sohn hat also seinen KDU-Anteil ans JC zurückgezahlt. Dann ist alles ok. Durch Kindergeld + Einkommen war er nicht hilfebedürftig, seine "erhaltene Hilfe" ist abgegolten.
Du als Mutter hast damit nun mal gar nichts zu tun damit - seit (ich glaube spätestens 2008) ist das Kindergeld Barunterhalt des Kindes und nicht der Eltern. Kinder sind den Eltern gegenüber nicht unterhaltspflichtig, andersrum schon. Wird vom Amt nach wie vor gerne und immer übersehen. Dein Sohn ist damals durch seinen Dazuverdienst aus der BG herausgefallen und das wars schon auch alles.
Dazu gab es im Forum einen Thread oder war es von H.Thomé, ich weiß es nicht mehr, kann ja mal nachsehen wenn du möchtest.
Ach. Das ist ja sehr interessant! Wäre schön, wenn Du etwas dazu findest.
Muss jeden Tag bis 18 Uhr arbeiten - von daher bleibt leider keine Zeit, diese Rechtsberatungen aufzusuchen. Hab gestern nur mit Biegen und Brechen nen Tag Urlaub bekommen wegen dieser Geschichte....und abzugeben ist der Anhörungwisch bis zum 04.05.
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Alt 23.04.2013, 08:18   #15
xavier123
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Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Ganz allgemein gesprochen, Betrug nach § 263 StGB setzt Vorsatz voraus. Vorsätzlich kann man nur handeln, wenn man zum Tatzeitpunkt Kenntnis aller tatrelevanten Tatsachen hat. Das war hier nicht der Fall, weil Du erst im Nachhinein (durch das Schreiben) erfahren hast, dass Dein Sohn während des Leistungsbezugs gearbeitet hat. Im Übrigen können alle Personen die 14 Jahre oder älter sind Betrug begehen. Wie im Schreiben erwähnt, brauchst Du keine Angaben zur Sache zu machen. Du hast auch ein Zeugnisverweigerungsrechet bzgl. der Angaben zu Deinem Sohn (§ 52 Abs. 1 Nr. 3 StPO), d.h. Du musst ihn nicht belasten. Ich würde hier nur Angaben zur Person machen und zur Sache nur mitteilen, dass Du über die angebliche Arbeit Deines Sohnes im Leistungszeitraum erst durch das Schreiben des Zolls erfahren hast. Wahrscheinlich wird dann als Nächstes Dein Sohn angeschrieben.
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Alt 23.04.2013, 08:38   #16
Snickers
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Snickers Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Das mit den Kindergeld kann ich nicht bestätigen.

Zitat:
Ein Überblick über die sozialrechtlichen und finanziellen Konsequenzen

Können Kinder ihren Bedarf mit eigenem Einkommen decken, scheiden sie aus der SGB II-Bedarfsgemeinschaft aus. Überschüssiges Einkommen darf nicht auf die Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft verteilt werden. Fließt nicht benötigtes Kindergeld an den Kindergeldberechtigten zurück, ist davon zunächst die Versicherungspauschale in Höhe von 30 EUR in Abzug zu bringen.
1. Herausfallen von Kindern aus der Bedarfsgemeinschaft

Die Kinder fallen aus der SGB II-Bedarfsgemeinschaft heraus!

Schaue da mal nach.

Hast du für Deinen Sohn, in der genannten Zeit Geld vom JC bekommen?
Snickers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2013, 12:26   #17
Muzel
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Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel
Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Ein 17 Jähriger hat aber immer einen Unterhaltsanspruch.
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Alt 23.04.2013, 15:12   #18
Makale
Forumnutzer/in
 
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Makale Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Nach den FH zu § 63 SGB II wäre dies allenfalls eine Ordnungswidrigkeit, nicht mehr und nicht weniger. Es liegt an der puren Karrieregeilheit dieser Systemmarionetten, wieso solch geringfügige Verfehlungen bei Zoll oder Staatsanwaltschaft landen.
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Alt 23.04.2013, 16:25   #19
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Sunday
Standard Ich kenne son Brief...

naja...und da steht halt auch was von wegen "verpflichtet zur Angabe von Personalien"...nunja...ich schreibe einen Brief an jemanden, den ich dann verpflichte, Angaben zu seinen Personalien zu machen...Das klingt doch sehr weltfremd.

Hintergrund scheint da die Sache mit der "Veränderungsmitteilung " gemäß § 60 SGB I zu sein - stand da zumindest drin. Klar..hat sich was geändert, muss man das mitteilen.

Das dumme, hier wird einem ja vom Zoll Betrug unterstellt und da bräuchte ich nunmal die Hilfe von anderen hier.

Gemäß § 78 III Nr.4 STGB " Verjährung beginnt mit Beendigung der Tat "

Quelle: Rechtsanwalt Mathias Klose, Regensburg: Betrug, § 263 StGB

Das eine Nichtabgabe einer Veränderungsmitteilung einem Betrug gleich käme ist mir neu ! Hier denke ich will sich das JC - über den Umweg Zoll - mögliche finanzielle Ansprüche sichern. Allein die Angabe der Personalien IN DIESER SACHE bewirkt, dass die Verjährung unterbrochen wird ! Das scheint mir hier der Grund zu sein. Ich persönlich würde dieses Schreiben ignorieren und es zur Not auf einen Prozess ankommen lassen. Nur weil die ermitteln muss ich doch noch lange nix dazu sagen - schriftlich schonmal gar icht. Die wissen wo ich wohne und gut ist. Kommt allerdings ein Brief von Gericht, DANN sieht es allerdings anders aus und ich würde mit Anwalt antworten.

Wie die NICHTABGABE einer Veränderungsmitteilung rechtlich zu würdigen ist ( Betrug ??? ) kann ich nicht sagen, ich schließe allerdings die grundsätzliche Gleichsetzung mit Betrug aus. Einen solchen müsste die Behörde - in diesem Fall der Zoll aber erstmal beweisen. Dürfte ziemlich schwer werden !

Alles meine persönliche Meinung !

Sunday
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Alt 23.04.2013, 16:44   #20
Neudenkender
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Standard AW: Ich kenne son Brief...

Zitat von Sunday Beitrag anzeigen
naja...und da steht halt auch was von wegen "verpflichtet zur Angabe von Personalien"...nunja...ich schreibe einen Brief an jemanden, den ich dann verpflichte, Angaben zu seinen Personalien zu machen...Das klingt doch sehr weltfremd.

(...) Die wissen wo ich wohne und gut ist.
Werden die Personalien nicht hingeschickt, sind u. U. weitere bis zu 1.000 Euro allein dafür fällig. Zu behaupten, man hätte diesen Brief überhaupt nicht bekommen (hier wird ohnehin mitgelesen) und dann eh noch vor Gericht den Kern zu behaupten, man hätte nix gewusst vom Job des Kindes ... erhöht die Glaubwürdigkeit beim im Namen des Volkes Richtenden bestimmt immens.

Mir ist völlig unverständlich, wie man sich hier bei einer möglichen Strafsache bzw. ggf. hoher OWi-Strafe nicht gleich eines Anwalts bzw. einer organisierten Rechtsberatung bedient. Das wird doch alles nur noch komplizierter und teurer ...

Naja, nur meine Meinung, muss ja jeder selbst wissen und entscheiden.
Neudenkender ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2013, 17:00   #21
Sunday->Emailproblem
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Sunday
Standard AW: Ich kenne son Brief...

worauf ich hinauswollte war die Überlegung, dass eine Straftat - so man bei einer Nichtabgabe davon sprechen kann - im Strafmaß ganz anders bedroht ist als Betrug. Ich meine, dass dann nämlich bereits nach 1 Jahr die ganze Sache verjährt wäre und sich damit alle Forderungen erledigt haben.
Der Umstand allein, es KÖNNTE sich ja um Betrug gehandelt haben...ja ja ..könnte ! Desweiteren ist es ja wohl so, dass der Zoll nachweisen müsste, dass er dir das Schriftstück X auch tatsächlich zugesandt hat. Gesetzt den Fall, du wohnst in sowas was man auch Ghetto nennen könnte kann man den Verlust von Post nicht grundsätzlich als unglaubwürdig annehmen.
Wenn der Zoll allerdings von Betrug ausgeht, dann soll er beweisen und dann entsprechend klagen. Vor einer Behörde kann ich sicherlich verpflichtet sein, meine Personalien anzugeben, oder auch auf der Straße, wenn mich die Polizei danach fragt, aber dass ich verpflichtet wäre, in einem Ermittlungsverfahren zu schreiben " Ja bin die die Person XY die sie oben auch XY genannt haben " ist doch sinnfrei, da die Richtigkeit der Angaben nicht geprüft werden kann... DAS macht mich stutzig !

Ich glaube KEINER behörde irgendetwas, außer dass sie mir schlechtes wollen - alles meine Meinung :)
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Alt 23.04.2013, 17:27   #22
Neudenkender
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Neudenkender Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Ich kenne son Brief...

Zitat von Sunday Beitrag anzeigen
worauf ich hinauswollte war die Überlegung, dass eine Straftat - so man bei einer Nichtabgabe davon sprechen kann - im Strafmaß ganz anders bedroht ist als Betrug. Ich meine, dass dann nämlich bereits nach 1 Jahr die ganze Sache verjährt wäre und sich damit alle Forderungen erledigt haben.
Sorry, aber ich blicke bei dir nicht ganz durch. Der Betrug verjährt wohl (erst) nach 5 Jahren. Den Wirkungsrest der kumulierten Von-nichts-gewusst-Taktiken hatte ich oben beschrieben. § 111 ist eine OWi, hier strafbewehrt mit relativ billigen max. 1.000 Euro. Aber danach geht es dann evtl. relativ zügig um mehr - und dann ein 2x "nix gewusst/bekommen"?

Hier reitet sich einer rein, befürchte ich, weil am Anfang, wo es noch relativ einfach und relativ billig zu lösen wäre, "keine Zeit" und keine Geld für nen Anwaltsschreiben da sein soll.
Die Rückzahlung ist doch das geringste Problem hier.
Neudenkender ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2013, 17:39   #23
silka
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silka silka silka silka silka silka silka silka silka silka silka
Standard AW: Ich kenne son Brief...

Zitat von Sunday Beitrag anzeigen
naja...und da steht halt auch was von wegen "verpflichtet zur Angabe von Personalien"...nunja...ich schreibe einen Brief an jemanden, den ich dann verpflichte, Angaben zu seinen Personalien zu machen...Das klingt doch sehr weltfremd
Lies dir das Schreiben nochmal durch. Du liegst falsch.

Zitat von Sunday Beitrag anzeigen
Das dumme, hier wird einem ja vom Zoll Betrug unterstellt und da bräuchte ich nunmal die Hilfe von anderen hier.
Nein. Vom Zoll wird gar nichts unterstellt. Das Schreiben kommt nicht vom Zoll. Ob der Zoll was machen muß, kommt drauf an.
Noch ist gar nichtsvon Betrug unterstellt.
Lies das Schreiben nochmal durch.
silka ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2013, 17:51   #24
Neudenkender
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Standard AW: Ich kenne son Brief...

Zitat von silka Beitrag anzeigen
Lies dir das Schreiben nochmal durch. (...). Das Schreiben kommt nicht vom Zoll.
Ja, mach du das mal. Und dann sage uns, von welcher Institution das Schreiben kommt.

Es unterstellt keinen Betrug, sondern es leitet ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Betrug ein. Wortklauberei für uns hier (vom Zoll ).
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Alt 23.04.2013, 18:07   #25
flandry
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flandry flandry flandry
Standard AW: Ermittlungsverfahren wegen Betrug?

Was mich ja wundert: dass die die "paar" Euro direkt zur Anzeige bringen. Für meine Begriffe hätten die das zunächst einfach zurückfordern können.
Irgendetwas stinkt da.
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