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Alt 10.02.2013, 00:19   #1
erdmännchen->Emailproblem
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erdmännchen
Standard Krankengeld - Kündigung - ALG

Hallo erst mal ...
ich bin neu hier und möchte euch gerne meine derzeitige Lage erzählen, mit der ich sehr verzweifelt bin. Vielleicht kann mir der/die eine oder andere ja mit ein paar Tipps weiterhelfen, ich hoffe es so sehr, also:

Ich war seit 1986 in der selben Firma beschäftigt, also fast 27 lange Jahre. Im vergangengen Sept. war ich 60, bin zusammen mit meinen Chefs alt geworden. Aufgrund von Veränderungen in der Firma (Chefwechsel) drängt man mich seit ca. 1 Jahr in die Rente für Schwerbehinderte (GdB 50), was ich aber nie wollte, ich arbeitete halbtags und wollte, dass das auchso bleibt. Ohne Vorwarnung lag dann 3 Tage vor Hl.Abend morgens eine "Vereinbarung" auf meinem PC mit dem Inhalt, dass mein derzeitiges Arbeitsverhältnis von meiner neuen Chefin übernommen wird bis 31.03.13 und dann in einen Minijob übergeht. Mein alter Chef (der Ende Dez. ausschied) und die neue Chefin haben mich nahezu zur Unterschrift genötigt und so habe ich heulend unterschrieben. Am 07.01. hatte ich ein Beratungsgespräch bei der DRV, das ergab, dass meine vorzeitige Altersrente mit den Abschlägen gerade einmal 440 € betragen würde! Ich war entsetzt und habe nach ein paar Tagen Überlegung den Rentenantrag zurückgenommen in der Hoffnung, mit meiner Chefin reden zu können, um eine andere Regelung zu finden. Doch sie bleibt stur. Alternativ hat sie mir eine Aufhebungsvereinbarung angeboten mit dem Hinweis, ich sollte mir ein ärztl. Attest besorgen, dass ich meine Arbeit nicht mehr machen kann, damit würde ich dann bei der Agentur f. Arbeit keine Sperre bekommen. Ich habe dann bei der AfA angerufen, dort hat man mir sogar gesagt, wie der Text für das Attest lauten sollte und das Attest habe ich dann auch ohne weiteres von meinem Arzt bekommen. Das habe ich dann am anderen Tag meiner Chefin vorgelegt und deren Kommentar war dann: Nun haben Sie ja ein Attest, mit dem können Sie jetzt selbst kündigen, eine Aufhebungsvereinbarung machen wir jetzt nicht mehr. Ich war fix und fertig, saß nur noch heulend an meinem PC und bin nun seit 21.01. krankgemeldet.
Ich weiß im Nachhinein selbst, dass ich mich mit der Unterschrift auf der Vereinbarung vom Dez. praktisch "selbst abgeschossen" habe. Ich habe 7 Monate Kündigungsfrist verschenkt und eine evtl. Abfindung. Aber meine Firma war für mich wie eine zweite Familie und noch nie lag ich mit meinem Vertrauen an das Gute im Menschen so daneben wie bei meinen Chefs. Das hilft mir jetzt jedoch auch nichts mehr, ich bin ziemlich fertig und am Boden und befinde mich derzeit in der Einstellung auf Antidepressiva, damit ich überhaupt ein Wort rausbringe, ohne zu heulen. Aber nun meine Fragen:

Ich bin nun ja krankgeschrieben, wahrscheinlich auch noch eine längere Zeit. Man hat mir gesagt, dass ich mein Arbeitsverhältnis zum 31.03. mit einer 4- wöchigen Frist kündigen muss, damit das ALG vom normalen Gehalt und nicht von 400 € Minijob ab 01.04. berechnet wird. Also werde ich um den 28.02. dem Arbeitgeber meine Kündigung zum 31.03. schicken oder dort mit einem Zeugen in den Briefkasten werfen.

Wenn ich nun aber über den 31.03. hinaus weiter krankgeschrieben werde, bekomme ich dann auch weiter Krankengeld, auch wenn das Arbeitsverhältnis nicht mehr besteht?

Muss ich mich dann am gleichen Tag arbeitslos melden, auch wenn ich noch krankgeschrieben bin? Wenn ja, mache ich das telefonisch oder muss ich persönlich hin?

Oder muss ich mich bei der AfA erst dann arbeitslos melden, wenn die Krankmeldung endet, weil ich dem Arbeitsmarkt erst dann wieder zur Verfügung stehe?

Ob ich überhaupt Chancen habe, mit 60 1/2 nochmal eine Arbeit zu bekommen, wenn ich meinen bisherigen Beruf lt. ärztl. Attest nicht mehr ausüben kann - oder kann mich die Agentur f. Arbeit zwangsweise in die Schwerbehindertenrente schicken?

Mein Ziel wäre halt, noch 3 Jahre Beiträge in die Rentenkasse zu erlangen, weil man mit 63 ohne Abschlag in die vorzeitige Schwerhindertenrente kann.

Ich weiß, es sind viele Fragen auf einmal, die ich habe. Ich dachte nie, dass ich mich damit einmal befassen muss. Und ich habe panische Angst davor, dass ich ab 01.04. nicht mehr weiß, wovon ich leben und meine lfden. Ausgaben bezahlen soll.

Ich bedanke mich im voraus schon einmal recht herzlich für den einen oder anderen guten Rat und werde auch gerne auf weitere Fragen antworten.
erdmännchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2013, 09:27   #2
gurkenaugust
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Standard AW: Krankengeld - Kündigung - ALG

Hallo,

mein Mitgefühl zu dem, was dir passiert ist. Wie du siehst, sind die früher üblichen Begriffe "Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gegen Treuepflicht des Arbeitnehmers" nicht mehr in Mode, und neue Chefs wollen vieles oft anders, aber im Endeffekt nicht unbedingt besser, machen.

Zunächst zu deiner Vereinbarung: wenn der Chef wechselt, hat das keine Auswirkungen auf deinen Arbeitsvertrag, da ist nichts besonders zu "übernehmen", auch wenn vielleicht die Arbeit hinterher anders organisiert wird. Ob dieser Änderungsvertrag samt Übergang in eine geringfügige Beschäftigung zum 01. April so rechtens war oder nicht, würde ich an deiner Stelle umgehend durch einen auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt prüfen lassen. Aus der Ferne läßt sich da schlecht was sagen. Es könnte auch sein, daß da ein Tarifvertrag zu beachten gewesen wäre. Leider ist da inzwischen schon einige Zeit verstrichen, und Anfechtungsgründe wegen Drohung oder Täuschung müßtest du beweisen. Das sollte aber ein Anwalt mal genauer prüfen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, kommt bei dir auch noch eine Schwerbehinderteneigenschaft hinzu, was auch Auswirkungen auf den Kündigungsschutz hätte.

Die Kündigungsfrist wird sich grundsätzlich nach der gesamten Betriebszugehörigkeit bemessen und nicht nach der Laufzeit eines geänderten Vertrages. Auch das sollte ein Anwalt sich anschauen.

Mit einer Abfindung kannst du ohnehin nur rechnen, wenn der Arbeitgeber sonst Schwierigkeiten hätte, dich zu kündigen (Kündigungsschutz, also kein Kleinbetrieb).

Ratschlägen deines Arbeitgebers bezüglich der Arbeitsagentur solltest du grundsätzlich skeptisch gegenüberstehen. Die mögen stimmen oder auch nicht, aber hier wird der Arbeitgeber vor allem versuchen, selbst Kosten zu sparen. Wenn später Probleme auftauchen sollten, wirst du sie ausbaden müssen.

Eine geringfügige Beschäftigung ist arbeitsrechtlich (Kündigungsschutz, Kündigungsfrist, Urlaubsanspruch, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und ähnliches) völlig identisch zu einer SV-pflichtigen Beschäftigung.

So, was machst du nun am besten (außer der Prüfung deiner Vereinbarung durch einen Anwalt für Arbeitsrecht)?

Deine Krankschreibung solltest du solange fortführen, wie du krank bist und dein Arzt das vertreten kann. Du bekommst hier von deiner "lieben" Firma zunächst bis etwa Ende Februar Lohnfortzahlung und danach von der KK Krankengeld. Das ist sowieso höher als das ALG. Denke unbedingt daran, die AU-Bescheinigungen nachweislich und unverzüglich (Einschreiben, eventuell vorab per Fax) an deinen Arbeitgeber zu schicken, damit man nicht noch versucht, dir eine Verletzung des Arbeitsvertrages wegen nicht rechtzeitiger Vorlage von AU-Bescheinigungen anzuhängen. So wie es aussieht, ist hier einiges möglich.

Krankengeld zahlt die KK auch über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses hinaus, wenn die Erkrankung während dessen Laufzeit eintrat. Hier ist aber zur Vermeidung von Nachteilen unbedingt darauf zu achten, daß die Krankschreibung lückenlos (auch Wochenend- und Feiertage) besteht.

Kündigen tust du bitte auf keinen Fall selbst. Auch wenn du eine ärztliche Bescheinigung hast, ist das immer ein gewisses Restrisiko. Außerdem besteht keine Notwendigkeit dazu.

ALG kannst du nach Ende deiner Erkrankung und deiner Krankengeldzahlung immer noch beziehen. Dessen Höhe richtet sich nach dem Durchschnittsverdienst in den letzten 12 Monaten (eventuell auch 24 Monaten) mit "Anspruch auf Arbeitsentgelt" vor der Arbeitslosigkeit, also auch nicht Zeiten der Krankengeldzahlung. Was man dir dazu in der Firma erzählt hat, ist Quatsch (aber wohl mit einem ganz bestimmten Motiv).

Persönlich arbeitslos melden kannst du dich ohnehin nur, wenn du wieder arbeitsfähig bist (am ersten Öffnungstag nach Ende der AU). Du müßtest dich allenfalls, sofern du eine Kündigung bekommen solltest, umgehend nach deren Erhalt "frühzeitig arbeitssuchend" melden.

Die Chancen, in deinem Alter neu in den Arbeitsmarkt einzusteigen, sind realistischerweise schlecht. Die Arbeitsagentur kann dich nicht zu einer vorzeitigen Beantragung von Rente zwingen.

Also kurz zusammengefaßt: nicht selbst kündigen, Krankschreibung bis zur völligen Genesung fortführen und erforderlichenfalls Krankengeld beantragen, Änderungsvereinbarung unverzüglich durch Anwalt prüfen lassen. Im übrigen empfehle ich die Forumssuche, solche Fälle scheinen heutzutage ständig vorzukommen.

Hoffentlich hilft dir das für's erste schon ein bißchen. Alles Gute!

-------
Nachbemerkung: bitte nicht inhaltlich identische Beiträge parallel in mehrere Unterforen einstellen (dieser steht auch im Ü50-Bereich, wie ich jetzt erst sehe). Das macht alles nur unübersichtlicher, sowohl für dich wie für andere. Danke!
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Alt 10.02.2013, 17:33   #3
erdmännchen->Emailproblem
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erdmännchen
Standard AW: Krankengeld - Kündigung - ALG

Hallo und vielen Dank für die Ausführungen.
Ich muss noch Folgendes anfügen: Das KündSchG ist hier auf mich nicht anwendbar, dazu ist meine AG-Firma zu klein. Und bei einem Fachanwalt für ArbR bin ich gewesen mit dem Resultat, dass er mir nur bestätigt hat, dass ich mich mit meiner Unterschrift selbst abgeschossen habe und dass an der Vereinbarung nicht zu rütteln wäre. Gerade dieser Anwalt hat mir auch gesagt, dass ich mit der 4-Wo-Frist zum 31.03. selbst kündigen müsste, damit mein Kranken- bzw. Arbeitslosengeld von meinem früheren Gehalt und nicht vom Minijob berechnet würde.

Warum bist Du anderer Meinung und meinst, dass ich auf keinen Fall selbst kündigen sollte? Welche Nachteile hab ich bei einer Kündigung? In meine Firma kann und will ich keinesfalls zurück.
erdmännchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2013, 18:37   #4
gurkenaugust
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Standard AW: Krankengeld - Kündigung - ALG

Zitat von erdmännchen Beitrag anzeigen
Ich muss noch Folgendes anfügen: Das KündSchG ist hier auf mich nicht anwendbar, dazu ist meine AG-Firma zu klein. Und bei einem Fachanwalt für ArbR bin ich gewesen mit dem Resultat, dass er mir nur bestätigt hat, dass ich mich mit meiner Unterschrift selbst abgeschossen habe und dass an der Vereinbarung nicht zu rütteln wäre.
Das habe ich schon befürchtet. Deine liebe Firma, der du fast drei Jahrzehnte deiner Arbeitskraft gewidmet hast, wird dich hier leider auf ziemlich schäbige Art "über den Tisch gezogen" haben. Nun ja, heutzutage leider kein Einzelfall.

Andererseits kann es dir ein schwacher Trost sein, daß deine Firma wegen des fehlenden Kündigungsschutzes (von der Schwerbehinderteneigenschaft mal abgesehen) dich ohnehin ohne Angaben von Gründen fristgemäß hätte kündigen können und dann auch keine Abfindung hätte zahlen müssen.

Ich hoffe übrigens, daß der Anwalt bei seiner Auskunft die Sonderregelung des Kündigungsschutzgesetzes für vor dem 01.01.2004 Beschäftigte (kritische Betriebsgröße nur 5 statt 10 Vollzeitbeschäftigte) korrekt berücksichtigt hat.

Zitat von erdmännchen Beitrag anzeigen
Gerade dieser Anwalt hat mir auch gesagt, dass ich mit der 4-Wo-Frist zum 31.03. selbst kündigen müsste, damit mein Kranken- bzw. Arbeitslosengeld von meinem früheren Gehalt und nicht vom Minijob berechnet würde.
Nein, das stimmt so nicht, jedenfalls nicht so pauschal. Wenn Arbeitslosigkeit eintritt, ist Bemessungsgrundlage für das ALG der durchschnittliche monatliche Arbeitslohn innerhalb der letzten 12 Monate mit Anspruch auf Arbeitsentgelt aus versicherungspflichtigen(!) Beschäftigungen, in bestimmten Fällen auch innerhalb der letzten 24 Monate (§ 150 SGB III). Es ist also keinesfalls nur der letzte Monat wichtig.

Wieviel Wochenstunden soll denn dein Minijob ab 01. April umfassen? Liegt die Arbeitszeit unterhalb von 15 Wochenstunden, wird Beschäftigungslosigkeit im Sinne des SGB III auch ohne Kündigung eintreten. Es kommt hier auf die "Beschäftigungslosigkeit" an, nicht auf den Bestand eines Arbeitsvertrages.

Wieviel sollst du im Minijob ab 01. April verdienen? 400 Euro monatlich?

Eine Eigenkündigung ist vom Grundsatz her immer problematisch und auch mit entsprechendem ärztlichen Attest nicht ohne Risiko. Gleiches gilt für den Abschluß eines Aufhebungs- oder Änderungsvertrages mit Beendigungsklausel wie hier. Niemand wird dir verbindlich und schriftlich im voraus zusagen können, daß von einer Sperrzeit tatsächlich abgesehen wird, sondern man wird den Fall konkret prüfen wollen, wenn er eintritt. Möglicherweise wird sogar schon die Unterschrift unter die Vereinbarung, durch die du die SV-pflichtige Beschäftigung mit kurzer Auslauffrist zugunsten des Minijobs aufgegeben hast, zu Problemen führen. Kündigungen sollte man deswegen grundsätzlich dem Arbeitgeber überlassen.

Ich würde also an deiner Stelle die Krankschreibung solange lückenlos(!) fortführen, wie es dein Arzt verantworten kann. Dir stehen schließlich bis zu 78 Wochen Krankengeld (einschließlich Lohnfortzahlungszeitraum) zu, wobei das KG aus deinem bisherigen Verdienst vor der Erkrankung berechnet wird, auch über das Auslaufen des bisherigen Arbeitsverhältnisses hinaus. ALG kannst du immer noch später im Anschluß an das KG beantragen, das läuft dir nicht weg.

An allerwichtigsten wird es jetzt jedoch für dich sein, daß du dich intensiv um deine Gesundheit kümmerst und auch innerlich wieder ein bißchen zur Ruhe kommst. Das wird wohl eine gewisse Weile dauern. Gerade deshalb solltest du nichts überstürzen, sondern mit gründlicher Überlegung vorgehen.
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Alt 10.02.2013, 19:47   #5
erdmännchen->Emailproblem
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erdmännchen
Standard AW: Krankengeld - Kündigung - ALG

Lieber Gurkenaugust,
natürlich hat mich meine Firma auf eine ganz miese Art über den Tisch gezogen: Mein Chef, den ich seit `86 kenne, ist gegangen mit "nach mir die Sintflut" und meine neue Chefin, die seit 2004 bei uns ist und jetzt an erster Stelle steht und mit der ich mich immer bestens verstanden habe, hat mich menschlich so enttäuscht, dass ich gewaltig an meinem Vertrauen in das Gute im Menschen zu knabbern habe.

Was die fristgemäße Arbeitgeberkündigung angeht, so wäre dies lt. dem Anwalt, bei dem ich war, zumindest eine Kündigungsfrist von 7 Monaten gewesen. Aber der RA meinte auch, dass selbst bei einer Schwerbehinderung allein wegen des fehlenden KündSchG das Integrationsamt einer Kündigung zugestimmt hätte. Zur Betriebsgröße: Wir waren 4 Beschäftigte, jetzt sind es noch 3, ein Kollege mit VZ und 2 Kolleginnen in TZ.

Meine Wochenstunden für den Minijob ab 01.04. weiß ich gar nicht. In der blöden Vereinbarung hieß es lapidar: "Das Arbeitsverhältnis zwischen Herrn ... und Frau ... endet zum 31.12. und wird von Frau ... bis zum 31.03.2013 zu unveränderten Bedingungen übernommen und geht ab 01.04.2013 in einen Minijob mit einer Vergütung von 400 € und zusätzl. VWL über."

Der Anwalt, bei dem ich war, hat die Wochenstunden im Minijob nach meinem bisherigen Std.Lohn mit 6,5 Stunden/Wo errechnet. Ob dies so gewesen wäre, weiß ich nicht. Zwar hat meine jetzige Chefin mal gesagt, man würde sich am bisherigen Verdienst orientieren, aber konkret ausgemacht war nix.

Du meinst also, ich soll entgegen dem Rat des Anwalts, wirklich nicht selbst kündigen? Übrigens hat mir den Wortlaut des ärztl. Attestes eine Mitarbeiterin der Agentur f. Arbeit telefonisch diktiert, nachdem ich mich auf Anweisung meiner jetzigen Chefin dort nach einer "Zustimmung zur Kündigung aus wichtigem Grund" erkundigen sollte.

Natürlich bin ich erst einmal krankgeschrieben und werde dies hoffentlich auch noch weiterhin sein. Meine Hausärztin hat mich aufgrund meiner Verfassung auf ein Antidepressiva eingestellt, mit dem ich gar nicht so recht klarkomme. Am 18.02. habe ich nun einen Termin bei einer Psychiaterin (man muss sehr lange auf einen Termin warten) und bis einschl. 18.02. hat mich meine Hausärztin auch krankgeschrieben. Ich hoffe, dass die Psychiaterin dies auch weiterhin tut. Ich bin halt total verunsichert und habe panische Angst davor, etwas falsch zu machen.

LG erdmännchen
erdmännchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2013, 22:00   #6
gurkenaugust
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Standard AW: Krankengeld - Kündigung - ALG

Über den Daumen gepeilt wird das mit ca. 6,5 Wochenstunden schon hinkommen. Das wäre ein Brutto-Stundenlohn von etwa 14,15 €. Jedenfalls wird die Arbeitszeit im Minijob unterhalb von 15 Wochenstunden liegen.

Hier kommen nun ein paar zusätzliche Aspekte ins Spiel, die ich vorher nicht überblickt habe.

Du wirst ab 01. April so oder so "beschäftigungslos" im Sinne des Arbeitslosenrechts sein, da Tätigkeiten unterhalb von 15 Wochenstunden nur als Nebenbeschäftigung gelten und einer Arbeitslosigkeit nicht entgegenstehen. Dein Nebenverdienst würde aber, soweit er 165 € (netto) im Monat übersteigt, voll auf das ALG angerechnet, natürlich nur, wenn du ihn tatsächlich bekommst. Nebenbeschäftigungen oberhalb dieser Verdienstschwelle lohnen sich finanziell eigentlich nicht mehr. Du willst aber ohnehin dort nicht mehr arbeiten, aus durchaus nachvollziehbaren Gründen.

Bei dir liegt nun die Besonderheit vor, daß du mit der Unterschrift unter diesen Änderungsvertrag, der eine Beendigung deiner versicherungspflichtigen Tätigkeit mit kurzer Auslauffrist zum 31. März vorsieht, schon die wesentlichen Fakten geschaffen hast, die für eine Sperrzeit relevant sein können. Auch ein Aufhebungs- oder analoger Änderungsvertrag kann eine Sperrzeit auslösen, falls du keinen guten Grund hast. Ein solcher rechtfertigender Grund könnten deiner gesundheitlichen Probleme sein, für die du ein ärztliches Attest hast. Nun gut, hoffentlich reicht das. Du mußt dir leider darüber klar sein, daß dir das keiner verbindlich im voraus wird sagen können und es hier immer unliebsame Überraschungen geben kann.

Eigentlich ist also die Unterschrift unter den Änderungsvertrag und nicht eine eventuelle spätere Kündigung zum selben Termin das Wesentliche bei dir. Die versicherungspflichtige Tätigkeit wird ja durch den Änderungsvertrag zum 31. März sowieso beendet. Daran würde auch eine zusätzliche Kündigung nichts mehr ändern. Du bist - anders als ein ALG II-Empfänger - nicht verpflichtet, jede mögliche zusätzliche Verdienstmöglichkeit auszunutzen.

Grundsätzlich rate ich aus den geschilderten Gründen immer dazu, nicht selbst zu kündigen, sondern sich krankschreiben zu lassen und das Kündigen dem Arbeitgeber zu überlassen (mein erster Beitrag). Ich denke jetzt aber aufgrund dieser Besonderheit bei dir, daß du hier doch zum 31. März ohne ZUSÄTZLICHES Risiko (zu dem, welches du durch die Änderungsvereinbarung ohnehin schon hast), kündigen könntest.

Das hat aber mit der Höhe des ALG selbst und dessen Bemessung nichts zu tun.

Du solltest aber dennoch versuchen, solange wie möglich lückenlos, auch über Wochenenden und Feiertage, krankgeschrieben zu bleiben, bist du völlig gesund bist. Das Krankengeld wird dann auch über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus gezahlt und ist höher als das ALG. Du könntest hier bis zu 72 Wochen KG (6 Wochen Lohnfortzahlung bereits abgezogen) und danach 24 Monate ALG beziehen, falls du keine zumutbare Stelle findest.

Im Falle einer Kündigung mußt du dich unverzüglich (Frist von drei Tagen) arbeitssuchend melden, was du aber schriftlich erledigen kannst. Dabei weist du gleich auf deine bestehende Krankschreibung hin. Persönlich arbeitslos melden mußt du dich erst am ersten Öffnungstag der Arbeitsagentur nach Ende deiner Krankschreibung. Solange hast du mit der Arbeitsagentur nichts zu tun, da du für diese nicht verfügbar bist.

Wichtig: Verlasse dich bitte nicht auf meine persönliche Meinung, sondern hole andere Meinungen ein, gerade was diese geschilderte Sondersituation bei dir (Änderungsvertrag plus eventueller Kündigung) angeht.

Alles Gute nochmals, und denk an deine Gesundheit!
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Alt 10.02.2013, 22:55   #7
Anna B.
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Standard AW: Krankengeld - Kündigung - ALG

Hallo,

lass dich unbedingt von deiner HA über den 18.2. hinaus krank schreiben...

ich werde seit 2007 von meinem HA Krank geschrieben..

bin in fachärztlicher Behandlung bei anderen 3 Ärzten, deren Berichte gehen an meinen HA und der schreibt mich dann weiter au...

Fachärzte sträuben sich oft und wenn der sich auch sträubt und du dann erst am 19.2. wieder zum HA kommst..um weitere au zu holen..dann fehlt dir womöglich ein Tag...

bitte drauf achten, dass auf den AU-Bescheinigungen auch "Folgebescheinigung" steht...bitte in "einem Fall"..niemals AU-Bescheinigungen vom Arzt mitnehmen, auf denen "Erstbescheinigung" steht..

auch nicht nach REHA oder Krankenhaus...
__

Gruß
Anna

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Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.02.2013, 23:26   #8
Reha1
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Reha1
Standard AW: Krankengeld - Kündigung - ALG

Nicht alleine kündigen, warum überhaupt? jetzt bist du krank, du lässt dich jetzt weiterhin krank schreiben, je länger desto besser für dich!
Wenn dein Arbeitgeber anruft oder dir ein Brief schreibt und dich auffordert zu kündigen, schreibe zurück /mache alles schriftlich u kopiere es für dich/ das du krank bist auf unbestimmter Zeit und das du momentan gesundheitlich nicht in der Lage bist, solche Entscheidungen zu treffen, z.B. die Kündigung.

Wenn du jetzt mit Minijob anfängst und in ca.einem Jahr Arbeitslosengeld beziehst, bekommst du viel,viel weniger ALG als wenn du dich jetzt ein Jahr krank schreibst und dann arbeitslos bist!
Wenn du einen guten Hausarzt hast, der kann dich dann immer krank schreiben, auch wenn die Diagnose eine Psychiatrische ist, z.B. Depressionen oder Bournout.
Alles Gute
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Alt 10.02.2013, 23:31   #9
Reha1
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Standard AW: Krankengeld - Kündigung - ALG

Hallo Anna,
wahnsinn, bist so lange krank geschrieben, warum bekommst du keine Rente? Oder ist die abgelehnt?
Du hast alles richtig geschrieben! - für Erdmänchen.
Er soll sich einfach krank schreiben und dann mit der Zeit, kommt der Rat!
lg
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Alt 10.02.2013, 23:56   #10
Malus
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Standard AW: Krankengeld - Kündigung - ALG

Ich kann gut verstehen, daß erdmännchen den Glauben an das Gute verloren hat. Um so hinterhältig und gemein gegenüber einem wirklich langjährigen Mitarbeiter vorzugehen, braucht es schon eine ganze Menge an Rücksichtslosigkeit, Gewissenlosigkeit, Skrupellosigkeit.

Von einem großen Konzern, wo der Personalentscheider diejenigen, über deren Zukunft er entscheidet, oft gar nicht persönlich kennt, erwartet man ja fast nichts anderes, aber bei einer kleinen Klitsche, in der man jahre-, im Falle des Ex-Chefs sogar jahrzehtelang eng miteinander gearbeitet hat, überrascht das dann doch.

Auch wenn ich mich immer wieder frage, wo die Elos dieses Forums die Ärzte finden, die sie über Monate hinweg oder sogar länger als ein Jahr krankschreiben, wünsche ich erdmännchen, daß sie so einen Arzt findet. (Oder er, aber irgendwie habe ich das Gefühl, daß "er" eine "sie" ist.)
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Alt 11.02.2013, 00:24   #11
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erdmännchen
Standard AW: Krankengeld - Kündigung - ALG

Hallo an alle für eure Tipps.
Wenn ich alles bisher richtig verstanden habe, so bekomme ich - sofern ich weiter arbeitsunfähig krank geschrieben bin - auch über den Beendigungszeitpunkt 31.03. hinaus weiterhin Krankengeld (selbst dann, wenn ich selbst kündigen würde).

Den Minijob ab 01.04. wollte ich sowieso nicht anfangen, da ich ja hoffe, weiterhin krankgeschrieben zu werden. Die momentane Diagnose lautet "schwere depressive Episode". Hier hab ich nur das Problem, dass im Gegensatz zu Dir, liebe Anna B., mich meine Hausärztin nicht alleine länger krankschreibt, sie sagt, sie dürfe das nicht und bekäme Schwierigkeiten mit der Krankenkasse, es müsste dann schon ein Facharzt sein, der mich weiter krankschreibt. Deshalb auch der Termin bei der Psychiaterin.

Wenn ich dann Ende Febr. zum 31.03. mein Arbeitsverhältnis selbst kündige: Kann ich dies auch per Email tun, wenn ich ohnehin darauf hinweisen muss, dass ich noch weiterhin krankgeschrieben bin?

LG erdmännchen (Betty)
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Alt 11.02.2013, 00:26   #12
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erdmännchen
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Sorry,

natürlich wollt ich sagen: Hallo an alle UND DANKE FÜR EURE TIPPS
- bin einfach total durcheinander und fertig.
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Alt 11.02.2013, 09:12   #13
gurkenaugust
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Standard AW: Krankengeld - Kündigung - ALG

Zitat von erdmännchen Beitrag anzeigen
Wenn ich alles bisher richtig verstanden habe, so bekomme ich - sofern ich weiter arbeitsunfähig krank geschrieben bin - auch über den Beendigungszeitpunkt 31.03. hinaus weiterhin Krankengeld (selbst dann, wenn ich selbst kündigen würde).
Ja, richtig. Achte aber wie erwähnt unbedingt darauf, daß die Krankschreibungen sich lückenlos aneinander anschließen, also auch Wochenend- und Feiertage erfaßt sind.

Zitat von erdmännchen Beitrag anzeigen
Den Minijob ab 01.04. wollte ich sowieso nicht anfangen, da ich ja hoffe, weiterhin krankgeschrieben zu werden. Die momentane Diagnose lautet "schwere depressive Episode". Hier hab ich nur das Problem, dass im Gegensatz zu Dir, liebe Anna B., mich meine Hausärztin nicht alleine länger krankschreibt, sie sagt, sie dürfe das nicht und bekäme Schwierigkeiten mit der Krankenkasse, es müsste dann schon ein Facharzt sein, der mich weiter krankschreibt. Deshalb auch der Termin bei der Psychiaterin.
"Dürfen" darf das deine Hausärztin sehr wohl. Was sie tatsächlich sagen will: sie hat Angst vor einem Konflikt mit der KK und will die damit verbundene Arbeit nicht haben. Bei längerem Krankengeldbezug gehen die KK vermehrt dazu über, die Krankschreibung nachzuprüfen (beliebte Methode: Aktenlagegutachten des medizinischen Dienstes). Hier ist Engagement und Stehvermögen des behandelnden Arztes verlangt. Sollte dir deine KK mitteilen, daß du nach deren Unterlagen wieder arbeitsfähig seist, müßtest du umgehend handeln.

Zitat von erdmännchen Beitrag anzeigen
Wenn ich dann Ende Febr. zum 31.03. mein Arbeitsverhältnis selbst kündige: Kann ich dies auch per Email tun, wenn ich ohnehin darauf hinweisen muss, dass ich noch weiterhin krankgeschrieben bin?
Nein, weil Kündigungen eines Arbeitsvertrages vom Gesetz her schriftlich zu erfolgen haben, also Brief mit eigenhändiger Unterschrift erforderlich. Auch ein Fax würde hier nicht ausreichen. E-Mail ist wegen der Problematik des Zugangsnachweises ohnehin nicht immer das beste Mittel. Du solltest den Brief daher rechtzeitig per Einwurfeinschreiben schicken oder durch Boten überbringen lassen. Entscheidend ist der rechtzeitige Zugang bei der Gegenseite, den du im Zweifel nachweisen mußt.
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Alt 11.02.2013, 10:32   #14
Anna B.
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Standard AW: Krankengeld - Kündigung - ALG

Hallo,

wie gesagt, ich würde nicht kündigen...

auf gar keinen Fall....mach das erst mit der Krankschreibung...

das was Gurkenaugust geschrieben hat, ist m.E. zwingend zu beachten...

und natürlich auch das Stehvermögen mancher Ärzte...läßt einen den Kopf schütteln..
natürlich kann der oder die dich weiter au schreiben...hat nur keinen Bock auf den Schreibkram und die Rechtfertigung die damit verbunden sein kann...

im übrigen ist meine Rente abgelehnt und ich befinde mich im Klageverfahren..
Klage läuft seit 2/2010..!!!
3 Jahre..!!
__

Gruß
Anna

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Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2013, 00:27   #15
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erdmännchen
Standard AW: Krankengeld - Kündigung - ALG

Hallo, an alle, die mir bisher so nett geantwortet haben:

Ich habe gestern beim VDK angerufen und auch dort meine Situation geschildert. Man hat mir eindringlich geraten - wie ihr auch bereits - auf KEINEN Fall selbst noch zu kündigen. Nach der Vereinbarung läuft mein normales Arbeitsverhältnis ohnehin am 31.03. aus und ginge als 400 € - Job ab 01.04. weiter. Und da ich ohnehin noch psychisch und körperlich total am Boden bin, werde ich wohl auch noch über einen längeren Zeitraum arbeitsunfähig krank sein. Derzeit läuft noch bis Anf. März die 6-Wo. Lohnfortzahlung, erst danach stünde ich wieder im KG-Bezug und hoffe, auch nach dem 31.03. keine Schwierigkeiten zu haben, weiterhin Krankengeld zu bekommen. Das ist ja auch das, was ihr mir alle geraten habt.
Ich lese weiterhin fleißig im Forum.
Erst mal vielen Dank an euch
und LG, erdmännchen
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