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Alt 02.02.2013, 01:48   #1
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Planlos69
Standard Frage nach Krankheiten bei der ARGE

Hallo,

kurze Frage:

wenn ein Vermittler oder Fallmanager frägt was man für Krankheiten bzw. Einschränkungen hat, muss man ihm alle Krankheiten sagen ? Kann man was weglassen ? Oder ist es sogar besser alles anzugeben ?
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Alt 02.02.2013, 04:58   #2
Domino
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Standard AW: Frage nach Krankheiten bei der ARGE

Krankheiten und Diagnosen gehen denen nichts an.
Höchstens die Einschränkungen, die diese Krankheiten mit sich bringen.

Sie sollen Dich zum ärztlichen Dienst schicken, der Deine Leistungsfähigkeit feststellt.

Aber auch dann darauf achten, dass im Gutachten keine Diagnosen stehen.
Das Gutachten besteht aus Teil A und Teil B.

Das Jobcenter darf nur Teil B vom Amtsarzt bekommen, in dem die Einschränkungen stehen.

Teil A geht denen nichts an, da dort auch die Diagnosen drinstehen.
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Alt 03.02.2013, 13:31   #3
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Standard AW: Frage nach Krankheiten bei der ARGE

Zitat von Domino Beitrag anzeigen
Krankheiten und Diagnosen gehen denen nichts an.
Höchstens die Einschränkungen, die diese Krankheiten mit sich bringen.

Sie sollen Dich zum ärztlichen Dienst schicken, der Deine Leistungsfähigkeit feststellt.

Aber auch dann darauf achten, dass im Gutachten keine Diagnosen stehen.
Das Gutachten besteht aus Teil A und Teil B.

Das Jobcenter darf nur Teil B vom Amtsarzt bekommen, in dem die Einschränkungen stehen.

Teil A geht denen nichts an, da dort auch die Diagnosen drinstehen.

Hallo,

danke für deine Antwort. Muss man da nicht eine entbindung der ärztlichen Schweigepflicht unterschreiben ? Dann könnten die doch dem Amt auch die Diagnosen mitteilen ? Oder verstehe ich hier etwas falsch ?
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Alt 03.02.2013, 13:34   #4
Lernfähiger
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Standard AW: Frage nach Krankheiten bei der ARGE

Hallo..zu1. Nein musst du nicht ist freiwillig...2.amt bekommt nur Diagnose vom Amtsarzt...
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Alt 03.02.2013, 13:41   #5
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Planlos69
Standard AW: Frage nach Krankheiten bei der ARGE

@Lernfähiger

Vielen Dank für deine Antwort. Dann hatte ich wohl wirklich was falsch verstanden. Wenn es um etwas psychisches gehen würde. Dann wäre es zB. sicherlich besser wenn man vorher schon selber irgendwo in Behandlung wäre bevor die einen zum Amtsarzt schicken oder ? Oder würde es reichen das man einfach davor schon ne Diagnose von einem eigenem Arzt hat - also ohne Behandlungstherapie ?
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Alt 03.02.2013, 13:41   #6
Anna B.
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Standard AW: Frage nach Krankheiten bei der ARGE

Hallo,

die Informationen über deine Erkrankungen sowie Befunde und ärztliche Berichte bekommt lediglich der ärztl.Dienst der Arbeitsagentur..

wenn ein Gutachten in Auftrag gegeben wird..

er bekommt die Unterlagen aber nur dann, wenn du Schweigepflcihtentbindungen unterschreibst..

Schweigepflichtentbindungen sind freiwillig, Gesundheitsdaten unterliegen dem Sozialdatenschutz und nach § 35 SGB I muss man solche Daten nicht freigeben..

wenn du für eine Begutachtung deine Daten freigibst und der ärztl..Dienst ein Gutachten nach Aktenlage oder körperlich durchführt, dann erstellt er ein schriftliches Gutachten..
dieses Gutachten besteht aus zwei Teilen...

Teil A und Teil B

Teil A enthält medizinische Informationen sowie Diagnosen, Teil A verbleibt unter Verschluß beim ärztl.Dienst

Teil B enthält die sozialmedizinische Beurteilung: z.B. infolge einer Minderbelastbarkeit des Rückens kann Frau A. nur noch leichte Tätigkeiten im Rahmen....ausüben.
Sie darf weder über 10kg heben, noch leitern oder Gerüste besteigen..
usw. usw...

Diesen Teil B enthält dann der SB, der die sozialmedizinische Begutachtung angefordert hat.
Teil B wird dir dann auch im pers. Gespräch mit dem Vermittler eröffnet..

du solltest aber, bevor du dann zu einem Termin mußt, unbedingt Akteneinsicht nach § 25 SGB, beantragen (für Teil A und Teil B) damit du weißt, was überhaupt drin steht..und vor allen Dingen drauf achten, dass in Teil B tatsächlich keine Diagnosen aufgeführt sind...


hier zu
§ 25 SGB X Akteneinsicht durch Beteiligte - dejure.org

sowie
§ 35 SGB I Sozialgeheimnis
hier insbesondere Absatz 3...

sollte dich dein Vermittler nach Diagnosen fragen, bist du berechtigt, keine Angabe zu machen...
Wenn du bestimmte tätigkeiten nicht ausüben kannst, dann mußt du dem Vermittler allerdings sagen, dass du diese Tätigkeiten nicht ausüben kannst, weil du eine Erkrankung hast und er solle doch ein Gutachten veranlassen..
ob er das dann machen wird, sei dahingestellt...
__

Gruß
Anna

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Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2013, 13:48   #7
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Standard AW: Frage nach Krankheiten bei der ARGE

Zitat von Anna B. Beitrag anzeigen
Hallo,

die Informationen über deine Erkrankungen sowie Befunde und ärztliche Berichte bekommt lediglich der ärztl.Dienst der Arbeitsagentur..

wenn ein Gutachten in Auftrag gegeben wird..

er bekommt die Unterlagen aber nur dann, wenn du Schweigepflcihtentbindungen unterschreibst..

Schweigepflichtentbindungen sind freiwillig, Gesundheitsdaten unterliegen dem Sozialdatenschutz und nach § 35 SGB I muss man solche Daten nicht freigeben..

wenn du für eine Begutachtung deine Daten freigibst und der ärztl..Dienst ein Gutachten nach Aktenlage oder körperlich durchführt, dann erstellt er ein schriftliches Gutachten..
dieses Gutachten besteht aus zwei Teilen...

Hallo Anna,

danke auch an dich. Was ich nicht 100% verstehe:
wie ist der von mir zitierte Teil gemeint ? Also wenn ein Gutachten vom Amtsarzt angefordert wird kann ich eine Schweigepflichtserklärung unterschreiben aber muss nicht ? Sprich das der Amtsarzt das nur bekommt wenn ich die Schweigepflichtsentbindung unterschreibe ? Was macht der Amtsarzt wenn ich das nicht unterschreibe ? Eine eigene Diagnose ? Was ist hier eher vom Vorteil ? Kann einer vom Amt es irgendwie als mangeldne Mitwirkung auslegen wenn man die Schweigepflichtsentbindung nicht unterschreibt ? Eventuell hatte hier jemand ja schon irgendwie sowas hier ?
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Alt 03.02.2013, 14:05   #8
Anna B.
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Standard AW: Frage nach Krankheiten bei der ARGE

Hallo,

wenn du keine Schweigepflichtentbindungen unterschreibst, dann muß der Amtsarzt "eigene Erkenntnisse" treffen...

steht auch so in den Ausführungen zur Begutachtung drin...

http://www.arbeitsagentur.de/zentral...e-Anlage-1.pdf

insbesondere Punkt:

3.2.6

da steht drin, wenn keine Aktenbegutachtung möglich ist (wenn du ncihts lieferst) das dann eine persönliche Begutachtung durchgeführt werden muß..

dazu kannst du dann ja anbieten, dass du ärztl.Befunde zur An- und Einsicht mitnehmen wirst..

und da sei dann schlau und selektiere die Befunde vor....wenn es Befunde gibt, die für dich nicht sprechen, würde ich die nicht mitnehmen..

Beispiel bei mir:

ich hab einen Rentenantrag laufen, der im 1. Anlauf abgelehnt wurde...

dieses Gutachten, aufgrund dessen die Ablehnung ausgesprochen wurde, interessierte den SB bei meiner Afa brennend...
denn damit hätte er den Arzt beauftragen wollen, ein Aktengutachten anzufertigen...
da ich aber gegen die Entscheidung der DRV Klage eingereicht habe, kann das Gutachten nicht Grundlage sein für eine sozialmedizinische gerechte Beurteilung...ergo hab ich die Schweigepflcihtentbindungen verweigert...

und zu einem Gutachten haben sie mich nicht vorgeladen...

du mußt also genau überlegen, was in deinem Fall an Unterlagen zur Begutachtung mitzubringen ist..

wenn du was schriftliches von denen bekommst, dann stelle es hier ein und dann lesen wir gemeinsam....

jetzt mach dich frei von allen negativen Gedanken, geniesse den Sonntag...
__

Gruß
Anna

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Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2013, 17:13   #9
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Planlos69
Standard AW: Frage nach Krankheiten bei der ARGE

@Anna

Vielen Dank erneut für deine Antwort. Wenn man zB. bei einem Arzt war und der sagt zB. "Sie haben das bzw. das". Wie kann man das dem Amt verklickern ? Dazu braucht es dann ein richtiges Gutachten oder ? Das kann ja bei psychischen Sachen länger dauern oder ?

Und damit: "jetzt mach dich frei von allen negativen Gedanken, geniesse den Sonntag.."

hast du eigentlich sehr recht :-)

Danke nochmal
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