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Alt 30.04.2007, 17:14   #1
Debra
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Registriert seit: 24.03.2007
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Beiträge: 2.935
Debra
Standard Merkwürdigkeiten bei Bewerbungen

Seit der Einführung von HartzIV habe ich festgestellt, dass das mit den Bewerbungen nicht mehr so läuft wie noch im Jahr 2004 oder 2001. Früher wurde ich wenigstens sofort zurückgerufen und zweimal konnte ich auch sofort anfangen zu arbeiten.

Seit HartzIV verschicke ich 10 Bewerbungen pro Monat, doch meistens passiert Folgendes:
  • Ich bekomme am nächsten Tag einen Brief mit der Bitte, mich noch zu gedulden, da so viele Bewerbungen eingegangen seien. Meistens bekomme ich dann nach mehreren Wochen eine Absage.
  • Bei ZA werde ich eingeladen, dann ist aber der Job, auf den ich mich beworben habe, schon weg, man nimmt mich aber auf in den Bewerber-Pool und dann höre ich ... wochenlang nichts. Manchmal kommt nach Monaten eine Nachfrage, ob ich noch zur Verfügung stehe. Bei einer ZA z.B. nach einem! Jahr. Ich bin also bei vielen ZA immer noch im Bewerber-Pool.
  • Ich bekomme meine Mappe überhaupt nicht zurück und höre nie mehr etwas.
  • Ich bekomme nach einem halben oder Dreiviertel Jahr erst meine Mappe zurück.
  • Ich bekomme meine Mappe nach ein paar Tagen zurück, mit dem Hinweis, dass die Stelle schon besetzt wurde, obwohl sie immer noch auf der Internet-Seite der Agentur f. Arbeit auftaucht.
  • Ich bekomme nach sechs! Wochen eine Einladung per Telefon, mit dem Hinweis, ich sei die "Erste", die man jetzt anruft (Stellenangebot ist ebenfalls immer noch auf der Internetseite der Agentur f. Arbeit).
Was ist da bloß los?
Debra ist offline  
Alt 30.04.2007, 18:46   #2
Bruno1st->Emailproblem
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Beiträge: 3.726
Bruno1st
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Zitat von Debra Beitrag anzeigen
Seit der Einführung von HartzIV habe ich festgestellt, dass das mit den Bewerbungen nicht mehr so läuft wie noch im Jahr 2004 oder 2001. Früher wurde ich wenigstens sofort zurückgerufen und zweimal konnte ich auch sofort anfangen zu arbeiten.

Seit HartzIV verschicke ich 10 Bewerbungen pro Monat, doch meistens passiert Folgendes:
  • Ich bekomme am nächsten Tag einen Brief mit der Bitte, mich noch zu gedulden, da so viele Bewerbungen eingegangen seien. Meistens bekomme ich dann nach mehreren Wochen eine Absage.
08/15 Reaktion - Brief ist billiger wie Mappe zurückschicken
  • Bei ZA werde ich eingeladen, dann ist aber der Job, auf den ich mich beworben habe, schon weg, man nimmt mich aber auf in den Bewerber-Pool und dann höre ich ... wochenlang nichts. Manchmal kommt nach Monaten eine Nachfrage, ob ich noch zur Verfügung stehe. Bei einer ZA z.B. nach einem! Jahr. Ich bin also bei vielen ZA immer noch im Bewerber-Pool.
die inserieren auf Vorrat und leben vom Datenbestand - wenn du aber zu lange drin bist, ist das auch wieder negativ
  • Ich bekomme meine Mappe überhaupt nicht zurück und höre nie mehr etwas.
die Mappen werden sicher auf dem Flohmarkt verkauft oder die ZA Firma gibt es nicht mehr
  • Ich bekomme nach einem halben oder Dreiviertel Jahr erst meine Mappe zurück.
immerhin komt noch etwas zurück - vermutlich unbrauchbar
  • Ich bekomme meine Mappe nach ein paar Tagen zurück, mit dem Hinweis, dass die Stelle schon besetzt wurde, obwohl sie immer noch auf der Internet-Seite der Agentur f. Arbeit auftaucht.
bei AA Angeboten immer erst anrufen, spart beiden Seiten Zeit und Kosten - die AA läßt eine einmal gefundene Stelle gerne stehen, weil damit eine freie Stelle vorgegaukelt werden kann
  • Ich bekomme nach sechs! Wochen eine Einladung per Telefon, mit dem Hinweis, ich sei die "Erste", die man jetzt anruft (Stellenangebot ist ebenfalls immer noch auf der Internetseite der Agentur f. Arbeit).
die "Erste" ? nach welchen Vorgaben - nach der Kaffeepause ? vom dritten Stapel ? damit soll dir eine Chance suggeriert werden und Stress geschaffen werden - ist wie bei Kaffeefahrten wo es nur einmalige Angebote gibt

Was ist da bloß los?
typisch Bürokratie die nun auch die Wirtschaft übernommen hat

vergeude deine Zeit nicht damit das verstehen zu wollen - da kommt kein normaler Mensch dahinter, das Risiko in der Klapse zu landen ist zu groß und in ganz schlimmen Fällen wird man noch ARGE Geschäftsführer :-)))
__

viele grüße bruno (human being uLtd.)
Politik/Bürokratie : Wir machen alles, außer ehrlich!
über € 25.000 Schaden an ALG-II durch meine ARGE und über € 12.000 durch die FM - Großer showdown auf meiner Webseite - Typisch Politiker/Beamter... - ÜBERFÜHRT ! Mal sehen, wie es mit diesem eher christlichen Politiker und Beamten nun weitergeht * Bitte Webseite weitergeben - danke
* "Politik lügt, ARGE betrügt, Bürokratie mordet" * Die Würde des Menschen war unantastbar! vor HartzIV *
Bruno1st ist offline  
Alt 01.05.2007, 19:25   #3
Debra
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Debra
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die "Erste" ? nach welchen Vorgaben - nach der Kaffeepause ? vom dritten Stapel ?

Oh Mann, das hätte ich sie echt fragen sollen.

Ich war jedenfalls sehr verwundert, dass die nach Wochen anrufen. Ich glaub, die haben erst mal alle 500 Mappen durchgesehen und rufen jetzt erst Kandidaten an. Wahrscheinlich suchen die nicht zum SOFORTIGEN Eintritt und können sich somit ein bißchen Zeit lassen.

Aber worauf ich eigentlich hinaus wollte ist, dass diese langen Zeiträume bis da irgendeine Resonanz kommt, es erst seit HartzIV gibt. Und ich glaube, dass hat mit den Millionen EGVs zu tun und weil nun Millionen Arbeitslose sich bewerben MÜSSEN - auch bei Jobs, die sie vielleicht gar nicht wirklich wollen, aber sie müssen ja ihre 10 oder 15 Bewerbungen pro Monat zusammenkriegen. Anders kann ich mir diese langen Wartezeiten nicht erklären.

Wie sind da Eure Erfahrungen im Vergleich zu früher?
Debra ist offline  
Alt 01.05.2007, 19:58   #4
burki
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burki
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Hi,
Zitat:
Wie sind da Eure Erfahrungen im Vergleich zu früher?
nunja, es hängt auch vieles davon ab, in welchen Bereichen Di Dich als was bewerben tust.
Meine Erfahrung im Vergleich von "heute" zu z.B. 1992-1994.
Damals war die Arbeitsmarktlage eher noch etwas angespannter als heute und viele Firmen (hatte gerade mein Studium abgeschlossen) m.E. noch deutlich arroganter als heute, d.h. auf vielleicht etwa 10% aller meiner Bewerbungen (waren sicher deutlich über 500) gabs überhaupt eine Reaktion.
Heute (d.h. eigentlich erst seit Ende letzten Jahres): Deutlich schnellere Reaktionszeiten, ausser bei staatlichen Behörden.
Relativ viele Vorstellungsgespräche, doch dafür z.T. aberwitzige Vorstellungen seitens der Arbeitgeber, d.h. ewig lange Vorstellungsgespräche (bei mir im Durchschnitt etwa 3-4 h, d.h. war auch schon - nur Vorstellungsgespräch! - knapp 8 h dabei), immer häufiger Tests, Probearbeiten, unverschämte Gehaltsvorstellungen...
Ob Hartz IV (ok, bin vielleicht von der Ausbildung her kein typischer) für diese Veränderung verantwortlich ist, glaube ich nicht unbedingt.
Habe bei einigen Firmen auch nachgefragt, wieviel sich nun auf die entsprechende Stelle beworben hätten und der eindeutige Tenor war, dass es momentan deutlich weniger (etwa im Verhältnis 10-40 zu 200-300) sind, als z.B. vor einem Jahr.
Nur: Viele Firmen scheinen panische Angst davor zu haben, den "falschen" Mitarbeiter einzustellen.
Gruss
burki
burki ist offline  
Alt 01.05.2007, 20:22   #5
Debra
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Beiträge: 2.935
Debra
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Hi,
bei mir haben sich auch die Vorstellungsgespräche geändert. Meistens muss ich zwei Vorstellungsgespräche einplanen, dazu kommt häufig ein Test. Oder Gespräche mit mindestens 4 Gesprächspartnern. Probearbeiten, so frech ist mir noch niemand bisher gekommen, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und unverschämte Gehaltsvorstellungen, so einen hatte ich auch dabei ... Auch entscheiden die sich nach Vorstellungsgesprächen nicht so schnell, von daher liegst Du da vielleicht richtig, dass die evtl. Angst haben, den "falschen" MA einzustellen.
Debra ist offline  
Alt 01.05.2007, 20:39   #6
angel6364
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Ist vielleicht eine gute Ergänzung zu Burkis Beitrag:
Auf der anderen Seite des Arbeitsmarktes, der schlecht qualifizierten, nehmen die Bewerbungen stark zu. Das verzögert die Bearbeitungsdauer schon sehr.
Und seit Hartz IV stehen Arbeitgeber vor einem neuen Problem: bei weitem nicht alle Bewerber wollen wirklich in dieser Firma arbeiten (weil der Job nicht den eigenen Berufswünschen entspricht, oder weil der Arbeitsplatz zu weit weg ist, oder aus anderen, durchaus nachvollziehbaren Gründen). Ein
Großteil der Bewerber handelt unter "Amtszwang", früher undenkbar.
Wie soll ein potentieller Arbeitgeber die nun rausfiltern, er will ja keine "unfreiwilligen" Mitarbeiter?
Das führt manchmal zu dämlichen Auslesemethoden und langen Wartezeiten (und zu hohen Kosten für die Unternehmen, die sich sicher deshalb manche teure Mappenrücksendung sparen).
Das eigentliche Problem sind aber diese Bewerbungsmappenfluten, vielen Dank, Du blödes Hartz IV.

Viele Grüße,
angel
 
Alt 01.05.2007, 20:42   #7
Bruno1st->Emailproblem
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Bruno1st
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Zitat von Debra Beitrag anzeigen
Hi,
bei mir haben sich auch die Vorstellungsgespräche geändert. Meistens muss ich zwei Vorstellungsgespräche einplanen, dazu kommt häufig ein Test. Oder Gespräche mit mindestens 4 Gesprächspartnern. Probearbeiten, so frech ist mir noch niemand bisher gekommen, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und unverschämte Gehaltsvorstellungen, so einen hatte ich auch dabei ... Auch entscheiden die sich nach Vorstellungsgesprächen nicht so schnell, von daher liegst Du da vielleicht richtig, dass die evtl. Angst haben, den "falschen" MA einzustellen.
ich sehe das eher so, daß kaum noch einer Entscheidungen treffen möchte/kann, bzw. dafür auch den Kopf hinhalten möchte.

Wir hatten mal so einen netten Spruch :
triffst du gener andere Leute ?
trinkst du gerne Kaffee ?
isst du gerne Donuts ?
möchtest du keine Verantwortung übernehmen ?
hast du Angst vor Entscheidungen ?
usw.....
dann veranstalte eine Konferenz.

Wenn ich heute mit meiner ersten Handwerksausbildung vergleiche, dann wußten die Chefs damals was sie wollten und was der Mitarbeiter können mußte - waren auch bereit dafür zu bezahlen. Ich habe meine Leute immer nur nach Bauchgefühl ausgesucht (auch fürf Kollegen) und es gab nur Schwierigkeiten, wenn es solche Typen nicht gab und man anhand von Ausschlußkriterien das kleinste Übel nehmen mußte.
Heute suchen die doch nur die flug-tauch-schwimmfähige eierlegende Wollmilchsau die noch eigenes Geld mitbringt aber natürlich nicht mehr können darf wie der jeweilige Chef (was verdammt schwer ist).
__

viele grüße bruno (human being uLtd.)
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Bruno1st ist offline  
Alt 01.05.2007, 21:15   #8
burki
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Beiträge: 401
burki
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Hi,
Zitat:
Heute suchen die doch nur die flug-tauch-schwimmfähige eierlegende Wollmilchsau die noch eigenes Geld mitbringt aber natürlich nicht mehr können darf wie der jeweilige Chef (was verdammt schwer ist).
eben, das sehe ich auch so...
Zudem darf der "Einsteiger" weder zu selbstbewusst noch zu fordernd (natürlich auch im finanziellen Bereich) sein.

Zitat:
Das eigentliche Problem sind aber diese Bewerbungsmappenfluten, vielen Dank, Du blödes Hartz IV.
wie schon gesagt: Das kann man IMHO so pauschal sicher nicht sagen.
Meine Erfahrung war (ja, ich habe ab 1.6. einen guten Job ), dass ARGE "Bermittlungsvorschläge" ausschliesslich (ok, vor 2 Jahren bekam ich einmal ein halbwegs auf mein Profil passendes, doch da hatte ich noch einen "richtigen" Fallmanager, der dann wohl seinen Hut nehmen musste) den "Stellen-Sumpf" an den Mann/Frau bringen mag, d.h. Stellen die für viele nicht attraktiv sind.
Dabei wird i.d.R. auch wenig auf das Profil der "Kunden" geachtet, was natürlich in einer zumeist sinnlosen Bewerbung endet.
Aber wie ich schon oben schrieb: Mir versicherten viele Firmen, dass die Anzahl der Bewerbungen pro Stelle drastisch zurückgegangen ist, was aber keineswegs heisst, dass man nun (s.o.) leichter an diese Stelle kommt.
Gruss
burki
burki ist offline  
Alt 02.05.2007, 00:54   #9
Nero
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Registriert seit: 06.03.2006
Beiträge: 5
Nero
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.
Nero ist offline  
Alt 02.05.2007, 01:00   #10
BG-0815
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Registriert seit: 25.04.2007
Beiträge: 20
BG-0815
Standard

.

kann ich nur bestätigen
aber du bist nicht der Nero alias yoko 2000 oder?
BG-0815 ist offline  
Alt 02.05.2007, 10:54   #11
Hetman
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Registriert seit: 15.11.2006
Ort: Berlin
Beiträge: 338
Hetman
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<<Probearbeiten, so frech ist mir noch niemand bisher gekommen, aber was nicht ist, kann ja noch werden.>>

dazu mal eine erfahrung, die ich bei meiner letzten vorstellung machen durfte:

auf den hinweis eines bekannten bewarb ich mich auf einer tankstelle hier in berlin, allerdings ohne zu wissen, worum es bei der tätigkeit dort tatsächlich ging.
Nach 3 wochen bekam ich tatsächlich eine einladung zu einem gespräch.
Ich fuhr hin und saß dann der geschäftsführerin und dem besitzer gegenüber, der das gespräch gleich mit der bemerkung einleitete, er suche nur leute, die wirklich arbeiten wollen.
Was das zu bedeuten hatte, wurde mir später immer klarer…
Ich erwiderte, ich wäre langes arbeiten gewohnt (im job vorher war eine 54 stunden woche die regel!), was ihn sichtlich froh stimmte. Jetzt dachte ich, wäre ein guter zeitpunkt zu fragen, worum es bei dem job überhaupt ging. Seine antwort:
Sie werden hier auf dem gelände der tankstelle jeden fahrzeughalter, der zum tanken kommt, anbieten, das sie das tanken für ihn übernehmen, den ölstand kontrollieren und die scheiben putzen. Stimmt der fahrzeughalter zu, werden sie, nachdem sie diese tätigkeiten ausgeführt haben, dem kunden ein kärtchen übergeben, auf denen steht, das der kunde für die zusatzleistung (!!! – ich dachte immer, das wäre service) an der kasse einen euro bezahlen KANN.
Auf meine rückfrage meinte er tatsächlich die bezahlung dieser leistung wäre eine „kann“, keine „muss“ bestimmung.
Nun ja, dachte ich, gut für den kunden…
Er übergab mir dann einen eingeschweißten zettel, auf dem genau dargelegt war, wie ich mich dem kunden zu nähern habe, wie ich das gespräch eröffne usw usw.
Alles in allem keine schwere tätigkeit, dachte ich und fragte nach der arbeitszeit.
Seine antwort verblüffte mich dann doch etwas, er meinte, am anfang müsste ich mit einer 10 stündigen arbeitszeit 6 tage die woche rechnen, wobei es auch mal vorkommen könnte, das ich auch sonntags antreten müsse.
ABER – dies wäre ja nicht für lange, er rechne damit das sich die arbeitszeit schon nach einem jahr auf 45 stunden (was auch im arbeitsvertrag stehen würde) einpegeln würde.
Hm, arbeiten soll ich also 60-70 stunden, im vertrag würden 45 wochenstunden stehen…
Natürlich wurde während des gespräches immer wieder hinweise auf arbeitswilligkeit eingestreut – ganz klar.
Mittlerweile hatte ich mir überlegt, dass ich dann mit fahrzeit & pausen locker auf 78 stunden/woche kommen würde (ohne den Sonntag), aber sicher würde dies ja dann gut honoriert werden und ich muss diesen job ja nicht für immer machen.
Daher fragte ich nach dem gehalt.
Also, meinte der freundliche herr von der tankestelle, die ersten 6 wochen, da müsse ich mal mit dem arbeitsamt reden, würde er es als praktikum ansehen, dh. es gäbe keinerlei geld von ihm, aber mein alg würde ja weiterlaufen, wenn das amt einverstanden wäre – und ich soll mir keine sorgen machen, die würden das schon bewilligen, wenn hinterher eine festanstellung winken würde.
Danach würde sich der verdienst auf 6 € die stunde belaufen, natürlich plus prämien.
Oh, dachte ich – prämien und fragte ihn, wie dieses prämiensystem denn aussehen würde.
Ganz einfach, meinte er, dafür wären die (oben erwähnten) karten da, diese würde mir selbstverständlich auf mein gehalt angerechnet und gute mitarbeiter würden schon so 40 bis 60 karten in der stunde loswerden…
Whow… - wer’s glaubt !!!
Aha, meinte ich, wenn ich also 10 kärtchen/stunde loswerde, heißt das für mich 16 €/ std. ?
Nein, meinte der nette herr, die ersten 40 karten sind für die firma…
Hm, also ab der 41. karte bekomme ich dann pro karte einen euro mehr in der stunde ?
Auch dies trifft nicht zu, ich würde ab der 41. karte prozente pro karte erhalten… als beispiel nannte er dann 5-10 %..., so genau wisse er das noch nicht (aber auf dem gelände turnte schon ein junger mann rum, raste zu den pkws, wenn sie auf den hof fuhren – was der wohl für prozente bekam ??).
Mittlerweile hatte ich mir mal so meine gedanken gemacht:
6 wochen unbezahlte einarbeitung
60-70 stunden die woche
einen arbeitsvertrag, in dem nur 45 stunden notiert sind
ein prämiensystem, das mir im besten fall 10 € täglich einbringen kann…
ich war regelrecht sprachlos, dass dieser typ sich nicht schämt…-
aber er setzte noch eins drauf – er meinte, obwohl die kunden die karten wegwerfen könnten, würde er 50 – 60 karten stündlich von mir erwarten.
jetzt stand ich auf, grinste ihn an und meinte, mir wäre jetzt alles klar…
dann bin ich gegangen.
Tja…
Hetman ist offline  
Alt 02.05.2007, 11:59   #12
Kerstin_K
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60 Karten je Stunde? Wann sollst Du denn da die Autos noch Tanken usw.?
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Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline  
Alt 02.05.2007, 12:10   #13
Bruno1st->Emailproblem
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Bruno1st
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Zitat von Hetman Beitrag anzeigen
aber er setzte noch eins drauf – er meinte, obwohl die kunden die karten wegwerfen könnten, würde er 50 – 60 karten stündlich von mir erwarten.
jetzt stand ich auf, grinste ihn an und meinte, mir wäre jetzt alles klar…
dann bin ich gegangen.Tja…
wieso eigentlich ? für mich sieht das nach einem netten arbeitsvertrag aus - wenn du den noch pressewirksam ausschlachtest, dann bietet dir der Ölkonzern sicher auch eine kleine Entschädigung an, falls du diese Pächtermethode nicht mehr erwähnst.
Außerdem könntest du sicher bei der ARAGE Kohle loseisen und der Tanke in den Rachen werfen. Denn du brauchst ja eine gewisse Einarbeitung bis man überall alles findet. Als Basis sollte ausreichen : die Blechkisten mit den 4 runden Dingern sind Autos - Cabrios kommen dann später dran.

Wenn das eine Tanke in der Nähe einer ARGE wäre, würde ich mir das überlegen

60 Karten pro Stunde mal 2 Mitarbeiter macht 120 Karten - rechnet man mal 5 Minuten pro Tankvorgang, dann bräuchte man 10 Zapfsäulen die kontinuierlich belegt sind. Und zwar Zapfsäulen vor denen ein Auto parken kann und nicht nur unterschiedliche Zapfpistolen.
Mein Fazir : IDIOTISCH und geldgierig hoch drei
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viele grüße bruno (human being uLtd.)
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Alt 03.05.2007, 11:44   #14
Hetman
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Hetman
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<<60 Karten pro Stunde mal 2 Mitarbeiter macht 120 Karten - rechnet man mal 5 Minuten pro Tankvorgang, dann bräuchte man 10 Zapfsäulen die kontinuierlich belegt sind. Und zwar Zapfsäulen vor denen ein Auto parken kann und nicht nur unterschiedliche Zapfpistolen.>>

oh ja, immerhin waren 8 zapfsäulen vorhanden, allerdings kamen in den 20 minuten wartezeit maximal 10 pkws auf den hof...- und das obwohl die tankstelle durchaus gut positioniert war.

<<60 Karten je Stunde? Wann sollst Du denn da die Autos noch Tanken usw.?>>
und du musst noch berücksichtigen, dass die bezahlung dieser karten freiwillig war - wenn von 60 verteilten karten nur 20 an der kasse angegeben werden bzw. wer weiss, wieviele die tante an der kasse wirklich einbucht, dann kannst du dir leicht austrechnen, wieviel du wirklich verdienst.
eine kontrollmöglichkeit, ob der kunde die karte wirklich abgegeben hat, bzw. ob die tante an der kasse die karte wirklich bucht, gab es nicht.
Hetman ist offline  
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