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Start > > -> Aussteuerung, ungekündigt, Nahtlosigkeit usw.

ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 25.09.2011, 19:42   #1
paikea74
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Aussteuerung, ungekündigt, Nahtlosigkeit usw.

Hallo,
ich bin seit Oktober 2010 durchgängig krank. Im März 2012 werde ich ausgesteuert und es ist nahezu unmöglich, daß ich bis dahin wieder arbeitsfähig sein werde.
Kündigen werde ich nicht, Auflösungsvertrag möchte ich mich auch nicht drauf einlassen.
Für mich greift dann ab März die Nahtlosigkeitsregelung, wenn ich das alles bisher richtig verstanden habe. Kann es denn passieren, daß mich so ein Gutachter von der AfA als arbeitsfähig einstuft, obwohl Kliniken (keine Rehaklinik, sondern ein Krankenhaus), ambulant behandelnde Ärzte usw. bisher das Gegenteil behaupten? ich kann definitiv nicht auf meine Arbeitsstelle zurück!! Das geht gar nicht. Aber mein Arbeitsort wird aufgelöst und mehrere neue Einrichtungen gebaut, in die ich dann versetzt werden müßte, wenn mein Arbeitsplatz an dem Ort nicht mehr zur Verfügung steht.

Ist es richtig, daß das AA im Rahmen der Nahtlosigkeit nur dann zahlt, wenn man einen Renten- oder Rehaantrag gestellt hat? Was ist denn, wenn ich eine bestimmte Rehaklinik möchte, aber schon jetzt weiß, daß diese ab Rehabewilligung ein Jahr Wartezeit hat? Zahlt dann das AA trotzdem so lange?
Was ist denn, wenn die Zeit der Nahtlosigkeitszahlung vorbei ist, aber noch keine entscheidung über Rente gefallen ist? Steht mir dann -vorausgesetzt ich würde mich dann kündigen lassen- noch Arbeitslosengeld zu, oder zählen die Zahlungen im Rahmen der Nahtlosigkeit als reguläres Arbeitslosengeld? Das kann ja eigentlich nicht sein, denn arbeitslos bin ich ja nicht ...... "nur" arbeitsunfähig.
Wie hoch ist das Geld, was man im Zuge von Nahtlosigkeit bekommt? 67% vom Gehalt? Vom Brutto, oder vom Nettogehalt? ich habe echt überhaupt keine Ahnung. Will aber auch noch keinen Renten- oder Rehaantrag stellen, sondern erst, wenn ich vom AA dazu aufgefordert werde, da ich eine gutes Krankenhaus gefunden habe, was mich behandelt, wenn es wieder ganz schlimm ist.
Ach so: Ich habe noch einen GdB von 50%, wobei ein Änderungsantrag gestellt wurde, da sich alles verschlimmert hat und noch eine körperliche Behinderung hinzu gekommen ist.

VG paikea
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Alt 25.09.2011, 23:10   #2
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
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Ort: Insel Rügen
Beiträge: 9.306
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Ausrufezeichen AW: Aussteuerung, ungekündigt, Nahtlosigkeit usw.

Hallo paikea74,

und herzlich willkommen im ELO!

Zitat:
Kündigen werde ich nicht, Auflösungsvertrag möchte ich mich auch nicht drauf einlassen.
Das solltest du auch nicht tun, da könnte es zu einer Sperre des ALG kommen, außerdem ist das nicht notwendig, um ALG nach der Aussteuerung in Anspruch zu nehmen.

Zitat:
Für mich greift dann ab März die Nahtlosigkeitsregelung, wenn ich das alles bisher richtig verstanden habe.
Ja, das hast du richtig verstanden, hast du den Bescheid mit dem konkreten Datum von der Krankenkasse schon bekommen ???

Dann solltest du dich damit (Kopie!) spätestens 3 Monate vor Ende der Krankengeldzahlung bei der AfA melden, das geht auch erst mal telefonisch, da du ja vorerst (wahrscheinlich) noch weiter krank bist.

Zitat:
Kann es denn passieren, daß mich so ein Gutachter von der AfA als arbeitsfähig einstuft, obwohl Kliniken (keine Rehaklinik, sondern ein Krankenhaus), ambulant behandelnde Ärzte usw. bisher das Gegenteil behaupten?
Ja, das KANN passieren, hat aber auf deine AU-Bescheinigung von den behandelnden Ärzten KEINEN Einfluß, du MUSST dich allerdings mit der (vom Amtsarzt) festgestellten "Restleistungsfähigkeit" der Vermittlung zur Verfügung stellen.

Zitat:
ich kann definitiv nicht auf meine Arbeitsstelle zurück!! Das geht gar nicht.
Das wirst du dann versuchen müssen dem Amtsarzt der AfA "beizubringen", zumindest solange du darüber KEINE Bestätigung (z.B.) aus einer Reha-Maßnahme der DRV vorweisen kannst.

Was du selbst oder deine Ärzte und/oder Kliniken dazu meinen ist bis dahin nicht ausreichend, das heißt auch die AfA KANN eine Wiedereingliederung in deine vorhandene Tätigkeit "anregen" , gut wäre es, wenn du dazu vielleicht ein Gutachten vom MDK der Krankenkasse hättest.

Das könnte den Amtsarzt der AfA vielleicht zum Nachdenken bringen, wennn da schon mal drinsteht, dass die letzte Tätigkeit NICHT mehr möglich ist.

Zitat:
Ist es richtig, daß das AA im Rahmen der Nahtlosigkeit nur dann zahlt, wenn man einen Renten- oder Rehaantrag gestellt hat?
Das hängt davon ab in welchem konkreten Rahmen dich der Amtsarzt arbeitsfähig sieht, bei ALG nach § 125 ist es allerdings meist erforderlich einen Reha- oder EM-Renten-Antrag zu stellen um den Anspruch aufrecht zu erhalten.

Zitat:
Was ist denn, wenn ich eine bestimmte Rehaklinik möchte, aber schon jetzt weiß, daß diese ab Rehabewilligung ein Jahr Wartezeit hat?
Dann solltest du diesen Antrag bereits VOR der Aussteuerung stellen, damit du noch einen Teil der Wartezeit über Krankengeld finanziert bist.
Diese Antragstellung weist du dann der AfA nach wenn du dort das ALG beantragst und dann sollte das KEIN Problem sein, dass dort auch auf den Beginn de Reha gewartet wird, ist das eine Klinik, die auch von der DRV anerkannt ist ???

Dann fällt eventuell auch dort die (VOR-) Entscheidung zu einer EM-Rente, womit sich ein Antrag darauf, wegen dem ALG nach § 125 zunächst erübrigt.

Zitat:
Zahlt dann das AA trotzdem so lange?
Die AfA zahlt NUR solange, wie du einen persönlichen Anspruch auf ALG aus deinen Beiträgen erworben hast, danach gibt es KEIN ALGI mehr, es kommt auch ein wenig auf dein Alter an.
Wenn die "74" für deinen Geburtsjahrgang steht, dann bekommst ALG höchstens für insgesamt 1 Jahr gezahlt.

Zitat:
Was ist denn, wenn die Zeit der Nahtlosigkeitszahlung vorbei ist, aber noch keine entscheidung über Rente gefallen ist?
Dann kannst bei "Bedürftigkeit" NUR noch ALG II (Harzt 4) beantragen, der Anspruch auf ALGI "verlängert" sich auch NICHT durch die Aufgabe deines Arbeitsverhältnisses.

ALGI nach Aussteuerung aus dem Krankengeld, ist eine Sonderregelung, ist dein persönlicher Leistungsanspruch erschöpft gibt es NIX mehr von der AfA, es handelt sich NICHT um langfristigen "Krankengeld-Ersatz" bis es mal eine Renten-Entscheidung gibt.

Zitat:
Steht mir dann -vorausgesetzt ich würde mich dann kündigen lassen- noch Arbeitslosengeld zu, oder zählen die Zahlungen im Rahmen der Nahtlosigkeit als reguläres Arbeitslosengeld? Das kann ja eigentlich nicht sein, denn arbeitslos bin ich ja nicht ...... "nur" arbeitsunfähig.
Doch, das KANN sein und das ist auch (leider) so, ich bin seit über 3 Jahren AU-bescheinigt krank, habe meinen Arbeitsplatz auch immer noch und bin jetzt seit Dezember letzten Jahres in H4 gelandet, weil mein EM-Renten-Antrag inzwischen am Sozialgericht ist.

Bin (vermutlich) schon Einiges älter als du und habe bis zu meiner aktuellen Dauer-AU fast 40 Jahre gearbeitet, trotzdem meint die DRV bisher noch immer, dass ich weiterhin Vollzeit arbeiten kann und deshalb KEINE EM-Rente bekomme.

Meine vorhandene Tätigkeit betreffend haben allerdings sogar deren Gutachter / Reha-Klinik bestätigt, dass ich das NICHT mehr machen KANN, ich soll mir mit 59 Jahren WAS ANDERES SUCHEN.

Zitat:
Wie hoch ist das Geld, was man im Zuge von Nahtlosigkeit bekommt? 67% vom Gehalt? Vom Brutto, oder vom Nettogehalt?
Die Höhe des ALG ist genauso, wie bei ALGI OHNE Nahtlosigkeit, das hat auf den Betrag keinen Einfluß, die ca. 67% (vom Netto-Gehalt) gibt es NUR mit Kind im Haushalt, OHNE Kind gibt es nur ca. 60% vom durchschnittlichen Netto.

Zitat:
Will aber auch noch keinen Renten- oder Rehaantrag stellen, sondern erst, wenn ich vom AA dazu aufgefordert werde,
Fürs Warten auf die Aufnahme in deine Wunschklinik könnte das sehr knapp werden.

Zitat:
da ich eine gutes Krankenhaus gefunden habe, was mich behandelt, wenn es wieder ganz schlimm ist.
Reha ist ja KEINE Akutbehandlung, da sollst du ja FITT gemacht werden für den Arbeitsmarkt und wenn das nicht (mehr) funktioniert, wird eventuell eine EM-Rente draus (Umdeutung des Reha-Antrages in einen EM-Renten-Antrag), darüber entscheidet aber NUR die DRV nach dem Reha-Klinik-Bericht.

Zitat:
Ach so: Ich habe noch einen GdB von 50%, wobei ein Änderungsantrag gestellt wurde, da sich alles verschlimmert hat und noch eine körperliche Behinderung hinzu gekommen ist.
Das solltest du bei der AfA mitteilen (wird ohnehin im Antrag erfragt) dann kommst du dort zur Betreuung in die Reha-Abteilung.

Das sollen speziell geschulte Mitarbeiter sein, was nicht immer heißt, dass man dort besser behandelt wird als in der "normalen" AfA- Vermittlung außerdem wird man dich sicher auch zum Integrationsamt schicken.

Eine Eigenkündigung solltest du da auf JEDEN Fall bleiben lassen und auch KEINEN Aufhebungsvertrag unterschreiben, als Schwerbehinderte KANN dich deine Firma nämlich nicht so einfach entlassen.

Für den EM-Renten-Antrag hat der GdB allerdings eher eine untergeordnete Bedeutung, es gibt Leute mit GdB 100, die Vollzeit arbeiten gehen, das ist für die EM-Rente also KEIN Ausschlag gebendes Kriterium.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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