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Start > > -> Verkettung ungünstiger Umstände führt dazu das ich nicht mehr krankenversichert bin

ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 16.08.2011, 15:05   #1
LesPaul->Emailproblem
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LesPaul
Rotes Gesicht Verkettung ungünstiger Umstände führt dazu das ich nicht mehr krankenversichert bin

Hallo euch allen.

Also, ich habe ein Problem und ersuche nun eure Hilfe. Die Geschichte ist ein wenig komplex aber ich werde mal versuchen alles so knapp und präzise wie möglich zu formulieren.

Ich bin unter 25 Jahre alt, führe seit gut zwei bis drei Jahren einen eigenen Haushalt (Single, keine Kinder) und bin zur Zeit nicht erwerbstätig, war es aber eigentlich immer.

Als ich das letzte mal arbeitslos geworden bin habe ich mir einen befristeten Job gesucht als Monteur. Das ging lediglich einen Monat. Es schien mir aber in Anbetracht der Alternativen (Zeitarbeit 6,40 brutto die Stunde, kennt sicher jeder. Und gerade keine Kohle in der Tasche) die bessere Lösung zu sein. Nun war auch alles kein Problem das Arbeitsamt hat auch alles abgenickt.

Nun habe ich in dem Zeitraum auf den ich auf Montage war es wohl versäumt mich auf einen Vermittlungsvorschlag des AA (irgendeine Zeitarbeitsfirma) zu bewerben. Keine Ahnung ob ich diesen Brief jemals bekommen habe oder ob ich ihn nur verschlampt habe. Nun so weit so schlecht.

Das AA hat mir schriftlich mit einer Sanktion gedroht weil ich das nicht getan habe. Dort stand drin das - sofern ich mich nicht dazu äußere - nach dem derzeitigen Wissensstand entschieden würde.

Ab diesen Punkt habe ich ein paar folgenreiche Entscheidungen geschlossen. Ich will nicht jammern oder mein Handeln rechtfertigen aber euch kurz erläutern was passiert ist.

Ich hab mir gedacht "Na gut, dann entscheide doch was du willst aber lass mich endlich in Ruhe." Habe also keine Stellungnahme abgegeben und eine eventuelle Sanktion hingenommen. Schon immer habe ich mir meine Arbeit gesucht, gefunden, jede Menge Steuern bezahlt und war auch sonst ein vorbildlicher Arbeitnehmer. Doch wenn ich mal arbeitslos geworden bin (auch wenn es nur ein paar Tage waren) wurde versucht mich mit aller Gewalt in Arbeit zu drängen. Das sieht bei uns so aus das die nette und kompetente Sachbearbeiterin in ihren Computer schaut und mir über 9000 (dramatisiert ) Stellen bei Zeitarbeitsfirmen für 6,40 die Stunde mitgibt. Nun kann ich aber auch selbst auf das Portal vom AA gehen und mir eins zu eins die gleichen Stellen raussuchen.

Naja hat halt alles keinen interessiert, Weiterbildung oder Sonstiges kommt auch nicht in Frage.

Daraufhin auch meine Trotzreaktion. Nicht richtig aber unter Umständen nachempfindbar.

Hab ich mir also selbst eine Stelle bei einer Zeitarbeitsfirma gesucht und auch bekommen, ein Tag bevor ich anfangen sollte wurde mir mitgeteilt ich solle auf Montage gehen für das gleiche Geld + Auslöse welches ich bekommen hätte wenn ich - wie vorher mündlich abgemacht - normal, also bei mir in der Nähe gearbeitet hätte. Hab ich freundlich aber bestimmt gesagt das ich mich getäuscht fühle und wie die netten Herren dieser Firma auf die Idee kommen würden das ich so etwas mit mir machen lasse. Daraufhin hab ich ne Kündigung bekommen die auf den ersten Tag datiert war an dem ich hätte beginnen können. Ad acta gelegt und vergessen. Kann ja mal passieren hab ich mir gedacht.

Dieser Arbeitgeber hat mich jedoch beim AA abgemeldet (ohne mein zutun oder sonst etwas). Wieso kann mich jemand fremdes bei meinem AA abmelden? Wozu gibts eine Veränderungsmitteilung wenn mich scheinbar Hinz und Kunz auch mit einem Telefonanruf abmelden können? Warum fragt das AA nicht mal nach meiner Zustimmung (die Sachbearbeiterin meinte heute "Das machen wir einfach so, wir nehmen an das es stimmt wenn ein Arbeitgeber jemanden abmeldet.)

Nun eine weiterer folgenreicher Fehler meinerseits. Ich habe versäumt dem AA mitzuteilen das ich dort nicht arbeite. Dachte ich hab ja eh ne Sanktion also was solls. Ausserdem dachte ich wenn mein Arbeitgeber mich abmelden kann, kann er ja zumindest mal anrufen und bescheid geben das dies doch nicht richtig ist (nach Aussage der Sachbearbeiterin geht das so herum aber nicht, er kann mich nur abmelden und nicht anmelden oder seine Mitteilung der Abmeldung als Fehler melden ^^)

Nun habe ich vom AA fast zwei Monate (meine längste Zeit arbeitslos) nichts gehört (aufgrund der Abmeldung), dachte allerdings es hätte damit zu tun das sie meine Bezüge gesperrt haben und nicht mit der Abmeldung.

Man kann sich denken was passiert ist, nach zwei(!) Monaten ruft die Krankenkasse bei mir an und fragt mal verstohlen nach ihrer Kohle. Hab ich leider nicht, Kühlschrank leer, Konto leer, Auto verkauft. Naja sie haben gesagt ich soll mir was einfallen lassen ich bin nicht mehr krankenversichert.

Also am nächsten Tag zum AA, nach einem unangenehmen Geplänkel sieht die Sache so aus: Ich habe einen Antrag für ALG 1 gestellt. Die Frau meinte ich habe keine Sanktion bekommen, ist nie etwas geschehen, alles mein Fehler (was ja auch nicht unbedingt falsch ist, allerdings machen sie es sich auch sehr einfach), ich bin weder rückwirkend krankenversichert noch jetzt im Moment, denn, ich würde eh gleich die nächste Sperre bekommen da ich die Arbeit ja quasi abgelehnt habe (obwohl ich mir den Job selbst gesucht habe und ja eh von einer längst greifenden Sanktion ausgegangen bin) ergo bin ich auch mindestens den nächsten Monat nicht krankenversichert (erster Monat der neuen Sanktion).

Irgendwelche Tipps? Ich weiß es ist viel zu lesen, leider hats nicht ganz so geklappt mit dem knapp und präzise aber ich mach das ja auch nicht jeden Tag. Momentan leb ich von 500 Tacken die von meinem Auto übrig geblieben sind, für Miete und Strom reichts noch den Monat, zu essen gibts Reis und Nudeln und zum Arzt wird halt nicht gegangen, leider hab ich gesundheitlich schon etwas was sich dringend mal ein Arzt anschauen sollte.

Als erstes werde ich in so ner Ausbeuterbude anfangen (so sehr es mich auch ärgert, nicht unbedingt wegen dem geringen Lohn sondern viel mehr aus idealistischen Gründen) um wenigstens krankenversichert zu sein. Aber wie schaut es rechtlich aus, darf das AA all das mit mir machen. Warum dürfen sie die Nachlässig- und Schlampigkeit in Extremform zelebrieren und wenn ich mal einen Zettel liegen lasse bricht meine ganze Existenz zusammen? Sind irgendwelche Sachen vielleicht so nicht korrekt wie sie mir vom AA angedroht werden?

Tat gut das mal runter zu schreiben, die Länge tut mir wirklich Leid

Also wer Informationen, Hilfen, Tipps, lustige Anmerkungen oder Arbeit hat, bitte melden. Danke!
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Alt 16.08.2011, 15:59   #2
gurkenaugust
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Standard AW: Verkettung ungünstiger Umstände führt dazu das ich nicht mehr krankenversichert b

Eine reichlich verworrene Situation. Ich versuche mal, sie zu "entdröseln", soweit ich sie verstehe.

1. Wir reden hier doch vom normalen ALG und der Arbeitsagentur, nicht wahr? "Sanktionen" gibt es dort nicht, es werden Sperrzeiten verhängt.

2. Ist dir bekannt, daß beim normalen ALG genau definierte Zumutbarkeitskriterien für die Bezahlung (§ 121 SGB III) existieren? Du mußt keinesfalls jeden beliebigen Vermittlungsvorschlag annehmen, wenn die Stelle erheblich schlechter bezahlt ist als deine vorherige.

3. Tu dir bitte einen Gefallen und erledige den weiteren Dialog mit der Arbeitsagentur nur schriftlich. Auf Herumgerede, was hinterher sowieso nicht nachweisbar ist, kannst du dich nicht verlassen.

4. Deinen Arbeitslosenstatus abmelden kannst nur du selbst, nicht der Arbeitgeber. Du hast dem Arbeitgeber ja vermutlich auch keine Vollmacht zu deiner diesbezüglichen Vertretung erteilt. Wenn die Firma der Arbeitsagentur mitteilt, daß du dort eine Beschäftigung aufgenommen hast, ist das lediglich ein Hinweis, dem die Arbeitagentur eventuell nachgehen muß (beispielsweise durch eine unverzügliche Rückfrage an dich).

5. Auch die Umstände der Kündigung durch die Firma scheinen etwas obskur. War das eine ordentliche oder außerordentliche Kündigung? Wurde sie schriftlich (Brief mit Unterschrift) erledigt? Wie auch immer, diese Beschäftigung hat von Anfang an nicht stattgefunden und ist jetzt erledigt. Ob deswegen eine Sperrzeit verhängt werden dürfte, erscheint mir fraglich. Die Täuschung durch den Arbeitgeber hinsichtlich wichtiger Tatsachen dürfte dich ohnedies zu einer unverzüglichen Kündigung berechtigt haben.

6. Ich denke, man muß es insgesamt so wohl so sehen, daß deine selbst gesuchte Beschäftigung niemals zustandegekommen ist und dein vorheriger Arbeitslosenstatus deshalb auch niemals durch Beschäftigungsaufnahme geendet hat, mit allen Konsequenzen. Hier also weiterer Anspruch auf ALG sowie Zahlung der Krankenversicherungsbeiträge.

Ich würde dies der Arbeitagentur so mitteilen und einen begründeten schriftlichen Bescheid verlangen, falls sie dies anders sehen. Mit mündlichem Bla-Bla kommst du nicht weiter, da können sie dir sonst was erzählen.
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Alt 16.08.2011, 16:24   #3
gast_
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Standard AW: Verkettung ungünstiger Umstände führt dazu das ich nicht mehr krankenversichert b

Les Paul, ist dir auch klar daß nun Schulden bei der Krankenkasse auflaufen, wenn du nicht krankenversichert bist?

Und halte dich bitte genau an den Rat von Gurkenaugust!

Zitat:
Nun habe ich in dem Zeitraum auf den ich auf Montage war es wohl versäumt mich auf einen Vermittlungsvorschlag des AA (irgendeine Zeitarbeitsfirma) zu bewerben. Keine Ahnung ob ich diesen Brief jemals bekommen habe oder ob ich ihn nur verschlampt habe. Nun so weit so schlecht.
Wenn ein Brief nicht ankommt, muß das Amt nachweisen können, daß du ihn erhalten hast - das für die Zukunft. Sonst dürfen sie keine Sperre verhängen.

Wann war denn das?
Viellleicht kann man da noch was machen?
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Alt 16.08.2011, 16:25   #4
LesPaul->Emailproblem
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LesPaul
Standard AW: Verkettung ungünstiger Umstände führt dazu das ich nicht mehr krankenversichert b

Vielen Dank gurkenaugust. Okay es heißt also Sperrzeit bei ALG, werde ich mir merken.

Ich werde auf jeden Fall in Zukunft alles schriftlich erledigen, vielleicht prüfen sie dann doch eher als mein Anliegen einfach mit "Nein, geht nicht" abzuschmettern.Kann ich schriftlich eine Erklärung abschicken (formlos? formular?) in dem ich mein Anliegen erkläre und sie zu einer schriftlichen Stellungsnahme auffordern? Sollte ich es persönlich abgeben und mir den Empfang quittieren lassen? Auch formlos?

Das mit der Zumutbarkeit ist mir bekannt.

Zu 4. Hast du irgendeinen Paragraphen/Prozessanweisung/Regelung auf die ich mich berufen kann? Also irgendwas handfestes?

zu 5. Ich hab gerade noch einmal nachgeschaut, es ist nicht wirklich eine Kündigung (das Wort steht nirgends) sonder eine schriftliche Erklärung mit Unterschrift in der steht das der geschlossene Arbeitsvertrag nicht zustande gekommen ist. Da ich die Arbeit nicht wie verinbart aufgenommen habe. Das ich mich nicht gemeldet habe (eigentlich unglaublich, sie haben ja mich angerufen zu ner unmöglichen Zeit und erklärt das es ne super kurzfristige Änderung gibt und ich auf Montage müsste (Was wir vorher ausgeschlossen haben, leider nicht schriftl. im Vertrag) Und das der Vertrag daswegen hinfällig ist. Ferner wird mir nahe gelegt den Bauhelm welchen ich von Ihnen bekommen habe zurück zu geben sonst wird's teuer, und überhaupt Stornogebühren fürn Hotel (Was ja nicht sein kann denn ich hab ja bei der Änderung eh Nein gesagt, Also müssten Sie es ja schon vorher gebucht haben, entweder also irgendein Standardsatzbaustein von der guten Frau oder sie macht daraus gar keinen Hehl das sie es eh schon eingeplant hat und einfach keinen Dummen für den Job gefunden hat.

zu 6. Gibts dort irgendwelche ähnlichen Urteile oder ist das eine persönliche Einschätzung. Also was das rückwirkende angeht. Bei jeden Satz der das Wort "rückwirkend" beinhaltet scheint bei vielen Sachbearbeiter_Innen ein innerer Schalter auf Totalverweigerung umzuklappen hab ich den Eindruck.

Vielen Dank auch für das entwirren meines Geschreibsels.
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Alt 16.08.2011, 16:32   #5
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Standard AW: Verkettung ungünstiger Umstände führt dazu das ich nicht mehr krankenversichert b

Du bist jetzt wieder arbeitslos gemeldet?

Ab wann?
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Alt 16.08.2011, 16:33   #6
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LesPaul
Standard AW: Verkettung ungünstiger Umstände führt dazu das ich nicht mehr krankenversichert b

@Kiwi ja ist mir schmerzlich bewusst, aber die Situation stellt sich leider so dar das ich überhaupt gar kein Geld habe. Nein, was soll ich tuen. Ich werde von dem Haufen Geld was ich bald in der Zeitarbeit verdiene der Krankenkasse wohl etwas abgeben müssen. Werd ich halt etwas Diät machen. Aber solang ich nicht einmal genug habe um meine Existenz hier überhaupt zu bezahlen kann ich ihnen nichts geben. Vielleicht klärt sich ja doch noch was mit dem Amt wenn ich gurkenaugusts Ausführungen verinnerliche.

Edit: @Kiwi ja, ab heute.
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Alt 16.08.2011, 18:37   #7
gurkenaugust
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Standard AW: Verkettung ungünstiger Umstände führt dazu das ich nicht mehr krankenversichert b

@LesPaul

Vorweg: es ist immer schwierig, etwas zu einem komplizierteren Fall zu sagen, weil man dazu die ganze Situation und sämtliche Unterlagen kennen müßte.

Zu 4.: Deine Arbeitslosigkeit endet mit der tatsächlichen Aufnahme einer Beschäftigung (Ende der "Beschäftigungslosigkeit" als Voraussetzung für die Arbeitslosigkeit), nicht unbedingt schon mit dem Abschluß eines Arbeitsvertrages. Die Beschäftigung ist nach deinen Angaben niemals zustandegekommen, da du gar nicht für die Firma tätig warst.

Wenn die Arbeitsagentur davon erfährt, daß jemand eine Beschäftigung aufgenommen hat, muß sie einen Aufhebungsbescheid erlassen. Normalerweise wird sie das durch Mitteilung des Arbeitslosen erfahren. Die Mitteilung einer Firma, daß Herr X ab dem ... dort beschäftigt sei, ist erstmal nur ein Hinweis an die Arbeitsagentur, diesem Sachverhalt nachzugehen (es kann ja sonst jeder was über einen anderen behaupten). Eigentlich sollte die Arbeitsagentur dann bei dem Betroffenen nachfragen, ob das so richtig ist. Wie auch immer, es muß stets einen förmlichen Aufhebungsbescheid geben. Die Abmeldung kann nicht heimlich, still und leise im Hintergrund erfolgen. Ebenso kann nicht einfach kommentarlos die ALG-Zahlung eingestellt werden. Der Zugang des Aufhebungsbescheides bei dir muß im Streitfall von der Arbeitsagentur nachgewiesen werden. Offenbar hast du einen solchen nicht bekommen, sonst hättest du ja sicher Widerspruch dagegen erhoben.

zu 5.: Es liegt also eine Art Aufhebungsvereinbarung schon vor Beginn der Beschäftigung vor. Sollte es seitens der Arbeitsagentur Schwierigkeiten geben, berufst du dich darauf, daß du vom Arbeitgeber hinsichtlich der Arbeitsbedingungen arglistig getäuscht worden seist und deshalb auch zu einer fristlosen Kündigung oder dem Abschluß einer Aufhebungsvereinbarung berechtigt gewesen seist.

Zu 6.: Es wird meiner Meinung hier ja gar nichts wirklich rückwirkend geändert. Vielmehr soll festgestellt werden, daß bestimmte Änderungen in der Vergangenheit gar nicht erst eingetreten sind.

Ich würde dir raten, jetzt schriftlich (und natürlich formlos, es gibt keine Formulare dafür) klarzustellen, daß das erwähnte Beschäftigungsverhältnis durch Verschulden des Arbeitgebers niemals zustandegekommen sei, du deshalb fortlaufend arbeitslos warst und Anspruch auf ALG samt Sozialbeiträgen hattest. Ferner, daß du keinen förmlichen Aufhebungsbescheid bekommen hättest, gegen den du Widerspruch hättest einlegen können. Die Arbeitsagentur möge also deinen Arbeitslosenstatus ab dem fälschlichen Abmeldedatum wiederherstellen und die entsprechenden Nachzahlungen veranlassen. Dieses Schreiben schickst du per Einschreiben oder gibst es persönlich gegen Zugangsbestätigung ab.

Laß dich, wie schon erwähnt, nicht auf Herumgerede ein. Wenn die Arbeitsagentur nicht deiner Argumentation folgen will, muß sie einen begründeten schriftlichen Bescheid erlassen. Dann kann man weitersehen. Viel Erfolg!
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Alt 16.08.2011, 23:42   #8
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LesPaul
Standard AW: Verkettung ungünstiger Umstände führt dazu das ich nicht mehr krankenversichert b

Hm, ja ist sicherlich schwer so etwas wie eine Ferndiagnose zu stellen.

Soweit sehe ich das ja auch so, nur bin ich mir im Moment nicht wirklich sicher ob ich nicht einen Aufhebungsbescheid bekommen habe und ihn ohne größere Beachtung weggeworfen habe. Sollte man sicher niemals tun, ist mir bewusst.

Wenn sie halt einen abgeschickt hätten und ich hätte es vergessen und ihn weggeworfen können die das ja sicher auch problemlos nachweisen. Es würde mein Anliegen sicher in einen sehr schlechten Licht da stehen lassen und ich kann es leider nicht ausschliessen. Was tuen?

Was mir jetzt wirklich helfen würde wären ein paar belegbare Fakten über so allgemeine Prozesse wie eine Abmeldung. Ich habe schon im SGB II gesucht und dort einen Hinweis zum Bundesdatenschutzgesetz meines Bundeslandes gefunden. Welchem die Agentur für Arbeit als öffentliches Amt wohl zur Einhaltung verpflichtet ist. Dort gibt es ja auch Paragraphen zur "heimlichen Datenerhebung" die scheinbar (meine Laieneinschätzung) aussagen das Daten grundsätzlich beim Betroffenen zu erheben sind. Nur weiß ich nicht ob das für so ein Amt überhaupt relevant ist sofern ich nicht Klage einreiche.

Vielleicht gibt es aber auch nicht so weit hergeleitete Gesetzsprechungen, allgemeine Regelungen, Entscheidungen dazu. Nur etwas was klar macht das eine Abmeldung wirklich nur durch Mich (also der Abgemeldete) statt finden kann.

Klar, der Arbeitsvertrag wurde ja auch selbst vom "Arbeitgeber" für hinfällig erklärt. Ich würde aber ungern auf Wohl oder Übel dessen ausgesetzt sein was die Firma über mich meint.

Falls also irgendjemand irgendwelche Informationen hat wie Regelungen für die Abmeldung (Urteile, Regelungen, Prozesse, eigene Erfahrungen, Meinungen, Lottozahlen von Morgen) so von statten gehen müssen, bitte schreibt.

Vielen Dank gurkenaugust ich werde dieses Schreiben auf jeden Fall verfassen sobald ich alles beisammen hab was ich dafür brauche.

Nur denke ich das ich nicht für voll genommen werde sollte ich einfach meinen Missmut gegen das was da passiert ist äußern. Ich muss ja auch beweisen das es nicht in Ordnung war was sie gemacht haben und ich im Recht bin. (sofern ich es denn auch wirklich bin) Die haben ja auch Ihre Meinung. Ich denke ich würde einfach mit ein paar Standardschreiben oder einer total allgemeinen Absage abgefertigt werden. Rechtsschutzversichert bin ich nicht, klagen (sofern überhaupt sinnvoll ) würde sicher ein wenig expansiv werden.
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Alt 17.08.2011, 01:16   #9
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Standard AW: Verkettung ungünstiger Umstände führt dazu das ich nicht mehr krankenversichert b

Zitat von LesPaul Beitrag anzeigen
klagen (sofern überhaupt sinnvoll ) würde sicher ein wenig expansiv werden.
Einen Beratungshilfeschein kriegst du - wenn du mittellos bist - beim Amtsgericht. (Und das bist du ja nach deiner Aussage)

Damit zahlst beim Anwat nur 10 €.

Was du unbedingt tun solltest, wenn ein Bescheid kommt: fristwahrenden Widerspruch einlegen. Nicht daß du die Frist verpaßt. Die Begründung kannst dann später nachreichen.

Zitat:
nur bin ich mir im Moment nicht wirklich sicher ob ich nicht einen Aufhebungsbescheid bekommen habe und ihn ohne größere Beachtung weggeworfen habe.
Zitat:
§ 37 Abs. 2 SGB X
(2)
1Ein schriftlicher Verwaltungsakt gilt bei der Übermittlung durch die Post im Inland am dritten Tage nach der Aufgabe zur Post, ein Verwaltungsakt, der elektronisch übermittelt wird, am dritten Tage nach der Absendung als bekannt gegeben.
2Dies gilt nicht, wenn der Verwaltungsakt nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist; im Zweifel hat die Behörde den Zugang des Verwaltungsaktes und den Zeitpunkt des Zugangs nachzuweisen.
Ich wäre mir sicher, ihn nicht erhalten zu haben...(sonst hätte ich ja sofort Widerspruch eingereicht!) Sowas kommt doch als normaler Brief...
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Alt 17.08.2011, 07:20   #10
gurkenaugust
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Standard AW: Verkettung ungünstiger Umstände führt dazu das ich nicht mehr krankenversichert b

@LesPaul

Du brauchst dir gar nicht groß den Kopf darüber zu zerbrechen, wie die internen Verfahrensregelungen bei der Abmeldung aus der Arbeitslosigkeit sein mögen und ob jemand dagegen verstoßen hat. Fakt ist: du warst arbeitslos. Wenn die Arbeitsagentur meint, daß du es wegen Beschäftigungsaufnahme oder aus sonstigen Gründen nicht länger bist, muß sie dich dazu anhören und dann einen förmlichen Aufhebungsbescheid erlassen. Dieser muß dir zugehen. Das ist das allgemeine Verfahren bei Verwaltungsakten aller Art (siehe SGB X).

Der tatsächliche Zugang dieses Bescheides bei dir muß von der Arbeitsagentur im Streitfall nachgewiesen werden - nicht etwa nur die Erstellung oder Absendung. Da diese Bescheide meist nur per einfachen Brief versandt werden, wird dieser Zugangsnachweis kaum möglich sein, am Rande bemerkt. Wenn dir so ein Bescheid nicht vorliegt, dann sage dies einfach und fordere die Arbeitsagentur auf, den Zugang(!) eines solchen Bescheides bei dir nachzuweisen.

Die Arbeitsagentur wird auch niemals eine behauptete Beschäftigungsaufnahme allein mit der unbestätigten Meldung eines Arbeitgebers begründen können. Daß diese objektiv unrichtig war, kannst du ja notfalls durch die dir vorliegende schriftliche Aufhebungsvereinbarung nachweisen.

Also bitte nicht nur "deinen Unmut kundtun", sondern die Arbeitsagentur knapp und deutlich zur Korrektur der Abmeldung auffordern. Und nochmals: alles nur schriftlich erledigen, keine mündlichen Diskussionen über dieses Thema führen!
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