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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 15.07.2011, 15:21   #1
Dreifachmama->Emailproblem
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Dreifachmama
Standard Berechnungsgrundlage, Kürzungsgefahren

Guten Tag,

ich bin w, 37Jahre alt und befinde mich in einem befristeten Arbeitsvertrag. Seit kurzem bin ich krank geschrieben und werde dies auch noch länger (bis in den Krankengeldbezug) sein. Ich kann daher davon ausgehen, ab 10.2011 arbeitslos zu sein. Dies ist Neuland für mich und daher hoffe ich auf Anwtorten zu meinen Neulings-Fragen.

Ich beziehe mein Gehalt entsprechend AVR, d.h. zum Grundbrutto kommen noch Ehegattenzuschlag, eine Kinderzulage, Wechselschichtzulagen. Fließen diese Dinge mit in die ALG-Berechnung ein? Sie werden ja versteuert?! Steuerfreie Bezüge für meine Schichten, werden nicht angrechnet, sagte man mir - richtig? Wenn ich also das Steuerbrutto zur Berechnung nehme, ist das korrekt?

Ich arbeite bisher 35h/Woche, also nicht Vollzeit, im 3-Schicht-System.

Gesundheitsbedingt ist zwar gegen eine 40h-Woche nichts einzuwenden (wenn ich wieder fit bin), aber nicht in Schichten - ergo, ich würde Arbeitszeiten brauchen, die in meiner Berufsgruppe nicht gerade oft zu finden sind. Kann das zu ALG-Kürzungen führen?

Gibt es sonst noch für neu-Arbeitslose Stolperfallen, die zu Kürzungen führen können?

Ich bedanke mich erst einmal für Ihre Hilfe!

MfG die Dreifachmama
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Alt 15.07.2011, 15:59   #2
Seepferdchen
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Standard AW: Berechnungsgrundlage, Kürzungsgefahren

Hallo Dreifachmama und willkommen,

bei der Berechnung vom ALG I kannst du mal hier den Rechner nehmen, hier wird

vom Brutto ausgegangen!

Wenn du gesundheitsbedingt kein Schicht arbeiten kannst und das ganze vom Arzt
schriftlich hast, mußt du dir keine Sorgen machen!

Melde dich rechtzeitig bei der ARGE, also musst du dich jetzt melden!


Da du ja einen befristeten Arbeitsvertrag hast und nun bestimmt keine Verlängerung
statt findet!

Arbeitslosmeldung - www.arbeitsagentur.de

Frühzeitige Arbeitsuchendmeldung - www.arbeitsagentur.de

Gruss Seepferdchen

PS.: Wenn du noch Fragen hast einfach schreiben!
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
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Alt 15.07.2011, 17:06   #3
Dreifachmama->Emailproblem
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Dreifachmama
Standard AW: Berechnungsgrundlage, Kürzungsgefahren

Vielen Dank Seepferchen für Ihre Antwort!

Ich habe die Links "studiert" und einen Schreck bekommen. Ich muss mich 3 Monate vor Arbeitslosigkeit melden, bin da also schon 2 Wochen zu spät dran. Wird das nun direkt schwierig? Ich werde das auf jeden Fall am Montag mal machen, die Meldung meine ich. Danke für den Hinweis!

Wegen der Schichten - ich habe kein Attest dazu, es ist lediglich ein Erfahrungswert und ein Hinweis der Ärztin, das mir regelmäßige Arbeitszeiten besser täten. Gehe ich richtig in der Annahme, dass dies die Arbeitsagentur nicht interessiert?

Dagegen darf ich doch aber halten, dass ich ja zur Vollzeittätigkeit bereit bin, also dem Arbeitsmarkt 40h/Woche zur Verfügung stehe - somit dürften die auch nicht kürzen oder? Gibt es hierzu Regelungen für Schichtberufe (Pflege)?

Vielen Dank nochmals!

Gruß, Dreifachmama
Dreifachmama ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.07.2011, 17:17   #4
Seepferdchen
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Standard AW: Berechnungsgrundlage, Kürzungsgefahren

Zitat von Dreifachmama Beitrag anzeigen
Vielen Dank Seepferchen für Ihre Antwort!

Ich habe die Links "studiert" und einen Schreck bekommen. Ich muss mich 3 Monate vor Arbeitslosigkeit melden, bin da also schon 2 Wochen zu spät dran. Wird das nun direkt schwierig? Ich werde das auf jeden Fall am Montag mal machen, die Meldung meine ich. Danke für den Hinweis!

Ja gehe Montag hin und du hast nicht gewußt das du dich auch in der Krankheit melden mußt bzw. du kanntest die Fristen nicht!

Also mach dich erstmal nicht verrückt!


Wegen der Schichten - ich habe kein Attest dazu, es ist lediglich ein Erfahrungswert und ein Hinweis der Ärztin, das mir regelmäßige Arbeitszeiten besser täten. Gehe ich richtig in der Annahme, dass dies die Arbeitsagentur nicht interessiert?

Würde ich erstmal in diesem Fall nicht erwähnen, vieleicht hast du Glück und du findest noch eine andere Gelegenheit!

Ich denke hier an die Pflegestationen, vieleicht gibt es da eine Möglichkeit für dich nicht in Schicht arbeiten zu müssen!

Dagegen darf ich doch aber halten, dass ich ja zur Vollzeittätigkeit bereit bin, also dem Arbeitsmarkt 40h/Woche zur Verfügung stehe - somit dürften die auch nicht kürzen oder? Gibt es hierzu Regelungen für Schichtberufe (Pflege)?

Du stehst dem Arbeitsmarkt in Vollzeit zur Verfügung und
das ist okay!


Vielen Dank nochmals!

Gruß, Dreifachmama
Wenn du deinen ersten Termin beim SB hast, schreibe einfach noch mal, wenn du möchtest!

Gruss Seepferdchen
__

  1. mein Beitrag ist keine Rechtsberatung
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Alt 15.07.2011, 17:37   #5
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Berechnungsgrundlage, Kürzungsgefahren

Hallo Dreifachmama,

Zitat:
Ich habe die Links "studiert" und einen Schreck bekommen. Ich muss mich 3 Monate vor Arbeitslosigkeit melden, bin da also schon 2 Wochen zu spät dran. Wird das nun direkt schwierig? Ich werde das auf jeden Fall am Montag mal machen, die Meldung meine ich. Danke für den Hinweis!
Nimm deine AU-Bescheinigung mit, wenn du dich dort meldest und erkläre, dass du dich deswegen verspätet hast, dann sollte es keine Probleme geben.
Kannst ja auch sagen, dass du eigentlich NICHT mit dem Auslaufen deines Vertrages gerechnet hast, wegen deiner aktuellen Erkrankung aber wohl keine Verlängerung erfolgen wird.

Sei ein bischen "diplomatisch" (auch wenn es schwer fällt) und dann passiert da wahrscheinlich nix deswegen, es ging dir halt nicht gut, sonst hättest du die Meldung bestimmt pünktlich erledigt.

Zitat:
Wegen der Schichten - ich habe kein Attest dazu, es ist lediglich ein Erfahrungswert und ein Hinweis der Ärztin, das mir regelmäßige Arbeitszeiten besser täten. Gehe ich richtig in der Annahme, dass dies die Arbeitsagentur nicht interessiert?
Das kommt darauf an, in gewissen Grenzen MUSS das die Arbeitsagentur schon interessieren, man kann dich auch zum Amtsarzt schicken, wenn du dich entsprechend äußerst, dass dir schon ärztlich angeraten wurde, besser NICHT im Schichtdienst zu arbeiten.
Wenn dein User-Name darauf hinweist, dass du tatsächlich 3 Kinder hast, kannst du auch zusätzlich mit deren Versorgung argumentieren (je nach Alter), das ist ja bei Schichtarbeit auch schwieriger als bei Normalschicht.

Zitat:
Dagegen darf ich doch aber halten, dass ich ja zur Vollzeittätigkeit bereit bin, also dem Arbeitsmarkt 40h/Woche zur Verfügung stehe - somit dürften die auch nicht kürzen oder? Gibt es hierzu Regelungen für Schichtberufe (Pflege)?
Zunächst MUSST du dich ohnehin Vollzeit zur Verfügung stellen und dein ALG beruht wie du schreibst auf den aktuell 35 Stunden, die dein AG bescheinigen wird und MUSS.

In diesem Bereich (also bis 35 Stunden Arbeitsbereitschaft) DARF dein ALG NICHT gekürzt werden, NUR wenn du unterschreiben würdest (Verfügbarkeits-Erklärung), dass du NUR weniger arbeiten möchtest, dann wäre das möglich.

Spezielle Regelungen für Schichtberufe gibt es da (meines Wissens) nicht, es geht NUR um die letzte bescheinigte Arbeitszeit lt. Arbeitsvertrag, DANACH richtet sich dein ALG-Betrag, die Vollzeit-Verfügbarkeit wird generell erst mal vorausgesetzt.

Auch wenn man vorher NUR Teilzeit gearbeitet hat, leider bekommt man dann auch NUR für dieses Teilzeit-Einkommen sein ALG berechnet, mehr gibt es nicht, denn dabei geht es um die Beiträge die entrichtet wurden, für den Anspruch auf ALG.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 15.07.2011, 18:34   #6
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Dreifachmama
Standard AW: Berechnungsgrundlage, Kürzungsgefahren

Vielen Dank Doppeloma, deine Antwort hilft mir sehr bzw. beruhigt sie mich!

Ja, ich bzw. wir haben 3 Kinder im Alter zw. 7 und 12 Jahren. Deren Betreuung ist mit dem Schichtdienst tatsächlich ein Problem und deren Organisation nebenbei auch eine der Ursachen für meine Erkrankung.

Werde Montag wie geschrieben mal die Meldung machen und einen Termin vereinbaren. Je nachdem wie es da läuft kann ich mich ja dann melden. Vorerst bin ich jedenfalls etwas beruhigter. DANKE!
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Alt 16.07.2011, 11:06   #7
gurkenaugust
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Standard AW: Berechnungsgrundlage, Kürzungsgefahren

Die fälschliche Annahme, daß ein befristeter Vertrag verlängert werden würde, ist ausdrücklich kein Entschuldigungsgrund für eine verspätete Arbeitssuchendmeldung. So zu argumentieren, halte ich für gefährlich. Genauso könnte man bei Erkrankung darauf verweisen, daß eine Arbeitssuchendmeldung zunächst auch schriftlich, telefonisch, per Internet oder durch eine beauftragte dritte Person erfolgen kann.

Aber: wenn dir die Pflicht zur frühzeitigen Arbeitssuchendmeldung nicht bekannt war, darf laut Rechtsprechung deswegen keine Sperrzeit verhängt werden. Das könnte beispielsweise der Fall sein, wenn du noch keinen Leistungsbescheid der Arbeitsagentur aus den letzten Jahren mit einem entsprechenden Hinweis erhalten hast und auch nicht vom Arbeitgeber in Arbeitsvertrag oder Kündigungsschreiben darauf hingewiesen wurdest. Möglicherweise war das bei dir ja so.

Grundsätzlich reicht es aus, wenn du dich in dem zeitlichen Umfang zur Verfügung stellst, in dem du im Bemessungszeitraum (letzte 12 Monate) durchschnittlich gearbeitet hast. Bei dir also 35 Wochenstunden. Das kann man auch als Vollzeit bezeichnen. Du mußt eben nur darauf achten, daß du deine Verfügbarkeit nicht zusätzlich einschränkst, etwa indem du sagst, daß du nur 30 Wochenstunden arbeiten willst oder kannst.

Es könnte (wohlgemerkt: könnte!) hier aber ein Problem entstehen. Lage und Verteilung der von dir gesuchten Arbeitszeit muß branchenüblich sein ("Beschäftigung unter den üblichen Bedingungen des für den Arbeitslosen in Betracht kommenden Arbeitsmarktes"). Wenn in deiner Branche also praktisch nur Schichtarbeit üblich ist, mußt du zu einer solchen auch bereit sein, sonst stehst du der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung und hättest keinen Anspruch auf ALG.

Ich würde dieses Thema am besten gar nicht ansprechen. Sollte seitens der Arbeitsangentur die Rede darauf kommen, könntest du argumentieren, daß in deinem Berufszweig durchaus auch Nicht-Schichtarbeit in nennenswertem Umfang existiere, falls das so ist. Das ist freilich eine Frage des Einzelfalls, die man aus der Ferne kaum beurteilen kann.

Alles Gute, und wenn später weitere Fragen auftauchen, kannst du dich gerne erneut melden.
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Alt 17.07.2011, 17:58   #8
Seebarsch->Emailproblem
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Seebarsch Seebarsch Seebarsch
Standard AW: Berechnungsgrundlage, Kürzungsgefahren

Hallo zusammen,
da ja wie hier geschildert, zum Ende des befristeten Vertrages bzw. darüber hinaus, Arbeitsunfähigkeit mit Krankengeldbezug vorliegt, verschiebt die AU auch die Pflicht zur frühzeitigen Meldung. Wegen der AU liegt ja auch keine Arbeitslosigkeit vor. Vermittelbarkeit besteht ebenfalls nicht.
Allerdings sollte man sich spätestens am 1 Tag nach der AU bzw. Krankengeld persönlich Alo melden!
Seebarsch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.07.2011, 18:09   #9
gurkenaugust
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Standard AW: Berechnungsgrundlage, Kürzungsgefahren

@Seebarsch

Ich wäre mir da nicht so sicher, was die frühzeitige Arbeitssuchendmeldung betrifft. Der Status als "arbeitssuchend" hat meines Wissens mit der Vermittelbarkeit oder Verfügbarkeit eigentlich nichts zu tun, anders als der Status als "arbeitslos".

§ 38 Abs. 1 SGB III bestimmt lapidar, daß Personen, "deren Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis endet", sich spätestens drei Monate vor dem Beendigungstermin (bzw. innerhalb von drei Tagen) arbeitssuchend zu melden haben. Irgendwelche Ausnahmen bei Erkrankung kann ich da auch nicht erkennen.
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Alt 18.07.2011, 17:52   #10
Seebarsch->Emailproblem
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Standard AW: Berechnungsgrundlage, Kürzungsgefahren

Die Regelung der frühzeitgen Meldung wurde im Rahmen Hartz II eingefügt. Hiermit will man erreichen, dass der zukünftige Alo frühzeitig in die Vermittlungsbemühungen einbezogen und vermittelt wird, damit im Idealfall erst gar keine Alo eintritt.
Soweit der Idealfall.

Geht dann eine AU übers Ende des Beschäftigungsverhältnisses hinaus, tritt die Alo erst bei Genesung bzw. Verfügbarkeit vor. Das bedeutet, dass er in der AU Zeit nicht vermittelbar war und insofern die frühzeitge Meldung auch nicht ziehen kann.

Die Agentur erkennt die AU Zeit dann als wichtigen Grund an, so dass eine Sperrzeti wegen verspäteter Meldung nicht eintritt!
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Alt 22.07.2011, 11:17   #11
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Dreifachmama
Standard AW: Berechnungsgrundlage, Kürzungsgefahren

Guten Tag,

vielen Dank für die weiteren Antworten hier!

Ich habe mich inzwischen arbeitssuchend gemeldet und das telefonisch. Man hat mir einen Sachbearbeiter zugeteilt, der mir schriftlich einen Termin mitteilen wird. Weiterhin schickt man mir die Antragsunterlagen zu und hat mir weitere Terminhinweise gegeben (Arbeitslosmeldung, Antragsrückgabe). Soweit so gut.

Da es mir psychisch derzeit nicht gut geht, bin ich sehr verunsichert, was diesen Bearbeitertermin betrifft. Kann es sein, dass ich da dann schon was unterschreiben muss, bezüglich Bewerbungen schreiben?

Muss ich mich trotz Krankschreibung denn bewerben? Und wenn ja, wieviele Bewerbungen/ Eigenbemühungen darf die Arbeitsagentur verlangen?

Ob meine Krankschreibung noch lange läuft kann ich nicht sagen, ich hoffe natürlich, dass es mir besser gehen wird. Trotzdem wird mein AV auslaufen, auch weil ich dort gar nicht bleiben will, weil ein erneuter Zusammenbruch vorprogrammiert ist. Dies aber nur am Rande.

Worauf muss ich mich beim ersten Gespräch vorbereiten, mit was rechnen? Stolperfallen in Sicht?

Ich empfand das Gespräch am Telefon schon sehr unfreundlich, das tut mir einfach nicht gut. Darum möchte ich gern vorbereitet sein.

Dankeschön!

LG
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Alt 22.07.2011, 12:09   #12
farger4711
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Standard AW: Berechnungsgrundlage, Kürzungsgefahren

Hallo Dreifachmama,

gehe zu den Terminen bitte nur mit einem
Beistand: SGB X Zehntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB X) Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz

Du kannst auch hier im Forum nach einem Beistand suchen:

begleitung Threads - Forum Tags by Zoints

Und wirklich gaaanz wichtig, nichts vor Ort unterschreiben, alles zum Überprüfen mitnehmen. Das ist Dein Recht.

Eventuell will man Dir sofort eine Eingliederungsvereinbarung auf's Auge drücken, mit dem Hinweis, wenn Du nicht unterschreibst könnte Dein Antrag nicht bearbeitet werden. Das stimmt nicht.

Diese EGV ist ein Vertrag und niemand muß Verträge ohne Prüfung unterschreiben.
__

viele liebe Grüße
Martina


In der Ruhe liegt die Kraft
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Alt 22.07.2011, 14:06   #13
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@Dreifachmama

Das wichtigste wurde schon genannt: bitte nichts voreilig vor Ort unterschreiben, insbesondere keine EGV, sondern erstmal ohne weiteren Kommentar "zur Prüfung" mitnehmen. Das ist dein gutes Recht. Du kannst dann hier gerne weiter fragen.

Eine bestimmte Mindestanzahl monatlicher Bewerbungen ist gesetzlich schon für Arbeitsfähige nicht vorgeschrieben. Man muß angemessene Eigenbemühungen zur Stellensuche unternehmen, wobei die Angemessenheit immer nach den Einzelfallumständen (Lage am Stellenmarkt, in der betreffenden Branche, individuelle Situation usw.) beurteilt werden muß und sich nicht nach Schema 08/15 in eine Zahl pressen läßt. Die Arbeitsagentur verpflichtet sich aus gutem Grunde ja auch nicht, dir monatlich eine bestimmte Zahl von qualifizierten(!) Vermittlungsvorschlägen zu machen.

Wenn du erkrankt bist, vor allem für längere oder nicht absehbare Zeit, sind Bewerbungen sinnlos, da du gar nicht zu einem Vorstellungsgespräch fahren könntest und den Arbeitgeber ohnehin der Ehrlichkeit halber auf deine momentane Arbeitsunfähigkeit aufmerksam machen müßtest. Bei einer nur kurzen Krankheitsphase, wo die kurz bevorstehene Genesung absehbar ist, mag es anders sein. Eventuell kannst du das gleich beim Gespräch abklären.
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Alt 23.07.2011, 19:33   #14
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Dreifachmama
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Vielen Dank!

Dann warte ich jetzt erstmal meinen Gesprächstermin ab.

LG
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Alt 23.07.2011, 21:49   #15
gast_
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Nutz die Zeit hier im Forum zu lesen... wer weiß wozu das mal gut ist :-)

Über Zumutbarkeit zum Beispiel sollte man Bescheid wissen, und wie man eine Sinnlos- Maßnahme abwehren kann.
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Alt 26.07.2011, 14:23   #16
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Dreifachmama
Standard AW: Berechnungsgrundlage, Kürzungsgefahren

Hallo!

Heute kamen 3 Briefe von der Arbeitsagentur. Einmal die Einladung zum Gespräch, prompt mit einer ganz anderen Sachbearbeiterin, als mir am Telefon noch zugeteilt wurde.

Dann kamen Zugangsdaten fürs Internet?! Muss ich das nutzen oder einrichten oder so? Oder ist das nur freiwillig? Sorry, falls das eine doofe Frage ist, aber da steht ja was von Bewerberprofil usw. und mir wurde davon gar nichts gesagt.

Der 3. Brief enthält den ganzen Packen Antragsunterlagen für das Arbeitslosengeld. Hierzu habe ich bitte auch eine Frage.
Muss ich die Bescheinigung die vom Arbeitgeber auszufüllen ist jetzt schon abgeben? Die zahlen mir ja noch Gehalt, bis Ende September bin ich dort noch angestellt. Die können das also eh erst dann fertig machen oder?

"Vorbereitung Vermittlungsgespräch" heiß ein Blatt. Da muss ich mich zu meinen Vorstellung äußern. Ich hab Angst da was falsches hinzuschreiben. Darf ich euch fragen? Als Gehaltsvorstellung kann ich mich doch sicher an meinem jetzigen Brutto orientieren oder? Und wenn ich Vollzeit ankreuze, aber bei Schicht nicht kreuze, dann passiert mir doch nichts oder? Ich meine, weil ich als Krankenschwester aus einem Schichtberuf komme. Möchte nicht direkt mit dem "kann nicht in Schichten arbeiten" daherkommen.
Und was mich erschreckt hat - ob ich bereit bin mir für einen neuen Job ein Auto zu kaufen, Wochenpendler zu werden oder umzuziehen. Wenn ich sollche Fragen verneine (ich bin dreifache Mutter mit Minis unter 12 Jahren) können die mir dann was?

Ich mag krankheitsbedingt gerade überempfindlich und überängstlich sein, aber diese vielen Seiten machen mich ganz verrückt.

Danke für geduldiges lesen...
Dreifachmama ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.07.2011, 09:21   #17
gurkenaugust
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Zitat von Dreifachmama Beitrag anzeigen
Heute kamen 3 Briefe von der Arbeitsagentur. Einmal die Einladung zum Gespräch, prompt mit einer ganz anderen Sachbearbeiterin, als mir am Telefon noch zugeteilt wurde.
Das mag sein. Du mußt dich nach der internen Arbeitsverteilung dort richten.

Zitat von Dreifachmama Beitrag anzeigen
Dann kamen Zugangsdaten fürs Internet?! Muss ich das nutzen oder einrichten oder so? Oder ist das nur freiwillig? Sorry, falls das eine doofe Frage ist, aber da steht ja was von Bewerberprofil usw. und mir wurde davon gar nichts gesagt.
Nein, mußt du nicht. Du mußt für die Arbeitsagentur lediglich per Briefpost erreichbar sein und sie nach Aufforderung persönlich aufsuchen können, mehr nicht. Beachte, daß für die Nutzung der "Jobbörse" selbstgestrickte Nutzungsbedingungen der Arbeitsagentur gelten (nachzulesen auf deren Webseite), mit denen sich die Arbeitsagentur beispielsweise von Haftungsansprüchen freizustellen versucht.

Zitat von Dreifachmama Beitrag anzeigen
Der 3. Brief enthält den ganzen Packen Antragsunterlagen für das Arbeitslosengeld. Hierzu habe ich bitte auch eine Frage.
Muss ich die Bescheinigung die vom Arbeitgeber auszufüllen ist jetzt schon abgeben? Die zahlen mir ja noch Gehalt, bis Ende September bin ich dort noch angestellt. Die können das also eh erst dann fertig machen oder?
Die Arbeitsbescheinigung wird dir der Arbeitgeber sowieso erst nach der letzten Gehaltsabrechnung ausstellen können. Du solltest die Abgabe dann aber nicht unnötig hinauszögern. Prüfe dann auch die Arbeitsbescheinigung auf Richtigkeit, bevor du sie abgibst.

Zitat von Dreifachmama Beitrag anzeigen
"Vorbereitung Vermittlungsgespräch" heiß ein Blatt. Da muss ich mich zu meinen Vorstellung äußern. Ich hab Angst da was falsches hinzuschreiben. Darf ich euch fragen? Als Gehaltsvorstellung kann ich mich doch sicher an meinem jetzigen Brutto orientieren oder? Und wenn ich Vollzeit ankreuze, aber bei Schicht nicht kreuze, dann passiert mir doch nichts oder? Ich meine, weil ich als Krankenschwester aus einem Schichtberuf komme. Möchte nicht direkt mit dem "kann nicht in Schichten arbeiten" daherkommen.
Und was mich erschreckt hat - ob ich bereit bin mir für einen neuen Job ein Auto zu kaufen, Wochenpendler zu werden oder umzuziehen. Wenn ich sollche Fragen verneine (ich bin dreifache Mutter mit Minis unter 12 Jahren) können die mir dann was?
Eine Gehaltsvorstellung in Höhe deines bisherigen Lohnes bzw. Stundenlohnes ist sicher in Ordnung.

Zur Schichtarbeit: deine Arbeitszeitwünsche müssen in dem für dich in Frage kommenden Stellenmarkt realisierbar sein, also jedenfalls nicht gänzlich ungewöhnlich. Du mußt dich hier also fragen, ob es für eine Krankenschwester auch einen nennenswerten Stellenmarkt außerhalb der Schichtarbeit gibt. Falls ja, kannst du das so angeben. Dies ist aber eine fachliche Frage, die du selbst besser beantworten kannst.

Mobilität: dafür gibt es Zumutbarkeitsregeln, siehe § 121 SGB III. Ein Umzug ist nicht zumutbar, wenn wichtige (z.B. familiäre) Gründe dagegensprechen.

Du kannst die Arbeitsagentur ja fragen, ob sie dir im Bedarfsfall auch ein neues Auto finanzieren oder die Kosten für Umzug oder doppelte Haushaltsführung übernehmen werden. Da wird man vermutlich eher zurückhaltend sein und im Unverbindlichen bleiben.

Wenn du dich bei den Fragen nicht wohlfühlst, dann laß das einfach offen. Eine gute Standardantwort im Gespräch wäre: "ich bin bereit, Stellen anzunehmen, soweit mir diese zumutbar sind". Das ist völlig korrekt, und du läßt dir alle Optionen offen.
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