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Start > > -> Alg 1 und ergänz. Alg 2 statt des "Armutsgewöhnungszuschlags"

ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 30.06.2011, 20:01   #1
Emma13
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Emma13 Emma13 Emma13
Standard Alg 1 und ergänz. Alg 2 statt des "Armutsgewöhnungszuschlags"

Hallo an alle,

mein Sohn (26) wird zum 1.8.d.J. erwerbslos (vorher 3 Jahre vollzeitbeschäftigt ) - habe mal den Alg 1-Rechner benutzt - und bei seinem Bruttogehalt von 1300 Euro hat er ja einen "enormen" Anspruch - da nun ab 1.1.11 der "Armutsgewöhnungszuschlag" entfallen ist - bekommt er dann ergänzendes Alg 2 - oder beantragt er Wohngeld, etc. ?

Mit Alg 1 habe ich mich noch nicht so befasst - helft mir bitte auf die Sprünge

Danke - Emma
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Alt 30.06.2011, 20:06   #2
Kittie->Emailproblem
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Kittie
Standard AW: Alg 1 und ergänz. Alg 2 statt des "Armutsgewöhnungszuschlags"

mit ALG 1 kann er Wohngeld beantragen. Hat er denn eine eigene Wohnung?

Falls nein, zahlt er einen Mietanteil? Gäbe es dafür etwas schriftliches?

Wohngeld wird so berechnet:
Mietkosten + 359€ + Stromabschlag = X
X wäre das ALG1 des Sohnes. Ist das ALG1 geringer als die Kosten, dann bekommt er kein Wohngeld, weil er dann nicht das Mindesteinkommen dafür erhält.

(Ja, ichw eiss, es klingt so obskur dass man kein Wohngeld bekommt, wenn man mit seinem Einkommen seinen Lebensunterhalt nicht decken kann...)

Er kann dann aufstockend ALG2 beantragen.
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Alt 30.06.2011, 20:17   #3
Emma13
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Emma13 Emma13 Emma13
Standard AW: Alg 1 und ergänz. Alg 2 statt des "Armutsgewöhnungszuschlags"

Er bewohnt seine eigene Wohnung - also ist es so, wie ich es mir gedacht habe, dass er mit Alg 2 "aufstocken" muss

Grüße - Emma
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Alt 01.07.2011, 01:13   #4
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Alg 1 und ergänz. Alg 2 statt des "Armutsgewöhnungszuschlags"

Hallo Emma13,

Zitat:
Er bewohnt seine eigene Wohnung - also ist es so, wie ich es mir gedacht habe, dass er mit Alg 2 "aufstocken" muss
das sollte (und MUSS er glaube ich auch) er erst mal bei der Wohngeldstelle prüfen lassen, das mit dem Stromabschlag der gedeckt sein müsse, KANN ich nicht bestätigen, das wurde bei unserem Wohngeldantrag weder gefragt noch berücksichtigt

Mit eigener Wohnung muss man gegenüber stellen, den Regelsatz 364,- € + volle Miete und wenn da die Differenz (mit Wohngeld) zu groß wird gegenüber H4- Anspruch, dann lehnt die Wohngeldstelle das ab!

In gewissen Grenzen KANN man aber durchaus auch auf H4 verzichten, wir haben das fast ein Jahr lang so gemacht und von meinem ALG + Wohngeld gelebt, weil wir uns das einfach noch nicht antun wollten.

Bei H4 hätten wir ca. 50 € mehr im Monat gehabt, trotzdem war uns unsere Freiheit vom Jobcenter DAS wert, die Wohngeldstelle MUSSTE das letztendlich so akzeptieren, da man (in gewissen finanziellen Grenzen!) niemanden zwingen KANN H4 in Anspruch zu nehmen, wenn man das (noch) NICHT WILL.

Wir haben das so unterschrieben beim Wohngeld-Antrag und Ende, allerdings mußten wir in dieser Zeit die GEZ trotzdem bezahlen, obwohl wir ja weniger Geld hatten als aus H4, DAS ist der "Sozialstaat" Deutschland, selber Schuld, wenn man verzichtet von Steuergeldern zu leben

Der "Armutsgewöhnungs-Zuschlag" hat(te) übrigens mit ALG I DIREKT NIX zu tun, den gab es erst beim (kompletten) Übergang ins SGB II und war NUR abhängig von der Höhe des vorherigen ALGI.

Bei dem Einkommen deines Sohnes hat er da aber NIX verpasst, ich bekam den auch nicht und habe mal deutlich mehr verdient.

Im Dezember hätte ich da theoretisch noch Anspruch drauf gehabt, aber auch mein ALGI war dafür zu gering ich "durfte" mich also auch direkt mit H4-PUR zufrieden geben.

MfG Doppeloma
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Alt 01.07.2011, 02:51   #5
Erolena
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Standard AW: Alg 1 und ergänz. Alg 2 statt des "Armutsgewöhnungszuschlags"

@Doppeloma

Das war sicher für euch die richtige Lösung.

Nur nebenbei: Das Wohngeld kommt natürlich auch aus Steuergeldern. Woher sollte es denn sonst kommen.
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Alt 01.07.2011, 03:21   #6
Doppeloma
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Cool AW: Alg 1 und ergänz. Alg 2 statt des "Armutsgewöhnungszuschlags"

Zitat:
Nur nebenbei: Das Wohngeld kommt natürlich auch aus Steuergeldern. Woher sollte es denn sonst kommen.
Da hast du schon recht aber man wird noch nicht wie der letzte Dreck behandelt, wenn man das in Anspruch nimmt, die Mitarbeiter sind im allgemeinen noch human, im Umgang mit den Antragstellern.

Sicher muss das jeder für sich selbst entscheiden, bei uns war auch zu der Zeit noch die Hoffnung da, dass die Bewilligung der EM-Rente "schneller" wäre, als das ALG-Ende und sich H4 komplett vermeiden läßt

Naja, solche Illusionen darf man sich nach 40 Jahren Arbeit, wenn man dann krank wird, eben nicht machen

MfG Doppleoma
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Alt 01.07.2011, 04:24   #7
gast_
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Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
das sollte (und MUSS er glaube ich auch) er erst mal bei der Wohngeldstelle prüfen lassen, das mit dem Stromabschlag der gedeckt sein müsse, KANN ich nicht bestätigen, das wurde bei unserem Wohngeldantrag weder gefragt noch berücksichtigt
Stimmt genau. Bei meiner Tochter hieß es, sie hätte etwas zu wenig - da hat es gereicht, daß ne Überweisung von Oma zum Geburtstag auf 12 Monate verteilt wurde und schon hats gereicht... da hatte sie dann soviel wie sie als ALG II Empfängerin gehabt hätte: U 25 Regelsatz + Mietanteil (also ohne Strom)
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Alt 01.07.2011, 07:48   #8
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Kittie
Standard AW: Alg 1 und ergänz. Alg 2 statt des "Armutsgewöhnungszuschlags"

Sagen wir besser so, der Stromabschlag "sollte" gedeckt sein.
In meinem momentanen Fall wäre es so, dass Mietkosten + 359€ (oder besser 364€) schon niedriger wären als das ALG1.

Ich würde auch erstmal versuchen Wohngeld zu beantragen.
Da gibts ja auch noch die absetzbaren Kosten.
Ich müsste nochmal nachschauen, meine aber das wären 6% des Jahreseinkommens.

Das hat keine großen Veränderungen, aber bei mir wären es dadurch 9€ mehr Wohngeld.
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Alt 01.07.2011, 08:02   #9
biddy
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Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Bei meiner Tochter hieß es, sie hätte etwas zu wenig - da hat es gereicht, daß ne Überweisung von Oma zum Geburtstag auf 12 Monate verteilt wurde und schon hats gereicht
Das wäre heutzutage m. E. nicht mehr passiert, denn seit einiger Zeit (Anfang 2009?) heißt es in § 7 Abs. 1 des Wohngeldgesetzes:
Zitat:
Der Ausschluss besteht nicht, wenn

1. die Leistungen nach den Sätzen 1 und 2 ausschließlich als Darlehen gewährt werden oder

2. durch Wohngeld die Hilfebedürftigkeit im Sinne des § 9 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch, des § 19 Abs. 1 und 2 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch oder des § 27a des Bundesversorgungsgesetzes vermieden oder beseitigt werden kann [...]
Quelle: WoGG

Würden also z.B. 50 € zur "Mindesteinkommensgrenze" fehlen und es ergäbe sich ein Wohngeldanspruch von 60 €, wäre ja alles paletti nach § 7
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biddy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.07.2011, 08:21   #10
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Kittie
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@biddy

danke, das ist wirklich gut zu wissen. Habs mir direkt ausgedruckt und nehms zur Antragsabgaben mal mit, falls mir das jemand da nicht glauben will
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