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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld

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Alt 07.04.2011, 20:38   #1
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kasperbude Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Unglücklich §121 SGB III - Darf ich die Arbeit ablehnen?

Tachchen!

(Mein erstes Posting, bitte nicht hauen. Hab brav gelesen,was zu beachten ist,aber man lernt ja nie aus.)

Kann ich irgendwie folgende Arbeit ablehnen?

CallCenterAgent
- Vorschlag durch Vermittler
(VG gestern, denke sie wollen mich, Bescheid gibts morgen)

Die Tätigkeit hat zwar mit meiner letzten "etwas" zu tun, allerdings nicht in dem Umfang. Eine ungelernte Hilfskraft kann das auch. Anfragen/Reservierungen/Beschwerden aufnehmen und ggf. helfen.

Konditionen: 8,35€ brutto, normale Arbeitszeit 44,5 Std, 6-Tage-Woche (Abeitszeit eventuell noch auf 40 Std. zu drücken)

Ich bin reichlich tätowiert und gepierct.
Somit sagte man mir, dass induvidualität in die Freizeit gehöre und ich also (auch im Sommer, der ja vor der Tür steht) stets in geschlossenen, knöchelhohen Schuhen, langer Hose (Dienstkostüm mit Rock fällt also weg) und langärmeliger Bluse rumlaufen müsse - aber die Büroräume wären ja klimatisiert. (Ich käme dann also schon durchnässt zur Arbeit, lecker.)
Und sämtliche Piercings und Ohrringe wären zu entfernen.

Ich will das alles nicht für so wenig Lohn, kassiere ich mit der Ablehnung also eine Kürzung? Bin total fertig.

Zu mir:
- (erst) seit 1.2.2011 arbeitssuchend
- vorher in befristeter 2-jähriger Anstellung (Kondition:1700€/brutto,5-Tage-Woche,40Std)
- Kauffrau gelernt (und mit sehr gut bestanden)
- 60% schwerbehindert (u.a. Gehbehinderung + Gutachten durch Amt liegt vor)
kasperbude ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.04.2011, 20:56   #2
doggysfee78
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Frage AW: §121 SGB III - Darf ich die Arbeit ablehnen?

Es gibt für solche Fälle gewisse Paragrafen,die da die Persönlichkeitsrechte schützen können,rein theoretisch ja,doch ich bin damit nicht aufdem laufenenden!Notfalls einen Fachanwalt für Arbeitsrecht mal fragen über die www.deutsche-anwaltshotline.de
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Alt 07.04.2011, 21:22   #3
gurkenaugust
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Standard AW: §121 SGB III - Darf ich die Arbeit ablehnen?

Wenn ich es richtig überschlage, hast du in deiner alten Tätigkeit 9,77 €/Stunde brutto verdient. Ein Lohn von 8,35 €/Stunde brutto liegt oberhalb von 80 % des alten Verdienstes und ist dir damit von Anfang an zumutbar.

Ein Arbeitgeber kann grundsätzlich für seine Angestellten ein der Stellung angemessenes äußeres Erscheinungsbild verlangen. Das wäre also im Prinzip zumutbar. Es griffe auch nicht in deine Persönlichkeitsrechte ein, denn du könntest dich ja beispielsweise an der Arbeitsstelle umkleiden, wenn das tatsächlich erforderlich sein sollte. Das alles trifft man aber meist nur bei Positionen mit Kundenkontakt an, insbesondere dort, wo es um eine ausgesprochen "seriöse" Tätigkeit geht (z.B. Kundenberater bei einer Bank). Bei einer reinen Innendiensttätigkeit ist man eher großzügiger. Es ist aber, wie du sicher schon gemerkt hast, eine Frage des Einzelfalls (Branche, Tätigkeit).

Du kannst ansonsten noch das Angebot auf eine unzumutbar lange Pendelzeit hin prüfen.

Genauso auch daraufhin, ob es dir eventuell gesundheitlich unzumutbar sein sollte. Bei einer Gehbehinderung sehe ich aber bei einer Telefoniertätigkeit am Schreibtisch eigentlich kein Problem. Bei Hör- oder Sprechproblemen könnte es anders sein.

Einen Berufsschutz hast du nicht.
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Alt 07.04.2011, 22:15   #4
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Registriert seit: 07.04.2011
Beiträge: 17
kasperbude Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: §121 SGB III - Darf ich die Arbeit ablehnen?

Ich danke euch, auch wenn's wohl nicht gut für mich aussieht.

Mir ist bewusst, dass mein Erscheinungsbild nicht jeden anspricht und dass ein zukunftiger Arbeitgeber eventuell möchte,dass ich in seinen Augen "anständig" rumlaufe,aber darf das alles so weit gehen?

Arbeitgeber-Ansage:
Sobald ich das Gelände betreten wird, darf nichts mehr von Körperschmuck und Tätowierungen zu sehen sein.
Bis zum potentiellen Arbeitsplatz wäre es allerdings ein Stück zu laufen. (Die Arbeit selbst ist in meinem Wohnort.)

Bedeutet:
- ich muss zuvor fertig umgezogen sein oder
- in meine (längärmeligen) privaten Klamotten transpirieren,mich in der Unisex-Umkleide im BH präsentieren um dann Dienstkleidung anziehen?

- zudem mein Erscheinungsbild permanent verändern?
(Piercing-Löcher wachsen bei mir innerhalb von Stunden zu)


Finde das diskriminierend. Das Amt würde z.B. nie verlangen,dass sich ein potentieller Arbeitnehmer die Haare umfärbt!
kasperbude ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2011, 08:51   #5
gurkenaugust
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Standard AW: §121 SGB III - Darf ich die Arbeit ablehnen?

Das alles ist eine Frage des Üblichen und Zumutbaren, die man nur nach den Umständen des Einzelfalls beurteilen kann. Ein Arbeitgeber kann grundsätzlich für seine Angestellten während der Verrichtung der Arbeit ein dem allgemein Üblichen entsprechendes gepflegtes Erscheinungsbild verlangen, vor allem, wenn es in der Branche oder von der Art der Tätigkeit her notwendig ist. Genauso wird dabei die "Firmenkultur" eine Rolle spielen. Der Arbeitgeber muß diese Regeln auch gleichmäßig auf seine Beschäftigten anwenden.

Man kann dir aber nicht vorschreiben, wie du dich in der Freizeit kleidest. Deshalb muß meiner Meinung nach dir der Arbeitgeber eine angemessene Möglichkeit zum Umkleiden geben, genauso die einer diebstahlsicheren Aufbewahrung (abschließbarer Spind) deiner Freizeitkleidung während der Arbeitszeit. Beim Betreten des Firmengeländes bist du höchstwahrscheinlich noch gar nicht "im Dienst", da die vergütete Arbeitszeit meist erst beim Eintreffen am konkreten Arbeitsplatz beginnt.

Eventuell ergibt sich hieraus eine Unzumutbarkeit. Vielleicht solltest du mit dem Arbeitgeber mal offen darüber sprechen, damit er von sich aus absagt ("fachlich ungeeignet"). So eine Zusammenarbeit wird langfristig wohl kaum gutgehen.
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Alt 08.04.2011, 09:00   #6
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Martin Behrsing Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: §121 SGB III - Darf ich die Arbeit ablehnen?

Ich halte diese Bedingungen für nicht zumutbar. Der Arbeitgeber ist zwar frei zu entscheiden, wie seine Mitarbeiter rumlaufen, aber eine solche Stelle musst Du dann nicht antreten. Hier gilt auch § 36 SGB III und dieser § ist weitgehend auszulegen.
__

Gruß aus dem Rheinland

Martin

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Alt 08.04.2011, 10:14   #7
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Standard AW: §121 SGB III - Darf ich die Arbeit ablehnen?

Ich würde da auch gegen angehen. Piercings rausnehmen hieße, die Löcher wären schnell zu... und wenn man in der probezeit gehen müßte, dürfte man das nachstechen alles neu zahlen.

Der Arbeitgeber kann zwar gewisse Vorschriften machen - aber in diesem Fall halte ich das auch nicht für berechtigt.

Ich selbst habe meinen SB gesagt, daß Callcenter für mich aus verschiedenen Gründen grundsätzlich unzumutbar ist - wurde bisher von jedem akzeptiert. Muß man eben gut begründen...

Vielleicht kannst ja mit deiner SB reden daß sie dir andere Angebote macht?

Ansonsten würde ich klar stellen, daß du den Vertrag so nicht unterschreiben kannst - aber würdest, würde man auf deine Änderungsvorschläge eingehen.

Gegen eine evtl. Sperre müßtest du dann klagen.
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Alt 08.04.2011, 13:06   #8
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kasperbude Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: §121 SGB III - Darf ich die Arbeit ablehnen?

Ach,ihr seid lieb,vielen Dank!

Glaube mein erstes Posting war nicht konkret genug,sorry! Also ich habe mich wirklich gekümmert,dass das alles so zu drehen ist,dass ich da anfangen kann,denn ich will ja Arbeit!

Bspweise argumentiert,dass ich ja keinen Kundenkontakt habe - egal, wurde abgeschmettert mit "alle sollen gleich aussehen,wir haben da konkrete Vorstellungen!"
Frage nach Umkleide - "nein,es gibt einen Raum für alle,aber ein Spint steht Ihnen nicht zu!"
Meinen Nasenring durch einen Stecker ersetzen,Lippenbändchenring durch einen Stab,gedehntes Ohrläppchen durch einen Plastikstöpsel in einem hautfarbenden Ton. - "Nein, auch sämtlicher anderer Schmuck ist bei uns nicht erlaubt, außer der Ehering!"

Gerade rief meine Vermittlerin zurück: "Ich habe hier auch Kleidervorschriften und kann nicht im tiefausgeschnittenen T-Shirt zur Arbeit kommen!
Sie vereiteln dadurch eine Arbeitsaufnahme! Auch durch Ihre Piercings! Mir sind diese zwar nicht unangenehm aufgefallen,aber für einen Arbeitgeber .."
Ich fragte sie nach Persönlichkeitsrechten und sie sagte daraufhin, ich solle erstmal die Antwort abwarten, scheinbar wäre ich ja auch vor Ort ZITAT: unangenehm aufgefallen. Äh? Wie frech ist das denn?
Ich war im Blazer, Stoffhose und feinen schwarzen Schuhen beim Vorstellungstermin. Auch die Haare habe ich mir zurecht gemacht.
Ich seh' auch sonst nicht wild aus.
Und abgesehen davon - warum redet man mit mir, nahezu 30, als wäre ich infantile zwölf und eine völlig naive Arbeitsverweigerin?!
"Na ja...in der EGV habe ich an diesen Termin ja keine Rechtsfolgen gehängt..haben Sie sich denn jetzt trotzdem weiter beworben..?!"
Ab jetzt ist Sie stinkesauer..

(Sorry für die Emotionen, ich danke euch!)
kasperbude ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2011, 19:45   #9
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Standard AW: §121 SGB III - Darf ich die Arbeit ablehnen?

Das allgemeine Persönlichkeitsrecht ist nach Art. 1 I und Art. 2I GG geschützt. Das Tragen von Piercings trifft nur den sozialen Bereich, der von allen Bereiches des Persönlichkeitsrecht am wenigsten geschützt ist. Aber einen Eingriff damit zu rechtfertigen, "das ist bei uns so üblich", das geht schon einmal gar nicht. Die GG strahlen über die Generalklausel des Zivilrechts § 242 BGB in das Zivilrecht ein. Grundsätzlich darf das allgemeine Persönlichkeitsrecht nur durch ein Gesetz eingeschränkt werden. So ein Gesetz, dass verbietet Körperschmuck zu tragen, gibt es nicht.
Steht denn im Arbeitsvertrag eine "Piercing-Klausel" drin?
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2011, 01:13   #10
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kasperbude Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: §121 SGB III - Darf ich die Arbeit ablehnen?

Danke für diese Info!

Mir wurde gesagt,dass es ein striktes Leit(d!)bild im Unternehmens gibt und danach sollen eben alle Mitarbeiter gleich aussehen.
(Hitlers Zeiten?!) "Induvidualität gehört in Ihre Freizeit!"
Es gibt übrigens auch eine Anleitung für weibliche Mitarbeiter wie die Haare zu tragen sind. (Unabhängig von Ihrer Tätigkeit)
Den Vertrag habe ich nicht gesehen.
Soweit ich mich erinnere, wird aber die Verpflichtung zur Einhaltung des Leit(d!)bilds Bestandteil sein.


So unangenehm scheine ich übrigens nicht aufgefallen zu sein,vorhin bekam ich den Anruf,dass ich Mo zur "Einkleidung" kommen dürfe und ab Di antreten könne.
Ich bedankte mich,erwähnte aber,dass es für mich nicht zumutbar sei,meine Persönlichkeit so drastisch zu verändern.
Immerhin für meinen Nasenring hatte man schon nun doch schon eine Idee-ich solle ihn doch bitte gegen einen Stecker tauschen und diesen dann bitte täglich mit Pflaster abkleben.
Als ich fragte, ob diese "Ausnahmegenehmigung" dann bitte in meinem Vertrag aufgenommen wird,wurde es erschrocken übergangen "na, das ist ja nicht so wichtig.." (Sinngemäß)
Meine Absage hat der gute Herr gar nicht angenommen. "Wir sprechen dann morgen noch mal!" (Dringender Personalbedarf?!)

Haltet mich bitte nicht für unverschämt,aber für einen meiner (Aus-)Bildung angemessenen Job oder eine wie meine vorig entlohnte Anstellung,mache ich das sofort,aber nicht für Entgeltgruppe 2 + 1.5%, BZA-Tarif mit 45Std. in 6-Tage-Woche. (Btw: 1A-Arbeitsbedingungen für 'ne Körperbehinderte!)

Vielen Dank für eure Mühe und Zeit,ohne euch wäre ich ernsthaft verloren!
kasperbude ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2011, 04:19   #11
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Donauwelle strebt aufwärts...
Standard AW: §121 SGB III - Darf ich die Arbeit ablehnen?

Darf ich dir auf deine Anfrage ehrlich antworten?

Ich würde den Job nehmen - du kannst danach immer noch weiter suchen, aber je länger du arbeitslos bist, desto schwieriger ist es - gerade weil es ja Vermittlungshemmnisse gibt. Soviel Gehaltseinbusse zu vorher hast du nicht - insbesondere wenn man es dann netto sieht.

Und - Äußerlichkeiten sind nur Äußerlichkeiten - im Job muss ich eben das machen, was mir der Arbeitgeber vorschreibt - und das ist hier nichts besonders diskriminierendes - und muss eben nicht meine Persönlichkeit ausdrücken. Es ist auch keine große Qual den Tag mit langen Ärmeln zu verbringen... Den Spagat zwischen dem Aussehen im Job und zuhause machen doch viele - auch viele Männer, da dort Ohrring und Tätowierung eben zu vielen Betrieben nicht passen. Aber besser als ohne Job zu sein.
Donauwelle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2011, 12:45   #12
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kasperbude Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: §121 SGB III - Darf ich die Arbeit ablehnen?

@donauwelle: Ehrlichkeit
Nun hat der letzte Satz meines vorigen Postings wahrscheinlich einen gewissen Eindruck hinterlassen,der gar nicht zutrifft,aber damit muss ich wohl leben.

Es geht nicht darum,sich einem Arbeitgeber überhaupt nicht anpassen zu können,sondern ob ich vom Amt gezwungen werden kann,dass ich mein Aussehen permanent verändere,um jede Arbeit anzutreten. (Einem Übergewichtigen würde man doch nie sagen,er solle Gewicht reduzieren!)

Geschlossene Kleidung im Sommer sehe ich für mich als Zumutung.
Durch meine Behinderung und Medikamente bin ich übertrieben schnell erschöpft,eine 6-Tage-Woche wird eventuell gar nicht zulassen,sich erfolgreich weiterzubewerben.Hab wahnsinnige Angst,dass ich erst einmal in dem Trott drin bin.
200€ netto weniger schmerzen! (Nicht Shoppinginteresse,sondern Altlasten)
Zudem habe ich ja auch noch einiges an Bewerbungen offen und bin erst seit 2 Monaten und 1 Woche arbeitssuchend.

Ja,man findet immer Gründe etwas nicht zu machen,aber ich hatte mich ja wirklich um Wege bemüht!
__

:dank:
kasperbude ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2011, 15:58   #13
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Wenn das Tragen von Nasenringen nicht im Arbeitsvertrag verboten ist, kannst du ihn doch tragen. Sollte dieses Verbot im Arbeitsvertrag als Klausel im Vertrag stehen, streiche sie einfach durch und unterschreibe und trage den Nasenring.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2011, 19:59   #14
Arbeitssuchend
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Standard AW: §121 SGB III - Darf ich die Arbeit ablehnen?

Zitat von kasperbude Beitrag anzeigen
(Einem Übergewichtigen würde man doch nie sagen,er solle Gewicht reduzieren!)
doch, gibt es leider auch ....
war zwar als freundschaftlicher Rat an mich von SB verpackt,
aber trotzdem imho stark grenzwertig ...

Grüße
Arbeitssuchend
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Alt 09.04.2011, 21:15   #15
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Natürlich darf der AG auch ins Persönlichkeitsrecht eingreifen, aber dafür muss er Regeln einhalten, die allgemeine Üblichkeit ist keine. Wenn in die Grundrechte eingegriffen wird, kann man klagen oder man legt die Nasenringe ab.
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Alt 09.04.2011, 21:51   #16
gurkenaugust
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Rein praktisch besehen wird es so laufen, daß der Arbeitgeber bei unüberbrückbaren Differenzen hinsichtlich des äußeren Erscheinungsbildes seiner neuen Beschäftigten innerhalb der Probezeit rasch eine Kündigung aussprechen wird. Die muß formal überhaupt nicht begründet werden. Der Arbeitgeber wird dies wahrscheinlich auch nicht in nachweisbarer Form tun, um keine Angriffspunkte wegen Willkür und ähnlichem zu liefern.

Ich möchte nicht unken, aber ich fürchte, daß es im hier geschilderten Fall genauso laufen wird.

Dann empfiehlt sich doch besser gleich ein offenes Gespräch mit der Firma von Anfang an, damit sie das Stellenangebot gar nicht macht oder es zurückzieht. Das ist letztlich einfacher für beide Seiten.
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Alt 10.04.2011, 03:39   #17
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Zitat von Muzel Beitrag anzeigen
Wenn das Tragen von Nasenringen nicht im Arbeitsvertrag verboten ist, kannst du ihn doch tragen. Sollte dieses Verbot im Arbeitsvertrag als Klausel im Vertrag stehen, streiche sie einfach durch und unterschreibe und trage den Nasenring.
Du meinst also,wenn nicht explizit aufgeführt ist,dass das Tragen von Schmuck verboten ist,darf der Arbeitnehmer das? Zählt hier die Verpflichtung zur Einhaltung des Leitbilds denn nicht? Will mich ja mit niemandem anlegen und innerhalb der Probezeit zu gehen,wäre damit ja schon fast besiegelt.
Na ja,der verschissene Ring war ja gar nicht das einzige Problem fürs Unternehmen.
Whatever,ich habe abgesagt. "Wir würden Sie auch zu einem späteren Zeitpunkt gerne einstellen." :-)

Fast vergessen: @kiwi: Das ist das erste Angebot meiner SB! Mal sehen,ob sie in Zukunft dran denkt.. Hoffe einfach,dass meine eigenen Bewerbungen fruchten.

Lieben Dank an euch alle!!

@arbeitssuchend:
Ernst? Unverschämtheit! Auch mit "Sie vereiteln dadurch die Arbeitsaufnahme!" ?
Seitdem ich hier im elo mitlese,fehlen mir ohnehin ständig die Worte..


Damit wäre jetzt geklärt,es gibt immer noch das Persönlichkeitsrecht .. und .. angeblich sei die Würde des Menschen ja auch unantastbar!

__

:dank:
kasperbude ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.04.2011, 08:50   #18
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Zitat von Donauwelle Beitrag anzeigen
Darf ich dir auf deine Anfrage ehrlich antworten?

Ich würde den Job nehmen - du kannst danach immer noch weiter suchen, aber je länger du arbeitslos bist, desto schwieriger ist es - gerade weil es ja Vermittlungshemmnisse gibt. Soviel Gehaltseinbusse zu vorher hast du nicht - insbesondere wenn man es dann netto sieht.
Das würde ich auch empfehlen - annehmen, aber nicht nachgeben.

Mit Pflaster abkleben...wäre doch erstmal eine Lösung... obwohl das natürlich richtig blöd aussieht...

Und: Laß dir vorab den Arbeitsvertrag zur Prüfung mailen - dann siehst du, was drin steht.
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.04.2011, 09:32   #19
Arbeitssuchend
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Zitat von kasperbude Beitrag anzeigen
@arbeitssuchend:
Ernst? Unverschämtheit! Auch mit "Sie vereiteln dadurch die Arbeitsaufnahme!" ?
Hallo kasperbude,
"Sie vereiteln dadurch die Arbeitsaufnahme" wurde nicht gesagt.
Aber es kam durch, dass eine Arbeitsaufnahme mit etwas weniger Gewicht vermutlich durchaus leichter fallen würde.
Dabei habe ich nicht einmal so extremes Übergewicht
und alles ist gut verteilt . Wenn ich sage, was ich wirklich wiege,
glaubt es mir keiner, weil ich nach weniger Gewicht aussehe.

Falls nochmal irgend so etwas von einem SB käme,
würde ich insofern dagegen steuern, indem ich sagen werde,
dass solche Anmerkungen kontraproduktiv sind,
da allenfalls langfristig erreichbar,und dass SB mich lieber dahin gehend beraten und fördern soll,
was jetzt, also aktuell, machbar ist.

Grüße
Arbeitssuchend
  Mit Zitat antworten
Alt 10.04.2011, 15:53   #20
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Gurkenaugust, ich sehe das genau wie du. So wie ich die TE verstanden habe, will sie den Job sowieso nicht und Ärger mit der SB auch nicht, dann sollte man doch den Nasenring weitertragen.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
121 sgb iii, ablehnen, arbeit, §121

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