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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 30.11.2006, 12:08   #1
not-working-now->Emailproblem
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Registriert seit: 18.09.2006
Beiträge: 3
not-working-now
Standard "Erfahrungsbericht"

Hallo,

hier nur mal ein "Erfahrungsbericht", welcher sich sicherlich einreiht in die Horror-Geschichten der AfA.

Ich hatte einen Termin, eine "Einladung", erhalten. Diesen konnte ich nicht wahrnehmen, weil mir keine Geldmittel zur Verfügung standen, um zur AfA zu kommen. Ich wohne ca. 25 km entfernt und benötige 10 Euro für die Hin- und Rückfahrt. Nun war es Ende des Monats und ich hatte wirklich gar nichts mehr, sodass ich froh war, noch überhaupt etwas zu essen zu haben.
Ich rief an bei der AfA und teilte mit, ich könne nicht kommen. Dies wurde aufgenommen.
Dann erhielt ich eine erneute Einladung sowie die Mitteilung, dass die Leistungen vorläufig eingestellt würden, da ich nicht erschienen wäre und auch keinen wichtigen Grund hierfür mitgeteilt hätte.

Nun werde ich mich natürlich gem. SGB X § 24 dazu schriftlich äußern.

Davon abgesehen: Egal wie oft ich anrufe um meine SB zu sprechen, man versichert mir Rückruf, doch erfolgt dieser nie. Wenn ich nach den Namen der Teamleiterin meiner SB frage, sagt man mir, man könne mir dies nicht mitteilen. Aber meine SB würde mich zurückrufen (sicher), um mir deren Namen mitzuteilen. Genau.

Ich weiß nicht, wie viele Schreiben und Beschwerden ich schon verfasst habe, alleine wg. den völlig unqualifizierten Stellenvorschläge. Ich gebe mein Geld aus (wird nicht von der AfA erstattet weil im Pendelbereich liegend), um zu Termine zu kommen. Jüngst bewarb ich mich dann bei einem Personaldienstleister. Völlig unseriöses Unternehmen. Man verweigerte mir eine Kopie der persönlichen Angaben, die ich machte.
All dies muss man sich antun und zu guter Letzt: Die AfA hat bis heute auf kein einziges Schreiben / Beschwerde / Einspruch meinerseits reagiert.

Meine SB ist eine Halbtagskraft, die zuvor irgendwo bei Minimal an der Kasse gesessen hat. Sie hat überhaupt keine Ahnung von meinen Qualifikationen und weiß einfach nicht, was sie tut.

Ich frage mich wirklich, ist das alles noch normal? Muss man sich das gefallen lassen? Es ist wirklich frustrierend, nach über 100 Bewerbungen sich sagen zu lassen, man hätte sich nicht "bemüht" und solle doch an einer sog. "Maßnahme zur Eignungsfeststellung" teilnehmen. Dies obwohl jahrelange Berufserfahrung vorhanden ist, 1a Arbeitszeugnisse vorliegen, meine Bewerbungsunterlagen inkl. Power Point Präsentation vorliegen. Dies obwohl ich mich entsprechend verhalte bei AfA-Terminen, Kompetenzen besitze und dies zum Ausruck bringen kann.

Auch diese "Maßnahme" habe ich mit einem 5-seitigen Einspruch abgelehnt. Eine Antwort kam nie, aber ich musste nicht daran teilnehmen.

Leute, wie übersteht IHR das? Ich werde langsam vielleicht verrückt und ziehe ernsthaft in Erwägung "aufzugeben" und einfach irgendeinen Job anzunehmen, nur um die Mühlen der AfA endlich zu entkommen.
Auch wenn ich weiß, dass dies keine Zukunft für meine weitere Karriere bedeutet.

Jedenfalls fühle ich mit Euch und wünsche Euch, dass es Euch besser ergeht.

Gruss
Cathy
not-working-now ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2006, 09:33   #2
Pete->Emailproblem
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Registriert seit: 29.03.2006
Beiträge: 194
Pete
Standard

Da fällt einem nix mehr zu ein... ohne Worte!

Bin 23 und habe mal n Job und mal wieder nicht. Das macht die Sache nicht ganz so aussichtslos.

Allerdings kriegt mich im Leben auch keine Zeitarbeitsfirma mehr, und ich schaffe mich davor zu drücken. Dann gibt es zwar ne Sperrzeit aber die kann ich meistens überbrücken bis das Geld wieder eingeklagt ist.

Lieber stehend sterben als knieend leben - so hart es auch klingt.
Pete ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2006, 11:20   #3
Dragon->Emailproblem
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Registriert seit: 18.06.2005
Beiträge: 117
Dragon
Standard

Kommt mir alles nur allzu bekannt vor. Eigentlich will ich nur Arbeiten. Zur Zeit bin ich in einem Praktikum, das regulär bezahlt wird und als normale Arbeitsstelle deklariert ist.
Davon bezahlt einen Anteil die Arge. Vorgestern wurde mir mitgeteilt das nach ablauf des Praktikum einen 400 Euro job (gnädigerweise)bekommen könnte. Ich bin echt sauer.
ZUmal ständig bei solchen Abzockerunternehmen lande. Erst alles aus einem rausholen und dann fallenlassen. Das schlimme ist das man sich sändig wie ein Bittsteller vorkommt und gar nicht die Chance erhält in eine reguläre Stelle zu kommen. Der nächste Praktikant wartet ja bereits.
bin echt genervt.
Dragon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2006, 11:59   #4
Arco
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Registriert seit: 11.02.2006
Ort: Kassel / Hessen
Beiträge: 4.272
Arco
Standard

... also wenn Du 10 Euro Kosten hast für den Besuch der Arge dann müssen DIE diese Fahrtkosten übernehmen !

Antrag stellen ! ! schriftlich ! !

Auch wenn sehr oft steht " Fahrtkosten unter 6 Euro werden nicht übernommen " - ist auch dies nicht rechtmäßig - gibt schon ein Urteil ! ! (zur Zeit aber in Revision ?)

Aber wer kein Antrag stellt, keinenen Widerspruch - der bekommt auch kein Urteil für sich und Andere :!:

Wegen der anderen Punkte - so sind DIE ebend :( mal so - mal so :(

EDIT: sehr gerade Alg1 oder Alg2 ?
Arco ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2006, 12:12   #5
Luna
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Beiträge: n/a
Standard Re: "Erfahrungsbericht"

Zitat von not-working-now
Leute, wie übersteht IHR das? Ich werde langsam vielleicht verrückt und ziehe ernsthaft in Erwägung "aufzugeben" und einfach irgendeinen Job anzunehmen, nur um die Mühlen der AfA endlich zu entkommen.
Auch wenn ich weiß, dass dies keine Zukunft für meine weitere Karriere bedeutet.
Cathy, ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung sagen, nimm nicht irgendeinen Job an. Ich hab dadurch einen Griff ins Klo getan, mit dem ich immer noch zu tun hab. Was bedeutet Dir eigentlich "Karriere"? Geht es Dir darum, in einer Hierarchie aufzusteigen oder einen Job zu machen, der Dich als Mensch befriedigt? Diesen findet man manchmal nur auf Abwegen bzw. Umwegen.

Viele Grüße
Luna
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Alt 17.12.2006, 13:32   #6
Andi_->Emailproblem
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Registriert seit: 19.04.2006
Beiträge: 647
Andi_
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Wenn du erstmal Alg2 beziehst musst du -jede- Tätigkeit annehmen, die -irgendwie- zumutbar scheint. Wie neulich in dem Bericht von der Frau Dr. Dr., der man als "Langzeitarbeitslose" (sie wurde so eingestuft, weil sie die letzten Jahre im Ausland tätig war) zur "Eignungsprüfung" einen Ein-Euro-Job als Küchenhilfe vergeben hat. So sollte die Frau Dr. Dr. (einen Titel Medizin, erinnere ich mich, einen in Geschichte, glaube ich mich zu erinnern) also erstmal beweisen, ob sie überhaupt dem Arbeitsmarkt gewachsen ist. Sie verabschiedet sich wohl wieder ins Ausland, im Vor- und Nachspann der Geschichte lief dann folglich die Rede einer Politikerin, die die Abwanderung hochqualifizierter deutscher Akademiker ins Ausland beklagte.

Alles übrigens nach Recht und Gesetz, die zuständige Arge fand das insofern auch alles ganz normal und entschuldigte sich lediglich dafür, dass man bei der Aufforderung zum Ein-Euro-Job ihre Titel in der Anrede "unterschlagen" hat. Da ward aus Frau Dr. Dr. eine Frau (ohne Dr.) Küchenhilfe :pfeiff:
__

Dies ist meine private Meinung konform Artikel 5 GG.
Andi_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.12.2006, 13:43   #7
Luna
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Beiträge: n/a
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Andi, es gibt Mittel und Wege, nicht jeden Scheißjob annehmen zu müssen.

Gruß, Luna
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Alt 17.12.2006, 20:07   #8
muensterland1
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Standard Re: "Erfahrungsbericht"

.
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Alt 17.12.2006, 20:11   #9
muensterland1
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Re: "Erfahrungsbericht"

Zitat von not-working-now
Hallo,

hier nur mal ein "Erfahrungsbericht", welcher sich sicherlich einreiht in die Horror-Geschichten der AfA.

Ich hatte einen Termin, eine "Einladung", erhalten. Diesen konnte ich nicht wahrnehmen, weil mir keine Geldmittel zur Verfügung standen, um zur AfA zu kommen. Ich wohne ca. 25 km entfernt und benötige 10 Euro für die Hin- und Rückfahrt. Nun war es Ende des Monats und ich hatte wirklich gar nichts mehr, sodass ich froh war, noch überhaupt etwas zu essen zu haben.
Ich rief an bei der AfA und teilte mit, ich könne nicht kommen. Dies wurde aufgenommen.
Dann erhielt ich eine erneute Einladung sowie die Mitteilung, dass die Leistungen vorläufig eingestellt würden, da ich nicht erschienen wäre und auch keinen wichtigen Grund hierfür mitgeteilt hätte.

Nun werde ich mich natürlich gem. SGB X § 24 dazu schriftlich äußern.

Davon abgesehen: Egal wie oft ich anrufe um meine SB zu sprechen, man versichert mir Rückruf, doch erfolgt dieser nie. Wenn ich nach den Namen der Teamleiterin meiner SB frage, sagt man mir, man könne mir dies nicht mitteilen. Aber meine SB würde mich zurückrufen (sicher), um mir deren Namen mitzuteilen. Genau.

Ich weiß nicht, wie viele Schreiben und Beschwerden ich schon verfasst habe, alleine wg. den völlig unqualifizierten Stellenvorschläge. Ich gebe mein Geld aus (wird nicht von der AfA erstattet weil im Pendelbereich liegend), um zu Termine zu kommen. Jüngst bewarb ich mich dann bei einem Personaldienstleister. Völlig unseriöses Unternehmen. Man verweigerte mir eine Kopie der persönlichen Angaben, die ich machte.
All dies muss man sich antun und zu guter Letzt: Die AfA hat bis heute auf kein einziges Schreiben / Beschwerde / Einspruch meinerseits reagiert.

Meine SB ist eine Halbtagskraft, die zuvor irgendwo bei Minimal an der Kasse gesessen hat. Sie hat überhaupt keine Ahnung von meinen Qualifikationen und weiß einfach nicht, was sie tut.

Ich frage mich wirklich, ist das alles noch normal? Muss man sich das gefallen lassen? Es ist wirklich frustrierend, nach über 100 Bewerbungen sich sagen zu lassen, man hätte sich nicht "bemüht" und solle doch an einer sog. "Maßnahme zur Eignungsfeststellung" teilnehmen. Dies obwohl jahrelange Berufserfahrung vorhanden ist, 1a Arbeitszeugnisse vorliegen, meine Bewerbungsunterlagen inkl. Power Point Präsentation vorliegen. Dies obwohl ich mich entsprechend verhalte bei AfA-Terminen, Kompetenzen besitze und dies zum Ausruck bringen kann.

Auch diese "Maßnahme" habe ich mit einem 5-seitigen Einspruch abgelehnt. Eine Antwort kam nie, aber ich musste nicht daran teilnehmen.

Leute, wie übersteht IHR das? Ich werde langsam vielleicht verrückt und ziehe ernsthaft in Erwägung "aufzugeben" und einfach irgendeinen Job anzunehmen, nur um die Mühlen der AfA endlich zu entkommen.
Auch wenn ich weiß, dass dies keine Zukunft für meine weitere Karriere bedeutet.

Jedenfalls fühle ich mit Euch und wünsche Euch, dass es Euch besser ergeht.

Gruss
Cathy
Als ich Deinen Bericht gelesen habe,dachte ich,das ich ihn geschrieben hätte.Deine Erfahrungen mit diesen Idioten der Arge decken sich mit meinen zu 100 % überein.Nur mit dem Unterschied,das ich gegen die Arge in mehreren Punkten eine Klage beim Sozialgericht am laufen habe.
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