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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 22.06.2017, 14:09   #1
Andi83
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Andi83
Standard Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktiv. & berufl. Eingliederung gem. §45 Abs.1 S.1 SGBIII

Hallo zusammen,

ich habe heute Morgen einen Brief mit o.g. Zuweisung von der Agentur bekommen und muss mich schon sehr darüber wundern und weiß nun nicht genau wie ich weiter vorgehen mich verhalten soll.
Daher bin ich um jede Mithilfe in diesem Fall sehr dankbar!

Kurz zu meiner Person/Fall: Ich (Ü 25) bin seit 01.04.17 wieder arbeitslos und beziehe ALG1. Ich war bereits von 01.08.16 - 08.01.17 arbeitslos und habe dann zwischenzeitlich in einer Firma knapp 3 Monate gearbeitet bis die Kündigung in der Probezeit kam, somit bin ich wieder Arbeit suchend seit 01.04.17.

Nun habe ich den besagten Brief mit der Zuweisung heute Morgen erhalten und bin ziemlich perplex,
da die Maßnahme in Vollzeit am Montag um 8:00Uhr
beginnen und 7 Wochen dauern soll. Es ist aber überhaupt nicht ersichtlich um was es in der Maßnahme gehen soll und was die Ziele dieser sein sollen, es steht nur als Bezeichnung LAV (LAV ist wohl für Langzeitarbeitslose!?). Des weiteren hat kein Gespräch mit meinen SB stattgefunden bezüglich meiner Bewerbungsbemühungen oder sonstigem. Eine Eingliederungsvereinbarung habe ich auch nie unterschrieben (wurde nie drüber gesprochen mit dem SB). Vermittlungsvorschläge für Stellen habe ich von meinen SB auch nicht erhalten!

Habe heute morgen die Hotline angerufen und um Rückruf meines SB gebeten. Die Dame meinte dann sie schreibt ihn mit Wichtigkeit Hoch an, dass er mich nach Möglichkeit spätestens morgen zurückrufen solle. Da die Rückruffrist aber 2 Werktage sind, kann sie dies nicht garantieren und ich soll auf jeden Fall am Montag um 08:00 bei der Maßnahme erscheinen...

Ist es möglich aufgrund der beschriebenen Tatsachen diese Zuweisung/ Maßnahme abzulehnen bzw. Widerspruch einzulegen ohne mit Sanktionen rechnen zu müssen? Die Zuweisung hat eine Rechtsfolgenbelehrung, in der steht, dass ich mit einer Sperrzeit rechnen muss. Wie verhalte ich mich nun (auch in Anbetracht des kurzen Zeitraums) am Besten? Eine Teilnahme meinerseits ist nicht vorgesehen!

Über Rückantworten von euch würde ich mich sehr freuen!

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img_5297.jpg   img_5298.jpg   img_5299.jpg  

Geändert von Andi83 (22.06.2017 um 15:22 Uhr)
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Alt 22.06.2017, 14:35   #2
Pixelschieberin
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Standard AW: Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktiv. & berufl. Eingliederung gem. §45 Abs.1 S.1 SGB

Deine Telefonate mit Drückern, bei denen ein griffbereiter Schalter umgelegt wird, sobald das Wort "Maßnahme" fällt, kannst du WIE beweisen wenn es zum Schwur kommt?

Zur Zuweisung selbst:
Mit DL und Zoom ists nicht nur verdreht sondern auch total verwaschen. ICH kann das nicht lesen.
Merke:
Zeichenerkennung steigt mit dem Bekanntheitsgrad.

Wie auch immer.
Da im Zusammenhang mit sinnbefreiten=unerwünschten Maßnahmen stets die selben Fragen hochgewühlt werden, kopiere ich aus einem Post mit passenden Querverweisen.

Es gibt zu tun.
Sobald die Schularbeiten gemacht sind, können eigene Strippen gezogen und kluge Fragen an JC-SBs gestellt werden.

Beachte:
Diese Sammlung ist für Alg 2 Bezieher angedacht.
Bei Alg 1 (nicht meine Baustelle) gibt es offenbar die Möglichkeit, den Bezug durch eine Maßnahme nach hinten raus zu verlängern.
Das solltest du checken, ehe du dich auf die Hinterbeine stellst.

Such dir die für dich passenden Highlights aus dem Pfeilköcher:
Verfasser AnonNemo:
- Verhalten beim Träger - Maßnahmeabwehr
- Erklärung, warum kein Vertrag beim Träger unterschrieben wurde - es sei bereits alles geregelt -
- Vermittlungsgutschein und das Bewerben bei privaten Dienstleister - ZAF
- Bewerbungsbemühungen, Jobbörse, anonymes Profil, Referenznr, ZAF abwehren
- Vermittlungsvorschlag (VV), Jobbörse, anonymes Profil, Referenznr, ZAF abwehren

Verfasser Ozymandias:
- Keine Sanktion bei Arbeitsangeboten eines Maßnahmeträgers
- VA mit AGH-Zwang - Antwortschreiben
- VA, Datenfreigabezwang an MT macht VA rechtswidrig
- Maßnahmenverweigerung lt SG Berlin nicht sanktionierbar
- Maßnahme länger als EGVA - nicht zulässig
- Argumente gegen Maßnahme in VA

Verfasser Schikanierter:
- Wie bestimmt muss ein Angebot einer Massnahme sein, um unanfechtbar zu sein?
- Angebot einer Maßnahme ist i.d.R. ein VA und nicht vorbereitendes Verwaltungshandeln
- Maßnahmezuweisung wird gekonnt auseinandergenommen

***

Hier ein Faden des Users "Simor", der sich dem Thema sehr gewitzt stellte.
Einer seiner smart-ass-Schachzüge:
SOFORT sämtliche FREIWILLIG erteilten "Einverständniserklärungen" bezüglich seiner Datenverwurstung zurückzunehmen. (Widerruf)

Wer (noch) nichts zurückzunehmen=zu widerrufen hat, VERBIETET vorsorglich.
Konkrete Verbote hinsichtlich Datenverwurstung durch Dritte können ebenfalls vorsorglich gegenüber JC UND Trägern ausgesprochen werden.
Wem die Datenverwurstung via VA aufs Auge gedrückt wurde, widerspricht zeitnah.
Vorlagen findest du im Forum.

Alles schriftlich und nachweisbar auf den Weg bringen.
Versteht sich.
__

Mostly harmless...
„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“ (A. Lincoln)
„Der Elo geht so lange zum JC, bis er bricht." (Aus unveröffentlichten Werken des Ozymandias)
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Alt 22.06.2017, 15:04   #3
Andy1971
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Andy1971 Andy1971 Andy1971
Standard AW: Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktiv. & berufl. Eingliederung gem. §45 Abs.1 S.1 SGB

ich habe mal die Zuweisung von Andi83 gedreht und in einer PDF zusammen gefügt.

Hoffe man kann sie so besser lesen.

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Zuweisung.pdf (1,76 MB, 63x aufgerufen)
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Alt 22.06.2017, 16:31   #4
Vidya
 
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Standard AW: Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktiv. & berufl. Eingliederung gem. §45 Abs.1 S.1 SGB

Zitat von Andi83 Beitrag anzeigen
...somit bin ich wieder Arbeit suchend seit 01.04.17.
Hast du in Dieser Zeit schon einen AVGS PAV beantragt? Also einen AVGS für einen privaten Arbeitsvermittler. Wenn nicht -unverzüglich und nachweislich beantragen -ist ein Strategie-Schritt gegen die Maßnahme. Hättest Du den schon früher beantragt, dann hätte man Dich nicht zu der Maßnahme zuweisen dürfen .Warum?

Diese Maßnahme LAV "Langzeitarbeitslosigkeit vermeiden"

Ist ein vorab ausgeschriebenes und dann an den billigsten Bieter vergebenes Serienprodukt der BA, welches über den Regionalen Zentraleinkauf der Bundesagentur bundesweit über drei Zentralstellen gesteuert wird. Nun kenne ich Deinen Standort nicht. Ist aber nicht schlimm, denn die Maßnahme LAV ist in den Vergabeunterlagen für den Träger bzw. mit immer gleich -ob in Berlin oder Bayern. Der Unterschied liegt hier nur mariginal darin, dass der Träger Vermittlungsqouten erfüllen muß. Beispiel Berlin sind es aktuell 15 Prozent. In einer Kleinstadt dagegen sind meistens gar keine Quoten dabei. Daher ist anzunehmen ,dass mehr als 15 Prozent der Eingliederung aus diesen Maßnahmen nicht erwartet oder geleistet werden muss. Der Träger in der Zuweisung hat generell die selben Bedingungen als Auftragnehmer gegenüber seinem Auftraggeber zu erfüllen. Bei SGB II kauft die BA diese Maßnahmen auch für die Jobcenter so ein. Das Jobcenter taucht dann in den Unterlagen als Bedarfsträger auf. Soviel dazu -um den Text im Anhang besser zuordnen zu können.

Ich habe Dir als Bespiel da mal eine Leistungsbeschreibung des LAV Maßnahmen- Serienprodukts von der BA als Auftraggeber für die jeweiligen Träger allgemein anhangen. Diese Vorgaben sind Teil des Vertrages mit dem jeweiligen Träger . Somit bist Du dann besser informiert als mit irgendeinem Flyer des Trägers. Hier am Beispiel Berlin, denn eine LAV für ein Berliner Jobcenter (witzig -sind ja schon Langzeitarbeitslose) ist gerade aktuell ausgeschrieben -schon in der 3. Welle -wie da drüber steht.
Es gibt übrigens keine LAV Ausschreibung für ALG I Elo extra , Die BA weist jetzt nur gerne vermehrt ALG I Bezieher zu, weil sich die Elo aus SGB II meist nicht die versteckten Schadenersatzklauseln in deren Zusatzvereinbarungen auf privater Ebene des Trägers leisten können und wollen.

Da das Endziel dieser Maßnahme immer die Vermittlung von 15 Prozent der Teilnehmer in eine Beschäftigung PER AVGS durch den privaten Träger sein soll -meist mit mindestens 15 Stunden. Da stellt sich natürlich die Frage :

Warum hat man Dir nicht vorab die Chance eröffnet , dies mittels AVGS in Eigenregie tun zu können?

Somit beraubt man Dich damit der Chance Deine Eigenverantwortung zu stärken und die Suche selbst in die Hand zu nehmen.

Zudem kostet die Maßnahme extra zum AVGS Geld und hat nur 15 Prozent Eingliederungschance -aber auch nur -wenn Du in einer Großstadt wohnst.

Insofern würde ich Dir raten dort hinzugehen - Unterlagen einzustecken -musst Du erst prüfen und auf Deinen Antrag auf AVGS verweisen.

Zudem würde ich ich mir die Maßnahmeinhalte im Anhang ansehen und Deinen SB aufklären -dass Du nicht ungefragt Deiner Selbstbestimmung beraubt werden willst und durchaus mehr als 15 Prozent Eingliederungschance hättest, sofern Dir der AVGS ausgehändigt würde....

So in etwa...ich würde auch nicht die Maßnahme als solche offensiv ablehen sondern nur betonen , das sie nicht mehr notwendig und viel teurer wäre als eine Aushändigung des AVGS an Dich . Als ALG I Elo hast Du einen Anspruch auf einen AVGS . Also fordere dieses Recht vorranig ein. Mit einem Antrag darauf.

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf B_Leistungsbeschreibung LAV Maßnahme Berlin Vergabe über REZ der BA.pdf (120,5 KB, 47x aufgerufen)

Geändert von Vidya (22.06.2017 um 17:08 Uhr)
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Alt 22.06.2017, 16:56   #5
Andi83
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Andi83
Standard AW: Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktiv. & berufl. Eingliederung gem. §45 Abs.1 S.1 SGB

Vielen Dank für die bisherigen (schnellen) Antworten und guten Hilfestellungen!

Ich habe bislang keinerlei Anträge gestellt, auch nicht einen auf AVGS PAV. Dies werde ich natürlich jetzt nachholen, da es ja mein Recht ist. Allerdings stellt sich mir die Frage wie ich nun weiter vorgehen soll: Ich habe ja um Rückruf meines SB gebeten, nur ist die Frage wann er sich meldet, da am Montag die Maßnahme startet. Ich möchte es vermeiden überhaupt beim Träger persönlich zu erscheinen! Soll ich nicht hingehen und abwarten bis ich eine Vorladung von der Agentur bekomme um Stellung zu beziehen warum ich nicht erschienen bin oder soll ich dem SB jetzt schon mal per Email die Maßnahme ablehnen/ Widerspruch einlegen? Diese Fragen stellen sich mir aktuell....
Andi83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2017, 17:06   #6
Pfefferminz38
 
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Standard AW: Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktiv. & berufl. Eingliederung gem. §45 Abs.1 S.1 SGB

Telefonisch würde ich dort überhaupt nichts machen. Immer nachweislich schriftlich!
__

"Altwerden ist nichts für Feiglinge."
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Alt 22.06.2017, 17:11   #7
Gollum1964
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Standard AW: Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktiv. & berufl. Eingliederung gem. §45 Abs.1 S.1 SGB

Zitat von Andi83 Beitrag anzeigen

Ich habe bislang keinerlei Anträge gestellt, auch nicht einen auf AVGS PAV. Dies werde ich natürlich jetzt nachholen, da es ja mein Recht ist. Allerdings stellt sich mir die Frage wie ich nun weiter vorgehen soll.
aber Vorsicht Andi83,

bei den PAV warten andere Fallstricke auf dich (z.B. Schadensersatzforderungsansprüche, etc.). Die Verträge von denen sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen!
In meinen Augen unterscheiden Sie sich nicht viel von ZAF & Co. und werden dir meist Angebote für ZAF zukommen lassen, mit denen du eh schon über das Jobcenter zugeschüttet wirst.
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Alt 22.06.2017, 17:27   #8
Vidya
 
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Standard AW: Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktiv. & berufl. Eingliederung gem. §45 Abs.1 S.1 SGB

Zitat von Andi83 Beitrag anzeigen
Ich habe bislang keinerlei Anträge gestellt, auch nicht einen auf AVGS PAV. Dies werde ich natürlich jetzt nachholen, da es ja mein Recht ist...
.

SOFORT -am besten per FAX an Deinen SB - geht auch in vielen Copyshops. Es geht darum -das Deine Argumentation sich darauf konzentirren sollte, dass sich Dein Antrag und die Zuweisung überschnitten hat

Zitat von Andi83 Beitrag anzeigen
Allerdings stellt sich mir die Frage wie ich nun weiter vorgehen soll: Ich habe ja um Rückruf meines SB gebeten, .nur ist die Frage wann er sich meldet,
Das hake mal ganz schnell ab- Der SB hat Dich da reingeritten -vergiss das nicht . Der will seine Statistik aufhübschen -nicht Dich in Arbeit bringen. Hat der ganz deutlich mit dieser Zuweisung zum Ausdruck gebracht...Selbst wenn der anruft. Du hast -nach meiner Meinung - nur dann eine starke Position -um die Maßnahme abzuwenden , wenn Du dann schon den Antrag abgesendet hättest und ihm darauf verweisen würdest. Und nur darauf. Kannst Du auch im Antrag auf den AVGS machen. Auf was willst du soinst warten -auf Godot ?

Zitat von Andi83 Beitrag anzeigen
Ich möchte es vermeiden überhaupt beim Träger persönlich zu erscheinen!
Wieso nicht. Dem Träger sagst Du , das hätte sich überschnitten ,die Maßnahme sei EIGENTLICH nicht mehr notwendig. Lässt Dir aber die Unterlagen aushändigen- zur Prüfung Denn da steht auch meistens viel drin, was gegen die Maßnahme spricht. Das kann Dir nützlich sein.
Unterschreibe dort nichts. Wenn Du denen sagst -das Du schon einen Antrag auf einen AVGS für Dich gestellt hast ,dann lehnen die Dich wahrscheinlich selbst ab -denn dann verdienen die ja nichts an Dir -per AVGS..

Warte das Ergebnis des Auftakts beim Träger ab -und vermeide ein Einzelgespräch mit den Dozenten dort. Dies gilt nämlich meist als Eintritt in die Maßnahme . Lies dazu auch mal den Anhang durch.

Du machst es Dir zu einfach -wenn Du jetzt noch auf den SB vertraust oder meinst, den AVGS für Dich erst danach beantragen zu wollen.

Aber gut -letztendlich ist das Deine Baustelle und auch nur mein unverbindlicher Rat dazu.

Zitat von Gollum1964 Beitrag anzeigen
aber Vorsicht Andi83,bei den PAV warten andere Fallstricke auf dich (z.B. Schadensersatzforderungsansprüche, etc.). Die Verträge von denen sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen!
Bange machen gilt nicht !! Denn immerhin kann er sich dann den PAV selbst aussuchen. Er muss ja nicht jeden PAV nehmen oder jeden Vertrag unterzeichnen. In der Maßnahme muss er aber diesen aufgezwungenen Träger ertragen -mit ungewissem Ende und der Vorschaltung des Maßnahmeinhalts, welcher pure Zeit -und Geldverschwendung ist -nach meiner Meinung.
Vidya ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2017, 22:42   #9
Andi83
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Andi83
Standard AW: Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktiv. & berufl. Eingliederung gem. §45 Abs.1 S.1 SGB

Hallo Zusammen, Hallo Vidya,

ich danke euch bzw. dir herzlichst für eure/ deine ausführliche(n) Antwort(en) in meinem erstellten Thema.

Ich hätte da noch eine spezielle Frage an Dich. Habe mir nun den Antrag heruntergeladen und ausgefüllt (https://www.apriva.de/files/antrag_auf_avgs.pdf) und möchte morgen früh bei der Agentur bei meinem SB vorstellig werden und ihm den Antrag bringen und ihm sagen dass sich die Maßnahme mit meinem Antrag überschnitten hat und die Tipps aus dem Thread befolgen. Wäre es ein Fehler persönlich bei der Agentur zu erscheinen oder ist es besser den Antrag einfach nur zu faxen?? Wie schon erwähnt möchte ich nicht beim Träger erscheinen auch nicht am ersten Tag (am Montag).

Könnt Ihr/ du mir evtl. noch ein paar Tipps hierzu geben? Das wäre super nett von euch/ dir!

Viele Grüße

Geändert von Andi83 (22.06.2017 um 23:00 Uhr)
Andi83 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2017, 23:30   #10
Vidya
 
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Zitat von Andi83 Beitrag anzeigen
Wäre es ein Fehler persönlich bei der Agentur zu erscheinen oder ist es besser den Antrag einfach nur zu faxen??

Faxen -mit Sendeprotokoll als Nachweis. Gleichzeitig noch per Post versenden. Doppelt hält besser. Und nicht zur Arbeitsagentur. Du könntest den SB da vielleicht sauer machen und der nimmt dann Deinen Antrag nicht an oder , oder.. Angerufen hat er Dich ja bisher auch nicht. zum Glück, wie ich finde..

Überleg Dir -ob Du nicht doch hingehst zur Maßnahme, nur für den ersten Tag zur Klärung.. Habe schon alles dazu gesagt. Wieso und warum.

Denn wenn Du dem Träger selbst von Deinem Antrag auf AVGS erzählst, dann ist das Risiko aus der Zuweisung geringer, dass das Folgen nach sich ziehen könnte.

Aber - vielleicht haben andere Forenmitglieder auch noch Hinweise, Meinungen oder Ideen dazu.
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Alt 23.06.2017, 12:59   #11
Pixelschieberin
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Standard AW: Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktiv. & berufl. Eingliederung gem. §45 Abs.1 S.1 SGB

Zitat von Andi83 Beitrag anzeigen
[...] und ihm sagen dass sich die Maßnahme mit meinem Antrag überschnitten hat [...]
Und dann?
Soll SB einen Freudensprung machen und die Zuweisung, die bereits auf seinem Fleißbienchen-Konto als Plus verzeichnet ist, ohne erkennbare Not umständlichst zurück rudern?
Das bringt doch nur einen kleinen Aufschub der Konfrontation.
SB hat längst beschlossen, dich aus der Statistik zu schönen.
Ob das Sinn für dich und/oder des Steuerzahlers Säckel macht, ist SBs i. d. R. völlig Jacke.
Der hat seine "Kunden" bereits ausgeblendet, sobald sie die Klinke in die Hand nehmen.
Zitat von Vidya Beitrag anzeigen
[...] Denn wenn Du dem Träger selbst von Deinem Antrag auf AVGS erzählst, dann ist das Risiko aus der Zuweisung geringer, dass das Folgen nach sich ziehen könnte. [...]
Die Drohung ist etwas unkonkret. Welche Folgen denn?
Dessen ungeachtet - wozu den Träger ins Bild setzen?
Das sind wildfremde Leute!
Wenn es nach mir ginge, sollten Drücker, die sich der zahlenden Öffentlichkeit nicht mit Referenzen und Kennzahlen offenbaren, noch nicht mal ohne mein ausdrückliches Einverständnis erfahren, daß ich an der JC-Nadel hänge.
An Träger-Stelle riebe ich mir bei DER Nachricht sogleich die Hände und würde mit meinem SB-Amigo einzufädeln suchen, daß der Gutschein gefälligst bei MIR eingelöst werden möge.

Zum Gegeneinander-Ausspielen gehört eine Portion Chuzpe.
Wenn so ein Wisch im Anmarsch ist, kannst dich nur noch aus diesem sinnlosen Geld-Verbrennen raus winden, indem du dem SB weiszumachen suchst, daß du keinen Träger gefunden hast.

Und dann?

Findet ER halt einen für dich.
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Verweigerungshaltung - hinsichtlich zusätzlicher Unterschriften unter Verträge, die verharmlosend mit Begriffen wie "Mitwirkungsvereinbarung" getarnt werden - kann HE auch sofort an den Tag legen.
Ich habe Trägern stets gesagt, daß meine Zuweisung noch im Widerspruchsverfahren stecke.
Solch schlechte Nachrichten verkündet der schlaue Stratege erst nachdem deren Verträge eingesackt sind.

Ich spiele das Spielchen mit - wenn ich muß.
Wer sich schlau gemacht hat und die Regeln kennt, legt sich den Strick nicht noch selbst um den Hals.
Der unterschreibt bei rein nichts, was nach Vereinbarung oder Umgehung der Gesetze riecht.
Das fängt schon mit der Abtretungserklärung für die Fahrtkosten an.
Ausgeschlafene Bürger ver-bie-ten denen in der Privatsphäre zu stochern was sie verbieten können.
Das ist AKTIV.
Manche Rechte müssen in diesem System halt konkret eingefordert werden.

*****
Falls nachfolgende Vorschläge noch nicht gefunden wurden:
Da im Zusammenhang mit sinnbefreiten=unerwünschten Maßnahmen stets die selben Fragen hochgewühlt werden, kopiere ich aus einem Post mit passenden Querverweisen.

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- Erklärung, warum kein Vertrag beim Träger unterschrieben wurde - es sei bereits alles geregelt -
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- Vermittlungsvorschlag (VV), Jobbörse, anonymes Profil, Referenznr, ZAF abwehren

Verfasser Ozymandias:
- Keine Sanktion bei Arbeitsangeboten eines Maßnahmeträgers
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Alt 26.06.2017, 22:18   #12
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