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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 12.06.2017, 21:32   #1
stern1983
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Beiträge: 4
stern1983
Standard Tipps zum Vorgehen beim Gespräch mit Berater wg. Arbeitsaufnahme

Hallo liebe Forumianer,
ich hoffe, Ihr könnt mir einen Tipp geben, wie ich am Besten vorgehe...denn man muss ja gebau aufpassen, was man wie und überhaupt sagt, wenn man mit der Arbeitsagentur in Kontakt ist.

Kurz zur Info:
- seit 01.03.17 beziehe ich ALG1 ( aber keine weiteren Zahlung wie Wohngeld - es gibt keine EGV
- das Erstgespräch war nur die Profilerstellung und der Hinweis, dass ich die ersten drei Monate mehr oder minder "in Ruhe gelassen werde"
-habe auch ein paar Vermittlungsvorschläge bekommen, mich natürlich auf die in Frage kommenden beworben und bei den nicht passenden dementsprechend Feedback gegeben (z.B. wenn ein Ing. in Naturwissenschaften gefordert wurde, ich aber als Betriebswirt nicht geeignet bin)

So...nun habe ich mich natürlich fleissig selbst beworben und heute eine Zusage bekommen 😊 Da es ein Unternehmen mit Betriebsrat ist, muss er es noch formal abnicken und der Personaler sagte mir heute, dass ich daher in ca. 14 Tagen den Vertrag bekomme. Arbeitsbeginn wird der 1.8.17 und ist auch eine unbefristete Vollzeitstelle mit ausreichend Gehalt (also kein Wohngeld, etc. nötig).
Nun habe ich am 14.6., also übermorgen,Termin bei meinem Berater zur aktuellen Situation. Was empfehlt ihr mir:
- soll ich ihn informieren, dass ich auf den Vertrag warte und sobald er unterschrieben ist, die Änderungsmitteilung zusende
- soll ich nix sagen, weil ein unterschriebener Arbeitsvertrag ja erst das "Ende" vom ALG Bezug bedeutet, nicht dass die auf die Idee kommen, mir dann jetzt schon das ALG1 zu streichen 🤔
- die Stelle ist in Bremen, ich lebe bei Hamburg...tägliches Pendeln mit ÖPNV (habe kein Auto) wären 3h pro Strecke von Haustür bis Firma...daher werde ich umziehen.
- sollte ich gleich mal fragen, wie es mit Umzugskostenhilfe aussieht? Ich lebe allein und daher ist ein Umzug ohne Unternehmen nicht möglich. Meine Familie lebt weit weg und Freundeskreis ist auch nicht vor Ort und ich kann leider nicht allein Möbel auseinanderbauen, geschweige denn tragen und transportieren... ich hatte mal gelesen, man muss drei Angebote von Umzugsunternehmen vorlegen. Das wäre ja kein Problem.
- soweit ich weiss, ist die Übernahme von Umzugskosten eine "kann"-Entscheidung....wie gehe ich denn am Besten vor, damit ich meine Sachbearbeiterin überzeugen kann? Ich meine, ich koste der Agentur derzeit schon viel Geld, da müssten die ja froh sein, wenn ich jetzt nach vier Monaten endlich weg wäre. Den Umzug selbst zu finanzieren wäre leider viel zu teuer, da ich ja auch noch doppelte Miete zahlen muss wegen der Kündigungsfrist der jetzigen Wohnung.

Danke für eure Hilfe
Liebe Grüße
Anna
stern1983 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.06.2017, 23:00   #2
Kerstin_K
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Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K
Standard AW: Tipps zum Vorgehen beim Gespräch mit Berater wg. Arbeitsaufnahme

Ich finde es eine gute Idee, sich jetzt schon zu informieren, wie es mit Unterstützung beim Umzug aussieht.

Achtung: Es kann sein, dass Du diese Leistung vor Vertragsunterschruft beantragen musst.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 13.06.2017, 06:55   #3
stern1983
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stern1983
Standard

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Ich finde es eine gute Idee, sich jetzt schon zu informieren, wie es mit Unterstützung beim Umzug aussieht.

Achtung: Es kann sein, dass Du diese Leistung vor Vertragsunterschruft beantragen musst.
Danke Kerstin für den Hinweis. Den werde ich im Kopf behalten.
Ich glaube, ich werde der Beraterin sagen, dass ich derzeit auf den Vertrag warte, mich aber natürlich zwischenzeitlich weiter fleissig bewerbe...dann sollte sie beruhigt sein, dass ich nicht "faul" bin, andererseits will ich sie dadurch "ruhig stellen". Wäre ja blöd, wenn sie mir sonst noch eine Weiterbildungsmaßnahme a la Bewerberteaining o.ä. präsentieren will.
Dann frage ich auch gleich mal nach den Maßnahmen bugl. Umzugshilfwn, Vorgehen etc. . Ich schreibe es dann nieder, ich denke der ein oder andere Forumleser wird sicher in der gleichen Situation sein bzw. davor stehen.
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Alt 14.06.2017, 13:41   #4
stern1983
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stern1983
Standard AW: Tipps zum Vorgehen beim Gespräch mit Berater wg. Arbeitsaufnahme

So....ich komme von meinem Gespräch bei meiner Sachbearbeiterin. Das lief soweit nicht kritisch. Ich habe ihr mittgeteilt, dass ich ab 01.08. eine Stellenzusage habe und in ca. 2 Wochen den Arbeitsvertrag zugeschickt bekomme und ihn unterschreiben werde (die Einstellung muss durch den Betriebsrat abgesegnet werden, was auch 5 Tage dauern kann). Die Sachbearbeiterin meinte auch, dass wir das alles so laufen lassen und ich erst die Änderungsmitteilung schicke, wenn alles in Tüten und Papier ist und sie mir aber keine VV mehr schickt, ich ihr aber sagte, dass ich mich weiterhin bewerben werden - man kann ja nie wissen.
Natürlich sagte sie mir, dass sie dann eine Kopie des unterschriebenen Arbeitsvertrages benötigt...ich habe gar nichts dazu gesagt und nur gedacht "den bekommt sie sicher nicht zwecks Datenschutz und ich kann mich dadurch meinem Arbeitgeber gegenüber strafbar machen." Muss ich denen eigentlich auch angeben, was ich verdienen werde? Das steht in dem Formular zum Umzug dabei...ich finde ja nein, wenn ich keine aufstockenden Leistungen beziehen muss und das Gehalt gut genug ist, dass ich davon gut leben kann ohne Zuschüsse.

Nun zum Thema Umzug und Möglichkeiten:

Entfernung Wohnung - neuer Arbeitsort wäre 3h mit Bahn und Straßenbahn für jeweils eine Strecke. Da ich kein Auto besitze, wäre ich ja nun 6h am Tag unterwegs => unzumutbar, also Umzug
Sie gab mir auch ein Formular mit, welches ich ausfüllen soll und drei Angebote von Umzugsfirmen muss ich einreichen. Dabei betonte sie, dass aber Ab- und Aufbau und Kartons packen nicht bezahlt würde, sondern nur der reine Transport. Das ist soweit für mich auch logisch, aber ich habe da mal eine Frage an euch...
Ich habe einen 2,70m Kleiderschrank, einen großen Esstisch der abgebaut nicht durchs Treppenhaus passt und eine Couch, die auch auseinandergebaut und wieder aufgebaut werden muss. Ich habe keine Familie hier vor Ort und Freunde wohnen auch alle woanders (min. 200km entfernt), das heisst ich bin Einzelkämpfer. Wie zum Teufel soll ich denn das als Frau alleine abbauen/aufbauen? Kann man da eventuell mit den Umzugsfirmen handeln und das Angebot dementsprechend aufbauen, so dass Ab- und Aufbau dort miteingerechnet werden? Separat bezahlen ist bestimmt sehr teuer und kann ich mir nicht leisten. Hatte die Möbel beim Kauf vor Jahren auch aufbauen lassen, weil ich so etwas nicht kann bzw. auch keine Hilfe hatte.

Was könnte ich denn noch beantragen bzgl. Umzug wegen Arbeitsaufnahme ausser dem Umzugsunternehmen?
- Fahrtkosten für den erstmaligen Arbeitsantritt
- Doppelte Mietbelastung?
Ich habe ja eine 3-monatige Kündigungsfrist meiner alten Wohnung. Ob ich einen Zwischenmieter finde oder meine Vermieterin mich vorzeitig aus dem Mietvertrag entlässt, sei mal dahingestellt.
Szenario 1: ich pendele jeden Tag 6h und habe Bahnticketkosten etc. von etwa 750 EUR im Monat => macht keinen Sinn
Szenario 2: ich kündige meine Wohnung, suche mir eine neue am Arbeitsort => Nachteil: doppelte Mietkosten für zwei Monate :(
Szenario 3: WG-Zimmer, Pension, o.ä. kosten auch locker 350-400 EUR, dazu noch ca. 280 EUR Bahnfahrtkosten pro Monat ist auch fast schon die Miete einer Wohnung am neuen Wohnort (ist eine Unistadt und daher günstiger Wohnraum fast nicht vorhanden).
Ich habe ja nun auch kein Auto, daher ist "aufs Land ziehen" zwecks geringerer Miete keine Option, da man dann wieder schlecht mit dem ÖPNV hin und her kommt.

Ich habe gelesen, dass ALG2 Bezieher doppelte Mietkosten erstattet bekommen, bzw. die Mietkosten der bisherigen Wohnung. Ist das für ALG1 Bezieher auch so? Konnte da leider nichts finden. Man kann ja die Mehrkosten mit der Steuererklärung geltend machen, aber ich benötige die finanzielle Entlastung eher jetzt als erst Mitte nächsten Jahres.

Habt ihr sonst noch Tipps, was ich beantragen könnte? Die neue Mietkaution bekomme ich noch hin bevor ich die alte endgültig zurück erhalte, aber eng wird es generell dann halt schon irgendwann.

Anna
stern1983 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2017, 18:03   #5
Slavonia
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Slavonia Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Tipps zum Vorgehen beim Gespräch mit Berater wg. Arbeitsaufnahme

Guten Tag
Szenario 4 wäre dann Sie bleiben wo Sie sind.

Das die Dame von der Agentur für Arbeit Sie gerne los werden will, kann ich mir gut vorstellen... Das gibt sicher ein paar Pluspunkte für die Dame, einer weniger im Zuständigkeitsbereich. Ansonsten fällt mir da vieles ein was mir Angst machen würde. Probezeit überstehen, der Umzug,Ummeldungen, neue Arbeit hört sich Anfangs immer super an. Wenn man sein soziales Umfeld verlässt, ist man oft auch verlassen. Ich hoffe ihre Zukunft sieht dort wirklich sicher aus? Und wünschen Sie sich nicht in Hartz4 zu fallen, dort kommt keiner mehr raus und soll es auch nicht. In Unistädten sind die Mieten für kleine Wohnungen exorbitant hoch, ein Auto haben Sie nicht,was Sie auch nicht retten wird. Entweder Fahrgeld, teure Wohnung oder pendeln, alles kostet Geld und lässt ihr Einkommen schrumpfen.(Leider) Alles Gute und viel Glück
Slavonia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2017, 00:25   #6
stern1983
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Beiträge: 4
stern1983
Standard

Hallo Slavonia,
ich kann die Skepsis natürlich nachvollziehen in den einzelnen Punkten, jedoch bin ich immer optimistisch. Natürlich habe ich die Wahl, hier zu bleiben, weiter ALG1 für die nächsten 9 Monate zu kassieren und zu hoffen, dass sich etwas ergibt. Aber je größer die Lücke im Lebenslauf, desto schlechter ist die Chance überhaupt einen gut bezahlten Job zu finden.Je größer die Lücke, desto grösser wird das Schicksal Hartz4...das ist dann natürlich ein Riesenproblem und in der Tat ganz oft Abstellgleis.
Was die Stelle angeht: ich habe jahrelang in der Branche gearbeitet, kenne das Unternehmen und einzelne Mitarbeiter und da es einmal mit einem alten Arbeitgeber jahrzehntelang eine Firma war, bevor es in Industriebereiche getrennt wurde mit Umfirmierung etc. etc., ist ein gewisser Unternehmensspirit mir vertraut. Firmen und speziell Konzerne haben ja immer eine eigene Persönlichkeit. Von daher ist mir bewusst, wo ich hingehe und was mich erwartet. Natürlich können Probezeiten auch anders verlaufen, mir ist jedoch kein einziger Fall aus meinem Umfeld bekannt, wo es nicht geklappt hat. Ich bin ein "Büromensch", von daher mag Probezeit in anderen Bereichen ganz anders ablaufen. In vielen Bereichen ist auch bekannt, dass eine längere Einarbeitung notwendig ist und auch in meinem Fall sind der AG und ich einig, dass man wirklich im Regelfall erst nach ca. einem Jahr alles kennt und wirklich produktiv in der Position arbeiten wird.
Die Bezahlung ist ausgesprochen gut und ich werde auch trotz der erhöhten Miete sehr gut leben können. Im Endeffekt ist eine Arbeitsaufnahme oder das Ausbrechen von bekannten Lebenssituationen immer ein Risiko. Aber erst gar keine Chance zu bekommen sich beweisen zu können, ist doch viel schlimmer. Zumindest ging es mir anfangs so in der Bewerbungsphase. Auch die Hartz4 Problematik ist natürlich richtig, dennoch denke ich, dass man sich davon nicht erschlagen lassen darf, sondern immer nach vorn schauen sollte...wer die Hoffnung aufgibt, hat doch schon verloren :( Das gilt insbesondere für die jüngere Generation wie mich.
Ich sehe es trotz vllt überschwenglicher derzeitger Freude über den Job so:
- ich kann wieder produktiv arbeiten im Sinne von meinen Lebensunterhalt selbst verdienen und das in einer großen Firma wie ich es mir gewünscht habe
- ich freue mich auf die neuen Arbeitsaufgaben und bin immer neugierig dazuzulernen
- ich werde wieder Geld sparen können, da es mir der Verdienst erlaubt
- ich sehe den Umzug als Chance...neues Umfeld, neue Menschen und meine beste Freundin wohnt in der Stadt
- und ganz wichtig: ich habe nun mein Schicksal selbst in der Hand und muss mich beweisen um meine Ziele zu erreichen

Nun versuche ich, das Optimum aus der Situation zu machen und hoffe natürlich, das mit Input anderer Leute hier umzusetzen. Viele sind ja wahre Experten und wissen mehr über die Gesetzgebung als deren Pendant in Arbeitsagentur und Jobcenter.
stern1983 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2017, 16:49   #7
Doppeloma
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Registriert seit: 30.11.2009
Beiträge: 9.191
Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Cool AW: Tipps zum Vorgehen beim Gespräch mit Berater wg. Arbeitsaufnahme

Hallo Stern1983,

Zitat:
Nun versuche ich, das Optimum aus der Situation zu machen und hoffe natürlich, das mit Input anderer Leute hier umzusetzen. Viele sind ja wahre Experten und wissen mehr über die Gesetzgebung als deren Pendant in Arbeitsagentur und Jobcenter.
Da bin ich VOLL bei dir und wenn es für dich so richtig ist, solltest du das auch so machen.

Zu den Fragen bezüglich der Umzugskosten kann ich dir nur was dazu schreiben, wie es bei uns gewesen ist mit einem Umzug über 400 km, der wurde aber NICHT von der AfA bezahlt, das schreibe ich gleich mal dazu.

Wir sind als Rentner umgezogen und mir geht es darum dir aufzuzeigen welche Dienstleistungen dir ein gutes Umzugs-Unternehmen anbieten könnte, wir mussten auch sehr darauf achten, dass keine schweren Arbeiten für uns übrig bleiben.

In Hamburg sollte es dafür Möglichkeiten geben einen "Voll-Service" auch günstig zu bekommen, das Teuerste war bei uns der Sprit und der Fahrer für den Möbelwagen, zumal die Helfer auch teilweise übernachten mussten (wegen der Entfernung) ... das ging gar nicht an einem Tag.

Ich empfehle dir zunächst mal unverbindlich einige Unternehmen anzurufen (in Hamburg UND in Bremen), lass (bei Symphatie ) einen "Berater" der Firma deine Wohnungs-Einrichtung selbst einschätzen, vergiss auch Keller und sonstige Abstell-Möglichkeiten nicht.

Gut wenn du wenigstens den Kleinkram (Wäsche usw.) selber einpacken kannst, die Kartons werden von manchen Unternehmen auch zur Verfügung gestellt.

So sollte es möglich sein dir ein "Rund-um-Sorglos-Paket" zu einem Festpreis zusammenzustellen, wo auch die nötigen Helfer / Ab- und Aufbau von großen Möbeln dabei sind.

Wir haben sogar einige neu gekaufte Kleinmöbel dann gleich mit montieren lassen UND der Sperrmüll wurde auch mit entsorgt, da findet sich ja meist auch so Einiges, was dann noch weg muss.

Brauchbare Überreste haben wir vorher noch an soziele Einrichtungen "gespendet", das haben die dann selber abgeholt.

Lass dir dazu die 3 geforderten Kosten-Voranschläge machen und dann wird die AfA das entscheiden müssen, gemäß "Vermittlungs-Budget" soll ja eine Arbeits-Aufnahme so unterstützt werden.

Allerdings darfst du den Leistungs-Umfang nicht mit den Möglichkeiten im SGB II / ALGII vergleichen, denn bei Bezug von ALGI wird immer eine gewisse "Eigenleistungsfähigkeit" im finanziellen Bereich angenommen (aus Ersparnissen z.B.), die bei Bezug von ALGII in der Regel NICHT mehr vorhanden ist.

Eine Doppel- Miete ist da eher nicht vorgesehen, auch die Kaution wirst du selbst regeln müssen, wie du das schon angedacht hast und eine eventuelle Renovierung der alten / neuen Wohnung dürfte auch Probleme aufwerfen bei der AfA ...

Ebenso wirst du zusätzliche Kosten bei Versorgern ( Ummeldungen Telefon/ Internet / Strom / Gas usw.) selbst fianziell lösen müssen, denke auch an eine Post-Nachsendung und die rechtzeitige Kündigung sonstiger örtlicher Verträge (Zeitung / Sportstudio ?).

Den Mietvertrag solltest du auch rechtzeitig kündigen, damit du höchstens noch einen Monat (doppelt) Miete zahlen musst, andere Vereinbarungen unbedingt schriftlich geben lassen (Nachmieter / kürzere Kündigungsmöglichkeit), das muss ein Vermieter alles nicht akzeptieren (wollen).

Betrachte meine Hinweise einfach als kleinen (unverbindlichen) Umzugs-Ratgeber und lass dich trotzdem NICHT auf "dubiose Billig-Angebote" ein, achte darauf, dass dein Umzug (über die gewählte Firma) auch versichert sein wird ...

Wir hatten ein (privates) "Schnäppchen-Angebot" von Einem mit einem "Sprinter", der uns den Umzug (ALLEINE) für 1000 € machen wollte, darauf haben wir dankend verzichtet ... so was darf auch die AfA nicht von dir verlangen, damit es möglichst "billig" wird ...

Dann kannst du den Arbeitsvertrag "leider" nicht wie geplant unterschreiben, denn mit den Öffis ist die Entfernung (als Pendelzeit) unzumutbar und in der "Hand-Tasche" bekommst du auch deinen gesamten Hausrat nicht unter ...

Erwarte kein besonderes Verständnis dafür, dass du nicht alles selber machen KANNST, das ist ganz normal und sollte auch den SB bekannt sein ...
"Wie machen Sie das denn so wenn Sie umziehen ... bin für jeden machbaren Ratschlag dankbar ???"

Wenn du noch mehr Infos zum "praktischen Teil" benötigst gerne, wir waren jedenfalls sehr froh, dass schon alles Große zusammengebaut an seinem Platz stand, als die Leute vom Umzugsunternehmen sich verabschiedet haben, wir hätten das schon gesundheitlich gar nicht mehr geschafft.

Halte dich bei deinen Abfragen ruhig an die großen Unternehmen, die national und international Umzüge machen, die sind im privaten Bereich oft günstiger als irgendwelche "kleinen Krauter" ...

Wir hatten eine Firma die auch Firmen-Umzüge (nah und fern) macht, mein Männe kannte die schon aus seinem letzten Arbeitsbereich als sehr zuverlässig.
Sie haben uns auch beim privaten Umzug nicht enttäuscht.

Wir selbst haben KEIN Stück mehr getragen oder montiert ... das haben wir "früher" auch mal ALLES ALLEINE gemacht ...

Wir sind auch nicht "reich", also mussten wir auch darauf achten, dass Komplett-Preis und Leistung passen ...

So als kleine "Richtschnur" würde ich so um die 1000 € schätzen, die da von der AfA kommen müssten (nur für den direkten Umzug, je nach Größe des Möbelwagens / Entfernung und Anzahl der Helfer) ... ich kenne natürlich die Preise bei dir vor Ort gar nicht, wir sind aus dem Berliner Raum auf die Insel Rügen umgezogen.

Das war eine "ganz andere Hausnummer", aus der 3. Etage (mit Möbellift durchs Fenster) in das Erdgeschoss auf der Insel ... wir hatten zuerst 4 Helfer (mit dem Fahrer zusammen, der auch angepackt hat) und am neuen Wohnort nur noch 3, einer war nur mit der Möbelmontage beschäftigt.
Wir haben nur "Anweisungen" gegeben, wo die großen Teile hingestellt werden sollen oder was direkt erst mal in den Keller kommt.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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