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Start > > -> Freibetrag für Nebenverdienst bei ALG1


ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 29.05.2017, 10:50   #1
klpe1957
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Standard Freibetrag für Nebenverdienst bei ALG1

Hallo. Ich habe 2 Fragen zum Freibetrag für einen Nebenverdienst zum ALG1. Dieser beträgt ja normalerweise 165€, kann aber erhöht werden, wenn 12 Monate vor der Arbeitslosigkeit schon ein Nebenjob ausgeübt wurde, bei dem die 15 Stunden nicht erreicht wurden. Freibetrag und Wochenarbeitszeit beachten | Nebenverdienst bei Bezug von Arbeitslosengeld I: Das müssen Arbeitnehmer beachten!

Nun war ich am 1.11.2016 für einen Tag arbeitslos, um meine Ansprüche aus einem vorigen, besser bezahlten Job, berechnen zu lassen. Dies hat auch geklappt und ich habe nun 4 Jahre Zeit, meine 24 Monate ALG1 "zu nehmen".

Ich habe auch einen Mini-Job seit dem 6.11.2015, bei dem ich weniger als 15 Stunden monatlich arbeite.

Laut dem beigefügten Link muss ich 12 Monate vor der Arbeitslosigkeit beschäftigt gewesen sein. Bei mir sind das vor dem 1.11.2016 aber nur 11 Monate und 25 Tage. Meine Frage: Wird hier der Monat "aufgerundet" oder kann mir daraus noch ein Strick gedreht werden, das ich die 12 Monate nicht vollständig einen Nebenjob hatte?

2. Frage: Ich bin seit 1.5.2017 nun länger arbeitslos. Wird der erhöhte Freibetrag (Durchschnitt 12 Monate Verdienst in 18 Monaten vor der Arbeitslosigkeit) nun erneut berechnet oder geschieht das nur einmal vor der 1. Arbeitslosigkeit?

Ich hoffe, die Fragen waren verständlich, ansonsten bitte zurückfragen.

Vielen Dank,
Klpe
klpe1957 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2017, 13:04   #2
klpe1957
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Beiträge: 9
klpe1957 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Freibetrag für Nebenverdienst bei ALG1

Nachtrag: Ich habe noch folgenden Gesetzestext gefunden, der mich nun zusätzlich verwirrt:

Hat der Arbeitslose in den letzten 18 Monaten vor der Entstehung
des Anspruches neben einem Versicherungspflichtverhältnis eine
Erwerbstätigkeit (§ 119 Abs. 3) mindestens zwölf Monate lang
ausgeübt, so bleibt das Einkommen bis zu dem Betrag
anrechnungsfrei, das in den letzten zwölf Monaten vor der
Entstehung des Anspruches aus einer Erwerbstätigkeit (§ 119 Abs.
3) durchschnittlich auf den Monat entfällt, mindestens jedoch ein
Betrag in Höhe des Freibetrages, der sich nach Absatz 1 ergeben
würde.

Heißt das, ich muss nicht nur einen Minijob 12Monate (in 18) vorher ausgeübt haben, sondern auch noch ein Versicherungs-Pflichtverhältnis?
klpe1957 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2017, 15:41   #3
Doppeloma
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Beiträge: 9.207
Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Ausrufezeichen AW: Freibetrag für Nebenverdienst bei ALG1

Hallo klpe1957,

Zitat:
Nachtrag: Ich habe noch folgenden Gesetzestext gefunden, der mich nun zusätzlich verwirrt:
das verwirrt uns auch, denn man verlinkt was man da "gefunden" hat und gibt auch das entsprechende Gesetzbuch an, denn im SGB III § 119 (zumindest in der aktuellen Fassung) steht was zu "Übergangsgeld" und NICHTS zu Anrechnung von Nebeneinkommen ...

Wie ich dir an anderer Stelle schon geraten habe, solltest du das direkt bei der AfA klären, was Anderes bleibt dir sowieso nicht übrig, die werden dann die notwendigen Nachweise (zum Nebenverdienst und wie lange schon) von dir einfordern.

Zitat:
Heißt das, ich muss nicht nur einen Minijob 12Monate (in 18) vorher ausgeübt haben, sondern auch noch ein Versicherungs-Pflichtverhältnis?
Na-Ja, so ganz ohne pflichtversichertes Arbeitsverhältnis (zumindest in der letzten Zeit mal) entsteht ja kein Anspruch auf ALGI und dann stellt sich ja die Frage gar nicht, wie das auf ALGI angerechnet wird.

Es gibt übrigens einen "Freibetrag" auch nur einmal, entweder eben die 165 € und der Rest wird auf ALGI angerechnet, es gibt also dann entsprechend weniger von der AfA ausgezahlt, wenn du mehr als die 165 € monatlich dazu verdienst.

ODER du kannst den gesamten Betrag aus deinem Nebeneinkommen behalten (zusätzlich zum vollen ALGI) wenn die entsprechenden Bedingungen (lt. SGB III) erfüllt sind, ein solcher "Neben-Job" ist aber schon mal generell begrenzt auf UNTER 15 Wochenstunden UND höchstens 450 € monatliches (zusätzliches) Einkommen.

Alles darüber gilt bereits als (versicherungspflichtige) Teilzeit-Arbeit und lässt den Anspruch auf ALGI komplett entfallen.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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