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Start > > -> ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 27.02.2017, 15:19   #1
pinkvictim
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Beiträge: 4
pinkvictim
Standard ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

Hallo.
Ich werde zum 30.04.17 meine Teilzeitstelle kündigen. Wann muss ich mich dann arbeitslos melden? Direkt wenn ich meine Kündigung weg geschickt habe oder erst,wenn ich eine Bestätigung bekommen habe? Bis dahin bin ich krank geschrieben.
Ich habe jetzt 15 Stunden/Woche gearbeitet,meine Tochter ist drei,ich bin alleinerziehend und mehr als 15 Stunden bekomme ich auch betreuungstechnisch nicht hin. Wohnen auf einem kleinem Dorf ohne Auto und schwierigen Busverbindungen...kann ich das dann auch so angeben? Also, dass ich von 9.00-12.00 Uhr arbeiten kann und anders nicht oder wie muss ich das jetzt alles machen?
Bin 41 Jahre alt und war noch nie arbeitslos,deswegen bin ich gerade etwas überfordert.
Freue mich auf Antworten :-)
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Alt 27.02.2017, 15:40   #2
RobbiRob
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RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob RobbiRob
Standard AW: ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

https://www3.arbeitsagentur.de/web/c...22DSTBAI514084

Du musst unterscheiden zwischen arbeitssuchend und arbeitlos -Meldung.

Arbeitssuchend 3 Monate vorher, wenn der Zeitraum kürzer ist also sofort.

Arbeitslos kann man frühestens 3 Monate vorher und muss man spätestens zum 1. Tag der Arbeitslosigkeit, da erst ab persönlicher Arbeitslosmeldung frühestens gezahlt wird.

Also musst Du Dich sofort nach Kündigung arbeitsuchend melden.
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Alt 27.02.2017, 15:44   #3
schlaraffenland
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schlaraffenland Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

pinkvictim, wenn Du kündigst, riskierst Du eine Sperrzeit von maximal 12 Wochen, siehe § 159 SGB III.

Warum willst Du kündigen?
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
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Alt 27.02.2017, 15:46   #4
yukiko
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yukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiert
Standard AW: ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

Hallo pinkvictim

weisst du zufällig, ob du deine Anwartschaftszeit für ALG I erfüllt hast? Wie lange hast du denn soz-pflichtig gearbeitet (ungefähr)?

Falls es möglich ist, kündige keinesfalls selbst, sondern lass dir kündigen, weil dir ansonsten eine Sperre bevorsteht, wenn du selbst kündigst.

Unabhängig davon, ob du selbst kündigst, oder ob dir gekündigt wird, muss zunächst die AfA (Agentur für Arbeit) informiert werden, damit geprüft werden kann, ob du ALG I erhältst (vorrangige Leistung). Falls nicht, beantragst du mit dem Ablehnungsbescheid beim Jobcenter ALG II.

Um keine Zeit zu verlieren, kannst du das beides parallel einreichen. Die schieben einen sonst manchmal hin und her, bis alle Fristen versäumt sind.

Wichtig ist, alles schriftlich zu machen, die Sachbearbeiter reden gerne viel, wenn der Tag lang ist und Unterlagen verschwinden "manchmal". Deshalb immer jedes Schriftstück mit einer Empfangsbestätigung (Datum/Stempel/Unterschrift) auf einer Kopie für die eigenen Unterlagen quittieren lassen.

Apropos Fristen: du hast Leistungsanspruch auf ALG II rückwirkend für den gesamten Monat, in dem du den Antrag stellst. Wichtig für den ALG II - Anspruch ist auch, dass du dem "Arbeitsmarkt" mindestens 3 Stunden pro Tag zur Verfügung stehen kannst.
__

Das ist nur meine Meinung ohne Gewähr
~> "goldene Überlebensregeln":
1 Nur mit Beistand nach § 13 SGB X hingehen, alles mitschreiben
2 Nicht provozieren lassen, stets nach Rechtsgrundlagen fragen
3 Auf "heikle" Fragen mit Gegenfragen antworten
4 Alles schriftlich und nachweisbar kommunizieren
5 Bei "Unklarheiten" *Antrag auf Auskunft und Beratung nach §§ 13-15 SGB I* stellen
6 Das "Amt" mag keine Arbeit :bigsmile:
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Alt 27.02.2017, 16:08   #5
pinkvictim
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pinkvictim
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Danke für die Antworten.
Also ich muss jetzt einfach kündigen, da ich,mit Wechsel der Geschäftsführung,leider sehr gemobbt werde,da er mich gerne los werden möchte.
Ich bin zur Zeit wegen Burn Out und Depressionen krank geschrieben.
Gearbeitet habe ich in diesem Unternehmen jetzt 12 Jahre. 10 Jahre Vollzeit,dann 1 Jahr Elternzeit und jetzt seit 2,5 Jahren Teilzeit.
bin ich dann Arbeitslosengeld berechtigt?
3 Stunden am Tag würde ich zur Verfügung stehen aber halt nur am Vormittag bis 12.00 Uhr.

Und kündigen werden sie mir auf keinen Fall, da sie mir keine Abfindung geben wollen.

Geändert von TazD (27.02.2017 um 16:35 Uhr)
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Alt 27.02.2017, 16:20   #6
yukiko
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yukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiert
Standard AW: ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

Zitat von pinkvictim Beitrag anzeigen
Und kündigen werden sie mir auf keinen Fall, da sie mir keine Abfindung geben wollen.
Deren Wünsche und Befindlichkeiten sollten nicht (mehr) dein Problem sein ;) ~> wie unsere Pixelschieberin immer so schön sagt: PAL ~> Problem Anderer Leute

Ich würde das dort bis zum bitteren Ende aussitzen. Tu denen auf garkeinen Fall den Gefallen, selbst zu kündigen, denn da wollen sie dich offensichtlich hinhaben.

Mit nem guten Arzt kannst du die Problematik wesentlich entspannter und effizienter "lösen"
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Alt 27.02.2017, 16:34   #7
pinkvictim
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pinkvictim
Standard AW: ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

Yukiko, das kann ich leider nicht. Dafür bin ich einfach nicht der Typ. Mir geht das total an die Psyche und ich will da nur noch weg :(
davon abgesehen würde das mein Arzt gar nicht mitmachen, der sagt mir schon seit Monaten ich soll endlich kündigen...
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Alt 27.02.2017, 16:40   #8
mucel
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mucel mucel
Standard AW: ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

Zitat von pinkvictim Beitrag anzeigen
Yukiko, das kann ich leider nicht. Dafür bin ich einfach nicht der Typ. Mir geht das total an die Psyche und ich will da nur noch weg :(
davon abgesehen würde das mein Arzt gar nicht mitmachen, der sagt mir schon seit Monaten ich soll endlich kündigen...
Wie wäre es, wenn du dich (weiter) krankschreiben lässt? ggf. Arztwechsel? Eigenündigung ist im Bezug auf Arbeitslosengeld mehr als ungut. Da lässt sich mit Hilfe von Ärzten oder Attesten sicherlich auch was machen. Ein Arzt der dich dabei unterstützt, wird dich sicherlich aber auch längstmöglich krank schreiben.
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Alt 27.02.2017, 16:53   #9
yukiko
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yukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiertyukiko Enagagiert
Standard AW: ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

Zitat von pinkvictim Beitrag anzeigen
Yukiko, das kann ich leider nicht. Dafür bin ich einfach nicht der Typ. Mir geht das total an die Psyche und ich will da nur noch weg :(
davon abgesehen würde das mein Arzt gar nicht mitmachen, der sagt mir schon seit Monaten ich soll endlich kündigen...
das Gefühl kenne ich, das ist ein ständiges Bohren im Bauch und im Kopf, schon beim Gedanken an diesen ungastlichen Ort möchte man sich am Liebsten sofort übergeben.

Ist alles bekannt, ein altes Psycho-Mobbing-Spiel, um dich auf billigste Art und Weise loszuwerden. Solche Leute - Geschäftsführer - haben in meinen Augen keinen minimalen Funken Respekt verdient. Die denken und rechnen eiskalt und knallhart, versuche, es nicht persönlich zu nehmen ~> aber was erzähl ich dir da, das weisst du alles sicherlich längst selbst am Allerbesten..

Ich rate dir ganz dringend, deinen Arzt zu wechseln. Denn ein seriöser Arzt würde dir beistehen und dich unterstützen anstatt noch mehr Druck zu produzieren. Egal welcher, probier dich durch, bis du einen gefunden hast, der dir zuhört, dich ernstnimmt, und dich stärkt.

Kopf hoch!
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Alt 27.02.2017, 17:12   #10
pinkvictim
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pinkvictim
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Danke. Aber wie soll man das denn machen? Zu einem neuen Arzt gehen und sagen Bitte schreiben Sie mich krank,mein Chef mobbt mich?Ich glaube ich bin für so was einfach nicht gemacht, das würde ich mich nie trauen...
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Alt 27.02.2017, 17:14   #11
schlaraffenland
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schlaraffenland Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

pinkvictim, wenn Dein Arzt Dich dazu auffordert zu kündigen, dann soll er Dir auch bescheinigen, dass es Dir aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar ist weiter in Deiner Firma zu arbeiten. Weil mit so einer Bescheinigung minimierst Du die Gefahr, dass Du wegen Deiner Kündigung eine Sperrzeit von bis zu 12 Wochen von der Agentur für Arbeit reingedrückt bekommst.

Eine andere Option als die Kündigung Durch Dich ist der Bezug von Krankengeld, statt des Bezugs von Arbeitslosengeld I. In den Krankengeldbezug trittst Du ein, wenn Du länger als 6 Wochen krankgeschrieben bist. Die Höhe des Krankengeldes beträgt 68% des letzten Nettolohns, wenn man keine Kinder hat. Das ALG I beträgt übrigens weniger, und zwar 60% des letzten Nettolohns, wenn man keine Kinder hat. Ich weiß aber grad nicht, ob man noch weniger als diese 60% von der Agentur für Arbeit bekommt, wenn man sich in Teilzeit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt.

Wenn das Krankengeld bzw. A das LG I geringer ist als wenn Du Hartz IV beziehen würdest, kannst Du Dein Krankengeld bzw. Dein ALG I mit ergänzendem Hartz IV (ALG II) aufstocken. Ein Alleinstehender erhält als ALG II die Gesamtsumme aus den Mietkosten (Bruttokaltmiete + Heizkosten) + 409 € + eventuelle Mehrbedarfe (z.B. ca. 10 €, wenn sich in der Wohnung ein Durchlauferhitzer befindet. Kannste Dir ja ausrechnen, ob Du Anspruch auf aufstockendes Hartz IV hättest, wenn Dein Krankengeld oder ALG I zu gering ist um davon leben zu können.

Ein Vorteil beim Bezug von Krankengeld ist, dass Du damit den Bezug Deines ALG I vor Dir her schiebst. Weil nach Krankengeld kommt man u.U. in den Bezug von ALG I (falls man Anspruch auf ALG I hat und nicht gerade verrentet wird). Dementsprechend verschiebt sich der Bezug von Hartz IV als alleinige Finanzquelle um die Dauer der Zeit, in der man Krankengeld und ALG I bezieht.
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Alt 27.02.2017, 17:21   #12
froque
 
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froque
Standard AW: ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

Hallo!

Ich würde auch dringend raten nicht zu kündigen, aber weiter krank schreiben zu lassen. Ich weiß nicht was das für ein Arzt ist, würde aber zu einem Wechsel zu einem Psychiater raten wegen deiner Diagnosen. Da dürfte auch eine weitere Krankschreibung gar kein Problem sein, denn bei Hausärzten geht das wirklich nur bedingt.

Grüsse!
froque
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Alt 27.02.2017, 17:22   #13
Muzel
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Standard AW: ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

Wenn ich selbst gekündigt hätte, wozu mich alle Leute geraten haben, hätte ich das Geld nicht, was ich jetzt habe und davon gut leben kann.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
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Alt 27.02.2017, 17:32   #14
yukiko
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Standard AW: ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

Zitat von pinkvictim Beitrag anzeigen
Danke. Aber wie soll man das denn machen? Zu einem neuen Arzt gehen und sagen Bitte schreiben Sie mich krank,mein Chef mobbt mich?Ich glaube ich bin für so was einfach nicht gemacht, das würde ich mich nie trauen...
die Unmenschlichkeit in der heutigen Arbeitswelt ist eigentlich allgemein bekannt, und vor allem Ärzte können ein Lied von den Folgen davon singen. Du bist einfach beim falschen Arzt, so wie mir scheint, weil dieser offensichtlich jegliche Empathie vermissen lässt. Und das sollte bei einem Arzt grundlegende Kernkompetenz sein.

Ja wie man das macht? Ja wie geht man zum Arzt und sagt ihm dass es einem - pardon - beschissen geht? Und wenn der Arzt auch nur ansatzweise ok ist, dann fragt er "warum?" und dann schilderst du ihm halt die Situation, mit allem was dazugehört. Wenn der Typ dann wieder "empfiehlt", dass du von dir aus kündigen sollst, kannst du ihn ja mal darüber aufklären, was das alles für finanzielle und rechtliche Nachteile hat.

Wenn der Arzt "fit" ist, fordert er dich garnicht erst dazu auf, weil er sich in der realen Welt auskennt und weiss, dass es in der heutigen Zeit ein absolutes NOGO ist, selbst zu kündigen!

Also ich würde mir an deiner Stelle überlegen, worin ich meine Energie investiere. In meine Gesundheit oder in Endloskrieg mit den Ämtern. Denn eines ist klar: "Ämter" lassen dir erstrecht keine Ruhe, da fängt der "Spass" erst richtig an :\
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yukiko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.02.2017, 18:04   #15
Doppeloma
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Frage AW: ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

Hallo pinkvictim,

Zitat:
Ich werde zum 30.04.17 meine Teilzeitstelle kündigen.
Gerade wenn dich dieser Arbeitsplatz "krank" gemacht hat ist das keine gute Idee selbst zu kündigen, auch die KK wird dann (bei vorerst weiterer AU) bald meinen "der Grund für deine Krankheit sei ja nun nicht mehr vorhanden" und dich möglichst schnell zur AfA "abschieben" wollen.

Mit noch weiter laufender AU bist du aktuell nicht vermittelbar, es würde also die "Arbeit-Suchend"- Meldung zunächst genügen, ein Anspruch auf ALGI (Arbeitslos-Meldung) ist erst zu klären wenn du NICHT mehr AU geschrieben bist, nach Ende des Arbeitsvertrages / Ablauf der Kündigungsfrist.

Zitat:
Wann muss ich mich dann arbeitslos melden? Direkt wenn ich meine Kündigung weg geschickt habe oder erst,wenn ich eine Bestätigung bekommen habe? Bis dahin bin ich krank geschrieben.
Hier kann ich mich den Vorschreibern nur anschließen, man kündigt heutzutage nicht mehr selbst wenn es sich vermeiden lässt und dann sollte man zumindest eine ärztliche Bestätigung (schriftlich) dafür vorweisen können, dass es wirklich nicht anders ging.

Deine sonstigen Argumente dürften die AfA wenig interessieren, ich frage mich zudem wie du von Einkommen aus 15 Wochenstunden mit einem Kind überhaupt existieren kannst ...

Zitat:
Ich habe jetzt 15 Stunden/Woche gearbeitet,meine Tochter ist drei,ich bin alleinerziehend und mehr als 15 Stunden bekomme ich auch betreuungstechnisch nicht hin.
Nimm es mir bitte nicht übel aber, dass sich diese Fragen mal stellen werden wusstest du doch auch schon seit 3 Jahren (spätestens)...

Zitat:
Wohnen auf einem kleinem Dorf ohne Auto und schwierigen Busverbindungen...kann ich das dann auch so angeben? Also, dass ich von 9.00-12.00 Uhr arbeiten kann und anders nicht oder wie muss ich das jetzt alles machen?
Du wirst ja auch höchstens ALGI für diese Wochenstunden-Zahl bekommen (können) wie stellst du dir denn gerade überhaupt deine berufliche und finanzielle Zukunft vor, Betreuungszeiten können auch erweitert werden wenn man mehr Stunden arbeiten muss um Leben zu können.

Aktuell wirst du wohl eine Sperrzeit von 12 Wochen zu erwarten haben (wegen freiwilliger Arbeits-Aufgabe), das bedeutet du bekommst gar kein Geld von der AfA und dein Anspruch auf ALGI reduziert sich insgesamt auch noch, wenn die Sperre dann abgelaufen ist.

Du kannst das natürlich alles angeben wenn du ALGI beantragst aber ich befürchte, dass man für 15 Wochenstunden / 3 Stunden täglich auch bei der AfA keine Arbeits-Angebote haben wird ...
Dass du von dem ALGI (67 % vom bisherigen Netto) noch existieren könntest mit Kind vermag ich mir eigentlich auch nicht vorzustellen, aber ich weiß ja nicht was du aktuell für eine (scheinbar) äußerst gut bezahlte Teilzeitstelle hast.

Zitat:
Bin 41 Jahre alt und war noch nie arbeitslos,deswegen bin ich gerade etwas überfordert.
Dann solltest du auch nicht mit der schlechtesten Variante ausprobieren wie arbeitslos sein so werden könnte, du handelst dir eine Menge zusätzlicher Probleme ein, das wird deinen Zustand sicher nicht verbessern ...

Such dir einen vernünftigen Facharzt für dein Problem, ein Hausarzt ist damit meist auch "überfordert" ... die Empfehlung deinen Job aufzugeben sollte er dir trotzdem schriftlich geben, wenn er diese Ansicht vertritt ... was er dazu "mal gesagt" hat interessiert die AfA nicht bei ihren Entscheidungen.

Ob du zum 30.04. wirklich kündigst solltest du dir also noch mal schwer überlegen, ist das deine reguläre Kündigungsfrist lt. Arbeitsvertrag ???
Gerade in deinem aktellen Gesundheitszustand solltest du KEINE so schwerwiegenden Entscheidungen treffen, die dann nicht mehr zu reparieren sind.

Die Kündigung wäre dann SOFORT auch der AfA mitzuteilen, da muss der AG ja nicht zustimmen, es ist (d)eine "einseitige Willenserklärung" die der AG dann wohl akzeptieren muss, wenn die arbeitsvertraglichen Regeln eingehalten wurden jedenfalls.

Inzwischen kündigt man besser nur noch dann selber, wenn man einen neuen Arbeitsplatz schon sicher "in der Tasche hat" ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 27.02.2017, 18:36   #16
mucel
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Registriert seit: 05.07.2009
Beiträge: 309
mucel mucel
Standard AW: ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

Zitat von pinkvictim Beitrag anzeigen
Danke. Aber wie soll man das denn machen? Zu einem neuen Arzt gehen und sagen Bitte schreiben Sie mich krank,mein Chef mobbt mich?Ich glaube ich bin für so was einfach nicht gemacht, das würde ich mich nie trauen...
Genau so, solltest du das machen! Zu einem Arzt, am besten Psychiater, gehen und sagen, ich werde gemobbt und ich halt das nicht mehr aus! Dann schilderst du ihm deine Situation dort, das du alleinerziehend bist etc. und schon bist du, wenn der Psychiater auch nur halbwegs was taugt, erstmal für längere Zeit krankgeschrieben.

Wenn du nicht schnell genug bei einem Psychiater vor Ort einen Termin bekommst, psychiatrische Kliniken haben in der Regel Notfallambulanzen, auch die können dich erstmal bis zu 6 Wochen krank schreiben und die machen das auch, wenn du Ihnen die Situation erklärst.
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Alt 27.02.2017, 20:27   #17
BerndB
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Registriert seit: 19.08.2016
Beiträge: 273
BerndB BerndB
Standard AW: ich kündige zum 30.04.17 - auf was muss ich achten?

Sofern du kündigen willst: Vorher, wie hier schon empfohlen, vom Arzt bestätigen lassen, dass er wegen ...... die Kündigung empfiehlt. Mit diesem Attest bei der AfA vorsprechen und prüfen lassen, ob du bei eigener Kündigung eine Sperrfrist bekommst. Es sollte kein Problem sein, von der AfA dies schriftlich zu bekommen. Zwar nicht am gleichen Tag, aber zumindest zeitnah. Ggf. kann die AfA dann rechtzeitig sagen, dass das Attest noch nicht ausreicht bzw. umformuliert werden muss. Auf jeden Fall erst dann kündigen.

Ach so: Sie werden dann aber vermutlich gleich deine Daten aufnehmen, damit das Attest und die Bestätigung zugeordnet werden kann.

Zu kündigen oder nicht kündigen können andere mehr sagen.
__

Meine Beiträge stellen nur meine Meinung zu in der Regel unvollständig geschilderten Sachverhalten dar. Rechtssichere Antworten kann nur ein Anwalt oder die AfA geben. Außerdem gibt es immer zwei Meinungen.
BerndB ist offline   Mit Zitat antworten
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