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Start > > -> ALG I nach 30 Jahren Einzahlung in Höhe von ALG II - Wo bleibt die Gerechtigkeit ????

ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 13.10.2007, 12:04   #1
arminia99->Emailproblem
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Registriert seit: 27.09.2007
Beiträge: 8
arminia99
Standard ALG I nach 30 Jahren Einzahlung in Höhe von ALG II - Wo bleibt die Gerechtigkeit ????

Ist das gerecht ?

Gehalt bis 10/2004 = ca. 2000 Euro (Netto)
Krankengeld ab 11/2004 = ca. 1500 Euro (Netto)
EM-Rente ab 03/2005 = ca. 1100 Euro ( Netto)
ALG I ab 09/2007 = ca. 772 Euro (Netto)
Ab 09/2009 dann eventuell ALG II und wenn nur ca. 600 Euro.....

ALG I wird fiktiv bemessen ( da mehr als 2 Jahre kein Gehalt - ja klar, war ja auch erkrankt ! )
mit 772 Euro. Nach meinem letzten Gehalt hätte ich Anspruch auf ca. 1150 Euro ALG I.
eingezahlt in die ALG Versicherung in 31 Jahren ca. 41000 Euro ( Arbeitgeber und Ich )
und bis jetzt nie in Anspruch genommen und jetzt wird man mit 772 Euro abgespeist ( weil man krank war .. )

So hat man nach 31 Jahren Arbeit und Krankheit nach zirka 3 Jahren
noch 772 Euro statt 2000 Euro zur Verfügung.

Und nach 4 Jahren ist man dann ein Sozialfall......

Das zum Thema " Sozialstaat " und " Gerechtigkeit "
arminia99 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.10.2007, 13:09   #2
kleindieter
 
Registriert seit: 10.01.2007
Beiträge: 4.189
kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
Standard Gerecht !

Bitte die Versicherungsbedingungen beachten, auch das Kleingedruckte.
Übrigens eine Hausratversicherung zahlt auch nur den Schaden, egal wie lange man dort einzahlt.
Wenn Du eine Kapitalanlage suchst, bist Du bei der Arbeitslosenversicherung, der Pflegeversicherung und der Krankenversicherung falsch.
Ansonsten 30 Jahre x 12 Beiträge á 5,5 % sind 19,8 Monatssätze. Bist du 55 bekommst Du 18 Monate. Stimmt doch sogar, fast. Du hast davon nur die Hälfte eingezahlt!!!

Die Einkommensrutsche ist trotzdem zumindest unmoralisch. Da zeigt sich wieder, dass Kranke keine Lobby haben.
Wie kommt das Amt auf das fikitve Einkommen? Hier sollte das Amt eigentlich das Erwerbseinkommen nehmen und fortschreiben. Hier sieht es aber so aus, dass die EM-Rente als Berechnungsgrundlage herhalten musste. Vielleicht lohnt sich der Rechtsweg. Ein Kostenrisiko ist jedenfalls nicht zu sehen.
kleindieter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.10.2007, 15:34   #3
wolliohne
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Registriert seit: 19.08.2005
Ort: Bonndeshauptstadt
Beiträge: 14.826
wolliohne Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard arminia99

willkommen in der H4 Realität.
__

"10 Jahre Unrechtsregime Bundesrepublik
Deutschland"
Im Namen der BRD-Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit Nebenwirkung Tot

Alle von mir gemachten Aussagen und Antworten auf Fragen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.
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Alt 13.10.2007, 20:14   #4
lopo->Emailproblem
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Registriert seit: 21.09.2006
Beiträge: 644
lopo
Standard

Hallo,

nur zur Erklärung, wo die Zahlen so herkommen.

(1) Kann ein Bemessungszeitraum von mindestens 150 Tagen mit Anspruch auf Arbeitsentgelt innerhalb des auf zwei Jahre erweiterten Bemessungsrahmens nicht festgestellt werden, ist als Bemessungsentgelt ein fiktives Arbeitsentgelt zugrunde zu legen.


(2) 1Für die Festsetzung des fiktiven Arbeitsentgelts ist der Arbeitslose der Qualifikationsgruppe zuzuordnen, die der beruflichen Qualifikation entspricht, die für die Beschäftigung erforderlich ist, auf die die Agentur für Arbeit die Vermittlungsbemühungen für den Arbeitslosen in erster Linie zu erstrecken hat.


2Dabei ist zugrunde zu legen für Beschäftigungen, die


3.eine abgeschlossene Ausbildung in einem Ausbildungsberuf erfordern (Qualifikationsgruppe 3), ein Arbeitsentgelt in Höhe von einem Vierhundertfünfzigstel der Bezugsgröße,

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__132.html

Die Bezugsgröße für 2007 ist 29.400 € jährlich : 450 * 30 Tage = 1959,99 € monatliches Bemessungsentgelt.
__

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit meiner Angaben kann ich keine Gewähr übernehmen.

Nobody is perfect.
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Alt 15.10.2007, 09:06   #5
Oberdorfler->Emailproblem
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Registriert seit: 18.09.2007
Beiträge: 18
Oberdorfler
Standard

Hallo,

bin ja irgendwie in einer ähnlichen Situation (momentan nach § 125, demnächst Reha, dann wieder voll arbeiten, dann folgt mit Sicherheit bald die leistungsbedingte Kündigung) und habe eine Rückfrage zu den 150 Tagen. Sind das 150 Arbeitstage? Oder Kalendertage? Und wird Urlaub mitgerechnet?

Zur Qualifikationeinstufung der fiktiven Berechnung habe ich auch noch eine Frage. Als ich mich damals für den Job beworben hatte, wurde jemand mit Hochschulabschluß (Universität) gesucht. Habe ich auch. Allerdings in einen anderen Fach + mit Zusatzqualifikation in dem gesuchten Fach. Seit ich krank bin, wird versucht, meinen Arbeitsplatz andersweitig zu besetzen. Seit 1,5 Jahren ohne Erfolg. Deshalb wird jetzt nicht mehr unbedingt ein Hochschulabschluß verlangt. Wie werde ich dann eingestuft? Ohje, wie soll ich das beweisen? Die alte Stellenanzeige habe ich nicht mehr. Wie hoch wäre ungefähr mein fiktives Einkommen?


VG, Oberdorfler
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Alt 15.10.2007, 20:23   #6
lopo->Emailproblem
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Registriert seit: 21.09.2006
Beiträge: 644
lopo
Standard

Hallo,

ich gebe den vorherigen Text zum Verständnis noch einmal wieder .

(1) Kann ein Bemessungszeitraum von mindestens 150 Tagen mit Anspruch auf Arbeitsentgelt innerhalb des auf zwei Jahre erweiterten Bemessungsrahmens nicht festgestellt werden, ist als Bemessungsentgelt ein fiktives Arbeitsentgelt zugrunde zu legen.


(2) 1Für die Festsetzung des fiktiven Arbeitsentgelts ist der Arbeitslose der Qualifikationsgruppe zuzuordnen, die der beruflichen Qualifikation entspricht, die für die Beschäftigung erforderlich ist, auf die die Agentur für Arbeit die Vermittlungsbemühungen für den Arbeitslosen in erster Linie zu erstrecken hat.

Es geht also um 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt ( Lohn, Gehalt). Wenn ich Urlaub habe, läuft mein Gehalt auch weiter. Wird also auch mitgerechnet.

Bei der Einstufung geht es nicht um die Vergangenheit, sondern um die Qualifikation, die für die Beschäftigung erforderlich ist, auf die die Agentur für Arbeit die Vermittlungsbemühungen für den Arbeitslosen in erster Linie zu erstrecken hat.

Da das heute keiner wissen kann, ist eine Berechnung auch nicht möglich.

Du kannst aber mal pauschal alle vier Qualifikationsstufen anhand meiner vorherigen Angaben und mit Hilfe des § 132 SGB III ausrechnen. Die erste mögliche Berechnung hatte ich ja vorgerechnet.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__132.html
__

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit meiner Angaben kann ich keine Gewähr übernehmen.

Nobody is perfect.
lopo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2007, 07:29   #7
Oberdorfler->Emailproblem
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Registriert seit: 18.09.2007
Beiträge: 18
Oberdorfler
Standard

Hi,

Bei der Einstufung geht es nicht um die Vergangenheit, sondern um die Qualifikation, die für die Beschäftigung erforderlich ist, auf die die Agentur für Arbeit die Vermittlungsbemühungen für den Arbeitslosen in erster Linie zu erstrecken hat.

Ja, aber wer definiert das? Und wie? Gibt es Statistiken, worauf beruft sich das Amt? Da kann man ja ganz unterschiedlicher Ansicht sein. Ist eben nicht so, dass jede Tätigkeit einem Berufsbild beim Arbeitsamt eindeutig zugeordnet werden könnte. Da ist ja schon jetzt klar, das das vorm Gericht endet.

VG, Oberdofler
Oberdorfler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2007, 11:37   #8
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Registriert seit: 21.09.2006
Beiträge: 644
lopo
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Hallo.

Über die Zuordnung zu der Qualifikationsgruppe gem. § 132 Abs. 2 entscheidet grundsätzlich die Vermittlungsfachkraft; die Entscheidung ist zu dokumentieren.

Ausführliche Infos findet man in den für alle Mitarbeiter der Arbeitsagentur verbindlichen Durchführungshinweise zu § 132 SGB III.

Klick hier
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Für die Richtigkeit und Vollständigkeit meiner Angaben kann ich keine Gewähr übernehmen.

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