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Start > Information > ALG I -> Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten


ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I

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Alt 21.01.2015, 00:45   #1
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smith Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten

Ich bin neu hier und habe (leider) auch gleich ein Problem.

Ich habe Heute bei der AfA ALG1 beantragt. Mir wurde mein Antrag etc. ausgehändigt und danach konnte ich bei meinem zukünftigen Sachbearbeiter vorsprechen. Nach einem kurzen Gespräch druckte er mir 3 Stellenangebote aus. Gegen händigte er mir dann eine "Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung gem. § 45 Abs. 1 S.1 SGB III" aus. Zur Maßnahme selbst konnte er mir nichts genaues sagen, nur das Sie gute Erfahrung damit gemacht haben. Dann erhielt ich noch einen Flyer und sollte dann gleich bei diesem Maßnahmeträger vorbei gehen.

Dort angekommen teilte man mir mit, dass die Maßnahme 3 Tage dié Woche in Vollzeit (8-16 Uhr) stattfindet und ich dort, ab nächster Woche, ganze 6 Monate teilnehmen muß!

Von Bekannten die ALG2 beziehen/bezogen haben, habe ich ja schon von Maßnahmen über 2 Monate gehört, aber bei ALG1 gleich 6 Monate find ich schon heftig!

Leider habe ich nicht viel Erfahrung mit der AfA. Ich war lediglich mal vor 5 Jahren, für 3 Monate, arbeitslos und durfte damals schon einmal in so eine Maßnahme reinschnuppern. Da diese aber damals nur 3 Wochen dauerte, habe ich die Zeit, im warsten Sinne des Wortes, (sinnlos) abgesessen. 6 Monate sind da aber nun ein ganz anderes Kaliber.

Deshalb habe ich nun einige Fragen:
Können die das tatsächlich einfach so machen? Ich meine, ist das rechtens einem gleich 6 Monate aufzudonnern?
Zudem müßte/muß ich dann immer jeweils 2 x 15km zurücklegen um zum Maßnahmeort zu kommen. Laut Zuweisung werden mir diese zwar erstattet, aber ich soll ja dann wohl in Vorkasse treten. Da mein Arbeitslosengeld nur max. 50€ über ALG2 (Regelsatz zzgl. Miete und NK) liegen wird, sehe ich keine Möglichkeit wie ich die Fahrkosten vorstrecken soll ohne um den 20. eines Monats mittellos zu sein. Müssen die die Fahrkosten nicht vorstrecken? Ich mein, mein ALG liegt nur etwas über dem Existenzminimum und jeder Maßnahmetag kostet mich mindestens 5€. Zudem folgt bald noch die jährliche Nebenkosten- und Stromabrechnung und mein Auto muß im März über'n TÜV (zzgl. Bremsen, Auspuff). Da ich auf dem Land wohne, bin ich auch auf mein Auto angewiesen.

Ich bin grad echt am verzweifeln und kann keinen klaren Gedanken mehr fassen...
smith ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2015, 07:36   #2
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Lilastern Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten

@smith

Deinen SB musst du darauf hinweisen, dass du mit den Fahrtkosten nicht in Vorleistung gehen kannst.

Schildere deine Situation und verlange die Fahrtkosten im voraus, sonst kannst du eben an der Maßnahme nicht teilnehmen.
Lilastern ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2015, 09:55   #3
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Registriert seit: 08.03.2013
Beiträge: 3,326
Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten

@smith

Ja, bitte Zuweisungsbescheid anonymisiert hier einstellen.

Schon jetzt würde ich dir zu folgendem raten: in der Zuweisung steht vermutlich, daß dem MT ein "selektiver Zugriff auf das Vermittlungsprofil" eingeräumt wird. Untersage der AfA umgehend schriftlich eine solche Datenübermittlung an den MT, welche über die Übermittlung von Name und Anschrift hinausgeht. Du bist nicht verpflichtet, dem MT einen solchen Zugriff zu gestatten.

Genauso solltest du später beim MT keinerlei Vereinbarungen (Teilnahmeerklärung, Datenschutzerklärung, Hausordnung, Einwilligungen zur Datenübermittlung und ähnliches) unterschreiben, also nichts außer einer Anwesenheitsliste. Auch dazu bist du nicht verpflichtet. Dann erledigt sich die Maßnahme möglicherweise sehr schnell von selbst, ohne daß man dir etwas vorwerfen kann.
0zymandias und smith bedanken sich.
__

Meine Beiträge stellen nur persönliche Erfahrungen oder Meinungen dar und sind keine Rechtsberatung.
Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2015, 12:05   #4
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Benutzerbild von gelibeh
 
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gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh
Standard AW: Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten

Dass Du ein Auto hast, weiß das Amt? Wie kämst Du denn ohne Auto zur Maßnahme? Wäre das hin- und zurück in 2,5Stunden zu schaffen?

Zitat:
Zudem folgt bald noch die jährliche Nebenkosten
Wenn Du dadurch bedürftig wirst, kannst Du für den Monat ergänzend ALGII beantragen.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2015, 12:15   #5
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Standard AW: Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten

Zitat von hartz fear Beitrag anzeigen
[...]
Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung sind auf 8 Wochen begrenzt.
[...]
Ich fürchte, das stimmt leider nicht und würde mich freuen, das Gegenteil bewiesen zu bekommen.

(Der Bezug im § 45 SGB III wäre ein anderer, sollte er gemeint sein.)
smith bedankt sich.
__

"Alles, was man zum Leben braucht, ist Unwissenheit und Selbstvertrauen, dann ist der Erfolg sicher." - Mark Twain

"Things fall apart; the jobcenter cannot hold;
Mere anarchy is loosed upon the world"
"The best lack all conviction, while the worst
Are full of passionate intensity." - William Butler Yeats
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Alt 21.01.2015, 12:51   #6
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gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh gelibeh
Standard AW: Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten

aus dem 45er
Zitat:
Die Vermittlung von beruflichen Kenntnissen in Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung darf die Dauer von acht Wochen nicht überschreiten.
Da das hier wohl nicht um die Vermittlung von beruflichen Kenntnissen geht, darf der ganze Mist auch länger dauern.
Nur der Kenntnisvermittlungsteil ist beschränkt, die Maßnahme selber nicht. Leider.
0zymandias und smith bedanken sich.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
gelibeh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2015, 13:03   #7
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Beiträge: 2,509
Pichilemu Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten

Ich finde es ja merkwürdig, dass man dir gleichzeitig Stellenangebote ausdruckt und dir eine Maßnahme aufbrummt. Das macht keinen Sinn. Wie sollst du dich denn bewerben, wenn du in einer Maßnahme bist?

Sind das denn normale, unverbindliche Stellenangebote oder VVs mit Rechtsfolgenbelehrung, auf die du dich bewerben musst?
smith bedankt sich.
Pichilemu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2015, 20:44   #8
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Beiträge: 5
smith Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten auf meine Fragen!
Ich hatte Gestern leider keine Zeit um mich hier zu melden (tagsüber, genauso wie Heute, Firmen im Umkreis abgeklappert und Abends mußte ich auf einen Geburtstag).

Zitat von Lilastern Beitrag anzeigen
@smith
Deinen SB musst du darauf hinweisen, dass du mit den Fahrtkosten nicht in Vorleistung gehen kannst.

Schildere deine Situation und verlange die Fahrtkosten im voraus, sonst kannst du eben an der Maßnahme nicht teilnehmen.
Ein Bekannter erzählte mir Gestern, dass er auch mal, für 2 Monate, an einer Maßnahme teilnehmen mußte. Er war damals ALG2-Empfänger und seine SBin hat Ihm, auf sein Nachfragen hin, keinen Cent vorgestreckt. Leben wir in einer Bananenrepublik? Ich mein, ALG2 ist Existenzminimum - ich kann mir nicht vorstellen, dass der Gesetzgeber da eingeplant hat, dass man mit 100€ und mehr, für Fahrtkosten zu Maßnahmen, in Vorkasse treten soll. Sollte mein SB meine Anfrage auch ablehnen, wird mir wohl das Geld gesperrt, wenn ich dort nicht erscheine - denen wird es wohl egal sein, ob mein Geld ausgegangen ist. Oder gibts dazu einen Paragraphen auf den ich mich berufen kann?

Zitat von hartz fear Beitrag anzeigen
Stelle die Zuweisung anonymisiert online. Vielleicht gibt es hier Angriffspunkte.
Hier hab ich die Zuweisung mal abfotografiert. Leider ist die Qualität nicht so berauschend, ging aber leider nicht besser, sorry:

Seite 1: http://fs2.directupload.net/images/150122/q24wf39i.jpg
Seite 2: http://fs2.directupload.net/images/150122/5cswy7sk.jpg

Zitat von hartz fear Beitrag anzeigen
Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung sind auf 8 Wochen begrenzt. Möglicherweise werden hier 6 Monate angesetzt, weil die Maßnahme nicht an 5-Tage pro Woche stattfindet.
Wie gelibeh in Kommentar #5 schrieb, wird sich das wohl leider nur auf Vermittlungen von beruflichen Kenntnissen beziehen. Die mir zugewiesene Maßnahme wird aber wohl nur auf Zeit absitzen und nebenbei Bewerbungen schreiben hinauslaufen.

Zitat von hartz fear Beitrag anzeigen
Am Tag der Arbeitslosmeldung, noch vor Erhalt des Bewilligungsbescheides, bereits eine Maßnahme aufgedrückt zu bekommen ist unüblich.

Zumal diese sicher nicht auf deine Bedürfnisse zugeschnitten sein kann. Der Sachbearbeiter musste vermutlich den Kurs noch vollbekommen.
Wie Du schon schreibst ist da sicher überhaupt nichts auf mich zugeschnitten. Mein SB hat nun 6 Monate keine Arbeit mehr mit mir (selbst Krankmeldungen und sonstige Entschuldigungen soll ich an den Träger senden - ist doch ein Witz!).

Als ich am Dienstag, im Flur der AfA, auf den Sachbearbeiter gewartet habe, vernahm ich nacheinander aus 3 Büros die Stimme dieser bekloppten 3D-Schlümpfe von Youtube gefolgt vom Gelächter der jeweiligen AA-Mitarbeiter. Man hat genau gehört wie das Video reihum geschickt wurde - nach einem Lacher in Büro 1 dauerte es keine 30 Sekunden bis diese bekloppte Schlumpfstimme im nächsten Büro ertönte. Dafür haben die Zeit... Unglaublich was dort abgeht!

Zitat von Fritz Fleißig Beitrag anzeigen
@smith

Ja, bitte Zuweisungsbescheid anonymisiert hier einstellen.

Schon jetzt würde ich dir zu folgendem raten: in der Zuweisung steht vermutlich, daß dem MT ein "selektiver Zugriff auf das Vermittlungsprofil" eingeräumt wird. Untersage der AfA umgehend schriftlich eine solche Datenübermittlung an den MT, welche über die Übermittlung von Name und Anschrift hinausgeht. Du bist nicht verpflichtet, dem MT einen solchen Zugriff zu gestatten.

Genauso solltest du später beim MT keinerlei Vereinbarungen (Teilnahmeerklärung, Datenschutzerklärung, Hausordnung, Einwilligungen zur Datenübermittlung und ähnliches) unterschreiben, also nichts außer einer Anwesenheitsliste. Auch dazu bist du nicht verpflichtet. Dann erledigt sich die Maßnahme möglicherweise sehr schnell von selbst, ohne daß man dir etwas vorwerfen kann.
Mein SB hat mich dazu gedrängt dieses Schreiben zu unterzeichnen:
http://fs1.directupload.net/images/150122/twvujdak.jpg

Somit habe ich dem selektiver Zugriff auf mein Vermittlungsprofil bereits zugestimmt. Eine Kopie des Schreibens wurde mir nichtmals ausgehändigt, bei all dem Papierkram, der mir an dem Tag übergeben wurde, ist mir dies auch erst daheim aufgefallen. Das verlinkte Schreiben habe ich bei meiner google-Recherche gefunden, entspricht aber exakt dem Schreiben, welches mir vorgelegt wurde.

Beim MT sollte ich dann noch einen Zettel unterschreiben ("Anlage zur Eingliederungsvereinbarung" - hab doch garkeine EGV erhalten, sondern eine Zuweisung!). Bei diesem habe ich, zur Prüfung, erst einmal mitgenommen (Kommentar des Herren: Können Sie doch unterschreiben, er muß diesen Schrieb ja auch unterzeichnen...). Dort steht u. a.:
- das ich den MT zur Übermittlung personenbezogener Daten an Dritte, zwecks Vermittlung, ermächtige
- einen Arbeitsvertrag nach Unterzeichnung umgehend dem MT in Kopie vorzulegen habe (!) => klar, damit die eine Provision bekommen, auch wenn ich mir die Stelle selbst gesucht habe...
- Eine Erklärung über die 6wöchige bzw. 6-monatige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, vom Arbeitgeber unterzeichnet, einholen zu lassen. (!) => was soll das? Ich geh doch nicht zu meinem zukünftigen Arbeitgeber und laß mir nen Wisch für den MT unterschreiben!

Ich soll dieses Schreiben nächste Woche zum Antritt unterschrieben mitbringen. Möchte dieses Schreiben aber nicht unterzeichnen, hab nun aber Angst, dass man mich dann als "Querulanten" hinstellt und ich mit Sperre rechnen müßte. Immerhin MUSS ich ja, laut Zuweisung, jeden Mist da mitmachen (Stichwort: aktive Mitarbeit).

Da sind so viele Sachen, die meiner Meinungnach den Tatbestand der Nötigung erfüllen!

Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Dass Du ein Auto hast, weiß das Amt? Wie kämst Du denn ohne Auto zur Maßnahme? Wäre das hin- und zurück in 2,5Stunden zu schaffen?

Wenn Du dadurch bedürftig wirst, kannst Du für den Monat ergänzend ALGII beantragen.
Das ich ein Auto habe weiß das Amt. Ohne Auto könnte ich mit Bus und Bahn zur Maßnahme kommen, Wäre aber auch nicht billiger, würde halt nur länger dauern. Hin- und Rückfahrt würden wohl etwa 1- 1,5 Stunden dauern, mit Auto wärs schneller, aber da kämen dann noch Parkgebühren dazu, welche das Amt nicht erstattet. Ich bekomme ja lediglich das Geld für Bus/Bahn erstattet, auch wenn ich das Auto nehmen würde.

Zitat von 0zymandias Beitrag anzeigen
Ich fürchte, das stimmt leider nicht und würde mich freuen, das Gegenteil bewiesen zu bekommen.

(Der Bezug im § 45 SGB III wäre ein anderer, sollte er gemeint sein.)
Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
aus dem 45er
Da das hier wohl nicht um die Vermittlung von beruflichen Kenntnissen geht, darf der ganze Mist auch länger dauern.
Nur der Kenntnisvermittlungsteil ist beschränkt, die Maßnahme selber nicht. Leider.
Denke ich leider auch.

Zitat von Pichilemu Beitrag anzeigen
Ich finde es ja merkwürdig, dass man dir gleichzeitig Stellenangebote ausdruckt und dir eine Maßnahme aufbrummt. Das macht keinen Sinn. Wie sollst du dich denn bewerben, wenn du in einer Maßnahme bist?

Sind das denn normale, unverbindliche Stellenangebote oder VVs mit Rechtsfolgenbelehrung, auf die du dich bewerben musst?
Dafür soll die Maßnahme ja da sein. Da werde ich mehr als genug Zeit haben, mich bei diesen Stellen zu bewerben. Nur würde ich ja auch daheim alles dransetzen schnellstmöglich wieder in Arbeit zu kommen - ist ja so kein Leben. Da ich ja vor 5 Jahren schon einmal bei so einer Maßnahme war, kann ich aus Erfahrung sagen, dass ich daheim sicher produktiver nach einem Arbeitsplatz suchen würde. Auf der Maßnahme sitzt man seine Zeit ab und kommt Abends, wie nach der Arbeit, ausgepowert nach Hause und macht nichts mehr. Wäre ich daheim, würde ich z. B. bei potenziellen Arbeitgebern vorbeifahren und mich gleich persönlich vorstellen. Manche Stellen sind ja auch zu besetzen, werden aber garnicht erst ausgeschrieben, da sich oftmals, u. a. im privaten Umfeld, gleich jemand findet. Da ich auf dem Land wohne würde ich so sicher schneller einen neuen Arbeitsplatz finden. Gestern war ich z. B. bei einer Firma (welche ich von meinem SB erhalten habe) und gleich "per Du" mit diesem. Leider war die Stelle bereits seit 2 Wochen vergeben.

Achja, die Stellen die ich vom SB erhalten habe, waren ohne Rechtsfolgebelehrung.



Jetzt habe ich noch eine weitere Frage:

Ich spiele inzwischen mit dem Gedanken ab nächsten Monat ALG2 zu beantragen. Da ich, wie gesagt, bei ALG1 eh etwa das Gleiche erhalten werde, hätte es den Vorteil, dass mir dort eine evtl. Nebenkostennachzahlung, zumindest teilweise, erstattet wird und ich zudem vom Beitragsservice befreit wäre.

Nun kann es natürlich sein, dass auch das JC mit diesem MT zusammen arbeitet und ich gleich wieder dort hingeschickt werde.
Hätte ich dann immer noch den ALG1-Restanspruch und könnte dann später wieder zurück zu ALG1 switchen? Wenn dem so wäre, wäre dies vielleicht eine Möglichkeit.
smith ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2015, 22:19   #9
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Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten

@smith

Aus Zeitgründen nur kurz zusammengefaßt:

Du hast keinesfalls einer Datenübermittlung an den MT zugestimmt, sondern die AfA hat dich lediglich darüber informiert, daß dem MT ein solcher Zugriff gestattet wird. Also kannst du das der AfA jederzeit wieder untersagen (Datenschutz), was ich auch unverzüglich tun würde.

Der "Kunstgriff" bei der Teilnahme besteht einfach darin, daß du die ganzen vom MT von dir geforderten Zusatzerklärungen nicht unterschreibst. Du bist zwar zur Mitarbeit an der Maßnahme verpflichtet, aber nicht dazu, mit dem MT irgendwelche privaten Vereinbarungen zu schließen. Wenn der MT dann mit dir nicht arbeiten will (gar nicht so selten - siehe Geschichten hier im Forum), hast nicht etwa du die Maßnahme abgebrochen, sondern der MT. Du hast auch nicht in vorwerfbarer Weise (z.B. durch Stören des Unterrichts) Anlaß zu einem Ausschluß gegeben, sondern einfach auf deinen Rechten bestanden, was man dir nicht vorwerfen kann.

Ob du dann als "Querulant" angesehen wirst oder nicht, sollte dir herzlich egal sein. Du mußt lediglich darauf achten, keinen formalen Sperrzeittatbestand zu erfüllen (Nichtteilnahme, eigener Maßnahmenabbruch, Ausschluß aus der Maßnahme aus vorwerfbarem[!] Grunde).

Such mal ein bißchen im Forum danach, dann findest du sicher einiges.

Noch zum ALG II: du hast keine freie Wahl zwischen ALG und ALG II, sondern ALG II ist immer nachrangig gegenüber anderen Versicherungsleistungen. ALG II bekommst du also nur, wenn dir entweder kein ALG zusteht oder dein Bedarf nicht gedeckt ist (Aufstockung).
0zymandias und smith bedanken sich.
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Meine Beiträge stellen nur persönliche Erfahrungen oder Meinungen dar und sind keine Rechtsberatung.
Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2015, 04:26   #10
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Frage AW: Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten

Hallo smith,

Zitat:
Dort angekommen teilte man mir mit, dass die Maßnahme 3 Tage dié Woche in Vollzeit (8-16 Uhr) stattfindet und ich dort, ab nächster Woche, ganze 6 Monate teilnehmen muß!
Ehe du keinen Leistungsbescheid von der AfA vorliegen hast brauchst du zu überhaupt keiner Maßnahme, wer sagt dir denn wer die Kosten dafür tragen wird wenn du noch gar keine Leistung bewilligt bekommen hast ???

Die AfA zahlt das ALGI aus und nicht der MT, dass dein SB nicht weiß was dort stattfindet aber genau weiß, dass es für dich gut sein wird was er selber nicht weiß ist an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten.

Ob du das unterschrieben hast mit der Datenfreigabe ist völlig irrelevant, man (SB) hätte dich informieren müssen dass dieses Einverständnis freiwillig ist und jederzeit von dir widerrufen werden kann.

Der hat auch Pflichten, nicht nur du und eine eventuelle Krankmeldung solltest du immer der AfA zukommen lassen und erst an 2. Stelle (eine Kopie genügt) dem MT, denn der zahlt dir nicht dein Geld ... kann aber schnell mal behaupten du hättest unentschuldigt gefehlt, wenn du die AfA nicht auch nachweislich dazu informierst.

Die AfA ist (nach dem schriftlichen Bescheid) als dein AG anzusehen und nicht dieser MT, mit dem du keine Verträge hast und auch nicht abschließen brauchst, wie dir schon richtig geraten wurde.

Du wirst von deinem SB "zwangsweise" zugewiesen, diese Verträge bestehen bereits zwischen den MT und der AfA ... es ist nicht erforderlich selbst Verträge mit einem MT abzuschließen, du bist nur der "zugewiesene Teilnehmer".

MfG Doppeloma
doppelhexe, 0zymandias und smith bedanken sich.
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Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2015, 19:00   #11
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smith Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten

Vielen Dank noch einmal an alle Ratschlaggebenden hier!

Zitat von Fritz Fleißig Beitrag anzeigen
@smith

Der "Kunstgriff" bei der Teilnahme besteht einfach darin, daß du die ganzen vom MT von dir geforderten Zusatzerklärungen nicht unterschreibst. Du bist zwar zur Mitarbeit an der Maßnahme verpflichtet, aber nicht dazu, mit dem MT irgendwelche privaten Vereinbarungen zu schließen. Wenn der MT dann mit dir nicht arbeiten will (gar nicht so selten - siehe Geschichten hier im Forum), hast nicht etwa du die Maßnahme abgebrochen, sondern der MT. Du hast auch nicht in vorwerfbarer Weise (z.B. durch Stören des Unterrichts) Anlaß zu einem Ausschluß gegeben, sondern einfach auf deinen Rechten bestanden, was man dir nicht vorwerfen kann.

Ob du dann als "Querulant" angesehen wirst oder nicht, sollte dir herzlich egal sein. Du mußt lediglich darauf achten, keinen formalen Sperrzeittatbestand zu erfüllen (Nichtteilnahme, eigener Maßnahmenabbruch, Ausschluß aus der Maßnahme aus vorwerfbarem[!] Grunde).

Such mal ein bißchen im Forum danach, dann findest du sicher einiges.
Leider war ich die letzte Woche erkrankt und lag bis zum Wochenende flach. Zumindest blieb mir so bisher ein antreten zur Maßnahme erspart. Aber aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben (gerade wenn sich so eine Maßnahme ja eh automatisch um die Ausfallzeiten verlängert)
.
Ich bin jetzt noch bis einschl. Dienstag krankgeschrieben, aber am Mittwoch muß ich dann erst mal in den sauren Apfel beißen,

Hab mich jetzt, wie von Fritz Fleißig vorgschlagen, im Forum bzgl. Unterschriftverweigerung eingelesen und werde es wohl so machen.

Nun stellt sich mir noch ein Frage:
Wenn mich denn tatsächlich der MAT nicht haben möchte, soll ich danach gleich persönlich zum SB oder Heim und auf eine Anhörung warten?

Persönlich vorsprechen zeigt vllt. mehr, daß nicht ich die Maßnahme beenden wollte. Wäre auch machbar, da der SB zu Fuß ca. 10 Minuten vom Maßnahmeort entfernt ist. Nachteil wäre, man setzt sich einer persönlichen Diskusion aus, bei der man evtl. falsch argumentiert oder sich unter Druck setzen läßt.
Wenn ich mich nicht beim SB melde, weiß ich nicht, ob mir dann schriftlich ein Anhörungsbogen ins Haus flattert oder ob ich zu einem persönlich Gespräch antreten muß. Hätte aber den Vorteil, dass man evtl. gefaßter argumentiert, als gleich nach einem Rausschmiß beim MAT.

Zu was würdet Ihr mir raten?
smith ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2015, 19:23   #12
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Standard AW: Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten

Gehe nicht zum Fürst, wenn Du nicht gerufen wirst.

Kurzes Schreiben an den SB, dass die Maßnahme nicht zustande kam, und den Rest abwarten.

Es kann sein, dass ein Anhörungsschreiben kommt, aber das muss nicht zwingend der Fall sein.
smith bedankt sich.
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Alt 03.02.2015, 10:29   #13
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Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten

Ja, würde ich auch empfehlen.

Vielleicht etwas ausführlicher: kurzes Schreiben an die Arbeitsagentur in dem Sinne, daß du dich zum ersten Termin pünktlich eingefunden hast, der MT eine Teilnahme von dir an der Maßnahme aber abgelehnt hat.

Mit etwas Glück wird dann nicht weiter nachgefragt, da du ja bereits klargestellt hast, daß die Nichtteilnahme die Entscheidung des MT war und nicht deine. Falls ein Anhörungsschreiben kommen sollte, kannst du dich nochmal hier melden.

Nicht persönlich zur AfA hingehen. Wie du schon richtig erkannt hast, läßt man sich da manchmal ins Gespräch ziehen und sagt etwas Unbedachtes. Informationen würde ich nur gezielt, gut dosiert und deshalb ausschließlich schriftlich rausgeben.
smith bedankt sich.
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Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2015, 12:14   #14
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Standard AW: Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten

Vielen Dank für Eure Antworten!

Soll ich in dem Schreiben auch gleich mit aufführen,daß ich lediglich den Vertrag vom MAT nicht unterschrieben habe und gleichzeitig auf einige richterliche Feststellungen aus dem entsprechenden Urteil vom SG Ulm hinweisen oder soll ich mir dies für eine evtl Anhörung aufsparen?
smith ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2015, 12:35   #15
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Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Habe eine Zuweisung in eine Maßnahme für 6 Monate erhalten

Ich würde mir an deiner Stelle diese ganzen Einzelheiten für später aufheben. Immer nur zu den Dingen äußern, zu denen man sich äußern muß. Wenn man gar nichts sagt, kann man auch nichts Falsches sagen.

Also hier erst einmal nur die Angabe, daß du zum ersten Termin pünktlich erschienen bist und der MT deine Teilnahme daran abgelehnt hat.

Dann kannst du - bei Notwendigkeit - immer noch weitersehen. Du weißt ja auch noch gar nicht, wie das im einzelnen laufen wird.
gelibeh und smith bedanken sich.
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Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2015, 18:08   #16
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Zitat von 0zymandias Beitrag anzeigen
Gehe nicht zum Fürst, wenn Du nicht gerufen wirst.

Schön gesagt!

Zitat von Fritz Fleißig Beitrag anzeigen
Wenn man gar nichts sagt, kann man auch nichts Falsches sagen.
Da hast Du auch wieder Recht!

Ich hab jetzt schon einmal vorsorglich einen Brief verfaßt. Nun muß ich den morgigen Tag mal abwarten. So wie ich mich kenne, kann ich die Nacht sicherlich kaum schlafen, aber Morgen heißt es dann: "Let's get ready to rumble!".

Mal schauen wie es abläuft. Ich werde berichten!
smith ist offline   Mit Zitat antworten
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