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Start > > -> Fiktive Einstufung Arbeitsentgelt nach Aussteuerung durch KK

ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 29.09.2014, 18:33   #1
prager60
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Registriert seit: 08.11.2010
Beiträge: 90
prager60 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Fiktive Einstufung Arbeitsentgelt nach Aussteuerung durch KK

Guten Abend elo Forum Mitglieder und Interessenten,

lange Zeit war ich nicht mehr online. Zwischenzeitlich ist viel passiert. Unter anderen war ich von März 2013 bis September 2014 durchgehend krankgeschrieben. Ich hatte das Glück durch eine kurze Tätigkeit zuvor Krankengeld zu beziehen und zum jetzigen Zeitpunkt ALG I .

Ich bin dabei EU Rente zu erhalten bzw. nach Ablauf ALG I GRUSI. So, jetzt komme ich zu meinem Problem. Nach der Aussteuerung durch die Krankenkasse soll eine ärztliche Begutachtung erfolgen. Das Problem hierbei ist, dass ich ein fiktives Arbeitsentgelt erhalte bedingt dadurch dass nicht auf mindestenz 150 TageTätigkeit zurückgegriffen werden konnte. Der zuständige SB stufte mich somit erstmals als Hilfsarbeiter ohne jede Qualifikation ein. Die Qualifikationsstufe 4 . Tatsächlich habe ich u.a. eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt also zumindest Qualifikationsstufe 2 wenn nicht sogar 1 da der Betriebswirt nach EU Richtlinien jetzt mit dem Master gleichgesetzt ist. Okay aber auch mit 2 könnte ich weiterleben…..

Meine Frage an Euch: ist das richtig, dass der SB mich, zu fern die Ärztliche Überprüfung noch nicht abgeschlossen ist, automatisch in die Stufe 4 einsetzen darf ?

Anbei liegt das Schreiben per Anhang vor. Ich würde mich freuen eine oder mehrere Antworten zu erhalten. Danke im Voraus.

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Einstufung nach Aussteuerung0001.PDF (67,4 KB, 75x aufgerufen)
prager60 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.09.2014, 19:11   #2
Fritz Fleißig
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Beiträge: 3.325
Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fiktive Einstufung Arbeitsentgelt nach Aussteuerung durch KK

Was dir die BA (Arbeitsagentur) geschrieben hat, ist vom Grundsatz her richtig - also fiktive Bemessung, wenn keine 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt in den letzten zwei Jahren vorhanden sind, und Einstufung nach der Qualifikation der Tätigkeit, auf die sich die Vermittlungsbemühungen hauptsächlich erstrecken müssen. Ob das auf deinen Fall anwendbar ist, muß du selbst nachprüfen. Ich nehme es einfach mal an.

Bei der Einstufung handelt es sich lediglich um eine vorläufige Entscheidung. Das angeforderte Gutachten soll offenbar klären, welche Art von Tätigkeit dir unter medizinischen Gesichtspunkten möglich ist, und welcher Qualifikationsstufe diese Tätigkeit dann zuzuordnen ist.

Hier könnte allenfalls die Frage sein, ob es Anhaltspunkte dafür gibt, daß dir die Ausübung höherwertiger Tätigkeiten aufgrund deiner Vorerkrankung unmöglich sein könnte. Falls nein - und ich tendiere eigentlich dazu, da solche Tätigkeiten von der Tendenz her eher wenig belastende "Schreibtischtätigkeiten" sein dürften - müßte gleich in die vermutlich zutreffende Qualifikationsstufe eingeordnet werden, eventuell auch vorläufig. Aus der Ferne kann man dazu aber nichts näheres sagen, weil es da auf die medizinischen Einzelheiten ankommt.

Beachte auch: können mehrere Tätigkeiten ausgeübt werden, muß die Einstufung nach der höchstwertigen erfolgen.

Genauso muß natürlich deine erworbene berufliche Qualifikation der Arbeitsvermittlung bekannt sein.
__

Meine Beiträge stellen nur persönliche Erfahrungen oder Meinungen dar und sind keine Rechtsberatung.
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Alt 29.09.2014, 20:55   #3
Fritz Fleißig
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Beiträge: 3.325
Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fiktive Einstufung Arbeitsentgelt nach Aussteuerung durch KK

Um es nochmal etwas anders zu sagen: auch bei einer vorläufigen Entscheidung muß die "voraussichtlich richtige" Entscheidung getroffen werden und nicht die für die BA günstigste. Es müßte also anhand deiner bislang vorliegenden Unterlagen eine Prognose getroffen werden, was aller Voraussicht nach deine Vermittlungsmöglichkeiten wären.

Natürlich versucht die BA auf Nummer sicher zu gehen und erst einmal nur eingeschränkt zu zahlen, um spätere Rückforderungen zu vermeiden. Geld, was man gar nicht erst auszahlt, hat man sicher, und Rückforderungen muß man erst einfordern und gegebenenfalls eintreiben.

Die Frage wäre unter praktischen Gesichtspunkten auch, wie lange die ärztliche Feststellung deines Leistungsvermögens und die nachfolgende endgültige Entscheidung überhaupt dauern.
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Meine Beiträge stellen nur persönliche Erfahrungen oder Meinungen dar und sind keine Rechtsberatung.
Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.09.2014, 21:34   #4
prager60
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prager60 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fiktive Einstufung Arbeitsentgelt nach Aussteuerung durch KK

Ich danke Dir für deine Antworten. Was wäre eigentlich, wenn der ärztliche Dienst sagt: Herr S. kann nicht mehr als 3 Stunden täglich arbeiten.

Die Agentur würde mich klar auffordern einen Antrag auf EU Rente zu stellen. Aber weiterhin bis zur evtl. Rente Qualifikationsstufe 4 ? Die Bundesagentur muss doch auch ALG I zahlen wenn man fortwährend krank geschrieben wäre bis zum Ablauf von ALG I !!

Was kann ich dafür wenn ich krank bin. Der Meister bzw. Betriebswirt kann doch nicht als Hilfsarbeiter eingestuft werden.

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Alt 29.09.2014, 21:54   #5
Fritz Fleißig
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Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fiktive Einstufung Arbeitsentgelt nach Aussteuerung durch KK

Ich habe in den vorstehenden Antworten die ganze Frage der Nahtlosigkeitsregelung, die bei dir ja noch hinzukommt, übersehen und gar nicht erwähnt, sondern nur was zur fiktiven Einstufung geschrieben, was davon unabhängig ist.

Du bist ja von der KK ausgesteuert und vermutlich weiterhin krank. Die BA muß jetzt erst einmal feststellen, wie deine Einsatzfähigkeit überhaupt ist - aus Sicht von deren Gutachter. Wenn du laut Gutachter nur noch weniger als drei Stunden täglich arbeiten kannst und das für voraussichtlich mindestens sechs Monate (wonach bei so langer Erkrankung grundsätzlich auszugehen ist), mußt du bezüglich des ALG-Anspruchs so behandelt werden, als ob deine medizinische Leistungsminderung nicht vorhanden wäre. Du mußt also volles ALG erhalten.

Die Höhe des ALG hängt dann im Falle der fiktiven Bemessung nur von deinen bildungsmäßigen Voraussetzungen und deiner Berufserfahrung ab. Du solltest also unbedingt dafür sorgen, daß der BA deine beruflichen Qualifikationsnachweise vollständig vorliegen. Deine medizinisch bedingte Leistungsminderung darf dann in die Einstufung nicht eingehen. Du mußt also wie ein Gesunder mit gleicher Bildung und Berufserfahrung eingestuft werden.

Das mit der EM-Rente warte mal ab. Wenn du EM-Rente nach Aufforderung beantragst, heißt das erfahrungsgemäß noch lange nicht, daß auch der Gutachter der RV derselben Meinung ist wie der Gutachter der BA.
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Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.09.2014, 22:10   #6
prager60
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prager60 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Fiktive Einstufung Arbeitsentgelt nach Aussteuerung durch KK

Zitat von Fritz Fleißig Beitrag anzeigen
Ich habe in den vorstehenden Antworten die ganze Frage der Nahtlosigkeitsregelung, die bei dir ja noch hinzukommt, übersehen und gar nicht erwähnt, sondern nur was zur fiktiven Einstufung geschrieben, was davon unabhängig ist.

Du bist ja von der KK ausgesteuert und vermutlich weiterhin krank. Die BA muß jetzt erst einmal feststellen, wie deine Einsatzfähigkeit überhaupt ist - aus Sicht von deren Gutachter. Wenn du laut Gutachter nur noch weniger als drei Stunden täglich arbeiten kannst und das für voraussichtlich mindestens sechs Monate (wonach bei so langer Erkrankung grundsätzlich auszugehen ist), mußt du bezüglich des ALG-Anspruchs so behandelt werden, als ob deine medizinische Leistungsminderung nicht vorhanden wäre. Du mußt also volles ALG erhalten.

Die Höhe des ALG hängt dann im Falle der fiktiven Bemessung nur von deinen bildungsmäßigen Voraussetzungen und deiner Berufserfahrung ab. Du solltest also unbedingt dafür sorgen, daß der BA deine beruflichen Qualifikationsnachweise vollständig vorliegen. Deine medizinisch bedingte Leistungsminderung darf dann in die Einstufung nicht eingehen. Du mußt also wie ein Gesunder mit gleicher Bildung und Berufserfahrung eingestuft werden.

Das mit der EM-Rente warte mal ab. Wenn du EM-Rente nach Aufforderung beantragst, heißt das erfahrungsgemäß noch lange nicht, daß auch der Gutachter der RV derselben Meinung ist wie der Gutachter der BA.
Ich danke Die Fritz Fleißig........tja, hoffentlich wird der kommende Papierkrieg nicht so schlimm wie zuvor bei ALG II . Gute Nacht und nochmals "Danke "
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arbeitsentgelt, aussteuerung, einstufung, fiktive

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