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ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 29.08.2014, 10:20   #1
Rentenaspirant
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Standard Übergang ALG I - Rente - Erfahrungswerte gesucht

Hallo, lieben Forengemeinde, ich habe - bis jetzt - nicht wirklich ein Problem, suche aber Erfahrungswerte von Elos oder Rentnern, in wieweit die AfA Druck ausübt, damit man in Rente geht (wenn man denn die Voraussetzungen erfüllt).

Ich bin 62 Jahre, seit Jan 2014 im ALG I Bezug, mit Anspruch auf 24 Monate ALG I, also bis zum Dez 2015. Da ich einen GdB von 50% habe, kann ich ab Juli 2015 ohne Abzüge in Rente gehen. Ich möchte aber das ALG I maximal ausschöpfen - das raten die Fachleute auch, da ALG I meist höher ist als die Rente.

Ich habe hier im Forum und auch woanders schon so viele Horrorstories über die "Zwangsverrentung" im Bereich SGB II gelesen habe, aber noch nirgendwo irgendetwas darüber, wie die AfA da agiert - vor allem wenn jemand ohne Abzüge in Rente gehen könnte. Natürlich ist die Situation im SGB III eine andere, da es sich ja um eine Versicherungsleistung handelt, aber wie sieht es in der Realität aus? Auch bei der AfA wird man ja versuchen, zu sparen und deshalb eventuell Druck ausüben - ich habe schon die alptraumhafte Vision von 5 Bewerbungen pro Woche und 12 Wochen Bewerbungstraining ........ (natürlich unterschreibe ich keine EGV )

Wie gesagt, kein Problem - nur die Suche nach Erfahrungen anderer Forenmitglieder.

LG
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Alt 30.08.2014, 00:59   #2
Doppeloma
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Beiträge: 9.661
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Frage AW: Übergang ALG I - Rente - Erfahrungswerte gesucht

Hallo Rentenaspirant,

gibt wohl nicht viele mit Erfahrungen zu deiner Frage ... ich habe auch keine damit (bin EM-Vollrentner) aber gewisse Vorstellungen wie es bei der AfA für dich weitergehen könnte ...

Zitat:
Ich bin 62 Jahre, seit Jan 2014 im ALG I Bezug, mit Anspruch auf 24 Monate ALG I, also bis zum Dez 2015. Da ich einen GdB von 50% habe, kann ich ab Juli 2015 ohne Abzüge in Rente gehen. Ich möchte aber das ALG I maximal ausschöpfen - das raten die Fachleute auch, da ALG I meist höher ist als die Rente.
Was macht man bisher mit dir im Reich der Arbeitslosen ... bist ja schon seit Anfang des Jahres dort "in Pflege", da solltest du doch auch schon Erfahrungswerte haben ... wie ernst man es noch mit deiner Vermittlung in Arbeit nimmt ...

Welche Fachleute haben dir denn angeraten das ALGI noch bis Ende nächsten Jahres auszuschöpfen ... wie hoch deine konkrete Rente tatsächlich mal sein wird, kann dir nur die DRV mitteilen und vermutlich hast du schon entsprechende Informationen dazu in den letzten Jahren erhalten.

Da solltest du mal nachlesen oder eine ganz aktuelle Renten-Information bei der Rentenkasse anfordern ... vielleicht stellt sich ja auch heraus, dass deine Rente bereits höher wäre, als dein ALGI ...

Zitat:
Ich habe hier im Forum und auch woanders schon so viele Horrorstories über die "Zwangsverrentung" im Bereich SGB II gelesen habe, aber noch nirgendwo irgendetwas darüber, wie die AfA da agiert - vor allem wenn jemand ohne Abzüge in Rente gehen könnte.
Wie soll die AfA da agieren, die wissen doch gar nicht, wann du in Rente gehen könntest, wenn du es ihnen nicht auf die Nase bindest und die gesetzliche Möglichkeit dich in Rente "zu zwingen" mit 63 Jahren (sofern möglich) gibt es tatsächlich nur im Regelwerk des SGB II.

Zitat:
Natürlich ist die Situation im SGB III eine andere, da es sich ja um eine Versicherungsleistung handelt, aber wie sieht es in der Realität aus?
Die Realität sieht vermutlich je nach AfA sehr unterschiedlich aus, Niemand kann dir hier genau sagen wie es nun konkret bei deiner AfA weiter gehen könnte ... oft genügt schon die Zuteilung eines anderen SB für deine Person und die bisher gewohnte Ruhe kann in Horror ausarten ...

Die meisten ElOs deines Alters dürften sich auch eher schon länger unter den "Fittichen" des SGB II befinden oder haben überhaupt keine eigenen Ansprüche mehr, weil der Partner genug Einkommen hat (jedenfalls nach Ansicht der Ämter)

Zitat:
Auch bei der AfA wird man ja versuchen, zu sparen und deshalb eventuell Druck ausüben - ich habe schon die alptraumhafte Vision von 5 Bewerbungen pro Woche und 12 Wochen Bewerbungstraining ........ (natürlich unterschreibe ich keine EGV )
NaJa, vor solchem Horror könnte dich ja immer noch eine AU-Bescheinigung vom Arzt deines Vertrauens bewahren ... wer krank ist braucht keine Bewerbungen tätigen und auch nicht an Maßnahmen teilnehmen, Bewerbungstraining kannst du sicher mit der Vorlage eines perfekten Bewerbungsschreibens aus dem Wege gehen ...

Ich glaube auch nicht, dass die AfA dafür noch Geld "aus dem Fenster werfen würde" aber möglich ist inzwischen so ziemlich alles bei den Behörden und letztlich bist du auch ohne EGV verpflichtet deine Arbeitslosigkeit aktiv zu beenden, das hast du mit dem Antrag auf ALGI bereits unterschrieben.

Solange deine zuständigen Vermittler das nicht so genau nehmen, kannst du dich glücklich schätzen, aber es gibt auch darunter "scharfe Hunde", die besonders den Alten noch zeigen wollen "wo der Hammer hängt" ... so sind Bewerbungsforderungen auch mit 64 + X schon berichtet worden, obwohl der Renten-Antrag bereits zum Tag Y gestellt war.

Einen Anspruch auf Verschonung hast du nicht, nur weil du gerne noch das ALGI ausschöpfen möchtest bis es abgelaufen ist ... allerdings brauchst du dich nicht auf alles bewerben, wie es im SGB II erforderlich wäre und das schränkt die Möglichkeiten dann auch schon wieder rapide ein ...

Die Zumutbarkeit nach § 140 SGB III solltest du dann sehr gut im Gedächtnis haben, wenn man dich ärgern möchte ... da steht genau drin wo die (vor allem ) finanziellen Grenzen für deine Vermittlung liegen ...

§ 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen

Was da nicht rein passt kannst du im SGB III als "unzumutbar" ablehnen ... das dürfte dann deinen "Vermittler" vielleicht vor einige Probleme stellen ...

Alles Gute für dich!

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 30.08.2014, 12:59   #3
Rentenaspirant
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Standard AW: Übergang ALG I - Rente - Erfahrungswerte gesucht

Vielen Dank erst mal für eure Antworten.

Zitat von Caso Beitrag anzeigen
Frage: Warum willst du dein ALG bis zum letzten Tag ausschöpfen? Aus Rache? Oder aus welchem Grund? Du hast in die Alo-Versicherung und auch in die RV eingezahlt---einfach mal Zahlen gegenüberstellen, empfehle ich.
Aus Rache ganz bestimmt nicht - ani wem sollte ich mich rächen wollen? - sondern aus rein finanziellen Gründen. Während des ALG 1 Bezugs wird weiterhin auf der Basis von 80% des vorherigen Einkommens in die Rentenkasse eingezahlt; das sind zwar keine grossen Summen, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist...
Die Gegenüberstellung ALG 1 vs. Rente hat bereits ein sehr kompetenter Rentenberater vorgenommen, der mir aus genau diesen Gründen geraten hat, ALG 1 komplett auszuschöpfen.

Zitat von Caso Beitrag anzeigen
Im SGB III gibts den § 156, bitte dort mal nachlesen und dazu die Geschäftsanweisungen /GA zu § 156 mit aktuellem Stand.
Dort findet sich garantiert auch DEIN Fall. Da lese ich, daß es u.U. so sein kann, daß man dich zur Rentenantragstellung auffordert.
(1)Ist der oder dem Arbeitslosen eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung zuerkannt, kann sie ihr oder er sein Restleistungsvermögen jedoch unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes nicht mehr verwerten, hat die Agentur für Arbeit die Arbeitslose oder den Arbeitslosen unverzüglich aufzufordern, innerhalb eines Monats einen Antrag auf Rente wegen voller Erwerbsminderung zu stellen. Wird der Antrag nicht gestellt, ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld vom Tag nach Ablauf der Frist an bis zu dem Tag, an dem der Antrag gestellt wird.
Wenn ich das richtig lese und verstehe, geht es hier nur um eine Rente wegen Erwerbsminderung (also eine EM-Rente); ich dagegen werde in die vorzeitige Altersrente für Schwerbehinderte mit 63 + x Monaten gehen. Da dürfte mein sog. Restleistungsvermögen auch keine Rolle spielen.


Zitat von Caso Beitrag anzeigen
Wie ist er denn so, dein Vermittler ?? Wie oft warst du schon zum Meldetermin? Hast doch schon 8 Monate *Erfahrung*
Nun ja, ich werde von der REHA-Abteilung betreut, und bis jetzt war meine SB sehr vernünftig und entsprach so gar nicht den Beschreibungen, die man hier im Forum immer wieder liest. Die wenigen VVs, die ich bis jetzt bekommen habe, kamen alle von Kollegen meiner SB, und sie hat immer akzeptiert, wenn ich diese VVs unter Hinweis auf § 140, SGB III freundlich abgeschmettert habe. Ansonsten komme ich meinen versicherungsrelevanten "Obliegenheiten" nach durch Bemühungen, meine Arbeitlosigkeit zu beenden...

Nun gut, ich harre der Dinge, die da (eventuell) kommen (ich weiss natürlich, dass ich im Bereich des SGB III immernoch wesentlich besser dran bin....)
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Alt 30.08.2014, 13:23   #4
Rentenaspirant
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Beiträge: 24
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Standard AW: Übergang ALG I - Rente - Erfahrungswerte gesucht

Hallo, Doppeloma, vielen Dank , ich lese Deine sehr kompententen Kommentare immer gerne und habe schon einiges gelernt.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen

Wie soll die AfA da agieren, die wissen doch gar nicht, wann du in Rente gehen könntest, wenn du es ihnen nicht auf die Nase bindest und die gesetzliche Möglichkeit dich in Rente "zu zwingen" mit 63 Jahren (sofern möglich) gibt es tatsächlich nur im Regelwerk des SGB II.
Sehr guter Hinweis. Allerdings weiss die AfA schon, wann ich in Rente gehen könnte: mein Geburtsmonat und -jahr sind bekannt, mein GdB auch, und auch die Tatsache, dass ich über 36 Jahre erwerbstätig war (ich habe meine Erwerbsbiographie nicht verheimlicht).

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
NaJa, vor solchem Horror könnte dich ja immer noch eine AU-Bescheinigung vom Arzt deines Vertrauens bewahren ... wer krank ist braucht keine Bewerbungen tätigen und auch nicht an Maßnahmen teilnehmen, Bewerbungstraining kannst du sicher mit der Vorlage eines perfekten Bewerbungsschreibens aus dem Wege gehen ...
Noch ein guter Tipp. Das wäre dann aber wirklich die Notbremse.... Und beim Bewerbungstraining würde ich um die entsprechende Potentialanalyse bitten


Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Die Zumutbarkeit nach § 140 SGB III solltest du dann sehr gut im Gedächtnis haben, wenn man dich ärgern möchte ... da steht genau drin wo die (vor allem ) finanziellen Grenzen für deine Vermittlung liegen ...
Ja, mit diesem Paragraphen habe ich mich sehr intensiv beschäftigt, auch was die Pendelzeiten angeht ( da "hilft" mir aber mein GdB). Meiner SB habe ich sogar mitgeteilt, wieviel ich Brutto ab dem 7. Monat verdienen müsste, um netto auf den Betrag des ALG 1 (ohne Berücksichtung der Aufwendungen für die Beschäftigung) zu kommen

Du siehst, ich habe mich in die Materie (theoretisch) eingearbeitet , aber mir fehlt einfach die praktische Erfahrung mit der AfA oder ähnlichem.
Rentenaspirant ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.08.2014, 14:25   #5
alvis123
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Standard AW: Übergang ALG I - Rente - Erfahrungswerte gesucht

Hi ...aspirant....


warum untermauerst Du nicht Deine Vermutungen und das "Hörensagen" mit realen Zahlen? § 15 SGBI

Ich bin gerade in der Verrentungspraxis. Richtig ist, dass jeder Monat ALGI-Bezug Deine Rente erhöht, da von ALGI noch Rentenbeiträge abgeführt werden.

Lies mal diesen Thread ganz durch, denn da sind auch brauchbare Tips und links für Dich dabei:
http://www.elo-forum.org/images/misc/paperclip.gif Widerspruch gegen Zwangsrente

Falls Du dann einen VA zur Rentenbeantragung bekommst, haste immer noch einen Monat Zeit, Widerspruch einzulegen.

MfG
__

-keine Rechtsberatung-keine Gewährleistung-nur Erfahrung-

-alles, was nicht direkt tötet, macht nur härter -

alvis123 ist offline   Mit Zitat antworten
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