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Start > > -> ALG1 §150 III SGB III/Teilzeitverfügbarkeit/Auszeit

ALG I Rund ums Thema Arbeitslosengeld I


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Alt 10.05.2014, 17:47   #1
kawe
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Registriert seit: 10.05.2014
Beiträge: 7
kawe Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard ALG1 §150 III SGB III/Teilzeitverfügbarkeit/Auszeit

Hallo zusammen!

Ich bin neu hier und habe auch bislang keinerlei Erfahrung mit Arbeitslosigkeit. Falls ich also dumme Fragen stelle, bitte ich vorab schon mal um Nachsicht.

Vom 01.04.2004 bis einschließlich 31.12.2012 war ich in Vollzeit, zuletzt in Entgeltgruppe 11, bei meinem vorletzten Arbeitgeber beschäftigt.
Zum 01.01.2013 habe ich eine neue Stelle bei meinem letzten Arbeitgeber angetreten. Es war eine Teilzeitstelle in niedrigerer Eingruppierung (Entgeltgruppe 9, kleiner Teil Entgeltgruppe 10) mit wechselnden Arbeitsstunden.

Aus dieser Stelle bin ich herausgemobbt worden. Mit Hilfe eines Anwaltes bin ich im Rahmen eines Abwicklungsvertrages während Krankheit zum 30.04.2014 gekündigt worden.

Ich kann mich mit Ersparnissen ein paar Monate über Wasser halten und möchte aus verschiedensten Gründen jetzt erstmal eine Auszeit nehmen, mir aber den ALG-Anspruch sichern, da ich ja nicht davon ausgehen kann, nach meiner Auszeit direkt wieder eine Stelle zu finden.

Ich habe mich am 27.03.2014 nach Eingang der Kündigung ordnungsgemäß arbeitssuchend und am 02.05.2014 rückwirkend zum 01.05.2014 arbeitslos gemeldet.

Nachdem die Bescheinigung der Krankenkasse (Krankengeldbezug von 14.04.2014 bis einschließlich 30.04.2014) noch nicht vorliegt und die Berechnung meines Arbeitslosengeldanspruches wohl komplizierter ist, habe ich einen Termin bei der Leistungsabteilung am 21.05.2014 bekommen.
Wenn es gut liefe, wurde mir gesagt, könnte der Bescheid dann direkt erstellt werden. Und den Bescheid hätte ich natürlich gerne in Händen bevor ich mich aus dem Leistungsbezug abmelde, um "auf der sicheren Seite zu sein".

Den Termin für das Erstgespräch mit meinem Sachbearbeiter habe ich nun aber schon am 13.05.2014. Eigentlich hätte ich ihn gleich über meine Auszeit informieren wollen, habe nun aber Anst, dass dann mit dem Leistungsbescheid etwas schiefgehen könnte. Ich müsste mich dann ja - ab dem 13.05.2014? - aus dem Leistungsbezug abmelden??
Beginnen würde der Leistungsbezug meiner Meinung nach am 12.05.2014, da gemäß Abwicklungsvertrag von meinem Arbeitgeber noch 11 Tage Urlaub auszuzahlen sind, der Anspruch also für die Zeit vom 01.-11.05.2014 inkluisve ruht.

Ich habe also keine Ahnung, was ich dem Sachbearbeiter am Dienstag,13.05.2014, sagen soll.

Auch zu dem Termin bei der Leistungsabteilung habe ich Fragen. Mir wurde gesagt, dass ich wegen der höheren Eingruppierung und/oder der Teilzeit nach § 150 SGB III einen Antrag auf die Erweiterung des Bemessungszeitraumes von 12 auf 24 Monate stellen könnte. Wenn ich mich dann dem Arbeitsmarkt Teilzeit zu Verfügung stellen würde, müsste das Arbeitslosengeld entsprechend gekürzt werden.

Ich möchte - zumindest nach momentanem Stand der Dinge - zukünftig Teilzeit mit 30 bzw. bis zu 30 Stunden arbeiten.

Nachdem mir die Berechnung meines Arbeitslosengeldes nicht klar ist, bin ich unsicher, ob ich mich mit diesem Antrag nicht sogar schlechter stellen könnte.

Das durchschnittliche Bruttogehalt der letzten 12 Monate sind 3.651,71€ nach meiner Berechnung. Dahinter stecken ohne Überstunden im Schnitt 31,75 Stunden pro Woche:
Mai bis Juli 2014: 25 Stunden (ursprünglicherArbeitsvertrag)
August/September 2014: 30 Stunden
Oktober 2013 bis Januar 2014: 39 Stunden (=Vollzeit)
ab Februar 2014 unbefristet: 30 Stunden.
Müsste das daraus resultierende ALG1 (laut Internetrechner der Arbeitsagentur 1.309,20€) dann noch geürzt werden? Wenn ja, wie?

Das durchschnittliche Brutto der letzten 24 Monate errechne ich mit 3.856,08€. Es bezieht sich - ohne Überstunden - auf eine wöchentliche Arbeitszeit von 33,33 Stunden (Mai bis Dezember 2012: Vollzeit mit 39 Stunden, Januar und Februar 2013 mit 25 Stunden, März 2013 mit 32 Stunden).
Wenn das ALG1 laut Internetrechner der Agentur in Höhe von 1.366,80€ dann als Vollzeitgehalt betrachtet wird, ergäbe eine Kürzung auf 30 Stunden Teilzeit ja 1.366,80€ /39 *30 = 1.007.08€???

Tut mir leid, ich blicke da nicht durch, und ich hoffe, ich finde hier jemanden, der mir helfen kann!

Vorab schon mal ganz herzlichen :danke: Dank an alle!

Viele Grüße.
kawe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2014, 18:02   #2
Cerberus
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Beiträge: n/a
Standard AW: ALG1 §150 III SGB III/Teilzeitverfügbarkeit/Auszeit

Willst Du dich wirklich nur in Teilzeit zur Arbeitsuche zur Verfügung stellen u. dadurch ggf. weniger ALG I erhalten?

ALG gibt es ab dem Tag, an dem der Antrag gestellt ist. Wenn Du bereits aus dem Unternehmen raus bist u. der Antrag erst beim Termin mit dem SB Leistung gestellt wird, gibt es auch erst ab diesem Tag Geld.

--------------------------------------------------------------------------

Selbstberechnung - www.arbeitsagentur.de
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Alt 10.05.2014, 18:48   #3
kawe
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Registriert seit: 10.05.2014
Beiträge: 7
kawe Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALG1 §150 III SGB III/Teilzeitverfügbarkeit/Auszeit

Hallo Cerberus!

Na, ich möchte gerne in Teilzeit arbeiten (habe die letzten Jahre Überstunden ohne Ende geklopft), und das muss ich der Arbeitsagentur doch mitteilen, denn sonst könnte ich doch auch einen Vollzeitjob vermittelt bekommen.
Die Dame, bei der ich mich am 02.05.2014 zum 01.05.2014 arbeitslos gemeldet habe, hat von mir keine Unterlagen angenommen (ich hatte die Arbeitsbescheinigungen meiner beiden letzten Arbeitgeber dabei und den Antrag, den ich vorab online ausgefüllt und ausagedruckt hatte). Ich bräuchte erst noch die Bescheinigung der Krankenkasse; wenn ich den hätte sollte ich alles gesammelt bei der leistungsabteilung abgeben. Die Arbeitslosmeldung sei gleichzusetzen mit dem Antrag auf Arbeitslosengeld, so dass das am Bezug der Leistung nichts ändere???????

Jetzt bin ich doch ein wenig "vom Donner gerührt".
kawe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2014, 20:58   #4
Fritz Fleißig
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Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALG1 §150 III SGB III/Teilzeitverfügbarkeit/Auszeit

Ja, das ist richtig. Die persönliche Arbeitslosmeldung bewirkt automatisch (ist gesetzlich so festgelegt) eine Antragstellung auf ALG, sofern du nicht ausdrücklich das Gegenteil erklärst. Die Abgabe der ausgefüllten Antragsformulare und Bescheinigungen ist etwas anderes und davon unabhängig. Da der 1. Mai ein Feiertag war, gilt deine persönliche Meldung am 2. Mai als Antrag auf ALG ab dem 1. Mai.

Du kannst übrigens bis zur Entscheidung über deinen Antrag bestimmen, ab wann der Anspruch auf ALG entstehen soll.

Minderung des ALG: du mußt zunächst deine durchschnittliche Arbeitszeit im Bemessungszeitraum ausrechnen (siehe Arbeitsbescheinigungen), also aus den Monaten in den letzten 12 oder 24 Monaten, in denen du Anspruch auf Arbeitsentgelt hattest. Dein ALG wird nur dann zeitanteilig gemindert, wenn du weniger Wochenstunden als dieser Durchschnittswert arbeiten kannst oder willst und das offiziell so angibst. Dann dürfen dir keine Vermittlungsvorschläge für Stellen mit längeren Arbeitszeiten gemacht werden.

Wenn das für dich finanziell nachteilig wäre, könnte es klüger sein, dich im zeitlich notwendigen Umfang (wie hoch er immer auch sei - bitte ausrechnen) zur Verfügung zu stellen, aber anzugeben, daß du auch an einer Teilzeittätigkeit mit 30 Wochenstunden interessiert seist.
__

Meine Beiträge stellen nur persönliche Erfahrungen oder Meinungen dar und sind keine Rechtsberatung.
Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2014, 11:54   #5
Cerberus
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: ALG1 §150 III SGB III/Teilzeitverfügbarkeit/Auszeit

Zitat:
Jetzt bin ich doch ein wenig "vom Donner gerührt".
Sorry!

Hier gilt wohl das von @Fritz Fleißig trefflich Dargelegte.
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Alt 11.05.2014, 12:07   #6
kawe
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Beiträge: 7
kawe Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALG1 §150 III SGB III/Teilzeitverfügbarkeit/Auszeit

Oh, danke, da fällt mir ja schon mal ein Stein vom Herzen.

Auch das mit der Teilzeitumrechnung habe ich jetzt kapiert.

1000 Dank!

Ein Problem habe ich noch mit dem Termin bei meinem Sachbearbeiter am 13.05.2014: Ich hatte gehofft, dass ich schon vorher den Bescheid haben würde, so dass ich mich direkt aus dem Leistungsbezug abmelden kann.
Das klappt ja nun nicht, weil ich den Termin bei der Leistungsabteilung erst in der Woche darauf am 21.05.2014 habe.

Wenn ich mich nun am 13.05.2014 schon abmelde, habe ich Bedenken, dass das mit dem Bescheid nicht klappt. Wenn ich mich aber nicht abmelde, habe ich Bedenken, in eine Maßnahme geschickt zu werden.

Könnte ich mich am 13.05.2014 für einen Termin nach dem 21.05.2014, z.B. den 25.05.2014 (da müsste nach Angaben der Leistungsabteilung der Bescheid vorliegen) aus dem Leistungsbezug abmelden? Wenn ja, wie könnte ich das begründen?

Wäre schön, wenn mir hier noch jemand helfen könnte.

Dankeschön schon mal vorweg!!!
kawe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2014, 12:23   #7
kawe
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kawe Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALG1 §150 III SGB III/Teilzeitverfügbarkeit/Auszeit

Kein Problem Cerberus - bin dankbar für jede Hilfe, die ich bekommen kann.

Und es ist ja "nochmal gutgegangen".

Hoffe, es kann mir noch jemand was zu dem Termin am 13.05.2014 sagen!??

:danke:
kawe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2014, 12:29   #8
Cerberus
Gast
 
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Standard AW: ALG1 §150 III SGB III/Teilzeitverfügbarkeit/Auszeit

Nur Geduld!

Manchmal sind die Experten erst später oder am Abend zugange.
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Alt 11.05.2014, 12:42   #9
Fritz Fleißig
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Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALG1 §150 III SGB III/Teilzeitverfügbarkeit/Auszeit

@kawe

Meiner persönlichen Meinung nach solltest du vor allem das tun, was du schon länger geplant hast, und dich nicht von irgendwelchen ungewissen Bedenken leiten lassen. Maßnahmen und ähnliches sind sowieso nur Eventualitäten, die sich nicht im voraus beurteilen lassen.

Ich sehe auch nicht unbedingt einen Vorteil darin, daß du unbedingt vor deiner Abmeldung aus dem Leistungsbezug einen Bewilligungsbescheid hast. Dein Fall ist wegen der wechselvollen Vorbeschäftigungszeiten und deinem eventuellen Teilzeitwunsch ohnehin etwas komplizierter, so daß ich schon Zweifel habe, ob dein Antrag "auf der Stelle" ohne weitergehende Prüfungen entschieden werden kann.

Du solltest vor allem prüfen, ob eine Ausweitung des Bemessungsrahmens von 12 auf 24 Monate für dich Sinn macht. Das mußt du von dir aus beantragen. Problem ist allerdings: dein zu berücksichtigendes Einkommen muß bei gewünschter Ausweitung auf 24 Monate wesentlich höher sein, und die Wesentlichkeitsgrenze liegt meines Wissens bei 10 % mehr. Frag da mal einfach nach. Eigene Vorbereitung ist hier aber unbedingt hilfreich, hast du ja auch schon getan.

Du kannst weiterhin angeben, daß dein Anspruch auf ALG erst zu einem späteren Zeitpunkt entstehen soll, denn über deinen Antrag ist ja noch nicht entschieden. Alternativ kannst du dich ohne Angabe von Gründen jederzeit aus dem Leistungsbezug oder der Arbeitsvermittlung abmelden. Wenn du nachvollziehbare Gründe hast, um so besser.

Im Kalenderjahr hast du außerdem Anspruch auf bis zu drei Wochen Ortsabwesenheit mit ALG-Fortzahlung. Falls du beispielsweise schon deinen Urlaub gebucht hast, wäre das ein sinnvolles Argument.
__

Meine Beiträge stellen nur persönliche Erfahrungen oder Meinungen dar und sind keine Rechtsberatung.
Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.05.2014, 14:37   #10
Existenzminimum
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Beiträge: 1.798
Existenzminimum Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: ALG1 §150 III SGB III/Teilzeitverfügbarkeit/Auszeit

Zitat von Fritz Fleißig Beitrag anzeigen
...

Wenn das für dich finanziell nachteilig wäre, könnte es klüger sein, dich im zeitlich notwendigen Umfang (wie hoch er immer auch sei - bitte ausrechnen) zur Verfügung zu stellen, aber anzugeben, daß du auch an einer Teilzeittätigkeit mit 30 Wochenstunden interessiert seist.
Ich hatte mal beid er BA auf den Formularen angegeben, bereit für Vollzeit oder Teilzeit zu sein. Daraufhin wurde mir gesagt, dass ich mich entscheiden müsste. Was mir nicht gesagt wurde und was mir zu dem Zeitpunkt auch nicht bekannt war, dass ich dann mit Kürzung des ALG I hätte rechnen müsste, wenn ich mich für TZ entschieden hätte. Intuitiv entschied ich mich für Vollzeit, irgendwie hab ich es wohl geahnt, dass da ggf Nachteile auf mich zukommen würde.
Fand ich ne Sauer.. mich nicht einfach aufzuklären. Aber so sind se halt dort (jedenfalls viele).
Existenzminimum ist offline   Mit Zitat antworten
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